Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 14 (1935)
- Issue
- 44 (31.10.1935)
- Date
- 1935-10-31
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2277379-2278097-2278128--09722-2292746- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Maimonides 9× ep/1002614
- Aristotle 1× ep/1025875
- Buenos Aires 1× ep/1047860
- Georg Landauer 1× ep/1013830
- Joseph ben Judah ibn Aknin 1× ep/1005457
- Leon Kobrin 1× ep/1027873
- Mani Leib 1× ep/1011092
- Mark Wischnitzer 1× ep/1014988
- Niger 1× ep/1824046
- Peretz Hirschbein 1× ep/1011112
- Selig Schachnowitz 1× ep/1035538
- Shmuel Niger 1× ep/1011106
- Sholem Asch 1× ep/1000021
OCR text
l^sn Pis 1 <ci. -«njrtu borf Taflest.;,-brffc' t>t btcfrn; IciMLifdj’Ktl flaitj. neu .floicljjeh hat. -Wenn-' auch, iratc-rc iNcncrütipnon nidjt mehr Len Weg jenes idealistischen Zeiigeistes bc-schritten haben, sv /nag cs Lach auch dem heutigen Geschlecht wertvoll erscheinen. sich .niiHifii-fcitb zu vergegenwärtigen. nui-3 damals die Wacht des Gedankens vermochte. 'Aste wan sich auch im cinzeliien zu Schnabels Aul-' 'annng stellen mag. so muß man doch die methodische Bedeutung einer derart eindringlichen und umfassenden Geschichtsbetrachtung anerkennen.-Sieerscheint geeignet, auch bei der- Behandlung, an* derer'—,rcästsicht sw i sie h stha-ft k i chor. P r o b le m e dem Foricher den Weg zu weisen. .V." ■■: . DrJphil. Erich Wittenberg Palästina in Bildern Tic IüdischeB u ch v er e in i g u n g. Sex* Itn. hat iri der Reihe ihrer Pflichtbücher ein Palästina-Bilderbuch herausgebracht. . „188 Bilder nebst einer Ucbersichtskarte und . einer .viersprachigen Dildbeschrciburig. Eingeleitet-und herausgegeben von Georg Landauer'. Die. Ginleitung gibt eine kurze historisch-geographische liebersicht über das Land und das.Volk, die im Schlußabsatz allerdings dem neutralen Charakter der JBB nicht entspricht. Dann folgen die 188 Bilder. Palästina ist sehr schwer-zu phvtographieren. Die Aufnahmen leiden häufig unter dem allzu starken Licht, das dort herrscht, und man findet trotz der vielen reizvollen Motive nur selten wirklich gute Bilder. Diese 188 Aufnahmen sind im Stofflichen und als Photographien besonders hübsch und gut gewählt. Sie zeigen das arabische und das jüdische Palästina, das Mittelalter und die Neuzeit. die auf diesem engen Raum dicht bcicinandcrtüohnen. Leider wird die technische Bearbeitung der Güte der ursprünglichen Photographien und der Buntheit des Stoffes nicht gerecht. Es hätte sich wohl gelohnt, dieses gute Bildmaterial beispielsweise in Kupfertiefdruck wiedcrzugeben. Wir wissen, daß die Kostenfrage hierbei eine Nolle spielt. Aber man hätte dann eben statt 188 Bildern nur 100 oder 120 Bilder bringen sollen. Es wäre der Vielfalt nichts genommen worden, denn es kommen häufig ähnliche Motive zwei- bis dreimal vor. Trotz dieses Mangels gibt aber der Bilderteil dem Palästina-Freunde eine Fülle starker Eindrücke. Für eine Neuauflage des Buches empfehlen wir. die ' Palästina-Karte doppelt so groß zu machen, indem man nicht den halben, sondern den ganzen Umschlagbogen dafür verwendet!! Auch mehrere Druckfehler in den Dildcrerklärungen werden dann hoffentlich verschwinden. V Die Z. V. f. D. hat im Verlag der ..Iüdi» scheu R u n d s ch a u". Berlin, einen Palästina- Kalender für das Jahr 5696 herausgegeben, der sich, wie es in der Einleitung heißt, die Ausgabe gestellt hat, das Bild des werdenden Palästina an den Alltagsjuden heranzntragen. Auch hier eine ausgezeichnete Auswahl von Bildern, die auch technisch erfreulich gut hergestellt sind. .Jedes Wochenblatt ist mit einem anderen Bild und einem anderen Motto versehen, die in alle Sparten de8 Lebens, in Palästina. Stadt und Land, Arbeit und Vergnügen. Sport und Kunst, moderne und alte Kultur und auch i» die Kontraste des Landes einführen. Die Redaktion besorgte Joachim Prinz. Dr. M. E. Maimonides - Literatur Schon sind einige Mönche seit dem Mäimo- indes-Jubiläum vergangen. Die Feiern und Festlichkeiten.sind vorüber. Es schien manchmal . io. als ob Maimonides den heutigen Inden wirklich eine lebendige Gestalt sei. aber nun — da die SÜlle der Besinnung wieder iiber uns gekommen ist — müssen wir gestehen, daß wir im allgemeinen doch recht ' wenig von diesem großen Manne wrsien. und daß er uns sehr'fern, steht. Ta liegt mm — erst nach dein größten Trubel, erschiene»—-ein handliches kleines-Buch vor uns:. ..Maimonides. Eine Blvgraphie" lautet der anspruchslose Titel diescs/Erstlingswerksvon Abra- - Harn Heschel (Erich Reiß Berlag. Berlin. 1935V- Schon auf. dem ersten Seiten ist man von dem Buche gefangen,. Das ist nicht nur eine schlichte- Biographie, es ästein tiesschiirsendes Werk der - llllisii'iischaft und doch.ein allgemein verständliches. : jeden interessierendes Buch. Zu. Beginn steht die/ arabische Umgebung, in der Maimonides wirkt, in ihrer vollen Farbenpracht vor uns; aus dieser Uniivclt heraus erhebt sich dann das Bild des jüdischen Denkers, des Arztes und Philosophen/ des einsachen Inden, der sein Leben in den Dienst, einer Sache gestellt hat.- Jin Zusammenhang mit den einzelnen Begegnungen seines Lebens werden die Probleine, die Maimonides behandelt hat, besprochen: so rücken sie aus einem systematischen Kompendium der Philosophie in das reale Leben eines Menschen und werden greifbarer. Diese' Greifbarkeit, die durch das ganze Büch geht, tut der ernsten Wifscnfchaftlichkcit aber keinen Ab^ - bruch. überall sind Heschels Urteile fundiert, und sie bringen oft Neues. Man glaubte zuweilen, daß die alten jüdischen Lehrer weltabgewandte Menschen gewesen wären, die nur ihrem Studium und ihrem Lernen lebten: dieser Meinung wird hier. die Gestalt des Maimonides entgegengestellt. eines Mannes, der an den Kämpfen seiner Zeit stärksten Anteil nahm, und offenen Auges die Well be«. trachtete. Er „ist alles andere als ein Einsiedler und Stubenhocker. Er schreibt und redigiert sein großes Buch und studiert die Zustände und Branche, die Besonderheiten der Sprache und der- BorsteUnngswelt der ägyptischen Inden, aber auch die Flora der ägyptischen Landschaft.' (S. 73/74.1 In die brennendsten Fragen der Zelt griff er ein: der Streit -um den Messias war lebendig, mcfsianifche Sehnstlcht erfüllte das Volk. In Beinen tritt ein falscher Messias aus. und die Inden irren ihm nach. Tie Nnse der Peminiten kommen zu Maimonides nach Aegypten, und in seinem bekannten Sendbries gibt er ihnen Ant- Wort. — In dem Abschnitt über die Prophetie hat Heschel neue Gedanken gebracht; interessant ist hier auch die Verbindung einer gcheimnisvollen Familienüberliefcrung mit Worten von Aristoteles: .Maimonides glaubt „zu wissen, wann die seit Jahrhunderten verlorene prophetische Erleuchtung wieder möglich sein wird', ja er glaubt, vielleicht selbst einmal diese Stufe..erreichen zu . können. — So wächst die Gestalt des Maimonides aus ihrer Zeit über sie hinaus. Maimonides übte „ein Hoheitsrecht über das gesamte Schrifttum. ja über die Geistesgeschichte vieler Jahrhunderte' aus. Bon weit her kommen seine Anhänger; sein Schüler Joseph ibn Aknin aus Marokko regt ihn durch Fragen ^zü neuen Arbeiten an. Samuel ichn Tibbon, der berühmte Uebersetzer. überträgt noch zu Lebzeiten des Meisters seine Werke ins Hebräische, in Frankreich verehrt und liest man ihn. Zur gleichen Zeit aber trägt Maimonides die.drückenden Lasten eines hohen Würdenträgers. - Leibarztes des Sultans. Vorstehers der' Judenschaft und eines Schriftstellers und Philosophen neben allen Geschäften des Tages. „Die Liebe zuni Denken ist das Grundmotiv seines Lebens.' (S. 275.) Diese Liebe zeigt Heschel in dein ganzen Büche und verbindet damit das Konkrete, das reale Leben der Judenheit und des Maimonides. So füllt fein Buch eine große Lücke in der jüdischen Wissenschaft und auch im jüdischen Leben. Tie Wissenschaft-kann Heschels Buch als'ein wichtiges Werk in ihren -Kreis aufnehmen, und dein, der ein lebendiges Interesse an lüdischen Gestalten hat. ist hier ein guter Führer gegeben. Ans der Vergangenheit rückt einer/ unserer größten Männer in die unmittelbare Gegenwart und spricht uns lebendig an. . „Loben tu' ich ohne Bedenken, denn warum soll ich verschweigen, wenn mir etwas zusagt?' heißt es /in den „Wanderjahren". Und. dieses Buch sagt mir vollkommen zu — schließlich nicht zum mindesten durch seine sehr tauberen und . -eraktcir. Quellenangaben, die. alle Behauptungen . bdlcgen sind so Zeinen Fehler vermeiden, der einst Maimonides selbst vorgeworfen. wurde.' Unter den in diesem Jahr erschienenen Maipivnides-Büchern-findet sich auch ein kleines Schratt-.- . chen von Schachnowitz. Mabbt- Mosche den Maimnn. Ein L'benswerk für Gott. Israel und Thora. Frankfurt a. M.. Joel Sänger 1935. Nach einer Biographie des Maimonides. hie das religiöse Moment, in den Vordergrund stellt, wird versucht, eine- Beziehung zwischen' Maimonides und den einzelnen Fragen des heutigen jüdischen Lebcris herzustellen. — Ob bei einer solchvi Darstellung Maimonides wirklich lebendig wirkt, müssen wir dahingestellt sein lassen! Wir kennen die Weise und auch den Text von Schachnowitzens Schriften, und wir glauben, daß auch der gesetzestreuen Jugend dieses ..Lebenswerk für Gott. Israel und Thora" anders nähergebracht werden könnte. Fritz Aronstein. „Gestern und Heute“ Drei neue Bändchen Die von der Brandusscheu Verlags-? buchhandlung herausgegebene Serie bringt nach den „Schönsten Legenden aus dem Talmud" und „Rabbi Lach, ein Kulturdokument in Anekbesten' drei weitere der schnell beliebt gewordenen roten Leinenbändchen, die ihrem programmatischen Gesamttitel gemäß das Heute durch das Gestern erhellen, um ins Morgen zu führen. All diese Bändchen wollen die Bedeutung des Ewigen im Judentum für unsere begrenzten Tage deutlich werden lasten, und es ist nur von Vorteil, wenn sie zur Erfüllung dieser Aufgabe eine leichte, an- -mutige Form sowohl für ihren Inhalt, wie für ihr äußeres Gewand suchen und finden. . Micha Michalowitz schreibt ein Büchlein „D e r g e deckte Tis ch'. Wenn auch dieser Titel der gleiche ist wie der „Schulchan Arnch", so wird doch hier kein strenger Kodex gegeben, sondern nur eine lockere, lockende Plauderei über jüdisches Essen und Trinken. Michalowitz geht in seinem Essay von dem Klassiker der Eßkunst Brillat-Savarin aus. und der Jude von heute schreibt auch im Geist des Franzosen von einst, also geistreich, heiter und graziös. Aber wie manche Schüssel guter Speise birgt auch hier die leckere Form einen gewichtigen, sehr substantiellen Inhalt. Mit viel Wissen in jüdischen Dingen wie in der allgemeinen literarischen und historischen Welt zeigt Michalowitz. daß Esten und. Trinken im Judentum, von den biblischen Zeiten durch die Jahrhunderte der Zerstreuung bis zur Gegenwart. immer aufs innigste mit dem religiösere Kult verbunden war. , Manfred Georg gibt „Herzlsriefe" heraus; es sind nur Briefe aus der Früh- und Kampfzeit Herzls. aus der Epoche, als er die Judenfrage brennend zu empfinden und zugleich eine Lösung zu finden begann. Die teilweise wenig bekannten Briete werden durch einen historisch, und psychologisch klärenden Text verbunden, so Mß.'erschütternd deutlich wird, wie nach langer . Vorbereitung der Durchbruch der Idee Herzls mit dramatischer Wucht erfolgte, um dann, trotz der zähen Eiiergie des nicht zu Entmutigenden, bei allen Finanz- und Staatsmännern, denen er . sich offenbarte, auf Widerstand zu stoßen. Manfred Georg wendet eine gute'Methode an. Geschichte zu geben, indem er die Geschichte anschaulich erzählt und illustriert. ‘ Eine neuartige Methode der Belehrung findet auch Joachim Prinz in dem Bändchen ,D e r Fr ei tag-Abend'. Die Gebete des Freitag- Abend werde,r in der zeitlichen Folge des Ritus - in gut gedrucktem, punktiertem, hebräischem Text auf der rechtest Seite des Buches mitgeteilt, wäy- - rend auf der linken Seite rn deutscher Sprache nicht die Uebersetzung steht, sondern eine Deutung des Textes, nach historischer^ Entstehung, . nach Sinn sind Bedeutung. Prinz fügt zu.diesen in Ernst und Freudigkeit, um Frieden und Freiheit bittenden Gebeten auch die Schilderung der Freitag-Abend-Bräuche hinzu. — ns Alfred LoeW: „Blinde grosse Männer“. Kommissionsverlag Rascher u. Co. A.-G. Zürich. Preis 1 RM. Alfred Loewy war ordentlicher Professor für Mathematik an der Universität. Freiburg. Sein Name war in der ganzen Fachwelt von gtitem Klang, und in- und ausländische Zeitschriften schätzten sich glücklich, Beiträge von seiner Feder zu erhalten. Er war aber auch strenggläubiger Jude, dem Zeit seines Lebens das Studium unserer heiligest Schriften eine freudig und gern geübte Pflicht war. Bei allen, die ihn.persönlich kannten, ist der ganzen badischen Judenheit. der er durch seine jahrzehntelange Tätigkeit im Lberrat bekannt war, gxnoß er, mehr noch als wegen seines Wissens. wegen der Lauterkeit seiner Gesinnung das höchste Ansehen. Wegen seines strengen Festhaltens am überlieferten Judentum blieben ihm allerdings während seiner wissenschaftlichen Laufbahn manchem Enttäuschungen nicht Als er vor einigen Jahren erblindete, ergab er sich nicht der Verzweiflung, er arbeitete weiter wie vorher, er hielt seine Vorlesungen, bis er 1933 in den Ruhestand versetzt wurde. Auch, das Scheiden von dem liebgewordenen Lehramt drückte ihn nicht nieder. Er forschte in seinem Fachgebiet, er studierte weiter in unseren religiösen Schriften, und in den Arbeitsgemeinschaften des neugegründeten Freiburger Lehrhanses war er ein eifriger Mitarbeiter. Zum Ansporn für sich selbst, zum Beispiel und Trost für seine Leidensgefährten sammelte er auch Biographien von blinden Männern, die es in einer Weise, die uns fast unglaublich scheint, fertiggebracht hatten, ihrem Leiden zum Trotz, noch wissenschaftlich Hervorragendes zu leisten. Das Resultat dieser Arbeit ist das.vorliegende . Buch, das der Bvrsasser kurze Zeit vor seinem plötzlichen Hinscheiden abgeschlossen hat.. Es enthält die Biographien von 11 Männern, die. teils blind geboren, teils spater erblindet. aus'den verschiedensten Gebieten der Geistes- und Naturwissenschaften Großes geleistet haben. Eigentlich müßte als 12. die Lebensbeschreibung des Autors selbst in dem Buche stehen, die er aber in seiner .Bescheidenheit nur im. Vorwort angedeutet hat. Für den aber, der nicht nur oberflächlich, sondern mit dem Herzen liest, leuchtet ans dem ganzen Buche das vcrehrungswürdige Bild diescs blinden großen Mannes hervor. Dr. A. F. aber die tatkräftige Unterstützung des. Professors des Bibelslndiums und der. orientalischen Sprachen an der Prager thcologisäien Fakultät, Dr. Johann Maran und erlangte schließlich die von ihm erstrebte Dozentur. 'Damit schließt Kisciis Untersuchung, ohne das wistenschastliche Lebenswerk der jüdischen Proscstorcn und Dozeiiten. die aix der Prager Hochschule wirkten und wirken, weiter zu Verfölgen. Daß er sich aiich dieser vielseitigen Ausgabe unterziehen möge, ist sicher der.Wunsch alter, die an der Gcsctiichle der Hvchschiilbildung unter den Juden reges^Jnteresie nehmen. E. H. Literarische Notizen Eine kleine, keineswegs vvllsiäudige Litte von Neuerscheinungen in jiddiiclier Sprache mag ein, ungefähres Bild vom -.Reichtum jüdisch - literarischer Tätigkeit in den vers/Iiirdensten -Ländern vermilflm Dieser Reichtum isl um io benninderniigswürdiger, als die Lage der jndii'clien Autoren über-- nl-l latatt-rophn! ist, .Kaninein Buch kani!..auch.' nur so viel einbringen, wie <eiii Bersaiser brauchte, uw in der Zeit seiner Arbeit daran nicht zu verhungern. . Wenn inan bedenkt, -welctie.Krise, z.- B. der polnische Biicberinartl diirclnnaetil - — >o daß leibst die beiten und internaironal anerkannten volniichen Autoren,/ etwa Kadeii-Bandroioski und / Goetel. ivil Jahren Pein Buch'mehr schreiben, sondern nur nvih-tür Presse, Radio und gelegentlich siir den Film arbeiten tonnen —. dann mag man Inh erst ein Bild von der Lage 'aus dem näturgeinaß viet tteinercn und von der allgemeinen Kriie d'eno schwerer l'etrvt'ouen jüdischen Büchermarkt .'machen. Aber selbst in USA können viele Schrislsleller jiddisch geschriebene Bücher liur danii. lnienr im Selbstverlagl herausgeben. wenn, sie einige hundert Siibikriberiten persönlich gesammelt Iiaben. So iaiiren viele Autoren wie einst vor' 'achtzig oder Inindert Jahren als ihre eigcnen Berleger, Bnäilnindler. ja Han'iere.r durchs LKsid und '. suchen iicii inii Muhili-cd Rot Käufer und '.renn nach einem Jahre tausend Eremplaie an den Mann-gebracht, sind, so wird das selbst in der Presse als gewaltiger Erfolg vermerkt . Joseph O p a t o sch u . von dem eiiiige Romane auch ins Deutsche übertragen wurden, hat 4lnfang des Jahres 'eine bezaubernde Novelle erscheinen lasten, die im Teiitschland des sünszchnten Iahrhunderts spielt. Sie heißt .'.Ein Tag in Regens-, bürg" und schildert die Hochzeit der Tochter eines reichen Regensburger/Kaufherrn' kurz vor der Vertreibung der Inden. Dieses vielleicht reifste und beste Werk des Autors, der nach.Schalom Asch der gelesenste jiddische Schriftsteller der Gegenwart sein durste, ist -im Selbstverlag erschienen. (Bon 2l>chs Roman - „Ter Trost des Volkes', dessen deutsche Ausgabe in hiniderttausend - Bänden verbreitet ist. erscheint jetzt das jiddische Original im zweiten Taniend.1 Zum Jubiläitm von Opatoschus 'stöiähriger literarischer Tätigkeit gibt der „Jüdische Literatur- und Jonrnalisten-Klnb' in Palästina eine Festichrift „Weiter" heraus. . - In Berlin hat A. N. Stenzel drei neue Gediciitbüche-r publiziert, von denen „Aus der Ferne" Gedichte zum Gedeilken des verstorbenen Vaters des Dichters. „Im Zeichen des Widders" eine-neuartige' imriidic Darstellung biblischer Ge° ii.alten- und ErctgiiisiCi und- „An der Ecke" lyrische . -Impressionen aus der Gegenwart bringt. In K o w iio ist zum Btaimonides-Jubiläum eine Monographie „Der Rambam" von Hirsch 'Me la uie d erschienen, in Ncw-Pork u. a. ein Maimonides-Roman von Saul Saphir. In Havanna in Kuba erschien im Berlag Havaimaer Leben „Aus Kubaner Erde". Bilder. Skizzen und Erzählungen von A. I. Tubel- „Bon allem zu etwas". Skizzen und Erzählungen von R'ehcmia Zucker, erschien im Berlag Der Eundas in, Buenos Aires. Bon den „Episoden meines Lebens" des berühmten jiddischen Dichters Abraham Südamerika". gegeben, liegen in zweiter Auflage vor. — D. L. Mekler hat eine größere Arbeit „Mensch und Maschine in Sowjetrußland'. I. I. Trunk einen Essay „Indische Kulturfragen und Sozialismus" in Warschau publiziert. Im Rigaer I u n g b n ch - Verlag erschien „Menschen und Staub. Novellen um Einsame" von Mark R a s u m n y. . Jizchak Reis mann. San Paolo, bringt im Berlag „Buch und Presse" eine „Geschichte dex Juden in Brasilien von der Entdeckung bis znm Ende der holländischen Herrschaft" heraus. In Dear in Südafrika erschien eine Sammlung, der lyrischen und epischen Gedichte von Morris Hoffman». Ch. N. Bialiks sämtliche poetischen Werke mit der Autobiographie nnd einer Einleitung des Literarhistorikers Niger.stnd.von I. I. S ch w a r z u. a. ins Jiddische übersetzt, in Michigan (Ohio) in zwei Bänden erschienen. Als Herausgeber zeichnet der Jüdischnationale Ärbeiterverband. — Zur Feier des 70. Geburtstages von Dr. Chazim S ch i^k o w s k i, dem bekannten Vorkämpfer jiddischer Kultur, hat . ein Komitee den ersten Band der Memoiren des Jubilars publiziert.— „Unsere Thora und unsere, schönsten Agadot". vier Bände von Piuchas R u d o i. Hebrew Publishing Co., New-Dork, enthält eine gemeinverständliche Pentatcuch-Enzyklovädie aus Bibel, Talmud und Kommentaren. ..Jüdische Dichter in Kanada" heißt - eine Anthologie, die H. M. K e i s e r m a n n - V i t a l im Verlags „Nuancen". Montreal, verösfent- -licht hat. Sie enthält Beiträge aller jiddischen Autoren Kanadas von Rang und Namen. .In San Diego in C h i l e erscheint jetzt . eine ..Monatsschrift für Literatur. Kunst.- Kritik, kulturelle und gesellschaftliche Angelegenheiten" unter dem Titel „Südamerika. Zentrale Tribüne ,st'der dritte Teil bei Kletzkin in Wilna berausgekonnnen. Zwei weitere Bände von Reifens Memoiren. ..In. Amerika" und ,.Jm Krieg" stnd im Druck. Perez . H r r ' ch b c i n s Erinnerungeu ..Meine Kinderjahre', von - den ..Lstcrarii'cheu Blättern" in Warschau heraus-- „Kindersahre jüdischer Schriststeller" heißt eiis Sammellverk. das der Verlag Matanot in N.ew-Pork vorbereitet. Es' wird Autobtoarapbien der Kindheit von Bialik. Liei'iin. Schalem Alejchem. David Binski. Perez Hirschbein. Abraham Reifen. Leon Kobrin. Mani Leib. Joseph Lpatoschu und Samuel Niger enthalten. Dr. Abraham Gißen hat Thomas Moores Gcdichte ins Jiddische übersetzt, Das demnächst n. N e >v - B o r k erscheinende Buch ist das erste aus einer fremden Sprache übertragene, das dieses Jahr herauskommt. L. H'. Im Erich-Reih;Berlag. Berlin, wird in der Serie „Judentum in Geschichte und Gegenwart" ein Buch von Dr. Mark Wischnitzer: „Tie Inden in der Welt" erscheinen. Pas die geschichtliche Entwicklung und gegenwärtige Situation des Judentums in allen Ländern behandelt. Äon M a x i m e I o s ö C a h n erscheint eine Sammlung von Estays. die in Spanien viel Beachtung fanden, unter dem Titel „Sepharat". Der hebräische Dichter Jakob Fischmarrn wird 'mit seinen Erzählungen für die Jugend von zehn bis zwölf Jahren „Am Meer" zum erstennral denc jüditchen .. Publikum in Deutschland geboten werden Ein neuer Verlag in Palästina. In Tel-Aviv wurde Im Anschluß an die Jmportbnchhandlung Biblion der neue -Verlag Hamatarah (Das Ziel' gegründet, der als Programm die Veröffentlichung zionistischer und jüdischer Bücher in europäischen Sprachen hat. Die Alleinauslieterung übernahm Biblion. Tel-Aviv. P." L. B. 713. Als erstes Berlagswcrk ist soeben das neue Buch Hugo Herrmanns ./Palästina heute — Licht und' Schatten' - erschienen. Die in Paris erscheinende Monatsschrift ..Der Ausweg", hat den ersten Jahrgang ihres Erscheinens beendet. Die sauber auSgestatteten. in deutscher Sprache geschriebenen Hcste. enthalten /eine Fülle von Material über die Fragen der Bernfsumschichtnng. Wanderung und Siedlung, die nach dem Programm der Zeitschrift in „fachkundiger. von jeder Parteipolirik freier, aber von der Bedeutung der kolonisatvrischen Idee überzeilgter" Weise erörtert werhcn. Inmitten dieses iveiteü Umkreises von Interessengebieten nimmr die. jüdische ■ Frage einen wichtigen -Platz ein. -Auch ihre Behandlung erfolgt jenseits aller Parteivolitik. Sachkundige Palästinaaufiätze stehen neben 'olchen über Biro-Bidjan und die koloniiatorischen Aussichten in Südamerika. Jeder an Ansivanderungsfragen interessierte Leier wird der Jeitichrttt zahlreiche Informationen entnehmen können. —nn-