Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 14 (1935)
- Issue
- 50 (12.12.1935)
- Date
- 1935-12-12
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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worden: Daurat CHo Neroon (Berlin), Tr. Th. Buddeberg (Bielefeld), Fritz Gabler (Heidelberg,. Generalkonsul Tr. Paul Holländer ' (Leipzig,. G. A. Walter Marknutz (Hamburg). Peter- I. Pohl (Hamburg), Peter Schmitter (Brühl,, . Direktor Karl Straube (Berlinl, Adolf Wilscr (Karlsruhe,. Tic konstituierende Sitzung des Beirates fand am I I. Dezember statt. Aus der 'Ernährungs wirtschaf t VIad) einer ru der Tagespreise ausführlich,, nuedergegelrenen A>nördnniig - der H a u p t ver - e r ii i g u n g<d e r T c 111 i eh Mi G n t t e n - u u d .W einb a ü Wirt i d) a s t - iiber die st'ennzeichining der- Herkunft' von Gartenbanerzeuginsien sind Gartenbanerzengnisfe deutscher Herkunft nach Maßgabe der noch zu erlassenden Durchführungsbestimmungen beim Feilhaltcn und Berkauf 'im Einzelhandel und aus den Wochcnmärkten in sichtbarer ' JJD eise mit der. Bezeichnung „D e u t sch e s G r z cn g n i s " zu versehen. Garienbauerzeugnisse anßerdentscher Herkunft dürfen nicht als deutsches (Erzeugnis gekennzeichnet oder mit einer Herknnsts' oder Plarkeubezeichnung versehen iverden, die zu einer Irreführung über die tatsächliche Herkunft Anlas; geben können, Gartenbanerzengnisfe deutscher Herkunft dürfen nicht in Verpacknngsmitteln mit dem sichtbaren Aufdruck eines außcrdeutfchen Herkunftslandes feilgebvten oder verkaiift werden. Gartenbanerzeugnisse außerdciitscher Herkunft dürfen nicht in Verpacknngsmitteln feilgebvten oder verkauft werden, deren 'Aufdruck oder Beschriftungaus eine deutsche Herkunft schließen lassen. Mitglieder der Garten- und Weinbauwirtschaftsvcrbände, die gegen diese Anordnung verstoßen, ckönnen in Ordnungsstrafe genommen iverden. Die Anordnung tritt am 1. Januar in .straft. * Der Aeichsminister für Ernährnng und Landivirtfchaft hat, Ivie die Tagespreise berichtet, unter dem :i. Dezember eine Tritte Berordriung über G i u f u h r e r l e i ch t e r u n g e n erlassen, die am Dezember in straft trat. Danach dürfen ohne Borleguiig eines Ilebeaiiahmefcheines bis zum 29. Februar ISchweinespeck. Schweineschmalz, Butter, Käse einictsiießlich Ouark, sonne Gier, alle diese bis zu einer Menge von I Kilo Aeingelvicht. zum Verbrauch im Haushalt des Einführenden in den freien Berkehr des Zvllinlandes gebracht werden, ivenn diese Waren im Persvnensernverkehr oder als Geschenkaus dem politischen Ausland in, Post- oder Frachtverkehr eingeführt werden. Bei der Zollabfertigung der nachstehend ansgesührten Waren ist ein Ilnterschiedsbetrag einschließlich Gebühr zu zahlen, der für 1 stilo -Schweinespeck 0,4t» AM, für 1 stilo Schweineschmalz 0,-10 AM. für 1 Kilo Butter 0.60 AM und für 1 Kilo Käse. Ouark 0,25 AM beträgt. Die Eiste der säumigen Steuerzahler Durch Erlaß vom 1. August 19-j4 hatte der Aeichsminister der Finanzen, ivie es m einer TRB°Meldung in der Tagespreise heißt, angevrdnet. daß im Frühjahr 19:!N eine Liste der säumigen Etenerzahler zu ledermanüs Ginsicht onentlich nusgelegt werde. 'Aach-dem Erlaß sollten. inder. Listedreie.nigen Steuerpflichtigen verzeichnet sein, die am l. Januar N't5 mit Steuerzahlungen oder Vorauszahlungen aus der -Jett vor dein. I.Januar 19.15 rückständig ivareir oder es un Jahre 1995 hlnsi-chtiich einer Zahlung oder Vvrauszalstung zu ' einer. ziveitmallgen- R-ahnung hattenkommen lassen. Tn die melsten -steuerpflichtigen ihre Anckstande im Jahre 10:!-'». beseitigt und zu erkennen gegeben hätten, daß sie ihre steuerlichen Berpslichtnngen in Zukunft Pünktlich erfüllen werden, hat der Aeichsminister der Finanzen in Abänderung semes Erlasses vom l. August. I0Z4 soeben durch Erlaß angevrduet, daß an die Stelle des I. Januar 1995 der 1. Januar l OU«; tritt. Es wird' demgemäß in die Lifte d e r s ii u m i g e n 3 tone r z a h - l e r n u r ä u f g c n v m m e u , io c r a in I. I a -. nuar 11 6 mit S t e ii e r z a h l u n g e n oder Voran s z a h l u n gen r ü ck ft ä n d i g i st., die vor d e m 1. I a n u a r I 0 0 6 s ä llig gewesen sind. Hierunter fallen auch die am 10. Dezember 1!,-15 fälligen Borauszahlungen auf die Einkommensteuer, störperschaftssteuer und Umsatzsteuer und die 19:15 fällig gewordenen Abschlußzahlungen auf hie Einkommensteuer und störperschaftssteuer für 1954. Die: Aufnahme in die Liste der säumigen Steuerzahler setze voraus, daß dem Steuerpflichtigen der rückständige Be- - trag nicht gestundet worden ist oder iverden wird. Stundung könne nur in außergewöhnlichen Fällen geivährt werden. Gin außergewöhnlicher Fall sei nur gegeben, wenn die allgemeinen Interessen des Volksganzen eine Stundung geboten erscheinen ließen. Wer es unterläßt, seine Stenerrückstände bis zum 01. Dezember 1995 zn regeln, werde die Folgen zu kragen haben, die mit der Aufnahme in die Liste der säumigen Steuerzahler in wirtschaftlicher und. persönlicher Hinsicht verbunden sein werden. GS sei jedem Steuerpflichtigen dringend zu raten, etiva vorhandene Stenerrückstände bis zum 01. Dezember 1005 zu beseitigen. Konzession für ein jüdisches" Lokal - DaS Stadtverwaltungsgericht Hannover hat sich mit der Erteilung der Erlaubnis zum Ausschank von 'Milch und milchähnlichen Getränken an . eine Frau beschäftigt, die die Absicht hatte, diesen Ausschank in einer im ersten Stock gelegenen Wohnung in einer Straße im Zentrum Hannovers zu eröffnen. Gs handelte sich dabei um eine Renkvnzessio», gegen die der Polizeipräsident und der Lberbürgermeister nichts einzuwenden hatten, ivährend' sich die zuständige Berussvertretung deS Gaststättengewerbes dagegen wandte. Der Ehemann der Antragstellerin erklärte in der Berhandkung, .man habe die Konzession nachgcsucht. weil Juden in anderen Lokalen nicht mehr erwünscht seien. Ter Betrieb solle nur Juden zugänglich sein, und zwar in der Hauptsache solchen, die von außerhalb nach Hannover kamen. Die Räume seiner Privatwvhining seien für diese Iw ecke groß genug,, zumal, da der Andrang ja auch nicht besonders stark sein werde. Das Stadtverwaltnngsgericht hatte die GntscheidlUig auf drei Monate ansgesetzt. Es^erllärte, daß es an sich nahe liege, einem solchen Antrag keine Bedenken entgegen zu stellen. Man ivolle" aber zunächst noch die Ausfnhrungsbeftiminungen zu den Zsturnverger /Ge-. fetzen avivarten., - . . Wichtiges'kür die Praxis ' ■ Wie der Aeichsarbeitsminister kaut Tagespreise in einem Erlaß feststellt, vertritt er mit dem Aeichs- und preußischen Wirtschctftsminister die Auffassung, daß ans Gründen eines gesunden freien Wettbeiverbs die Zulassung von Gewerbetreibenden zur B e l i e s e r u n g v o n st r a n - kenkassen nicht von der Zugehörigkeit der Lieferanten zu bestimmten Verbänden oder Bereinigungen abhängig gemacht werden dürfe. Der Aeichsarbeitsministcr hat. wie die Tagespreise berichtet, den bisherigen Treuhänder der Arbeit fürdas Wirtschaftsgebiet Sachsen, Stiehler, in das Reichsarbeitsministerium berufen. / Stiehler -wird hier die Leitung der Abteilung III B übernehmen, der insbesondere die Arbeitsgebiete Lohnpolitik, Treuhänder der Arbeit und Arbeitsrecht unterstehen. Am Tienstag, 24. Dezember, findet in Berlin und Frankfurt a. M. keine Börse statt.' Tie Tschechoslowakei hat ein Ein - und A ii s f u h r v e r b o t für Banknoten erlassen, durch das vor allem der Aotenschmuggcl und ein damit verbundenes Disagio der tschechoslowakischen lstvtcu im Ausland verhindert werden' soll. Das Verbot gilt nicht für Ausländer, die im Reiseverkehr nach der Tschechoslowakei Tschechennvten mit sich führen. Das B e r s i ch e r u n g s v e r h ä l t n i s wird, wie wir einer Meldung der „Frankfurter Zeitung" ans Leipzig entnehmen, in der neuen Rechtsprechung derart von dem G r u n'd s a tz v o n Treu u n d G la ubcn im Verkehr beherrscht, daß bloße Formfehler nicht zum Verlust des an sich berechtigten Anspruchs führen können. Tritt z. B. der Bersichernngsfall ein, wenn einer geringen, bereits angemahnten Beitragsschuld ein größeres Gewinnbeteiligungsguthaben gegenübcrfteht, so kann die Gesellschaft sich nicht darauf berufen. daß wegen des Prümienrückstandes die Persicherung erloschen und sie von der Zahlung frei geworden sei. Es verstoße gegen Treu und Glauben mit Rücksicht aus die Verkehrssitte und da? gesunde Rechtsempfinden de?. Polkc?, wenn die Versicherungsgesellschaft nur aus Formgründen die Verweifung aus den Gewinnanteil des Versicherungsnehmers nicht gelten lassen wolle. (AG Vi'l 71,05.) _____ ln memoriam Hermann Aron Vor wenigen Tagen lasen wir in der Tages-° presse, daß bei der. Heliowatt-Werke Elektrizitals- A:-G.. in Berlin elN -Bcsitzwechsel erfolgt- und datz der -maßgebende Einfluß bei diesem, großen Unter- ' nehmen ans zwei der Siemens-Gruppe nahestehende, Gesellscl^iten übergegangen sei.^ Aicht;eder-' ivußte, daß die .Helivwatt-Worke Elektrizi- ., ' täts-A.-G. bis vor zwei Jahren- Arvn-Wer.kc Elek- . trizitats-A.-G.' firmierte und daß die Firmenände.rung im Juli 1900im Zlnainmenhang init ' dem 'Ausscheiden -von Manfred "Aron (bisdahin^-. Anfsichtsratsvvrsitzender) und der Btitglieder Professor Blnmenthal und Dr. Pogelstein aus dem Aussichtsrat erfolgte. Tie Heliowatt-Werke sind ein bedeutendes 'elektrotechnisches llntcrnehmen, das »eben Zähler. Schaltuhren ilsw. seit vielen Jahren auch Radioapparate (die Aura Radio GmbH war hierfür die VertriebsgcsellsckMft) ' herstellt. .. Seinen Ausgang nahm das Unternehmen, das mit >1. Millionen AAl Kapital arbeitet, aber von der Zählerfabrikativn, sein Gründer und erster wissenschaftlicher Leiter war P r o f e s s v r H e r - m a n n A r o n. der vorübergehend auch an der Berliner Universität wirkte, sich bald aber ganz der praktischen Verwertung verschiedener elektrotechnischer Ersindnngen znwandte und zu diesem Zlveck auch die Fabrik in Gharlottenburg gründete. Hermanir Arvn war 1845 in Kempen geboren nwrden. Sein Leben war erfüllt von Unablässiger wissenschaftlicher und praktischer Arbeit. Er hatte manchen großen Erfolg z» verzeichnen, ohne daß er jemals, einer breiteren Lesfentlichkeit außerhalb seiner Fachkreise bekanntgeworden wäre. Reben verschiedenen wissenschaftlichen Spezialarbeiten, deren Grörternng hier im einzelnen zu iveit führen ivürde. hatte er sich u. a. schon früh- . zeitig mit der drahtlosen Telegraphie befaßt nnd bereits in den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts Versuche auf diesem. Gebiet (z. B. drahtlose elektrische Signale über den Wannsee) gemacht. lieber diese Versuche sprach er als erster auf der Internationalen elektrotechnischen Aiisstellung in Wien im Jahre 1.180.' Auch für die Entwicklnng des Gasglühlichts hat er manchen, wickstigen Beitrag geliefert. Bekannter ivurde Hermann Aron durch den von ihm im Jahre 1884> durchgebildeten ersten, in der Praxis branchbareuX Elektrizitätszähler, der unter dem Rainen J.Arvn^- Zähler" auch in' weiteren Kreisen einen Oiamen bekam. Später , hat er ihn vervollkommnet und der fortschreitenden technischen Entwicklung angepaßt. Für die praktische Auswertung dieser Erfindung gründete er auch in erster- Linie die Fabrik. Herinann Aron starb am 29. August 1.910, knapp 68 Jahre alt geworden. II. W—1. W» iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiO] ektiOH * •Kleider Blusen •Pelze M. WOLFSKY & Go. BERLIN '■ ' Damenmäntelfabrik simon Kochmann Berlin SWtg,Nieder«ialletr.13;i4.Tel.: Merkur0535.Gegr.1901 Damen- und M8dchenmSntel, KostOmrttcke RngnnmSntelfabrik S. Silberstein & Co. G.m.b.H. Berlin SW 19. Spittelmarkt 8-10. Abt. T: Herrenu. A Abt. IT: Damengummimlntel w Hausjacken --!r ‘ Fordern Sie bitte Angebot oder-Answählsendnng :—r— H. Meyer & Co. ERFURT Damenmäntelfabrik Ifiuta Beim SamenmäutelfaAeik Breslau 1, BerlinWS PaulGoldstein Blusen- und Kleiderfabrik Breslau, Reuschestr. 51 ^inu «-EU5C44-E5T-R,.60€1 Da m e n - M ä n t e l Mädchen-Mäntel fHecM,MatlliiasSCiiA I Damen-und. 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