Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 14 (1935)
- Issue
- 25 (20.6.1935)
- Date
- 1935-06-20
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 74% known words query
- IRI
…/2277379-2278097-2278122--09596-2292610- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
C-V.-Ztg. - Nr. 25 4. Beiblatt 20. Juni 1935 > < . Berufsausiibung im Einzelhandel Von Dipl.-Kaufmann A r tu rJul i u s b u r g . Stritt inbtfd]c 'T.>Lon (djcn fitiben im Einzelhandel rf)ie Eusten-z. oeder einzelne der iiidischen Ge - weinschäft repräsentiert ic’Jst mehr denn je die" indische -Gesamtheit. Svrgsolt in der Berufsaiis- - »bung ist oberstes ■ Gr bot. Die'.Krnntnis deneii. was diese Sorgfalt erheischt, ist daher niierläsüich. Wie jeder Kaiifinanii, so muß nmi). brr liiii' .zekhändker sein Geschäft derart betreiben, daß seine Berufsausiibung den Grundsätzen des orbcntlidjcu mit) ehrbaren Kaufmanns entspricht. Tiefe Grundsätze haben von jeher einen fest »mrissenen Inhalt. Sie bestimmen sowohl die Rechte, ans die sich der Einzelhändler innerhalb seines Berufes stützen tanii-, als anck, die Pflichten, denen er Nachkommen muß. Gerade aber'für den Ein- - zclhändler hat das. >vas als Grundsatz und Anschanung eines ordentlichen Kaufinaiins zu gelteii hat. vjelfaels eine Aenderung erfahren. Taneben sind eine tileilic von Gesetzen ergangen, die seinen Betrieb und die Betriebsgrundlagen besiimmeiid, beeinflussen. ' Tie Äuswirkiinge» der geänderte» .Anschauungen und der neuen -Grsetzesbestiiniiningen erfassen in erster Linie zwei fragen im Betriebe des Einzelhändlers: wie er seine Ware an bi eiet, wie er also im Konliirreiizkanipf sieht, und weiterhin, .welelien Preier seinem Angebot zugrunde legt. Es ist lein Zivcifel. daß siel, für Form und önlsäit des Änbietens eine gegenüber früher wesentlich strengere Anflnssiing — und zwar nicht etwa nur in den Entscheidungen der Gerichte, sondern auch . in der Stellungnahnie der Karisniannsck,aft selbst . — dnrck,gesetzt hat. Ria'» braucht nur die gutachtlichen Aeiißerungen zu Verfölge»., die die .Industrie- und Handelslannnern zu Weltbeiverbs- - fragen abgebcn. und man wird feststellen. daß die F r e i h c i t in der Jl'c'i im n d -n n g v o n S ch l a g w o r t c n b e i A» g c bot u n d A n - l ü u d i g u n g w c s e n t l i ch b e s ch r ä n k t worden i st, * u in d i e W a h rhei t der Reklame .soweit . als nur irgendmöglich z u ge >v ä h r l c i ft e n. Man darf hier also nicht ohne weiteres auch zum Beispiel . bei der Beschriftung seiner .Schilder am Hergebrachten kleben? Man denke etwa an' die her- . kömmliche Aufschrift „en gros — en detail". Sorgfältig ist zu prüfen, ob die alte. Formel auch noch den neuen strengeren Maßstäben standhält. Ist dies nicht der Fall, so muß die ent. sprechende? Aenderung vorgenommen werden. .Denn eine alte Formel kann sogar ausdrücklicher G e se tz c s b e st i m in u n g unmittelbar zuwider sein.. Uiikeniitnis des Gesetzes schützt nicht vor Strafe. Das gilt auch dort, wo ein Ladeninhaber, etwa einen Saisonschluß —, einen Invcntiirvcrtaiif. einen Verkauf zum Zwecke der Räumung eines z. B. durch Brandschaden in feinem Werte geuiinderterw^ Warenvorrates als ..Ausverkauf" bezeichnet. Einen „Ausverkauf" ankündigen darf nur noch derjenige, der den gesamten Geschäftsbetrieb, den Geschäftsbetrieb einer Filiale öder den Vertrieb "einer einzelnen Warengattung aufgibt. - Eine weitere wesentliche Frage innerhalb des „wie" des Angebots ist für den Einzelhändler die F r a g e d c r Zugabe. Rach, der Zngabeverordnung ist es verboten, im geschäftlichen Berkehr neben einer Ware oder einer Leistung eine Zw gäbe anzubickcn, anzukündigen oder zu gewähren. Zwar gibt es eine Reihe von Ausnah'meu von diesem Verbote, so. ivenn es sich lediglich um Rcklamegegenstände von geringem Werte handelt, die als solche durch eine dauerhafte und deutlich sichtbare Bezeichnung der retlainetreibenden Firma gekennzeichnet find, wenn geringwertige Kleinigkeiten gewährt werden, wenn die Zugabe nur im handelsüblichen Zubehör der Ware besteht nsw. Aber gerade deshalb üst auch hier in'der Regel besondere Prüfung erforderlich, bevor man sich zur Gewährung von Zugaben entschließt. Tenn nicht immer steht von Anfang an eindeutig fest, ob es sich um einen geringen Wert oder um eine geringwertige Kleinigkeit oder um handelsüblichen Zubehör handelt. Wir sprachen oben von der Beschriftung der Ladcnschilder deS Einzelhändlers und kommen so auch zu einer wichtigen Bestimmung der Gcwekbeordnung, nämlich der Vorschrift. daß der Inhaber eines offenen Ladens feine n 'F a - m i l i e n n a in e n m i t m i n d c st e n 2 ei ne in a n's geschrieben e m Bor n a in e n a n d e r Außenseite oder am Eingänge des Ladens anbringen muß. Kauflente. die eine Handelsfirma haben, ' bringen die Handelsfirmä an der Außenseite des Geschäftslokals an. Das Anbringcn lediglich der Firma aber genügt nur dann, wenn aus dieser Firma der Familienname mit. dem ausgeschriebenen Bornameu zu ersehen ist. Lfiene Handelsgesellschaften haben in gleicher. Weife wie der Einzelkausmann die Rainen der -Geü-OieliMw,- - a nurbrirmmm^BQweiner GmbH jedoch genügt die Beschriftung der Firinenlchttder' au der Außenseite der offenen Berkausssielle mit chcr eingetragenen Firma. 11 ii d n n »der P v r i:v! T,e preisregelnden und preisnberivachendeii .Beingnnie des ' Rekchs lomniissars für' .Preisnberwackinng erßrccke» ziel, nicht .11111" auf -die ivgenaiinlen .lebenswichtige.». Gegen i'kai'idc des' tTiglickien Bedaris. sondern ans ’ alle ^ltzaren schlechthin. -Zahlreiche Anordnungen, die für den Einzelhandel in - seiner Gesamtheit oder für die Kalkulation einzelner Fachzweige gelten, sind ergangen, Wichtige preisregelnde Vorschriften sind in Sondcrgesetze». .ivie der Faserstossvervrdiittng.. der Bervrdiinng. über unedle Metalle, der Verordnung Tiber Preise' für ausländische Würen enthalten. Auch im Rabattgesetz bestehen gerade für die Pr-eisgebarung des Einzelhändlers wichtige- Speziälvor!ck,rifteii. Wir. seifen: es gibt hier 'eine Fülle von bedeutsamen und.zwingenden V'orfchriften. die für die Berufs.-? ausübung im Einzelhandel Geltung lwben. Tie genaue Kenntnis und lüäeiiloie Beaelitnng all dieser Tnige iü für den Einzell,äiidlerHin so nvtiveiidigcr, als er iieli sonst der Gefahr der II nt e r s a g n n g des v> a ndel s befr i e b S ansietzt. und zivar >inabl,äiigig von de-n Folgerungen. die ans den -trasvorichristen der Emszelgesetzc lierzulciten sind. ' Es bestellt sdion seil der 'Ver>'rdnii>ig über Vandelsbeirliränkniigen vom l-Z. faili hu?':! eine t^eneraltlansel für den .Kandel mit Gegen na »den des täglichen Bedarfs, nnel, ivelcher ein siüelier Handel untersagt. inerden lann.. ivenn Tatsachen die Annahme .rechtfertigen, daß der Kandeltreibende die für den Kandelsbetrieb erforderliel,e Ziiverlasiigleit liielü besitzt. Diese Klaniel istdurch die den Reichstoinmifsar für Preisuberivachiing betreffende Gesetzgebung dadurch er- Ineitcrl ivorde». daß der Reirlfskommissar' den Handel'-betrieb iinterjagen kann, ivenn ihin Tatsachen bekannt inerden. die die llnzuverlassigkeit der .handeltreibenden erweisen. Tiefe Befugnis des ReichskoinmissarS bezieht sich entsprechend der AllgeineingeltUng feiner Befugnisse ans .den - Handel mit ollen Wirtichastsgütern'. Auchhin- ■ sichtlich des Begriffes „llnzuverlässigkeit" liegt eine genaue und bindende Definition des Gesetzgebers nicht vor. Hier ist dem Grundsatz nnd der Anschauung desordentlichrn Kaufmanns für die Kennzeichnung dessen, was als Unzuverlässigkeit zu gelten hat. weiter Raum gelassen.. Und auch hier muß berücksichtigt werden, Daß diese Änschaiiung dahiii geht, einen strengeren und engen Maßstab anznlege». Daß die Untersagung des Handelsbetriebes als mögliche Folge eines Berstoßes gegen die gesetzlichen Besliininnngen oder gegen die in ihrem Rahmen ergangenen Anordunngen in Einzelgesetzeii festgelegt ist, .haben/ wir bereits angedentet. -Man denke hier als Beispiel vor allem Mi das Gesetz über den vorlänsige» Aniban des Reichsnährstandes, das dem Reichs- minister iür Ernährung und Landwirtschaft die Biöglichkei! gibt, bei Zuwiderhandlung gegen seine Äiwrdniingeii gegebenenfalls die Untersagung des Handetsbelricbes änsznsprecheii. Wird so an die Beriiisansüvung des Einzelhändlers ein außerordentlich strenger Älaßstab angelegt, so gilt das gleiche hinsichtlich der Rener r i ch t ii n g . e i ii c E i n z e l h andelsg c f 6) ä f t e s oder der Uebernahme eines bestehenden Betriebes. Durch das Gesetz zur Aenderung des Gesetzes zu in- Schutze des Einzelhandels (vom lß. Dezember l'.''34V ist die Geltung der Sperrvorschriften für l'lcnerrichtnng und Uebernahmen unbefristet verlängert. Ansnahmen können aber zngetaffeii werden, wenn u. ä. für den Unterneh-' mer seMt oder denjenigen, der. das Unternehmen leiten soll, die für den Betrieb erforderliche Sachkniide iiachgewieseu wird, und keinerlei Tatsachen oörliegen. ans denen sich ein Akangel an persönlicher Zuverlässigkeit ergibt. Zn der geforderten Sachkunde gehören sowohl allgemeine kansmäiniischc Kenntnisse wie die besonderen technischen Kenntnisse des in Betracht kommenden Waren-- zweigcsH Die Sachkunde muß also neben der perfonlicijeii Zuverlässigkeit, vorhanden und nachgcwicscn sein. Der Rachweis ist durch zweckdienliche Uiiterlagen. wie Zeugnisse über eine., langjährige Tätigkeit in.der Branche. Ablegung von Fachprüfniigen nsw. zu führen. Der Rachwcis der Sack>- knnde bedingt auch eine Befchränkiing der znm Berkanf gelangenden Waren. Denn wer für eine bestimmte Branche seine Sachkenntnis.nachweich kann zwar auch Artikel führen, die dieser Branche verwandt sind, jedoch keine Artikel, die eine völlig andere, nicht brauchciwerwandte Warenart dar? stellen. >. - Die Reichsbetricbsgcnieiüschaft Handel der Deutschen Arbeitsfront Gau' üurhessen ^wcist in einem in der „Kiirhefsiichen Londeszeitung" Kassel veröffentlichten Aufruf auf. die ungenügende Firmierung der offenen Ladengeschäfte hin. damit die Ladcninhaber bei einer demnächst stättsinden- " den" Kontrolle, aie'ün Verbindung' iliit oen; ziE Rlnßnnlunen ergiei'en lo.nuen.' Deit' V«ii>eiiinlinimv11 ioll nochwals Geleoenlieit gegeben werden, eine iingenngende Firmierung zu - eiggnzen und Zick, vor einer BeNrginNg z>e felninen.^ bin eliibaier. be, - riiistiichnger Kgnnnann nnd veionders ein solcherüri.säie.r AbUgmwnng iolle leinen- 'i'ginensickitbgr iind'deiitim, am Eingang Zei nes Lodens gnvringen. daiml --sg.nien.de' Partei und- .'Bolksgenosse.lv 0>n>0' ^zü?Zögern.' den.-Lgdenvcjreten k-ninen.' . . Von der Internationalen Woll-Konferenz! vom 'KemiMntrv der DAF geleitet? Fli.i.e...Ge1lüMe^. iverden-diirä, eine Avleilnng der Gese!iail--inln'nng. . des Zeiilraibnros-der-DAF' geint,rh?'T>-e- ->?.'1K -I,at 'vom' Reick,steiler der ifAFübertragene g'l»,gaben- - -zu bearbeiten.' Fug. die l* W'bU-»-">Eberke >",rd je eiife Arbeiislänimer gebildet.?, der ->tz "die.,er Kammer i'I der Lrtder GanwaUnng der DA.z.. die.inli a», Crt der digrii W'risckiä'Istgnziner , ' I>r'n,del, . Die.Aiv'-'nürnügbe'iunNlnnärn eiitliaiten'-.? iodaüii?. fiort, eiiiitet’eur*e 11iminvrnitei.i Personen . - dre zn' üß.i,g>iederii? der- ÜlÄt Arbeib-lainmrrn bernien ioerden. , Fn den letzten Tagen v,'r dein 'tziingineü iU in Berlin die Fnternglion-ile?'boü Koni?>re,iz gb : grlialten '.vorden. Sie ist livai' i'i'11 den S>nl,vir ständigenaller, Lander beinckü ivorden, die ein .Fnteresse daran!,aben. ülolnvölle zu verkänten. . zu-verarbeiten, oder als Fertig,'rodntl gbznsetzen. aber sieüil trob.dein nirtil iiniüi-nde geiveien. diesein Zweig der slöeliivirtsck>gst grnudigtzlick, neue 'titzege Der Berlreler der,ReirI,-->regii'rung. DrßSrliarl,!. . Imt in seiner ' Eronniing--rrde leinen Ziveiie! darüber gelalien. daß Tenlickiland nur-ans den Ilrzprungsländern den a» nel, >el,r ern'iinschten . RoKsloif ..Btzi'lieb l'czielien lann. die bereit, ünd. de» Verliältnissen Rrchmmg zu tragen, inner denen zurzeit das Denliäie Reiel, n»i die Berbesteriiiig seiner Anßenhandelsbilan; nnd die tzferbreiternng seiner Absatzniärtle lainvien in ui?.?er dei,Isr«,e Delegn rle Hermann 'Rgnirl, h"i> liervor. daß wan seit der >e);ten Kiniieren; in den deiüsrl,e>> Te>'t'l sors>-!i>iiig.--iiislstnten die-'beiten brinlniingen bei der Pruinng der .Nniniiaier geinaäsi -Iiave-. Ilel'er einst,ntiiiend ii'iir niäii a'ni der.Konierenz der Ansicht.. daß der Borniarsel, der Kiinitivinnsgser nnler Führiiiig der in» Deiit-schlgnd geinndenen und - iveitergebildeten TrUetln'dj-,, j.,, den doniiensrli'vächen Ländern nur dann initevbiiuiu'n »'erden , tönne. >venn iniin intevimtiminI einen Weg >>ndel. ii in Erieick,teriiiigeii des E learing--. l'der, noel, besser. Abfck,asfnng der Elearingäbkoinme».!,erl'ei ' tztzl>,i„ n>g» diese 'tzniilte iintei'üreieisi .lial man nngesälir ' de» Höliepinitt der tzü-rliner Piingib ' tagnng der Fnternativniilen tzlü'il'Konseren i geschildert. die sonst durchaus das übliche Bild einer Arbeitstagung., ohne Srniatilnien. bot. Zi»ineil,in wird nmn mit Geiingtniing davon Kenntnis üehnie».. daß man fick, ans der Konierenz ans ein Abkommen/ iiber tlloliwolliinvorte und ZlolnvoUgeschäite. »ach e»tsvrechender tz-orbeieitniig. des Problems, einigen konnte. Dawit i)t deiii internationalen Wttllschiebsgericht sozusagen ein Gesetzbuch in die Hand gegeben worden, durch das der Rahme» snr Entschcsdnngen über Qualität. Siiantität. Lieferiingen und ähnliche Ltreitplinkte geschaffen ivorden ist. Biet Beachtniigeii fanden auchans der Konferenz Darlegiingeii des Bursitzeiiden der?.',»ter- . nationalen titzollvereinigniig. .R,auriee Dnbrnlle. der ,'ich mit diplomatisch gewählten ützorten über . die. Lage des tltzolliuarktes ansiprach. Ans der Fiil.le der' sonstigen Anregnngen sei noch ei» Referat des Engländers Haig erwähnt, der sich in.llebereinsiiininniig mit der Britisl, Bllwl Federation für die Berlängernng der Berkamssaisvn' in Aiistralien auf neini Monate einsetzte. Schlwßlich seien nock, üiitteilnngen des ^rkretärs für Statistik erwähnt, der ans Grund der Angaben ans Ländern, darunter anck, Fapan,. RUtteihingen über die Maschiiwnaiisrüstnng d^r Woltindnstrie der Welt »lachte. -Die »ivnntlicheenrvpäische^ Kannnzngprodnktivu ist allergrösiten teils ermittelt worden. Es Zvnrde erreck,net. daß in den sieben wichtigsten Länder» mit l<:. ühozent aller Kaminstühte iiw den Rlitgliedsländeri, nnd. KZ Prozent der europäischen Kawinstühle ick,o,i beinahe die Gesanitprodiiktion darstellen. Eine weitere monatliche Statistik der Rlaschinentätigkeit 'wird erst langsain in Fluß kvinmen tonnen. .Immerhin sind sckivit bemerlensiverte Festitellnngen geniackit ivorden. So wurde mitgeteilt. daß Großbritannien im September lüllt eiiien Bestand von ü.SOO Kainmgarnniai'chinen. -J.0 Ztlilnoileii . Streichgarnspiiidelii, 4,jr» Rtillioiien Kainnigarnspindeln und 101 000 Webstül,len hatte. Fg demselben Monat wären in Deutschland 04.°!» Kaminmafchinen. I Ol7 0.7,0 Streichgarnipindeln, rn',7 <>>>0 Kammgarnivindeln und. K? ,>to y^ebfin[,Ic vor Händen. Schon diese Zahlen beweisen, wie groß »eben dein englischen der deutsche Einfluß ans der Ziitcrnationalcn Woll-Konferenz ist und ,'ei» muß. Daniel 8ei-u>seiii. Anzeigenvertreter .Tu' WirNckioil-griivpe ..BernilZIler.ieioeil'e' g,bk nnlerin E>. Fnni bekgnnl. daß die?»> e l d e - fr > 0 inr die tzl»Zeigenvertre-l'er. die narl, der. Anordnung des. Reick,->mtyMiii«litmi11iitei■> vom Ob. Rovember Ib-'l l n»-ter die, Gruppe der Hg» d r I n r r t r e t e r 'inOen.. und eine selbst,indige 'Tätigkeit in, Sinne 'des K, HGB gnsnben? b,s Franz von Mendelssohn Reichsarbeitskammer Ter Reichsleiter der Tentschen .Arbliks,'r,.mk. .Tr. Letz, verlas..wie die Tagespreise berichtet, ans 'einer Tagnng der Geiamtsührerschaft der Deutschen Arbeitsfront am. IK. Juni eine A no r d - n >i ii g. die die sofortige Bildung der R e i ei, s a r b-e i t ska n, m e r (RAK) bG'tiinmt. " Durch die bekannte, zwisck,en dem Reichswirtschaftsminister.Schacht, dem Reichsarbeitsminlster ^etdte und,dem Reichsleiter der TAF, Tr. Ley. vom -'I. Riarz lv-'i.? getroffene Bereinbarvng sollte eine enge Berbindung zwischen Arbeitsfront ii»d L.rganifation der geioerblichen Wirtsck/rfl I,ergestellt und die Grundlage einer sozialen Selbstverwaltnich geschaffenwerden. Tiefe Berembnänng iü in 'Rr. 10 der „E.-B.-Zeitnng" vom 26. Blärz IOOZ besprochen worden. Als eine Ausführnng dieser Bereinbarnng ist die oben genannte Anorbnona an.mi'etien. ständigen Tienüftelleii der RS-Hägo und Verwaltungsbehörden dnrchgefiihrt wird, die notwendigen Gleick,zeitig mit der ölnordiiung wn-den anck, Aiissulirnngsbeüiittiiiimgei, bekannt gegeben, bereu wesentlicher Inhalt folgender, ist: Tie RAK wird Tugen vernorben m. m,iv ein llvnili'l .,">>0 M,<eii• del-zolins nnb bannt ein IIi Urenkel siRofes -vlenbel-'tolms der.nn Ial,re. I,'0-'> geiiieinsgin »ul leiiiein Bruder tzlbralnnu das Bg»ll„ins zu- »ackiir unter der Firma ,V n. A. O'leiibel 'sol», - -seit . lautete dere.n Firnienlilel wie anck, l,ente 'nock, 'Oi.enbels,oli>, bi'. griiiibete.?!t'ie bei alleii '»('.nlffii!,v,m. ,bel.-soln>s ware» iiiick, die religio,en Bnidnugen Franz von 0,!,->>- bel-golnis geloN. .'ll>er er pilegle bennißl »nd jiolz anck, die jiibiick»' -radition leinev? Faniilie. ' Fniiiz oön Zble,ibel-'iol,»s ilame >,l »nl der Fnlirnug wieliligiler L egainialioiiei, der deiilsckieii .tztzirtseliait »>id mit ber Entwicklung bes Bai,-kl,aii>e-'-. dem er l-s Falire äl> Teil!,iiber und znletzl ,il-- Seiuorckies' ange-liort >>gt. ioalirend der, lelilen Fal,rzel,nte nur bii - englle verlmnbe». Aber ilicklt nur an, N'ullckialtlnliem. anck,. ans wissenickiaillickieni und kiiltnrellei» Gel'wt <Franz von Oliendelstvli» war Schahineister ' der Kaiser-Wil» . I,e>ni-Geiellschajt > und 'vor ullei» in der Wohl« tatigkeit >,at er. oft i,n stitlen. viel gewirkt. tztzi'iuge Jahre nack, Griiiidiing der Berliner. Ea ndel skii im »er wurde Franz von Riendelssohn ihr tiellve,tretender Präsident »nd bei 'Kriegs» ansbriich ihr 'ßralibeni. ('>-10 -Val,r vor dem Kriege - felion war er in das preiißisel,,' He.rreii.lians b,'-. rnseii ivorden nnd nack, dein Kriege wurde er balo Präsident des Tentschen Industrie- und Handel-- Inges, der Spitzkiwertretnng der Industrie, und . Handel,skawinern. Selbstverstäiidliel, ,var er auch Rlitglied des vvrläiisigen Reieliswi,lschaslsrate-s. Im Fihre lO-'il übernnlinl er das .Präsidium'der ..iiiternationiileii Handelsliiniiner. »aehdeni ec selion seit Denttchlaiids Eintritl iu diese Legani« sation I!'/.'7> il,r als Bizepräsident-angelsi'rl halte. Als' Fiiliaber dieser ülosleii konnte Franz von Rienbelssvli» anck, „st als Spreck,er der gesainleit dentickien ä!tzirtsck,ast vor »atimialem nob iiiler- _»ationalem Fornn, anstLeteii. nnd seine von uni. fassender Kenntnis der - tzl^irlickiatl-bebiiigiingen geirageiieii Aiistlilirlingen wiiibeu (f c t - fehlhegeiltet. 'Bereits vor drei Ighreii'- »inßte er ,ins geinnbl,eitlick,e» Gründen den'größten Teil seiner „ E!,reiiäuiter niederlegen niib mnr ans diesem Aiilaß znm Ehrenpräsidenten' der Industrie- und Haiidelskainnier zn. Berlin, des -Dentsckien Iiidnüriennd Handel---Inges „nd oer ,znlei»ationalen Hnndelskauiiner ernannt ivorden. ' VJ1 iit dieser Auszählung der üaih außen besonders sick,tl>aren Arbeiten ist gl,er die tztzirtsanileit Franz von 'Mendelssohii-s nick,t eeschöpst. Seinw besondere VIiitni.erffnmfeit ivandteer dein Ausbau der internationalen Beziel,nnge» feines-.Bauk- . Hanfes''in-der-Raelikriegszeit zn (Gründung einer tzlinst-erdginer 'Riederlgssnngl. Tnrch sie und diirck, den -fiiif. den die Firma- -nnd ihre Elfeis in der -tzelt' draußen genossen^ verwockite Franz bog' Rliendelssoh» manche große hentirije Kreditoperative» nach dei?Fi,flatioiiszeit er,'oglrei>!pdnrck,- znfnlsre». Erinnert sei in dieiein Z,isa„niiei,- l,ang nur an die Sck,assnng der Treiil)a„dverivaltinig für das deiitscki-iiiederlnndisck,e Finanzal'- kominen. dessen Vorsitz.,er Ins zil?.sei,ieni Tode iiiiiel,atte. ",fin. iniierdentiehen tztzirtschaitsleben liattc.Franz von 'ülendeissoliii,'besonders auch aiis dkm (Gebiet des Bank- „nd Kreditwesens, vielen .i>il,renden .Korpersck, alten angehort. so * undj 10IH’ m-iit Zcickrala-,,sschuß und von lO.'l bis zn seiner . tzliiilo.i-nng lOss auch den, (heneralrat der Reick,s- ' bank. Daneben >var er ,'ei.l dein Ial,re lOckck auch im Annichtsrat der befrenndeleii, Baßer,scheu Ber» euisbank. Taß Franz von Mendelssohn die soziglen iiüb geschäftlichen Traditionen seiner Firma in de^ fast ein halbes Jahrhundert währc'ndcn Zeit seines ' Wirkens stets hochhiclt »nd weiterpflegte. ist so selbstverstandtich. daß es fnum gesagt zn werden brauchte. Tas Traditionsbewnßtsein der Famitis Mendelssohn zeigte sich vor wenigen Jahren auch darin, daß unter ihrer Führung IlWO anläßlich des üio. Todestages Rloies Riendelssohns in . . Dong,, die Olieiidel-.,'oh„T.'.h.'tn»a errichtet ivorden ivar, obwohl niemand von den Rachkommen Mo- >es Mendelssohns mehr dem Indent,',,n angehörte. 11. W— I. BullrichmSalZvor2U9l'ch‘>e'Magenbes€hwerden l