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Central-Verein-Zeitung · 1935-06-04 · 23 (4.6.1935) · page 8

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
14 (1935)
Issue
23 (4.6.1935)
Date
1935-06-04
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Das jüdische ABC EineT Auseinandersetzung zwischen Herausgeber und Kritiker Emil Bernhard Cohn schreibt: hrr i>oniV'n '.'«"iintirr r*inr-:>rridj'rii ' ii;i turiri: Atolle' mic Be'vreckf'ing Cu'* 1 u-vluui nur ■ hrr<i.>»qrarL>rnrn*■ .'-JV.h'I)!'* .mit uhiflcm Tuet. •■VJ ls 'il‘crfniiicr.3i'id)nctc.-v>crv- £r.jöan«. A n d). Jtrii' ^rtinecljiini.v muH»' ans den jmhrianiionni Vci.'r- ^rnijcvn..lu'vntdjtfiib' wirken, weil sie mit ein-'r llniuhL : vmn du qr hl ui) td)inrrcn Irrtuincru .md. : ■t^aliciint iiridiidiH.irirpn Angaben begriOndet murdr. . , uilu’.rt 'loi'rhi'ii dreinndzwanzig Zallc und diese - nur als eineBlnswaI,l bezeichnet. , Iedermaivi I>at das Nieckit zur freien tzritik. auch die.Tcharfe bteibt " nun i-nbenviiimen. Aber dann iniiisen mich die kritischen Bern.ingelmigeit iinanseckftbar lfieb- und - ftichfeit sei». , \ni'r »der hät der stritiker Olngav-'» gewacht, die beinahe Punkt für Punkt unrichtig sind und dem Leier ein vollkommen falsches Bild . geben. Y'H.ir i» einem Punkte I>at er recht: Es linden sül, in das Buch Drncksehler cingeschlichen lind sogar einige simieiitstellende. 15» ist richtig, es stetst dn ..uivre sudnien" statt „more judairo*', ..Unterglaubcn" statt „Bätergläubeu". -..Marsalas" ' .Patt „Pharfalus". auch daß 14!'- die Vertreibung aus England gewefki, fei. findet sich dort, Es kann , »der nicht schweigend lsingeiwimnen iverden. wenn , der Mritifcr verichweigt. daß diese Druckfehler bereits bom Herausgeber erkannt worden sind, wie es üblich ist, in einem Driicksehlerberzeichnis dem Bliche beigelegt waren, ,uithiii auch dem -stritiker Vorgelegen haben imisseu. i>9ichtiger als dies find die obsellive» Augab-'n des stritilcr's. die Per Punkt für Punkt richtiggestellt werden sollen. 1. Ter bewusste Pharao lT. 1 ’► > lieiße Pech», meint der .stritiker. Tn wird er auch aus T 3.U» genannt, und nur einmal steht statt dessen 'Reschv. v 2. Ter Kritiker deliauvtet. id) hotte T. 24 den Begriff Ginn na si um salsck, gelnanckfl. Cs beiße Gifinnasivn. Teingegennder u«rweise ich auf die Lerika von stnanr nnd stürschner. die beide über einstimmend versichern, das; „Glfmnasiiiiil" 'in, Altertum eine öffentliche Anstalt Zur Pflege des . Körpers gewesen sei. 3. Ter .stritiker behauptet. /mein Buch lasse . T. 75 „das Geld der Bntlfschilds zu Anfang des - 17. Iatirlfnnderts fast 20» Satire - zu früb eine ckllvlle spielen". Ader weder ans T. 75. noch, an irgendeiner anderen Stelle meines Buches stellt eine Angabe, die dem stritiler das -Ki'dit gäbe, diese Beifai'ptnng ausznstellen. Tie entsprickft nicht den Talsacljen. 4. Ter Kritiker bemerkt. ick, lfätte T. lU'Tden -stouipvnisleii Tchanderg zum Schöpfer des 12-Toii- . Tbstems gemacht. •'oiov batte es inebr als nabe' gelegen. das; er im Ptfilvlerikvn seines Berlages . nachgeieben batte. Tort stetst dasselbe. :>. Ter Kritiker deliauvtet. ei» weiterer Truck lelfler ..balle tOiilo zn», stircheuvaler gemacht" 1T. 227>j, ^\ili sebe ineinen 2barila»t bierber,: „seine Bedentniig iiir das Judentum und die christliche .stirche i-Nirchenvateri ivird iwel> ' immer unterschlitzt". Taraus erlielll. daß das Lstmt. das uatiirlicki stirckiei-väker beißen miif;.- ftdi mir auf die christtickie->!irck,e. nicht aber ans Ptzilv byziebeii tanii. Ickf tun nverzengt. das; niemand außer dem Kritiker es anders bestellen ivird. ». Tenier wird deliauvtet. das Ttichwvrt Tvinv;a inabie dieien Pbilvivl'ben -zu einem ..kaufegiieiilen" r'itbeiben. >?ier erlaubt silb der Kritiker sogar meinen irerl zu verändern. Ban timseguenten Ailieisien ift teine :>,'ede. bs stellt vielmelir. Tl'iiv'za iei. ..abgleiel, er Gatt im Munde fiilirle. ein entiel»edener. wenn auch.'wie' Tchvvenlianer demertt. liddidu'v Aibeist gewesen." brsleus iil lvniegnent und entieliiede» iiidit dasselbe, ansierdem »elnne ich als geseNestreue.r Bad- - biner das '>,ech> für' mich 'in Ansvrnch.'ibn iv zu nennen in>d' dezielie miell ans -verwaiin ballen, der abnliibes debauvtete. ' •7\ Ter üriliter wiril mir vor. »b l,atie T.2N» -cheuel>li.n als den eriuni l'e;eielmet„ der an ein Ttaalsbürgerrecht der ünden gedaetit lialie. Ter .Uritiler erklärt.- rifondilin iiiHn'.;war inr die bedraiielje Tvraelie getangüt. ..an ei». Ttaal--- diirgerreelit der .inden daeiite-er. nalnrlich.nicht", '.ich stelle sein Bn ieinenibernlnnien Gnlachtei' , van' >.'»'« libreibl llchnchun wörtlich ii. vlvagen „Geschichte, der .inden in Tenlschland". T. HM *: . ..Tie .inden sind Glieder che-- lieiligen iKYniK- und des .Uaiierlunis Bürger. Tie .inden .baden. - fieli freiwillig und aiie» l'dannl. als üe ge fvrachen. wir liaben .keineii -ganig denn-den üailer. Tie .inden' sindin des .-Be>che-> Bürgerrecht, und Burgfrieden", .iu den deigeinglen '.'lrgninenlen iibnrg>-r -m i l uns iin rdmiielien »teirli. '»idtrals inerlwnrdig bernlirl 'elilieblieli die Belianchiilig de- Nnliler-- idV• balle inner Timveis aui das dekannie ö>nellien'ari das indi''a>e Gesetz eine „ewige granklimt" neiinen durieii >T. I"»i. '.ich'stelle Tcft. das; das nicht den Tatfachen eiitivrnbt und. febe weinen 2üvrtlnnt bierder. <.'»>» der zraintitiijerinig des .indeiitinns ' durch 'bsra deginnt die GntwiÄlnng des jiidlfchl'ii Gefepcs ani dem B>dge der Tchristanslegiii-ig- und des - Tibriitgelebrlentums.- Gs. erden sich Gefet; ünd'.Bechte wie--eine ewige -Ur<i11fl;oit—fort, sagt e Gaetbe. Temgegeniider ist. es ader auch iv. das; alles GeieK in iinunterdrachencr Gn-twicklinig firl) . deirndet- .-Alle-- Gebensiinch Bienichenverbaltniise "Miiideln.sieb, »»d dimdas Gesetz dein .Zweeke dient.", die irdischen. Berbaltnm'e »ach biecht und Ge-reebtiglei t zu regeln, musr eiitweder -das Gesetz -de,u . Berlialtiiineu folgen, oder die llierbaltnisie dem' - lbeietze Tas indische Gesetz -ist Gattesgesetz . nsw." TaranS erbebt, daf; niein Buch' gegen das Göetl)ewvrt valemisiert uud geradezu das Gegenteil van dem sagt, was der.Kritiker debaupteW ».Unter dem Tichwvrt Hägada fei vvn der Peüach-vagada nicht die Bede. Taraus erwidere ich. das; das auchnicht nötig fei. weil die Pessach- -vagada zur ürlaiitcrung des Begriiis nicht das niindcste beitragt. 1». Ter üritiker belsanvtet. daS"firdiiche Becht sei ganz imzüreichend debandelt. Tas jüdische Pi'echt ist in 'meinem' Bnelie in ivlgenden ausiübrlichen Artikeln debandelt: Gesetzentwicklnng. Gsra. Talmud.. . Talmudismus. BHfchng. mviaisches Gesetz. Tchulchan Arnch. -villel. Tchamaj. Baddi Akida. Agrargesetz. Gesctzeslcbrer u. a.m. ';lum' <diiuft: Ich bin adjektiv genug, bier zu bekennen, das; amch mein Buch einige Iebser bat. die der üritiker freilich nirl)t bemerkte und die demnächst aiisgemerzt sein werde», z. B. das; Polen nicht selbständig debandelt ivnrdc. sondern ' unter dbin Ttichwort „Bntzlatid" e» ss stiefmütterlich dabonkam -n. äb»l. .. Ich schliesre. überlasse es nach, diesen .Proben . bei» Vrior. sich selbst ein Urteil zu bilden und danke - tin übrigen der Tchristleitnng. aufrichtig, das; .sie mir Gelegenbcit zu dieser odjektiven- Bichtigstebung gab. Harns Bach repliziert In der Erividerung v.on -verrn Tr. tzobn ist zunächst festznsteben. das; in der Beivrechung nicht -2». sondern »4 gröbere und kleinere Ausneltungen erboden warben ivaren. -Herr b'vbn gibt 4 da- - von vf'r'n. 2 lveitere mit Gntsclmtdigungen zu. 'und beanstandet die iibrig^n falten ganz unter den Tisch. Bon bl Piinkten gesteift er demnach. offen ober stillschwelgentM.'» zii-. TaS Triieffelilerverzeichiiis in mir erst jetzt, zusammen, mit der. „B'ichligNellilng.". bekannt geworben. l>'s ist bebaiierlich. das; es nicht gleich de>i. Beiveechm^gserenivlaren der jüdifcheii Blätter beilag. Amt, in den Beivrechililgen der' „jüdischen Bnndfchan" lind des „Berliner Ge-, meindeblatt". i>>. iiäinlich ein von mir gerügtes Berfebe» beannandet ivorden. das -im TruekfeblerverzeichnnS berichtigt in. Tber baben auch diese .beiden Britiker unvvrnebm schon Berichtigtes »och aiigegriffenI Tiefes Trnetfelfleroerzeichiiis ist übrigens iiicht nur mivvllNändig. sondern auch wieder seblerbasl: den Ttamn, Iinaetwr kann ' man. verschieden schreiben.' aber „Isarchar" in falsch. Ter Trt der Tetflacht bei Pifarsalns in letzt berichtigt, das ialidie Ta»,im statt 4> v.l blieb nnberichtigl steifen. Bür ivollen die ..Bichtigstellung". ebenfal!s Biinkt für Pnii.kt anfeaen: . 1. Iwijchen T. Wb iva der Bliarav Aecha nn-' -»richtig, und T. -Ü>>. nw er richtig nebl. lieg! nnb geiäbi^bas ganze Biiai. I!nb wvlfer weif; iwin. daN die ziveile Tlelie die richtige iNT 2.. Tie van- -Herrn b'onn genannten 2erila gebe» iiül Beäil bei der -Herteilinig-des Warles ..Giniinasiinn" van dein gegenwärtigen Tinn ans. und benntzen den anlilen nur zur Warlerkläriing. 2ln der beaiiskande.Ien Tlelie kam es aber geräb, aiis den antiten Tinn des '2l?ar.es nicht-ans-.'den . mabernen an. . , ">. Tie Tlelle von'dem'Geld der -Kotiiidiitd-:- . im 17. Ialfilninberl itdit wirtlich nicht am T. 7-". -- tfier >,at in , r der .Trmlfeblerkenfe! eiiie» Ttreiäi . geifnelt. Aber aneb an keiner andereii Tlelle' -Im Ttichwort ...Irankinr» iin". Y?. 01. beiNt e--. iinmiitelbar naMbem die Ialires;abl 'all > ge iian.nt ist:' „Allein -Ras Gelb der. Batbichilb--» n»b eiiier -lleilie anderer n-iiiai>zmä»>ie.r . . -. erwäg, lnin ilnieii iben- Iran.kfnrier. Silben. T- Be'.f. iwiner wieder den.2ln>enNia!l. " Glei.ii barani i't . »vännalsvon,/ 1.7. .'(alnlinuberf bie »lebe. VäN> alw Tr. öolm bas Geib ber :>,otliiäulds fan --.'an ,Yilne zu fr iil» enie-Balle iv'elen aber nicht" Gs giln iilr'r nael, einen anderen Beweis, bau er das geiiien,! I,al. Ani TeiNns; des Arlitais Ta-amilie Machsch,ld". T. '243. steift der etwa? sonderbare Tatz: „Botlfschilds TtammbauS in Frankiirrt/ Main lak>7 erbaut". Hat dieser Tatz einen Tinn. wenn der Tchrciber nur an den tatfächlichei, Bau des -Hauses' dachte, oder klingt es' nicht vielmelir. als kfätten b,e Botlfschitds f c l b'i. schon damals beriilfmle Üanilenle. itfr Ttaniiiilfaus erbaut' 1. Tr. Golfn bedauert es nicht, den Üomvf>uiste» Tchaube.rg „zuiu Teliafner bes I-.'-Taii-Tvikems . g<s,viel,t" zu liaben und venverit nnctf desfalls aiü da-S Plnlv-Verikvn ..iueines Berlages", wo das glei'chc stelfe.""" <M e f ii c sTBerlagcs> Aber lmr . wollen im PlfiloW'er,kou ivirklich nachschlag^n. Ta steift Tpalte »41 sin beiden Auflagen gleich» die bbarakteriitik Tchönbergs:. „fanscgiientcfter. Ber° freier der: >.Ae»en Btunk": die durch .Veugnung der bislferiginb lfarmoiiifchei».--iuelodisclfeü . und rlflftlf- - min-lfen - Gesetze' eine absolute Ausdruchskmift anstrebt lIivblftvnesffstemTas ist selir kuapv. aber vollkommen richtig. Tr.'^obn möge sich den iiicht iinwesentl'ichen- Ilnterschied zwischen d e in Iivoli t o u sifstem.uud e i u cm z',1volf t ö n e Nfstem -- den Nvtcrschied zwischen gebräuchlicher und atonaler Musik! — von einem' Biusiker erklären lasf'eii. 2lbcr wo steift nun gar seine Belfauptmig. Tchönberg sei der. T ch ö p f e r des Iivvlstonsystems?! : 5. Taff ein Ielfler wirklich bew binbrnck erweckt ba.t. als ob Pt,rlo ein Kirchenvater hätte sein sonnen, gelft aus dem von mir bereits vollfräiidig zitierten Tert hervor. Tetbstver>tä.ndtich berichtigen teilte, die Bescheid wissen, stillschiveigend ein solches Berfetfen, aber die Laien unter den Lesern verstclfon einfach den Tatz nicht. Tie werden ihn um so weniger verstelfcn. alS Tr. bohn T. 242 f. Philo ..um die Mitte des ersten nachchristlicheu Jahrhunderts eine geistige 'Auseliianderfetzung zivifchen Judentum'und 6'hristentum" (.!!) versuchen läßt: wie ist denn das geschelfen? Dafür hat er in der Geschickftstabelle T. :!I4 eine „Deputation imtcr den i!> iüdischen Philosoplfen bei v'aligilla"" erfunden, die in Wirklichkeit unter' Philos Fülfrung stand. 6. Tr. Cohn nimmt unter Bernfnng ans Hermann b'ohen uiid ans seine eigene Qrttfodorie das Recht in Anspruch. Tpinoza auch weitertfiii einen „entsckfiedenen Atheisten" zu neune». kJ» seinem Zitat vergißt er ein Wort: er schreibt, fvenn Tpiuoza „auch als Pantheist Gott dauernd im Munde iülfr'te. so . Tas Wort ist aber für den Ton dieses Artikels nicht flnweientlich.'f GS. ist mir nicht ganz nnbekanilt. daß -Hermann Cohen diesen ' Philosophen scharf, wenn auch durchaus nicht in erster Linie als Atheisten bekämpft hat. Zwischen einem tiefen philosophischen Werk und einem kleinen Rachschlagebucki, in dem der Leser gewiß keine Bekenntnisse, sondern nur sachliche In-' sormativiien erwartet und verlangt, bestehen aber Iknterschiede. Zn sachlicher Irniormation ist aber der Artikel nicht geeignet. Und an seine Eigenschaft als gesetzestreuer Rabbiner lfälte Colin denken sollen, als er über Raschis „geniale Telbstverleugnung" in der Äon» meiitiernng ber Bibel und des Talmuds schrieb oder schreiben ließ --- in. seiner Erwiderung ist gerade diese Ttelle ganz unter den Tisch gefallen. '7. Rcuclflin als erster Bersechter des Staats.- bürgerrechts der Juden! -Wir dachten. -Herr Cohn tfätte dfe Ttelle nur eben durchgepen lassen: aber nein, er meint es so und „beweist" es sogar, mit RenchlsnS eigenen Worten. Rur besagen diese Worte ganz etwas anderes. Reuchlin weist - nämlich ('mit einem für seine Zeit , anßer- . ordentlichen Ircimiit» darauf hin, die Juden s eie n lnämlich . in Wirklichkeit bereits feit dem Mittelalters „in des Reiches Bürgerrecht >l»d Burgfrieden". Auch das „mit uns" ändert daran gar nichts, es müßte schon ..wie wir" heißen., und auch das wäre unter der staatsrechtlichen Tevise der Zeit rtmis,regio, eins religio , l.TTie Religion des Landeslferrii ist iür das Land maßgebend"» noch lange keine I-orderungeuies T t ,ra t s bürgerrechts' gewesen.- Wie sollte -das auch möglich gewesen sein! ' Tw Begriffe „T4aat" im-,'modernen Tinn und ebenso „TtaatSbürgerrecht""gelioren erst dem IO. Iastrhundert an. ES ist völlig nnbegreiilich. wie Tr. Colin diese abstirde Beiianptniig' nn» auch noch wied'erholeiikonnte. tuni in tiefer vrganiiilwr Berbindung deiii Judentum . euNvaeliien iit. und in. seinem letzten Blietfevon^ LGden und-'Grüße, der Bn'isler" stellt der T-atz: ..Tas'Clfriitentnin. diesg Blüte des Indent'nms. bleibt einer der ..beiden' Gri>»dpieile>'-. an' dem die abend ländiiilfv GeNltnng rnlft. und nn>r denen der andere die inediterrane Anlile iil.. Ltzir setzen, im Laute .einer' L-ebensarbeit. die jetzt inelir als ein Trilleljalirlinnderl um . faßt, tzai Ttzonias Y'-iann-.' Betztiä'lignng inil - dein s Iurden kn in - vi idlt -n-n r gn a nl i-tzrün ei i>e selir bedeutende Steigerung er'atfren. ' Wie er sein "ganze-'- Ltzeltbild naeif Güeltzes LLork ..duretz Uebung, Lelne. P'ael,denken'. Getingen. Biißtingen. I-nrdernis und "Bäideiiland und innner wieder A'aetzdenlen" inietl alten Teilen erweiterte und vertiefte.-in ist itzin anckf.dns Judentum und seine kLedentung in innner neuem und iiunier starkere-m. Viiilt an'- gegaiigen. Tie uoifiiiing aber, die teil am biiigang dieier Belraelstnug anstpraelr. die -Hbünnng. daß amli von dieiein selfv'speziellen . Ansg'ang der 2tzeg in den W-eienstern des' »tzaiines iiilfit. ne dürfte inst erfüllt Ifabeii. 'B.'-ie Tlfbüias »s.'ann leine b'rkenntnis vmn Iiidentiim gefvinnt. das ist nietzt nwniger i'tzaratteristiigf. a'ls die-Art der b'-rkelsntnis. die er gewinnt: Beides offenbart die Grundlrait seines Ltzesens: einen mit tieiem Pfliilftgeintit unnnterbroetzen 'orNnirkenden ÜLilten zur Bnnianität. 2tzas.aber .u in a n H ä t" stur ktzn bedeutete das i't. im Grunde voll-, lommen in jenem ogort ans dem ..Zanberberg" ansgedr^ick!:. ..Ter Menicki soll um der Gute und Liebe nullen dem Tode keine -Herr-, sckm'k einranmen über 'eine Gedanken." ' >»Iiu> Ki'I, >^. Ich-habe nie behauptet, daß Tr. Cohn das I-aust-Wort ä b'i i ä, t l , ch zitiert habe, um däS jüdische Gesetz gnzugreiien. Aber die Ttelle stetst da und bleivt steifen. Bon einer Polemik dagegen im OstUnnen jenes Ttichivortes ist gar keine Repe: -Herr Colin sagt, „demgegenüber"..nämlich doch dem Tatz gegenüber, der im Zitat liegt, sei es „aber auch" w. daß es eine Entwicklung''des Gesetzes gebe: d. I,. es gibt zivei I-vrwcn für das Wciterbestelien des Gesetzes, es „erbt sich uvie eine ewige stranllfeik, fort" und erfuhrt doch, auch eine Entwicklung. lieber diesen offenbaren Wortnnn-kann gar lein Zweifel bestellen, und eben solche Ivrnmliernngen. weinte ich.- dürften-einen? geictzestreiien Rabbiner nicht unterlaisten. - " -o. Tieifeniel, trägt die Peüach--Hagada zur Erloiiierung des Begrins Hagada nichts bei. Wenn aber das gleiche Ltzvrst zwei ganz verschiedene Bedeiiliingen bat. einpiielflt es sich, iür inivvrgebildete Leier., beide zu erwähnen. ' d«». Tr. Colin findet das jndiickie Recht genügend velfandell. icki fand das trotz der Berteilnng an' welfrere Artitel nwlff. . Aber elle nur weiter dariwer streifen: Wie stellt es uiit der jn-- di'ckien Plnioivplfie, ivie iint der MaNfewatik. wie inil den 'Raiiinvinenickiasten " - Ich babe nicht önue Olvncht davon abgeicliei:. die audersivoschon önentlich-gerügten Mängel und I-etzler des Buches es liandelle -iickf nicht nur um 'Polen! .nochinals vvrznlellren: die Ochchleie war.-wie die Be'vreckfiing zeigte, reick,lick, genug. Ta Tr. Coün jedoch in Ziveiiel zu stellen nuemi. daß die von wir gernglen Bllingel wirf.. 1 ich. wie ick, icin'id'. nur eine Answalll aiis einer' ..großen '.'InzallI " wenerer lliideten. muß ich'wolil den Beweis da'iir arnreien. Ieliler. dw iicki amdem AniammeiNiang otzne ' weiteres' ergänzen, 'wu'ien -ans. -Räimigriinden wegbleive». Aber wa-? soll gleich unter dem Ttickiwort' „Amos" die Be ' zeickinnna ..Tinaas" «T. I-">d T. 00 ist von ..d e r sogenannten Bintim" und ..dem Ninot' die Rede. Tr. Cotm ickieiitt beide Worte'für'Tingnlare-zu iialteii. T. 7> verletzt die Ilebernstrül Esra in das Iatir u a ckf Ein-.: T. 102 ivird ain den Weckn'el der tzwinrlreiie liingeiviefen. die ..ans ne»en , 'leitender 2ivbildung erkennbar und": die 'Aä bNdnng zeigt ein, ..'tz'oitzitzi Bnckf'e" «der Truck 'elfter- .ist nur T. -7. nicht liier bericht,gl >'. eine .alle C ßrog Tv'c". eine Men oral, lind - em ..r'lrb.r NagiiterKirtch dar guf LlkSr, Haglat« rMUwchaw VII stänfof. mit Zizstt" ' die richtige Abbildung "folgt zive» Teilen spater. Run einige Literatnrbetege. d. l>. Belege 'iir die Art. in der Dr.'Eohn-.Literatur zitiert. .T. III al> Haupt Zeugnis ldä"gefper.n > zu dem Ttichivort „Griecheittiun": -Heines Gedicht „Iiir die Mouche": T/'.»7 zu -Gabirvl ..-Heines Romaüee (!>. Talomo Gabirol" es muß richtig lfeißcn: .:Hemes Rvs, maneero. -Ielfiida bei, Halevtz".. T. l'.»7-zu ...Z>Roie": -Heines'.. „Bekeiustnisse":' es min'; . „Geständninez heißen >vder ,svlltcdamit ein unter dem- Tuet ..<.'onses!!>'io suckriien" von -Hugo Bieber berans gegebener Answalflbänd ''gemeint sein ’). Ein ein- . Zrges Buch vvu .,Eoriiill. ..Ter . it'raelttisckfe Pro - plicti-smns'L Ttraßburg ldk»4-undz iwsrb.an " sieben verschiedenen Ttellen in siiistl!» verschiedenen Bariativm'ii zitiert., einmal sogar richtig, mir vtzne Lrt uiid Jahr: es fehlt nur bei dem Ttichivvrt „Proplfetentiun". lno es am elfesten am Platze wäre. T. lä4 figuriert ein „storresp. zur Erlialtuiig der Akademie sür die Wissenschäst de-^ 'Iiidcutums": gemeint ist das ..üvrrespviidenzblalt des B er ei n s -zur- '-Gründung- und -Erlfalt,mg einer Akademie des Jude.itulns". T. :>2tz heißt Mendclssvlfns Buch ..Morgeiistuliden oder Borleningen über das Dasein Gottes" schlicht ..Die . Morgenstunde". Ein Tpiiioza-Brevier hat nicht Arthiir Tiebert. sondern Arthur Licbert heransgegeben lT. 20s,, -ein Buch über die Juden in. der deutschen Politik staunnt von Tchah. nicht Tchey IT. 277»>, das Tabbat-Buch dc-s Tchocken-Berlags von Moritz Zobel, nicht Tobel (T. 2,is>. und der rätselhafte Hinweis „Räheres s, Gavnen. -Henrn Malta" meint außer dem Ttichwort ..Gavnen" das Buch „Snaiiin (»aoii, his life and \xorks, Miladelplfia 1021" von -Heurtz Bl alter — zweifellos ein Werk, das zu bekaimt ist. um genau zitiert werden zu müssen! In einigen Z-ällen, wie B. zu „Disputationen" <T. 70f.- heißt es monumental: „Räheres: Dubnow". Die wichtigsten Werke über den jeweiligen Gegenstand pflegen zu fehlen, eben so fast äusiiahinslvs tzrsckjcmmigsort. Erscifeinungsjahr und Verlag. Dafür werden diese, wo sie einmal zitiert werden, ebenso wie die einzelnen Bücher vom Titel durch Punkte getrennt, so dach Preisfragen entstehen können, was nun Buchtitel' und was Verlag ist. wie die folgende zu ..Assimilation" T. 25.: „T. Dubnow. Weltgeschichte des jüdischen Volkes. 8. Band. Berlin 1920/23. T. 69/81. I. Wassermann: Mein Weg als Deutscher tmd Jude. Berlin 1921. Vorwort T. 1—16. M. srleg: Ein kleiner Prophet. München 1927. Vom . Indentnm. Ein Tammelbuch. Herausgegeben vom Verein jüdischer Hochschüler Bar stochba in Prag.« Leipzig'1914. Hans Kohn: Geleitwort." Es ist mit allen Zeichen ganz genau zitiert. . . , . Zum Schluß noch eine kleine Btütenlese. T. l35 - definiert: „Jiddisch — z>rm Unterschied von „jüdisch", das (!) man aus alles anwenden kann (!!1. ... nennt - man die Sprache der . Aschkenasim." (Tie Geschichtstahelle T. 319 redet aber von der „jüdischen Sprache".) „Einer cker Gründe", weshalb „diö neuhochdeutsch Tprc- Penden in der Reuzeit mit Verachtung aus das Jiddische herabsahcn" (T. 136>ck war natürlich nicht die Ertzaltung vieler alter deutscher Wörter. sondern Tiner dem Neuhochdeutschen fremdgcivordenen Tatzstellung. Rasckfi (T.' 40) „führte die Deutung des einfachen .Wortsinncs ein". — als ob es vor ihm nicht auch schon wörtliche Erklornngen der Bibel gegeben hätte! Aber T. 232 ist „seine Bibelerklärnng - durch die Methode des Pschak u n d D r a s ch berühmt geworden", d. ll. plötzlich läßt ihn "Dr. Cohn nicht mehr die einfache Worterkläriiiig. ..cinsütiren'L sondern zugleich auch die der predigttzasten Ausschmückung anwenden. T. 14: die Z'lllianee Israelite Universelle'ist nicht vpn Crömiour. sondern von Jules Carvallo 'begründet worden: Cröinieur war ihr Präsident erst-seit 1863. Sonderbar lieht es am» mit dem spanischen Judentum aus: „Tie jüdische Tprackfioissenschaft blühte unter der I-örderung dieser Märnier schnell .empor und erlebte damals ilirc eigentliche Begründung" lT. 204): kein- Wunder, daß sie einem Späteren nun über den stopf wächst. Tenn „spanischer Geist" beickMaimonsdes und' Ba'chja iS. 173) ist eine zn merkwürdige Sache: Maimonides hat mit dem More Nebuchim. dem „I-ührer der Verwirrten" l!l. die „erste revolntivnäre (!) Tarstellung der jüdischen Letzre" iS. 318) gegeben. Creseas' „Lr adonai" ist iS. I znsällig sein am wenigsten gesülfls- . reiches Werk: - Ga-birvls „Lebensguelle" war „b'S vor'-kurzem" lT.. 07'i nur-unter dem Namen des. Aviee'bron bekannt, -- „vor kurzem" mit einer gewissen Relativität der Begriise. denn die Tatsache wurde iniiiierlfin >840 entdeckt! Laster >T.,274> wird,kurz ckfarakteriner!: „sein volitisches Ziel ,vär eine VerscknneizNng von königlicher- und parlameinarischer Riackit" iwie soll inan' sich dxs vvrstelleii! > find als „ein I-örderer der von T.'R. -Hiricki ansgegangenen Aiistrittsbewegmig" bezeickinel. Ein I-ärderer dieser Bewegung war er dnrckfans nickit. er trat nur 1 s7•'* ans Gründen der Geivinenssreilfeit sür deren Aiistritts r e elf t ein. Ziwe Schluß- »nr iioch einen Blick über die Geickiian-'-tabelle. die ,T. 0-15 vom „Jall Betars „nd Bar stvchbas" redet das find eiike TiaTt ,md ei» Mann - . T. ">17 die Tekie der staräer dnrckf das-Beiwort „Bibelversler" i"i erklärt niid iiiren Begründer Anaw näkt.A.nan nennt: die Eüäer beißen-' T. -31t „religiöse InOi,tzdna büenans illrem Nrei'e lam Ivbarnies der "Täiiier". T. 322 ivlgt in der Geichickitstavell-'. inr R'alnnen des glichen napiiels. der Tckmidfan .Arnch vvn I-"'07. an' den Baalichein.' der vvn 11;• *s >'i-- 177.8 lebte. Und ,T.-323' Hebt -als- Erklär,,-g zu der 'Rvlaveiiweriammiiinq -ix,n- -itz-,. i'vlevns liinlerbällige, ,!>. d„>i Aininiialiöii-erNr benden i!> ,Tragen'.", - Tiefe TtÄleu darBeleg d-a'nr - liügen. daß ein' 'e>far-e->, wen,, maa nn!l meinendes" li rteil.-das wir bei >,»■ m ’ ipVflini Werk im vöemiiebe,, Im.-reve zn Hegen ichiei'- dvelf .mellt leickfifertig ansgeiprochen worden .ist. . ' «»»-. ttx-I'. t P.-I(.-/.,-r; d/f; i-.y/’äm ‘/v /-/. r, s/'z, -ns"/?/-' zurüfkzuf.iiiucn ’iind. ■ >

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