Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 14 (1935)
- Issue
- 44 (31.10.1935)
- Date
- 1935-10-31
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2277379-2278097-2278128--09715-2292739- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr.44 > -2* Beiblatt- 31. Oktober 1935 Das Jüdische Wissenschaftliche Institut in Wilna Vor wenigen Wochen fand .in Wilna die Zehnjahrfeier und der Weltkongreß des Indischen Wissenschaftlichen Instüuts statt, über dessen Programm hier bereits berichtet wurde. Tie Feier. der auch bedeutende Gäste wie Mark Ehagall und Professor Dudnow beiwohnten, war ein Akt voller Würde und Bedeutung, die Arbeit des -Kongresses voller sachlicher Förderung. Bon - der Arbeit des- Instituts, dem auch wir nur von Herzen das Beste.wunschcn können, von scmem Ausbau und-seinen Kämpfen.mag der folgende Artikel'eui einführendes Bild geben.. . : ■ In der -Kölner -..Pressa". -der. internationalen Presseausstellung vor sieben Jahren.. siel mir die . jiddische 2lLteilung aus. die Mit-Statistik, uiid allen sonstigen modernen Hilfsmitteln ein ausgezeich-. netes Bild der. jiddischen - Weltpresse 'vermittelte. ' Es gab damals/und ungefähr ist^es auch heuterwch so, 297 jiddische Zeitschriften in 17 Landern, davon. 44 Tageszeitungen. Ihre Einstellung lind Aufmachung, ihre Besonderheiten und ihre Verbreitung. ihre Geschichte und ihren Einfluß, das alles zeigte die Abteilung in Köln.- Hätte nun die Ausstellung vor zwölf statt vor sieben Jahren stattgesunden. so hätte es wahrsäieinlich gar keine, bestimmt keine wirklich aufschlußreiche jiddische Abteilung geben. können, denn das Jüdische Wissenschaftliche Institut, das sie arrangierte, wurde erst vor zehn Jahren gegründet. Und nun stelle man sich vor, welcher "Apparat dazu nötig-ist, die jiddische Presse der Welt zu kontrollieren, ihre'Geschichte von der ersten jüdisch-deutschen. Zeitung, dem „Kuranten", der 1686 in Amsterdam gegründet iiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiimmimiiiiiiiiuiiiiiiiuiiiiiiHiimiiimiiiiiiimmuiiiHi Eine aeltene Photographie aa lang Professor Carl Flesch. (von links nach rechts) : (Zudem wurde, bis zu den heute in Rußland. Polen, . Litauen, - Lettland. Rumänien.-- Kanada. Nordamerika. "Argentinien. Paris/>- London Und. das Jüdische Wissenschaftliche Institut weiß, um noch-' erscheinenden Tage-, Wochenimö Ntonatsvlättern därznstellen. .Nun. das ist.aberbloßPie Presse», abteilnng des Instituts. "Eine andere registriert und klassifiziert mit Kartotheken und anderen Systemen das gesamte jüdische Schrifttum von den "Autoren und von den Werken her. und diese?1bteilung gibt seit 1926 ein bibliographisches Jahrbuch heraus: die philologische Sektion publiziert die Ergebnisse ihrer "Arbeit in den „Schriften": die theatrologische chat eine großangelegte Geschichte des jüdischen . Theaters herausgebracht, die ethnographische sammelt durch Enqueten ganz uuschäybares Material, die terminologische sorgt für die Reinheit der Ausdrücksweise besonders im wissenschaftlichen Gebrauch der jiddischen Sprache, woran es natürlicherweise noch mangelt (auch in anderen Sprachen).. limu Die historische Sektion ist im "11 Oktober 1925 in Berlin von S. Dubnom gegründet worden, und Tubnows. des größten jüdischen Historikers der Gegenwart, ständige Mitarbeit sichert ihr ein besonderes wissenschastliches "Niveau. Die Sektion für Statistik und Lekonomie ist gewissermaßen die Buchhaltung des jüdischen Gesamtbestandes auf Erden. Die pädagogische Abteilung dient der Schaffung modernen jüdischen Lehrmaterials. Schulbücher usw. Das alles ist praktische, für das tägliche Leben ebenso wichtige "Arbeit wie für die Wissenschaft. Anderweitig wird sie von Kultusministerien. Akademien und Universitäten geleistet, von Tausenden wissenschaftlichen Arbeitern in den eingefahrenen Formen einer vielfach seit Jahrhunderten praktizierten Tradition, hier seit zehn Jahren von einigen wenigen Pionieren. Anderweitig sind die Beamten und Wissenschaftler. die dergleichen schaffen, nur dafür da und beziehen nur dafür beträchtliche Gehälter, hier können die Pioniere kaum. ihre ganze Zeit dieser Arbeit widmen, nur wenige dienen ihr ausschließlich, viele nur „nebenamtlich". Anderweitig Jahre 1864 aus der Sammwerden für die entsprechenden Sitzendi H. W. Emst, stehend Zwecke viele Millionen regel- Wieniawski, Joachim, Chappelle mäßig bereitgestellt, hier jedoch Artikel) « Das Institut (,J.W. O.") gibt die Monats- . schrist „I. W. O.-Blätter" ohne einen Redaktionsetat heraus: man braucht nicht hervorzuheben, daß das die wisscnsä>rftlickie "Arbeit nicht fördern kann; fie muß um ihrer selbst willen geleistet werden. Ta das Institut noch im "Ausbau, ist. müsien die vorhandenen, schwer genug auszubringenden Mittel —- die weitaus meisten . jüdischen wissenschaftlichen Stiflniigen kommen ja heute noch nichtjüdischen Zwecken zugute — so verteilt worden, daß . vor allem der dringendste Bedarf an Räumen. ' Mobiliar usw. gedeckt wird. Infolgedessen wird -die gesamte wcsiensctiastlick^. und verwaltende , . "Arbeit mnsonst geleistet. Nur eine geringe An-' zahl technischer Arbeiter erhält geringfügige Gehälter? "Anderweitig cristiereu -Fonds, aus denen - - - Gelehrte und Berwaltungskrafte so erhalten, werden. daß sie sorglos sch-ifsen können. Das Institut erzieht sich einen Nachwuchs akademischer und administrativer Kräfte trotz alle«, dem. In einjährigen Kursen werden Kandidaten mit guter Vorbildung und wissenschästlichen "Ambitionen ausgebildet. Die „Aspiranten" werden, um frei studieren zu können, während des . Lehrjahres erhalten. Woher kongnt das Geld dafür? "Ans allen möglichen und meist, aus den ärmsten Kreisen der ostjüdischen Bevölkerung: die jüdischen Millionäre Haben das Institut noch nicht entdeckt./ Die Führer des Instituts sind Dr. Max Weinreich, ein-unermüdlicher Organisator und vielseitiger Kopf. Salmair Reisen, der Herausgeber des großartigen Lexikons der jiddisck>en Literatur, und n. a. gehörte auch Dr. Zemach Schabad, der kürzlich verstorbene Wilnaer Bolksmann und Popularisator der Naturwissenschaften, dazu. Unter den großen Schwierigkeiten, mit denen diese Männer und ihre Mitarbeiter in den letzten Jahren wohl noch mehr als im "Anfang zu kämpfen hatten, ist trotzdem ein Gcsamttverk von schon . heute imposanten Ausmäßen entstanden. Zunächst an Publikationen: drei große Bände „Philologisck)e Schriften", eigentlich das Debüt .und die Konstituierung der jiddisckien Sprachwissenschaft: “ zwei große Bände ..OekonoMische Schriften", ein Band historischer "Abhandlungen: ein einbändiges „Archiv, zur Geschichte des jüdischen Theaters -und Dramas';, zwei Bandes der allen Zweigen irddr- ' scher WissenselKstt gewidmeten amerikaulscheii Viertel, ahresschrist „Pinlesi": die amh ins Deutsche übertragene „Geschichte des Ehasiidisinus" von S. Dubiivw: die Dvkilittentensainin-Iung der ersten. 1908 . in Ezeriivivitz stattgefundcnen jüdischen Sprachkonferenz: schließlich Dr. "Mar Weinreichs Werk „Ter Weg zu-unserer - Jugend". .. Größer, unisangreicherund behenlsamer ist die "Arbeit, die nicht in lesefertig, verschickbaren Büchern vvrliegt. Das Institut hat die größte Sammlung aller jüdischen Zeitschriften und Zeitungen der.Welt, also eine vollkommene Geschichte der jüdischen Presse im Rohzustand. Es hat eine vollkommene Sammlung aller Ntaterialien. und Dokumente ziir Geschichte der jüdischen "Arbeiterbewegung. also diese"Geschichte-im.-Rohgl.stand. Es hat die einzige, große Sammlung jüdischer Fachwörter. also ein indisches Fächwörlerbnch i,n 9iohzustand. Es hat das einzige jüdische Theater- Pcul'eum. also die jüdische slieatergeschichte auch 'im Bilde. Es l,at die größte und vollkommene Folklore-Laminliing. Wer je >viise»scl>astlich ,gearbeitet l,at. weiß. - was für Schüße da liegen, welch eine Schatzkammer das Wilnaer Institut ist. Wer je jüdisch.wisseiischastlich gearbeitet hat. weiß, welche-Pionierleistungen aus >oas für iinbebautem Gebiet dort gescl)asseii iverden. I» zeig, Jahren! Mit Pfennigen! Es ist ein Glück, daß es desgleichen gibt. L. 11. Die Falaschas in Abessinien * Die Blicke der ganzen Welt sind heute auf. Abessinien gerichtet, das das Alpenland Afrikas genannt wird. Tie Bevölkerung wird auf über 10 Millionen geschätzt, von Venen sich ein Drittel zur herrschenden christlich-koptischen. Religion bekennt. Gegen 50 000 bis 100 000 Einwohner. die Falaschas. die teils nördlich und westlich des Tanasees, teils in anderen Distrikten Abessiniens in Tukkuls. kleinen An- . siedlungen, wohnen,, sind ein seit Jahrtausenden dorthin verschlagener jüdischer Stamm, der trotz seiner Abgeschlossenheit von den Juden in anderen Erdteilen treü an der mosaischen Religion festhält. Sie. selbst nennen sich Bieta Israel. Das Hebräische war ihnen bis^1907 unbekannt. da ihre Gebete in der alten äthiopischen Geczspräche abgesagt sind. Sie sprechen verschiedene Agaudialekte, besonders das Lnarä, Der Raine Falasihas bedeutet "Ausgewanderte" oder „Vertriebene". Tie Anfänge ihrer Geschick,te sind völlig ungeklärt. Sie sollen zur Zeit der Römertriege über das Rote Meer ans Südarabien — nach.-anderen Berichten auch ans Aegvplen eingewandert sein. Tie -Tatsache, daß sie. iveder Rtischna.noch Tlstinnd kennen, und bei ihren . Gebeten Opfer darbringen, deutet zweifellos darauf hin. daß sie vor der Zerstörung des Jerusalemer Tempels, also vor Beginn der üblichen Zeitrechnung. in Abessinien eingewandert sind. Tie Cchroniseii des Landes, die in den Legenden der Falaschas.ihre Slntze finden, wissen zu berichten, daß ein Teil der Henri ^VieniLsvsIck Von Lori» Schwarz Der bekannte junge Geiger stellt uns folgenden Beitrag zum 100. Geburtstag Wie- Niawskis zur Verfügung. Polens Musikwelt feiert das Jubiläum eines seiner Großen: es sind hundert Jahre her. da der berühmte Violinvirtuose und Komponist Henri Wieniawski zu Lublin geboren wurde. Wir Juden haben besonderen Anlaß, seiner zu gedenken: war doch Wieniawski einer der unseren. Freilich — in seiner Tonsprache hat sich Wieniawski. ähnlich wie Mendelssohn. -Meyerbeer und andere Komponisten jüdischer Abstammung, ganz seiner Umwelt assimiliert, und in seinen Werken würde man vergebens auch nur. den leisesten Anklang an Jüdisches suchen. Im Gegenteil — seine Musik hat slawisches, zum Teil national-polnisches Gepräge mit einem ausgesprochenen Einschlag französischer Eleganz. Es sind dies die gleichen Charakteristika, wie wir sie bei Chopin finden, und zweifellos ist Wieniawski durch die Art seines .großen Landsmannes stark beeinflußt worden, ja man könnte ihn mit gewisser Einschränkung — den „Chopin der Violine" nennen. Mögen auch manche Kompositionen von Wieniawski heute -veraltet, oberflächlich, sentimental anmuten — in seinen besten Werken — den zwei Konzerten, den Polonäsen und Mazurken — wirkt er nach wie vor hinreißend durch das stürmende Temperament, die glühend-sinnliche Melodik und die bravouröse technische Einkleidung, die alle Möglichkeiten der Geige souverän beherrscht und ausnutzt.. Z , Noch bedeutender denn als Komponist war Wieniawski als Geiger. Andreas Moser, der langjährige treue Mitarbeiter Joseph Joachims, nennt ihn ..einen der genialsten Geiger, die je gelebt, haben", llnb Joachim .. selbst, der 1854/55 und auch später mit Wieniawski in London, im Rahmen .der „Beethoven Society", häufig Quartett gespielt hat (wobei der berühmte H. W. Ernst am ersten Pult saß, während Wieniawski sich bescheiden mit der Bratsche. Joachim mit der zweiten Geige begnügte), hatte die größte Bewunderung für den „lieben Kerl" und „tollen Draufgänger" Wieniawski. Moser erzählt eine reizende Episode über die Freundschaft der beiden: Als Wieniawski 1878 nach längerer Pause mit triumphalem Erfolg wieder in Berlin spielte, -befiel ihn-zu Beginn des dritten Konzerts ein Unwohlsein, so daß er sein Spiel plötzlich unterbrechen mußte. Joachim, der sich im Publikum befand, eilte zu /serNeiL-Kollegen hinter die Bühne, betrat wenige Minuten darauf das Podium undspielte, um die notwendige Pause zu überbrücken. auf Wieniawskis Violine die Chaconne von Bach. Als er geendet hatte, wankte Wieniawski auss Podium und schloß seinen Freund unter dem tosenden Beifall der Zuhörer gerührt in die Arme. Wieniawskis Leben war das reichbewegte eines reisenden Virtuosen. 1835, geboren, brachte ihn seine Mutter, eine Schwester des Pianisten und Chopin-Freundes Edouard Wolfs, .schon als Kind nach Paris, wo der kleine Henri Schüler des „Conservatoire" wurde, düs er jedoch bereits als Elfjähriger, mit dem ersten Preis ausgezeichnet, verließ. Non 1850'Hb begann sein Siegeszug durch die europäischen und amerikanischen Konzertsüle, wo er li. a. auch mit Anton Rubinstein konzertierte. Daneben bekleidete Wieniawski große Stellungen, war zwölf Jahre hindurch kaiserlicher Kammervirtuose zu Petersburg. einige Jahre Lehrer am Brüsseler Konservatorium. Seine unglückselige Leidenschaft für das Glücksspiel brachte ihn aber materiell in so bedrängte Verhältnisse, daß er schließlich völlig mittellos^bereits l88<Hff- Moskau starb, im Haust von Frau von Meck, der Freundin und Gönnerin Tschaikowskys. die den schwerkranken Wieniawski bei sich ausgenommen hatte. - Wieniawskis Werke befinden sich heute im Repertoire aller großen Geiger. Zu Ehren seines Andenkens hat seine Heimat Polen 1 in diesem Jahre einen Wettbewerb für junge Geiger ausgeschrieben. Guido Adler 80 Jahre Dieses ersten Novembers, an dem Guido Adle r. der ehemalige Ordinarius sürMusikwisiensckzaft-an der Universität Wien. 89 Jahre alt wiro. wird die gesamte kunstwissenschaftliche Welt gedenken. die den hohen Jubilar in einer Mischung von Verehrung und Dankbarkeit gern den „Nestor" der Musikforscher genannt hat. Welckie Kunst, epochc umspannt Adlers Lebensweg! Ter junge Musiker aus Iglaner sudetendeutschem Milien, durfte bei den ersten Bayreuther Festspielen noch mit Wagner sprechen, uiid einer seiner Theorielehrer war Anton Bruckner. Seine Lehrjahre als Historiker fallen in jene erste Blütezeit der iieiizeitlichen Wissenick)aft. . die Zeit der "Ambros und Hanslick. der einer der ersten Adlerschen Arbeiten den Rang einer Habilitationsschrift z-uerkenilt »nd dessen Lehrstuhl dann Adler innehaben sollte. Mit Phil. Spitta, dem Bach-Schütz-Forscher. und Ehrhsander. . dem Händel-Biographen. gründet der Wagemutige die „V i x r t e l j a h r s s ch r l f t f ür M us i kw i s s e n sch ä s t". Tie ' -Wiener Universität macht ihn zum Dozenten. Profeisor. Ordinarius, und hier hat Adler, von dreijähriger Tätigkeit an der veutick-en Universität Prags abgesehen. Zeit seines Lebens gewirkt. Adler hat in seinem unten angezeigten Büche „Wollen und Wirken" gesagt, daß er in seinen Fachwerken nur „objektiv" gewesen sei und Persönliches ausgeschaltet. habe. Ich glaube im Gegenteil, daß Adler bei aller philologischen Gründlichkeit kein Werk geschrieben hat, das nicht den Stempel seiner eigenartigen und liebenswerten Persönlichkeit trüge. Adler hat Musik niemals nur von der LMdievstube-her-betvachte^ sondern sie als praktischer Musiker erlebt, und das sind die segensreichen "Auswirkungen eines frühen Ringens, das nach dem Höchsten, dem Freischöpferischen. strebte/ aber vor der klaren Eigenkritik nicht bestehen konnte. So haben "Ildlers größte und unvergängliche Leiftunqeii immer auch einen eminent praktischen Wert: einmal begründete und edierte Adler die . „D c n f in ä l e r -d e r* T o n - k ui, st i n O e st e r r e i el,". Na.h und »all, iverden hier, enlsprecheiid einer de>i-l!ck,en imd b.iyerischen Reihe, die ivertoollslen . Knuslbolmnente der alten Musil aller Galtnngen zuqäiiqliel, gemacht »nd so ein klangliches Eindriiigeil unsere Altertümer -ermöglicht.. Zum zmeileu zeichnet Adler'als Heraiisgeber des „chl, il,m benannten „Handbuches der M » s i l g e s ch i ch t e", eines hervorragende» Kompendiums, von den besten Spezialisten geschrieben. das hechte wohl- .im Hanse eines , jeden. SS wissenschaftlich^ Beflissenen steht. Reben Adler sindan Inden noch I d e l s o l, n . S a ch s . Well es; und Einst, ein beteiligt. Kaum ininderbedentend sind die selbständigen Arbeiten. Zwar ist Adlers Stil -oft-;äh n.id slstiverilüssig, aber eben diese gelegenl-liehe Mühe? das Wort meistern-,;>oang;n lvo;entr,erteltem "Nachdenlen über eine ^n'C'aufi ufliIIo, deren Reichtum voll ansziiscliöpsen. An'gäbe Komnieuder — nach Adlers, eigeiiem ÜönnscI) — sein soll. Ich will hier mir. die.in Bnchsorm erschienenen Wagnrrvvrlesungen' und das hocl,bedeii-tei>de Böerk „Ter . Stilin der Z'lnfil" nnfnhren. . denen - angelnndigteil -ziveiten Band uns "Adler leider schuldig blieb. A d l e r s Schule nbertris't an Zahl klingenderMNamen selbst die vvii Schönberg: Bot- - stiber. Ficker. W.- Fischer. Kurth. Orel.. Wellesz.. alles Männer, die heule als Leiichten'der Wisscnsct,ast selber auf dein Kathedern stehe»/ „Meine Religion besteht iic der Ehrsiircht vor Gott", heißt es in seinem inenschlichen Bekenntnis, „in der Schätzung jeder Nation/ in. der Hochl'chätznng jediveder Arbeit im Dienste der "Menschheit. sowie von Kunst .und Wissenschast . ." Ludwig Altmunn. __* . - Guido Adler, „Wollen und B rken". Verlag Universal Edition. Wien 1955. Ter Nestor der Wiener Ncnsilwisienschaft verfolgt hier „den roten Faden seiner Tätigkeit",