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Central-Verein-Zeitung · 1935-11-22 · 47 (22.11.1935) · page 13

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
14 (1935)
Issue
47 (22.11.1935)
Date
1935-11-22
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Nr. 47 * 5. Beiblatt 22. November 1935 Pniästina-EJmschau Das Wasser-Problem Von unserem - Pa 1 ä s t i n a K o r r e i p o n d e n t e n Tel-Äviv. im November. Während so ziemlich in allen Ländern der Welt , die. Gebirge Fluste und Bache entsenden.» die den -- Ebeiiezt das Wasser spenden, lst^ in Palästina, wie so »nanchcs. auch 'dieses Verhältnis umgekehrt. Tie . Landeshauptstadt Jerusalem, die von den tropischen Hohen der .sudänchen Berge -auf die Niederungen herabblickt, soll jetzt aus der Ebene bewässert werden. Für die ewige Stadt wird ein technisches Wunder geschehen: das Wäger bergauf» stießen und Jerusalem von seinem chronischen Wassermangel erlösen. Aber der Verwirklichung dieses Wunder» stellen sich, erhebliche Schwierigkeiten in den Weg. Seit langem ist die Wasserleitung von Ras El E j n nach Jerusalem im Bäu. und schon in den letzten Jahren konnte der Reisende aus der Fahrt von Tel-Äviv nach Jerusalem die gewaltigen . Röhren der Autostraße liegen sehen. Ausgangs». . Punkt der Wasserleitung ift Ras El Ejn, ein kleiner Flecken, dessen Name bereits anzeigt, daß hier schon in frühen Zeiten ergiebige Quellen gesunden wor- , den sind. Nunmehr soll von den Quellen dieses Lrtes auch das Wasser . über eine Entsernung von 6N. Kilometern nach . Jerusalem herausgepumpt werden. Tie Leitung ist io gut wie fertig, und auch die großen Pump, stationcn stehen vor der Vollendung. Aber schon Mitte dieses Jahres wurden Gerüchte laut, daß die Inbetriebnahme des ganzen Werkes sich er- . heblich verzögern .würde. Allerhand Gerüchte gingen durch das Land. Tie einen wollten wißen, daß man die verfügbare Wassermenge zu hoch berechnet habe, die änderen meinten, daß sonstige .Konstruktionsfehler gemacht worden seien. Fest steht nur, daß die Gerüchte stets dementiert wurden. Aber jetzt ift def für die Eröffnung in Aussicht genommene Termin herangckommcn und der Wasserbauingenieur des Magistrats Jerusalem mußte amtlich mitteilen. daß vor. Januar kaum mit der Wasserlieferung von Ras El Ejn gerechnet werden kann. Ter Stadtrat. von Jerusalem richtet in diesem.Zusammenhang Vorwürfe gegen die britische Verwaltung, die kür den Bau der Wasserleitung verantwortlich ist. Tie Stadt Jerusalem ist dadurch in eine unangenehme Lage gekommen. Tie letzten Regensälle. so stark sie auch wären, haben noch nicht ausgereicht, um die städtischen Wasserreservoire entscheidend aufzufüllen. Tie Stadtverwaltung hat sich deshalb entschließen »nüsien. die Wasse'rlieserung aus den städtischen Reservoiren an die Haustanks nur noch alle sieben Tage vorzunehmen,, nachdem die Frist erst kürzlich von fünf auf sechs Tage herausgesetzt worden war. Tie Stadt Jerusalem bezieht nämlich ihr Wasier im wesentlichen aus großen Zisternen, aus denen das Wasser in-die großen, auf dem Tach jedes Hauses befindlichen Tanks geleitet wird. Tiefe Tanks sind charakteristisch für das Jerusalemer Haus.. Die Stadtverwaltung hat ferner beschlossen, für alle neu in Angriff genommenen Bauten dem Bauunternehmer die Pflicht aufzuerlegen, aut eigene Kosten -das notwendige Wasier zum Bauplatz zu schaffen. Nur mit Rücksicht aus den Wohnungsmangcl und aus den Arbeitsmarkt hat mau davon 'Abstand genommen, diese Maßnahme auch auf die schon in Arbeit befindlichen Neubauten auszudehnen. . Ta gerade Jerusalem in letzter Zeit eine wichtige Stütze des Baumarktes zu werden verspricht, ist dieses Hindernis der Entwicklung auch für die Gesaintwirtschaft des Landes nichts gleichgültig. Jerusalem mit seinem von vielen Europäern besonders angenehm empfundenen Gebirgsklima, mit den fruchtbaren Spannungen und Anregungen der Vielheit von'Nationen und Religionen, den immer wieder spürbaren Reizen der ewigen und heiligen Stadt. Jerusalem als Sitz .- englischer und jüdischer Zentralbehörden, hat nicht nur geistig und politisch, sondern auch wirtichaftlich eine zweifellos bedeutende . Zukunft. Ta« gilt um-so mehr, als man eigentlich bisher nur auf eine angemessene Regelung der Wasierfrage gewartet, hatte., - Hinzu kommt, daß die Enlwickluug sich in Jerusalem zwar schwerfälliger, aber auch vorsichtigervollzogen hatte als im übrigen Lande, so daß eigentlich das wirtschaftliche Gefüge Jerusalem-:— wie sich auch in der jüngsten Krise erwiesen hat — als besonders solide ange» spröchen werden kann. Auf-diesem soliden Fundament ist in letzter Zeit ein beschleunigtes . Wachstum festzuslellen. daß — abgesehen von allem anderen — auch eine sehr nützliche Reserve für den jüdischen Arbeitsmarkt darstellt. Tie jüdisckze Arbeitsorganisation führt deshalb ruch einen heftigen Kamps um angemesiene Be.eiligung an den großen öffentlichen Arbeiten der Stadtverwaltung, die trotz einer jüdischen Bevölkerungsmehrheit, noch immer' eine arabische Mehrheit und ein arabisches Lberhaupt bat. Es ist selbstverständlich. daß alle Anstrengungen -gemacht werden, um nunmehr die Aufnahme hr-r 9>Vmprltf'frriina von Ras El Ein energisch zu durch künstliche Bewässerung besonders fruchtbare Gemrnegärten entstauben.- ein Zeichen, daß hier wie fast überall in Palästina der Boden an üch ungemein fruchtbar t'V wenn rri nur richtig gewässert wird. Tie "ganze Stcinivivle von Judaa ist:Ja ' im Frühjahr.; alw unnnttelbar'nach dcir- . winterlichen Regemzüsien. dicht -von blühenden - Blumen bedeckt. Wie io vieles andere rü auch die W-asiersrage in Palästina weniger ein Problem der Kraft g u'el lc u als der' Kra'tev e r t e i-l u n g.-- Tie Erde birgt Wasier. iiub immer wieder werden in den einzelnen Kolonien neue Wasier Vorkommen entdeckt und neue Brunnen gebohrt. Tcr-Himmel ist gewiß nicht zurückhaltend in der Wasierabgabe. Aber die Regenfälle richten auch viel Säiaden an, und schon die ersten vorzeitigen Güsie -der letzten. Wochen haben durch Beschädigung von Straßeii Und. Eisenbahnlniien empfindliche 'Verkehrsstörungen verursacht und manche landioirtiäiaitliche Siedlung tagelang von ihren Markten- und Lieferanten ab.ge- --- tchnitteu.' T:e -Mandatsregierung will jetzt, unter . znnehnieiidein -Truck der tzidischeil Qrgaiüsäti'o'ncn. einen Teil -ihrer - immer -we-iter '--ainchwellenden'. 'lle.berichusie - zu -loeiteren Berbci'crlingeiis-des- - Straßeiiiieves benupen-z Trotz. des'- winterliciirii Ueberslusiee -aber istdie Beivasierung un Sommer .-enie -vorbpingl'iche- Sorge-:-n-rr scde Neukolonuar . tion tind es att .bezeichneud'. daß mehr, als -die- Häl'te des ganzen palastineiliiichen --Elektrizitätsverbrauchsfür Zwecke der 'RRisierverteilnng bestimmt ist. Die Regelung des Aerztewesens in Palästina Von Rechtsanwalt Dr. Hans Kalisch (Berlin) beschleunigen. Interessant ist jedenfalls, daß auch die Entwicklung dieser Großstadt zum guten Teil eine Wasierirage iü. In der Umgebung von Jerusalem, inmitten des Steinmeeres, sind bereits Palästina kennt nicht das Ssislem der Kuricrrreiheil. Nur der qualifizierte Arzt darr die Heilkunde ausüben. Kurpfuscher sind nicht zuge- Ta Palästina hinreichende Äusbildungsmöglichkeiten für Aerzte bis jetzt entbehrt, iü man in dieser Beziehung aus das Ausland angewiesen. Zur Ausübung der .Heilkunde ist berechtigt, wer vom' Tirektor des , Geiundheilswefens eine Lizenz erhalten hat. Tie Voraussetzungen für die Lizenzerteilung zerfallen in wisienscliaftliche und persönliche. Wisienichaftliche Voraussetzung iü der 'Nachweis eines mindestens fünfjährigen. Studiums an einer anerkannten Universität oder medizinischen Schule und der Besitz -eines darauf bezüglichen '..Diploms". womit der 'Ausweis über den Stuüienabschluß gemeint ift. sei es die Toktorwürde. das Staatseramcn oder sonst dergleichen. Bis vor kurzem wurde als persönliche Vorbedingung nur verlangt, daß der Bewerber unbescholten kok pood cbaracten und en! weder paläüinensischer Bürger sei. oder die Aufenthaltserlaubnis in Palästina erhalten habe. Leute mit Erlaubnis zu dauerndem Aufenthalt sind alle als - Einwanderer Zugelasienen jn dem Zeitraum. in dem sie auf die Naturalisierung zu warten haben. Palästina rvar (und ist noch» eins der Länder, in denen ein nicht Naturalisierter die Approbation als Arzt erlangen kann. Turch den starken Zustrom von Aerzten hat sich die Palästinensische Negierung veranlaßt gesehen. die persönlichen Voraussetzungen für die Erlangung der Lizenz zu erschweren. Es wird fortan ein Unterschied. zwischen geborenen Palästinensern und altnaturalisierten. einerseits und neunaturalisierten andererseits gemacht, während die übrigen Voraussetzungen geblieben sind. Unbeschränkt werden nach wie vor zugelassen die geborenen Palästinenser. s o w i e d i e j c n i g e n . die vor dem l. Dezember 19 3 5 naturalisiert sind oder die stis dahin die Erlaubnis zum dauernden Aufenthalt erhalte n h a b e n. somit auch alle ärztlichen Einwanderer der letzten zwei Jahre, obwohl sie noch nicht naturalisiert sind. - Für diejenigen. die nach dem 1. Dezember 19-'.-'. naturalisiert werden oder nach diesem Zeitpunkt' die Erlaubnis zum dauernden < Aufenthalt erhalten, wird eine jährlich feftzüfctzende Z ula s i.un gs q uo te eingeiührt. Das ist das Westn der sogenannten Ä e r r t e'f p e r r e. Ter High Eommissioner 'etzt alljährlich die Höchstzahl der auf diese Kategorie entfallenden Lizenzen fest. Ist die-Zahl der Bewerber größer als die Zahl der zur Verfügung stehenden Lizenzen, io unterliegt die Zuteilung dem freien Ermesien des- Tirekrors des Ge'undheirsweiens. Selbstverständlich unterliegt dieses freie Ermesien den Bestimmungen des Mandats, »sonach. Rücksichten auf' Rasie und Religion nicht genommen werden dürfen. Ein Rechtsschutz besteht insofern, als gegen Entscheidungen des Oirector ak Health binnen sechs Monaten die Beschwerde an das --Oberste Gericht zulässig ist. Es -besteht ein T i 1 z i v I i n a r r e ch t. Auf Antrag des Ge'undhcilsdirekrors kann der High Eommissioner d:e Entziebung der Lizenz wegen beruiswidrigen Verballens äustprechen. Tcr Angcfchuldigte hat Anspruch daran', sich iairistlich zu verteidigen und evtl, 'kin Verhalten vor einem öleckieal Eamwiti-e, zu verantworten. -'Nur wer eine Lizenz erhalten hat. darf-sich'als Arzt oder mit arztähnlichem Titel bezeichnen. Ganz allgemein z'-rgelasien ist die Bezeichnung ..Toktor^ für alle zugelauenen Aerzte.- Doktor ist in angel'ächßfckten Ländern nicht nur akademischer Titel, sondern die allgemeine Bezeichnung'iü: Arzt. Sehr fchar'e Bestimmungen bestehen bezüglich der Reklame. Das ist in der jetzt erlasienet, Novelle zur Aerzieordnunq noch verschärft, uein ausübender Arzt dar' irgendein Gewerbe oder Handel betreiben, oder sich sonst geschäftlich betätigen., Sch a ri ider A r : t o o m Trnh-rr-g-^rst-- Tie allgeinciucii Bcstikiiiiiiiiigen über die Znlasiiiiig. erleiden insofern eine Nkilderung. - als a u ß e r l, a l b d c r Sun l e Zulasiung von Per-, tonen, die nach dem!.. Tezeinber I!>n5 ein-, wandern bzw. uatnraliuert iverdeu. ersolgeiikanii. wenn -. wisienschafrliaie oder medizinische Anstaltc-ii. die vom Geiundheitsdirektor als solche alierkaiiiit sind, darnni ruichinchen. Jn diesen Fällen, erteilt der High Eomniii'ioner ails Aiitrag des Gesuiidheitsdireltors Die Li zenz, die der Beschränkinig iinterliegt, daß eine' Täiigkeit nur in oder für die bclresfendc Anstalt ansgeübt iverden darf. Tie Lizenz wird gestrichen, sobald die betreffende Tätigkeit auihört. Ter Ziveck dieser Be- Itimmnng ist. es deii Krankenhänsern und ivissenschastlichen Jusiitntionen zu erniöglicheii. Männer von tsirif aus dem Aiislaiide herauzuzielien. abgegrenzt. T:e Arzillzcn; berechtigt nicht zur 'Ausübung des .Zabnarzrberufs. es iei dein,, daß Einzelsalle in der allgemeincu Prä'.is Vorkommen. bleues aus Palästina Infolge der politischen »iid wirtschastlichen Ereignisse sowie infolge der Abwesenheit des High Eommisiioners hat sich die endgültige Znteilnng der Arbeiterzertisikate für das laufende Halbjahr verzögert. Um diese Zeitspanne wenigstens einst' »veilen zu überbrückeii,!>at die Regierilug der Jewish Agench einen „Vorschnß" von läna Zerlisikaten beiinlligt. 'Davonist d i e -H ä l s t e s n r deutsche I u de n, bestimmt, und zwar 25l> für Facharbeiter bestimmter Gebiete. Üir die Nach- - fragen ans der vatästinenüschen Wirtschaft vortiegen. und 250 für andere Arbeiter. Ans die end-, gültige Quote für das Semester Qktvber t'.'05 bis' März 193*» können aus dieser Zahl natürlich keine Schlüsse gezogen »verdeii. Festzustelleii ist. daß ''ür den gleichen Zeitraum des Vorjahres die Aufnahmefähigkeit des Ländes allein-für Einivauderer der Kategorie „C"„ also Facharbeiter und Ehaluzim ohne eigene Mittel, von der Jeiviih 'Agencn aus 1S r»oo, von der Regierung am 97nn geschätzt wurde. ■ Tie ällegierung, hat damals -75aa Zertifikate bervilligt. Tan sie damit hinter ihrer eigenen Schätzung der Aufnahmefähigkeit des Landes zurückblieb, begründete sic damit, daß ne einen gewissen Abzug s-iir illegale Einwandererlind Touristen, die unter der Hand dauernde Beichä'ligiiiig gefuildeii hatte», iiiäeizeii »nüsie.-'-'In' diestm Znsaiiimeiihaiig hat die Jeivish Agench die Regierung-,nochmals ersucht, die vielen Rleiisthen. die zum Teil schon seit .Zahreu ohne Zertifital ,,i . Palästina leben und völlig ins 'Asirtschaftsleben des Landes eiiigeordnet lind, endlich ohne Aiirechiuni'g auf die laiiseiide'Quvte zu legalisieren und ii>iie>> damit auch die Anfprderinig ihrer Angehörigen zii ermöglichen. Jiiteressaut ist. daß im Frühling 'dic-'es Jahres allein in-Haiia beinahe -tOOo arabische Hauranier. die ebenfalls inehr-oder iiiinder als .illegale" Einwanderer betrachtet iverdeu müsien. beschäftigt waren, und zwar ein erheb* licher Teil von ihne-n in ossernlichen Diensten. Ein 'Vorschlag arabischer lllationalisteiifnhrer. anläßlich der Rückkehr des High oinmifnujur er neu Proteststreik zu veranstalten, hat z» 'll.'e, nu nqsv'erichiebenhe.i ton zwifä,en den arabischen -Parteien -geführt.»Ter Vorschlag ist nicht ausgeüihrt worden. T:e Jerusalemer Erekiitivc der.f.*Avi sh A-p*-m-y hat die lceiumg il,rcr vcrid,iedci',ei, Tepartements wie folgt verteilt: Vorsitz Ben G u r i v n - Führer ^der 'Arbeitcrbeewgiliig. — Polnische - ' - Tev: Tchertvk unter Ntitwirkiing non B'e n- G u x i o n. — Lrganliativiisdep. B e n G u r i o n. G r i, n b a u m und siiabbi F i s ch -' m-a n n. — Schatzamt K a p l a n. — Handel und Jndnürte Jr. :>( v t t e n st r ei ch. — Einivände. rniig Tr. -L e n a t v r unter ', Mit-wirkung ,-von S ch e r t-o k. — Tie Leitung der Aeuiter f-iir Wirr'M»iflsPlanung und Ansiedlung sowie der, Teul'chen Abteilung w!l erst »ach der llhicklehr Tr. R ü p P i u "u'iid Tr. "H e r t e r s . die sich noch außer Landes befiuden. besetzt »vcrden. A:::- Jerußileiu, wo eine bedeutende abeisiiiiiche Kolonie besteht, find 5»; junge Abesiinicr in ihr Heimatland abgereist, um in das Heer eiuzutreteu. Palästina als Piaudätsgebiet des Völkerbundes hat sich den in,'Genf besckilosieneu Sanktionen gegen Italien angefchlvsicn. Wirtschaftlich bedentiam ist an diesem Lanktionsge'etz die Tatsache, daß Warenunvorre -au; Italien ,'grundhätzlich.gier sind.' "ebeu'ö' b-ie Gewährüng von Anleihen oder von Waren- oder Wechselkrediten an italienische ' Firmen oder Behörden. Italien hat im letzten Jabre nw n>'"> LP Waren nach Palästina ge. ' hcjcrl und sur 19 990 LP palästinensische Waren bezogen," abgesehen davon hat es einen erheblichen Anteil am paläslinciisischen Bank- ,»»d 'Schiffsverkehr. Ter High Evi'nmissioner behält sich vor, I den Zeitpunkt der Jnkrastsetzuiig der Sanrlionen zu beiluniiieii. Außerdem wurde.er eruiäichti.gt. in heiti-mmtnr Eiuzelsällen Befreiung der Einhaltung der Sanltiviisvorschristen gegenüber JRitieu zu gewahren. Ter Präsident der arabischen öaiidelskanimer von - Jaffaerklärte ei-iiein Vertreter der Tages--' zeitiiiig ..AI- Tscbamea al Jslamia":. die' arabischen Pflanze,r feien davon uiberzenat. daß die- Sanktionen gegen Italien-.' die in» vin'nhrverbot inr >talieii:sä,e 'chtaren vorsi'hen,- sich aus die Anssulir ' 'von Zinn-fruchten ,»»--> Palauiiia" guu>lig au-.-- - wirken werden: -.?)Ran rechne' un den - .streneu der Pflanzer -mit einer starken .Steigernmg der" Aus- - fuhr na elf dem europäischen -stontinent ■ mit» in noch stärkerem Nkaße nacli England. ' Gerilchte. daß die siiegiernng eine Anssallgarantie voi> .'»>>0 900 LP für kleine Banken geben solle, iviirdeii bisher Hoch nicht bestätigt. Interessant, ist - die FcstlteUiuig.- daß "Mitte'dieses Jah- , res I I'l Baukinilitiite in Palästina gezahlt wurden. und zwar viele von ilnien lleiiieii und kleinsten Formates, da das geplante Geietz: daS eii», Plindeitkapilai von 25 Oho LP voricl>reibeu soll, noch nicht in Kraft ist. Tic Nervosilal der Eiiileger. und im Ziisamineiiliaiige damit die siiestriktions- 'nrignng der Banken ist völlig liberwiiildeiii Es sind-schon'in-größerem Umsaiige 'Tepositen an die Banken ziirückgeslosieii. Ilnter Plitwirkiiiig der Li'iidi'ner Firma Sheplierd Tobias und der Paleitine ürnst Eo. ist eine hAiao- und Spiegeliabrik mit einem Kapital von I5 0«»0 Pfund TkErlin-g gegründet ul'i'rde». die in der Ha iß» Bucht auf Kereii Kajemet Boden ei» großes 'Alerk errichten um 11. In Tel Aviv ist der /.IIhr-Ladeiistlstiiß eingefülirt worden. Ter als Jahnk- und Z!sioh»siedliliig aiitblüheiide Qrt ilnniiat lsia» bei Tel-'Avw soll ein antoinatiicheS Feriifprechaint hefnnimeii. Bei Petact, Tikwal, ist eine neue Siebiiing für insgesaiiit 7t Fa„iihe» zur Halite iertiggestellt »vorde». Ei» Teil, der Siedler wird sich ans größeren Parzellen ganz der Landwirtichait lvidmeil, während ein Teil von Anßenarl'eit lebt „iid mir kleinere landwirischaslliche Giundslmle als Hitfswirtschaft bearbeitet. ' - Im Norden ^Tel-Abivs wurde der Grundstein für eine neue Siedlung der Arheiterorg.imsatiw, .gelegt, die 7d L'llvh,»,iigeii »mfassen ivird. Tie Londoner Versicheriingsgeiellschast Prudential l,at sich mit einer ersten- Htipolhek von. 77» (»00 Pfund Sterling an der Finaiizieruiig beteiligt. Ter erste Prvbeslng ans der geplanten ständi. gen Lnttstreckc Palästinir—Rumänien ist durch- , geführt worden. - Nach Beseitigung gewisser rcchtlirl,er Schwie» rigkeitcn hat der 'Wand Lenmi energisch die Arbeiten zur A-nl-ige eines Katasters der jiidisihen Bevölkisriing Palästinas in Angriff genoinmen. Sobald der Kataster iertiggeßellt sein ivird. können die lißahlen zur Asiesat Haniwstiariin. der Jüdischen lllatioiiakversaiiimlniig Palästinas, aus-, gcsäirieben werden. Ter in',-Mai 1930 in Tel°Awv slattiindeiideil Levant Fair usird um!, eine Sclsiiialirl--' und Haici»'ct,ail angegliedert, inr die , bereits jetzt großi's Jfiiteresie hi->tel>t. Aus 2l»twerpe>, soll bereits eine Beteiligimg zngesagt worden sein. Laut Verfügung der palestiiieiisische» Zollbehörden sollen voin I. Tezemtiec dieies Jalires ab jedes aus dem Auslände eingeführie Ei den Sleinpelaiisdriicl ..Foreign Produce" tragen. ,fehlt - dieser Stenipetailsdriick. so. ivird die Einsuhr bziv. der Verkälts untersagt. , Lauen iiml Planen T n-s Sonderheft der ,.P n, l ä -it i n a - Na ch» r i äst e Zeitschrift fiir Wirlichiislseiitwickliiiig im vorderen Lrient. ..Baiien iimv Planen", be- schaßigt sich hauptsächlich mit der teäsnisä>en und wkrtschaftlichcii Seite des-Bauens, die Wertnng de- Küiislleriiäjeii ist sekundär-- die reine ArchitelNirkrit-ik nur kurz iiud knapp angedeutet. Taiür aber gilt der .>'Iaiiwirtsik>istlicheii :>!ai'lnwrdn>li>g. die den Nutzung:-zweck «Aiisteiliiiig aus Landwirtsitiait. Wohnsiedlung, .gidnstriezwetfe >o'w.) senlegl und die geiäsivsienen -Siedlmigeii »ach Lage. Art und lßrößeiwrdniing chestiiimit.. der Ji'rin. in der die 'Asi'hnsiedliiiigeii und die Jiidiinriiaiiznlegen ift und der 9üohnimgsina»z:eri:ng. der Piietpreisbildnng und den Pflichten einer Wolin-' iuriorgestelle ein langer »nd sei>r heaä,liiä>er A»iiatz. der inäst niir eine mMim grillt an allerhand jetzigen Plißständen übt. sondern auch 'h'-ege wein, die Ptißstände. zii beheben, libeuro verfahren "die übrige,' Artikels über ..Plietprene". ..Bautraii -'f'er". ..Baiworschrnten und -ge'elie". ..Bainsoliernng" und ..Stadtarchiteklur für Tel-Awo". 'Man ersieht ans diesen Ausführungen, wie weienklich c>er ,.Aiif> bail Palästinas" mit der Bantatiakeil >>> Palasiina zilf-aminen-hängt. ivie.die Banpoliiik mit der gesamten Wirtschaftspolitik organisch berkimpft ist und daß die soziale Striiktnr. .Unjonifatioi, ans deiit Lande und Jiidustricilisierliiig in den Städten voii ihr beeiiifliißt ipird Tie Ban Politik känipst i.i Palüstina gegen die Gewalt der Bodeiifpekulalivn. gegen Atängel der Baiworsihristen und gegen die Schwierigkeiten, die -sich aus dem Banlempo der inianuka'Sendungen für lnu. Ausland Camajo - Kaffee - Gvossrösterei

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