Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 1 (1914)
- Issue
- Heft 8-9 (August 1914)
- Date
- 1914-08-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- IRI
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Der Weltkrieg. 263 geistvollsten Vertreter Maximilian Harden mancherlei darüber lesen, daß sie diese weltgeschichtliche Entwickelung vorausgesehen und daß Deutschland kostbare Zeit damit verloren, daß es diesen Krieg nicht ausgefochten als die Feinde noch weniger vorbereitet und noch nicht so eng sich zusammengeschlossen. Die kleinen Bismarck sollten daran denkem daß auch der große den Präventivkrieg verworfen. Aber vor allem: Es ist nichts Kleines, um das Rechtsbewußtsein: ״Gerechtigkeit erhöhet ein Volk”, sie hebt es über sich selbst hinaus, daß es allen seinen Feinden gewachsen ist. Ob bei einem Kriege aus Anlaß der Marokkokrise die Welt wohl eine Reichstagssitzung wie die ewig denkwürdige des 4. August gesehen, ob das ganze Volk mit einer Einmütigkeit ohnegleichen und einer solch selbstsicheren Zuversicht ins Feld gezogen wäre, nur von dem einen Gedanken erfüllt, zu siegen oder zu sterben?! Es ist eine gerechte Sache, für welche die Kinder unseres Landes ihr Blut dahingeben! Dafür bürgt uns auch die Person unseres Kaisers. ,,Fürchte Gott, mein Sohn, und den König“, das ist eine uralte biblische Forderung. Die Ehrfurcht, die dem Oberhaupt, dem geweihten Repräsentanten der Nation gebührt, hat uns immer erfüllt. Aber höher und höher wuchs seine Persönlichkeit vor unseren Augen empor. Daß seine Geistesgaben und Fähigkeiten nicht an dem Durchschnitt zu messen, das trat in seinen Regierungshandlungen und Anregungen hervor. Seine Charaktergröße lernten wir bewundern, als ihm nach den ״No vemb erstürmen“ das gelang, dessen unter Millionen nur Einer sich rühmen darf, der Sieg über sich selbst. Und immer inniger knüpften sich die Bande zwischen dem Herrscher und dem Teil des Volkes, das nicht die Institution der Monarchie an sich verwirft, da jedem verständigen Beobachter angesichts der Einkreisungspolitik, die Deutschland bedrohte und oft bis aufs Blut reizte, zum Bewußtsein kam, wie der Kaiser ein Friedensfürst ohnegleichen war, der allein seinem Volke und der Welt mit einer seltenen Energie und Selbstüberwindung den Frieden durch Jahrzehnte