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Central-Verein-Zeitung · 1936-12-03 · 49 (3.12.1936) · page 10

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936)
Issue
49 (3.12.1936)
Date
1936-12-03
Page
– (sequence 10)
Language
German
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/ T Porträt-Ausstellung in Breslau Das Breslauer v\iibifri)c Miiieum zeigt bis An- .fmifl (Viminr eine' Vlitäftcü'uiifl vvn Porträts aus Breslauer' uuö fl(jfcu’ifatu’m Besitz, die den . .-Jett* rmtm non etion!»>,, ln* isiin um fotzt. Die Be greuzung mir dicle Jahrzehnte gibt der Schau eine - begrützeuswcrle Geschlossenheit, Iu einer Ansivali!' von , etwa IJu Oelbildern, Pastellen. 'JJiintaturen und Lithographien wird jene Zeit lebendig, die Aniniit ihrer Franenbildnisse. ihre seiöstbewutzteu> - Männerkövse, reizvolle Kinderbilder, olles. ‘.iii^ . Rohmen der siezeld)nenden liebevollen Klemirialerk'l des Zeitkolvrits. - - . 'Die Ausstellung bildet einen Beitrag zur südischeii und allgemeinen Kiiiistilnd Kulturgeschichtx ebenso wi.e zur Familienforschiing. Das geistig - religiöse Leben tritt u. a. in Bildnissew des Poieuer Deii künstlerischen tigert erbält die Ausstellung durch die sorgfältige Auswahl der ge'-eigten.Bilder. die in harmouiidier (')cn1|!o:;e;T[;e:r. ^n’omntcnoe* itellf und. '-iUm jüdiichcu .Viiin'iiern und mir. das liegt.in der Natur der Dache . - der ans P!cs; 'taiu- :neiide I il l r u s Muhr und ow lü e b'r n de r V e ii rd) e l vertreten. Pluhrs Bilder gestatten einen lehrreichen Einblick in die Entwicklung seiner' Malerei. ^n sruhen Bildern noch hondwerlsinasug -konventionell, gelingen ihm ipoter, lange bevor er. aus der Höhe steht, schon' lim Uteri sch hvdgvertige. Porträts, wie das liebevolle Kinderbildiiis. Jacob Blochs oder dos köstliche BildiN-s ieiiier- Schwägerin Johanna-Ptlchr, geb. AUmaim ><vgl. Alibi >-- dungh Die E"u'brüder Henschel, die in Breslau »nd vorübergehend anch-m Berlin--gewirkthaben, sind Familien mit verschiedene^ Gliedern z. T. in DreSlaii, z. 1. in Bexlin vertreten sind (n. a. die Famalien Reichenheim und Weigert). Fast immer und die- Ahnenbilder im Besitz der Familien geblieben. im Antlitz der Enkel spiegelt sich oft das Antlitz des Ahnen. - - Kurt Schwerin Um die Berliner Ausstellung ..Unsere Ahnen" auch denen zugänglich zu machen, welche - tagsüber beschäftigt und, ivird die Aus-- itetlnng im Jüdischen Rlnsenin. ckrranienbu-rger.. Straße 61 am--Mittwoch-.'-dem 9. und Dienstag, dem I.">. Dezemver.--aucki in den .Abendittiiideii vvii -19 bis 22 Uhr qcöffnet. An den beiden .Abenden.. . wird' das Boxstandsmitglied der Ge'etlsthast. f-ür jl'ldiiche. Foinilienfvrschiitig? Frida. Pederinanii, ■20 Uhr. 30 Mm. Führungen abhalteii., ' Der Jüdische Museumsverein E. V. veranstaltet am Douuerstag. dem io. Deaember. abends 2«» Uhr . Gebt. Henschel: Ernestine; Cohne Oberrabbiners Akiba Eger und des Breslauer Oberlandesrabbiners A-braham Tiktin (Litho.der Gebr. Henschel) in Erscheinung. Löwin Benjamin . PohM. der erste Syndikus der Breslauer (Kmeinde. Mitbegründer und Vorsitzender, der Gesellsctiaft der Brüder (seit 1785,). die. Brüder David und Kommerzienrat Jonas Fraenckel. die Begründer, und Samuel Jakob. Levp, der erste Kurator der. Fracnckelsck)en Stiftungen, bezeichnen wichtige Abschnitte in der Geschichte der Breslauer Iudenheit. Der erste jüdische Privatdozent in Preusten, Dr. Samuel Giitientag. Institiltsarzt am Iüdisctien Hospital, und sein Kollege Tr. Elias Henschel (in dem bekannten Litho der Gebr. Henschel). sprechen r- Vvn dem Anteil am allgemein-geistigen Leben der Zeit. Wirtschastsführer. deren Rainen uns noch heute Begriffe sind, erinnern an das Aiifstrebeu der ersten Generationen /iiach der Emanzipation. Als junger Manu ist'Isivor^Friedenthal (l8I2 bis 1886), später Geh. Kommerzienrat. Präsident der Handelskammer und Borsitzender der Shnagvgkngemeinde Breslau, dargestellt, in der Blüte der Jahre erscheinen Meyer Kauffmann. der >'824. die. gleichnamigen Tertilwerke, und Salomon Elias Goldschmidt, der 18W die. noch heute bestehende Firma S. E. Goldschmidt u. Sohn. Breslau-Berlin, gründete. Julius Muhr: Johanna Muhr geb. Altmann (Oel) zahlreich vertreten. Nicht immer erschöpfen-sie die' Möglichkeiten wirkniigsvotler Rauingeftaltuiig und Farbgebung, aber es gelingen ihnen doch gut gesehene lebensvolle Darstellungen, wie beispiels-- 'weise in Bildern Ephraim Friedländers und des Ehepaars Goldsticker, vde-v in dem seinen ruhigen Gesicht der Frau Eliassohn. geb. Littaucr (vgl. Abbildung).' Bon nichtjüdischen Künstlern — fast durchweg als die Maler des Adels undder hohen Geistlichkeit bekannt — sind besonders Ernst N e i cf), Earl v o u R a h d e n ,' Theodor H a - ma ch e r . Philipp H o p v l l, Karl N o t h e und der Wiener Lithograph Joseph K r i e h über hervorzilhebeii. Einige Bildnisse sind besonders charakteristisch. . Das Doppelporträt der Ahnen von Atartha Sachs geb. Ioiephi. wirkt in seiner herben Geschlossenheit fast mittelalterlich, das früheste Bild der Ausstellung, -das Piastellbild Wolfs Levh (des-Baters von Sam.-Jak. Levii) »in 178(1 zeigt den Dargestellten noch in der Perücke des Rokoko. Die Aiisstelliing ist sehr glücklicki geordnet (für die Zusammeiiiteliung war Ernst -Fuchs vcranttvvrtlich). Riehrere (tzencrativnen bekannter Familien aus Breslau lind. Schlesien sind gut vertreten. Die Breslauer 'Ansstellniig ist in dieser Hinsicht für die Berliner Aussteltung „Unsere Ahnen" eine begrützensiverte Ergänzllng, zumal bedeutende C. Rothe: Charlotten Treplowitz geb, Fuchs (Oel) V l'ot. Curl l'fciffcr,: Breslau (3) 15 Min. in den Räumen des Jüdischen Museums. Berlin. Lräiuenburger,Straße 61. für seine Rtitglieder einen Lichtbildervortrag '-vvn Frau Dipl., vreli. Rahel Wifchnitzer-Beriistein' über: Das Tvrawickelvaiid in feiner killt- und kunstgeschichtlichen Bedeutung. - Der Wiener Werkbnnd veranstaltet eine Ausstellungq,Moderne Möbel ans Privatbesitz". Die ,umfangreiche Schau gibt, einen Ueberblick über 'die Gestalti'ug zeitgenössischer Wvhnkilnst: von Architekten stellten Ivsef Frank und Felix Augenselb aus, auch Arbeiten des verstorbenen, unter Max Reinhardt tätigen Oskar Strnad sieht man; unter den Kunstgewerblern, die sich den Werkbundbe-strebungen anpassen, ist Hilde Blumberger vertreten: vvn Malern und Plastikern nennt die Wiener Presse Oskar Kokoschka und Georg Ehrlich. Die Union of American Hebrew Consregation» erläßt einen Ausruf an 60 00» Besucher der jüdischen. Sonntags-Schulen in Amerika, durch Erwerb eines Bausteins' im Werte, von ivenigen Cents einen Fonds zu schaffen, der es dem Archäologen Professor Nelson Gl uccf ermöglichen soll. Ausgrabungen an der Stätte vorzunehmen, wo seiner Ueberzeugung nach das biblische Kadei'ch Barnea, die Lagerstätte der Israeliten auf.dem Zug durch die Wüste liegt. Jüdische Kunstlehrstatten - Die Erfahrung lehrt, daß für die gehobenen Handwerksberufe in den - Kreisen, des jüdisckien Nadiwuchses Neigung und'auch wirkliche Eignung vorhanden'ist. Außerdem zeigt sich seit Jahren, daß im Ausland begabte und vidUid, ausgebildete. Kräfte auf den Gebieleu der Mode, der Dertil» ti-iist. der Werbulig, der Gebrauchsgraphik, der Dchaufeiisterdekorativn gesucht werden. Nur shstematiidi durchgeiuhrte Ddiulung kann die Grund-, tage zur späteren , Derufsausübuug verm-ittetn^ -Eine Anzahl jüdisdic'r Lehrkräfte ist für die rieuen - Ausgaben.im judisd,en Bezirk ireigetvorden/ - '-Iü Würdigung dieser.Sachlage, hat. wie die -Pressestelle der Reickisvertretung mitteilt, .die Jüdische Gemeinde .zu Berlin in Ber- .Pindiiii'g ' mit der R e i ch s v^ r.t r s tuun g der Ilidew in. Deiitldiland für' '1. April >-198-7...vor- - behaltlidi der Genehmigung der-Aufsichtsbehörde.. in Aussicht genommen.^einc' derartige Ausbildnngs- . stätte ins Leben, zii'rufen. Zie) ist die gründliche Ausbildnng jiiiiizer. der. Schule entwachsener. 1>idisd)er Btensdien beiderlei Geschlechts. 1. Werbeklinst: Gebrauchsgraphik, Schäufensteraeftaltung mit einer Lehrwerkstätte für praktische Schäufen'ster-Tekvrativn (Gebrauchswerbung). -2. Mvde- und Kvni'ektionszeidinen: angegliedeLt ,'ind praktische Lehrwerkstätten sür Schneiderei, Pütz, Wäsche, Handarbeit. . Es soll Tagesvollunterricht erteilt werden, außerdem sollen neben der geschlossenen Fachausbildung llmschulnngs- und Ergäiizungskiirse, .auch Abendunterricht für-die im Berus Stehenden geboten werden. Als Ergänzung sind schließlich allgemeine Kurse in'Werbelehre. Stosskunde. Stil- und Kunstgeschichte/ Kvstümkuude. Farbenlehre, Perspektive in" Aussicht geilomme». Ta es sich um spätere Auswanderer handelt, sollen die Schüler verpslichtet werden,, an Sprachkursen anderer Organisationen (it. a. des Hilfsve.re.ins der Juden in Deutschland) teilzu nehmen. ' . -Die Ausbildungsdauer für die Fachausbildtlng ist auf zwei Jahre angesetzt: für die lim» schiiliillgs- bzw.. Fvrtbildungskiirse sollen semesterweise Lehrgänge eingeridstet werden. Als Leh.rk raste kommen nur -Persönlichkeiten in Frage, .die auf den jeweiligen Fachgebieten hervorragendes Können besitzen und neben ihrer künstlerisdien und pädagogischen Befähigung iFühlimg mit der Praxis'haben. Die AnfsteUnng rli^> .Durdiführung der Lehrpläne wird einem KÜratorinm unter Leitung von Albert Re i mann, des Begründers und früheren Leiters'der SdiuleReimann, übertragen. Tie Schulg e l d sähe werden, dem gemeinnützigen Charakter der Sdiule entspred)end,. auf das unentbehrliche Mindestmaß beschrankt: sie sollen.für die Bolltchüler (45, Wocheiisttinden) 5,0 RM moiiatlich. für die Abendschüler, je nach Zahl der belegten Ttiin- . den, zwischen 10 RM und 25 RM monatlich betragen. ' Um die Nachfrage schon jetzt feststellen zn können, werden voii Anwärtern imd Anwärterinnen für die geplante Ansbildlingsanstalt, die ' mindestens. zehn Jahre alt sein inüssen, nnv säirütliche Bewerb u n g e n sofort (bis,spätestens Dezember 1966) erbeten, von den in Berlin ' Wohnhaften an die Jüdische Gemeinde, Berlin C 2, Rvsenstraße 2—4, Zimmer 7, vvn den außerhalb Berlins Ansässigen an die Reichsvertretung der Iilden in Deutsdiland. Abt. Berilfsansbildiing,. Berliii-Chärlottenburg 2, Kantstraße 158t Das Bewerbungsschreiben muß' enthalten: Lebenslans ' mit Angabe des Namens, Alters, der Schulbildüng und gegebenenfalls der beruflichen Borbildilug, außerdem genaiie Angaben über -Berilf und wirtschaftliche Lage (bei -Jugendlichen der Eltern oder Erziehungsbercchtigten). Nach Möglichkeit sind Lichtbild und einige Arbeitsstxoben (Zeichililngen nicht gerollt., mit Namen versehen) beizilfügen. -' ' - ' . Buchhandlung Martin Salomon. Berlin NO 43 •Neue Könlgstrassc 79 pir. E 3 26S5 z-wis"c)ien Alexanderplatz und Königstor Eduard Bendemänn Zu seinem 125. Geburtstage am 3. Dezember Im Ermclerhaiis in der Breiten Straße! 1 in Berlin, der Zweigstelle des Märkisckien PtiiseuiiiS. hängt ein Porträt von Friedrich Georg Weitsd, ans deni Jahre 1802. das die Kinder des Berliner Bankiers Bendemänn. darsteUt: Lange Zeit hat man darüber nachgedaeht imd ge- .sorseht, ob dieses Bild wohl den jüdisdien Maler Eduard.Bendemanii als Iiingen ipiedergibt. Die Streitfrage ist jetzt längst damit abgetan, daß, dieser Künstler, dessen 125«. Gcbiirtstag sieh nähert, ja erst im Jahre 1811 geboreii ist. Aneli seine Schwester Panline. Bendemänn kaiiii von Weitscl, - nicht porträtiert sein, da sie erst 1806 geboren ist. Es muß also eine ganz andere Familie Bendemann sein, ebcufotls ein Bankiershails im Alten Berlin. Zumal ivineii nur heute, daß Eduard " Beiideinauu eig'entlid) Beudir hieß und später deii Namen Bendemänn annahm, als-er nicht mehr dem Iiideutlim angehörte. Sein Werk interessiert iius, weil es im Bereiii mit dem von Philipp Beit, dein Sohn der Dorothea Pteiidelssohn-Sdstegel. ein wenig die degiiilieilde Biedermeierzeit dokllinentiert. Eduard Iiiliiis Friedrich BendeMaun sah im väterlidieii Haus die.begabtesten und berühmtesten Persöntidikeiteii des damaligen Berlin. Wilhelm Schadoiv führte in dieses Bankiershails den Düssetdorier Ptater Julius Hübner ein, der dann später die Doctirer des Hauses heiratetet Sistadow war .jabekanntlich Halv>nde. seine Rtiltter die reizvolle ö>lerreichn'd>e Iuwelicrstod)ter Ptarianue Devidels: man erzählt sich, daß Heuriette Herz-An ihrem Berliner Salon die Neigung des Bildhauers Johann Gottfried Sihadotv zu der Wiener Jüdin bemerkt hat und damals die berühmt gewordene Flncht des Paares und) Italien protegierte. Immer hat den Sohii Wilhelm, der dann später geadelt wurde, mit dem Maler Bendemänn Fremidsihaft verbliiiden. Un'd Ediiard heiratete Lida Sdiadoiv. die der zweiteii Ehe. Johann Gottfrieds entstaniinte. Der Düsseldorfer Akademiedirekior ver-- mittelte dem zu seinem interessierten -Sdiülerkreis gehörenden jlingen .Beudir -die Ideen der. lhrisdiroiliantischen Schule, er iinternahm mit ihm eine Italiensahrt. lind das erste Bild: „Die trauernden Iiideii im Eril",' im Kölner. Wallraf-Rid)artz- Ptiiieum beheimatet, eiitsraiid völlig'im Geiste der Düsietdvrser Malerschnle. Die Zeitgenvsseii brachten diesem Friihlverk Beiidenianns.jenes, hohe Platz -von Bewiinderung entgegen, das wir heute kaum mehr teilen können. Wir empfinden eigeiitlidi. daß das Tragische des Stoffes nidst wirklid)er Gestaltliiigskraxt entspricht. Historische Kvmpositionen lagen jedoch, dem Künstler, der 1864 den „Jeremias auf deii Trümmern Ieriisalems" im Sdiloß Bellevue schuf lind jene „Wegführiing der Inden in die Babiilvinsche Gesangeiischaft", heute im Treppenhaus der Berliuer Natioualgalerie. Plan hat Bendemänn oftmals 'den „Idhlleumaler des Alten Testaments" geheißen. Im Haus des Sdiwiegervaters aber iviirde auch anderes gemalt, ' die Fresken der „Künste am Bruniieii der Poesie", und als Bendemänn dann als Akademieproiessor ncid) Dresden übersiehelte. gab er im Thronsaal des Schlosses viel Abivechsluugsreidics. Da malte er die liiizähligen Gestalleu von Königen. Gesetzgebern und' Bertretern der bürgerüdien Stände lind außerdem den Fries, deveu - Darstetlniig . die Kultilrentwickllmg der Eduard Bendemänn: An den'Wassern Babylons Menschheit zum Thema hat. Bürckner radierte im'" >>ahre 1845 die Plalereien des Dresdener Throutziales.'wie er dann'etwa? später, im. Jahre 1859. die Bendemannscheii Bilder im Ballimd Kouzert- .iaal des Schlosses festhielt. Das Leben und die Kultur, der Griechen war hier das 'Thema geworden. In der sächsischen Hauptstadt entstanden Bendemaiins bekannte Zeichnungen zii Buch-' illilstratiunen, das A-B-C-Buch für die kleinen und die großen Kinder oder das Nibelungenlied. Als Eduard Bendemänn 1859 als Wilhelm .p.-Schildows Nadstolger an die Düsseldorfer Akademie kam. stand er aus dem Gipfel seines Künstlerruhmes. Tort schuf, er in der Aiila des Realgymnasiums jenen reizenden'. Fries mit den Kiiidersigliren. die Personifikation von Handel, Industrie und Kunst, q-ein Letztwerk ist jene „Wegsührung der Juden", das noch einmal d°en äußerlidicn .Prunk und die dekorative Wirkung, seiner Atalkunst zeigt. Malerische Qualitäten aber atiiien die, Bendemawischen Porträts, das Bildnis der Gattin Lida Schadow in der schwarzen Älantille, das Bild von Joseph Joachim und die des Fürsten Aiiton von Hohenzollern, des Historikers I. G. Dropsen in der Porträtsammlung der Nationalgalerie. Wilhelm v. Schadow, den Freund und Lehrer, hat Eduard Bendemänn zweimal- . gemalt, eines davon besitzt'die Antwerpcner Akademie, das andere, hängt in Düsseldorf 0. B. Graphische Mappe Hamburger jüdischer Künstler: Der Iüdisdie Kulturbiiiid Hamburb gibt seine erste Graphische' 5Näppe-heraus. -Sie erscheint in eiirer Auflage von-100 Eremplaren und enthält sechs nur für diesen Zweck hergcskeUte und-' handschriftlich signierte Blätter folgender . Hamburgischer Künstler: E r i ch Brill, Lore Eber-Feldberg, Kurt. Loewengard, L u d w i g N e u, G r e t ch e n W o h l w l l l. Der Preis der Mappe beträgt 10 RM. — Bestellungen sind zu richten an den Jüdischen Kulturbund Hämburg E. B., Hamburg 11, Börsenbrücke 8, unter gleichzeitiger Ueberweisung des Betrages von 10 RM zuzüglich 40 Pfennig Porto an das Postscheck-Konto Hamburg 44067. > Das Sekretariat für bildende Kunst, Berlin, "tröifnet - am Sonntag, 6. Dezember, eine Aus-- tellung „Frauen stellen aus" im Klubheim des jüdischen Frauenbundes. Marburger' Str. 5^ Hättet Bet^Btäu

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