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Jeschurun · 1914-06-01 · Heft 6 (Juni 1914) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
1 (1914)
Issue
Heft 6 (Juni 1914)
Date
1914-06-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Die Halacha und die Herzenspflichten. 183 gewöhnliche Ausdruck נתקו, der sonst nie heim Fortgehen von einem Orte gebraucht wird. Daß R. Berechja den von Lazarus angegebenen Gedanken in seiner Bemerkung hat wiedergeben wollen, ist möglich, könnte aber angesichts der Bedeutung, welche hier die Exegese spielt, bestritten werden. Was aber die Erzählungen betrifft, so ist bei dem Umstand, daß viele ihrem ganzen Inhalt nach nicht als wirkliche geschichtliche Berichte, sondern nur als Einkleidungen genommen werden können, auf andere wiederum das im Talmud selbst ausgesprochene Kriterium גיזמא קתני Anwendung findet und sie daher nur als Hyperbeln anzusehen sind, der Wert des aus ihnen zu Erschließenden ebenfalls ein beschränkter. Und von der gesamten Hagadah gilt, daß sie doch wiederum auch in dem Sinne zumeist Predigt ist, daß der Übelwollende gegen diese Literatur einwenden könnte, יש נאה דורש ואין נאה מקיים, sie böte keine Bürgschaft für die Bewährung der verkündeten Lehre im Leben. Es liegt uns natürlich fern, in Wirklichkeit die Beweis־ kraft des in den halachischen und agadischen Aussprüchen niedergelegten Gutes an ethischen Werten und feinen Herzensregungen für die Gesinnung der Talmudlehrer anzweifeln zu wollen. Wir wollten nur des Kontrastes wegen ausführen, daß sie weniger beweiskräftig sind als das, was sich uns aus תלמיד, aus dem Gang der Diskussionen, aus den zufällig und völlig unbeabsichtigt einfließenden Bemerkungen und Erzählungen ergibt. תלמוד die talmudis che Diskussion als Ganzes gewährt uns einen unzweifelhaften Einblick in das, was man den Gesamtgeist der Talmudweisen nennen kann. Aus Erzählungen, die keine Tendenz enthalten und darum nicht als Verherrlichung einer Persönlichkeit angesprochen werden können, die vielmehr eine Halacha einleiten oder sie illustrieren sollen, aus Ideengängen, die halachischen Sentenzen zugrunde liegen, ohne daß sie ausdrücklich halachisch abgeleitet werden, aus sprachlichen Wendungen, die ein Licht werfen auf die Gesinnung derer, die sie im Munde führten, ist oft Gewichtiges für die Charakteristik

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