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Central-Verein-Zeitung · 1935-09-26 · 39 (26.9.1935) · page 7

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
14 (1935)
Issue
39 (26.9.1935)
Date
1935-09-26
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nabbi Nmnon? — In. einem uralten Legendenbüchlein ist sie zuerst verzeichnet: Schal-' scheles haggaboloh. In den alten Festyebetbnchern wird sie noch erzählt, die Sage von jenem Rabbi, der am Hose des Kurfürsten zu Mainz als Märtyrer endete, weil er sich Bedenkzeit erbeten hatte für den Eiitschluß, seinen Glauben abzuschwvren. . , ■ „Dreimal hatte schon die Nacht sich in den hellen Tag gewandelt! Nosd) haschana war's, die Indens wallten zu, des Ewigen Tempel. - Und den armen Rabbi Amnon trug man vor die Heilige Lade. - Doch bevor man -Jodausch sagte, 'rief der Rabbi zu dem Ewigen: Alle Wesen, die da Pilgern, zählst Tu. wie ein Hirt die Herde, ' Verhängst ihr Los, bestimmst den Lebensgang der Kreaturen." Co heißt es in'der Dichtung von Donath, in der er in packenden Worten die Sage des Rabbi Amnon erzählt. Erschütternd das Motiv hierzu Des Umssaneh taukef, das wir vor den Eingang unserer Ausführungen gefetzt Haben. Auch hier wieder der Änklang der Kol-Ridre-Melodie. Am Neujahrstaa wird's geschrieben, am Versbhnungstag besiegelt, wer da leben, wer -da sterben, wer das Lebensziel erreichen soll. Wort und Don ein einziges Ganzes. Gestaltung und .Empfinden in, all das gestellt, nur getragen von dem Bewußtsein, der Gemeinde die Größe der Gedanken nüherzubringen. Keine langatmigen Betrachtungen, keine Vielheit der Worte, aber jeder einzige Saß hingehämmert: „Emmess ki nitoh liu .jriu/.lom" — „Wahr ist, daß Du-ihr Bildner bist" — hier die Ewigkeit und andererseits die Vergänglichkeit alles Menschlichen. Um das tägliche Brot müht er sich, schwer lind mühselig sein Leben, und geht dahin wie ein enteilender Schatten, wie ein » Traum einer einzigen Stunde, der dahiuslieht, nein, noch weniger, noch weniger! — Warum denn diese furchtbare Schilderung der Vergänglichkeit alles Seins? In Tönen, die eine unvergleichlich erhabene Illustration bildeil zu all den Worten, die unser Inneres erschüttern. - Da kommen die drei Begriffe, aus denen heraus ewiges Leben erblüht: Buße, Gebet und Wohltun; ste wenden das böse Berhängnis ab. Ist nicht, als oh ein befreites Auf- - atmendurch diese große Gemeinde ginge, weiln das dreimal hochheilige Kodausch erklingt, von der Gemeinde mitaesungen mit dem tiefsten Erfassen dieses Heiligen! Heilige Tage-, im Gotteshausei Nur an diesen Tagen Wersen wir uns auf die Knie, beugen uns vor dem Allmächtigen-, den: König aller Könige. Und wenn der gesungene Ton 'uns für all das Erhabene zu schwach erscheint, wenn er uns schier überwältigt, dann nehmen wir zur schlichten Sprache unsere Zuflucht; denn kein Ton, und möge er noch so gewaltig fein, ist hier imstande, weiter zu künden. Dann aber, nach all dem Gewaltigen, nach dem Großen, das uns einen Schimmer der Allmacht Gottes gezeigt hat, ist es die rührende Liedform, das halb gesungene, halb gesprochene Wort, aus dessen Basis der Gottesdienst seine Fortsetzung er¬ Gesang des Herbstes Von Arthur Silbergleit Meister der Ewigkeitsgilde, Raffael, Rubens van Dyck, Schöner sind meine Gebilde, prangend auf Ast und Gezweig. Satter vermag ich zu malen Früchte wie Frauenhaut zart, Als sie in silbernen Schalen manches zu Stilleben schaart. Habt ihr das Gold hoher Garben auch mit der Soifne gemischt, Flammender loh’n, meine Farben, die nur der Nebel verwischt. Wird eure Landschaft gepriesen, schaut auch die meine euch an, Ob euer Tuch bunter Wiesen je . meine' Muster gewann. Ob ihr auf üppigen Fresken je solchen Flimmer gebannt, Wie meiner Wandarabesken Weinlaub durchscharlacht das Landfl Wo auf Spiralen und Ranken, die schier den First überfliehn, Kühn höchste Dichtergedanken zu den Olympiern ziehn. Wenn ihr den Glanz dmrGestirne und alle Schimmer der Zeit Rebengold, Apfel und Birne, Pfirsisch und Dahlie leiht. Wissen sich Wipfel und Eppich festlicher ' durch mich verschönt, Nun deinem grünenden Teppich, Weinberg, der Winzerchor tönt. fährt, unterbrochen von den Ehören - de? Soeliarli loch und den jubelnden Psalmen, die uns Aufrichtung und Befreiung bringen. Lassen wir es singen und klingen in unseren Herzen .und Seelen im Gotteshaus, an den heiligen Tagen, gehen wir erbaut und erhoben ijcim. nachdem wir noch einmal gesprochen haben:' ..Heute, o kräftige uns. heute segne uns, und'verzeichne uns in das Buch des Lebens'" Im Tunnel zwischen Jahr und Jahr Ein nachdenkliches Gespräch „Wes ein rechter Mensch ist, wird nic.gcscheit, ein duninicr Mensch ivtr'd bald gescheit, ein gescheiter - bleibt , dunwi bis an sein seliges Ende. Das Unglück, ganz gescheit zu Werden, * erlebt der Mensch aber erst, ivenn er stirbt. Das einzige, .absolut richtige Urteil, das ieder, auch der Allcrdiimrnste. fällt, ist der Tode denn es ist'das Urteil, dasst der einzelne nicht die Gattung ist.“ l'ischcrs „Auch Einer". Auf dem llmsteigebahnhof des jndisckg'n Lebens begegnen einander zwei Menschen, man beäugt, drkennt. begrüßt einander, hält sich nvch ein wenig in dem Tunnel zwischen den Bahnsteigen 5695 und 5696 und wartet sich gegenseitig mit Worten auf. „Ueberstürzen Sie nichts, mein Freund, hier können Sie nur sich selbst versäumen!" „Das wäre so ziemlich all mein Besitz, meine Beste, . . . ich hatte allerdings vergessen, daß hier seder im eigenen SvnVerzug zu reisen hat —" ' . . , - „Und daß infolgedessen die jüdische Weltbahn nicht jcdein einen Schlaf- und.Speisewagen ankoppclu kann, der Vorrat ist beschränkt." „Umso nötiger ist es. mit sich selbst ins ReineIn kommen, ins Seine!" „Sind Sie besorgt, lieber Freund, daß ich Sie mit dem sälligeif Sündenbekenntnis des Jahres behellige? Sie aufhalte? Seien Sie unbesorgt, es kommt noch schlimmer, ich will - Ihnen bei Ihrem „Bekenntnis" helfen." „Da ist nichts zu helfen, unser Sündenalphabet ist ein für alle Male scstgelegt, alle Verirrungen sind ohnehin darin, zumal es eins für alle und jeden ist.- Bald ruft der Schaffner: Ihn steigen nach 5696! Ich fürchte, wir —" „Ich Hoffe es, nämlich, daß es weiter geht. Aber wir haben immer noch Zeit und Anlaß, das Gepäck znsanunenznrücken. nichts zu vergessen. Ihnen scheint der Kvpf etwas benommen. Oder sind Sie ungehalten. erscheint es^Il)iieii profan, jetzt, hrer zu reden? An einer dermaßen symbolischen Station angelaugt zu sein und nichts zn mobilisieren als eine Reiterei von — Worten?" '„Was könnten wir denn sonst einseßen? Hinter den Worten steht doch eine artilleristische Reserve von schweren Gefüllten, die (scheinbar, meine Beste) durcheinander schießen, aber der Generalstab der Besinnung hat doch, vom Hügel seines UeberblickS her. ein klares Bild, bestimmte Vorstellungen, einen genauen Schlachtplan.' Allerdings, die Reise mit 5695 war etwas eilzngschnell." „Ja, das war ein Tempo! ES war so rasch, daß man mit dem Znsammcnsnchen des moralischen Gepäcks gar nicht mehr bis zum Umsteigcn fertig-zu werden fürchtete. Und das Gepäck selbst — mene tokel ... Vor der Einsahr! in die Station macljte man Ordining in „seinem" Avteit. ivan Seidenpapier. Packpapier. sei tun.zspaviei- «Papier. .Papier!). Pappkartons, KalesschacMel.n - znsammengetnüllt. leer, unsinnig, .inhaltlose Emballage, zum Fenster hinaush „Ja. Emballage! Rahrhast. Iiandfeste Slnl' len, saslig köstliches Obst, ein Päckchen bitte,rsüßer, schokoladenüberzogeiier Empfindlichfeit, Konfekt der heimlichen Erwartungen hat man mitbekommen öder initgenoninien. iind übrig geblieben ist — Emballage. Die Erwartungen — „Die Stullen sind mamymal trocken ge- --worden und ntanclintal. wenn inan Hunger hatte, reichten sie nicht ans. Obst wurde faul und manchinal gab's liberraseiiendenveise Orgien — für die eükaden, und die Envartnngsp.ralim''S, lnein Lieben blieben, im Silberpapier. mait lial >ur ausgespart, war tntltlvs und zögerte, davon auch nur zn sprechenman vergaß sie schließlich und danri waren -sie wohl irgendwo .zivischen die r'lbteilbänke gerutscht, vielleicht hat eine Reinmachefran sie chsammengekehrt. vielleicht hat ein -llciseaesährte sie versehentlich in seine Tasche gesteckt . . ." ..Beknmmert Sie/-, das; üieiseproviant nur älieiseprvviant ißE Daß er nur von 'Dinhl zu Äi'ahl sättigt, daß man sic«, immer wieder Mach neuem nmtlin muß? 'Wll'nu es die noch nicht erfundenen Pillen gäbe, die einen bis ans Lebensende mit Vilamineii versorgen, wäre es dann eigentlich überhaiipt ausznhalten? Die warmen Senuneln gel,en immer nvch lvie warme Semmeln, weil fte am besleu. schmecken!" ,,6'ben darum kvmmt man inamlimal an eine Staticm. wenn die wärmen Semnreln .schon ansverkanst sind, und ans der Weiter. sahrt knurrt danil der Magen mit im Rädertakt^des Zuges: viellriclü an der»ächüen. - vielleicht iliclst mel>r. lvie leiclit aii der näclssten. und jeßt wie schivcr! Und an irgendeiner Station siiid' daun die fr isihe» . Semmeln. Aber - - was für eine Schachtel haben. Sie denn da?" „Tie Schachtel der Reiseändeuten. Ja. )vaö mail sv mitschleppt; mau. kann sich'S noch immer nicht versagen, an einer Bude vorüberzugehen, ohne etwas mel,r oderweniger Gipsernes znm Andenken einzukanfen. Erft meint man, ohne das gelit's nicht, der Abschied wäre-unerträglich, uum kann sich nicht davon treiuie.n, lurd so schleppt man es mit. wenn itmn es läilgst vergessen hat, Ueberflüssigteiten. Und selbst die Pappschachtel hält, nicht stand, ist lvasserdurchlässig ... Wenn man eine svlche Iahretzreise macljt. ivenn der an Schluchten, über ateiilbeklemmende Abgründe hinwegfährt, hätte man Gelegenlieit genüg.- überslii'ögen Ballast verachten zn kernen lind los- Mwcrden . ä . - . -.. . ’ ‘ - . Aä-r imiiier mir-behaglich anl„K'aliunzn Hans sißt. gegen Wetter und Wicld. gegen ,ede Unbill, selbst gegen -dieälleiscspesen gefeit . ist. bal's ireiliä, - besser? Ach. mein Lieber, - Goenie stieg ans fveieu Stücken aufS Straßlmrger Btnilstee. nn: sehlvindeifrei zri werden. Dc-r Ialirzllg 5695. war. Ihnen beiclnverlich, die Re.ile aber, darum schon ein Leä;rlans? Sind Sie nicht ein.wenig schwin- . delireier dabei geworden?" - '..Ich habe ilicht iuum'v acis dem Ienster . gegnckt. Ieh häbema,tchn.ial gelesen. und das Leien ivar uranchmat nicht weniger berg- -- neigerisch, sctiwindeierregettd. ate'mrallbend. Aber wenninan mühsettg . einen . .Blühgipfel erklommen hatte? sah man rnerst nichts vor sich als isoliere Gipfel, unendliche Gebirgsketten von Büchern. Schründe von Gedanken. Abgründe deÄ Wis- . sens. Felsgrate der Neberli-esernngen. und statt des-Siegergefühls der Gipselbezwiilgung stellte sich nur der Zwang ein weiterznllettcr.n." .Mir ging es früher eininal somit der Philosophie: seitdem --- vielleicht ist eS eiitschnldigen. iveil ich eine Fra» bin — gehe ich an den.Systemen liitb Systematikerii mit scheuem Seitenblick vorüber und lese, was ich lesen kailn imd mag. wie Gedichte oder Gebete. So lese ich Rießsche. Goethe, Novalis; im leßten Jahr habe ich eö gelernt, Gedaiiken imd Allschanliitgen dcr Welt als etlvas Lebendiges anfztliiehinen. als meine Art. lnit allein Höheren Kontakt zn erflehen und zn l,alten. Gvetl,e ist mir ein Ätittler rrach oben, verstellen Siehmli?" ' ..Aber ist denn kein Bruch.-kein -hiß i» diescm Berliättnis? Sie sagen, das leßte Jahr l>at Sie dazu vermocht. Bei mir 'wares l>mge!ehrt. Iel> habe in diesem Ialir fast um Indisches ausgenommen, mich hinein gesresseil wie ein Tniiilel in den Berg - lind tomme nicht zn.Rande. Ieli selie bereits alles ans dem jüdischen .Wintel. und vielleicl>t darum bedruckt es micl, maßlos, wie sehr in» z'lnflnia ich noch stecke." „x\|t iiicljt vielleicht der jüdische Winkel ebenso natürlich wie die Tatsache, daß mail ein Herz Ijat? . Wird - mir schließlich Goethe /nicht an der gleichen Sclpvelle fteljen und ins gleiche Geheimnis lenchteu lvie Iehnda Haletoi oder Hiob oder das Lied der Lieder? .llommt es nur darauf an. den jüdischen Winkel zn setzen, oder ans il,m heraus? Oder beioesk "Wenn Sie im Anfang, sind, ist es ja lein Probteiil inelzr, dann sind Sie ja schon mitten drin." , -/ „Solange inan im R'eingeistigen bleibt, braucht mmi den Riß nicht, zu sehen. Ill der Wirllichteit muß man ihn - - nberbrücke». Wenn ick) je sagen könnte:, ich war Jude genug, icl, ivar Mensel) genug im letzten ,uihr. daun war ich 'bestimmt alles andere. Aber damit tommeii lvir beimllie a» unseren Alisgangspnntt zurück und sind dv^cl) keine rechte Insiairz, um gegenseitig uns Si'nlden.- bekenntnisie abznuehmen. Glück und Segen für die Fahrt . . . und für viele Fahrten noch!" „Reisen Sie mit Gott!" (Eine Stimme, lief und durch den Bal)N- .Hof hallend: „569«;! Einsteigen! 5696!") Rüstet zU Herrscherempf&ngen farbenphantastisch das Land, Dass über Hügeln und Hängen Blütenguirlanden gespannt? Rosen und Ilelien und Ranken, prangend am grünen Gesträuch,’ Schimmernde W’aidgotfgedanken, wer übeiv schimmert je euch? --— wer überschinimert je euch? Für das Jahr 5696 Das Wort Almanach kommt aus dem Aralnscheu und bedeutet wörtlich: „Lrt, wo mau die. Kamele uiedcrknieu läßt". Wenn mau das Wvrt "- Kamel ilicht in dein trivialen Sinne nimmt, in dem cs — ivic übrigens fast alle Tiernainen -^ in der llmgangssbrache als Schinipfivort dient, sondern in dem Allsdruck ,.al nianach" das Sinnbild von Wesen sieht, die nach anstrengender "Arbeit niederknten znm Zeichen der Labsal und. Erholung und die. derweil sie knien, frische Kräfte zu neuer Arbeit sammeln, — dann läßt sich dies Bild auch in Beziehung setzen zu dem Almanach, den uns der Schocken Verlag ans das Jahr 5696 bietet? der Schocke n Verlag auf Pas Jahr 5696 bietet chen Beitrag wir zufällig znm Lesen audwählen. in jeder Zeile finden wir Erholung und Troll und die stumme Ausfordcrnng, unser jüdisches Schicksal bewußt und stolz weitcrzntragen. Znm Unterschied von den üblichen VerlagSalmanachen, im Erundo' nichts anderes als erweiterte Aerlagsprvspekte. welche ein Sammclv surium verschiedenster Essays und Romankapitel von Autoren bilden, die zufällig den glTWen^Verleger haben, stellt der .neue, in seiner äußeren , Aufmachung der Tradition de^ Schocken Verlags entsprechend geschmackvoll äusgestattete Almanach bei aller Verschiedenheit der einzelnen Beiträge cin geschlossenes Ganzes dar. Alles, was bas Bändchen enthält, dient der Dertiesnng jüdischer Erkenntnis, dcr Bereicherung jüdischen Wissens, dcr Ver..dichtung" indischen Lebens. Wie ein blauer Faden, der von einem der Verfasser znm anderen weiiergereicht ivlrd. zieht sich Be- 'griff und Darstellung des Jüdischen durch die einzelnen Beiträge. Aeben (Gedichten. Elironikeii und A'ovellen sind es ^Aufsätze historischen, literarischeii, theologisclieii Mid knltiirgeschichtlicheii Inhalts. Vorangestellt sind dem Band drei.Worte von Frau; R osenz io e i g. Sie sind belliiniut, die polaren Vegri'ie jüdischer Existenz: »ä»llich'..cSoliis" und ..Zionssehnsnckit" zn deute». Das. loas von Üioienzioeig in wenigen. Worten angeriihrt wird, darum ge!,t es im eigentlichen auch in den übrigen Beil-ragen des Bändchens. Besondere Beachtung verbleut in diesem Ziisammeiihnng. neben einer iiinllisie»' den Studie Fritz B a er 8 über Wesen und Bestiiniming der Eralnth und einer erinahnenden Ansfordernng Bubers zu neuer „Beslandaninähme nnsercs Daseins" der. Aussatz von Leo B a e ck über ,.£ie ' Cöritnlt de-, dcntscheu Fuben tnins", in dem die -eiitirlieidenden Einilniie der deutschen Landschaften ans das Elepräge der jüdi sehen Mensche» in Deutschland dargelegt loerden. - Von packender Ansckiaulichkeit sind die. Ans-, fülirimgen Elias B i ck e r m a » n s über „Die - »öintergründe des Matlabäer-Aiintandes" und die Darstellung des jüdischen Lebens im Alitte.lalter, die Leopold Z u n z' lü45 erschienenem Werl., Eeschichte und Literatur" - cutnommeniit. Vluo. : der Fülle der übrigen Beiträge sei vor allem auf Bialiks Ansprache über „Tie Ernenernag der hebräischen Sprache", die Proben aus dem neuen Lyrik-Band voll Ludwig Strauß: „Land Israel" und die wundervolle rhassidische Er;äh>.- lung des hebräischen Dichters Agiiun: /„Eine- Menschen -verz" hingcivicscn. Uebersichtlickie na tistische Tabellen veranschaulichen nnler Vernnii . düng letzter Ergebnisse die soziologische Ltrnlliir der Fuden in Teuischland und in Palästina. Tie mit?liileituiigen zyr Berechnmi.) be liebiger jüdischer Daten von 1851 bis zum Fahre ,'960 versehenen Ausführungen Fritz Tvbys über den im Vergleich znm bürgerlich.-chrilllichen nnenbkich, komplizierten jüdischen llalenber er inncrn an die eigentliche Bestimmung des Almanachs llrsprünglick, bedciitete mämlich der'Allna nach nichts anLeres als ein Kalendarium, bas bie Allroiwinen als /heujahrsfestgabc ihren Fürsten, üverreichteii. Eeioiß werde» viele südiielje Menschen Gelegenlieit nehmen, die Tradition der Asirvnomen m diese» lagen zu erneuern. Das; das Büchlein -sehr billig ist, wirb ii,»en die Ausführuiig dieses Pllimsches erleichtern. Heinz BprKRriin. Der Ln'bische Fr a nr u b » u d gibt wieberm» zum Aosäi-valchana-Fcst einen Nmlegekalenber lieran.sk Zahlreiche Bilder zeigen arbeilende Fl,den i» den verschiedenen Ländern und Stätten der Arbeit: Werkstatt und Seminar/ Acker und Lehrhaiis. llinberheim und Bauplatz. Uuiversiiät und Stätten der llnnll. Aeben manchen nn« schon ans den jüdischen Museen bekannten Kunstwerken treten niis dabei nnbelamitere Ieichnnngen und Bildwerke eiilgegen. Sie sind mit brr. gleichen Liebe ansgrsiicht ivie die textlichen Illustrationen, ' B'orle von .Bertha.P a p p e » h c i m . Auszüge aus siidUclie,, Schrille». Gedichte lebender lüdlscher .üilnstler, wirlilige Arbeitssiatistlsen und dergleichen. Ei,, uieliälti.ges und kminec wieder neu -anregendes Maleriat macht-so den ltcincn üatenber zu einem guten Kiinstivcrk. k»r. M. K. ' Der Kalender der jüdischen K ü n st l e r h t l s e a»'i das Jahr 5,6'.i6>'.l7. von Tr. Atax L) s b v r n . Professor Franz L n n d ö b e r g e r . und Erna § l e i n - B l n m e n t!, a I heransgegeben, ist mit zahlreichen Illsistrativnen lebender jüdischer ^iüniiler geschuiückt. Tie Herausgeber und die beide» Atilarbeiter Ruth Morvld und Tr. Margoi R.i e.ß schrieben ui den llleprvdnktionen erläuternden Tert, sv dnß der üalender in seiner geie!,ma>lvvllen Aiisstattiiiijz ein lebendiges Bild der jüdischen .lluiist liiisercr ^.agc vermittelt. vn. Ter „Almanach für das Jahr 5696 (1955/96)". der iii, Einvernehmen mit dem Vorstand der ^ernelitischeii Eunneindc. F r a n k s n r t a. M. von Stephanie Farchheimer llerau-sgegechephnird, ist.in erller Linie der Sozialarbrit und Bernfspolitil gewidmet. Zahlreiche Fachleute, die zum Teil der iimgereii- Generation angehoren. äußern sich in kurzen, instruktiven Aufsätzen zu den akuten Fragen ain diesen lsscbieten. Im Anhang findet man k-er;eiel,uiüe der Institutionen der jüdischen Gcmeilide Franlmrt a. M.lllNd der zahlreichen Örgaunchtivnen. ivobei Jugend- und Sportarbcit beiviideee Berückst,htigimg finden. L.6.L.

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