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Central-Verein-Zeitung · 1935-10-03 · 40 (3.10.1935) · page 4

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
14 (1935)
Issue
40 (3.10.1935)
Date
1935-10-03
Page
– (sequence 4)
Language
German
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lv'n.te Petroseirmbeleuchtiing fei direkt die Be« lenchtung iin Berliner Theater gewesen iur Vergleich zu den neuen diffizilen Regulatoren, . 'gl den allermodernsteil Telieiiliversern, die urän hier von Anfang an neu eingedapt hat. ..Taö haben wir auch bitter nötig, die Belcuchtuugsessofte". mifrlit siel, Heinz Evndell ein, „besonders die Projektionsapparate." ' Und damit werden wir - 31t bem schwierigsten Kapitel des neuen Theaters geführt, gi der. Seele des Theaters, nämlich zur Bühne. ' Die Bühne ist eine sehr kleine Bühne. -Etz ist keine Drehbühne, es gibt - keine' Versen-. lnngsmöglichkeiten. und jeder Fachmann wird •v>cin* Eondell hoch anrechnen/ dag er so ein . zuversichtliches Besicht macht. Und ^>as mit -liecht. Tenn die Judith-Dekoration steht schon beinahe' fertig hinter dem eisernen Vorhang und verspricht alles Mögliche an Wirkling. Die . Mauern der Stadt Bethunien stehen massig da, dahinter, besser in ihnen verbirgt sich elne auf Magen gebaute Kemenate, die vorgelagert wird. Ueber einein schwebt ein Zelt m den Lüsten, daß im dritten Akt auf Zügen hernntergelasien wird. Es ist so eine Einheitsdekoration geschaffen worden, die in sich verwandelt 'wird und einen sinnreichen Mechanismus vorftellt. Die Vorzüge dieser Dekoration liegen nicht nur in ihren ästhetischen Werten. Puch die Zeitdauer der Verwandlungen ist ganz kurz. Natürlich spielt die Projektion auf den Hintergrund eine große Rolle. Welche Vsöglichfeiten lind welche Tilgenden . die Dekorationen bei so räumlicher Sparsamkeit entwickeln iverden, wird .das künftige Spieljahr zeigen. Und, „die gewisse Mäßigung, mit der. teils gezwungen, teils ans Instinkt" Serlo.im. Wilhelm Meister ..init'Or» Xgan und Gebärden ökonomisch gi sein", crchlnte. scheint and, im übertragenen Sinn alls die Bühnendekvrativn gi stiinnien lind wird den Eindruck auf das Publikum erhöhen. Mber alle diese Ueberleglmgen und Erlvä-' lnmgen werden von dem Gerassel des eisernen ^-Vorhangs nbertönt. Sein Funktionieren wird überprüft, lind er snnktiviiiert wirklich, wie noch vieles andere, das in das Gebiet der Bühnentechnik fällt.und das wohl eins der .verwirrendsten lind kompliziertesten Gebiete eines Theaters vorstellt. — Der Beherrscher dieses Faches im jüdischen Knltnrblind. Diblomiilgenienr Sondheimer. kann mit gutem Gewissen sagen: ..Tire/, Io rideau. la faree. peut; commencer!“ Dipl.-lng. Gusti Hecht.' Hilfe undAufbau Aus den Familien Am!>. Ltkvber feiert Max B.l u »1 e >1 t I, ci I, Berlin-Wilmersdors, , seine» 9». Geburtstag. Blmnenthal gebort dem E.-B. sei! der Bereinsgründrmg nn Jahre IK9;> au. — Nm •). titulier begeht Fra» Rosa Kuriiiter geb. Bergheiin <Köiiigsberg-Nin.) ihren 70. Geburtstag. —. N!av Lebt (Dresden! feierte seinen 80. Geburtstag. Er ist fest Mensehenaller i», Dienste der Gemeinde und alS Ehrenvorsibender des Syii.igogeiiatlsscliusses noch heute aktiv tätig. — In Köslin verstarb der langjährige frühere Vorsitzende des Bor-. standetz der dortigeii Shiiagvgeiigemeinde. Karl Sabatzkn nach langem icliiveren Leiden im 7.7». Lebensjahr. Der Verewigte, hat sich nni das jüdische Leben in leiner Gemeinde.große Verdienste erworben. Lroseküren und 2oitsckr!kten „•'»66 Tage hat das Jahr. An jedem Tage soll jeder einige Alinnten an das Werk denken, das hier in Wort und Bild zu ihimJprrcht", an ein Werk, das von der Reichsvertreluirg der Juden in Deutschland zentral zusammengefaßt und betreut wird. . . •' . - -s Photos. Diagramme mannigfachster Art als sinnfällige Ausdrncksnnttek statistischer Darstellung. kleine Zahlenübersichten.'klare Schaubildcr 0ste. dokumentieren anschaulich Arbeit und- Zielsetzung der zentralen.; jüdischen Kürpe-rschaften, . Einige Tertc, die der Erläuterung dienen, sind mrailsdriiiglich dazwiscl-cngestreut. So lernt man in wenigen Minuten keimen, was praktische Arbeit auf dem Gebiet des Schul- und Bildiingsivesens. der Wirtschaftshilfe, Berufsmnschlchtnng und Berufsausbildung, der Wohlfahrtspflege und des Wandernngswesens bedeutet, wie diese Arbeit in Berlin und im Reich organisiert ist, kurzum: einen wie großen Raum diese Tätigkeit heute im jüdischen Leben Deutschlands einnimmt und in der Zukunft beansprucht. Einige knappe nützliche Hinweise auf die Entwicklung der jüdischen Bevölkerung in Deutschland, aus deren Altersgruppierung und die Geschichte der Sozialarbeit'im Reich in einem Zeitraum von mehr als 200 Jahren sind vvrangestcllt. Geschickte Hand und künstlerischer Blick für wirksame Propaganda haben ein kleines, zeitgemäß-einfackM, aber mit viel Geschmack und Freude ausgestattetes Heft geschaffen. Die Zeichnungen und Montagen stammen von LilliSzk 0 lny und Fritz S-a len der, die Photos von I. Ab rast a m, Arno Kik 0 ler und Herbert S o nn e n.« selb. Für die Drnckanordmmg zeichnet Dipl.- Jng. Gusti Hecht verantwortlich, für die Gesamtherausgabe Dr. Friedrich Brodnitz. Die Schrift kann man nicht mehr schlechthin einen Almanach auf das Jahr 5696 nennen. Sie ist ein Rechenschaftsbericht und noch Mehr: ein eindringlicher Appell an die Gesamtverantwortlichkeit und. den Opfersinn unserer Gemeinschaft, den Zentralmisschuß für Hilfe und Aufbau, die Finanzabteilung der Neichsvertretung, mit allen Kräften zu miterstützen und zu fördern. Da? neue -Heit der von der Neichsvertretung der deutschen Inden herausgegebenen ,. I n f 0 r - m a t i 0 n s b I ä 11 e r" (Nr. 89 vozn 22. Sep- . tember) spiegelt in seiner Reichhaltigkeit die Fülle der akuten . Fräsen und Aufgaben im Judentum. Deutschlands wider. Etwa 7.V Einzelnotizen sind auf einen Raum von 24 Seiten unter fünf großen Gesichtspunkten übersichtlich zusammcngetragen. Wir können hier mir einige wesentliche Nachrichten hervorheben. Die jetzt zur Neichsvertretung gehörende Zentralwohlsahrtsstelle stellt die Geschlossenen Anstalten der Jugendwohlfahrt in einer llebersicht zusannnen. Die Derqrdnung über Ber- LV.-fpousn -^fdsikgsmsinrckokl' 6posr-8sk!m decken Mittwoch-Abend Aussprache. Thema: Geschichte der Juden aller Länder. Anmeldungen an das Büro des Landesverbandes W. 15, Emserstr. 42. J2 8141, mrttlung, Anwerbung und Verpflichtung von Arbeitnehmern nach dem Ausland, wöm 28. Juni l'tar», in .uralt feit i. September 1935. die eine -nnerwnnfchte Abivnndcrung von Facharbeitskrästen nach dem Ausland vermeiden will, wird naher erläutert. Zahlreich finddie Hinweise ahf ''ckrbettsfragen der Anwälte. Aehnliches gilt für das Hhpotheken- - und Zivangsvollstreckungsrecht. In der - Rubrik „Eherecht" iit u. «. ein 'Auszug aus einem Picrkvlatt.des l.'annoil for the Amcr Jioration -of the Loyal Position <ok.. the. .-.Tewes.s- -.Über die wichtigsten Bestwunungen des'jüdischem - ' Elicrcchtcs für jüdische Nhrdchen und. Frauen ver- - ösfentlicht. Bemerkenswert.iit schließlich die -.Zahlenübersicht iiber die Einwanderung nach Palästina in den Jahren. 1010 vis ,964. Durch- -w Nennung der zu jedem Abschnitt gehörenden einschlägigen Literatur erfahren die „Informationsblätter" eine wesentliche Bereichernng. Jeder .Answanderungswillige muß. >vill er . zahlreichen Gefahren entgehen, genau iniormiert fein. Der ..Hilfsverein der Juden -in Deutschland". Zentralvüro für jüdische Auswapdcrungsangelegenhciten, ist die vom Neichswandcrungsamt anerkannte gemcinniitzige AilSkmiftsstelle für jüdische A n s w ander n n g und Dnrchwandernng. berät .aber nicht Spezialsragen der Palästinawanderung. die zum. Ausgadengebiet der Palästinaämter der Jowish Agency gehören. Darauf ist es auch zurnckziliühren. daß in dem soeben vom Hilssverein heraiisgegcbenen. sehr >imfangreichen „K o r r c s p v n d e n z b l a t t über A il s w a n d e r u n g s - und » i e d l u n g s - w e s mi" gegenüber anderen Ländern die Angaben über Palästina ganz knapp-und summarisch ge- .halten sind. Die Erfahrungen des Hilfsvereins erstrecken, sich über die ganze Welt. Tie allgemeinen Berhältnisse und Die' Aussichten für zahlreiche Berufe werden so aussührlich wie möglich behandelt. Besondere Sorgfalt wird der Erörterung der.Möglichlciten. in landwirtschaftlichen Siedlimgeii. besonders in Argentinien und Brasilien zugewandt. Die Frage der Einkommeiisverhättnisse und Lebenshaltiingskosten wird bei jedem einzelnen Lande gesondert behandelt. Eingehend sind die oft verwickelten Eiinvanderiingsbcstimmungen dargestellt.. Als Neuerung ist' ein Uxberblick über das Schul- und Bildungswesen in einer Reihe von Ländern zu nennen. / Die Arbeitsgemeinschaft für K i n d c r - und I u g e n d - A l i.j a h" wirbt in einer ausgezeichnet illustrierten Broschüre für die Förde- ' icung ihrer Ideen und Aufgaben, nämlich Jugendliche. deren heruslickies. Fortkommen in Teutsch- . fand erschwert ist, in Palästina landwirtschaftlich lind handwerklich aiiszubilden. Aus Bild und Tert spricht Zuversicht und. Lebenssrende junger jüdischer Menschen, die man bei der praktischen Arbeit wie im theoretischen Unterricht, bei. Spiel, Sport und sonstiger Unterhaltung beobachtet. E. G. L. Ausbildung jüdischer Krankenschwestern Seit längerer Zeit besteht ein Bedürfnis nach, jüdischen .Krankenschwestern. Angesichts dieser-Tatsache hat die Neichsvertretung der deutschen Juden. Abteilung Zentralwohlsahrtsstelle, beschlossen, die Ausbildung von Krankenschivestern zu fördern. Eine Reihe jüdi,ck)er Schwesternhelnre und Krankenhäuse.r hat sich bereiterklärt, über ihren eigenen Bedarf hinaus znsätzlich L e h r sch w e st e r n aufznnehmen und. unter besonderen Bedingungen auszubilden.. Tie A usöi l d u ngsd a u e r' beträgt zwei Jahre. - Die B e iv c r b n n g als Lehrschwester steht allen körperlich gesunden jüdischen Mädchen frei, die mindestens das 18. und möglichst das 20. Jahr vollendet haben und nicht älter als 30 Jahre sind: Bewerbung aen smd an das Krankenhaus bzw. i-chwenernherin direkt zu richten; Auskunft über freie Ausbildung-:--; Plätze erteilt auch die Reichsvertretung der deutjchen Jilden, Abteilung Zentralwohlsahrtsstelle (Berlm- Eharlottenburg 2. Kantstr. l5V.. Anträge'auf Bc- - zuschussimg 'der Ausbildungskosten, nehmen die. fur den Wohnsitz der Anwärterinnen zuständigen ftidischen Bezirksstellen für.Berufsausbildung entgegen.^ Die SelbsthUftgrnPPe der jüdischen Blinden in ■ Deutschland, Geschäftsstelle: Berlzn-Charlottendnro. Tahlmannstr. 5. geht jetzt daran, einen I u d-ische n Bli ndenkalender herauszugeben. . Ruch enthält außer einem jüdischen^nnd.allgenn-cnE ' Kalender eine Novelle von Stefan Zweig, eine Reibe belletristischer Stücke über Blinde von. Blinden ui-.d Sehenden sowie einen Artikel über den Stand der iildischen Blindenfürsorge. Dazu kommen Aufsätze über jiidische Blindenanstalten, überdie Blinden in der Literatur, die Beschäftigung von Blinden in der Industrie und --ein kurzer, aber inhaltreicher - Aufsatz über Statistik der Blinden. Tie Selbsthilfe^ arüvpe will durch den Bcrkaus . dos. Jahrbuchs vor - allen Tingen Mittel beschaffen, um ihren ^Schicksalsgefährten weiter zu helfen. Tas Jahrbuch kaumdurch die jüdischen Buchhandlungen und Eugen ftuUm,.. Berlin-Wilmersdorf, Badcnsche Straße 21, bezogen werden. ___ Benutzt die jüdischen Arbeitsnachweise! ^^Arbeitsgemeinschaft der jüdischen Arbeitsnachweise: 1. Berlin C 2, Nosenftraße 2/4 (gewerbliches Personal, Berufsberatung, Lehrstellenvermittlung), Tel. 0 1. Norden 67tl; 2. Berlin S'iV 19, Linde.nstraßc 48—50 (kaus- ' männisches und Hauspersonal sowie Freie ' Bernsc), Tel.: A .7, Dönhoff 5396. . Breslau: Arbeitsnachweis jüdischer Organisationen Schlesiens, Schwcidnitzcr Stadtgraben 28. Frankfurt a. M.: Für m ä n-n l i ch e-Arbeitskräfte: Bernfsberatnng und Arbeitsnachweis für Inden E. B-, Königswartcr Straße 24: für wei b l iel,e Arbeitskräfte: Unentgeltlicher Arbeitsnachweis und Berujsberatung der weiblichen Fürsorge E. B.. Hans-Handwert-Straße 3. Fürth: Schomre Schabbos-Stellenvermittluug. Blumcnstraße 29. Hamburg: Israelitischer Stellcnverinlttlliügsverein E. B., Beneckestraße 2. , Hannover: Jüdischer Stetten- und Arbeitsnachweis.. Lange Laube 46. Klöln: . Jüdischer Arbeitsnachiveis. Nnbensstraße ö ). Königsberg i. Pr.: ' SteUenverniitttiliig des jüdischen Frauenbundes, Brahmsstraßc 5. .Mannheim: . Für männliche Arbeitskräfte: Jüdische Wirtschastshilse. M. E. 12: für me i b l i che Arbeitskräfte: Unentgeltliche Stellenvermittlung .und Berufsberatung für israelitische 'Frauen und Mädchen, C. 4. 12. München: Indischer Arbeitsnachweis (Berrissbcratung), Herzog-Ma^-Strüße 5. Stettin: . Arbeitsnachweis des Provinzialverbandes des Indischen Frauenbundes für .Pommern, Falkenwaldcr Straße 24. . Stuttgart: ■ ' Arbeitsvermittlllng/Periifsberatnngund ÜIik-- lunstsstette der Jüdischen Nothilse. .Hvspitalstraße :'>«>. Wuppertal-Elberfeld: Snnagogengemeinde ' Wuppertal - ElbekfslH,- Abt. Wohlfahrt,-Genügsamkeitstraße 7. Else Dublon beginnt demnächst ci Tournee in Amerika i'ot. Herbe,-! sichtlich die Opern ..Der Barbier von Sevitta" und..La Traviala". die Operetten ..Des Jigennerbarvn" und.„.üatja, die Tänzerin",-dis Komödien . Zinsen" von Sbaiv und ..Komödie der . Irrungen" von Shakespeare und einige Liistspiele/ni denen ,'T. das-- Ensemble der üüdückien Mnltitvvundes Hamburg gasuerl. Borgeiehen iinh^rllTr^- Liederabend. ein Tanzabend Mit <Krasten-' des Zuditckien Kulturbundes und ein Kammer-- >nnsikabend. Dam kommen als Sonderveranna!-- rungen Bortrage und Kurie 'mauuigiatti'ler '.'irr. Jüdischer -Kulturbund für Ostlvestsalen und angrenzende Gebiete iS ip Her'ord u. 'W. Jii der Sommerpause bot die Kutlurbnudidee weiter Fuß geiaht, '.'lui Gruud des iur-die neue Spie! zeit aujgcsiellteu 'Programms, das u. a. Namcil wie Ludwig Hardt. Berlin. Ruth K sich - Arndt. Köln. Tr. Mar Osborn. Berlin, Boris und Josef Schwarz, Berlin, das Mendel s s o h n - T r i v . Leipzig. Dr. Anneliese L a n d a u. Berlin, Wolfgang R v s t. Berlin. Bernhard A b r a m o tv i t s ch . Hamburg. Emmh Joseph, Mannheim, ausweist, haben sich die Orte M ünster i. W. und Oldenburg an- , geschlossen. Berhandlungen schweben gegenwärtig noch mit Emden und 'Hammi. W. Den Auftakt der neuen Spielzeit bildete die von Egon Jacobsvhn. Berlin, zusaminengestcttte und von ihm 'interpretierte -..Musikalische Abendun.terhalt.ung. vor 100 Jahren bei Bankier Meyerbeer", die durch Eamitta S p i r a'. Berlin. Else K v ch - Stabinski. Berlin, Erna Klein, Berlin.- und JPilhelm Gut t mann, Berlin.-zu einem großen Erfolg wurde. Konrerte m öerlin und im Reich Michael T a n b e dirigierte, »m-September einen . Teil der Linsoniekvnzer'te des Jüdischen Knltnr» bilnbes Berl'.n. Mit einer ..Ouvertüre für großes . Orchester" von Erich Walter Sternberg hat er uns eine interessaiite. N'eilheitans Palästina mitgebracht. Das Stück.hat Erfüidnng und' läßt gute ..Arbeit". Berarbeitnng erkennen, ohne sich jedoch nn Abstrakten zu verlieren; im G^zeiUeil: man . spürt die Freudean Klang und Klangfarben, wenn auch von einem spezifisch „jüdischen" Kolorit nicht ' die Rede sein kann. Bei allem tritt ein Zug zu einer gesunden und berechtigten B.irtnontät hervor. Erschwert wird das 'Berständnis durch die nicht immer motivierte Zerstückelung im formalen Aufbau. Llleniger glücklich war die Wahl der voraufgehenden Werke —-aUerdingsT'dnrch eine Prvgrammäiidernng zu erklären. Ehcrnbmis Wasserträgermusik sagt uns heute nicht mehr viel, und auch Beethovens oft gesungene Arie perluio“ gehört zu den schwackien Werken des 'Bkeisters. T ie -Ssliftim-Elsa I ül i ch , die. Gattin . de» Dirigenten, war im belebten Rezitativ, dem sie Lcamatisck)k, inst Harle Konturen gab. eindriicksvollcr als im rein Arivsen. Beim Hauptwerk des Konzertes. Tsü^ikowskis 5. Sinfonie, härte die hemmungslose, dhnämische 'Wnckit des Blechs zngnnsten melodischer Linien stettcinveiie gedämpil iverden müssen, die Stehzernngei'. waren, zu jäh und dadurch nicht immer differenziert. Aber von diesem uyd einigen Entgleisungen abgesehen, war es doch eine Wiedergabeaus dem Geist dieses. Werkes heraus, schwungvoll lind dramatisch. Das ist schon Musik nach dem Herzen Taubes, den der Beifall immer wieder anfs Podium rief. Josef R o s e n st o ck eröffnet seine Konzerte mir < der „Grande Ouvertüre" zu „Benvenuto Cellini" ' von Berlioz. -Ein Werk, bei dem wie hier das . turbulente Durcheinander der. Themen, die Farben, die orchestrale Virtuosität alles ist. wird in seiner . Wirkung besonders stark von der Lualität der Wiedergabe abhängen. Gerade das Niveau dieser Aiissührnng muß daher die rapide Aufwärtsentwicklung unseres Orchesters belegen. Welch impulsive Kraft ging von. dieser Wiedergabe aus, obwohl die Orchestcrvesetzung naturgemäß nicht einmal partiturgetreu sein konnte, wie sorgsam wurde ansphrasiort. z. B. das große Lvoensolo! Noscnstocks Klaügnnn wurde wieder evident, der Hang zum plastisch Gegliederten, der das in seiner Art geniale Spektakelstück nie zum Tonchaos werden ’ ließ. Heiter war der Abschluß: Mozarts viersäßi-ge 0-clur-Srnfvnie. Mozart, der apvllinische Klassiker, das >var das künstlerische Motto, das Nosenstocks Auffassung bestimmte. Es gab also eine Ausführung von größter Feinheit und Klar- . heit, dabei von einer gestrafften Energie, die bei aller Hingabe aii die gesangvvlle Süße nichts verzärtelte. Nicht mit der gleiche» Präzision ivnrde an dom--Abend, an'-dem wir ihn hörten.' stellen- ' weile der siniouische Part im ersten Klavierkonzert von Brahms gebracht. Bruno E i s ne r s. des Soliilen. Knust erfüllt die Voraussetzungen, dieses schwerste und längste aller Konzerte überhaupt zu bewältigen, wenn auch einzelnes technisch nicht glückte. Davon abgesehen, gelang Eisner eine Wiedergabe in wirklich großem Stil, hier war ein Ntunker am Werke, der alles pianistiiche Lrna-' ment beiseite ließ und nur der Strenge und inneren, stillen Leidenschaft des Werkes diente. Ätebr als durch den lauten Beifall wurde Eisner dutch den gesammelten Ernst, zu dem 'er - das Publikum zwang, belohnt. Ludwig Altmann. Es ist tatsächlich wunderlich, daß ein Wunderkind. wieDOssh R e ini r d v .^dirs ltt samllichen AiH ' schlnßüädlen des Jüdischen.Kulturbund Rhein- Ruhr die -Hörer zu Beiiallsstiirmen hinriß. ivirklich noch ein ftind ist. Der erst 14jährige Geiger eiitg'ickke in 'A>erken mnr Eorelli. Paganini u. a. in'. ■ durch 'ußei-. To»; vervlüiiende Technik, erstaunliche Einstiblnng in die 'Materie und vor allem dnrck, naive nndAinüberzüchtete Anssanung. Der Pianist Alexander Lhajen. der den übrigen Teil detz Programm? bestritt, ist ein Talent, das den Durchs schnitt des klaviersp'iclenden'.-.Nachwuchses weit überragt. Er brachte durchgeistigt und mit wun- .dervollem.Anschlag Kompositionen von I. S, Bach und Ehvpin und errang großen Erfolg. ' O mi, Nenardy war er ein sorgsamer Begleiter. Beide Künstler mußten den Taiit des'Publikums mit Zugaben quittieren. — yo — Im ersten Orchesterkvnzert des Jüdischen Kul» turbundeü Rhein—Main ließ -Hans Wiihcln: S t e i n b c r g Beetln'vcns Egmont-Onverture in einer geistig konzentrierten, scharf gemeißelten Darstellung eindrucksvoll erstehen. Auch die selten gespielte, von Beethoven bceinslußte 2. Sinsonie von Schlimann. die durch Gustav Mahlers Nctnschen zu größerer instrumentaler Plastik gelangt ist. gab erfreuliche Kunde von der durch verschiedene Weckiiel in den Bläsergruppen. noch ge- . steigerten Leistungsfähigkeit des Spielkörpcrs. Emanuel Feuermann trug als ein in musikalischer Auffassung und technischer Tnrchsvrmnng gleich meisterhafter Interpret des' Ccliotonzerts A-mvll von Schumann dazu bei, die Serie der Orchesterabende verheißungsvoll einznlciten. A. H. Der Karlsruher Verein für jüdische Geschichte und Literatur, der die '.'liiigaben eines Knltnrbnndes-übernommen Hai. eröifnete den Ntnsikivinter mit einem Konzen des Eellisten Emanuel FF euer mann, den Niagda A.n gen selb am Flügel begleitete. In prägnanter Atnsiziergemeinfchast erwarben sich die Kiinstler vor allem mit der Eellosonate I-'-dur. Werk 99, von Brahms die herzliche Dankbarkeit des Pnbliknins.. Sig. Der Jüdische Miinkverein Breslau begann seine Wintertätigt'nt nur einem Beethoven-Konzert, yom Aliisikvereins-Orchesler unter Kurt Havelland' und Simon Gvldberg (Violine) ausgeführt. Die Ansprüche, de man an diesen ans Dilettanten gebildeten Tontörper stellen - durfte, fanden ihre Erfüllung. Die stete Steigerung in der Entwicklnng der Arbeit ist Havelland zu danken, unter dessen Stabführnttg die Wiedergabe der Eoriolan- Ouverinre und der S. Sinfonie ein Erlebnis ivnrde. Gewiß ist der Klang nicht immer voll- 'endcl. doch da-rt bei der Verschiedenheit des zur Verii'igiing stehenden 'Materials nichts Unmögliches verlangt iverden. Goldbergs technisches und mun« kiliiches Können oi'enbarte sich in eurem versiänduisvolien 'Vortrag, der, entfernt von allem ißir* turienhaften, eine hohe Kunstleiilnng darsrellt. o.e.

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