Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 14 (1935)
- Issue
- 25 (20.6.1935)
- Date
- 1935-06-20
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Mindestankiindigimgs- und Mindestreklamepreise in der Bekleidungsindustrie Der 5Rptd)*fnmimfirtr für Prcisnherwachimq finf laut Tagespreise in einer für die Wirtschaft s g r u p p e ,.B e k l e i d u n g s i n d u > strie" ergangene Anordnring folgendes . ausgcfuhrt: . - . ' . . - „Grundsatz jeglicher Wirtschaftsfithruiig muß die Forderung »ach Preiswahrhcit und Preisklarheit sein. Ein weiterer Gruildsatz jst-der. . daß -jede Leistung, unbeschadet? ihres niedrigen Preises, überall, zum- Kauf aiigebäten werden. darf, soweit dieser inedrigeii Prcisstcllimg eine . Ordentliche -Setbstkvsteiiberechiiiiilg zugrimde ' liegt, Mit diesem Grinidfali istes nnvereinbar, wen» durch ein Shstem von Mindesta n l ü ii d i g n n g s - oder Pi i n d e st - r e k la in e--P r e i s e n dem Kauflustigen siiiistlich verborgen und gcheimgehalteu wird. daß es - auch billigere Ware gibt. Es ist nicht haltbar, daß Waren nur zu einem bestimmten Preis zur Schau ausgestellt und sonstwie angekiindigt werden dürfen. Zck) verschließe mich nicht'der Tatsache. daß durch Preiangebote von Löckartikeln in Schaufensterauslagen- und sonstigen Ankündigungen unter Umstände» oft die Preisgestnltiiiig einer ganzen Branche in. Nnotdiiung geraten kann. 'Das ist dann der Fall, wenn einzelne Betriebe die Möglichkeit haben, für die besonders niedrige i Preisstellnng ihres l'ucf - artikelS einen Ausgleich in anderen itstaren zu haben. Die Ankündigung solcher Locknrtikel muß. aber die Betriebe besonders hart treffen, die nur diese Artikel führen (Fachgeschäfte und Spezialgeschäfte) und denen die Strnltur ihres '-Betriebes einen Ausgleich in. anderen Waren nicht gestattet. Ilm beide Mißftände abziistelleu, ordne ich folgendes an: .1. Alle bestehenden. Festsetzungen von Min- , destanlündignngs- oder Mindestrellamepreisen verlieren mit dem l5. Juni 1935 ihre Wirksamkeit. ‘2. Es ist verboten, Mindestanki'iiidigungSodcr Miiidestreklameprcisc neil festziisetzeii.' 3. Es ist zulässig, für bestimmte 'lllaren folgende Bcreiilbariiiig zu treffen: Zu Schaiisensteranslagen »nd alle» anderen Aiitiindignnge» außerhalb des Geschäfts dürfei, Waren nicht zu solchen Preisen angebvten werden, die unter den Selbstkosten liegen. Bei diese» Ankniidigiingswaren dürfen in. gemischten Betrieben ziir Errechnimg und Erfassung der tatsächlich ansalleiiden Selbstkosten Waren anderer Berkaufsabteilungen zwecks Kostenansgleich und . Kostenmifchung nicht herangezogen werden. Serienkalkulationen dürfen im Interesse der Preiswahrheit und -klarheit nicht vorgenommen wer- - den. Vielmehr muß jeder Artikel selbständig kalkuliert werden. Ich bin damit einverstanden, wenn bis zum -Inkrafttreten der neuen Regelung die bestehenden Mmdestaiikundigungspreiie ausrechterhalten bleiben. Eine Rcuregelung tritt gemäß vorslehender Anordnung spätestens am 15.-Juni' 1 IN Kraft." Fragen der Werbung - - - .Der stellvertretende Präsident des Werberates - -der deutschen. Wirtschaft-.- -Prof. Tr. Himks, 'stellt, ivie die-Ieiiiingen berichten, im-Organ des Werve- -- rales". unter anderem -fest,: daß mi-v der nationalwzialiitiiel>en Volks- und Lelstnngsgcmeinichaft das Ä.itiel der-Werbiing nicht hliiivegzndente» sei. Es ie, im wegentcil die Aufgabe der natnuialsozialiitlsckie» Auitlarunq und Erziehung, "daß sich, die Einzelperiviilichkeit immer' niehr herausstelle, daß, zeder. der etwas leiste, seine Leistung und sein Können auch anbiete,.bekannt mache und verteidige. Dem Werbebedürfnis auch des kleinsten Unternehmers werde freie Eiitiältimg gesichert. Mantonne mit Recht sagen, daß die Vorteile der Werberatsgesetzgebung gerade in erster Linie.den kleinen und mittleren Geschäftsleuten zugute kämen. Wenn inan diese Vorteile betrachte, dann müsse man verlangen, daß der kleine und mittlere Unternehn.ier auch die. Werbung entsprechend gebrauche. Die Großmacht tonne man nicht dadurch beseitigen, daß man sie bvhkottiere. sondern inan müsse sich innerlich von dem Glauben -freimachen.. der in dem marxistischen Grundsatz von der Aaturuotineiidigkeit des Untergäriges der Kleinbetriebe gipste. Die Parole könne niemals lauten: Hinweg niit der Werbung!, sondern müsse heute'lauten: v> eran an die Werb u n g! Geschäftsleute verteilen verschiedentlich sogenannte S ch i e ß - S p i e l e li n e n t g e l d l i ch zu Werbezwecken. Es handelt sich um etwa Iiandflächengrvße runde Papptafeln mit der Tarslelliiiig einer Schießscheibe, in deren Mittelpnukt ein Gimimisaden befestigt ist. Durch Lvslasscn des angesvannten Ptetallstists schn'ellt die.Spitze in die Scheibe. Tn kürzlich ein Kind durch ein derartiges Schießspiel eine schivcre Aiigennerletznng erlitten hat. die den Verlust des Auges zur Folge hatte, hat, wie die Tagcspresse berichtet, der Werbe- . r a t d e r dents ch e n W i r t s.et) ä f t die Wcrbnng mit derartigen, die Sicherheit des Publikums bedrohenden Werbemitteln n n t e r s a g t. Zuwiderhandelnde setzen sich nicht nur der Gefahr einer allgemeinen Entziehung der Genehmigung zur Wirtschaftswerbimg ans. sondern sind auch bei entstehenden UnlückZfätten nach den Bestimmungen des BGB. haftpflichtig. Der Kongreß der Internationalen Handels^ kammer, der vom 24. bis 29. Juni in Paris ftattfindet. wird besondere Aufmerksamkeit den Fragen der Absatzorganisation widmen. Fünf Sitzungen sind vorgesehen, um diese Probleme zu erörtern. Tie allgemeinen Grundlagen der Äbsatzorgauisatipn werden in einer Plenarsitzung erörtert, die übrigen Utzniigen sind der Untersuchung der Einzelprobleme gewidmet. ^us der Organisation der Wirtschaft Reichsnährstand ■ Durch eine Vero-rdnung im . Rinchsgesetzblott ivird, ivie Wie Togesprenc berichte^ die Grüiidiing einer Hau p t v c r c i n i g n-ri g d c"r d c u-t scheu S u ß >v a r c n w i r t s ch a s t verordnet, der alle Betriebe, die Knkaoerzeiignisse. Iuckerwarei-l- und-. Taiierbackivaren Herstellen oder mit diese» Erzeugnissen sowie mit Rohlakao handeln, angeschlvssen werden. Die neue Bereinigiing hat die Aufgabe, die Erzeugung von Süßwaren Nach-Art.- Alcnge und Beschaffenheit zu regeln, wobei auch die Erzengiing der Mitgliedsbetriebc ans bestipinite Produkte l^schränkt ivwie Betriebe stillgelegt werden t'vniien. Weiter können Borsäiristen über den Absatz und Handel mit Süßivaren und über eine angemessene Vorratshaltung erlassen ivcrdeii und volksivirtschafllich gerechtfertigte Preise inid Preisspaiinen für Süßivaren und Rohkakao festgesetzt werden. Ferner kann die Hanptvcreinigiiiig Beschaffenheit und Berwendling von Rohstoffen regeln, iiisbesonderc Bestiminnngen über-den.Bezug von Rohkakgy erlassen! Tic Verordnung enthält auch ein Iuvestitionsverhot: die Reuerrrchtung eiucS Erzeuguugs- oder Handelsbetriebes in Siißivaren wird von einer besonderen Genehinigung abhängig gemacht.?liisgenommen ist infolge der hierfür geltenden besonderen Gesetzgebung der Einzelhändel. ' Ter Treuhänder für die rohkakaoverarbeiteiiden Betriebe hat die lauseudeu Geschäfte noch abzuwickeln --und' sein Atate-rial der Hauptvereiuigung auszuhändigen. - ^Virtschaktssruppe Lisennnd Metallindustrie Im Nähme» der Iliiivrnaiiisaiioi, der Wirt- . schastsgruppe ..Eisen- und Metallindustrie" wird, ivie die 'Tagespresse berichtet, der . Sitz der Gesctiäftsfi",hriing von Wuppertal nach-Berlin verlegt werden. Leiter der Gruppe ist Fabrikant. Johannes. Wclmcr. Geschäftsführer der bisherige stellriertrctenve Gauwirtschaftsbcrater für Westfalen- - Süd. Tr. Büchner. Ter bisherige Leiter der Wirtschaftsgruppe. Fabrikant Hartkopf (Solingen) ist, wie gemeldet, .znrückgctreten. Die Gruppe wird künftig statt in 24 irur noch in d r.e i Fa ch » c^r u P p e n' unterteilt, und zwar ..Eisen- und Stahlwaren" (Leiter Becker. Remscheid); „Blechwaren", (Leiter Boillant. Remscheid) und ..Metallwaren" (Leiter Dr. Roth. Schorndorf). . Der Sitz der drei Fachgruppen ist ebenfalls in Berlin. . Ter größte Teil der bisher bestehende-n Fachgruppen wird als Fachuntergrnppen weiter verbleiben. Wirtschaftsgruppe Elektrizitätsversorgung Unter- Vorsitz des Leiters .'der. Wictschaitsgrnppe Elektrizitatsversvrgiing. Tirektor Tipl.- ^ng. Ischintzsch. hat, wie die Leitungen berichten, -znw erstenmal der Beirat dieser Gruppe getagt. Außer einer allgemeinen Aussprache über die Fragen den Eletlrizitatswirtschaft.- wurden die sahiiiig für die 'Bezirksgruppeu - erörtert undder Haushaltsplan festgelegt. Tic. Wirtfchaft-sg-ruppe wird rund li> 1)00 Mtglicdcr haben, an deren liickenloscr -Erfassnngzurzeit-gearbeitet.wird^ ' Arbeit für das Handwerk Ter Zeistralvcrbaiid deutscher Haus- und Grnndbesitzcrvcrciin; wird, wie die ^agcsprr-ssL meldet, in der nächsten Zeit durch Plakate die Hausbesitzer, aufforderii. in diesem Sommer durch, vermehrte Vergebung van Ilistandsetzuligsaufträgen, soiveit es in ihren wirtschaftlichen Kräften -liege, bei. der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit initzuhelfen. Tic Werbung ist vom Haus- und G r ii ii dbesitz g e in e i ii s a in m i t , d e nt Rei ch s st a ii b d e s d e u t s ch e n-H a n d w c r k § in. die Wege geleitet worden. Weiter werde hier-- zu u. ä. init'geteilt, .es sei erforderlich, daß das' Handwerk dauernd und in regelmäßigem Umfange mit Instandsetzmigsalisträgeii des Hausbesitzes versehen. werde da ci>va drei Füiiftel des -Handwerts nur durch die Aufträge des Hausbesitzes Lohn und- Brot erhielten. Ein weiteres Ziel, sei auch, den Zustand des deutschsu 'Wohnraumes wie überhaupt des bebauten Besitzes zu verbessern, wodurch auch, gleichzeitig der Eigentümer .den Wert seines Eigeiitilineserhöhe. Im Interesse der Arbeitsbeschaffung mitffc auch an die Miete r. vornehmlich an - diejenigen, die durch Einbehaltung von 4 Prozent der Friedensmiete zu der Aus--, führnng der sogenaiiuten Schönheitsreparaturen. verpflichtet sind, die dringeiide Aufforderung gerichtet werden, gleichfalls durch Bergebimg von Imstandsetzungsartieiten. zu der Bekänipsiing der Arbeitslosigkeit beiziitragen. Es müsse selbstverständlich bcrniieden werden, daß die durch die Arbeitsbeschafsuiig etwa an cinzetiien Stellen auftretende Sonderkvniniiktiir zu sachlich nngerechtfcrtigtcn Preiserhöhungen benutzt werde. Um den Berkehr nach Palästina auch während des Sommers zu fördern, hat sich, wie uns mit" geteilt wird, der L l o h d T r i e st i n v entschlossen^ auf den direkten Palüstinadiensten Hin- und Rück>> fahrkartcn in der ersten-Klaffe mit dreimonatlicher' Gültigkeitsdauer zu besonders ermäßigtem Preise für die Strecke. T-riest---Haifa und zurück auszugeben., Tie letzte Hinfahrtsmöglichkeit ist-am 4. September 1935 gegeben. Fabrikanten und Grossisten Berliner Bekleidung8 - Industrie SV. Edelstein Qrosshandlung für ZKerrenstojfe ^Berlin G2 MentheimSilberstein Damen- und Kinderwöschefabrik Damen-Schlaf-u. Strandanzöge. Lieferant grosser^ Waren- und Kaufhäuser BERLIN C. 2, Spandauer Strasse 29 TElEFONi E 2, Kupfergraben 1891 s Bekleidung Z ^lllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllilllllllllllllllllllllllllfF H. Meyer & Co. 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