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Jeschurun · 1914-05-01 · Heft 5 (Mai 1914) · page 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
1 (1914)
Issue
Heft 5 (Mai 1914)
Date
1914-05-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Die Exposition zum Buche Buth. 150 ist, desto tadelnswerter das Unrecht. Das Vergehen eines gleichgültigen Menschen wird leichter übersehen. Darum haben die Massoreten den Namen Elimelech durch die Negino von größtem Nachdruck hervorgehoben. Und deshalb wird hinzugefügt, daß sie אפרתים und מבית להם יהודה hervorragende Männer waren. ויבאו שדי מואב ויהיו שם in Mo ab blieben sie, des Gegensatzes wegen ist die Ortsbezeichnung des ersten Verses im zweiten wiederholt. Y. 3. וינלת אליבללך איש :־יבמי רתשאר היא רשכי כיה Während Elimelech im heil. Lande berühmt war (וילך איש) , so starb er im Moab nicht als völliger איש, in würdevollem Namen, sondern nur als איש נעמי. Er starb gewissermaßen nur seiner Frau, in der Stadt selbst kannte man ihn nicht. Nicht einmal eine Erinnerung durch seine Söhne blieb ihm gesichert, der Vers weist sie der Mutter zu ושני בניה. Ähnlich bemerkt Raschi, er verstarb nur seiner Frau. Doch ותשאר היא. Diese an sich selbstverständliche Bemerkung will sagen: Nicht sie blieb übrig, sie ward übrig gelassen für den späteren Zweck, dem sie damit unbewußt diente, Ruth nach Bethlehem zurückzuführen und Davids Haus zu gründen. בעל עקידה setzt noch hinzu, daß das göttliche Strafgericht sie bis jetzt verschont habe, damit sie sich durch baldige Rückkehr ins heilige Land retten könnten, aber .... Y. 4 רישאר להם בשים בלאבירת שם האחת *כרפה רשם השבית דרת וישבר שם כעשר שנים ♦ וישאו להם da nahmen sich die Söhne moabitische Frauen. Solange der Vater lebte, scheuten sie sich, Moabiterinnen zu nehmen, da er es verwehrt hätte. Vor der Mutter fürchteten sie sich weniger. Statt Moab zu verlassen, fügten sie zu der alten Sünde eine neue. Es sei hier nur angedeutet: Moabs Brot führte Elimelechs Söhne zu Moabs Frauen. Nicht umsonst verboten unsere Weisen פת עבום משום חתנות. Vgl. auch Raschi zu den Worten: .,Man lädt dich ein, du issest von seinem Mahl“ (Ex. 34, 16): ״Du glaubst, nichts Strafbares sei beim Essen. Ich rechne es dir aber als Götzendienst an, weil, du dazu kommst, heidnische Frauen zu ehelichen.“

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