Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 14 (1935)
- Issue
- 43 (24.10.1935)
- Date
- 1935-10-24
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Herz-Schuhe genlecsan 73 Jahran Weltruf Niederlagen auf allen MOtzen vorhanden. Dc-nn ^venn man es recht bedenkt, so mußte, in jener Zeit, den neunziger fahren des vorigen Jahrhunderts, ein Zu» satnmenschluft von Juden zur Vertretung .jüdischer^ Dinge- 'gegenüber der Umwelt als ungewöhnlich. erscheinen. In diesem «Augenblick war. wie wir seht rückblickend fest, stellen können, der rückhaltlosen Afsimilationsöeweguyg des vergangenen Jahrhunderts ein. Widerstand gefetzt. Es herrschte damals dieAnschauiiiig. die von vielen guten Namen jener Zeit vertreten wurde, man solle die. überall gültigen weltanschaulichen Gesichtspunkte von der Bedeutung des. an sich wertvollen Menschen für die Allgemeinheit auch in bezug aus den jüdischen Menschen zur.Geltung bringen. Gegenüber dieser Auffassung war der Griiudiingsaufruf des E.-B. ein stolzes Bekenntnis zu unserem Sein als Juden, das damals naturgemäß anders begründet war. und zu andern Zielen hinstrebte, als es ein solches Bekenntnis heute meint. Um diese' Vorstellung. die ihren klassischen Ausdruck in . dem Begriff der DNlithese von Deutschtum und Judentum fand, sammelten sich-die besten jüdischen Männer und Frauen während fast zweier Generationen. Ihre^ Anschauungen waren verschieden bestimmt. Tie einen kamen ans religiösen jüdischen Gruppen und sahen im E.-V. den Verteidiger der religiösen Ehre, die anderen waren den Weg der Allgemeinheit im Ünltnrellcn, im Wirtschaftlichen und im' Politischen gegangen und sahen im E.-V. die Stelle, die ihnen auf diesem Wege Rückhalt geben konnte. Für die dritten und zahlenmäßig sicherlich nicht kleinste Gruppe war der C.-V. und seine Arbeit ein Ersatzjudentum. In ihm war praktische Betätigung für Judentum und jüdische Ehre möglich, die inan in anderen jüdischen Zusamuienhävgdn weniger oder weniger zeitgemäß anträf, oder die man nicht mehr als zeitgemäß empfand. Die tiefe Fruchtbarkeit der Grundidee des E.-B. erwies sich besonders,in Situationen, die bei der Gründung nicht vorausgesehen werden konnten. Zunächst führte die Notwendigkeit der zeitgemäßen Begründung der jüdischen Werte zu einer Bemühung um die Vertiefung jüdischer .Kenntnisse und jüdischen Wissens überliaupt. Der Ruf nach dem jüdisch-positiven Programm des E.-B. wurde oft erhoben. Es konnte zwar nie formuliert werden, weil die jüdische Haltung der E.-V. er zu verschiedenartig war. Aber cs wurde in wesentlichen Teilen verwirklicht. Vor allem war es die Er- , mecknng des Bewußtseins von den Werten bes^ v jüdischen Geistes und der jüdischen Ileberlieferung durch eine Literatur und eine Publizistik, die vielleicht zu Beginn nur apologetisch gedacht war. die aber zu echter und gründlicher jüdischer Stosserschließnng und -Vermittlung durcl)stieß. Der andere Gesichtspuiltt; die nur relative und gesteuerte Assimilation, brachte gleichfalls ein unerwartetes. unsere jüdischen Werte betonendes Ergebnis. Je härter nämlich in unserer Umwelt Begriffe wie Volkstum. Tradition. Bodenständigkeit. Grnppenbewußtsein an Wert gewannen. um so stärker empfanden auch ivir in. unseren Reihen, daß eine Einordnung in dieses neue Werden nicht von entwurzelten Menschen geschehen könne, sondern zurr von solchen, die in eine Gemeinschaft wertvoll eingegliedert und verwurzelt sind. Als bewußte * Inden iunerhalb'des deutschen Geschichts- und KMturkcencs glaubten ivir. ivextvolle Menschen ancl, für das deulsclie Staatsvolk stellen zu können. Blau darf daran erinnern, daß der E.-B. inmitten der Slrömnngen der Nachtriegs- und Nachrevolntionszeit. in der eine völlig parleipoliljsche Durchdringung der E.° B.-Arbeit denlbar gewesen wäre, mit Nachdurck. und inituiiter auch durch aktive Widerstände gegen gewisse Bestrebungen, nach außen hin vor allem eine Ersielurugsschule von jüdischen Menschen für eine deutsche Aufgabe sein wollte, die ihnen einmal gestellt werden könnte. Die Einzigartigkeit Des nalionalfozialntilchen Staatsgedankens. der die Einheitvoy Diaaisvolk und Artgemeinschaft will, machti dielen Bestrebungen ein Ende. Das Ergebnis dieser Arbeit waren allerdings Menschen'. die znm jildi'Men. Bewußtsein. zum Geineinschaüs öeuken. zur Berantwortnngsfreudigkeit und zur Loyalität erzogen waren. Es lag im tiöeien der E.-B.-Arbeit, daß er seine Grundidee bis T.»33 auf den dcutsckM—SrmdLLiall. der südlichen Geschichte anzuwenden sich bemüht hatte. Die Unwirttichkeit des Sonder falle? machte viele an der Idee zweifeln. Sie vergaffen, daß der Gedanke der „Synthese von Deutschtum und Judentum"' in viel weiterer und gültigerer Form als „Glaube und Heimat" durch Eugen Fuchs formuliert worden war. m. An dieser Stelle mag kurz die jüdische Gegen« Position des C.-V. innerhalb Deutschlands, der jüdische Nationalismus in Deutschland,, in seiner Entwicklung und Wirkung betrachtet werden. Auch der jüdische Nationalismus war ein, starkes Bekenntnis zum jüdische.» Sein, aber' zu einem,an deren, jüdischen Sein, - als cs uns vorschwebt. Er war in seinem Beginn eine große ge samtjüdische Idee, -btcüber die Grenzen hinausreichte. Sein Ziel ist eine jüdische- ÄNrklichkeit nach all gemeinpoliti schon Maßstäben. Auch diese natioimljüdische°Jdce. dieser politische Zionismus erlebte in Deutschland einen Sonderfall, — ebenso wie die jüdische Idee des Central-Vereins — nämlich die völlige Gleichsetzung von Zionismus und Natianaljudentum mit allen theoretischen Konsequenzen für das jüdische . Dasein innerhalb der Heimatländer. Es gibt im Osten Europas, wo jüdisches Volkstum inmitten der jüdischen Massen lebendig ist, einen jüdischen Nationalismus, der nicht Zionismus ist: und es gibt in den großen westlichen Demokratien einen -Zionismus, der nicht jüdischer Nationalismus ist. Der deutsche Zionismus, geschult an den deütschen Staätsphilosophen des-19. Jahrhunderts, schuf für Deutschland eine merkwürdige und in sich widerspruchsvolle Kombination: er stellte einen jüdischen Nationalismus fest, aber er verlangte von seinen Anhängern nicht eine Distanzierung vom nichtjüdischen Umweltgeschehen, lind er forderte die Vorherrschaft des Palästinaausbaus. ohne seinen Anhängern die Auswanderung nach Palästina aufzuerlegen. Die Ereigniffe des Jahres 1933, die die C.-V.- Jdee aus ihrer Situation als engen Sondersall einer jüdischen Gesamtidee heraushoben, ließen den jüdischen Nationalismus innerhalb Deutschlands als deutschen Sondcrsall innerhalb des gesamten Zionismus besonders klar erkennen. ■ IV. e Man muß für beide Teile die ideenmgßige Wertung Und auch die realen Zusammenhänge untersuchen, um zu einer gerechten Bewertung dessen zu gelangen, was an Jdeenkampf und an - - wie wir annehmen — edlem Wettbewerb der Hilfe für Juden im Judentum Deutschhiw^s sich gegenwärtig abspielt^ Hierzw^rst ein gewisser aktueller Anlaß nicht nur durch das äußere Datum der Namens- und Satzungsänderung des Central-Vereins gegeben, sondern auch durch einen Leitartikel der ..Jüdischen Rundschau", die den tiefen menschlichen Respekt, den wir einleitend mit Genugtuung bei der Haltung der jüdischen Oessentlichkeit. soweit sie ernstgenommen werden will, feststellen konnten, unvermittelt vermissen ließ. Dieser Artikel, der im übrigen eine überflüssige und nach den Gepflogenheiten loyaler Zusammenarbeit unzulässige Einmischung in innere Angelegenheiten des Central-Vereins darstcllte. bedeutete eine — gelinde gesagt — zweckbedachte Geschichtsschreibung des deutschen Judentums der letzten 40 Jahre. Die Zwecksetzung war die in radikal überheblichen zionistischen Kreisen leider schon, so oft beobachtete, daß nämlich von der größeren oder geringeren ideelichen Nähe zum Nationaljudcntum der größere oder mindere jüdische Wert des Juden abhänge. Es ist sehr bemerkenswert, daß dort eine. Entwicklung festzuftellen ist, die der Central- Verein längst überwunden hat, nämlich: Ersatzjudentum sein zu wollen. Dieser Politische Zionismus ist dies für seine radikalen Anhänger wieder geworden. Auf seiten des Nationaljudentums wie auf seiner jüdischen Gegenseite gibt es Ansichten. die unverantwortlich, unernst und bekämpienswert -sind. Die eine: Ohne Rücksicht auf -die individuellen Lebensmöglichleiten von Juden in Deutschland müßte .Man der Auswanderungsfrage - radikal ab-. lehnend gegenüberstehen. Und die andere: Ohne Rücksicht auf die Aufnahmefähigkeit Palästinas müsse das deutsche Judentum im Sinne des deutschen Zionismus politisiert werden. Die realpolitifch denkenden jüdischen Kreise und Menschen, die sich in der Reichs- Vertretung zusammengesunden haben, lehnen beide Tendenzen mit Entschiedenheit ab. Die Grundlinien desReichsvertretungsprogramms sind Forderungen der realen Verwirklichung. Weder ein E.-V.er. noch ein Zionist wirb diejenigen Maßnahmen mindern wollen, die Jü/ die Vorbereitung der AuswanderungM" der Auswanderungsungeeigneten und Zurückbleibenden erforderlich find. Ebenso wenig wird er sachliche Arbeit auf dem Gebiete der Palästinaberatung und für die Aufnahmefähigkeit' Palästinas ablehnen oder gar bekämpfen. Hierüber ist eine Diskussion nicht erforderlich. Hierin wird er in einer Arbeitsverteilung, die keinerlei Veränderung gegenüber dem Zustand vor dem 15. September erfordert, praktisch etwas geleistet. Niemand wird, auf der einen oder anderen Seite fachliche Vorschläge und Anregungen zurückweisen. Auf jedem' der großen Arbeitsgebiete, die von den . verschiedenen jüdischen Großorganisationen betreut werden, gibt es Mängel, die in der Natur der Arbeit^ an . sich liegen und deswegen nicht beseitigt werden können, und Mängel, die im Versagen von Organisationen und Menschen 'liegen, die die Arbeit tun, ynd wo mit Energie positive Kritik geübt und auf ihre Berücksichtigung gedrungen werden muß. Auch hierüber besteht Einigkeit. ■ ■ V. Aber jenseits dieser großen Aufgaben' steht letzten Endes die geistige Auseinandersetzung über die Frage, die, seitdem es Juden auf der Welt gibt. Juden beschäftigt hat: das Suchen nach dem Sinn und dem Inhalt von Judentum und Judesern. Jeder würde es als einen Beweis für die innere Verzweiflung und Aktionsunfähigkeit der Juden Deutschlands ansehen. wenn der ehrliche und verantwortungsbewußte Streit um echte Ideen aushörte. Geistige Gegenpositionen wirken immer in einem sehr notwendigen Maße entlastend und ausgleichend. Um ein Beispiel zu nennen, das wir vor allem deswegen erwähnen, weil sein Gegenstand in letzter Zeit besonders diskutiert wurde; es ist, wie jeder Einsichtige weiß, keineswegs die einzige Frage: Die Auswanderung. Die praktische Antwort aus das Wohin? ist weder von uns noch von den Zionisten abschließend und eindeutig zu geben, wenn man nicht tendenziös rät, sondern/ in dem Bewußtsein, daß der Ratsuchende jeden Augenblick auf Verwirklichung des Ratschlages bestehen kann.. Niemand wird sagen können „Nur Palästina" oder „Auf keinen Fall P a l ä st i n a". Für gewiffe Schichten, auch der jungen Generation, ist leider gar nicht mehr sehr wahrscheinlich, daß sie. wenn sie auswandern. alle oder großenteils nach Palästina gelangen. Für andere Kreise oberhalb der Zertifikatsaltersgrenze ist Palästina, ' sofern sie nichjU^Kapital haben, so gut wie verschlrML Wenn deren Lebensraum hier zu eng wird, müffen andere Auswanderungsmöglichkeiten für sie vorbereitet sein. Wenn man nun nicht unter dem Gesichtspunkt des Rechtbehaltenwollens, sondern des Rechttuns Prüft, welche Idee in dem einen Falle und welche in dem anderen Falle die stärkere seelische Tragfähig, keit zum Ausbau des neuen Lebens enthält, so muß ehrlich geantwortet werden: Wer in Palästina lebt, wird eine rasche Eingliederung in den Aufbau erfahren, wenn er sich mit positivem Wollen in das palästinensische Sein einsügt. Das Vorftellungsbild Palästinas aus - seiner zionistischen Erziehungszeit in Deutschland wird sicherlicheine Reihe von Korrekturen erfahren müffen. Erst dort, inmitten dieses brodelnden Werdens, wird er aus seiner persönlichen Stellung innerhalb des Wirtschafts- und Geisteslebens Palästinas seine Entscheidungen treffen. Palästina als Ganzes weiß ja heute selbst noch nicht, was es werden wird, im Politischen ebensowenig 'wie im Wirtschaftlichen oder im Geistig- Kulturellen. Wir alle hoffen und wünschen, daß aus diesen geradezu unwahrscheinlichen Synthesen von westeuropäischer, osteuropäischer und vorderasiatischer Kultur, auf so engem Raum gegeneinander und ineinander gepreßt ein Werk entsteht, das jüdischen Stolz erwecken kann und daß Palästina, dieser Tropfen am Eimer der kochenden arabischen Welt, besteht und blüht. Aber für die anderen, die eine neue Heimat suchen, die nicht Erez Israel heißt oder heißen kann, wird, niemals die neue Fremde neue Heimat werden, wenn sie mit dem nationaljüdlschen Vorstellungsbild. das der deutsche Zionismus geprägt hat, Deutschland verlaßen. In keinem Lande, in dem nicht wie in Deutschland die Identität von Staatsvolk und Artgemeinschaft verlangt wird, ist eine Zuwanderung erwünscht, die den Aufenthalt in dpn Grenzen des Landes nur als Turchgangsstation und seine Interessen als nur fremde-Interessen betrachten. , Die Vorstellungen aus der Grundlage der EV-Jdee helfen in solchen Fällen, mehr und fähigen und für die Betreuung der Schicht die Erfahrung, die mit ihr iw Deutschland ge. macht wurden, geben ihr eine noch stärkere Wirklichkeit. Die Menschen aus unseren Kreisen haben die Grenzziehung kennen- . gelernt, die zwischen dem Ausnahmewillen fremder Eigeyarten und dem Respekt vor fremder Eigenart notwendig ist. Und das mag in manchen Fällen auch, für die ansässigen Inden nicht unwichtig sein. VT. Das Judentum, und auch noch das Judentum innerhalb der deutschen Grenzen ist ein Lebendiges und deswegen ein Vieles. Die Fülle seiner Erscheinungen, seiner Möglich- : keilen und seiner Wege ist nicht aus eine Formel zu bringen. Wir sind nicht so bequem» zu sagend Es ist gleichgültig, wie-inmt den ' Weg nennt, auf dem man das Judentum leitet. ' Seine Geschichte ist von einerhöheren Macht bestimmt. Sie wird sie'vollenden, oder sortsetzen. Wir scheuen nrcht die Unbequemlichkeit. nach dem Sinn einer Idee zu sucheich wenn sie auch unbequem, wenn sie widerspruchsvoll erscheinen mag. well wir hoffen^ daß sich aus jedem Ringen Juden erheben, die unsere jüdische Geschichte fortführen könüen. Wenn wir dies hier niederschreiben, so beabsichtigen wir damit keine Fortführung ' einer in den letzten Tagen sehr lebhaften! innerjüdischen Diskussion. Sie war psychologisch begreiflich. Die innere Spannung v* den Menschen aller Richtungen hatte über« eifrige oder nervöse Parteigänger mit zuvie? Besorgnis geladen, sie könnten zu früh oder zu spät etwas wollen oder ablehnen. Wir haben das Empfinden, als ob keiner der Blitze, die in dieser gespannten Atmosphäre niederzuckten. gezündet und jüdische Werte,- wenn auch „nur" des Gegners, zerstört hat. Wir glauben, daß die Atmosphäre gereinigt ist und daß in klarer Luft unsere Menschen ihrer jüdischen Arbeit und ihren jüdischen Ideen nachgehen. Wir freuenuns.-daß die' „Jüdische Rundschau", gegen deren vorletzten Leitartikel wir aus Gründen der geschichtlichen Wahrheit und der intellektuellen Sauberkeit so entschieden Stellung nehmen mußten, in ihrer letzten Nummer die gleichen Anschauungen vertritt, die unsere Leser au dieser Stelle so oft bemerkt haben: daß die praktischen Aufgaben die gleichen sind, daß alle Kräfte zusammengcfaßt werden * müssen, daß alle Auseinandersetzungen den einen Sinn haben,' den Weg zu einer besseren Erkenntnis und zu einer gemeinsamen Aktion zu bahnen, weil das. was wir zu bewerkstelligen haben, größer ist als eine jüdische Aufgabe. Und weil wir auch wißen, daß keine jüdische Gruppe allein in der Lage ist, diese Aufgabe zu meistern — erstreben wir die Zusammenfassung aller Kräfte in der Hoffnung, daß dies zu erreichen ihnen gemeinsam gelingen möge. Der Central- Verein der Juden in Deutschland bekennt-sich zu den neuen Aufgaben einer neuen Zeit in Verantwortungssreudigkeit und Treue. Ausserordentliche Hauptversammlung des Central-Vereins Am 21. Oktober fand in den Räumen der -Hauptgeschäftsstelle unter Leitung des Vorsitzenden. Justizrat Dr. Jnlintz Brodnitz. die außerordeirtliche Hauptversanunlung -des Central-Vereins statt. Es wurde, e i n st i m - m i g beschlossen, den bisherigen Vereinsnamen abzuändern n Central-Verein^ der I u d e n i n D e u t s ch l a n d e. V. tz 2'der Satzung erhält folgende Fassung: Der Verein bezweckt die Pflege des lüdiscken Lebens sowie die seelische, rechtliche und wirtschaftliche Betreuung der in Teutschlanck lebenden Juden. Tie Hauptversanunlung beschloß ferner einige Satzungsänderungen, die eine Vereinfachung der Geschäftsführung sowie eine «tärkung der Befugnisse des Vorsitzenden zum Gegenstand haben. In der unmittelbar an die Hauptversammlung anschließenden Hauptvorstandssitzung wurden die Beschlüsse der Hauptversammlung genehmigt. Außerdem bestätigte der Hauptvorstand Justizrat Tr. - Julius Brodnitz, Berlin, als Vorsitzenden des Vereins und die Herren Rechtsanwalt Dr.-Ru-, dolf Call m a n n, Köln. Rechtsanwalt Sr; Rudolf Geiger. Frankfurt a. M.. Rechtsanwalt Dr. Ernst Herzfeld. Essen, Bankier Ernst Wallach. Berlin, Rechtsanwalt Tr. Bruno Weil, Berlin, als Stellvertreter des Vorsitzenden. _______ Der Sächsische Volksbildungskommissar hat ' nach einer Meldung der ..Frankfurter Zeitung", angeordnet, daß in allen Schulen die Gesetze, die für den Aufbau des nationalfozialistischeu Staates erlaßen werden, künftig iin natcvn«rlpolilis6)en Unterricht behandelt, werden sollen. Aus dem . letzten Halbfahr werden-u. a. das Reichsilaggengesetz, daß. Reichsbürgergesetz und dlrs Gesetz *um Schutze des deutschen Blutes und der deutsche Ehre genannt. Netten-Schaetrti ttoupfgercliSk»: ZwslggerckSK- Weis*® federn von M. 1.—on, Daunen, fertige Betten, Bett-Inlette, Bettwäsche, Steppdecken Stadtbahnhof Börse Wilmersderter Sir. 83 Kunstsaideno Daunendecken m. 35-50,45>30/Metaiibettsteiien, Polster-Matratzen