Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 14 (1935)
- Issue
- 50 (12.12.1935)
- Date
- 1935-12-12
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Caesar Seligmann Zeichnung ton Arthur Galltner, Frankfurt a. >1. Das deutsche religiös-liberale Judentum ehrt in diesem unermüdlichen Forscher. Lehrer und Kämpfer einen Mann, der ein ganzes Menschenleben hindurch für die Idee ambäuenden religiösen Judentums nicht nur in Wort und Schrift tätig war. sondern auch durch seine ganze Haltung eine lebendige, Verkörperung der großen Gedanken echten jüdiscl-en Liberalismus darßellt. Ter geborene Süddeutsche. der feinen Pfälzer 'Heimatdialekt auch beule noch nicht verleugnet, hatte schon eine bedenl'ame Tätigkeit-an der '$luu terfpuagoge des liberalen Judentums, dem Hamburger Tempel, hinter nch. als er nach Frankfurt berufen wurde. Tie „Frankfurter Gemeinde Patte das Glück, sowohl auf ge'eyesireuer. wie auch ans liberale^ und endlich auch auf zionißi'ctier Seiie als Rabbiner Männer zu beiiNen,' auf die das ganze Judentum nut Stolz zublickencherechNgtiß. .' Ich denke nur an. Markus Horowrp. A-'.. Rodel , /undan unseren Jubilar ,der heute der Lciiio'r der Frankfurter Rabbiner iß. - Seligmann ist.. mte die ganze, ihn begleitende Rabbinergenerat,on zum Ri beraten Judentn in nicht aus der' Verneinung, heraus -gekommen, sondern aus tiefster. Gewincusiiber-zeugung, gefchovit und gestützt durch umfassende fudische Geleprfamleii. Gr ist ein Mann, der i,och in grundliclier Weile zu den Quellen herabgeßiegen iß.-der nicht nur ein ..beliebter' Kanzelredncr zu fein sich bemühte, sondern halachiscl)es und geschichtliches Wissen mit unermüdlicher theoretischer Forschung, mit gotlsucherischem Ringen verband. Zusammen mit dem unvergeßlichen Hermann Vogelftein stand er neben Bernhard Breslauer an der Wiege der Vereinigung für das religiös-liberale Judentum. Er hatte damals Fundamente zu legen iuid sie zu verteidigen. Wer die ersten Jahrgänge der Monatsschrift „Liberales Judentum", beginnend mit' dem Jahr 1909 nachliest, der wird finden, daß Seligmann unermüdlich mit der Feder und am Vortragspult für die Sinngebung und Propagierung der neuen Lrganiiation eines aufbauenden. fortschrittlichen Judentums tätig war. Tamals ist er. sicherlich nicht sehr frohen Herzens, auch zum scharfen Abwehrkampf gegen die Lrthodorie getrieben worden; und es ist noch heute ein zwar nicht 'ehr erfreuliches, aber ein recht' belehrende?' Stück Literatur, das uns aus diesen Streitschriften, von 19ld in dem l>crühnilen Richlliiiienslrcit enigcgenlont. Vöu den imi'aiigreictien rein wisiensc1>rftliclieu Vöerken des Jubilars kann hier -natürlich nicht ge> ivrochen werden. Ich möchte-aber erinnern, erstens an feine kla'si'äv Geschichte der Reformbewegung des 19.-Jahrhunderts, die auch, in ihrem kritischen Teil heule zu ernßein Raclideukeu Anlaß geben dur'te. vor allen, al'er-an seine Tätigkeit als lieberträger -religipse-r Poesie ind.iei deutsche Sprache., Tw Seiigmann'äv H<rgada hat - bei ,- Tausenden - von fiidi'chcii ^rmilieN. den Sederabend wieder populär gemacht.- - Ich. bedauere nur aufs tiefße. daß. das.ieriig abqe.fchlo.siciie-.ZLerkdes Meuters über -häusliche Äudacht .aus- Plangcl au-V!iNe1» bisher nian erschienen i't. . Ich. bekenne mich-auch alsean beivußlcr -Anhaiuzer der Seliginaiikiiil^ii. ^Ileber'ehuug rin G-ittheitsget'etbuch. Am-das glück- ' lichirc iß hier eine faß wortgetreue Uebersetzuug. dem Sinne des hebräischen Lriginals so weit gerecht geivorden. als überhaupt -femals die lieberfepung eines dichterisclieii Werks dem Original gerecht werden kann. 2Ler z. B. die Ilebertragung des Psalms 91 oder des Adaiin. aulvin. um eni tlafsisciies rnid ein mittelalterliches Werk der .Pvxfie zu nennen, mit dem Original vergleicht, wird dies gewiß bestätigen. Tie Mangel des.Gebetbuches. welche zu einem gcriiuxn Teil in der Auswahl der Gebete, zu einem sehr-erheblichen Teil in der rein äußeren drucktechnischen Anordnung liegen, berühren das außerordentliche ^rdienir dieser Uebersctzung nicht. Seligmaun wirkt heute noch auf seinem Posten, sicherlich nicht uulvrührt von der furchtbaren schwere der Zeit, die auch in sein persönliches Lcben eingegriisen hat. aber doch geistig u»gebroclüu. Was wäre ihm zu wünschen? Tie ßrilillnug des alten Tichterwortcs: „Wollest mit Freuden und wollest mit Leiden Mich nicht überschütten. Lb dasar Seligmann noci, mit eigene» Auge» das Reiien aller Kenne erleben wird-, die er gesät hat. das lönin'ii wir-nicht wissen, nur honeu. Was »vir ihm an seinem 7.V bVbnrtstag zuversichtlich 'aaeu könueu. iß. daß sein Werk nicht nur das deutiäie Judeiitum. sondern auch das religiöse -Judeutuiii überall befruchten ivird. auch ivenn sein Raine, der heute ictio» ein klanifciier geworden ,ß. in die -Geschichte unseres Volkes cingegangen sein wird., H.-A. .11. Stern. Rabbiner i. R^Dr. David (Bochum) 60 Jahre alt 60 Jahre alt Am is. Tezeinber vollendet einer der ältesten, und treuesten Mitarbeiter des Landesverbandes Mit den großen, modernen Schnelldampfern der Italia-Cosulich fahren Sie in 6ITagen naohN e w Y o r k 12Tagen nach Rio de Janeiro 15Tagennach Buenos Aires 15TagennachK a p s t a d t Eildampferdlenste nach AuatraBeik X«n4ral* Amerika und SUdwestkOstg (Ohne, Peru) Auekunft und Buchunpen durch Italia-Cosulich BERLIN W8, Unter den Linden 3 a Fernsprecher Al (Jäget?1355 FRANKFURT a. M. H A MBU R G K t I i > i i t t a t e 20 Neuer Jungfernstieg 17 M ü N CHE N STUTTGART Ode o n platt 1 S e hIII•r pIa 11 4 sowie durch sämtliche Reisebüros CHANUKKAH JÜDISCHEN KULTURBUND Neuer östlicher und Palästina- Bilderbogen I Im Cheder Der neue Chasen In der Eisenbahn Semenitischcr Tanz Sctilr Haemeck Lied vön der Apfelsine Am See Kinereth Regie: Nicolai EI|aschoff Musikal. Bearbaitung und Begleitung: Erwin Jospe Bild: Heinz Condell Mitwirkende: - ■ Edgar Alexander, I Max KonlnsklfAlfrad Lichten* Karten zu M. 1;—. 1:507 2.— im Mitgliederbürn.Koininanclantenstr. 57, Aschaffenburger Sir. iS (Ladenl.HirschfeldvJt (Ladenl.HirschfeldvJagosrstr.44. Philo-Verlag. Pariser Str. 44 and Abendk. - Einlaß nur m. Rei-’b^verbandod. Kulturbund-Mit^Lrdk. Verband Berlin des Jüdischen Frauenbundes, E. V. Chanukkah-Messe Kunst «• Kunsigcwerbe & Handwerk tn Jen Raumen des Klubheims, Marburger Strasse 5,1 Geöffnet ton Diemtag. den 10.. bi, Sonntag, den 15. Der. 1935. tägUh 10 bi. 20 Uhr (Frettag 15.30 bi, i d 16.30 Uhr s wn). Um regen Betuch u’lrd F> IHcfcWscMam Marz. - Jmle »uLz. Verein IHr iBIische Geschichte und Literaler k V. tjeschaftsslelle: C 2. r>pari<laui*r S,r. 41. IV 1 Norden VORTRAG JULIUS BAB „JOdliche Herden Ih der Dichtung" am Donnerstag;, den 19. Pozornher 1935, H'('t ,'hr im Legenheu», Kleiitatraaae 10. Eintritt nur bei Vorzeigung der Mitgliedskarte des Vereins des Jüdischen Lehrhauaes, des Jüdischen Kulturbundes und der neuen Beichsverbands - Ausweiskarle Nach wie vor: Bestehende* gilt elngefUhrtea Nnsscesrliuft In l>s*<it*>r ■.ege Kerl In« slnrr lls>rreni»rtlkel II flieh men. i> ,Herten, e K.tchUi*MM ai^se b<-<sitzen, können :li um kleinem Kai’ital Kifsleni grUnden. Angaben unter *. an di* t'.-V..Zeitung, Berlin W 13. Wir suchen Häuser in GroB-Btrlin L sehuellentechloaa. 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Monatsblfltter des Jüdischen Kulturbunds Bewunderung und Anerkennung wird es überall erregen, wie es hier gelungen ist, eine solche Fülle des Stoffes zu bewältigen. Max Osborn Der ganzen jüdischen Welt hat ihr Lexikon eine grosse Hilfe geleistet. Prof. Erich Mendaltohn Handbuch des jüdischen Wissens Um 40 Spalten, um über 250 Stichworte und über 500 Namen, um 20 Bilder, Tafeln, Tabellen, Karten (darunter eine völlig neue vielfarbige Karte Palästinas) wurde diese 3. Auflage vermehrt. Druckfehlerwurden berichtigt, Zch'en und Deren ergänzt, die Anregungen aus nahezu 1000 Zuschriften wurden ausgewertef. Mehr noch c s früher trifft öpre' cu-f „das Weine Wunderwerk" das anerkennende Lob zu, des Publikum ur.d Presse ihm gespendet nace”. Lesen Sie diese kleine Liste neuer Stichworte: Eine bemerkenswerte Leistung ln d.*r Beschränkung das Wesentliche zu sagen, ist ein besonderes Verdienst. Kultiviertheit und Frische der Auffassung in der Jllustierung. Jüdische Rundschau. Ein Novum ohne Vorbild Eine überparteiliche Arbeit Gesinnung und Tendenz treten völlig zurüdc hinter der Notwendigkeit Fachlicher Information. Kurt Pinthut Ein Bedürfnis ist erfüllt ' Unversehens kommt man aus anblätterndem Schmökern ins richtige Lesen. Dr. Lutz Weltmann Dankenswert und sehr interessant ist diese Arbeit.' . Hermann Struck Ankara / Belgrad! Bialystok Bukarest / Ekuador j Guayana Honduraa i Johannesburg Kapstadt! Kowno; Liechtenstein'! Mandschukuo I Stockholm - Alsberg l Ben Gurion Bonnier i Citroen I Grafemus Mommsen! Motzkin I. Pilsudski ' Schocken j Spitta / Chug Moezar ] Sicha / Snif usw. Auszeichnungen Archäologen ■ Botaniker I Hatikauia / Industrielle j Mathematiker Neuhebräisch i Philatelie . Sozialpolitiker .' Sprachwissenschaftler l Techniker; Theologen .Weltkrieg — Um gearbeitet: Ariergesetze •/ Film Flieger / Mediziner! Militärdienst I Midrasch ■ Presse Sport I Schulwesen Neue Bilder und Tafeln: Die grössten Gemeinden Deutschlands und Europas I Jüdische Gemeinden in Deutschland vor 1238! Die Dozenten der Universität Jerusalem I Hundert Worte Hebräisch / Die. Juden in den europäischen Ländern Bildnisse von Frz. Kafka, Pauline Lucca / Karikaturen usw. Eine Notwendigkeit ist erfüllt Wortkarg, aber in der Synthese gewissenhaft, hübsch gebunden, handlidt,. sauber im Drude und Satzspiegel waltet es seines Amtes. Dr. Eugan Tannanbaum Wer das Philo-Lexikon stelle es sogleich, rechtzeitig zu den Feiertagen mit dem hier eingedruckten Bestellzettel. Auch in «einer neuen, erweiterten Form kostet das Philo-Lexikon unverändert 4 Mk. 80 m Ganzleinen :- Bitte senden Sie mß sofort *sch Ersche'-'-e'*' -' 'Exemplare des PHILO-LEXIKON, Handbuch des jüdischen Wissens, 3. Auflage Den Betrag von 4 Mk. 60 -'zuzüg' ch Pocjoi hooe ich heute c-jf j-r Be' -■ 835i2 überwiesen / Soll durch -Nachnahme bei Lieferung erhöben werden. Name Datum Strasse Ort Bitte deutlich schreiben. Nid^gewünsch-es du-chtve^en. Dieser £ec*e' :c-e'- . i;t O'.'.sefü'lt entweder Ihrem Buchhändler zu übergeben oder im .Umschicg mit 3 Mennig-f-onirier? zu senden; ' PHILO-VERLIGUIDBUCHHIIOLUIG GMBH.«M.» V 15. PIRISERSTRISSE44. Tal. I 2 OLIV11375 Mit ästhetischem Vergnügen sieht man den klaren Druck, die meisterliche Bildwiedergabe. C.-V.-Zeitung Ein Geleiter zum Wissen Es.erhebt den Anspruch ein Hausbuch des jüdischen Wissen», zu sein. Israelitisches famlllenblatt Und es fehlt nichts Auf keine Frage bleibt es die Antwort schuldig, auf knappstem Raum ist der ungeheure Stoff bewältigt. Oer Schild Es ist fast unbegreiflich wob hi«r allftt zu finden ist. Et ist «in« Freud« . . Zeitschrift des Schweiternordem tn« trivtl We, die erste Auflage gekauft hat, wird die dritte reicht entbehren können, die so viel Neues enthält und alleVeränderungen des letzten Jahres berücksichtigt.