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Jeschurun · 1914-06-01 · Heft 6 (Juni 1914) · page 11

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
1 (1914)
Issue
Heft 6 (Juni 1914)
Date
1914-06-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Der Eid der Juden. 18; Empfindens, das der Jude jedem Eidschwur entgegenbrachte und entgegenbringt. Es folge zunächst der Artikel des Herrn Geheimrats Dr. Fuchs *) ״Jüdischer Meineidsaberglaube“. Jüdischer Meineidsaberglaube? Unter obiger Überschrift hat A. Hellwig im Band 41 des ״Archivs für Kriminalanthropologie und Kriminalistik" den Nachweis zu liefern gesucht, daß bei Juden abergläubische Anschauungen über den Eid sich fänden und manchen zum Meineide verführten. Er hat sogar die jüdische Religion in Beziehung zu dieser von ihm behaupteten schweren Verirrung gebracht. Er meint nämlich, einzelne ihrer Einrichtungen, so namentlich das Kolnidregebet seien leicht mißzuverstehen und könnten in den Betern die Annahme erwecken, es sei ihnen ge־ stattet, mit ihrem Eide es leicht zu nehmen; es sei ganz besonders erlaubt. Andersgläubigen gegenüber einen fälschen Eid zu leisten. Welche Vorstellungen von Juden und Judentum die Lektüre dieses Artikels erwecken kann, zeigen am besten die kurzen Bemerkungen, in denen W. Schütze im 43. Bande desselben Archivs gleichfalls unter dem Titel r Jüdischer Meineidsaberglaube?“, von Hellwig angeregt, zur Sache sich geäußert hat. Schütze hat den Wunsch ausgesprochen, ״daß von jüdischer Seite die in Betracht kommenden Quellen nicht verheimlicht oder verschleiert werden mögen, damit die Prüfung ruhig und sachlich geführt werde“. Diesem Wunsche hat Dr. jur. M. Eschelbaelier, Rabbiner in Düsseldorf, gern Folge zu leisten erklärt. Er hat in Band 54 desselben Archivs dargelegt; daß das Judentum nichts zu verheimlichen und nichts zu verschleiern habe, daß es nichts mehr wünschen könne, als daß sein Schrifttum in allen seinen Teilen bekannt werde; nur müßten seine Quellen so dargestellt 1 Mit gütiger Erlaubnis des Verfassers und der Redaktion der Voss. Zeitung. — Die Redaktion.

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