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Jeschurun · 1914-03-01 · Heft 3 (März 1914) · page 9

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
1 (1914)
Issue
Heft 3 (März 1914)
Date
1914-03-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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S. R. Kirschs erste Predigt. 77 seiner Fertigkeit fragte sich Handwerker und Künstler. Nach seinen Geistesschätzen der Mann des Geistes, der Gelehrte; — und in übermütigem Selbstgefühl, oder in verzweifelndem Kleinmut, könnten sie trotzen oder verzagen. — So klammerten wir uns alle an den Besitz, sehen in ihm den Gott unseres Lebens und vergessen den alleinigen Herrn, der wahrhaft der Lebens-Gott ist, — darum empfängt uns gleichsam an der Schwelle der Ruf: שאו שערים ראשיכם מ־־זנשאו פתחי עילם ויבא מלך הכבוד מי הוא זה מלך הכבוד ד, צבאות הוא מלך הכבוד סלה. ״Hebet, Ihr Thore, das Haupt, hebet’s, Ihr Pforten der Zeit usw. usw. Siehst du nicht, wer der Herr aller Herrlichkeit, nach der dich gelüstet und deren Verlust du betrauerst, siebest du nicht, wer dir geliehen, was du hast, wer dir versagt, was du entbehrest? Alle Güter, auf deren Besitz du trotzest, deren Mangel dich verzagen läßt. Sieh7, sie sind nicht deiner Macht hingegeben, auch nicht der Zufall ist, der sie beherrscht, ein Gott ist, der sie erhält und zerstört. — Und fließen dir reichlieh die Güter des Lebens, öffnet dir die Erde willig den Schoß und was du ihr anvertrauest, erziehen dir7s freundlich der Sonne wärmender Strahl, des Regens mild rieselnde Güsse; — oder hast du durch rastloses Streben Speicher und Kisten gefüllt, schmücken dein Haus Reichtum und Glanz; ist’s die Fertigkeit deiner Hand, die dir dein Leben sichert; — oder weist dir deine Stellung im Leben deines Gemütes klare Quelle an, in der so innig und rein das Schöne und durch die schöpferische Künstlerhand äußeres Leben erhält, oder werdest du selbst mit des Geistes und der Erkenntnis Gaben ausgerüstet, daß du Wahrheit forschest und erkennst und nun auch im Leben das Wahre zu pflegen und zu schützen hast. 0! so vergiß dich nicht! 0! so vergöttere sie nicht diese Gaben, 0! so trotze nicht des reichlichen Glücks! Der Herr Zebaoth ist aller Herrlichkeit Herr!“ Ein Wort, und die Erde versagt ihren Dienst, der Sonne Milde wird dörrende Glut, des Regens Segen wandelt sich um in Fluten verschwemmender Ver-

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