Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 14 (1935)
- Issue
- 45 (7.11.1935)
- Date
- 1935-11-07
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nc .'Ci'itfiflunn bist. dentschei, Geiste:- mt der Antike für etwa2 Aeußerliches^siir die A11;- pirvpfuiig. eine-:. voll-:;; e inden 'und voller- - biologisch schädlichen Fremdkörper» zu erklären. Ter Goethe. der tiir biu- Straß b,iirger Münster schwärmte nnd den ..Guß" tschüs, war nicht weniger deutsch als der Dichter der „Iphigenie" uni» der „Nansikaa"; Tüxer oder Hans von Maröes. die in die Schule der antiken Formenüberlieferung Italiens gingen. waren in il,rer Kunst nicht minder deutsch als die nur nordische Malerei eines isirünewald oder Easyar David Friedrich. 'Die Kreuzung des deutschen Geistes mit der - Antike: das war echte Assimilation. In gleicher Ameise muß die jüdische Geschichte crninal als die Atnvlge tiefeingreisru-- .aer Asstnril'ationen geschriedeil werdon. Wenn aber heute vonnätionaljndischer Seite eine Kritik der jüdischen A.ssiinilation in Deutsch-" . . kand unter Berücksichtigung der nationalsozialistischen Anschauungen gefordert wird ' die erwähnte Gran-'liezension tut das), so d<rrs man vielleicht bescheiden einwenden, daß bereits der alte Graes; und vor allein Dnbnvw die erforderlichen Abstriche vorgenommen haben. Bi an erinnere sich an Dnbiiow>:.ähende Kritik der jüdischen ..Salon- - liiltnr" des vorigen Jahrhunderts nnd inan wird zugebeii. das; es in jener Hinsicht neuerdings keines Elbogen bedurfte. Gewiß. es gab eilte st e r i l e iind eine P r 0 d n k t i v e Ä s s i in i l a t i 0 n. Die Früyzeit der Indeuemauzipation iu Dentscliland ist an Mensch- .lichem und Menschheitlichein ebenso reichavie iin Iüdischein arm gewesen: weder Henriette Herz und Aahel Barnhagen, noch Börne. Heine, Eduard Gans, von geriugereirGeisteri; wie Saul Äscher. Joel Jakobi nnd gar Mvrih Saphir zu schweigen, halten im Jüdische,; stand. Prozesse geschichtlicher Entwicklung werden innner nur mit sclpvercn Spsern er kaust. Aber mit Leopold Zunz. Btoses Alvier. Johann Iaeobn. Isaak Biarkns Jost nnd Gabriel Riester seht bereits die große Gegenoffensive gegen, die Entwurzelung ein: die W;e d e r b e s i n n n n g a u s st 0 l z e s n n d b e w n ß t c s I n d e n t n m. Bon jenen Blännern führt eine Linie zu Engen F u ch S iind Paul ')} a t h an. wie überüberhanpt znm 6 e i, t r a l - B e r e i n a l s Träger der p r 0 d >1 k t i v e n A i s i - in i l a t i 0 n. Gerade wer wie wir die großen Verdienste, die sich der Iivnismiitz um die - Wiedererstarkung des Judentums erworben hat. bereitwillig anerkennt, kann nicht ninhin. auch in ihy; ein wertvolles Resultat Prodnktiver Assimilation z,i erblicken. Jenes Jahrhundert der Assimilation. das nunmehr beendet ist. ivar nicht --wie heute verkündet ivird - ein großes Umsonst, denn unsere Jugend, die jetzt notgedrungen Deutscksiand verlaßt. trägt die .Ernte jener Zeiten in neue Heimatländer hinüber. Assimilation bedeutet den Zusammenschluß einer dvppelpoligen Wel-t. Echte Assimilation führt zu einer Symbiose 1)in. Der Vorgang der Shmbiosc ist auch Grau nicht unbemerkt geblieben: er hebt ..das tragische Geheimnis der Symbiose des Jüdischen mitdem Deiitichen im Raum der 'Äniklärnlig' hervor «Sejle 40). An der Stelle, wo er seine Kritik an Humboldts judeiNreiiudlicher Haltiing zu einer Kritik des gesamten dentichen Liberalismus erweitert. spricht er die' Vermutung ans: ..Vielleicht liegt die Tragik dos Liberalismus iu seiner Symbiose mit den; Jüdischen beschlosscn'JSeite'.>6). . Anderseits liebt er jedoch feine eigene Vermutung durch die Feststellung anp daß den Ässiinilakivnsjnden ..der innere Zugang zum eigentlichen Deutschtnin. zur deutschenKultur und zun; deutschen Geist. eben nicht tnöglich ivar". (Seile :)!«>. . Bei der Beurteilung des indischen 'Einilnsses bemerkt Grän, daß bereits in der Erbmasse der Brüder Humboldt der völkische Instinkt gespalten gewesen sei. Schon die Erziehung des jungen Wilhelm in der Atinosphäre der Anfkläriuig. wo der indische Einilnh vorherrschte, habe eine Disposition für das Jüdische in ihm ge schassen. ..Das Jüdische trug ab. baute nicht ans. Es ^verhinderte den Ingang zu deutschen iind .christlichen. Werten" HSeite 47). Anderseits tvird jedoch die Frage. ob ..das Negative bei Humboldt a l l e i n vom Indischen herge-. koinlnen. nr;d ob. das -Judentum seines Bekanntenkreises n u r abtragend aus ihn eingewirkt" habe.- vor; Grau ausdrücklich verneint (Seite 76). Ter Historiker Grau stellt Humboldts Begegnung intt jüdischen Bleiischeu rein tatsacheumaßig dar. der Rational- - . Politiker Gran wundert sich jedoch, daß Hum- - doldt sich an dem Beuchiueu seiner jüdischen Freunde nicht/ gestoßen habe, er vermißt außerdem ..den tieien Schnitt, den er hätte :nn müüen. nin sich die Ireiheit vom Jüdi- 'scheu ganz zurückzugeben" (Seite all). Der' Historiker.muß sich scm Dbeina wohl 'unter cinem. anderen p'öinkel zurechtlegen. als der vom heutigen Geschehen leidenichastlich be- - roegle Nationalpolititer. Dennoch "itehen wir nicht, an. zu bekcnncn. daß die Arbeit Graus troh ihrer prinzipiell judeiiseindlichen Borausseßungen auch für die Juden in Deutschland von einen; gewissen Werte fein kann, um io mehr, als wir niemals verabsäumt hadei;. auch aus gegnerischen Schriften zu lernei;. Be: der) gegenn'ärNg unerläßlichen Ileberprüfung der Grimdiagen unseres Lebens in; dcutschci;. :>cäim;e -- des Für ui;d Wider der Emanzipation — vermag uns Graus Untersuchung jedcnsalls Tenkanregui;gcn zu bieten. Wir hätten uns noch wert mehr Rußen für die kritische Revision unserer Grundbegriffe von ihr versprochen, wenn sie das Prinzip der ..ganzheitlichen Betrachtung", das ihr Versassor in seinem Buch über die Regensburger Iildengemeinde für sich in Anspruch genominen hat. in dem Sinne angewendet hätte, daß auch die Beweggriinde und Ideen der Gegenseite — des jüdischen Lebcuskreises —. ins volle Licht der Geschichte gehoben-worden wären.. Es wäre wünschenswert, wenn die Perspektive der weiteren Forschiingen Graus — eine größere Arbeit über die Iudenfrage auf dem Wiener Korrgreß ist schon anaekündigt — eine Erweiterung in jener Richtung erfahren würde. Denn wer heute an das in der Tat tragische Kardinalproblem der Assimilation rührt, sollte bedenken. daß etwa ebenso wie Joses Nadler „Hölderlins Tragik Germanenschicksal, die leßte' eherne Folge ans dorn Willen des Deutschen zur Antike" nennt, die gegenwärtige Tragik unserer Assimilation Judenschicksal eine eherne Folge aus hundertjährigem Willen des.-Inden zum Deutsch- Wie lebt der französische „Israelit“ als Jude? Teräronzcisisclie Jude ist schwer beleidigt, wenn mair l'vtr ihm als von einem Juden spricht. Juil und israOlite. sind zwei Welten, die sich im Geiiihlc-lel'cn am besten nicht begegnen. Dem tragen nicht nur. die Israeliten selbst Rechnung, sondern auch eüentlich, amtlich und in-den Icitnngen wird ängstlich daran; Bedacht 'genvminen, die' richtige - Ävinentlatnr auzuwenden. Anr als die Maisakres in bonstaiitine unter der wohlwollenden Neu- . fralität der dortigen Amtsstellen in den Pariser Ieitnngen nach den ersten. Bersuchen der Bagatellisiernng in ihren richtigen Ansmaßen geschildert n'urden -- in.zwischen wgr aus ä das los juils ä bas los l-'r:me:Ü5geworden da handelte es sich nicht mehr um Israeliten, sondern um Inden. . Und damit war die .ülnft zwischen dein Inden in Paris^liid dem in den .Kolonien anigezeigt. Ter französische bzw. der Pariser Jude r* nur von dieiem. iiicht von den zahlreichen dort lebenden «Mraiuo'i-s irnicr ihnen soll, heute die Rede sein -— hat ein indisches Gemcinschastsleben mit Ansnahine kleiner orthodoxer .greise überhaupt iud)t anizuweiien. Für ihn gibt es nur zwei Tage im i)ebe». die ihn»nt jüdischen Tirigen in gewisse Beziehung bringen: Hochzeit und Tod. Da alles, was mit Gepränge zu geschehen hat. in Frankreich be- < sonders pfleglich behandelt ivird. haben diese beiden Tage auch im jüdischen Leben ihre vorgeschriebenen repräsentativen Ansdrnckstormen.^ Ein Gemeinde-- leben, ivie wir es hier haben, der Gedanke der .üehilla. der sich bei uns -'innner mehr intensibiert, das lcniicn sie drüben nicht. Seit der Trennung von Kirche nnd Staat ist jede Glanbensgemein-- scha't darauf angewiesen, ihren Gottesdienst, ihre \ kultischen nnd religiösen Einrichtimgen. das Schulwcrk nsiv. von sich ans zu organisieren und zu erhalten. Tie katholische Kirche hat das natürlich innnergültig geordnet und der geistliche Einfluß auf Schule nnd Schüler ,si in stetem Steigen. Fast der ganze Etat des jüdischen Ccmsistoir«», die Erhaltung bet großen Synagogen, die Bezahlung der Rabbiner. Kantoren ustv. liegen einem kleinen Kreis wohlhabender Juden ob. während die Masse hieran völlig uninteressiert ist. Vorbildlich benimmt sich hier die Familie Rothschild, insbesondere war es der jüngst verstorbener Senior Ed» mund von Rothschild, der mit stärkstem Interesse sich an allen jüdische,t Dingen und Fragen beteiligte. Tann gibt es noch einige andere reiche Ntänner. die zu den Hauptlasten beitragen, eine verhältnismäßig kleine Gemeinde, die sich freiwillig gebildet hat. während die Mehrzahl der Inden in gar keinem Verhältnis zn irgend welchen jüdisü)en Lrganisat'onen sieht und so natürlich dem Judentum verlocengehb Der einzige Tag. der ihn noch vielleicht in der Synagoge in der Rue de la Bictoire. in der Hauptsynagoge.- sieht, ist der Kol-Nidre-Abend. 'während am Roich-Haichana und Jom Kippur die auch sonst ftblidje Besuchsziffer nicht wesentlich übers6)ritten wird. . In den zahlreichen Hilssarganisativneil für Kranke. Arme. Kinder usw. sieht man immer wieder dieselben Familien im Borstand und den Komitees vertreten und die Arbeiten erledigen: Rothschild. Sylvaii; Lövi. Pierre Dreysuß. Henri Bodenheimer. Weil-Picard. Jacques Hclbrönncr. Guggenheimer. Lisbonne, Cahcn d'Aüvers. Baron Gunzbonrg n. a. m. Alich in den beiden Konsistorien: „nnion llo-, üriooiations ciilturelles israelites de France et' d‘Algerif?“ "»d „associaliou c-onstistoriale israelite <ie paiM“ sind außer den grands radbins . dieselben Namen und Personen zu finden, die die Geschäfte zn erledigen haben. Es 'ist. da es in Frankreich kein polizeiliches Meldeshftem wie bei uns gibt, natürlich.sehr schwer, an die Gesamtfett der jüdischen Kreise heranzukommen, um sie sür die Kehilla 'und. ihre Aufgaben zu geivinnen. Denn von sich ans wird selten einer dem inneren Drange folgen und seine Mitarbeit anbieten und seine Perbnndenheit mit der Gemeinschaft dlirch llebcrnahme von Lasten deklarieren. Es gibt auch unter Rabbinern keinen, der etwas anderes wäre als ein Prediger und Mitglied des cnnsisfoire, von Seelsorge ganz zu schweigen. Sie haben keinerlei Bindungen und seelisihe Verknüpfungen mit den Mitgliedern der Gemeinde, denen sie eben nur zwennal im,Leben, wie oben erwähnt, begegnen. Damit ist auch gleichzeitig das Wort gesprochen über ein Heranbringen der Jugend an dcrs Judentlim. Nur im orthodoxen Kcben bestehen solche Bemühungen, weil das strenggläubige Judentum in Separatgemeinden organisiert ist und die Gemeinschaft hier natürlich viel straffer organisiert und stärker zusammengchalten ist. j Die Sephardine. die ihr eigenes consistoirs „aasociation culturelle ' Sepharadite de Paris“ haben, führen ihr besonderes Eigenleben, über das ein anderes Mal gesprochen werden soll, eben? .so wie Polnische, litauische, russische Juden, die in die obige Schilderung, wie ausdrücklich betont sei. nicht Hineinpassen, und die ihr Kehilla- Leben mit in die Fremde genommen haben. Bei dieser völligen Uninteressiertheit ist e8 kein Wunder, wenn auch 8er Zionismus in s r a n z ö s i s ck;. jüdischen Kreisen bisher nicht hat Fuß sasien können trotz der großen Anstrengungen, die sich angesehene naturalisierte Juden und begeisterte Zionisten gegeben haben und geben. . Aber auch in Frankreich, dem klassischen Lande der Assimilation, arbeitet die Zeit für. den jüdi« säv?n Gedanken in weitester Bedeutung. Auch der israelite wird eines Tages als Jude aufwachen. — etz — Aiislandsiiacluriehteift In Algier narb, Mjährig. der Schöpfer der jildischen Kriegswaisensüriorgc. Lberst. Mayer. Kommandeur der Ehrenlegion, der allgemein als die prominenteste'jüdische Persönlichkeit Algeriens galt. Tbcrü. Mayer hat im Kriege drei Söhne verloren, die beiden anderen wurden in Anerkennung tapferen Verhaltens zu Rittern der Elircnlegion ernannt. England In Aiuvesenbcit hervorragender Persönlichkeiten. des englischen ösfentl-ichen Lebens fand in Birmingyan; eine Versammlung statt, in der beictilosseu wurde, einen Fonds zur Schäftung zeitrveiliger "Forschungsslipendien an - der dortigen llni'versität tür Gelehrte zu bilden, die aus .Gründen der Raste, der Religion oder der Politik ihren früheren Wirkungskreis verloren haben. Ter Vizekanzler der Universität. Sir Eharlcs Robertson, wies darauf hin, daß sich die Lage infolge der jltugsten getetzgeberischen Akte gegcnlibex dem Frühjahr 1933 verschlechtert hat. Die Versammlung trat dafür ein. daß eine Reichsstiftung ..zum Schutz von Wisienschaft , und Forsd)ung" errichtet werde und verpflichtete sicli. 45 000 Pfund zu diesem Zweck beizutragen.. Griechenland —--- Um 66 £is tum laheesekde kostet dle,C»V.-Zeitung. 'Sie ist die billigste jüdische Zeitung. Jede Nummer umfasst im- Durchschnitt 20 grosse ZeitungsseUan. sei 4i* Uleetec für die C.-V:-Zeitung. Werben Sie für uns-bei Ihren Freunden.' Senden Sie den Bestellzettel an C. - V.-Zeitung, Vortriob, Berlin W 15, Emsar Stras** 42 1 2 Oliva 8f4l Senden Sie mir sogleich die C.-V.-Zeltung. 66 Pf. als Bezugs- und-Zustellgebühr zahle ich für 2 Monate an den Briefträger bei Vorlage der Postquittung. Ort. Datum.:.. Aimchnelden und ir.if 3 Pffrankiert senden an: C.*V.-ZeI,ung. Vertrieb, 3er!in W15, Emser Strasse 42. An der am 3. November durchgeführten Volksabstimmurtg über die Regierungsform in Griechenland. die einen selbst von den moimrchistischcn Führern in diesem Umfange nicht erwarteten Sieg der Anhänger des Königtums brachte, hat auch die jüdische Bevölkerung Griechenlands, für die diese Abstiinmung außer von allgemein-vater- ' ländischen auch von jüdisdien Gesichtspunkten vonbesonderer Bedciltung war, unassenhaft und mit stärkstem Interesse teilgendmlneli. In der einzigen. noch hestehenden jüdischen Tageszeitung. „Action-Prensa". wtlrde an die jüdisckie Wähleridwft die Parole ..Für den König" unter Hinweis auf die'wohlwollende Behandlung ausgegeben. die die Juden Griechenlands zur Zeit der Monarchie erfahren haben. In einem großen Leitartikel wurde die Lage -der jüdischen Bevölkerung unter der Herrschtift der Könige Georg I.. Konstantin , und Georg II. eingehend geschildert. Zum Schlüsse hieß es fit dem Aufsatz: Die Juden müssen -für den König stimmen, denn dies, ist ein Gebot. de.S Interesses der griechischen. Jiidcnheit. Die Stimmung zugunsten der Monarchie in den Kreisen der jüdischen Bevölkerung wurde noch dadurch verstärkt, daß die' neue Regierung deS Regenten General Kondylis durch einen gesetzgebe- .riidieii Alt der antisemitischen Propaganda ent» gegcngetretcn iit. die insbesondere von gewissen Gruppen deL venizelistisch-republikanischen Lagers getragen wird. Der.. Wirtsd)at'tsministcr der Regierung yondylis, Darvcris. hat eine Abordnung '.der Pidischen Gemeinde Saloniki unter"Führung des Lberrabbiners Tr. Zwi Koretz-empfangen. Ter . Minister nahm die Vertretung der Iudenfchaft von Saloniki mit besonderer Herzlichkeit auf arnd erklärte, er uirü seine Kollegen inr Kabinett seien stets eruschaft darauf bedacht, jüdische Probleme entsprechend den Wütlschen der jüdischcu Bevölkerung zu lösen. - Holland Im Alter von 00 Jahren ist im Haag der ehemalige Direktorstellvertrctcr für ösientliche Arbeiten in Holländisch-Lstilldieu I. 'P o l l a k gestorben. Ter Verstorbene, ein Bruder des Rid)ters-äm vbersteu niedcrläudischeu Gcrictitshoi Tr. M.'Pullak. hat sich auf dein Gebiet der sozialen Wvhlsahrtsarheit in Indien besonders hervorgetan und ist airch durch seine wisienschaftlichen Arbeiten, insbesondere auf dem Gebiet de§ Agrarrechts, bekanutgeworden. I. Pollak war Ritter des Lrdens vom holländischeu Löiven uuL Lffizier des Lrdens Lranien-Nasiau. Die beiden ersten Feldrabbiner. Äldo. Souniiit und Amedeo Terracinä. sind zur abessimscheu . Front abgefahren. Es ist beabsichtigt, cinca dritten Feldrabbiner »ad) Erythräa zu cutscndcu. und zwar den Rabbiner E. Eatarivas. der sich seinerzeit freiwillig zum Heeresdienst gemeldet hat. — Im Alter von 40 Jahren ist der Sekretär der faschistischen Arbeiter-Syndikate der Industriestadt Terni bei Rom. Hauptmaiin Ldoardo Eagli. . gestorben. Hauptmänn Eagli. der einer angesehenen jüdischen Familie in Livorno entstammte. hat in der faschistischen Bewegung seit ihren Anfängen eine bedeutende Rolle gespielt. Polen Anläßlich der Semestereröfsnung veranstalteten nationaldemokratische Studenten nad) einem Festgottesdienst in der St.-AnNa-Kirche in Warschau eine antisemitische Stratzenkundgebuug. Ter Zug wurde vor dem Univcrsitätsgebäude von der Polizei aufgelöst. Von den Stildenten verteilte Flugblätter wurden besdilagnahmt. In K o lo ist es im Anschluß an ein Wettspiel zivisd;cn-dem jüdischen Sportklub Makkabi und dem Klub Llynipia zu antisemitisdien Ausschreitungen geloinmcu. Bei der Rückkehr vom Sportfest würden bis Makkabimännschaft und Anhänger, die sie begleite, ten. pon einer äOOköpfigen. mit Stöcken und anderen Gegenständen-bewasfnetcu Menge, angegriffen. Mehrere Juden wurden verletzt, zwei von ihnen schwer. Mehrere Personen, die an br.it Ueberfall teil genommen hatten, wurden porhastet. In dem vor kurzem sertiggestelltcu großen Gebäude der?)oung Men's Ehristian Association . (AMEA) in-Lodz wurde der fünfte Kongreß der Kinderärzte Polens und der sechste Kongreß sür Mikrobiologie eröffnet. An den beiden Tagungen nehmen über 500 Aerzte, unter ihnen einige hundert Juden, teil. Die jüdischen Kongreßwilnehmer haben gegen den vor einiger Zeit bekanntgegebenen Beschluß der Verwaltung des PMEA- Hauses, die Ernrichtungen der Anstalt ausschließ, sich Ariern zugänglich zu machen, dadurch protestiert, daß sie der wierlicheu Eröfsnungssitzung demonstrativ fcrngeblieben sind. Tie würdige Kundgebung der jüdischen Aerzteschaft hat bei den übrigen Kongreßteilnehmern und den Vertretern der Behörden starken Eindruck gemacht. . Rumänien . Innenminister John Jnculeti hat eine Vrvordnung an die Polizeipräsekten erlassen, in der im Hinblick/ auf -Ausschreitungen antisemitilcher . Dcmonstrailtcu in letzter Zeit verlangt wird, daß alle Maßnahmen getroffen werden, um die.Aufrechterhaltüng der ösieutlidieir Lrdnung und - gesetzmäßige - Zustände zu sichern. Die Polizei, behörden werden ermächtigt, die schärfsten Mittel gegen Personen anzuwenden, die , Ruhe und Lrdnuna stören. Tie Verordnüng verbietet das öffentliche Tragen yon Uniformen privater . militäriidjer Lrganisationen und ihre Abzeichen. Insbesondere werden die Behörden aufgesordert^ schärfstes Augenmerk denjenigen Elementen zuzu- .wenden, die gegen andere Teile der Bevölkerung aus Gründen der. Rasic oder Religion ausreizen. In der Tebatte auf der dieser Tage in Wien abgehaltenen Landeskonferenz des Keren Kajemet in Lesterreich wurde die bemerkenswerte Anregwig gegeben, in Palästina aus Nätionalfondsboden eine Siedlung zu Ehren der ich Weltkrieg für Deutschland gefallenen 12 OOO Juden zu errichten und da s - Vorrecht der Ansiedlung in dieser Kolonie dc-.r Angehörigen der Gefallenen vorzubehalten. Vetten-Schaerer Hauptgeschäft: Zweiggeschäft Weis*« Federn von M. 1.— an, Daunen, fertige Betten, Bett-Inlette, Bettwäsche, Steppdecken Stadtbahnhol Börse Wilmirsdorlir Sir. B3 Kunstseiden« Daunendecken aa. 35«m,45.50/ Metaiibettsttiien, Polster-Matratzen