Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 14 (1935)
- Issue
- 41 (10.10.1935)
- Date
- 1935-10-10
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nummern, beschränkt sich Josef Por-1 ter (Barcelona), während V. De-' grnnge (Paris) Autographen ' in großer Zahl in letzter Zeit hinzu-, erworben hat. Von - den Schweizer Katalogen muß man das Verzeich- ' nis 9 von Nöth & (Sie. (Lausanne) nennen, das alte, und neue Bücher, vor allem gute Gelegenheitskäufe, verspricht, und in England bieten Cräddock & Barnard, Tunbridge Wells in England. Zeichnungen und ' Kupferstiche mit 147 Nummern an. Dr, 0. B. Auktion bei Perl An zwei Tagen versteigerte das Antiquariat Max Perl eine wertvolle . Privatbibliothek sowie alte Und moderne Graphik, ausserdem Viele Handzeichmingen. Am ersten Auktionstag gelangten u. a. Heine- Ausgaben rum Verkauf. Es gab 73 RM für die ..Briefe aus Berlin" .mit Lithos von Hans Baluscbek, eine Ausgabe, die nur in 200 numerierten Exemplaren in den Hände] kam und die eigenhändige Widmung des Künstlers trägt. Taxiert hatte mandieses Heine-Bändchen mit 10 RM. Die einmalige Ausgabe von ..Deutschland, Ein Wintermärchen , Faksimiledruck , nach' der. Handschrift des Dichters, herausgegeben'von F. Hirth, brachte bei einer,Taxe von 15 RM 48 RM, „Shakespeares Mädchen und ■Frauen mit Erläuterungen von Heine* Leipzig 1839' kam bei einer Taxe Von 12 -RM auf ’64 RM. wofür dieser'-Lederband der Zeit mit Gold- - Pressung und 45 Porträtsticben. in Berliner Privatbesitz überging. Auch am zweiten- Tage war der Besuch der Versteigerung rege. Man. bemerkte viele jüdische Sammler und Antiquare. Das Antiquariat Breslauer ersteigerte Varnhagen von Enses Tagebücher in 14 Bänden, verlegt in Leipzig, Zürich und- Hamburg- 1862—1870, für 28 RM ('laxe 20 RM). es gab 470 RM für einen Band Schriften von 0. Wed- . digen, eine reichhaltige und interessante Sammlung aus dem Besitz des Theaterkritikers Stiimke, 170 RM für einen schwedischen Bilderatlas (Antiquariat Altmann). 20 RM für einen Atlas der Schriftformen , des Auslandes vom Altertum bis zunr Ausgang des 18. Jahrhunderts mit 240 Tafeln (Dr. Eugen Pinner)., Strindberg-Auegaben stiegen bis zu 4o RM bei >w.eit höheren Taxen.'so. vornehmlich eine vollständige Aus-. gäbe der Romane, die in Privat-, besitz gelangte. Am Nachmittag des zweiten Verstöigerungstages ■ ging es um Werke von Künstlern des 19. und 20, Jahrhunderts. Ungefähr 25 Liebermann-Blätter kamen unter den Hammer. Eine Bleistiftzeichnung „Drei Frauen“, signiert und datiert 1880, ging für 37 RM in Privatbesitz, eine weitere Bleistiftzeichnung „Drei Studien zu einem alten Manne“, auf der» Rückseite Kinderstudien zeigend. brachte . 26 RM (Staatssekretär a. D. Zweigert), Lithos auf Bütten, u., a. eine Pferdedarstellung und eine Variation von Liebennanns Thema der Judengasse, gingen für nur 9 und .16 RM' fort (Dr. Klyber-Berlin).. In die Sammlung Klein gelangte das Blatt mit der Darstellung des Jägers mit den Hunden, * in der zweiten.. Fassung, und das schöne Blatt mit. dem lesenden Mädchen.. Für das . Porträt des Professors Cohen gab es keinen Käufer und leider auch nicht für .die bekannte Radierung mit denv spielenden- Kind und «einer Wärterin; wohl ein Familienbild des toten Meisters. Dr. O. B. Die Berliner Malerin Käthe Münzer-Neuinann hat im „Pariser Salon 1935“ von der Societe des Artistes Fran?ais ein „Mention Honorable“ bekommen. Sport der Woche Biß Hkf-Beslek-Jüste der jüdischen Leichtathletik in Deutschland 1935 Wir beginnen im folgenden mit der Veröffentlichung der Funf-Besten-Liste und legen dabei von vornherein Wert auf die Feststellung. daß. wir die Leistungen der einzelnen jüdischen Sportler selbstverständtich unabhängig von ihrer Zugehörigkeit zu einem Cpvrtverband oder Sportverein, d. h. ganz objektiv würdigen. Der'Liste liegen die im Laufe dieses Sommers veröffentlichten Resultate zugrunde. 6s kommt »ns darauf an. den Stand der Leistungen im jüdischen Sport zu schildern. D. Red. ■ I. ' ' 100-Meter-Lauf 1. Schild (NjF-Di'rtmund) . . . . 1V.8 Sek. (26.5.) 2. Schattmann (Bar Kochba-Berlin) 10,9 „ (18.8.) 3. Dr. Lewin (Bor Kochba-Bcrlin) . 11.6 (18.8.) 4. Ballin (RjF-Stutlgartl .... 11,1 „ ( 2.6.) b. Salmang (Nioi-Aachen) . . » . 11.2 „ (4.8.) Blum (RjF-Mainz) .... . 11.2 „ (2.6.) DaS Bild der Rangliste in dyc 100-Meter- Strecke entspricht nicht ganz der wirklichen Leistungsstarke. Schattmann und Dr, Lewin haben bewiesen, daß sie leistungsmäßig über den RjF-Stzrintern stehen, wenn auch Schild tzur Zeit seines Zusammentreffens mit den Makkabi-Besten nicht in bester &otm gewesen ist. Auch die Zeiten von Ballin und Blum sind einmaligund bedürfen der Bestätigung ßn größeren Wettkämpfen mit gleichwertigen Gegnern. Feststeht auf jeden Fall, daß Schattmann. der sogar einen stolzen Sieg in der brandenburgifchen Juniorenweisterschaft des Gaues III erringen konnte, Und besten älterer Klubkamerad Dr. Lewin . die zuverlässigsten jüdischen Sprinter Deutschlands sind, und daß Schattmann vielleicht dls einziger unserer gesamten'Sprintergarde noch zu ■ weit verbesserten Leistungen berechtigt. 2OO-Meter-Lauf 1. Dr. Lewin (Bar Kochba-Berlin) . 22.9 ScC (12. 5.) •2. Dr. Fritz Dreher (Hakoah-Köln) 23,0' ,. (25.8.) Schattmann (Bar Kochba-Berlin) 23.2 .. (18.8.) Secligmann (Hakvah-Tüsfeldorf). 23.2 ,. (25v8.) Salmang (RjU-Aachen) . . . - . 23,2 .. (25.8.) Die Bestzeit des Vorjahres (22,5 Sek.), die Sternlieb (Bar Kochba. Breslau) erzielte, ist in dieser Saison nicht erreicht worden. Hier dürfte die Klassifizierung etwa stimmen, wenn auch Schattmann als Makkabi- Leo Salmang (Aachen) und Erich Schild (Dortmund), dim btidmn «chnmlUtmn RJF-Sprinter meister dieser Disziplin Dr. Lewin zweimal zu schlagen vermochte. Unberücksichtigt blieb diesmal der vorjährige Zweitbeste Ausrichtig . (Bar Kochba, Berlin), dessen beste Zeit bei 28,3 Sek. lag. Eindeutig kommt in dieser Tabelle die Ueberlegenheit der Makkabiläufer zum Ausdruck. $>et RjF. wird gut daran tun, gerade in den Sprints nach geeignetem Nachwuchs Ausschau zu halten und ihn in jeder Beziehung zu fördern. 4OO-Meter-Läuf 1. Frohsinn (RjF-Bvchum) . . . . 52.3 Sek. (3». 6.) 2. Orgler (Hakoah-Wuppertal) . . 52,4 „ (18.8.) 3. Fröhlich (BSG 33-Ber!in) . . . 53.1 .. (25. 8.V 4r Henoch (BSG 33-Berlin) . . . 53,4 „ (14.7.) 5. Falkenberg (Bar Kochba-Berlin) . 53,5 .. (16. 6.) Eine schöne Leistungssteigerung! Die 400 Meter wurden im Vorjahr wie überhaupt die Aufstellungen in sämtlichen. Disziplinen vom Makkabi beherrscht. 'Drei RjF-Leüte haben sich, glänzend verbessert, dazwischengeschoben und dürften sich auch weiterhin in ihren Leistungen steigern können. Orgle r, nach wie vor stärkster jüdischer 400-Meter» Läufer, hat sich etwas verschlechtert (1934: 51,1 Sek.) und wird sich sehr strecken'wüsten. um weiterhin in Front zu bleiben. Der Werliner Henoch, der wieder überraschend gut in Form gekommen ist. mußte leider infolge Krankheit auf den Start bei den RjF-Meisterschäften verzichten; wäre er gelaufen, hätte eine Zeit unter der 52-Sekunden-Grenze durchaus im Bereich des Möglichen gelegen. Frohsinn, der alte Kämpe aus Westdeutschland, konnte bei seinen Berliner Starts an seine westdeutsche Form nie anknüpfen. Der Bar Kochbaer Falkenberg, der mit der gleichen Zeit wie im Vorjahre um einen Platz in der Tabelle gesunken ist. erzielte diese Leistung bereits im Anfang der Saison und .enttäuschte später, als die erwartete Steigerung ausblieb. 800-Meter-Laus 1. Orgler (Hakoah-Wuppertal. . l.59.£®Un. (30.6.) 2. Fröhlich (BSG 33-Berlin- . . 2.04,2 „ (14.7.) 3. - Bergmann 1 (BSG 33-Berlin) 2.04.8 „ (25.8.) 1. Bergmann lil (BSG 33-Berlin) 2.05,0 „ (15. 9.) 5. Grüncbaum (ITV 02-Köln) . 2.07,5 ( 7. 7.) Auch die 800 Meter sind Orglers Domäne geblieben. Erstaunlich allerdings dann der Fortschritt der RjF-Vertreter, die alle anderen Plätze mit dem zuverlässigen Fröhlich, an der Spitze belegen konnten. Wenn auch diesmal noch der Wuppertaler als einziger unter , der 2-Minuten-Grenze blieb, lassen die erzielten Ergebnisse die berechtigte Hoffnung zu, daß es bei richtigem Training im nächsten Jahre gleich mehrere sein werden^ die diese Grenze unterbieten können. Ernste Anwärter daraus sind jedenfalls Fröhlich, beide ..Bergmänner" (alle drei von der BSG 33) und der jugendliche Bar Kochbaer Walter Lohn, besten Zeit von 2 :07,8 Min. zwar bester als im Vorjahre, diesmal aber trotzdem nicht ganz zur Einreihung gereicht hat. Ueberraschend vorn endete vor allem Bergmann I, der schon vor sechs fahren 1:55>6 Min. gelaufen ist und in diesem Jahr nach langer Pause wieder ernsthaft trainiert hat. mochten sie von dem einen oder dem anderen Verband veranstaltet fein, stets ohne Schwierigkeiten zngelasfeu. In diesen Tagen beschloß der Reichsauc-fchuß. die bayerischen Handball--,/ Fußball- und HockeymaNnschaften nur zu den Meisterschaften eines Verbandes, für den sie sich zu entscheiden hatten, zuzulasien. Tiefer Beschluß wurde vom bayerischen .Verband damit beantwortet. daß seine' Mannschaften Startverbot für , alle dem. Makkabi und dem RjF angeschlosfenen Vereine erhielten. Derartige Mißbelligkeiten.' die unnötig böses Blut - machen, könnten viel -besser durch gemeinsame Verhandlungen in Ruhe behoben werden. . Ein zweiter Fall! Tie .Berliner Handball- -und Fußballspielausschüssebeabsichtigten, in der kommenden.Saison mit ihren ersten-Mannschaften und ■ mit den Makkabi- und RjF-Vereinen in Leipzig und Dresden einen gemeinsamen 91 u n - . denspielbetrieb aufzuziehen, um dadurchden Spitzenmannschaften mehr Spielmöglichkeiten - mit anerkannt guten Gegnern und Abwechslung im Spielverkehr zu schassen. Umgekehrt bestand gleichfalls das Bedürfnis für die mitteldeutschen Vereine. Sämtliche Beteiligten unterstützten die; scn Plan, bis auf Bar Kochba. Leipzig, dessen' Halsstarrigkeit auch wochenlange Verhandlungen nicht zu ändern vermochten. .Wir kennen die Ablehnungsgründe des Bar Kochba. Leipzig nicht; denn über sie ist nur im Makkabi ohne Anhören der anderen Partei verhandelt worden. Hätte hier sticht guter Wille und Verantwortungsgefühl einen Ausweg ermöglicht? Hätte hier nicht, bevor ein endgültig negativer Entscheid erging, ein unparteiisches Schiedsgericht den Schlichter spielen können? Einer solchen Entscheidung hätten sich alle in sportlicher Disziplin gefügt, auch wenn dadurch im ungünstigsten Fall einem der Vereine die Beteiligung am Rundenspielbetrieb versagt worden wäre., Unter den obwaltenden Umständen werden sich also die Berliner Makkabi- und RjF-Vereine getrennt an Verbandsspielen ihrer Vereine in Mitteldeutschland beteiligen. Wer trägt den Schaden? Der aktive Sportler, der auf Spielmöglichkeiten niit guten Gegnern des anderen Verbandes verzichten muß. die Vereine, die den naturgemäß teuereren Sprelverkehr mit weit größeren materiellen Opfern finanzieren müssen und der jüdische Sport überhaupt, dessen , Einigkeit durch dieses Nebeneinander einen Schlag erlitten hat. - Neutralität im Sport Daß selbst in,der heutigen Zeit, die doch Von sich aus zur unbedingten inneren Einigkeit gerade im Sport zwingen sollte, die Zusammenarbeit der Verbände nicht reibungslos vonstatten geht, bezeugen Vorfälle, die sich kürzlich zugetragen In Bayern besteht als alleiniger vom Neichsausschuß jüdischer Sportverbände' anerkannter Sportverband der Verband jüdischer Sportvereine/ Bayerns. Die ihm angeschlossenen Einheitsvereine — es gibt in Bayern reine getrennten Makkabi- oder RjF-Grüppen — waren bisher zu allen Sportfesten im Reich, Kurze Sportnotizen Harry Mizlers grosser Kampf Der bekannte englisch-; übliche L e i ch tgew i ch t s m e i st e r i rn Boxen, Harry Mizler, schlug am 2. Oktober in London ist einem überaus spannenden Kampf den guten Franzosen Gustave Humery in der 8, Runde durch technischen k. o. Nachdem Mizler in der 7. Runde nach fünf llkiederschlägen schon selbst am Rande einer Niederlage ivar. gelang es ihm unter tosendem Beifall der begeisterten Zuschauer, mit letzten Reserven den Franzosen durch, einen Rechten aus Kinn schwer zu erschüttern und dann mit genauen Geraden so schwer , nächzusetzen. daß der-Ringrichter Humery völlig groggy aus dein Ring nehmen mußte, um ihn vor weiterest Schäden zu bewahren, internationales Tennis In der 4. Runde de? Internationalen Tennis t u r n i e r 8 um die Meisterschaft von Meran mußte sich der Pole Wittmann, der kürzlich in Berlin die diesjährige Makkabimeisterschast im Tennis gewinnen konnte, gegen Taroni (Italien) mit .5:7, 6 :4, 3 :6 nach härtestem Kampf knapp geschlagen geben. .Im Damen-Einzel um den Lenzpokal verlor , Frl. Z ehden (Berlin) gegen die Polnische Spitzenspielerin Jedzejowska 0 : 6, 1: 6, Frau Deutsch (Prag) gegen Frl. Tonelli (Italien) mit 4:6. 6:1, 4:6. „Schild", Frankfurt a. M., die beste j üdi sch e H o ck e y Mannschaft Deutschlands, hat sich nach dem großen sportlichen Erfolg des international besetzten Osterturniers einen .weiteren ausländischen Gegner verpflichtet. .Der Football Club Lion, dessen Hockeyteam zu den stärksten Frankreichs zählt., wird zu Neujahr 1936 * die Frankfurter NjF-Leute einer erneuten Prüfung unterziehen. DAS GUTE HANDWERK Aufzüge ' Ernst Fischer fährst uhlt&brik W SO, Knliiibftcher Strasse 6 4 Ba«. 7851)52, Nachnut : G 3 Lichter». 7758 Reparaturen jeder Art, Fliege, Fahr- Vtuhlscile **"Lla1erantu.Mital.d.JDd.GemTe Aul» -V er miet uns Horch 8 - Essex u.a. Auto-Reparatur alle Systeme, /.eit gern. Vrebe. Nitaoha, Orunewaldatr. 82. « I 7875. Auto-Zubehör umpiv vriiuipauiUyViga*voruaiau. ui sftmtl. Krankenkass. n.Behörd. Berlin N 24, Friadrichatr. 113 (am Oranienbarger Tor). Dl Nord.1442 Mitgl. der Jüdischen Gemeinde Bandagen || Fahrräder || FflhrräÜpr Sallf Mailich. Na«« IUIIIIuUCI Strasse 19a. LS. 2021. Bauwesen Pfiasterangen, Aspbaltierugen ■ Sylvaatar ft Co. W UehUnbarg, RDscheatraasa M.d.j.H. L 5, Lichtenberg 4848 Färbereien Drogerien Autoreifen Autozubehör Vulkanisier Ans>taJt Sännt renommterte Fabrikate sowie grosse Auswahl in ge brauchten und nsugumm Reifen deKsIcherverfahrcn schnell stets und billigst. R. 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