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Central-Verein-Zeitung · 1935-12-24 · 52 (24.12.1935) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
14 (1935)
Issue
52 (24.12.1935)
Date
1935-12-24
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Samuel Lublinskis Vermächtnis Zum 25. Todestage, 25. Dezember 1935 Das literarische Schaffen Lublinskis, das kaum 15 Jahre umspannte, ist mitten in seiner Entfaltung durch jähen Tod abgeschnitten worden. Es hat gewiß an ehrenden Nachrufen" nicht gefehlt; und als zwei Jahre später (1912) die Tragödie „Kaiserund Kanzler" aus einer deutschen Bühne (in Heidelberg) erschien. Ware ein. stärkeres RachlebEn des Dramatikers zu erwarten gewesen, . wenn nicht alsbald die Waffen den Musen Schweigen gebotey hätten. Noch im Jahre 1914 leitete I d a L u b lins k i die von ihr desorgten "..Nachgelassenen Schriften" des Bruders mit einer, vollgültigen.Würdigung eim /Dennoch haben die Stürmender nachfolgenden Zeit sein Bild stark verblassen lassen.. Schon 1924 gab einer der besten Freunde und" Verehrer des Dichters) Salomo F r i e d l a e n d e r seinem Aufsatz „Samuel Lublinski" in der Sammelschrift „Wie durch ein Prisma" (Franks, a. M.) den Untertitel: „Ein Weckruf". Als ein solcher seien auch diese Zeilen der Erinnerung gedacht. Samuel Lublinski, am 18. Februar 1868 in Johannisburg i. Ostpr. als Sohn eines angesehenen Kaufmanns und Gemeinde-Vorstehers geboren, zum Buchhändler bestimmt, aber zum Schriftsteller berufen, eroberte sich in dem damals fieberhaft pulsierenden, .literarischen Berlin sehr bald Rang und Stellung. .Jeder seiner Aussätze, die ihren Weg in führende Zeitschriften fanden, bekundete eindringendes Vorstudium, sei es nun im historisch-politischen oder im literarischen und philosophischen Gebiet. Am strengsten gegen sich selbst, nur das Reifstegelten lassend, zog er Schriften aus dem Buchhandel, wenn er nicht mehr voll mit ihnen einverstanden war. Er wuchs zum anerkannten Kritiker der Moderne empor, als Vertreter einer aufbauenden, schvpseiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiNiiiiimiiiiiimiiiiiiiiiiimimiiii Silberner Kiddutehbecher. Nürnberger Arbeit de* 17* Jahrhundert* Sammlung Max Hahn, Cöttingen. Aus der Ausstellung-des Berliner Jüdischen Museums Fot. Arno Kikoler rischen Kritik im Sinne G. E. Lesung?, die mit dichterischer Produktivität sich vermählen kann. Was in kleineren, zerstreuten Abhandlungen fragmentarisch oder problematisch bleiben mußte, kam zur Vollendung und Abrundung in synthetischen, umfassendeck Werken oder wurde zum schönen Beispiel in poetischen Schöpfungen. Wir besitzen von Lublinski eine vierbändige, sozio l o g i s ch e Lrteraturkunde „Literatur und Gesellschast im 19. Jahrhundert": dazu . als Ergänzuitg eine „Bilanz der . der n e" (1904). Wtr verdanken ihm ferner ein zweiteiliges Werk ,>D e r vor ch r r fi 1 i rij e E r d - f t e i s u n d s e i n Dt n t h v s" (19191, mebst den Esiays: -.V o m- ’u n bek a n n t e n G o t t" und ,Humanität als Mysterium"- (1907): ünd wir erkennen mit ihm selbst, da er seine Erstlings, dramen „Imperator" und „Haunibal" nur „Gehversuche" nannte, als neuklassische Tragödien an: „Elisabeth und Esser" -(1903); „Peter von Rußland" (1906). „Günther und Brnnhild" (tO'.is) sowie sein letztes: „Kaiser und Kanzler" (I9IO). - Lublinskis literarische Anfänge fielen in die Zeit der ersten Kämpfe des ” wiedcrerwachten jüdischen Nationalismus: da er dem in Europa vordringenden 9!ationalismus sein Recht nicht absprechen konnte, dem Italien und Deutschland ihre Einigung verdankten, fühlte er sich stark auch zum jüdischen hingezogen: mehrere Aufsätze der „Welt" (1898), und die Schriften: „Tie Entst e h u n g des I u d e n t u m 3" (1903) und „Jüdische Charaktere bei Grillparzer, Hebbel und Otto Ludwig" (189s) geben Zeugnis davon. Und doch trennte er sich vom Zionismus, weil dieser in seiner stürmischest Periode die positive Bewertung der Diaspora neben Palästina noch nicht erkannt hatte. Lublinskis Aussatz über den damaligen Antisemitismus (Neue Deutsche Rundschau 1896) wurde in seinen letzten Folgerungen selbst von Achad Haam -mißverstanden, .und in der Zeitschrift „Ha- Schiloah" als „Nationalismus zum Zwecke der Assimilation" abgelehnt. Keiner war ungeeigneter für eine nachgiebige, willenlose Assimilation als Lublinski mit seinen selbstgewachseuen. eigenwilligen Denkweisen. Nur die von ihm geforderte Preisgabe des im heimischen Kulturkrcis liegen, den Werkes, für das er durch Sprache und Studien sich vorbereitet glaubte, während ihm die hebräische Sprache und die Renaissance der neuhebräischen Literatur fremd waren, glaubte er nicht auf sich nehmen zu können. Daß er aber wie wenige in das Wesen des Judentums und sein Schicksal eingedrungen war. beweisen z. B. seine meisterhaften Analysen von Gestalten, wie Judith, herodes und Marianne, des alten Juden in „Genoveva". Ilm die Jahrhundertwende war Lublinskis volles Interesse von der Aufgabe gefesselt, das alte Jahrhundert geistig vor sich erstehen zu lassen, seine Strömungen aufzufangen. Werte und Unwerte zu scheiden, und die verheißungsvollen Linien zu entdecken, die.vorwärts in die Zukunft wiesen. Seine Darstellung wurde zu einem kritischen Referat, dem - Rechenschaftsbericht eines Mannes, der sich mitverantwortlich für das Erbe der Vergangenheit fühlte. Für ihn gab cs keinen Autoritätsglauben, aber noch weniger eine leichtherzige Verwerfung oder Verunglimpfung eines ehrlichen Strcbens und Könnens. Ter heutige Zeitpunkt ist nicht dazu angetan, bei sein.cn mehr historischen Arbeiten länger . zu verweilen, die schon ihres europäischen Aspektes wegen nicht verloren gehen können. Ernste Beachtung aber verdienen heute wieder die religionsphilosophischen und, geschiäUliMeii Werke Lublinskis. Er war einer der ersten. der über Kant hinausslrebte. denen kategorischen Imperativ einen Mythos zu nennen '■ wagte und die Humanität als „M y st c - r i u in" bezeichncte: d. h. im Irrationalen, oder Göttlichen wurzeln ließ. . Tie'e Vorahnung der neuen 'Bedeutung des Mythos bekundete Lublinskl in seinem großangelegten 'Werke „D er u r ch r i st l i ch e E r d kreis und f e i n M n 1 h o s". Diewr ist ibm .-me'ar als eine Bor'orin der 29isfei>''chait.. er,tft 11)111 nnnbolinerte,, ethische- Idee, eine auch dem Freidenker höchste Achtung abnotigende Schöpfung, des menichliche» Ei^ines- und - Geinuts. Und besonders, der christliche 'Mythos vom sterbenden und. wieder aiuerstandenen: Gotlinenschen' tvill Leit-- stern oberster'Lüerte sein,, die rational riicht mehr,. . bcujicicn werden können.- wie 'Mitleid und Askese. „Entstanden aber iit er im aufgeregtesten Jahrhundert der sterbenden Antike, wo alles an seiner Gestaltung teilnaluii: Die bedeutendsten Geister, seit Plato lind die bedentendsten Volker. Jliden und Perter, Griechen und Römer. Zugleich ist er der einzige Mythos, dessen Entstehung wir beim Tageslicht der Geschichte belauschen können." Lublinski beweist Ehrfurcht, säst Sympathie für die Sublimierung und Ethisicriing dieses Mythos. . die dem „Durchschnittsjiiden" fernliegen:-während, er oft überscharfen Tadel für den zeitgenössischen Rabbinismus hat. Ein Sohn seiner Zeit, dem mitten im Aufstieg.dev Tod ein Ziel setzte. Iw. 8. ÜrtMuel, verlin. öaron öaviö Lünrburx Zum 25. Todestag am 22. Dezember . Den wertvollsten Bcstandleil dev an orientäli. scheu Händschriiten und 2ücrk'ii reickx'ii National- , biblivthek in Jerusalem bildet die Sammlung. David Gnnzburgs. der im .">1. Lebensjahre - am 22. Dezember in>o ans einer fruchtbaren Wirkfanifeit als Philaiitrop. Gelehrter lind Vorkämpfer der russischen Inden dahingerafst wurde. David Günzburg. als Sohn des Barons Horaee Günzburg Ix7 in Kamenetz-Podolik geboren, erhielt in Paris und Petersburg eine sorgfältige Erziehung. Berühmte Hebraisten, ivie Salomon Sachs. Hirlch Rabinowitsch und der spatere Bibliothekar der Bvdieiana in Orford: Adolf 'Neubauer. gehörten zu seinen Lelirern und erfüllten seinen einpiänglichen Sinn mit Begeisterung für die reichen Schätze der alten hebräischen iind uachbiblische» Literatur. Das Haus feines Vaters bildete den Mittelpunkt geistiger Geselligkeit, in dem die größten jüdischen Gelehrten mit Männern. wie Turgenjew. Gentscharosf. Saltykvsf. Anton Rubinstein iind Auer, -zusammentrafen; und. der Einfluß dieser hervorragenden Geister blieb von inaßgebendem Einfluß aus den jungen . David, der, den weitverzweigten Geichäftsunteruehmungen der Güiizbnrgs abgewandt. zeit feines Lebens die höchste Befriedigung in der Beschäftigung mit den Wissenschaften nnd Werken der Wohltätigkeit sirnd. Auf humanitärein Gebiet setzte er die ruhmvolle . Tradition seiner Vorfaliren. beiönderS feines edlen Großvaters Jvsei Jene! Günzburg. fort. Es gab in Petersburg kaum eine der Wohltätigkeit oder Fortbildung der ruifiidjen Juden gewidmete Organisation, der Baron David Günzburg nicht als Vorsitzender oder Vorstandsmitglied angehört hätte. In seiner Eigenschaft als erster Vorsteher der jüdischen Gemeinde in Petersburg setzte er sich mit Eiier iüx die wirtschaftliche. soziale nnd kultiirelle Hebung seiner Glaubensgenossen ein und benutzte seine bevorzugte Stellung bei der russischen Negierung oft dazu, die den Juden durch die harte In Oppeln fand ein von Breslauer Künstlern ausgeführtcs Synagogenkonzert statt. Ruth H e n - n i g brachte Lieder von Mendelssohn. Dvorak u. a. wirkungsvoll zu Gehör. Höhepunkt . der. ausgezeichneten Darbietungen von Lotte S ch'w arz» R o s e n b a u m war der 'Borträg des 22. Psalms mit Orgelbegleitung von Erich Schäfier, der hierbei wie bei der Begleitung der Lieder und in mehreren Solostücken seine Beherrschung des Instruments erneut unter Bervcis stellte. In Hamburg brachte der Tempelchor im großen Conventgartensaal unter Georg de Haas synagogale' und weltliche Chorwerke zum Vortrag. Bei de. Haas ' ist die Auswirkung seines künstlerischen Gestaltuugswillens in der Wiedergabe jeden Werks spürbar. Tie hohe, künstlerische Etuie. die der Chor erreicht hat, wurde besonders in den s-cspells-Stücken. Kompositionen von Müller-Hartmann. Volks- und Kunstliedern aus dem 16." und 17. Jahrhundert, offenbar. Besonderes Lob gilt Hermann C e r i n i . der Werke der' synagogalen Liturgie an der Orgel begleitete und deren Mangelhaftigkeit fast ganz zu verdecken vermochte. Solistin war Susanne Löwen stein (Berlin), die - mit warmer, bezaubernder Altstimme Schubert- und Mahler-Lieder. von Ernst Oster sicher begleitet, in selten gehörter Vollendung , sang und stürmischen Beifall erntete. Eine Kleinkunstvcranstaltung. in der unter der künstlerischen Leitung Kurt Appels neben Joseph P l a u t. ausschließlich Hamburger Kunst» ler. bekannte und unbekgunte. mitwirkten, zeigte nicht durchweg gleichwertige Leistungen. Aus der Fülle der Darbietungen seien diesmal hervorgehoben: Edith Herßlik (früher Lili Bergast), eine Dvrtragskünstlerin von ungewöhnlichem Format. und die vier Singharmonikcr. die unter der musikalischen Leitung von Hermann-C e r i n i mit der Wiedergabe ostjüdischer Volkslieder starken Eriolg halten; eine gewisse Starrheit, die der Darstellungsart des Quartetts , noch änhaftet. . dürfte sich wohl im Laufe der Zeit verlieren. A. Im dritten Konzert des Manntz^^^^M-er-^- kranzes spielte:das Lrcl)esrer des Jüdischen Kulturbundes Rhein-Main unter der überlegenen Stabsührung Hans Wilhelm S t e i n b e r g s. Nach ZNendelssohns Hebriden-Ouvertüre folgte Tsckprikowskys Violinkonzert, von Profesfor^Hans . Baisermann. rDrankfurt a. M.. ausgezeichnet im Techpijchen und Klangtichen gespielt; nur batte man dieser vorbildlichen Interpretation etwas mehr Temperament gewünscht. Höhepunkt des Abends ivar Schtlmanns Zweite. An zwei Abenden erntete Ludwig Hardt vor allem mit Peter Allenberg und Scholem Älechem stürmischen Beifall. 8». Im Rahmen der Veranstaltungen des Ausschusses für kulturelle Darbietungen in Pforzheim hakte das Frankfurter Kulturbundo r ch c st e r unter Leitung von H. W. Steinberg mit Glucks Ouvertüre zu „Iphigenie in Aulis", Vlozarts Kleiner Nachtmusik und der selten gespielten Schottischen-Sinfonie von Mendelssohn einen Erfolg. RP. In der Leipzig - Loge fand, zligunsten der-, Winterhilfe ein Abend statt, bei dem Hilde Ma r (Berlin) eigene Werke rezitierte. Die junge Dichterin fand dankl'ar begeisterte Zuhörer. Umrahmt war der Abend durch musikalische Borträge von Dora Le p s ki - S t i s s o n (Violine) und Lilli - Rauchwerker (Klavier). H. 8. Das B o r i s - K r o y t - Q u a r t e t t (Kroyt. Bernfeld. Weiden und Zeelander) stellte sich, mit einer besonders schönen Vortragsiolge in Dreöden vor. Mendelssohns Quartett Op. 12 (Es-dur) mit seiner köstlichen Stimmführung wurde voll zur Geltung gebracht Tann folgte Schuberts .^-moll-Quartett. charaktervoll gespielt. In Tvoraks Op. 96 zeigten sich die Künstler als empfindende Interpreten echt böhmischer Musik; geringe Tonschärfen konnten leicht überhört werden. Tie Künstler, ernteten stürmischen Beifall. E. B. Theater, Film, Musik Henry Bern st e i n. einer der bekanntesten unter den lebenden französischen Dramatikern, bat mit seinem neuen fünfaktigen Schauspiel „Das Herz" („De eo»ur") am Theätre Gymnase in Paris einen außerordentlichen Erfolg erzielt, der von der ge'amten dortigen Preise bestätigt wird. Bernstein, früher auch an deutschen Bühnen —viel , gespielt, galt-stcts als ein Meister Bes thca»^ Irakischen Handwerks, der sich an Sardous ebenso raffinierter wie imposanter Technik herangebildet und dessen Stücke, in Au'bau und Handlung effektvoll gesteigert, dem Publikllpr ganz .besondere Spannungsreize boten. Diesmal strebt er. innerhalb eines begrenzten Familienmilieus. intimere Wirkungen, einfachere Linienführung und eine stärkere Betonung des Gefühlsmäßigen an: die tieiere Empfindung des Herzens trägt über das Zufällige einer plötzlich crivachten Aeignng.'innere Selbstbesinnung über den ungewifsen Hang zum' Abenteuerlichen einen menschlich schönen Sieg.davon. Trotz dieser Wendung nach innen, die noch im Pathos der Leidenschaften echt ivirkt. verrät aber auch dies Werk wieder den Vvllbliitdramatiker. dem die äußere Gesetzmäßigkeit der Bühne etwas Selbstverständliches bedeiitet und denen gestaltende Pliantaste sich aus dein lebendigen Rhythmus ihrer Wesenskräfte ständig erneuert. L. Im Jüdischen Kulturtheater in Wien iaiid ein Dichterabend statt., nn dem Jehuda Ehrenkranz .unter dem Titel „Jiidische Profile der 'Gegenwart"'», a. Dichtungen von Scholem Asch. Babel. Ernst List'auer. Alfred Werner und Slefaü Z:veig zum Vortrag brachte. Die Blitglieder des Burgtheaters in Wien bringen Silvester den bekannten Schivank „Tie spanische Fliege" von Franz A r n o l d und Ern't Bach neu heraus, und z'.var zugunsten der Humanitären Einrichtungen des Burgtheaters. Der Abend wird dann am ll. Januar 19-16 für die' Winterhilfe.wiederholt werden.' Aus Anlaß einer Gedächtnisfeier, die von der GestUstchail zur Förderung der Bundestheater- . freunde in W:eu in der Wiener Ttaatsoper zum, 2.1. Todestage vou Jo'e.f -st a i r: z veranstaltet ivurde und der auch Bündespräsident Bl i k l a s beiwohnte, hielt Felir Salten eine warm cinvfundene Gedenkrede. Tie Feier wurde durch da? R o s - Quartett einaelert'et und mit Berstul von Hvstnannsthal befchlosten. In Paris wird zurzeit Shakc'pearcs „Sommernachlstraum" mit der Must? JMendelsfohn; als Film gefpielch-und zwar in der Inszenierung Biar :>t e i n h a r d t?. Mar Reinhardt wird auch Thakefpeares .Woie es euch gestillt" als' Film in Szene Wie die engli'che Pre'"e mitteilt, wird Elisabeth B e r g n e r die 'Rolle der Rosaliud in Shakespeares „Was ihr wollt" übernehmen. . An den Folgen .einer' 'Blutvergiftung starb, kaum 28 Jahre alt, der bekannte Biolinvirliwse Schicksalslied Von Hilde Marx Venn wir wandern müssen, wandern Wir zusammen, du und ich. Unsre Hände schliesscn sich Treu: der eine für den andern! Unser ist noch Licht und Lehen Und die Welt so weit, so weit! •Lieder, hell und ganz befreit, Sind uns auf. den Weg gegeben. - , “ Deine Schritte werden zage? Höre - meinen festen ■■Schritt! - Meinen Herzschlag tiihle" mit! ■ Blicke Vorwärts, geh und wage! Tränen füllen schwer dein Denken? Weine sic und werde lciclu! Mut, der an die Sterne reicht. Wird dein Sehnen gross beschenken. Deine Arme wollen sinken? Sich, die meinen sind gesellt Stark, zu tragen eine Welt; Deren Lahnen’ fernher winken. Nacht will dir dein. Leuchten rauben? Trink aus .meinen Augen Licht! Unsre Wege dunkeln nicht, Wenn wir ihre Ziele glauben! Gesetzgebung a»serlegleii Bes ch rä11 ki lngen zu mikbern. Ein grvßes Berdieuit erwarb er sich diirch die Begründung der „K u r s e f ii r o r i e n - t a l i s ch e W i i s e n s ch a i t" (1908 bis 19lt'.). die er bis zu seinem Tode leitete. David Güiizburg tvar ptiblizistisch kür die meisten hebräisäien Zeitschriile» tätig. Er war Btitherausgeber der „Jewreikaja Eurykloyedia" und Mitbegründer des eine Z.eitlang in Berlin erscheinenden Wochenblattes „Haibri". Seine Studien galten Haupt',üiiliä, den Werken von Vivfe ibn Esra. der jiidiiäieii . Üstlksdichteriil Alkansa und dein aräbischcn Diäiier Ibn Gnzman. zn deren Kenntnis er vielbeachtete Dchrntcn vcroisentlichte. Geineinsam mit dein riN.sischen Gelehrten Wladimir Stassoss ver'aßte er ein Werk über die a l t j >"> d i s ch e L r n a m c n t i-k v.L'oruement lielinni“. Sein Hauptintereste galt jedoch nebst der Förderung -junger Säiriststellcr der Erweiterung seiner höchst ivertvvllcii Sammlnug von sclt e n e n B ü ch c r n u n d H a » d s ch r i f t e n. Dazu gehören spanische, provcuzalisäie nnd-asrikanifche Maä>svri)n svivie l,aiidsä>ristliche Gedichte ans dem RUttelalter iind Fsandsichrislen jemenitischer Gelehrten. Ferner sind als Il n i ka der Teil einer-Daliniidansgabe. die bei dem Antvdafn hebräischer Bücher in Paris ans den Jlammen gerettet ivurde. uud eine höchst seltene Ausgabe des Dalinud Jcruschalnii mit .Uominentareu von Abarbauell und Eyrillio hervorzuhebe». Die iimsaugreiche Sainmlung. die jetzt der Rativiialbiblivtl>ek im Heilige» Lande zur Zierde dient, ist nin besten geeignet, das 'Andenken an den gelehrten Bibliophilen David Günzburg und seinen unermüdlichen Sainmcleiser allzeit wachzuhalten. M. S R liest. C.-V.-Leser trinken nur den Kaffee,-T.es> Kakao der Camaio Kaffee GroOrösterei Bremen 4 VartreUr wardan noch •Ingaitallt Georg Hann o v e r. Die Stadt Budapest widmet ihm ein Ehreiigrab ans dein .ssraelktn'chcn Friedhof. Die niigariichkn A.eltuiigen il'iirdigen in längeren Aujfätzen die Bebeiituiig Hannovers für die Mnsik. Herta. G l ü ckin a ii n ivurde auf Gruiid ihres letzten Londoner Erfolges für Aiiierika verpflichtet. Der erste Rlriv-chorlcr Liederabend findet am 01. Januar in der Tvwn-Hall statt. Tie Künstlerin tritt am 81. Dezember von T.onthamptvn ans ihre auf einige Rlvnate berechnete Amerikareiie an. Ter Berliner Lberkantvr Hans I o h n wird', am 2.'». Dezember in Amsterdam ein Konzert geben, das von der Amstcrdainer tstrupve t-er!liereinig>iiig für religiös-liberalcs Jiideiilum verunstaltet ivird. Lberkäiitvr John ivird syuagogale Gekauge und jiddische Lieder sowie Arien und Lieder von Händel. Schubert iiud Dvorak vvrlrageu. Erich Mendelsohn in England preisgekrönt. In Berhill (Susieri' ivurde kiirzlirt, durch den Herzog und die Herzogin vuu?>»rk eines der modernsten Bauwerke Eliglarids eröffnet: eine Kviizerthalle. verbiiiiden m,l ei nein Stranbpavil« lvn. Der ails einer Zahl von über 2v0 Bewerbungen ansgewählte Eiilivurf'stammt von Erich!1R e II d c l f v h n uud st-inem eugli'chen 'IRitarbeiter Terge E. he r may c-ff. Die englische Preve bringt große Phötogravhirn des Gebäudes und rühmt di? ungeivöliuini, klare und fachlich seiione Linienführung joivie die cleggicke und. gescliinackvolle Jniienausstattiing. Der Gebände- . kvinpler umfaßt eine weite Kvnzcrthalle mit voll« ständig" eingerichteter Bühne, ein großes Cast'-, darüberliegend Lese- und Viblivtheksräunic: verschiebbare Glasi^uster vom Fußbvdln bis zur Decks mit einer großen Balköiifronl geben die Ausfiält zur Tee frei. Es ivird mit Geiiugniiing vermerkt, daß England in dieser Neuschöpfung ein Bauwerk be'itzt. das mit dem. Namen eines der Führer moderner-Baukunst verbmiden ist.. Chrmja Winawer veranstaliet mit seinen dreißig jüdischen Sängern vor einer Tournee im Reiche"am Sonnabend. ■2>i. Dezember. 20.15 Uhr. im Friedenstempel. Salenlee. Riorkgraf-Aldrechl-Straße ll -12, ern sthaiiukka-konzert. 'Aach t>e,„ großen Eriolg der. lel,le,i Veraii'laliung bringt der t!hoc auch Diesmal ein neues Programm mit lüdifchen« chafsibijchen und pcilastincusischen Volk-nederir.

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