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Jeschurun · 1914-03-01 · Heft 3 (März 1914) · page 27

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
1 (1914)
Issue
Heft 3 (März 1914)
Date
1914-03-01
Page
– (sequence 27)
Language
German
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Die Natur ein Buch Gottes. 95 gegeben. Das Denken strebt nach Einheit, schafft Einheit, ist Einheit.״ Das sind Worte, die jeder wissenschaftlich Denkende nur unterschreiben muß. Der Monismus zieht aber bekanntlich die Konsequenz, Gott und Welt ebenfalls zu einer Einheit zusammenzuschließen. Es darf auch, meint er, nur ein einziges Prinzip oder einen einzigen Grund der Wirklichkeit geben. Und wenn das Prinzip der Wirklichkeit als deren Ursache aufgestellt wird, wie dies beim transzendentalen Gottesbegriff geschieht, gelangen wir. so lehrt er, nicht zu einem wirklichen Monismus. Gott als Schöpfer der Welt, Gott׳ in seiner Einwirkung auf die Welt durch seine Vorsehung ist den Monisten daher eine unvoll־ ziehbare Vorstellung. Es ist Sache rein philosophischer Auseinandersetzungen, den Nachweis zu erbringen, daß die Monisten hier sich eines groben Denkfehlers schuldig machen, wenn sie die Denkgesetze, die nur für den Menschen innerhalb der ihm zugänglichen Erseheinungswelt gelten, nun auch auf die letzte Ursache, für das. was selbst wieder den Grund des Menschen abgibt, ausdehnen wollen. Ich wollte hier nur zeigen, welcher Fehler in der oben skizzierten Literatur von den Autoren manchmal in gutem Glauben begangen wird, auf den wir aber ein wachsames Auge haben müssen. Es ist der folgende: In naturwissenschaftlichen und religionsgeschichtlichen, in dichterischen und populärwissen־ sehaftlichen Arbeiten, wo immer nur der Monismus in irgendeiner Form propagiert wird, da wird auf die Einheit in der Natur hingewiesen, in glänzender Darstellung wird die einheitliche Gestaltung der Naturprodukte vorgeführt, seien es Wesen aus dem Pflanzen- oder Tierreich, das einheitliche Naturgeschehen wird in glühenden Farben ausgemalt, das geschlossene Inein־ andergreifen aller Naturgesetze. Das alles aber sind ja eben so viele Beweise und untrügliehe Beweise für den theistischen Monismus, d. h. für den Monotheismus. Weil eben der Eine Gott die Welt geschaffen, darum geht ein Zug durch die ganze Schöpfung, darum ist alles Sein und alles Geschehen auf einen Ton gestimmt, darum all

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