Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 53 (31.12.1936)
- Date
- 1936-12-31
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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i Icute": „Unsere Renktron auf die schmerzliche Erfahrung-braucht daher nicht ein unwürdiges Ressentimentzu sein, das all das Große, was. Deutschland unö schenkte, vergessen will. Es wird nie etwas geben, was inir die Bach-Blessen und die Gcorgc-Gedichtc unnötig machte; ich will es gar nicht finden."—«. Noch größer ist die Gefahr, die den jüdischen Iugeudbündeu durch Dogmatisierung und, Politisierung jüdischer Inhalte droht. Der jüdische Jugendliche, der sich um einen unmittelbaren, echten Zugang zuur Judentum bemüht, ist, so bitter es klingt, bei vielen jüdischen Jugendbünden am falschen Ort. Hier bieten sich Ihm jüdisch - politische Programme an. aber nicht das Judentum in seiner GaNzhxit und durch weltanschauliche Zwecksetzungen ungebrochenen llnmittclbarkeit. Die jüdischen Jugendbünde sind heute ein getreues Abbild der aufgespaltenen „Indentümer". zu denen sie erziehen. Eine Zeitlang sah es unter dem Eindruck der Ereignisse des Jahres 1933 so aus, als ob die Abgrenzungen der einzelnen jüdischen Richtungen — zumindest innerhalb des Zionismus — wesenlos würden. In allen Lagern fanden sich Menschen, die sich über das Getriebe der Parteien erhoben, für die über dem Zivnisten. Agudisten. Liberalen und Reformisten der Ober begriff Jude in einem gemcinschaftsverpflichtendcn Sinn galt'. Die blieben Einzelgänger. Das Eigenlehen der Organisationen war stärker als sie. Nachdem sich die Gruppen in dem beengten Raum..eingerichtet" hatten, wurden die alten Zäune durch chinesische Mauern ersetzt. Die Meinungen in dem auf sich selbst beschränkten jüdischen Kreis Prallten mit um so größerer 'Heftigkeit aufeinander, als die Ventile nach der Außenwelt verstopft waren. Die entsetzende geistige und lebensmäßige Unsicherheit wurde durch gesteigerte Selbstgefälligkeit für die eigene Meinung und fanatische Unduldsamkeit gegen fremde Zielsetzungen überdeckt. Jede Gruppe wollte mit den untauglichsten Mitteln das Ganze werden. Die jüdische Jugendbewegung wurde von diesem Erstarrungspro.zes; der Erivachsenenorganisativnen mitersaßt. Es half nichts, daß sich L n d w i g T i etz mit der ganzen Kraft seiner leidenschaftlichen Persönlichkeit dagegen stemmte und wenige Mitstreiter aus seinem Kreise die falschen Methoden der jüdischen Jugendbewegung rügten, sie pokitisierte sich mehr und mehr und entfernte sich dadurch von ihrem Wesen. An Stelle der mit innerer Wahrhaftigkeit vor eigener Verantwortung getroffenen freien Entscheidung des einzelnen tritt hellte allzuoft die geistige Ueberrumpelung Unfertiger. In unübertrefflicher Klarheit hat Martin Bn b e r in seinem leider'zu wenig beherzigten Aufsatz ..Bildung und Weltanschauung" lSvnderhcft: Bildung des ..Morgen") diesen Unterschied herallsgcarbeitet und die jüdische ^Jugendbewegung vor falschem Dotalitätsstreben^ gewarnt: „Je nach denr Grnnv. worauf eine Weltanschauuttg ruht, je nachdem was für Wurzeln sie hat. Luftwurzeln oder wirkliche, entscheidet es sich, was ihr an nährender Wirklichkeit znfließt. entscheidet L» Sveplie Staatl. geprüft. Heilgcltiltt. Masseur. *- "iken-lU'per zugcl zu all. krankenkass. Spe •. \ craltcte sich ihr Wirklichkeitsgehakt — und von 1>em aus die Zuverlässigkeit ihres Wirkens . . Heute forciert man nur allzuoft den Anschluß. man läßt ihn sich schon mitten in der Pubertätszeit vollziehen, in einem Lebensalter also, das zumeist der echten Wahl noch ilicht gewachsen ist und das (und mit ihm das Leben) mail verdirbt, wenn man ihm die Wahl aufnötigt. Man erkläre die Pubertät zum Naturschutzpark, oder unsere Menschen werden verdorben." Hoffen wir, daß die jüdische Jugendbewegung wieder zu sich zurückfindet, daß sie das parteiische Politisieren aufgibt', um zur echten politischen Kraft und Weisheit als einer zusammenführenden Geistesmacht zu kommen. 0 Der Schluss des Aufsatzes, der sich mit der wirtschaftlichen Situation der jüdischen Jugend befasst, erscheint in der nächsten Nummer der C.-U.-Zeitung. SCHACH* ECKE Im Turnier zu Hastings 1935/36 kam es in der Partie Flohr—Fine nach dem 20. Zage von Schwanr zur folgenden Stellung: Seelische Winterhilfe 2. und 3. Veranstaltung: 5. Januar. 4. und 5. Veranstaltung: 6. Januar, Berolina-Festsäle. Schönhauser Allee 28. Kindernachmittag: 15.30 Uhr, Bunter Abend: 20 Uhr.. Mitwirkende am Kinderiiaehmittag: Anneliese Drucker, Heuny. Locw enstein. Ernst Nuss b a u m. Joriny S eh w ersenz. Am Klavier: Anna Leichten t r i 11. Mitwirkende am Bunten Abend: Ernst S e 1 i g m a n n sagt an: Stella Ehrlich (Ilay\ Maja Fun k e n stein, Malter Go Idstein. Danny Grün, Fritz Lachm a n n, Henri Rock. Jonny S e h w e r s e n /.. Doris W i 1 a in o w s k a; am Klavier: Dr. Richard Hirsch, Anna L e i c h t e n t r i 11. Karten für die Betreuten unentgeltlich im Winterhilfs-Bezirk Norden, Pappelallee 3/4. Ohne Eintrittskarten kein Einlass. Bewilligungsschrciben muss auf Verlangen vorgezeigt werden. Einlass zum Bunten Abend um 19.30 Uhr.! In dankenswerter Weise hat der Appell an die jüdischen Angestellten' in den Betrieben tatkräftigen Widerhall gefunden. Die Jüdische Winterhilfe richtet nunmehr nochmals die dringende Bitte an alle diejenigen Betriebe, deren Angestelltenbeiträge noch nicht gesammelt und an sie abgeführt wurden, dies unter Angabe der vollständigen Anschrift der betreffenden Gefolgechaftsmitglieder mit dem Vermerk „Für Angestellte der Firma ..." unverzüglich nachzu- Die Abteilung Angestelltenspende steht zu Auskünften und Informationen zur Verfügung (D 1 6711, Apparat 76). * . Für die Abteilung 'Haussammlung werden weitere Sammler benötigt. Meldungen erbeten an die Jüdische Winterhilfe der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Abteilung Haussammlung, Berlin C 2, Rosenstr. 2—4 (D 1 6711 Apparat 50). * In der Jüdischen Winterhilfe sind zurzeit etwa 5000 ehrenamtliche Sammler tätig, davon allein 2250 bei den Eintopf- und Haussammlungen. Denken Sie bei jeder freudigen Gelegenheit an die Jüdische Winterhilfe, die auch bereit ist, gegen einen Ablösungsbetrag Glückwünsche zu allen Festlichkeiten zu übermitteln. * Postscheckkonto: Berlin 93446. Hofrat Max Levy-Worms Am 20. Dezember starb in Worms, einen Tag nach Vvllcudungdcs78. Lebensjahres. Hosrat Max Leon. Hosrat Levti stammte ans einer alten Wormser Familie. Mütterlicherseits war er ein lllachfvmme des letzten Wormser Judeubischoss MiäMl Gernsheim. Wie sein Bater. der Stifter der ...stleiueu Shnagogc" in Worms, führte er jahrelang als Vorsitzender die israelitische Gemeinde Worms. Er hat sich für alle Angelegenheiten der Gemeinde mit regem Interesse eingesetzt und auch dem Iüdisä/en Eeutral-Berein sowie dem Hilssvereiu der Inden in Deutschland, deren Vertrauensmann er war, tatkräftige Hilfe geleistet. Zahlreiche literarisdie Arbeiten von Hofrat Lcvh zeugen von feinem großen historischen Interesse und der intensiven Kenntnis der jüdisäten Hcimatgeschichte von Worms im Wandel der Theodor Kaufmann Tr. Theodor Kaufmann in Heidelberg ist. 72 Jahre all. am 20. Dezember nach langem, mit bewundernswerter Energie ertragenem Leiden verschieden. Ter verstorbene: lvurde am 16. Oktober in Ladeuburg gelwren. Nahezu vier Jahrzehnte hat er in Heidelberg als Rechtsanwalt gewirkt. Ein volles Vierteljahrhündert war er Mitglied des'Svüagogenrats. von 1020 bis zum Som» iuer 10:13. wo er sich aus Gesundheitsrücksichten zum Rücktritt veranlaßt sah. auch Vorsteher der israelitischen Gemeinde. Fast ebenso lange gehörte er dem Oberrat der badischen Israeliten an. in dem sein kluger Rat sehr geschätzt wurde. Auch m der politischen Gemeinde hat . der Entschlafene eme segensreiche Tätigkeit entfaltet, ein Jahrzehnt als Stadtverordneter und fünfzehn Jahre als Stadtrat. Während einer Periode war er ferner Mitglied , der Heidelberger Kreisversammlung. So wird das Andenken an den verdienten Niann. der auch außerhalb seines Berufs stets ein Anwalt des Rechts gewesen ist, in Ehren bewahrt bleiben. Dr. 6. L. Aus den Familien Frau Martha Rietz (AllensteinV wurde am 25. Dezember 60 Jahre alt. — Frau Sophie Li n d aeb. Heß (früher Bermuthshain, letzt Marktsfest a.M.) feierte am 30. Dezember ihren 80. Geburtstag. — Frau Jauda Gold mann geb. Niclas (Berlrn- Wilmersdors) feiert am 7. Januar ihren 70. Geburtstag. — $alo Stier anbet (Berlin 50 18) vollendet am 7. Januar sein 80. Lebensjahr. . In Berlin starb der Stadtrat a. D. Max S o s e uberg (.stvsliu) im Alter von 8l Jahren. Der Verewigte hat lange Zeit hindurch den städtischen Körperschaften) angehört. Ganz besonders betätigte er sich auf sozialem Gebiet sowohl in der Stadtverwaltung wie in der jüdischen Gemeinde, deren langjähriger Vorsteher er war. Das Hinscheiden des verdienstvollen Mannes wird .in den Kreisen der jüdischen Gemeinden- Pommerns aufs tiefste betrauert. Albertine Vhth aus Calcar ist am 1. Januar 25 Jahre als Hausdame bei Julius de Beer m Oldenburg tätig. — Thea Doeblin feiert am 2. Januar ihr 25jähriges Jubiläum als Hausdame bei Moritz Nathan in Berlin-Charlottenburg. mit diesem blieben. Wohl wetterten die Rarfüssor. Aber der praktische Nutzen, den die Eingliederung der eigenen Leute in das Staats- und Kulturleben der Gojitn init 'sich brachte, die Erkenntnis, dass man nunmehr viel intensiver die .Grundlagen der fremden Kulturen unterminieren könne, war viel zu gross, als dass der Kahalrat aus religiösen Gründen auf ihn verzichtet halte. Aus diesen dem Ghetto entwichenen, aber auch weiterhin m t dem Ghetto zusammenarbeitenden ,,Frontkämpfern“ entwickelte sich das R e f o r m - jude nt u in. Es war eben beim Zusammenleben mit den Wirtsvölkern einfach unmöglich, die strengen, zum Teil im primitivsten Zauberglauben wurzelnden Ghettovorschriften beizubehalten; Der W dersprüche waren za-viele. Obendrein fehlte bereits der rechte Glaube an die Kraft der Kultmassnahmen. Das Ghettojudentum besitzt nun einmal eine lv u 11 r e 1 i g i o n , in der die äusserlichen Formalitäten die Hauptsache sihd. Schwindet -der Glaube an die mystische Wirkung der Kultvorschriften, bricht altek zusammen, schlägt fanatische Gläubigkeit in zynischen Atheismus um. ln diesem Falle sagte aber der Verstand: ein Bejbehalten der Religion ist notwend g und nützlich.- Somit kam es zu der Entwicklung des freier denkenden Reformjudentüms." „Die Fortentwicklung des Emähzipatronsjudentums.“ nieint Passarge, „ist leicht zu verstehen. Die Nachkommen d e das Ghetto überhaupt nicht kennengelernt hatten, von ihm schliesslich keine Ahnung mehr besassen. wurden religiös ganz gleichgültig, starben dem religiösen Judentum innerlich ab, sie bilden gle chsam die verhornten abgestorbenen Zellen' der llautoberfläcIie^Da^egen entsprechen die aus dein Ghetto herausfiltrierenden Ostjuden der die Zellen produzierenden Schicht der Haut. Die dem Ghetto entrinnenden Ostjuden sind .Seele, Blut und Heisch in den, Körper des Emanz pationsjudentums." Suezkanal, die in ihrer alten Form schon vor dem Ausbruch der abessinischen Krise unhaltbar geworden war. Aber die Front wurde dadurch .stabilisiert, dass man sie zurückverlegte. Was das. im Rahmen des Gesamtkampfes gesehen, heisst, ist jeden* Strategen klar. Unter dem Druck des italienischen Feldzuges gegen Abessinien ist England vor dem Nationalismus im Fernen Osten zurücfegewichen, und es versucht nun, sich mit diesem Nationalismus zu verständigen^ und dessen Abneigung gegen Italien zu seinem Nutzen auszuwerten. Nach der ägyptischen ist die palästinensische Frage aufgebrochen, der alte Gegensatz zwischen Arabern und Juden, den grundsätzlich zu lösen, England vierzehn Jahre gezögert hat. Jetzt, nach einem ITTtägigen. blutigen Streik, schickt sich England an, die Lage zu prüfen und eine das Land befriedigende Vereinbarung zu suchen. Dabei ist bemerkenswert, dass die nach Palästina entsandte Königliche Kommission die Aufgabe hat. di^ Lösung auf dem Hintergrund' der Gesamtmiltelmeerinteressen zu sehen und den militärischen Bedürfnissen Englands in der Osiflanke des Suezkanals gerecht zu werden. Welcher grosse Plan den Engländern vorschwebt, geht daraus hervor, dass London zur Beilegung dos.-Streiks, die Vermittlung der arabischen Könige in Anspruch genommen hat. England wünscht, über die Verständigung in Palästina zu einer grossarabischen Verständigung zu gelangen. Neben dem Bemühen-Englands, seine Stellung iu der Kanalzone nach dem afrikanischen Feldzug durch die Befriedung Aegyptens und Palästinas (so wie es sich früher mit'dem Irak verglichen hat) zu festigen, ist der Versuch zu verzeichnen, die europäischen Nachbarn Roms im Mittelnieerraum vertraglich gegen Italien zu binden, beziehungsweise gebunden zu halten.“ Weis«: Flohr 21. Sg5—eG! Dc7-c6 . Schwarz kann den Springer natürlich nicht schlagen wegen 22. Lc4Xe6f und folgendem Damenverlust. 22. f2—f3 Lb7—a6 23. Tdlr-d4 (drohend 24. Se6-d8), Tf8—c8 24. Se6—d8. Jetzt versäumte Weiss die Gelegenheit zu einem glänzenden Siege durch. 24. Tg4! (z. B. 24. Tg4, Sg4:, 25. Tgö! oder 24.f7Xe6, 25. Teg5! Dc4: 26. Tg7:f, 27. Tg8+!) -24. .... Dc6—c7 25. Td4—g4, Dc7Xd8 26. Te5—g5, Dd8—dl+ 27. Kgl—f2, ST6Xg4+ 28. TgöXgl, g7—g6 29. Lc4—f7f Kg8Xf7 . 30. Tg4—f4+ Kf7—g8 31. Dc3—f6 Ddl—d7I Weiss gab auf, Lösung der Aufgabe Nr. 86: 1. Dgl—al, Ta2Xal; 2. Sb2Xc4 und 3. Sc4X«3matt . . . , Ta2Xa3; 2. Sb2—dl usw. . . . . Ta2Xb2: 2. 8a3—c2 usw. . ... Lf7 beliebig; 2. Sb2—d3 (Drohung), 3. Sd3—b4 bzw. Sd3—f4 bzw. c3—c4 , bzw. Dal—hl matt. 1. g6—g7 oder g6Xf7 scheitert an Ta2Xa3 mit folgendem Ta3^a7! ~ England; Palästina und das Mittelmeer In einem Aufsatz „Englands Stellung im Mittelmeerraum" („Volk und Reich“, 12. Jahrgang, Nr.42) kommt Hans-Heinrich W e 1 c h e r t zu folgenden Erwägungen: „Zweiffellos verstärkt der englisch-ägyptische Alliatizvertrag die englische Position am „ Juden in Russland, Ir: einem Aunntz ..Judentum und Bolschewismus" t .Hod,schule und Ausland". 14: Jahrg.. Ar. 12) beiaßt sich E. Freiherr v. Enge I h a r d t mit der Entwicklung des - Judentums innerhalb der neuesten russischen Geschichte. ..Im alten Rußland." so schreibt er, ..standen die Juden unter einer Sondergesetzgebung, die den schädlicheü jüdischen Einsluß aus die einheimisdie Bevölkerung nach Möglichkeit ausschalten sollte. Den Juden war als LSohnsitz der sogenannte .Ausicdlnngszone' (.Tschertn ossiecllostjiJ zugewiesen, die die eigentlichen ostjüdischen Kerngebiete — fast den ganzen Westen, " den Südwesten und Teile des Südens des europäischen Reichsgebietes Rußlands — umfaßte. Als die jüdische Ausbeutung in den 80er und 90er Jahren des vorigen Jahr- Hunderts eine Welle von Pogromen hervorrief, antwortete die Negierung mit einer Verschärfung der einschränkenden Dlaßnahmen gegenüber dem Judentum. War im allgemeinen der Masse des Jtldentums der Zutritt ins Innere Rußlands, also in das vom großrussischen Staatsvolk besiedelte .stcrnrußland und Sibirien, streng oersperrt. so öffneten sich seit den-liberalen Reformen Alexanders II. einzelnen Kategorien der Juden — den Kaufleuten erster Gilde, getauften Juden, Akademikern usw, — die Grenzen. Eine große Zahl russischer Banken. Industrie- und Handels- Unternehmungen. maßgebende Presseorgane usw. gerieten bald in Besitz bzw. Abhängigkeit von Jtiden. Die gefährlichste und schärfste Zersetzungsarbeit leisteten die Juden — zielbetvußt und skrupellos — in den politischen Parteien. Ihr Ziel war: Gleichberechtigung, tvas gleichbedeutend war mit Erringung der Herrschaft und Ausbeutungsmüglichkeit über das rusiische Bolk und Riesenreich. Daß sie dieses nur durch Sturz der Monarchie und Ausschaltung bzw. Vernichtung der russischen Intelligenz, insbesondere des Adels, erreichen konnten, war ihnen vollständig klar. So drängen die Juden seit den 60er und 7ver Jahren des vorigen Jahrhunderts tief in die russische revolutionäre Bewegung ein und ergriffen in ihr die Führung, lleberall stehen Juden an der Spitze: sie sind die Begründer. Leiter, Geldgeber. Organisatoren und Propagandisten "aller revolutionären Gruppen und Strömungen." _ F.F. Unser Mitarbeiter Oberregierungsrat i. R. Dr. ErhM^Rawirz. jetzt in Hasfa. wurde zum' Richtige Lösungen gingen ein von: Jacob Weinberg (Emden), Landgerichtsrat i. R. Emil Baebarach (Arnberg!, Hans Steihberger (Bayreuth), Siegmund Austerlitz (Giessen), Sanitätsrat Dr. Ritterband, Theodor Mottek (Osterode). Karl Nussbaum (Rheydt), Tierarzt Max Koschminski (Landsberg), Dr. mecF, H. Kreilsheimer, Gottfried Gumbel (Stuttgart), Rechtsanwalt Dr. Ernst Bbehm (Brieg'i, Michael Levy (Krefeld), Wirtschaftsprüfer 'Dr.r Herbert E. Hirschberg, Gustav Lewj, Fritz Riess, Georg Arnheim, Sanitätsrat Dr. »S. Domke, Georg K. R. Israel, Joachim Neumark. Reg.-Bmstr. L. Hirschfeld (Berlin), Ella Rüben (BiindeY Max Oberbrunner, Dr. Oster (München), H. Lindrier (Burgkunstadt), Frau Tilde Adler (Landsberg), Kantor D. Cohn (Koblenz). Weitere richtige Lösungen, von Nr. 83 gingen seinerzeit noch rechtzeitig-ein" von: Martin Hirsch (Grpttkau), Hans Peter Gemsheimer (Mannheim),. Dr. med. Herbert Picard (Berlin), Trau Tilde Adler , (Landsberg): von Nr, 84: Dr. med. J. Meyerhoff (Rotenfels), Bernhard Loeb (Bingen). . / Am 29. November 1936 spielten in Düsseldorf die/ Schachmannschaften von Makkabi Düsseldorf umUMT- Gladbach gegen die Mannschaft der Schachgemeinschaft-Gelsenki rohen im Schild. Es war ein vollkommen ausgeglichener Kampf. Die Entscheidung >. fiel erst in letzter Stunde, und-zwar am ersten Brett, wo sich die Spitzenspieler Dr. Löwenthal, Gelsenkircheri und Flörsheim, M.-GIadbach. einen scharfen Kampf lieferten, «(^zugunsten des letzteren endete. Hierdurch siegte Makkabi Düsseldorf und M.-Glädbach mit IVA : 10)4 Punkten. Die Schachabteilung des Bar Kochbä Breslau ist , geschlossen der neutralen „Jüdischen Schachgemeinschaft Breslau“ beigetreten, die dadurch eine wertvolle spielerische und zahlenmässige Verstärkung erhalten hat und nunmehr die einzige jüdische Schachvereinigung in Breslau, mit einem hohen Mitgliederbestand. ist, .Am 18- November trat die „Jüdische Schachgemeinschaft Breslau“ in Brieg' gegen die dortige Jüdische Schachvereinigung zu einem Revanchekampf für das kürzlich in Breslau durchgeführte unentschiedene Treffen an und konnte an neun Brettern in fast stärkster Aufstellung mit ’i'A'-VA Punkten siegreich bleiben. In ihrem Schächheim brachte die ..Jüdische Schachvereinigung Breslau,“ am 7. und 8. Dezember zwei Schachveranstaltungen unter Mitwirkung von Grossmeister Mieses (Leipzig) zur Durchführung, die recht gut besucht waren und grossen Beifall fanden. Am ersten Abend spielte Mieses an 21 Brettern simultan, mit dem Resultat: 13 Siege, 7 Remispartien und nur eine Niederlage. Die Sportgruppe Schild, Münster i. W., hat Mitte“ November eine Schachabteilung ins Leben gerufen. Das Spielmaterial wurde durch Stiftungen beschafft. Für den Eröffnungsabend. 22. November, hatte sich liebenswürdigerweise Herrn. Matuszak, Gelsenkirchen, zur Verfügung gestellt: er spielte auch simultan an 13 Brettern und gewann davon 11 Pargewann sämtliche Simultanpartien (16) und remisierte eine Blindpartie (gegen Matuszak). Die zweite jüdische Schachmeisterschaft, die vom 25. bis 31. Dezember in Frankfurt stattfinden sollte, musste aus“technisrhen Gründen abgesagt werden. Der neue Termin wird an dieser Steile bekanntgegeben Schachbriefkasten: B. L. (Bingen): Die Anwendung der Rochade in Schachproblemen ist zwar selten, aber nicht verboten. — Rechtsanw. L. R. 'Konstanz): Sie haben die Lösung der Aufgabe Nr. 82 nicht richtig angegeben. — M. 0. (München': Wenn in Nr. 84 nach 1. Se6—f4 Schwarz, Dc7Xf4 ziehen würde, so antwortet Weiss doch, was leicht zu sehen ist, 2. Sd5—b6 matt! — J. M. (Berlin!: Besten Dank. Zur Veröffentlichung leider nicht geeignet. Wann und wo finden Sie Rat? Mitglied der Royal Statistical Society in L o n - bon gewählt. Ter britische Ehemifer Sir RobertMond ist zum korrespondierenden Mitglied der Aesäömis des Inscriptions et Belleß-Lettree ernannt , worden. Seinen Platz hatte vorher Zlonig IZuad von Aegypten intie.. ' / deutsrhland Plauen '*4. V. Januar, 11 Die Geschäftsstelle des Landesverbandes Mitteldeutschland des Jüdischen Central-Vereins e. V? befindet sich ab 1. Januar 1Ö37 Leipzig C 1, Hiimboldtstrasse 4, ptr.; Fernsprecher, wie bisher, 12038.