Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 14 (1935)
- Issue
- 40 (3.10.1935)
- Date
- 1935-10-03
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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«UtcV'j zwar (]i'H'()Uind]t und om'dn't, aber dennoch stark nn Geist tulb Seele >"ib erstanden, weit sie mit: ganzem Herzeit jiibni mcm'ii unddamit ihrer Sendung treubkieben. . . -. - Tie späteren Seiten Haben deiz Inden inner-, Uch qewandelt, (fr Hat das rechte Verhältnis zn seinem, jüdischen. Schicksal nicht mehr klar erkannt. Tie. einen wallten ihm entfliehen. Tanscn, Austritte aus dem Judentum und Maranentnm inseinen verschiedenen Tar-- inen .sind: die -. änderen Syniptame dieser Wandlung in' den' Tiefen, unseres' Wciens und unseres Willen-:-. Tiefe Ilncht hat -ihr -.'»ick nicht-erreicht. Andere haben mit gläubiger Seele die Kultur der Voller zu dem (s~>ott gemacht, zri dem sie beteten und. dem sie sieh ganz tveihten.. Tas lebte Ergebnis ihres Glaubens ist tiefe Enttäuschung. Wieder andere haben von einer Pflicht gegen Inden und Judentum nichts wissen, wollen, lind sind unbekümmert tun sie fremde Wege gegangen. Tie haben mit Bewusstsein für sich und für uns das südische Schicksal abgelehnt und sind sinn Unglück geivorden für sich und für uns., 'Evtt will asfensiihtlicl,. das; der Jude Jude bleibe und das; die Treue gegen das Judentum alle feine Schritte lenke. Ter Mensch schuldet Treue seinem Schicksal lind Gehorsam seiner göttlichen Berufung, auch wenn sie das Schwerste von ihm fordern.. Tas Indentliin nennt diese Pflicht über allen Pflichten kabbnlatli ol nmlkluith srhamajjim, Cie Ausnahme von Gottes Joch.. Wer Gattes ^oeh trägt, lvird fein Schicksal in ernster Temnt. frei von Bersioeifinng, auf sich nehmen. tlsieil es ihm bau lvatt anserlegt ist, ivird er es immer als einen Segen hin-' uehlnen und sii ilnn spreck;en, »nie Jakob zu .dem Engel: .Ieh lasse diel) nicht. du habest inich.denii gesegnet.'' Unsere Väter haben, ivie ihre Gebete zeigeil. niemals daran, gczweifelh das; sie gesegnet seien.noch nteilt einmal in den Tagen der Rreuzzüge und des schwarzen IV, stand dulden wir ohnmächtig unwr Schicksal, Wir gehen dann zugrunde in -stnmiuer. in liillvnrdiger Gteichgnktigteit oder in' V'erzweiilli ila. sobald wir nicht mehr die Iügu'ug Gattes als Befehl an uns begreifen, nehmen lvir uns selber die Widerstandskraft, mit der allein wir linferem...Schicksal gelvachsen fein konnten. Wer Gattes Joel; abwirrt. straft sich selber und vernichtet seine Zukunft, Es gibt Sunden, die in einer einzigen Tat offenbar lverden, so. htanb oder falscher- Eid. Ihrer wird sicher jeder bewusst, der sie begangen hat. - Andere Sünden find nicht so handgreiflich.. Sie zeigen sicheher in dex llnsasibaren Vebensstimmnirg. die. -all. unser Tun und -Vassen unchittlt. tu der cktichtnng. die avir unserem Weg geben. Tieie Sünden sind so verborgen lind so wenig bestimmbar, das; sP lins in der Gewöhnung des Alltags Oie bevorstehenden Ausführungsbestimmungen zum Reichsbürgergesetz Tic iu Insteibnrg erscheinende ,,Tstdcutiche VvllszcitNng" berichtet über eine grotze >üundgebung der 'Nativnalsvziatistlschen Bolkswvhtfähct. bei der Ganlciter Majerhvfer dem Amt lür Presse n»d Propaganda eine Ansprache hielt uud il. a. auch Ertlärnugen zur .Iildenfrage abgab. Er führte hierzu nach dem Berichte des Blattes ans: „Man sagte, der. Tiihrer ist. weich aervvrden in einigen Pünlteii: sv mcinte mau. die Iudenirage iväre beigclegt. und es ivürde kapituliert ioerden. 'Nein, die (besehe, die jüngst erlassen - U'urdeii, sind ein Beweis dafür, das; die Indenfrage nur in Etappen gelbst iverdeu kann, Lhne .ein weiteres Gesep ist die Iudeusrage schon-gelbst. wir sehen den Inden einfacki nicht mehr, er ist nicht mehr da für uns. Sicher iit, wo der Jude nichts werden kann, hält er sich nicht lange mit. Auch wissen wir ilicht, ivie die Ans-, fiiliruiigsbeülminilngen zu diesem Reichsgrinidgei'etz sein werden, ne iverden aber so ansiallen. das; der Trennnngsstrich sichtbar ist für diejenigen, die guten Willens sind." Einein Berichte der „T- Ztg." über eine Rede des Gauleiters Staatsrat G r v h «' ant einer Iührertagnng des Gaues ttöln- 'Aachen entnehmen "Bon der Pflicht/ Gottes Joch zu tragen, ipricht der Ioin Vnttipnriin in der Widdili. Tort lieniit er unterdeti Sünden ..die Ab- . iverfiliig von (äotles Joch". Tamit versündigt sieli der. Blenscli. lvenn er icieht sein will, was er nach Gottes 'Bällen tein soll.. Tie Enipörilng gegen Gottes Bestimmung nimmt die -versclnedeniten (neslalten an. immer aber sit' neI-llicht. I-t licht ans dem Veden nnd fresiviiliger Tod. Ilncht vor der Aufgabe, die der Augenblick stellt, und Umwandlung der dafür beslimniteii Energie in. Wut. die sich selber vernichtet, in Empörung gegen Gatt, in einen endlosen Hader mit dem Schicksal. Tluchl auch als Ablenkung des 'W'ikkens ans nichtige Tinge und Beicliaftigniigen. In,diesem In- Da der Einzelverkauf jüdischer Zeitungen durch eine Anordnung des Präsidenten der Reichspressekammer verboten ist, kann die C.-V.-ZEITUNG seit 1. Oktober nur noch im Abonnement . ..Tie neuen Gesetze über die Re.ichsbürgerschast und den Schuh des deutschen Bliiles richteteü sich ansgesptvchen gegen das -Indentiim, gegen jenes Izidentnm. welches ja auch .;u allen Ieitcn ein Gegner des EhriNentlnns geiveieu fei. Es fei lehr - grvhzügig vom nativ- , . ualsozialiftischen Staat, das; er sicli i,ic!,t der in mngelchrteiw Vaizen vit vvm Indenlnm aiigeloaiidten Akittel bedieiie. fvndern rein.geiehlich vergehe und dabei' dem jüdischem Bott dasselbe Eigenleben unter staatlichem .Schuh erfenne, wie ,es andern'völkischen Minderheiten geioährt tvird. .Ta das fitzrdentnm in der zionistischen Beioegling schon von jeher gleiche Grundsähe verkündet hade. müsse cs jeht dem nationalsozialistischeii Tentschland für die Berioirklichniig seiner Wünsche, doch dankhar sein. Tie in den nächsten Tagen zu, erioartenden Aiissührnngsbestimmnngen zu diesen Gesehen seien evenso von einer deutschen (brohzügigfeit getragen. das; alle» jenen in der ilbelt, die es eiü-lger-- inaften ainriclitig meinten, jeglicher Grund zur cketze entsalle." ' ' Tie -'öaiiplverwaliuiig der Teutschen Aeiclisbahn-(.sesellichast hat. zm'olge Ieitnngsmetdniigcn. am lsi. September dieieiiigen ihrer Beamten, die Botljilden sind, voiii Tieiuck benrtanvt., Es handelt sich bei dieser Alasmahine um eine vorläufige Beurlaubung bis;nin Borliegen der angetündiglen 'ättssi'ihrniigsbeüimmiingen, zu den'neuen Aeiäis bürgergesehen. bezogen werden. Bestellungen nehmen die Briefträger, jedes Postamt und die Verlagsleitung Berlin W15, Ernser Str. 42 (J 2 Oliva 8141) jederzeit entgegen. Die C-V.-ZEITUNG ist die billigste jüdische Zeitung 13 Nummern kosten in 3 Monaten nur 99 Pf. einschliesslich aller Postgebühren. Geben Sie ' den Bestellzettel Ihren Freunden. Lest die C.-V.-Zeifung! . Werbt' für die C.-V.-Zeitung! Inseriert in der C.-V.-Zeitung! Werdet Mitglied' im C.-V. ' ' Senden S'C nr segle e-- ci.o C.-V.-Zeitung., 99 Pf. c:'5 -Bee-ogsone geeT'r zahle. i;!i vierteljährlich an den Br -.-'Nager .bei-Vor- Ort -Datum----—_ i „Juden — was nun?“ ,Vii euicui Auisah des . „Schivarzeil Norps". der Ieitlin'g der'SS. ivird,unter der liebeviolirift ..sinden ■ - was nnn T;u den Gesehen-von Aürnberg Siellnn.g genommen..' Es üeiüt. da: ...Tas deni'eüe Bol! ivariel,>ehl ans den Be? weis-, von', jüdischer Teile, dai; inaii dort: die deiel>en der deil;>nn Wöhle,. ihrer >e!t"'t e.iich iai'ächlieh verünuden Inii.--- .V.n Sinne seiner Welrain'channng liar der Aalioiialwziai'isiiins inet): die Abiieln. dns ji'cdi'ehe Bollsinm in irgendeiner.Weise ou;u.- nnlen. .sin csegenreil/'die 'Erkenntnis, das; es lieh, beim ,siade>nnin niri'tsinn eine religiöse, sondern um eine blnlsmänige. vblkinsie Gemein- Phaii h-and<'tt, beüiinmt die, denl'che tliegrerung da;n, dieser Gemeinselio.':, nneingesäiränti ibr votki'ehes Eigenleben' si, garantieren.- Sie p-e-- iiiidet sieli dabei in.llebereiw'tinnnnng mit der groben gen'ngen Beivegnng im ändeninm selbst, dem >egeinnen ,I:vin--inns, denen Grundlage Ablelninng aller Ein'elunelnncgsideen bilde:, sin: Tinne die'er Gedanken loiiinn Ten!>'ch!.and;u .Mahnatünei:.- die sicher in Inkn-ni: bei .dt'r Behandlung des .siidenproblems in, der gau;en Welt eine hervorragende Aotle 'pielen Iverden. l'ttn sindeu'nn, sett'Iwird es nun liegen, die nnd die Moanwtelien und Grenzen ibres Gaurecmes in Ten:'eine.nd zu erkennen und .anszulangt , er allerdings an» der au'deren Seite d'.e Nicht znm Bewiisitseinn kommen. In dieser imsere-r Unwissenheit wird nnG der--Ioin -ckakkipttrim znm Segen. Er entreißt ims unserer Ähnnngslosigkeit' tind prvegt iu uns eine .heilige Unruhe. Er zlvingt uns zur Ersorschnnq des ' uns -selber .verborgenen Inneren und zum Bekcntrns. Er bringt uns. die erschütternde Einsilcht. das; die Abwerftmg von (Lottes Joch, die verkehrte Einstellung, znm Schicksal, Sünde ist. üsiir durch Gehöre sam gegen Gott und-seine Schickung kommen nur zum, Frieden. Bon ihüt hängt .unsere Iilknitft lind, unser, Iortbestand in der.Ge-,, schicllte ab. Eine demütige -und ans'Gott vertrauende Treue geaevt. -unser .jüdisches Schicksalrvird uns die -Ürint geben, trotz aller , Wunden, die unser fchivdrer -Uampf uns 'schlägt, unsere .(l in der als Inden "hineinznführen in eine bessere Inknnft. tinbedingte-Anerkennnng und auch Befolgung - der Tatsache, das; das deutsche Volk aus keinen Iall'irgendeine Eiümischnng des sindeütnms in ... Tcusichland und seine Berhältuisse mehr dulden Aiciit an uns. sondern an den Inden'.wird cs liegen, ivc'nu fiel) das llN'rhältnis im deutschen Bolksranm leidlich -gestalten soll. Alit der gepilogeneit Art, sieb dessen zu versichern,- wieweit nia,, eige-ntlich gehen darf, um zu ermitteln, ..was sieh das denliche-Boll-nnd seine, A-egiernng noel, gefallen lassen, mns; ans alle I-äUe -Schlns; gemacht iverden. Tie neuen Gesetze haben den Vlahmen gezogen, lind die Juden in Tentschland sollen nicht versuchen, diesen Rahmen zu e-riveitern- oder gar an irgendein-cr Stelle zu durchbrechen. Ter nationaisozialiftische Staat, der ihr Eigenleben in -dem ahnen .nun eintnal znstehenden.und znerkannlen. Atasie schützt, wird derartige. Borkommniü'e in der k'ompromis;-' Ivsrnen' Wecke zu ahnden wissen. Tas Iiel mich, fortan sein, sich im Reiche als Gast zu fühlen'und sich dementsprechend als Gast eiiisiisügen, dcnn trotz aller Ersahrungrir die Freiheit belassen rvnrd'e, sich -in seinem eigenen -ürcise;» bewegen. Als Gast mns; er jedochallem ans dem Wege gehen, was bei seinem Wirt'svoil den Eindruck'.erwecken'konnte, er dränge siel; in dessen Aisizelegenheiie-n., derartigen Gcsahren begegnet man immer am besten, indem, man sie von vornherein meidet. — Wir warten ab! ' Bon jüdischer Seite kann ans die.inzwischen verbssentlickiien .Richtliniender Reichsvertretung der deutschen Juden hingewiesen iverden. Oer „Angrikk" über den Wiener Revisionisten-Kongress Unter der Ueberschrist ..Judentum neu organisiert" beschäftigt sich der ..Angriff" vom 26. September mit dem " Wiener Revisionutenkongref;. über den tort in der vorwvchigcn „E.-B.-Zeitung" berichtet haben. Aach einer Eharakterisierung der Zielsehling der neuen zionistischen Organisatioir hetzt es gegen Schlutz:' ,.. , . Aber . . . auch Iabotinfkh rechnet damit, datz ein Grotzteil der Inden nicht den Weg ' mrd) Palästina finden, das; es immer ein Iudentnm in der Tiafpora geben ivird. Und da zeigt sici! nun' der Raditalismus der Aeu-Iionist-en von seiner üehrseite. indem sie entschtoisen sind, sici, mit allen Wälteln auch für das Tludenlum in der Tiaipora einzineNen. So - richtete der, -ü'o.ngretz. ohne sich mit Protesten anfzuhatten, eine scharfe -ban-'.ptznrsage gegen das Tritte Reich: wobei die Ainv-endnng alter und neuer Methoden und vor allem' die inskematische Lrganisi'ernng des Wirlschastsbonkotts angekündigt wurde. Ter Bonkott deutscher Waren soll in organische Bahnen gelenkt, der ganze. Einslutz des Iiideiivvlles ansgeboten iverden, um die Unterstützung der 26elt bei dem Berhnchzu ge- ' winnen, „der Entivicktnng eines-Staates, ein Ende zu sehen, der zu den GbtüM des Hasses und der Berfolgimg betet".' ( Es iü cliarakteristisch für dir.Enntellnng der R'eu-ä'oniiwn. das; der WieiIw.»vngretz im Gegen'ah. znm Tuzerner ans dich Einladung der rcichsdeittichen Revisionisten verzHtnet hatte, um völlig freie üand in den Ei'.lschsiTtztingen gegenüber dem Tritten Reich z,<tnsi>en.' Alan' hatte das -heierat über das tlleicksizzcniz ans Ende der . Tagung verichoden. nicht, - zuletzt, um einen ei'ettooNen 'ckbicliiutz zu haben, lind um diesen niclit adznschivächen. unterblieb auch sede Tistw'non. Tie Resolution wurde einhellig angenommen. Und- — sv endete der Üvngretz ,zü ininernächtlinier Sumde mit einer geschtvüenen Tomoniivation gegen das Tritte Reich, die in den Gelang der jüdischen 'Nationalhymne ansmnndete ' Ter. müiverorückbare Untersckiied, der', in. der Beurieilung aller Tragen zwischen ims lind den Rcv'iioiiislen, Men-Iivniiicn oder wie sich diese , Richtung in den einzelnen Bindern sonst nennen «rag. bestellt, zeigt sich auch an diesem, sozusagen antzenv.oliti'chen Beispiel. Iin billiger Mut, der jenseits der Gren;en überslüssige und' schädlnlie Broteste geg/n ein Vaud schlendert, in dem einige tmuCnrvTTatiienb gnden leben! . Das Arierprinzip Beim Verein deutscher Ingenieure war bereits hisher in. den 'ckiiinahmebedingimgen—das.ErttIrTvrnis ariiäier Abstammung vorgesehen. Annmelir ifr 'brrmmiü' ilwrden, dag kümtig für die '."lttglied'ckialt beim Verein deutscher Ingenieure -und den ilnn angeschloü'enen 'Vereinen die rasn- 'ckien Grnnd'-ähc der RSTAP cArsernacliiveis bis ZUM t. Januar 1806) ohne jede Ausnahme Voraussetzung sein sollen. Tev. Reichsmsiiister. für Ernährung und Landivirtschaft ha't eine Bervrdnnng zur ErgänznngMdcr ersten Verordnung über den vvrläilsigeu Ausbau des Reichsnährstandes erlassen. In ihr ivird bestimmt, datz als Bauernführer nur berufen wer- . den darf, wer deutschen oder stammesgleid)en Blutes im Sinne des § IN des.ReichserbtiosgeseheS- :ift. Temnach' taim als Bauernlührer-nicht be-. rufen werden, dessen Boriahren am Stichtage, dem 1. Januar ldOl». jüdisches Blut äufweifen. Wer Banernlührer im Sinne, dieser Verordnung^ i>r. bestimmt der' Reichsbanernsührer. . Lestebende Mi8efrehen werden von dem neuen Gesetz nicht berührt Tas „D eutschc N a ch r i ch t e rc b ii r o" teilt mit: „Im Insammenhang mit dem in Nürnberg vom Reichstag beschlossenen Gesetz znm Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre vom 15. September 1935, das Mischehen zwischen Juden und Staatsangehörigen deutschen oder, artverwandten Blutes verbietet, ist vielfach die Vermutung ausgesprochen worden, daß auch bereits bestehende Mischehen durch das Gesetz erfaßt werden. Diese Annahme ist unzutreffend; der Bestand solcher Mischehen, soweit sie vor dein 17. September, des Tages'des Inkrafttretens des Gesetzes, geschlossen sind, wird durch das Gesotz nicht berührt." Oie Juden in der deutschen Rechtspflege , Tie „Inristische Wochenschrist" bringt die Rede . des Reichsjnristenfübrers Tr. Irant ans der Tagung des Reichsrechtsamts in Nürnberg im Wortlaut. Tanäch sagte Dr. Irank n. a. folgendes: „Ter Gedanke eines einheitlichen deutschen . Rechtsstandes,ist ans mehreren Gründen ein fruchtbarer. Ans dieser Einheit erwächst zunächst . eine organisatorische und dainil auch eine ideelle - 'Macht des nationalsozialistischen Rechtsdenkens. Es wird nur - einein einheitlichen deutschen Rechtssland allein möglich sein, in iinmer weiter förtschreitender Arbeit allmählich die gesamten jüdischen Elemente ans dem deutschen Rechtsleben zu beseitigen,, Ter Gedanke,,das; ein Iudg direkt - oder indirekt etivas mit dem deutschen Rechtsleben zu tun haben sollte, ist für uns 'Nationalsozialisten absolut unerträglich. Es iimt; datier auch hier mit aller Macht znm. Ansdriick gebracksi lverden, dcrtz' wir den Ieitpnnkt. a-u dem der letzte Jude ans der deutschen Rechtsarbeitbeseitigt sein wird, -kaum erivarten können. Aber auch hier auf diesem Gebiete dev Tnrchsetzung des deutschen Rechtsstandes werden wir in geschlossener Tisziplin und'in'Hoch- -achtnng des geschichtlichen Werdens dvr Gesetze unseres I-ührers^ den Beschlüssen des Führers in ruhigem 'Vertrauen entgegenschen." Gleichfalls in der^ ..Juristischen Wochenschrift''- ist ein Auszug aus dem Jahresbericht der, Rcichssührnng des Bundes Nationalsozialistischer dcntscher Juristen znm Reichsparteitag 19:',5 ocrössent-, licht. der vom Stellvertreter des Reichsjuristonsührerö. Reichsamtsteiter Tr. Walter Raete, erstattet worden ist. In ihm heitzt es: „Im Zusammenhang mit.,'der Tatsache, das; diese Matznahmen den Zugang zur Anwaltschaft einengcn werden, mns; mit besonderem Nachdruck betont werden, das; die gesetzgeberischen Nlatzimhmen des Jahres 1!'„! zur Beschränkung des jüdischen Elementes in der Anivaltschast dieses nnecrvünschte Element wohl teiüveise znriickgedrängt» aber, noch keineswegs ausgefchaltet Habens ' Noch' iinmer sind beispielsiveise fast 40 Proz. der Berliner Anwälte Inden. Tie notgedrungene weitere Mitsührnng dieses jüdi'chen Elementes innerhalb, des Berntes stclll eine schivere Belastung int üampfe um die Erneuerung des Rechtsanwalts-, bernfes dar. Es iit daher ans das' dringendste zn hoffen nnd;n wünschen.' das; die völlige Ent-. sirniiiig der Iiidcii ans -der -Anwaltschaft unddamir ans der dentsclieii Rechtspflege ininmelir mit aller -Üonieguenz dnrcligeführt ivird. sobald die .staatspolitiscyen.Notwendigkeiten dies irgendivie ,;nla'ssell. Tenn solange die deutsche Anwaltschaft, einen .verhältnismätz'ig erheblichen Prozent- .iatz von Inbeii in ihren Reiben dulden mutz, werden alle Beinühnngen mit die völlige Eingliebcrnng des Arnvallsoernfes in die nalivnalsosialinische 'Voltsgeweinschast notgedrungen Stsicklverk bleiben -müssen.". Ruf mehrere Anfragen: Zn den Bertantbarnngeil. der : R-eichsvertretmig - vom 2-7. Septenlber l!>->5. die wir an leitender Steile Iliiierer Btäiler verosientlicht haben, erinnern .wir ergänzend an die Alilteilnng der Reichsvertretung vow d. N'ove in der tt'-'w..' die seinerzeit durch die „Ila" verbreitet worden ist. In ihr heitzt-es n. a.s datz die Bearbeitung i» EinzelsäNeii nach wie vor ansschl-ietztich durch diejenigen Organisationen, die bisher dafür znüäiidig geivefen sind, erfolgt: alic» in Tragen der WirtschasE:-l,i!se durch die Wirt-' schastssreUen. in Tragen der Wirtichastspoläik durch den E e n t r a i v e r e i n nnd R e i ch s - b u n d! jüdisck, er ,T r v i, t s v l d a t e n . in Rechtsfragen durch den E e n t r ä l v e r e i n . in alten mit Palästina znasinmcnhängenden Tragen. durch das P a t ä st i n a - A m t üi-d die .P a l'ä - 'n cui a^MAt s ch a s t s b e t a t u n g s st e 1 l e? in Tragen der Auswanderung nach anderen Ländern durch den H i l s s v e r e i n d e r dent s ch e n OTTO BROSCH Kotatlons-V< o li lnt-ii - lielcsienliei t s kn uf o Triumph. ContincntaJ. A R O.. Tmpodn, Royal* sler.-o.1es. Recbrnmawhloru,. lelfnltlei-r Marli IS.-, tiscuo R o p a r fhn; ertstait. Berlin C 'i. An der Spandauer Brüche 9 Mavki u:ui Uahuhof BC-isc) D 1. Xorden S6U4. 2. UescIiStt Alcxauüerstraüüc 3 igcgenüber Polizei - Präsidium)