Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 53 (31.12.1936)
- Date
- 1936-12-31
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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höreni 1862 in SemltctgV eine* der^. größten Pianisten aller Zeiten, mit gläuzmMn Para- Phrasen. und der Meistcrgeiger Fritz Breisler (Wien 187.1) hervor,zuheben. Kreisler hat sich nach den weltberühmten Stücken jetzt mit Erfolg der Operette zugewendct. 'Auch im Cellofach be- - gegnen wir einem virtuosen Komponisten: Joachim S t u tschc w s ky (1801), der nach vielen Konzertreisen in Teutschland und später in.Wien sich ansässig machte. Bekannt sind seine jüdischen- Volksweisen. Als Operette,ikomponisten haben zwei Lesterreicher Weltruhm geerntet: Lskar Strauß (1870, Wien), der-Komponist von „Walzerträum' und sehr vielen anderen Werken, und Enterich Kälmün biössk in Ungarn 1882), dessen größte Erfolge „(Mrrdasfürstin", „Faschingsfee" und „Hvllandweivchen" waren. Leo As cher (geb. 1880 . zu Wien) hat mit „Hoheit tanzt .Wälzer" seinen größten Erfolg errungen. Ter jüngeren Generation gehören Paul A b ra h a m („Viktoria und ihr Husar') und Bernhard Grün an. Tic Fülle von Erscheinungen bestätigt die eingangs gemachte Feststellung, daß unter den tchöpferischen Atunkern Oesterreich-Ungarns der jüdische Lektor groß ist. . Die 1'äÜFlLSLt de8 «1er jüdleetren -Ter Reichsverband der jüdischen Kulturbünde in Teutschland versendet ein Eommunique, dem wir die folgenden Ausführungen entnehmen. D. Lchr. Im Anschluß an die Knlturtagung und die dort gefaßten Resolntionen ist das Präsidium den Notwendigkeiten einer verstärkten Programmbcratung für die einzelnen jüdischen Kulturbünde nachgegangen 'und hat aiif den Gebieten der Dramaturgie, der Konzcrtprogramme imd des Vortragswesens Arbeiten in die Wege geleitet, die , im Larife detz Januar I!«:i7 den -Kulturbünden in Form von P r v g r a in m e m p s e h l im g e n zugängig gemacht werden. Es ist auch bereits die Vergebung von Aufträgen zur dramaturgischen. Bearbeitung von Bühnemverkcu, die besonders gut in den Nahmen der jüdischen Kulturbundarbeit passen, cingelcitct. Ilm kleinsten Gemeinden und Kulturbünden die Möglichkeit hochwertiger Darbietungen zu gebe», ist die Errichtung eines Schal l p l a tst e ritt r ch i v s mit Ausnahmen jüdischer Künstler sowie jüdischer Tonwerke in Angriff genommen. Gegenwärtig findet eine Bestandsaufnahme der vorhandenen künstlerisch wertvollen Schallplatten statt. Ter Nrichsverband wird in aller Kürze einen unter diesen Gesichtspunkten znsammengestellten Svnderkatalvg mit Bezugsgiiellennachweis an die Kulturbünde hinansgehen lassen. Von Werken jüdischen Jnlmlt-5 gelangen im Lagse der nächsten Monate zur Ausführung: in Berlin: „Amcha" von Scholem Alcjchem: in Köln: „T e r P o j a z" von Georg Hirschield (nach dem Roman.von Franzos): in Hamburg: „D c r S ä n g c r f e i n e r T r a u e r" (->»sik) von Ostip^ Tnmvw. Das Hamburger Schauspiel, ensemble, das sich inzwischen/zu einem Tournee- Ensemble ansgebildet hat, wird mit diesem Stück in einer großen Anzahl Kulturbünde im Reich. gastieren. Auf musikalischem Gebiet sind bereits Einzelberktungen von Kulturbünden, Orchestern und Solisten auf.deren Anfragen .hin in umfangreichem Maße erfolgt. Die Schauspielensembles von Berlin, Hamburg und Köln standen in den letzten Monaten in einem lebhaften A u s t a u s ch der Schauspiellrüftc und Regisseure, >vie auch die .Opernaufführungen in Berlin und Frankfurt, am Main. Zahlreiche Jugendbünde wandten sich in Reichsverbandes Kulturbünde den letzten Monaten an den Reichsverband der jüdisctstit Kulturbünde um Beratung für ihre Laienspiele. Tresen Wünschen wurde entsprochen. Im Laufe des Januar wird versucht werden, das unorganisch auftretende Verlangen der Jugend nach künstlerischer Betätigung (Laienspiele: Theater und Musik) in organisatorische Bahnen zu lenken durch Errichtung und Planarbeit eines IllgsndbeirateS beim Reichsverband der jüdischen Kulturbünde. Hierüber wird noch Näheres be» kaniitgegeben. Auf organisatorischem Gebiet ist zu berichten, daß mit Ablauf des Jahres der Vertrag des Reichsverbandes mit der. STAGMA eine Erneuerung erfahren wird, die den Kulturbünden eine finanzielle Erleichterung verschärft. Erfreulicherweise hat sich der Besuch der Kulturbund- Veranstaltungen im Reichsgebiet fast durchweg stark gehoben. Tie Mitgliedsziffern sind zwar entsprechend dem allgemeinen Schrumpsungs- Prozeß kleiner geworden, jedoch vermochten die Kulturbünde relativ ihren' Mitgliederstand gut zu halten, wobei der Prozentsatz der die Veraäislaltuugen besuchenden Mitglieder gestiegen ist. Tie Zahlen der in den Kulturbünden laufend beschäftigten Menschen sind nicht gesunken: es gelang bisher, den Stand der Spielzeit 10:15186 zu halten, in - einzelnen Kulturbünden sind die Beschästigungszisfern sogar gestiegen, wobei sich eine Tendenz zur Senkung der Verwaltungskosten deutlich bemerkbar macht. Auf Antrag des Reichsverbandes der jüdischen Kulturbünde hat die Reichsvertretung der Juden in Teutschland für das kommende Jahr einen Etatposten' für die S >( b v e n t i o n i e r u n g besonders notleidender Kulturbünde im Reich eingestellt, der eine wesentliche Hilfe bei dem Problem der besseren Finanzierung der Killturbünde darstellen soll. Ter Ucberblick. dein das Präsidium im Laufe des letzten Vierteljahres über die Arbeit der einzelnen Kulturbünde gewinnen konnte, läßt die berechtigte Erwartung zu, daß trotz vielfacher Schwierigkeiten auf wirtschaftlichem Gebiet die Kulturbünde auch im weiteren Verlauf dieser Spielzeit ihre Arbeit erfolgreich gestalten können, und daß aus jüdisch-kulturellem Gebiet eine wesentliche Bereicherung der Programme, sowie auf künstlerischem Gebiet ein Austrieb zu verzeichnen sein wird. Künstlerische Veranstaltungen im Reich Das Programm des Kulturbundes der Juden in Danzig hat von der Tatsache auszugeljeu, daß sich die jüdische Bevölkerung in Danzig zu gleichen Teilewä^ein Osten wie dem Westeir verbunden fühlt. DieseTwidtzU Gruppen für eine und v dieselbe Veranstaltung zu interessieren, wird nur selten gelingen. I» dev Regel wird das Bestreben dahin zu gehen haben, bald den Menschen oftjüdischer Kultur, bald den Juden des deutschen KültnrlreiseS künstlerische Werte zu vermitteln. Unter -diesem Gesichtspunkt bot der Tanziger . Kulturbund in der . ersten Wintcrhälfte zwei. Abende der reiten VortragSkunst Isa K r e m c r s, die. sich in Danzig stärksten Zusprlichs und Beifalls erfreute, einen . hochstehenden Abend unter dem Titel ..Musikalische Reisebilder" mit Tr. Anneliese L a n d an, Wolfgang Rose und Walter O l i tz k i .. einen liebenswürdigeil Kleinkunstabend Beatrice W a g h alters. Es folgten Lotte Rosen da li m-Schwarz mit ernsten jüdischen Dichtungen und besonderen Iugendver» anstaltungen in den jüdischen Schulen und im Dezember drei Theaterabende: die Jüdische Tvurneebühile (Jligendbühne) aus Berlin errang stärksten Erfolg mit Shakespeares „Was ihr wollt" tvic mit „G r ü n e Felder" von Pcrez Hirschbein, und ein Enseinble vstjüdischer Künstler arrs Danzig legte mit der Aufführung'von Anskis „Dhbnk" eine beachtliche Probe seines Könnens ab. E. L—n. Durch seine Pierrvt-Lieder (zu Worten Andre Girauds, die Otto Erich Hartleben übertragen hat) ist der Frankfurter Mar K o w a l s k i, ein Kompositivnsschüler von Bernhard Sekles, bekannt geworden, und sie werden gegenwärtig auch von ersten Künstlern im Ausland gesungen. Es sind zart anmutige ^Gebilde mit einem charakteristischen Pastelltvn, den man im Ohr behält. Bei den „Indischen Tonkünstlern Frankfurts" brachte Hans Assen hei in. vom Komponisten begleitet, eineu Teil dieser Gruppe und andere Lieder Kowalskis mit. gepflegter Baritonstimme wirksam und mit gutem Erfolg zu Gehör. Das Programm des Abends wurde durch Alfred A u c rcha ch bereichert, der Dichtungen der Weltliteratur in eigener Bearbeitung ausdrucksvoll sprach. —1t Die Anfiührnng des interessanten und bühnenwirksamen Schauspiels „Mcnsck)en in Weiß" von Sidueh Kingsleh, das im Januar auch in Berlin zu sehen sein wird, unter der bis in die kleinsten Einzelheiten durchgearbeiteten Regie von Hans Bnxbaum fand bei der Aufführung im Hamburger Kulturbund eine sehr herzliche Aufnahme, die vor allem dem persönlichkeitsstarken Spiel Julius- Kob le r s als Professor Perrins und Fritz'Melchiors als Tr. Ferguson galt. Von den vielen übrigen Rollen des Stückes war eine jede charakteristisch und mit größter Lebenswährheit gestaltet. Auch"oic Bühnenbilder Alfred Müllers zeichneten mit realiitlick-er Echtheit das Milieu eines modernen Krankenhauses. H. G. Die „Künstlerischen- Handpuppenspiele" des B r e s t an e r K n l t u r b u n des (Leitung Max Wächter) fanden in Breslau gefüllte Säle. Jung und alt wurden von der Programmwahl in gleicher Weife befriedigt. Es ist nicht leicht fest-, znstellen. ob die Freude'der Erwachsenen am Jubel der Kleinen oder an den von „Gesang und Tanz" umrahmten lnstigen Vorgängen auf der Pliniaturbühne (Komposition und musikalische Leitung: Kurt Behrens), grüßer war.. Die . Puppenspieler betreuen mit Recht diese Kunst, deren Werte 'durch ihren Einfluß auf die große Literatur ihre Bedeutung erwiesen haben. Sehw. ..Ungetanste Tänze" bildeten den Gegenstand der interessanten Plauderei Dr. Anneliese; L a n - da u,s'von den Mitgliedern des Jüdischen. Kulturbundes Rhein-Ruhr in Köln. Eigentlich waren es nur Walzer, die die Rcdnerin in den Vordergrund ihrer Betrachtungen rückte. Walzet, die nicht dazu komponiert waren, um getanzf zu werden, sondern die in „veredelter" Form als Beitrag zu einem ernsthaften Konzertprogramm erhoben lvurden. So hörte man von der Entstehung mannigfaltiger Treivierkeltaktwerke, angefangen bei Karl Maria v. Weber über Grünfeldsche Klavier- ' Paraphrasen der Walzer von Strauß, lveiter über Chor» und Klavierwalzer von Brahms, über entsprechende Werke Chopins bis zu Balse-Jmpromp. tns von Liszt — ein ganzes Jahrhundert glitt schwebend vorüber. Wolfang Ross, der begabte Pianist, illustrierte geschmackvoll die Worte der Musikwissenschaftlerin am Flügel: er spielte die Aufforderung zum Tanz von Weber, eine Para- Phrase über den Frühlingsstimmenivalzer (Johann Strauß) von Grünfeld, die Walzcrfolge vp. 89 von Brahms, die Walzer in-Cis- und As-dur von Chopin und ein Balse-Jmpromptu von Liszt. Das angeregte Anditorinin spendete beiden Vortragenden. " die sämtliche Auschluß-Städte des- Spielkreises besuchten, herzlichen Beifall. Tic Jüdische K u l t u r g e in e i n s ch a f t S ch w a r z w ä l d eröffnete m Haigerloch die Reihe ihrer Darbietungen für den Winter. Mitwirkende waren der Baritonist Wilhelm Guttmann (Berlin). Suse L o e b - Pforzheim (Klavier) und Leni 2 t e i n b e r g - Frankfurt a. M. (Rezitatiou). Das Publikum dankte den Künstlern _ mit herzlichem Beifall. Konzerte in Berlin Zugunsten'der Winterhilfe und der, Jaeob- Teitel-Küche konzertierte Edvard Moritz mit dem J üdif che n K ammero r ch ester im Brüdervereillshaus. Es bestätigt sich der Eindruck, daß seine Dirigierleistung mehr auf guter Probenarbeit als auf der unmittelbaren Wirkung des Tattstöcks beruht; durch größere Aktivität der'Gesten würde sich die Gestaltung verdichten; auch die Ritardandi - ivärcu noch organischer einzugliedern. Am besten gelangen die Zusammenballungen in Tschaikowskys Elegie aus op. 48. — Der Komponist Moritz kam ° mit drei Liedern zu Wort, die. neben einer Arie aus „Eugen Onegin", Elsa S.ta b i n s ky - K o ch Gelegenheit gaben, ihr schönes Material zu entfalten: nur die Höhe war nicht immer ganz frei. Am schönsten gerieten der Sängerin die zugcgebenen russischen Volkslieder (sie brachte sie in der Ursprache): hier war sie vor allem ausdrucksmäßig am meisten gelöst. Gustav Sabel begleitete mit der rechten Anpassungsfähigkeit. H. Fr. * In einem Konzert des Damenkomitees der K ü n st l e r h i l f e sang ein Frauenchor. Die Leitung.hatte Gertrud Marcus, bekannt ^rls Korrepetitorin, mehr noch als Chor-Korrepetitvrin. Der Chor singt diszipliniert, frisch und hat offensichtlich Freude am eigenen Musizieren. Etwas zu ungleich ist das Strmmaterial, man hört gutgebildete, aber auch ungeschulte Stimmen heraus, was dem Gesamtklang naturgemäß noch manches . an Ausgewogenheit nehmen muß. In vielen Zungen fang Cilly Z u k m a n n - B i z o n y. Das Organ klingt wie von einem Schleier verdeckt, wodurch sich ein glanzvoller Ton nur selten entfalten kann. Aber diese Künstlerin gewinnt hurch ihr Programm, ihren intelligenten Vortrag und durch den unbeabsichtigten, sogar unbewußten Charme ihres Auftretens. Oberkantor Julius P e i s s a ch o w i t s ch stellte stinen Bariton heraus, der in der letzten Zeit blühender, gnellender , geworden ist. Die sängerische Linie Verdis zeichnete er sehr schön nach, der „Bajazzo"-Prolog, gesanglich ebenfalls prächtig gelungen, hätte nur in . der Gestaltung weitaus stärker kontrastiert werden müssen. Die Begleitung besorgten Gertrud Marcus und Hanna Engel an einem miserablen Klavier. E.. A. Das Konzert im Berliner Friedenstempel, über das wir in Nr. 51 vom 17. d. M. berichteten, ivar eine Veranstaltung des Synagogenverbandes Berlin, Gruppe Friedeiisteinpel, zugunsten der. Jüdischen Winterhilfe. Dr. Htm» Buxbaum inszeniert demnächst t,Menschen in Weis*“ im Berliner Kulturbund Fot. Herbert Sonnenfeld Denkt an die jüdischen Musiklehrer An dieser Stelle war schon öfter, wenn auch in anderem Zusammenhang, davon die Rede, daß im Berufsleben da., wo ein gesetzlicher Zwang, etwas zu tun oder zu uiiterlassen, im jüdischen Bereich nicht besteht,^^ moralischer Truck genügkn müsse, um geivissesUnaüsgeglichenheltkn zu beseitigen. ■ ' Die wirtschaftliche Lage der Privatmusiklehreriniien nnd -lehrer ist außerordentlich schwierig. Ihr Wirkungskreis ist dadurch sehr beschränkt, daß sie ans die Unterrichtung allein jüdischer Schüler angewiesen sind.. Richtlinien für den Abschluß von Unterrichtsverträgen, die den Arusikpädagogen gewisse Sicherheiten geben, bestehen zivar nicht. Aber in Anlehnung an den Normalvertrag, wie ihn die Reichsmusikkammer für alle . ihr angehörenden Musiklehrer zur Anwendung bringen läßt, könnten Abmachungen mit den jüdischdn Eltern getroffen werden, die ihren Kindern Klavier-, Biolin- oder Gesangunterricht erteilen lassen. Es gibt allein in Berlin immer noch sehr zahlreiche jüdische Privatmusiklehrer. Ihnen allen eine standesgemäße Existenz zu sichern und zu erhalten, ist schwer. Indes, bescheidene Ansprüche sollten befriedigt werden können nicht nur dadurch, daß Eltern ihren Kindern überhaupt Unterricht erteilen lassen, sondern auch unter Bedingungen, die für die Lehrer und Lehrerinnen tragbar sind. Damit sind vor allem gemeint schriftlich festgelegte Abmachungen über Honorarhöhe nnd -Zahlung, über die Kündigungstermine und Kündigungsfristen, über bezahlte Ferien und dgl. m. Der erwähnte Normalvertrag bestimmt, daß der Abgang eines Schülers nur zum 1. Jäimar, 1. April oder 1. Oktober, unter Einhaltung einer Kündigungsfrist..von einem Monat, erfolgen kann. ' ' Der jüdische Vater und die jüdische Mutter müßten eigentlich ohne weiteres und ohne Zutun Dritter diese Rücksicht üben und sich dabei bewußt sein, daß ein klarer Vertrag für den schwer kämpfenden jüdischen Privatmusiklehrer eine Beruhigung bedeutet und das Auskommen zwischen dem Lehrer auf der einen und den -Eltern und' den Schülern auf der anderen Seite stets erfreulich gestalten hilft. Wer schon in der Lage ist. Unterricht zu nehmen oder seinen Kindern geben zu lasten, müßte eigentlich begreifen, daß es hier eine primitive soziale Pflicht zu erfüllen gibt. E. 6. L. Joseph Schmidt, der berühmte Tenor, wird in diesem Winter wieder vor der Berliner jüdischen Leffentlichkeit fingen. Sein einziger Lieder- und Ärienabend wird von der Konzertdirektion L. Tau.beveranstaltet und findet am 18. Januar im Bach- Saal statt. Di« Jüdische Chor- und Orchestervereinigung hat die Proben zum „Elias", der im Februar zur Aufführung gelangt, wieder, ausgenommen. Stimmbegabte Damen und Herren und Orchestermusiker, die bei diesem Konzert Mitwirken-wollen, wollen sich bei dem Dirigenten. Leo Kops. Berlin-Wilmersdorf, Laudhausstraße 41 (Tel.: 8 6 2668) melden. »Ein Werk der Liebe und des Fleisses •nennt die jüdische Presse das PH I LO - ZITATE N - LEXI KO N Eine erstmalige und grossartige Leistung ist trotz freiwilliger Begrenzung entstanden... nicht bloss ein Nnchschlagebuch, -sondern gleicherweise ein Erbauungsbuch ... eine lleberliille des Schönen, Tiefen und Erbebenden, des Ueberraschenden, Vergessenen, Nichtg’ewussten . . . Ein Werk der Liebe und des Fleisses. das von nun an zu dem Bestand jeder .jüdischen Bibliothek,' auch der kleinsten, zu gehören hat. / C.-V.-Zeitung, Berlin, 26. 11. 1936 Nach dem grossen Erfolg des Philo-Lexikons ist kaum daran zu zweifeln, dass auch dieser „jüdische Büchmann“ bald eine erweiterte Auflage erleben wird. Ein Buch, das in der Anlage vortrefflich ist, das. Autodidakten , wie akademisch Gebildeten, vielleicht sogar jüdischen Gelehrten soviel Anregung und Belehrung geben wird, soll man nicht auf Druck- oder Schreibfehler durchstöbern ... Dem Philo-Verlag sei für ein Nachschlagewerk gedankt, das es bisher nicht gegeben hat und das ein würdiges Denkmal für seinen Inspirator Eugen Tannenbaum ist. Jüdisches Gemeindeblatt Köln, 18, 12. 1936 schwer erreichbaren Ziel schon nahegekommen ... Eine Sammlung jüdischer Aussprüche, die durch Sinn und Form von dauerndem Wert bleiben ... Ohne Vergnügen und Belehrung wird es aus der Hand legen; und in die Hand nehmen sollte es jeder. Das Buch ist au! den Der Morgen, ersten Schwung seinem Berlin, Dezember 1936 Jüdische Rundschau, Berlin, 1.111.12.1936: Das Buch wird vielen reiche Anregung bielen. Nicht nur, dass die Idee als solche reizvoll ist — auch die Möglichkeit, ein solches Nachschlagewerk jüdischen Menschen m die Hand geben zu können, ist von Bedeutung. Ein in vielerlei Beziehung reizvolles Büchlein, das die Anwartschaft hat, die gleiche Menge von Freunden und Lesern zu finden wie das beliebte Philo- Lexikon ... Als ich heute früh das neu^ Jüdische Zitaten-Lexikon zum erstenmal studierte, habe ich die Zitate, mit denen ich die Berechtigung über meine Freude an diesem Buch belegen wollte, angestrichen ... Es sind genau 111. Das ist viel zu ' — das Buch ist eben zu reichhaltig. Israelitisches Familienblatt, Berlin, 3. 12. 1936 Zu beziehen durch den Buchhandel oder direkt vom Verlag Preis Mk. 3*2 > PHILO VERLAG UND BUCHHANDLUNG / BERLIN W 15 / PARISER STRASSE 44 / J 2 1375 / f