Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 14 (1935)
- Issue
- 52 (24.12.1935)
- Date
- 1935-12-24
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 77% known words query
- IRI
…/2277379-2278097-2278136--09883-2292921- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
24. Dezember 1935 Nr. 52 4..Beiblatt. Schwimmtraining bei BSG 33 Schwimmen ist eine Leiöesül'nng. die jedermann beherrschen muß: denn, adgeselien von der körperlichen Ertüchtirzniliz.. die dieser gesunde Sport durch die Beanspruchung üift sämtlicher Bkiiskelu des Körpers mit sich bringt, sollte er schon aus Gesetz und Notwendigkeit der Sicherheit der Menschen heraus gekonnt werden. Ten Eltern unserer Inngen'nnd Mädel kann nicht oft und eindringlich genug augeraten ' tverdeu. ihre Binder schon "in jungen fahren zun, Schwinnnunterricht zu schicken. Gewiß: Lerntmd Trainingsmöglichkeiten in jüdischen Vereinen sind heute beschränkt. Aber wo sie bestehen, sollte ein junger Mensch, wenn'er die Schule verlässt, zumindest schon das ^rei f ch w i in in e r zengnis erlangt habetl. Auf einen, anderen Gebiet liegt das w e t t k a m p s m ä h i g betriebene Schwimmen. Jeder. der sich ausdauernd und sicher über Wasser halten kann, ist noch lange nicht znm Sportschnsimmer geeeignet. Was dazu gehört, stellt hier nicht zur Erörterung. sondern bleibt der Praris und den Trainern überlassen, die il>r Bestes tun, um ans den ihnen anvertranten Schivimmjüngern die Tüchtigsten ansznwählen. Wie sieht es bei einein S ch w i m mabend eines jüdischen Vereins aus{' Tie Schwimmabteilnng der Berliner Sport- Gemeinschaft (BSG 03) hat als einziger Verein in Berlin eine Trainingshalle zur Verfügung. Stadtbad Tenneivitzstraße Sonnabendabend. Ein au sich wellig passender Termin - - trotzdem: die Halle ist. überfüllt. Unsere schwimmbegeisterte Engend läßt es sich nicht nehmen, ihrem Sport zu huldigen, auch wenn andere, gerade in diesem Alter wichtige Interessen zurücktreten müssen. Man zählt etwa 150 junge Menschen verschiedenen Alters (..oft sind es noch weit mehr", erklärt stolz der Abteilungsleiter). Jungen und Mädel im Bademantel oder Schwimmanzug mit dem kleinen schivarzroten Abzeichen auf der Brust, meist gut gewachsene, kräftige Spottfiguren, denen man ernsthaftes Training an- ' merkt, mit frischen, frohen Gesichtern voll Lebensfreude. Tie geräumige Halle bietet ein - buntes Bild. Das Bassin ist durch Stricke in drei Teile getrennt, so daß drei Abteilungen zugleich trainieren können. Ans' der eine,t Seite sind 50 I u n g e n angetreten. Zu zweit gehen sie ins Wasser. Ihr Trainer „zwiebelt" sie nach Wasserlage. Armschlag. - Atemtechnik n. a. nicht gerade int sanftesten Ton. Aber die Jungen, die wissen, wie er eS meint, benehmen sich rnustergültig. Tiefe Disziplin ist bei der Masse der Trainierenden unbedingt nötig. Ans der anderen Seite üben die M ä d e l. zunächst den Startsprnng. der anfangs große Schwierigkeiten macht, bald aber, wenn man erst einmal dahintergekommen ist. mutig ansgesührt wird. Tann geht eS in langer Neihe hintereinander die -5-Bceter-Bahn heraus lind herunter. Hier lvird verbessert, dort ermahnt, und eS klappt iinmer besser, deiner kennt Müdigkeit. Tie kurze zur Versügung stehende Zeit bis znm Training der Kanlpsinännschaft muß ansgenntzt werden. Eine interessante Staffel, in der sich nlänches Talent offenbarte beschließt da» Training. Ein dreifaches „Gut Naß Hurra" — und das Kommando „Anziehen" wird ohne Murren befolgt. ~ Auch diejenigen, die das Schwimmen erst erlernen wollen und int Nichtschwimmerbassin „baden", müssen sich in ihrem Platz etivas einschränken: denn die K a in p f m'a „.li sch a s t, die zu trainieren beginnt, braucht mehr Nauru. Viele von ihnen kennt inan von den Schwiminfesten her.. Jüngere und Aeltere. Cracks, die sich allerdings liier nicht so fühlen, nnd Tnrchschnittskönner. Auch Bernd M c i s e l ist wieder dabei, derjunge zukunftsreiche jüdische Schwimmer. der schon iin Tlmnpia-Kursus war und infolge einer schlveren Krarrkheit lange Zeit pausieren mußte. Noch schont er sich-, trainiert vorläufig nur wine Kameraden, hofft aber bald selbst sein Training wieder ansnehinen zu /' können. Es lvird „eifern" trainiert. Man möchte fait lneinen. daß es der letzte Schliff vor einen, großen ■ SchrvinmTfirft~~n t. Wenn auch eine gewisse Anlage als Voraussetzung --er fo-lgre i che n K a n, p fsch io i nnneiN^IÜv t i cs ist. io bleibt als Hauptsache jedoch die ernsthafte nnd systematische Trainingsarbeit. Immer lvieder geht es ins Wasser: Noch eine Bahn und noch eine wird znrückgelegt. V Zuerst im Bruststil, dann in der Nücke'nlage. später im Crawl. Plan wird gestoppt, hier, hat sich einer um mehrere Sekunden gegenüber seiner Leistung von der vorigen Woche verbessert. Ter Start s p r u n g wird geübt, ünd die ..Wende", auf die es im 'Böettkampt besonders ankommt. T i ch a n e r verfnclit unter großer Begeisterung, lveiin auch nur auf einige Nieter, den'Schmetterlingsstil. Ta ertönt die Pfeife des Bademeisters. Tas be- Mkitet Schluß für diesen Abend. Wasserball giöt's nächstesmal! Zwei Stunden Training sind im I-Iuge vergangen, lveil iiuunterbrvchen. gearbeitet wurde. Ein besonderes Merkmal war die ausgezeichnet' Nächwnchspflege der BSG. die sclion Irüclue getragen lial. Noä, etivas fiel auf: die beispielliaile .Nameradictiast in' der . z'lbteilnng. die eine reibungslose Z'lbivicktung der Trainingsarbeil der einzelne» üliegen gestattet. Znm Schluß ein Vöriclilag. den .zu ver> tvirllichen den Tamen der BSG eine interessante und erstrebensiverte Aufgabe sein/ müßte! Beim letzten Schwiiinnieit in Berlin holtet, sich - - trotz der großartige» Wettkälilpse - den schönsten Eriolg die Taineii des „Schild". Iranksurt am 'Main,mit ilirem 'Jl' a s i e r r e i g e n. Sollte es bei dem Nlaterial in Berlin nielit inöalieti sein, eitle ahiiliclie Gruppe zusainmeiizustelleii' M. I Beim Schwimm-Training der BSG 33 Fnt. fltrhn f .So/ Kurze Sportnotizen Roy Laxer boxt Camera?er jüdisch-amerikanische Schwergewichtler Am, Lazer. der am G. Dezember in London auch seiiieii zweiten Kampf auf englischem Boden gegen den Südairikaiier Ben Tvvrd siegreich gestalten konnte, wird einer Meldung der ..Xow-VorK Hpral«! 'ri'itmno“ zufolge im gannar Ist:!»; int P a r i f e r Palais des Sports gegen den italienischen Bvrriesen Primv de Earnera. de» seinerzeit von Bacr geschlagenen Eriveltmeister. boren. Wiener Tischtennis-Meisterschaft gm Kampf um die Mannschaft»meisker'cha't von Wien im Tischtennis gelang es üdcrraschen- Eissport verstärktem ■ znwenden. die Ter S p v r t b u n d' d c s A. Znknnft seine Anfmerliainkeil Nlaße der. Pflege des Eissports zunächst durch eine spstematische Schulungsarbeit im Rahmen der Berliner Bereine ihren 'Riederschlag finden nürd. Im deiitichen Sport bekannte jüdische Eiskunstläufer und Eishoekenipieler find dem Tennisklub „Ernnewald . .li'-'i-'i" beigetreten und habe» es übernommen. die Besten der Berliner Klubs in gemeinsamen Kursen ivefterzubilden. Roben die'er Schulung der Spitientönner läu't selbstverständlich die Trainingsarbeit in den einzelnen Bereine» selbst. . Bei Iromvetter lvird dann die ielione Anlage des Tennisklubs' ..Grunewald" zi> Eisveranstaltungen. >vie' Eishoäen'pielcn nnd Selitiuläusen. zur Berfiigung stellen. Tamit kommt nun auch der Eissport, der im jüdisel^n Sport leider bisher sehr vernachlässigt ivurde. Zli seinem Recht. Bei den, Einsali. niit dem die'.hierfür Beranuvvrilielien an ihre Aufgaben ' berangehen. sollte'das Borbaben in kürzester Beit gelingen/ denn Aiaterial ist vorhanden. Wa4 bisher tehlie. ivar die zentrale Srgauisation. die luinmehr gesch^r'sc-n ist. BSG 33 kann im Schnee nicht spielen In den Eaubballverbaiidsspielen des 21. Tezember gab es die BSG-Biannichasten. die aut dem irregulären Schneebvden nicht znrechrsanden. einige unanaenchme Ileberraichungen. gm einzigen - Trelien der .1. Klane ' standen sich BSE stst 11 und Bär Kvchba 1l gegenüber. Tas (tot Statt Mud Step 25. Dezember 1935 26. Dezember 1935 iZusiliall: 3 in mn der A'7n"> :r:i. gTK ontlH-n II io.-in Uln; . :::: I B,1 kik\ '."liv Ki'iliini' iiVmtlntji- Spiele: Handball: giiiei ne Leipzig Hn'fit'all: SNiild Sanld veipua l. iüii lim. S.ii»llul,l;>a I . 25. und 26. Dezember Rheinland-Westfalen sZuslball: ZTst Ci Rudel klilb Ria derweii'e der Hakoah den vorjährigen Ni'eisterklub Bindobana mit st : 6 Sirgpunkt'en zu schlagen. Wiener Fussballbesuch in Palästina Eine der besten Wiener Prvsessioualsusiballmaniisä,asken. '.'ldinira". uiit'erniiiiml gegenwäriig eine große Biillelmeertournpe. Es ist beabüchtigl. im :>ialunen dieser üieiie auch in Palästina rin'ige Wettspiele auszutragen. Neuer Reichsobmann für Turnen im R. j. F. Tr. Paul si r i d b e r g lBS>K der beklinnte Berliner Sportarzt uiid triiliere Eaiipl'iraiieiuoarl der Turngemeinde in Berlin, ist zum :>ieieli»vl>' mann f,',r Tiirnen im R.j.Ij-Sportbund eriiaiiiit ivorden. > Rl.Z Beiiwied l :it,.Z ->! e n io i e d. Ivlnl: B>>> liei Si'iel der poeiten Südwestdeutschland Handball: PPiesl'.ide,, I 'jRöl, 1 n-2 [. Binder Spiel der eisiea 7nnu'miroiiiiHluiHdi. rbl i e Sbade v Bl.iii. autzball: 7 in iner de» r K».i,l'.i <1 m T i n r t ii. imti'i TeilHHliiiie i,iddei,isa„n sudwesideiitsitier und 'Berliner '.>1iätkal'inNiannisliaite'ii. Hamburg ' de- Holte»,: . Ainnier de-: Schild Hamburg. nebmeiide :»:H»>isch,iileH » a. Sünld .Zrantliirl a M.'7l'I'I S -Ji; n 11 ein’ u mir. fl Dri,hn Hamburg, Bär Kochbaik Berlin. BS>K Berlin. i 29. Dezember 1935 Berlin Handball SK l. Iii :{(i m,r; lilleldeiilsilie BüittHlu Be;iis. liguß Rheinland-Westfalen Spiel, das die Schwarz-Roten zeiliveiie eindeulig überlegen iah, "endete iint -'i : ■’> unein schieden, ino bei es der BSE ü-"> erst in der l'elite.n ' S pielni'iiiiue gelang, das Ausgleieli-slor zu ielneßeu. Tas Treisen bleibt jedoch fiir den - Tabelle,istand i'l,,ie Bedeutung, da es aui einen Einspruch des Bar Kvchba gegen die Herausstetliiiig eiiies ilsrer Spieler diirii, den ganz' aiisn.ezeielmeten lin . parle,ijeheii '.stlimdstoet noch einmal ,ivieder!loll iverden 'muß. Ter Tabelleii',"i>>rer der •>. Klane BS"» IV tm . lor ilbeirascheiider,veile die eisten Biiiitie gegen "ae Kochba III. denen ein tnapver - I. :» Siegs gelang, r gs Tor fiel.bereits in der 'erste» Spielbäl'le spater. ioar i'rlü tlar nberlegeii. ob ne ,edmp -,g eiiii», To,' ei'olg. der „iebi als ein,aal im Bereich de» mnsl-: liiiH’i, gelegen balle, zu koinmen. ' Hallen-Boxabend des JBC Maccabi nnlerc-'ianli' Kbmt'lr des Rchii»o„cbics liVodjte der Halleiibvrnbend. den der ,ZBE Biaebnlu a»i 17. Tezeiiiber in der Tiiriibnlle der Sä>nle '.'liigiistilrnße dnreiiiiihrte. 'Reben K,iinpsen der Silinler und der ßiigend. von deiien beioiiders S. Boli^i. Vitliiiann. lüoldiiiaiin 1 und II geiielen, gab es 5n den Senivre,, Siege von Ebrlici, . gegen Leivin. Kleiiiinaiii, gegen Weisparlh nnD Sebott f gegeii E. Eitenazi. ,i,n Sniliißtamps lieierleii noch die -beiden Renlinge Tiebaner tnid Weiß ein mitreißendes Eeiecht. das naä, vielveripreeben'deii Leistnngen beider zu Recht nncutichieden gegeben Sportschau in Dresden Ter Bar kochba. Tresdea. veranstaltete am Id. Tezember einen Spvrtabend. der von riiiid - 7"» Ber'vnen besuäit war. Tie Sportschau zeigte an giniliiai'iiäien nnd tiiriieri'eben ^'orsülirniigeii die' Eediegl-nben der torperlietieii Ertüchlignngs-. arbeit. Ties gilt mriit znlebt ii,r die rbistbnii'eben llebiuigeii der Tamen nnd die Iechtgrn'ppe. Tie ,'aigend ragte beim Springen und Boren Hervor. (j. J. . außball: n a> ii. in . 111,1, I :»1 .1 Soul d, Handball: ' Aa,l,eii I; 'Ui .Z Riä R,.Z' PI ab. Bor.- "M inih''.Vl", Bb ikladbag, lamen. U i > ' e! d^ »[o 1. Januar 1936 Berlin Handball: .!>iai, aü, n d,, .',ad,i,i„-p, v'V-tnU-rljil Würzburg .Tnßballs . I I > BUi, ,ba, g . I/■ :»)[! l i.-'i»; Ul),. Pia,; am Baifaao/werk. ' IR' niilia'tr». K't-i'g l ■1 Boxen in Hamburg E'>i vom Seliild veranstnIleler'Bortnnipi Halle ein größeres Piiblikiun.l,erpeigelo,kt. denen begehtlielies Koniieii. '.zumal von der.ßingeud. vorgesührt Marde. L.ie >iurl)tig>le. 'Begoginiog/ Haiiauer gegen . Wein bei g verlies gleul, den übrigen ,,ne,ilschieden. Berliner k°ussballgäste in Hamburg Kiii'stich ioar die BSß'- ''Beiiil,' mit einer Allen vin>ein nmi eine, piageiidmaiiinchait . beim Lihild. Hamburg. z>>uü„i,.' Bei», Spi/l der A.-H.-Ai>i„n'rib's!eu tan, der Seinld. der seine Rianiiieliasl durch innige jiingere' Spieler verstärkt lmlle. zu eiiiinn 1' r :r-1 . Tagegen sieglen die Berliner Inngen» nael, iebr gutem, fairen Spiel tcislnngs'eutivreeiseiid'mit d : n. - 'il —e. Hainburgcr Hoctchergrbnisse Bar Kochba l S/.,Ud I . . . . l : I Bar Koüilia l Taiinit ->hild 1 Tamen l : N -Bar Kvchba II —Schild II . . . . , : l