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Jeschurun · 1914-03-01 · Heft 3 (März 1914) · page 10

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
1 (1914)
Issue
Heft 3 (März 1914)
Date
1914-03-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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78 S. R. Hirschs erste Predigt. nichtung. Ein Wort, und des Speichers Fülle, und des Hauses Glanz gehet auf in der Flammen loderndem Spiel. — Ein Wort, und gewandte Hand ist gelähmt, die reiche Quelle des Gemüts versiegt, und der Mann des Geistes steht betöret da. — Denn Gott ist Herr!״, aber eben weil Gott Herr ist. 0! darum verzage auch nicht, wenn trüber sichs um dich gestaltet! Ist dir auch alles versagt, Er bleibt dir ja, Er. der über alle Güter des Lebens gebietet. Wenn auch du dich nicht erfreuen kannst des Reichtums und des Überflusses, wenn Krankheit deinen Körper, deinen Geist, dein Gemüt lähmt und verzehrt, wenn das Leben dir den Freund oder die Freundin entfremdet, oder des Todes rasche Hand den Teueren dir oder die Teuere geraubt; — 0! so stiere nicht so hin in wilder Verzweiflung, als ob nun unwiederbringlich verloren wäre, als ob's nun aus wäre mit jeder Lebensfreude und Glück; — 0! so vergiß in Erdendunkel des nicht, der über Sternenklarheit thront; — Der Herr hatte es gegeben, der Herr hat?s genommen, Er hat genommen, Er ersetzt wieder, denn ה, ממית ומחיה מוריד שאיל ייעל ה, מוריש ומעשיר משפיל אף מרומם מקים מעפר דל מאשפות ירים אביון להושיב עם נדיבים וכסא כבוד ינחילם כי לה' מצקי ארץ וישת עליהם תבל: ״Der Herr tötet und belebt, führt zum Grab und aufwärts, der Herr macht arm und reich, erniedrigt und erhebt, stellt auf vom Staub den Armen, erhebt aus Staub den Dürftigen, denn des Herrn sind der Erde Stützen, da er auf sie die Menschenwelt gegründet!״ Und blickst du hinauf zu ihm mit reinem Gemüte, mit inniger Verehrung, so wandelt er um die Trauer in Freude. Ein Wort und statt Mangel kehrt Überfluß bei dir ein, statt Krankheit rüstige Gesundheit und wieder reiner fließt dir die Quelle des Gemütes, und ungestört schaut und erkennet dein Geist. So mahnt uns der erste Ruf: ..Eine Allmacht herrscht, drum trotze, drum verzage nicht!״ Gott gedenkt’s, drum sei nicht zügellos, drum erschlaffe nicht! So ergeht an uns der zweite Ruf. Wenn wir ausgerüstet mit Gaben und Gütern nun eintreten ins Leben der Tat und des Wirkens, da könnte vom Wahn betört das

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