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Jeschurun · 1914-02-01 · Heft 2 (Februar 1914) · p. Seite 46

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
1 (1914)
Issue
Heft 2 (Februar 1914)
Date
1914-02-01
Page
Seite 46 (sequence 14)
Language
German
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46 Probleme der Pentateuch-Exegese. Beginn deiner Worte schafft Klarlioit) so schön und horrlich bestätigt würde. Wir wollen daher die gewöhnliche einfache Erklärung, wonach der ersto Satz der Thora ״Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde“ lautet, durch mehrere Gründe stützen und die andere Auffassung zurückwoisen. — Die Bohauptung Geigers, welcher letztere Ansicht als die im Altertum allgemein anerkannte hinzustollen versucht, ist entschieden irrig. Denn, wenn auch wirklich die 70 durch eine Änderung dieser Erklärung entgegentreten wollten, so wäre nur soviel erwiesen, daß diese Übersetzer die Möglichkeit eines Irrtums nicht ausschlossen und diesem Vorbeugen wollten. Daß ein solcher 11ttum möglich ist, wird ja von!Niemandem bestritten; haben doch bedeutende jüdische und nicht jüdischo Exegeten irrtümlieh die einfache Auslegung verlassen. Indessen gibt der allerdings dunkle Bericht, daß die 70 א' ברא בראשית geschrieben, keineswegs das Recht zur Hypothese Goigers. Da befriedigt doch noch besser die Erklärung Raschi’s zu Mcgilla 9 a, zumal wenn man bedenkt, daß das Wort בראשית bereits im höchsten Altertum in dem Terminus מעשי בראשית, sowie in dem Ausdruck ששת ימי בראשית den Charakter eines einfachen Substantivs erhalten hatte. Dom schlichton Forscher wird demnach gerade die Version der 70 (ev e::Gt7}<je) die Überzeugung beibringen, daß die älteste Übersetzung des ersten Verses der Thora eben die einfache noch heute allgemein übliche war. Überdies lassen sich gegen dio andere Erklärung folgende wichtige Bedenken erheben: 1. Es ist unwahrscheinlich, daß Angaben von solcher Wichtigkeit und Tragwoito, wie dio VV. 1—2, nur ncbonsüchlieh, in einer Zeitbestimmung des Hauptsatzes resp. in einem Zwischensätze berichtet würden. 2. Es ist eine solche Konstruktion, wonn auch grammatisch richtig, dennoch nicht in solchen Stellen vorauszusetzen, dio dem ersten Anscheine nach einen andern Sinn geben; da doch gewiß dio Schrift nicht absichtlich einem Mißverständnisse Vorschub leisten wollte. 3. Nach dieser Erklärung beginnt die Erzählung der

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