Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 14 (1935)
- Issue
- 39 (26.9.1935)
- Date
- 1935-09-26
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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Nr. 39 » 2. Beiblatt LUZERN Es wäre zu. wünschen, daß das Jahr 1935 m dl.e "Geschichte des Zionismus für alle Zcrten als ein-Unikum eingehe: als das Jahr der Zloinstenkongresse.. Tenn mit welchen Augen man auch das doppelte Schauspiel bedachten mochte, das sich da,bei dem offiziellen Zwnrstenkongreß in Luzern und dem revisiomsuschcn Gründungskongrcß der sogenannten ,?Neuen Zrvnistischen Organisation" in Wien vor den Augen der jüdischen Oeffentlichkeit vollzogen hat, ob man sich mitreißen ließ von der Wucht des Gestaltungswillens, oder ob man kritisch auch das nicht oder noch nicht Erreichte in Betracht zog — die Tatsache-des zwiefachen Schauplatzes und Geschehens allein stellte die Vorgänge vor den Hintergrund ernes tragischen Verhängnisses. Es liegt in der Natur der Sache, daß dieser Hintergrund in Luzern viel weniger sichtbarwurde als bei dem, Wiener Nachspiel. In Luzern war weit eher die reinigende, klärende Wirkung der erfolgten Spaltung zwischen der alten eigentlichen zionistischen Organisation und den radikalen Revisionisten zu spüren. Sie zeigte sich darin, daß bis aus die kleine, dem Revisionismus nahestehende Judenstaatspartei keine unüberbrückbare Politische Opposition zu Tage trat, so daß sich von vornherein alle Kräfte auf die Beilegung des mehr religiös gefärbten Nlisrachi-Könfliktes konzentrieren konnten. Dieser Meinungskamps, der den ersten Kongreßtagen seip Zeichen auf-' prägte, entbrannte um die von dem gesetzestreuen - Misrachi aufs neue erhobene Forderung nach Wahrung des Religionsgesetzes innerhalb des zionistischen Palästinaaufbaus. Zum Zeichen seines Protestes gegen den- „anarchischen religiösen Zustand in Erez Israel" enthielt sich der Misrachi zunächst -- jeglicher Mitwirkung an den Kongreßarbeiten. Er beteiligte sich weder an der Debatte noch an den Kommissionen und entsandte keinen Vertreter in das Kongreßpräsidium. Erst nach intensiven Einigungsbemühungen hinter den Kulissen gelang es ganz besonders durch die Initiative Weizmänns eine alle Teile befriedigende Einigungsformel zu finden. Sv /war der Weg vorbereitet, auf. dem schließlich auch das »richtigste organisatorische Ziel des Kongresses erreicht werden konnte: die große Koalition. Sie war von Anfang an die Hoffnung der Vielen, die in ihr die positive Rechtfertigung des revisionistischen Exodus sahen. Auf diesen unbestreitbaren Verlust an zionistischer Substanz durfte es nur die konstruktive Antwort einer Sammlung und gemeinsamen Aktivierung aller noch verbliebenen Kräfte geben^ Daß sie gegen die Widerstände der Misrachisten und der rechtsgerichteten Gruppe 8 der allgemeinen Zionisten gelang, obgleich die Arbeiterpartei durch ihr.gewaltiges zahlenmäßiges Uebergewicht es kaum nötig gehabt hätte, auf Kompromisse einzugehen, muß als eines der wich- Magister Kirtch der gute Likör, Magister Manchen VII ' ‘ tigsten positiven Ergebnisse von Luzern gebucht werden. Zwar sind damit die. Gegensätze zwischen den einzelnen Gruppen weniger beseitigt, als daß ihre Austragung in .die Erekutive selbst verlegt ist: aber die äußere Form der Geschlossenheit, die so erreicht worden ist, wird am besten geeignet sein, selbst starke sachliche Spannungen zu überwinden. Es ist kein Zufall, daß dieser Kongreß der zionistischen Sammlung auch das vierjährige Interregnum beendete, das seit Weizmänns Ausscheiden aus der offiziellen ziomstischen Leitung verflossen ist. Weizmänns Wieder-, kehr, durch eine Spitzenkandidatur auf der Weltwahlüstc der Gruppe A der Allgemeinen Zionisten hoffnungsvoll eingeleitet, durch , seine mit Begeisterung aufgenommene Wahl zum Kongreßpräsidenten weiter vorbereitet, ist schließlich mach vielem Auf und Nieder durch seine Wahl zum Präsidenten der zionistischen Organisation und der Jewish Agency ° Tatsache geworden. Damit ist die überragendste staatsmännische Begabung, die der Zionismus aüfzuweisen hat, wieder aktiv und sichtbar in den Dienst der Bewegung gestellt worden. Stärker als je ein Kompromiß von Parteien es vermöchte, gibt dieses geradezu symbolhaft wirkende Ereignis auch außerhalb der zionistischen Kreise Mut und Zutrauen zu der künftigen Arbeit. Daß diese Arbeit nicht leicht sein wird, das bat auch die Luzerner Tagung wieder auf das deutlichste gezeigt. Die großen sachlichen Referate, die Generaldebatte, die Arbeit der ^^'Kvmmissionen-und die Beschlüsse geben einen umfassenden Eindruck von den ungeheuren Aufgaben, vor die der Zionismus ganz besonders durch die ins Unvorhergesehene gewachsene Einwanderung der letzten zwei Jahre gestellt ist. In dem Maße, in dem fast bei jeder praktischen Teilfrage, die Abhängigkeit von England deutlich in Erscheinung trat, gewann die Stellungnahme des Kongresses 26. Septemb. 1935 UND WIEN / Ein Rückblick 5» der Frage des Legislative Councilentscheidende Bedeutung. Der Kongreß hat die von der Mandatarmacht für den Herbst geplante Einsetzung des Legislative Eoüncil einmütig abgelehnt. Die in einer Resolution' niedergelegte ausführliche Begründung dieser Haltung bedeutet die Absage an ein 'formatdemokratisches Experiment' in einem Landes das sich seiner ganzen 'Natur nach nicht zst einer Regierungsform eignet, die ihre Struktur in irgendeiner Weise von der gegenwärtigen zahlenmäßigen Zusammensetzung der Bevölkerung ableitet. So beginnt die neue Aera Weizmann im Zeichen eines bedeutungsvollen Gegensatzes zur englischen Politik, der ihr wahrscheinlich schon sehr bald eine harte Bewährungsprobe auserlegcn wird. Wie ein Schatten lag über den Lnzerner Verhandlungen die deutsche Indenfr a g e. Nicht so sehr dort, wo man in Symbolen— etwa dem einer halbtägigen Arbeitsruhe zum Zeichen der Trauer — oder sogar in Reden und Resolutionen den Gefühlen freien Ausdruck gab: sondern stärker vielleicht in einer gewissen Zurückhaltung, die man sich aus Selbstdisziplin und aus Solidarität mit der deutschen Delegation fast durchgehend in der Erörterung der innerdeutschen Fragen auserlegte. Tie grundsätzliche, weitreichende Bedeutung des Geschehens war allen Teilnehmern gegenwärtig. Das Maß. in dem es gelang, dre innere Teilnahme zu. positiven -Energien für den Aufbau Palästinas umznsetzen, wird in^Zustimmuna nnd Kritik vielleicht das Eindrucksvollste sein, was von diesem Kongreß im Bewußtsein der jüdischen Oeffentlichkeit zurückbleibt. Ganz anders inWien, beim Kongreß der Demonstrationen! Hier übte man keine Disziplin, und zur Solidarität mit einer deutschen Delegation war kein Anlaß vorhanden, da eine solche gär nicht erst erschienen war. Wie in allen übrigen Fragen kam es auch in der deutschen Judenfrage der neuen revisionistischen Instanz in erster^ Linu 'ans tönende Deklarationen an," mochte auch die . AIvglichkeit tatsächlicher 'Hilfeleistung dafi'iv verkanit werden/ ' Rinn beselsimpste den in Luzern ausdrücklich neu beschlossenenüiiGver- - nnkerten. Wareutransfer aus Deutschland., nach Palästina, der bei der yeuligen Devisenlage allein die sogenannte Kapitalisteiiauslvanderuug aus ' Denlsclfland. ermöglicht, als die ..Schande Palästinas", deren „verienckie'nde Folgen" es ans dem Leben zu schaffen, gelte, und sparte anch sonst nicht'mit/starken, und stärksten Worten. Das war überhaupt das Ehärakteristiknm des- Wiener Kongresses, der, ..Nene» Zionistischen Organisation": wie jede, Opposition, die es. noch nick,t nötig hatte,-, sich unter der Last der Berantzvortnng zu bewähren. berauschte'er-sich an seinen eigenen Illusionen und spielte mit Begriffen »via Weltnationalversaminlnng, Indische Republik. Zehnjahresplan, ja sogar Nassi und Nessijnt. In der Prägung solcher mehr oder minder glücklichen Schlagworte hat sich die Arbeitsleistiing der Wiener Tagung freilich fast erschöpft: denn die praktischen Rcsnllate blieb sie weitgehend schuldig. Man gab sich lediglich eine Verfassung, konstituierte „Nationalversamutlung", ..Konvent" - und „Herzl-Orden", 'und faßte im übrigen Resolutionen mehr de-.' klaratorischen als praktisch-politischen Inhalts. Eine sehr beachtliche Tatsache bildete immerhin die Teilnahme eines wesentlichen Teiles der O r t h o d o r'i e an den» Wiener Kongreß der NZO. Die bürgerliche, antigeivcrkschaftlickie Haltung der .Revisionisten bringt sie in. eine gewisse natürliche Nähe zu den gleichfalls und zwar aus religiösen^ Gründen --- antigewertschastlichen Kreisen der Gesetzeslrene». Diese politische Freundschaft zivischon Revisionismus und Misrachi. die, schon früher wiederholt in Erschein.nng ge-, . treten , ist. saud jetzt ihren Ausdruck in einer verhältnismäßig starken Beschickung des Wiener Kongresses . durch misrachistische. ja -selbst durch unorganisierte orthvdöro Kreise. Allerdings erwies sieh das größtenteils ans gemeinsamer Opposition zum Sozialismus geivobene Band als iiiclil beionders lragfalng. Bon Anfang an lralen Gegeniatze znlage. und - a>s in der Debalie.-.nber reliaiose Tragen ein ---Abgeordneterim Naiueu der Gelol'ieiissreilieir gegen eine der vorgetegle». Re>olnii-one.n tcici sich protestierte und 'ein-"andxrer s>el> .ioga,r'.al-> Nicifta'nHanger der inomiselten. Re-Ugion " he, . ■ zeiclmere. lain es zu eiue.m Erodus der Ortlio : doren - ansdem Kon.gremaal - Eril »Faboktusly ,, gelang .es ivieder. die' Ordunng lierzusletleu lind dre ioideriiret'enden Kiaste-^rnt ein trag bares Köinpreniin zu eiiuaen. ° Böen» überhaupt der stllliener Tagung aber selialiende Prolene und papiereye ->ceiolnnoneii liiiians doch, ein .stng von Größe anl,a! lote, so ist das allein Der Perwuliclileil ihres Führers I a b o l i u ' l Y zu ' daulen. Fnnner ivieder ist er es der die M.stischei, .ins den verschiedenen Lagern dürels seine Persöstlick, teil Heziviiigt-inid sie etwas sonren läßt von Begeisterung . u-nd Perlraue.ii zur eigenen. Krasl. von eiuein Tr.iuinslug liimveg »h/r alle reale» Widerstände. Dieser begnadete-stedner uild Propagandist großen Stils isl ein echter Gegenspieler zu dem freiwillig in der streu- ' vetsictiv Martin Knopf ÄÄ Beobaclilungen i:rfn I K *' ""n r >- h" w\> I , u *1*^ s j. r o .- IV„ gen Biuduiig seiner jüdiselieu Lß-raiilivorluiig heharreudeu LLeiznlaiiu. -Slßeu isl z'leli tnini' ein ..Zaholini!» B.'arhh" soebeu er. sehienen und t>e,in isrniidiiNizsloiigre!! der z'tZ.O nranfgesulirl ivorden!.- ">>>nn niael>t siel> alle Fiillinlle. anel, die iiidiiehei» Niemck>en-. ln», loellenseriien. aeieliielt znnnhe. Es iväre in,sinnig, zu propl,ezeien. >i'elel,e der beiden 'uiigleickien Froiileu i» dieiein ü'alupse siege» ' 'wird.- Es darf, jedvel, der 'Bouusili ans' gesprockien iverden. das, die raselie Eulioiellnng dieser '.seit sie sel,o» vor dein 'nächsten Kougreßialir ivieder in eine geineiiisame:>>iel>luiig zuiaiunieulreit't, 'P.'an gönne es dem Zalire' iß.'!'>. das iiiuh tuirfl t’ii’1 fiii'l]' tidiuiii aus gezeickjuel ist in der lüdiselieii.Geiichielite. aueli im Znoiiisnins eii'zigarlig zu . bleiben:.- das. Ftilir der'.'»ionitieiiloagrenel>r. j " ' Luzerner Echo in Palästina / o n u nserer P a1ä s t i n a-B c ric htersta 11 e r r zlonv Tel-Aviv, im September. Der zionistische Kongreß bedeutet für Paläskiiia mehr als selbst für die zionistische Judenheit anderer Länder. Das war selbst für den bloßen Beobachter schon an den Kongreß-BoK'ereituiigen wochenlang vorher zu erkennen. Der Wahlkampf mit seinen großen Bersammtungen. seinen Anschlägen an den Litsassäulen, seiner Zeitungs- und Ftugblattkampagne beherrschtehier wirklich die ganze Oeffentlichkeit. Der Kern der jüdischen Bevölkerung in' Palästina besteht schließlich aus den. aktivsten Mitgliedern und.echtesten Kämpfern der zionistischen Bewegung, deren oberstes Lrga» der zionistische Kongreß ist. In den jüdisck>en Aemtern und Organisationen wurde bereits seit Monaten gearbeitet, um den Rechenschastsbericht über die Arbeit der letzten zwei Jahre der höchsten Instanz, dem zionistischen Weltparlament,- vorznlegen. und um die Vorschläge, Forderungen >md Programme für die künftige Palästinaarbeit, die der Genehmi- . gung durch den Kongreß und seine Aussckiüsse bedürfen. aufzustellen. Die Kehrseite, die auch in der Oeffentlichkeit mehrfach kritisiert worden ist, besteht darin, daß nahezu die ganze „erste Garnitur" des öffentlichen jüdischen LebenS für niehrere Wochen außer Landes weilt. Erst nach ihrer Rückkehr werden sich die. Ergebnisse des'Kongresses ans daS praktische Leben Palästinas auswirken. Weit wichtiger als alle Beschlüße wird schließlich die Zusammensetzung der neuen Exekutive sein, der Spitze der „.Jewish . Agency“, bie für das jüdische Palästina weitgehend die Aufgaben einer regierenden Körperschaft zu erfüllen hat. Aber diese vom Kongreß zu wählende. Exekutive ist nicht nur eine Art Palästina-Rogierltng. sondern auch die Weltführung einer politisch-ideologischen Bewegung, eben des Zionismus. Im Gegensatz zu allen anderen Strömungen dev Zionsliebc lind der Palästina-Sehnsucht führt dev -organisierte ' Zionismus Herzlicher Prägung, geradezu den Namen „Kongreß-Zionismus". »veil eben dieser alle zwei Jahre stattfindende Weltkongreß von seinem Schöpfer von vornherein als machtvollstes Symbol und stärkstes Instrument der kulturellen , Selbstbesinnung des jüdischen Volkes und des wirtschaftlich-politischen Wiederaufbaus des jüdischen Landes gedacht ist. Deshalb darf man eines nicht ' vergessen: Erez- Israel ist zwar das, konkrete. Ziel , der zionistischen Arbeit und der Gipfel der zionistischen Gedankenpyramide. Aber auch die zionistische Wirklichkeit spielt sich heute noch zum größten Teil in der Diaspora ab. Nur annähernd zehn vom Hundert der eine Million Schekelzahler, d. h. der eingeschriebenen wahlberechtigten Lrganisationsmitglieder, entfallen aus Palästina. Und daß die Probleme der Diaspora auch vom zioni- < irischen Standpunkt anders anssehen als die Probleme Palästinas, das; die Geifteshallnng des Galnt-Zivnisten sieh in viele» Dingen von der des . aktiv im Ausbau stehenden Palästineiiser-s unler scheiden muß, liegt aus der Hand. -Daraus erllärt es'sich, das; i,iel,t in alle» Puiilten die liberliererle Atmosphäre des Kongresses lind die heutige 'B'irllichkeit Palästinas, sich decke» lvuueu. Aber das .. Weseutlichsle war-s doch. das;, zur Genuglinuig des Palästinensers, die Gegeiuvarts-- prvbleuie Palästinas auch im Vordergrund der . Luzerner Aussprache 'landen. Wenn,immer 'nieder der Gedanke ausgesprochen und wohl and) in pni'i tivcii Beschlüssen vera-wert wnrde, das; ina» das n a t i o » al e Kapital - d. h. die ainaiizkrait des Keren Kajemeth, des Keren Hajesivd, der Anglo Pälestine Bank und der ihr liahesleheuden ännitiite — stärker als bisher lnr eilie planvolle Lei, k"»g des. Auibaus eiuseUcn müsse, so sanktionierte inan damit eigentlich nur die Erkenntnisse >md die vorberelteiideu Maßnahmen, die sich in Palästina selbst ans den Erfahrungender letzten Fahre.enlivickelt haben. Auch die Art, in Per die Anseinanderseliung mit der Mandatarmncht von der Kongreßtribstne herab geführt ivnrde, begrüßt inan hier als ivirksame Weiterleitiing der palästinensischen ,Sorgen nnv Wünsche an die össeiitliche Bteinnng des Weltjndentnms >lnd an die ent scheidende,; Mächte der internationalen Politik. Tic Form, in der die Engländer den schon einmal geschcitcrteil Plan eines gesetzgebenden Rates jetzt ivieder aulgegrissei, haben, kailii man in' der Tat nur als ivirklichkeitssremd und gefährlich bezeichnen. In diesem Pnilkte herrscht vollständige llebereinstiinmliiig nicht nur zwischen den verschiedenen Parteien der zioilistische» Organisation, sondern aiich zwischen der zionistischen Orzjanisatson lind ' den anderen in Palästina vcr- - tretenen - jüdischen Gruppen. ES ist ein Wid'ersprüch in sich, aiif dem g e gcnwärtige n Zn- .stand iiild dem gegenwärtigen Zahlenverhältni? eii;e Verfassung ausbauen zu wollen, und das in einem Augenblick/in dem alles auf den weiteren Ans bau des jüdischen Nationalheims und das allmähliche Reifen der jüdischen Vcrslichc zur Bcr ständigung mit den Arabern ankommt. Doppelt problematisch ist dieser Versuch in einem.Augenblick, in dem der italienisch-abessinische Konflikt —die Leidenickiasten in der nlittelvstlicheN Kvloniulpvlitik besonders aufgepeitscht hat. Rach dem wirtschaftlichen und. dem Politischen Beispiel sei noch ein charakteristischer Borgniig. ans dem knltnrellen Leben erwähnt. Ter Konilikt zivischen der ^lrbeiterpartei. die im Kongreß über die abiollite Blehrheit verfügt, und dem religiös vrthodoreil Rciirachi berührte einen typische,, Streitpunkt des modernen Palästina: Tie Heili- .gung des Sabbat im ö,'i'entlicl,en Lel'c». ' Und ebenso bezeielmeiid für dm> 'E.eisl der. iclbf'tverf'tänd- - lichen Znsaiiunenarbei't, der i'icl, dnrcl,-die bloße Tatsaitze des tagliclieii cl>ai>eas-ai,i geiiieiiifilineii killerk über alle Parteienluniveg zu eutioictelii begiiiiil. ist eilst anderem-Ereignis: Tie eiiuiintige, .begeisterte -Auerleiiiiinig der Fül,rersi,iail Prosejfvr Weizi'naiins, dieses P,'a,nries.,der ioeder bei,, Person - 1 itIhmi Tvpns und) der boliliichen v>ru»>pier,i,ig »ach zur A rbeilerparlöi oder zu"' iiiaiin' oiMilu I, di'r aber durch leine staal-anaiunlilie "Leiiliiiig 'und -ie.iue, ivihenstlia'llulie- Arbeit inc Dir Ta che des Poui-,-»,us legitimiert isl. - - i vn 1: der geioall igen l/alieriliin>,' -und - der iinnierliii, beiel,eiVenen U'ilimt'lint'vult-.-imtU'l dieses Landes, werden die Per hast, olnngen des Lnzeri.ier. oi>!,rei>es in die'eni Lande nluieller und auS.> ialirtul>er ve> iölzl als ioost,! in le'gead .einem anderen Lande .der tillell. ,T'u- -,,roß>-,, . .-',eitn».stn^-. Kl,Ille» ilve S onveri>e> luileeilal'lee in L.»;er».' deren .st elenraluine tagliäi ui a.roßep" A>inii,ärl,iin>, „n, den >iopi!eile,i der Blalter rrulneiien. TiestB.'-iedergaben der großen :>>coen, Beri.rl>te ule-r die gllenar- und rivminisiioii-'i,iiunaen soivie >il>st'r d>e sllertiand lringen ..in den Wandelgaiigeci". Taeilelluiigeu des äußeren Bilde-'- niio der inneren .zniaiiiiiien- ."liängeinllleu lagliei, Soallen »nd -eilen' der hel'räifch«-,, und euglill!i>u, "I-reue - ve-> Landes. Fulcrosteii's "»'ul 'führ-end'en 'perionlirl,leiten des -.vongreise--- Und redallronelle .Naiiimenta re . diese' aber vorläufig, nur ui geringen, .Unnain, - - veroollilanvigten da-:- Bild. »lav.aebendst-!,rbra>,etje /.eiluiig. die'sonst nur einmal lagtie't,- erutzeint. - brarl,le anden i»itl>l'igiieii stilmng--i,igr->. Sonder au---gabei, l>erau---. die. voii rutirigeu ,'a'iiieiiiteuiiuigen mit lanler- Stimme au-gernstn.'reiiienden Absatz saudeu. - , Ter üllille zur Einigteil' und- Eins,eistder jioui- »iietieu Lrgiiiiiiatio'n. ' der 'in der .'luseinauverfei-.uug zu>nrl,'e» Arbeilervarlei und 'ülii'rachi ge wissermasieii eiiie .zeuergire-lii' bi-ile>uveu Ijai. dur'le ' seuie B'irluug and) liier im 'L.nide ,'iistjt' verielsteii. ' Trotz der gleul,zeitig statl'iiiveude,, stu'rliereiluugeu - zu dein reviiiouiskii'rl,ei-i i'stezeiilmi,,res;, die liier . leilioeiie niil hesviiders-'lel'tia'terr Ag'ilustum durchge.iiil>rt uuirdeu. lduute sul, d>-r aunuerlmuir Bevl>- . achter dem Eiudrml m>l,l eu'l;iel,eu, duß iiil) der . -Hauptslrviu des oiieullustu, Vulere>'e-o uul,ezu uu- ' gebrochen uarl, Ln;ern rutzl'ele. T -' Zu haben in den gu.en Fachgeschäften