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Central-Verein-Zeitung · 1935-11-28 · 48 (28.11.1935) · page 9

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
14 (1935)
Issue
48 (28.11.1935)
Date
1935-11-28
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Die Zerstreuung der Juden über die Erde XXVIII. Spanien und Portugal T-as' Schicksal der Juden auf der Pyrenäen- Halbinsel an der Südwestecke Europas, die Vertreibung im Ausgang des 15. Jahrhunderts, ist in die .Weltgeschichte eingegangen. Tie Auswirkungen dieses epock>alen Geschehens sind heute noch in allen Teilen der Erde sichtbar. Tie Bedeutung der spanischen und portugiesischen Lande ans enropch ischem Boden liegt für die Gegeinvart-zsoziographic der-Juden nicht in der quantitativen Größenorb- : ' nnng der Huden.: dieheute dort lebensie' liegt ■ .<atlsMtcsr1ich.il, der Bedeutung sind in der Eioße des. jüdischen Zentrums, das viele Jahrhunderte. . hindurch bis zur Mitte des zweiten Jahrtausends. - dieser Zeitrechnung in Spanien und^Portugal be». stand.7 Hierin liegt ein grundlegender Unterschied zu den übrigen Ländern der Erde, Hn Spanen -und Portugal lebten bis znin Ende des 15. Hahr- . Hunderts durch vierzig.und mehr Generationen htüburd) die E ltern und Voreltern d er s e f a r d i s ri) c 11;) ü b mi r die heute n och über weite Teile der Erde verstreut sind: sie haben ihr quantitatives Schwergewicht - in Westeuropa und-in den Ländern des Mittelmeerbeckens behalten, hier haben sie bis zur Gegenwart auch am reinsten ihre Eigenart zu bewahren gewußt, Dort: wo sie nach Uelvrsec gekommen sind oder nach Osteuropa, haben sich die Vertriebenen weitgehender mit denjenigen jüdischen Gruppen verschmolzen, die man unter dem Namen Aschkenasim. zusammenfaßt. Auf der ganzen Balkanhalbinsel, im nahen Orient, in den französischen und italienischen .Kolonien Nvrdafritas, m .Italien, Frankreich, Belgien -und Holland, in England und nicht zuletzt auch in Deutschland, befinden sich zahlenmäßig inehr oder weniger'große, angesehene sesardische Gemeinden, "die sich znm großen Teil, die S p r a che i h r r r B o r f a h r e n , d a s „S p n -; „äolisch e". bis in-unsere Tage hinein erhalten haben, ja cs zum Teil als ihre Muttersprache betrachten — dies besonders in der östlichen und südlichen Hälfte des Mitte lmeerbeckens —. die den jüdischen Gottesdienst nach der alten Ueberlieferung der Väter Pflegen und die stolz auf das kulturelle Vorleben ihrer .spaniMn und Portugiesischen Ahnen ihr jüdiMs Erleben in der Gegenwart und für die Zukunft gestalten. Leider ist. es nicht mit Anspruch auf einige Genauigkeit festzusteUen, wieviele sesardische Huden heute über die Erde verstreut leben. Wohl aber sind die Zahlen in annähernder Genauigkeit überliefert, die im Zeitpunkt der Vertreibung aus Nachdruck verboten! Spanien und Portugal die Größe der damaligen jüdiMn Diaspora.auf der Pyrenäenhalbinsel uwreißen. Steuerrollen aus ^den Jahren 1290-91 für dnw Hilden Eastiliens ermöglichen es.' ivenigttens annähernd die Größenordnung zu -konstruieren, die für das bittere letzte Hahrzehnt des 15. Hahr- Hunderts Geltung haben. . Nach verschiedenen -Antorcu" iiactizeitgenoisischer Provenienz sollen um das Jahr 1100 ooo Hu, den in .Spanien-, gelebt haben, über die sich die bln- . tigen Versolgnngen ergossen halvn. denen schließlich die Verbannungfolgte. . .Von ihnen sollen mu . nähernd 20 000 unmittelbare und mittelbare Opterdcr Verfolgungen geworden sein: sie starben auf dem. Scheiterhaufen oder an ,Krankheiten, die sich inihnen durch die furchtbaren Entbehrinigeii, durch die Seelenqnalen und die 'Not scstgetetzt hatten. Mit 50 000 wird die Zahl derjenigen angenommen. die als letzten Ausweg und als Rettung vor dem Tode znm El.riitentnin ülx'riraten, 1»',5 000 wurden bertrieben. Von ihnen soll die Mehrzahl, etwa 90 000. auf dtw dornenvollen Z-lucht in den damaligen Gebieten der asiatisck-cn und europäischen Türkei eine neue Heimat gesucht haben: mehr unbewußt als bewußt trat damals der Mittelinecrstrc'ifen Kleinasiens erneut in das Vlickfeld jüdisch.", Seins. 25 000 der vertriebenen spanischen Huden gingen nach Holland. Dänemark. Schweden. Norddeutschland und England, etwa 12 000 landeten in französischen und italienischen Häfen und suchtensich dort niederzulassen. 20 000 kamen über das Mittelmeer nach Marocco und etwa 10 000 nach Algerien, 2000 in das entferntere Aeghpten und nach. Trivolis. 5000 der Vertriebenen sollen in abenteuerlicher Wahrst den Boden Amerikas erreicht halben. nachdem viele von ihnen vorher in Portugal vergeblich versucht hatten, eine neue Heimat zu finden. Außer den rund 2->,5 000 Juden, die um 1-190 in Spanien lebten, wird die Zahl der Huden in Portugal mit 10 000 und. in Navarra mit 15 000 angegeben. Vor der Vertreibung betrug also die Gesaintzahl dev Menschen jüdiMn Glaubens Und jüdischen /Stammes auf der .'-PyrenäenHalbinsel etwa 200 000, eine Zifier. die einen hohen Prozentsatz aller damals überhaupt auf der Erde lebenden Huden ausdrückt. Die svziographische Betrachtung der Juden -in Spanien und Portugal wird in der nächsten Nummer der C.-D.-Zcitung abgeschlossen werden. Die ^usvMÜenmx ^acbener Juden seit 1933 Von Karl Löwenstein (Aachen) gebnist'e ergeben tief) midi in der Statistik von N da nn hei in und Augsburg. Aus Bla null ei in ging dio Hauptwanderung außer nackj Palästina nach Frankreich. wohin 24.5 .Prozent aiiswanderte. Aus Augsburg wanberten gleichfalls die meisten nach J-raiikreich lind in zweiter .Linie nach den Bereinigten Staaten von Rordamer-ika ans, Nach Palä stina wandten-sich. 2 3,4. P r o zent der Aachener, deren ivande-rungs ziel bekannt ist. Tie Ausivandernng nackt anderen *11 e b e r s e e 1 ä n d c r n. betrug 5.2 Prozent, wahrend die Aliswanderniig. in das . e il r o p a i s ch e. Ans l a n d 71,4 Prozent ■: . Hierbei ist zu bemerken, daß eilte Unter» scheidung zwischen der Ansivaii-dernng nach. Europa?lmdnach -Mbe-r-jee» soweit - sie , ans Aachen erfolgte. . nicht .-gerechtfertigtist. . „ Denn auch nach Hebersee handelt es-- sich Hin eine ilidividneNe/ also von jedem .Einzelnen für sich ins Werk' gesetzte Auswandernng. während «die Ausivandernng nach Palästina im Gegensatz dazu ivohl als eiiie .goUektivanswaiiderniig in dem Sinne bezeichnet werben kann, .daß sie planmäßig Unter einheitlicher Leitung der ckevisli A^enry erfolgte. . ' Von besonderem Hute resse ist die Pkrage, ivie groß insgesamt der A n t c i 1 de r au?» io a n d e r ii n g n a ch P a l ä st i n a a n d c r Gesa m t a u s w a n d e r ii n g ist. Diese Zrage läßt sich schwer beantworten. Die bisher bekannten Zahlen..von Augsburg und Mannheim und Aachen differieren außerordentlich stark. . Mährend aus Angs° bürg (Zahlen ermittelt bis zu Anfang 1035s nur 14 Prozent der Auswanderer nach Palästina abgewandert find, betriig die entsprechende Zahl in Mannheim «ermittelt bis zu in 1. 9. 35) 39 Prozent. Die Aachener Zahl von 23.4 Prozent steht also etwa in der Vlitte. D i e A a ch e n e r Z a h l d ü r s t e d e in ist e ichsd ii r ck) s ck, ii i t t ii a h e - k o m in e n. Nack, den Zeststelliingen des Preußischen Staatspolizeiamtes find bis znm. Frühjahr 1935 80 000 Inden ans Dentschlaild ansgewandert, so daß sich diese Zahl bis Ende September auf etwa: 100 ooo erlsolst haben dürfte. Der Statistiker Ernst .äahn. New-Pvrk. (..Hüd. Rniidschail" vom 3. Dezember 1935) kommt zu einem ähnlichen Ergebnis. Er nimmt an. daß bis 1. 9. 1935 90 000 ansgewandert seien. Da bis einschließlich September 1935 die Zahl der in Palästina eingewanderten deutschen Inden etwa 25 000 bäragen dürfte, würde die Zahl der Auswanderer nach Palästina höchstens 3 0 Prozent der Kesamtanswanderniig betragen, während mindestens 7 0 Prozent in andere Länder gewandert sind. ' . .Hinsichtlich des Altersaufbaues der Auswanderer bestätigt die Aachener Statistik Die fortschrcitende Verdrängung der in Deutschland lebenden Juden aus ihren bislserigen Wirtschaftspositionen hat seit Beginn des Jahres 1933 einen großen Teil von deutschen Inden zur Answanderüiig gezwungen. Eine genaue statistische Erfassillig dieser Auswanderung ist nicht möglich, weil bei der Abreise ins Ausland nicht stets von vornherein eine, endgültige Verlegung des Wohnsitzes ins?>nge gefaßt war und. teils auch ans anderen Gründen, eine ordnungsmäßige Abmeldung mit Angabe des iAüswandenmgsziels oft nicht erfolgt tft. Alle statistischen Arbeiten über die Auswanderung seit >933 sind dalzer ans Schätzungen angewiesen. Umso wichtiger ist es. daß in den einzelnen Gemeinden, in denen das Material noch leichter zu sammeln ist, möglichst -. genaue ö r t l i ch c .Wando r im g s st a - tistiken ausgestellt werden. Das ist bisher. vereits in A n g s b n r g (vgl. „E.-V.-Zeitung" 1935. Nr. 1 nt und Ma n n hei in (vgl...,E.-V.- Z.eitimg" >935. Pr. 43 „nd „Jsr. Gemeindeplatt" Mannheim Ar. >9, geschehen. Auch für " A a ch e n habe ich mit Unterstützung des <üe lucindesekrctariats und der Vereine eine namentliche Liste aller Personen, die seit 1933 ' abgewandcrt sind. znsamiuengesteUt. Tarinn sind nur diejenigen als Auswanderer bei'iicksickitigt, .voii denen angenommen werden kann, daß sie für die Dauer ihren Wohn-, -sitz von Aachen fortvcrlegt haben. Solche. - die inzwischen aus irgend einem Gnmdc ans dem Auslände nsteder nach Deutschland ziirückgewandert sind, also Rückwanderer irgendwelcher Art, sind unberücksichtigt gebüeben. - M Seit dem Januar I93-". bis znm 30. Sep- - Hember >9:-H.sind von den etwa 1300.Gemeinde- Mitgliedern insgesamt 293 aiis Aachen fort- . gezogen. Davon sind >58 ins Ausland und >"7 in andere deutsche Orte abgemeldcl. während von 23. also etiva I" Prozent der Jortgezogenen, das Ziel der Reise nickst festz»'testen war» ^ür die vorliegende Untersiickinng kaini der Hortzng in. andere Orte Deutschlands, die so genannte B i n n e n w a n d ctii n g . unbeachtet bleiben. Sie wird, jedenfalls-zum Teil, durch Zuwanderung aus anderen Orten Deutschlands ergänzt loorden fein. Von den 28 Personen-, deren Rcisctiel "'nn bekannt ist', ist der größte Teil, iiäm lich 22. bereits im Jahre 1933 von Nachen fortgezogen. während, im Jahre 1934 nur von 2. im ,,ahre 1935 nur von 4 das Reiseziel unbekannt geblieben ist. Oifenbar ist also durcki die rm _ geregelte »nd überstürzte Auswanderung in der Zeit nach April 1933' Csic Abmeldung vielfach unterblieben. Man kann wohl annehlnen, daß mindestens die Hälfte dieser Personen, also 14, ins Ausland ansgewandert ist. ° Die Gesamtzahl der ins Aiisland Gewanderten ist also mit 172 nicht zu hoch gegriffen. Ta die Seelenzahl der Aachener Gemcmde am 1. Januar 1933 etwa 1300 betrug, so sind insgesamt 1 3,2 Prozent aller am 1. Januar 19.33 in Aachen ansässigen Gemeindemitglieder ins Ausland getvandert. Von detr >58 ins Aiisland Ansgeivanderten, deren Reiseziel bekannt ist.-waren 62 Lstjnden. also etiva 39 Prozent, ein besonders hoher Prozentsatz, da die Gesamtzahl der Lstjndeii von den -1933 in Aachen lebenden Juden auf höchstens 12 bis 15 Prozent zu schätzen ist. Sehr interessant ist das R e i s e z i e l der Auswanderer. Es wird bei dieser Statistik mir das erste Ö^inwanderiingsland berücksichtigt. Eine sehr erlzebliche Weitertoanderung ist übrigens auch bisher nicht bekanntgeioorden. Es sind ausgewandert nach: Holland Palästina . - , Belgien . - > Frankreich. - V England . . Spanien , « . Brasilien . , , USA . . . . Italien . . . . Tschechoslowakei . Dänemark. . .!7 in _= 9 Beschwerden iiba' das Ausbleiben der . „C. - V. - Zeifung ' sind stets dem zuständigen Postamt (Zcitungss(eUc) zu unterbreiten. ' die Jeststestungeii der anderen Städte, daß der ganz überwiegende Teil der Auswanderer: iiainlicki 125. VON 158. also 80 Prozent, im Alter von nnter 40 Jahren-war. während -nur-33,- al-t'o-nur 20 Prozent., im Alter von über 10 Jahren waren. Da nach Dem Altersansbau der Gemeinde ein viel größerer Teil der Geilieindeinitgl-ieder alter als 40 Jahre. ist. ergibt ßcki. daß die Auswandernden.- wie..es auch, zu erwarten, ist. im wesentlichen gerade den - jugendlickieren Teil umsasseil.l'o daß durch die Aiisivan-deriuig - eine - -Vergreisung.- des . detUschen Judentums eintritt., ' Die von dein "Mannheimer Berichterstatter geäußerte, aber statistisch nicht belegte Allfsassniig. daß die Auswandernng , nach europäischen Ländern säst ganz anfgehört habe, ist für Aachen nicht zutreffend. Im Jahre >935 sind von 50 Answanderern. deren Zielland bekannt ist, mir 15 nach Palästina, aber 35, also 70 Prozent, in andere Länder ansgewandert. Aber auch die , persönlichen Beobachtniigen. die in dem l)iesigen Grenzbezirk ja leickit gemacht werden können, bestätigen, daß die Answanderung in die enropäischen Nachbarländer trotz ihrer Erschwerung keineswegs aufgehört hat. Auch ist es lliirichtig. daß nur in den wenigsten J-ällen die-Answanderungin enropäische Länder eine endgültige Lösung geboten hätte, was gleichfalls der Malml(eimer Berichterstatter nur behauptet, aber nickst belegt. Allen Angel,origen unserer Aachener Gemeinde sind viele Jalle bekannt, in denen Aackiener Juden, die in europäische Länder ansgewandert-sind. ansreicheude, zum Teil sogar gute Eristenzen gesilnden -haben/ In dieser Hinsicht sind ivesentlickw Unterschiede gegenüber Palästinanicht zu oerzeickineii. - Jehlsckstäge. die zniveilen aus Jehlinvestitiviieii zi>rückziisül,ren sind, sind überall zu verzeichiieii. "Der Zeitranln von zlvei Jahren, in der der Ablauf der Prosperität in dem einen lind des .strisenziistandes in de» anderen .Ländern fiel) nicht ermessen laßt, ist zu gering, nm beurteilen zu können, ob die materieUe Basis, für die Einwandererindem einen oder anderen Land als gesicherter zu werten ist. Jedenfalls beweisen aber die Statistiken. - eineJ wie ausschlaggebende. Bedeutung die i n d i v i d u e l l e An s-w ander u-n g für . die gesamte Wanderbewegung hat. Ihr werden die großen jüdischen Organisationen eine weit stärkere Beachtung und fsördernng zuteil werden lassyn müssen, als es bislier geschah. Auslandsnachrichten 2.6 % ’ ■ " “ i nir % “ In den einzelnen Jahren verteilte sich die Auswanderung auf die haiiptsäcksticheii Länder wie folgt: Land: ' 1933 1934 1935 Holland .- . . . . 32 >2! 1 Palästina ...... 1" > Belgien . . . ... \ 2 Frankreich ..... 7 : England.- . . * . : > Polen. ...... i :: Spanien...... 2 Brasilien . 2 Sonstige Länder , v . > 3 3 _2LLii.fr Zahlen usigcn. daß das '-Aachener Ergebnis nickst aut g,'n-z Deutschland verallgemeinert werden kann. Es ist begreiflich, daß von Aachen als Grenzstadt das Ziel der . Auswandertm-g stinäckist in die nahegelegenen Ländel' ging. Das Hauptaiisioanderu-ngsland war Holland und. besonders seit 1035. Belgien und ferner Palästina. Aehnliche Er- Amerika 'Präsident Roasevelt hat. une .ll'H (H»d>ia,e Telegraphenagentiirl meldet, 2ouis stsipskii als Vertreter des Hine-rieun .Trwjsb Congr^ss und Tr. äyriis '.'ldler. den Präsidenten des Hn„-neon .l--vvi°-I> fVmnmtt«»*» empfangen und einen informativen Berichl über die Vage der Juden in der Tllelt entgegeiigenommeii. ' Die beiden Herren miirden dem Präsidenten durch seinen früheren persönliel,eu --Ratgeber M. Maldwin Zertig vvrgestelll. . Ter Istorsitzende der Stadtuerordnetenversämm' lniig von Neiv-?)vrk. Bernard S. Deutsch, isl eniem Herzschlag im Rtter von 51 Ihre» erlegen. Bernard H. Deutsch, ein hervorragender Amvalt und .gominnnalpolitiser, ivnrde an 'stal- Iimvre. Maryland, geboren, und liesilchte verschie denc amerikanische Universitäten. Er war der Znyrer der Geiiieinderefvrmhewegniig. die bei den letzten Wahlen in 'New-Pork die Tammany-Lrga» nisation schlug. Im jüdischen öffentlichen Leben h'it Bernard S. Tentsch als früherer Präsidenl des äiimeiorin C'migresa eine intensive Tätigkeit zur Wahrung der Rechlsstcllung der jüdn'ckien Bevölkerung entfaltet.. T>e bekannte Zührerin der amerikamscl,. sndischen Hranenbewegmig. Rebekka .äohnl. feierte das .',njährige Jnbilänm ihrer Tätigkeit auf dem Gebiet jüdischer Soziatarbeit. Nus diesem Anlaß fand zu ihren Ehren in Reiv-Tjork ein Bankett statt, an dem etwa.WO führende Perjöiilichkeiten der jüdischen (Gesellschaft teilnahmen. Ansprachen hielten n. a. der Bürgermeister von Rk>v.?)orf. La Guardia, und der frühere Polsck)aster Morgcnthan.iA^ Holland . .gonigin Wilhelmine von vollaiid ernannle de» jüdilchen höheren JinaNzbeamten' Tr. L. A. :>s > e? znm Gc-neralschatznieister der Niederlande. Tr, Nies, der.erst 42 Jahre alt ist, hat in den letzten H,ihren lamtliche internationalen Handel- Verträge und wirtschaftlichen Abkommen zwischen Holland und den anderen Staaten fixiert und nit auch mit der deutschen Regierung über Handeln und Elearing-Abkominen verhandelt. Königin 'A'ühe'mine ernannte den Rat am Lbersten Ge rickst.der Niederlande, Tr. M. Polak, einen über Holland hinaus bekannten hervorragenden internationalen Hirriiteii. der sich anläßlich seine- 7". Gebiirtstages von seinem Amte zurückziehl znm. stvminandenr des Ordens Sranien-Nasjan. Ans dem 'H ihresberick>t der asckstenasiscki jüdischen Gemeinde im Haag gelst I>ervor. daß dn: Zahl der Gemeindenntglieder am 31. Te^ember >934 l-5 275 gegemiher-i > 772 im Halire lü.s.z ,,nd etwa IO n»ist,m.Jahre >939 betrüg.- Tic Hahl der Mischehen hat bedenlena nigenvinmen.' 'Es wurden im li'lilcn Haßr 39 N!iiel,ehen und <s rnn indische Elle» - geickstnben. T-,e Einiialmren der lsemeinde belrng-ii 211 675.79. nie cknsgaben 2,0 MO,32 Iu»f. («ü^eit. - '.st' Rotterdam gal, e* an, 31. Tezemln r 193! iiarh deiii jochm nerosieiitlirlsten Beririit der dortigen Gemeinde 12 902 asckikenasisitze .Znden. 193''. betrug die 2lall> der Gemen>oemiiglied<'r. -12 993'. 'Von jiidisch,ni Eltern im,rk>'n nn. abgesansenen Jaltr.53 Unäben" und ,5l. Mädck>ni geboren. Dir - ,'lahl der Ehesihliejmngeii betrug 54. die der Tode:-'alle 55. 7 7'"i Alter von 67 Jatzren ist in Rom der Pro - »deist. des ltalienisitzei, .iiolonialiintitiits. Senator nr n c s> o A r t o.m . ein hervorragendes VRitglied der ilalieiiischen Diplomatie, gestorben'. Senalö," Rrtvin entstammte einer der angesel,e,'sien jiir.i . schen Danutien Htaliens. die vermnttntz nrlp-rnog lich ans Deutschland, vietteirhl üt'er zHrankreutz. nach Htalien eingeivandertist, ('Zahlreiche beden tende -Staatsmänner, ttzsitientcktiiftler nno Piitsti-2 ' zisten sind ans il)i: hervorgegangen. Die Postscheckkonten des Central- Vereins tu Berlin mid im tiiVidjr iistiren. lala ng? die Namknsäiidernng des Vereins in das 'VereinLregister noch nicht eingetragen isl." noch die alte Bezeichnung „Eentralnerein deutscher Staatsbürger inoiichen Glauben'--'. Tie Verwenduiig de" neuen Namens ,» dreien, Zusammenhang führt zu Berzögerinig-m. .sobald d'.e Eintragung i'vllzvge» iü. inerdo,, '-imtliche äontenliezeickmuiigeii . geanoert inerden. -hierüber erfolgt eine Benachrichtigung an dieler -'eUvsi-e ' 'f") - l'i 5 1 '-'3'ig: Ccntralvürein deutscher Staatsbip-'- - i-Juchoa Glaubsii, e. V. Berlin W 15 Lm.er äira>- ii Druck der Buchun-J lief-iruck Gesellidiaft aibU,

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