Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 48 (26.11.1936)
- Date
- 1936-11-26
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Da? erste Konzert diese? Winter?, das der Liederkranz /Jüdischer Kulturbund) Mannheim/veräiistaltele„ war ein Solistenabend. Wie groß die . Fortschritte des jungen Geigers Eerhard -Hand.er sind, die er in technischer und tonischer Einsicht gemacht hat. ging besondere. .aus seiner mitreißendenWiedergabe der Sinfonie espnuiwle von Edouard Lalo und einer der Esnrdas-Sfeiicn von Jenö Hnbay hervor. .Tie einheimische Sängerin Lisbet D ü h r e n h e i wer' sang-mit tvarm i'imbriertem. nnr von Nervosität . sichtlich gebemmtem Ptezzosopran Lieder von Schubert. .Mendelssohn -und Brahms. Beide Künstler' halten in Kapellmeister Kurt S t e r n lKarlsruhe) einen initgehenden,- dezenten .-Begleiter. - ' So. Gerhard K a n d e r schelte, von .Kurt S t e rl, . . chÄa.rlsruhe) begleitet' auch im .Kulturbund,Baden-' Baden und in Karlsruhe mit großem Erfolg. Ter Junge hat', seitdem ervor einem Jahr erstmals in Karlsruhe austrat, vieles hinzugelernt. Sein Temperament ist geschulter, der- Ton des Jnstrii» nientes .groß. Ter Pianist Tr. Julius Gut- * mn iut, Karlsriihe, .erfreute zwischen den Biolinuuininern mit Stücken von Ehopin und Tschai- Bei den jüdischen Tonkünstlern Frankfurts gaben Käte E t t! i n g e r und Tt. Willy. S-a l v - mon eineu dankbar aiisgeuvmmenen Hiigo-Wolf- Abend. Tie Sängerin .zeigte au Liedern verschiedeiicr Stile ihre kultivierte Stimme, Ausdrucksvermögen und Miisilalilät. Tr. Salomon, schon lange dem Schassen des österreichischen Meisters innerlich'verbunden, sielsertedem mit aller Feinheit wiedergegebeiienpianistischei? Teil besondere Bedeiltuug. . . "tt. Ter Jüdische Kulturbund Wiesbaden eröffnetefein Wiiiterprvgramm mit zwei musikalischen Veranstaltungen. Gruft L e iv i n - W o l f s gab einen Lieder- und ArieuabendUnd erntete/ reichen Beifall. 'Einen tiefen Eindrnck hinterließen die Tarbietungen des Mendelssohn-Trios (Leipzig). Hella C h i tri k (Klavier). Leo Schwarz (Violine) lind Paul B l » m e n f e l d (Vivlincellv) spielten mit vollendeter.Meisterschait Werke von Mendel-ssohii, Mozart .und Tschaikowsky. Das Publikum spendete begeisterten Beifall. Ter Lieder- und Tnetteuabend von - Enuny L u ß h e i >n e r - I v s e p h und Wilhelm G.u t.t - mann gestaltete sich zu einem künstlerischen Höhepunkt der/Veranstaltungen. des Nlmcr Kulturbundes. TaS Programm (üöerke lebender jüdischer Komponisten,- Tuetle von Mendelssohn, Lieder von Schubert) >var besonders glücklich znsammcugestellt. Tie Sängerin verfügt über einen technisch glänzend geschulten, glockenllaren Sopran von erstaunlicher Höhe und brillanter Koloratur. Wilhelm Gnttmaun bewies, seine von echtestem Gefühl getragene meisterhafte künstlerische Gestaltungskrast. Besondereii Anteil aii dem Erfolg der beiden Sänger, hatte die einfühlsame und tempera^_ meutvvlle Begleitung von Judith N v s e nthal, . 'Herrlingen. M. In der in Ar. 45 der C.-B.-Zeitiing geiviirdigten Ausführung von „Balak und Bilam" in Stuttgart wirkten mit Emmi) L n ß h.e i in e r - I v s e p h (Sopran). Mar Lipmann (Tenor) und Wilhelm G u t t m n » u (Bariton).- Tie Begleitung hatte Suse Loeb, Pforzheim. Ter Kulturbund für Lstwcstfalen und angrenzende Gebiete (Sitz Herford, eröffnete in seinen Anschlichorten Bielefeld. Detmold, Hamm, . Herford. Mindens Münster, -Lldcnburg-, Lsnabrück, Paderborn iu>d Abeba bie_ diesjährige Spielzeit mit Aiisführungen der Gastjpiel- . v.Pe r des llteichsperbandes der jüdischen Kulturbände und der Kniistlerhilfe der Jüdischen Gemeinde Berlin. Gespielt wurde „Ter/Barbier von Bagdad" in lonfertiiiäßiger Bearbeitnng. Tie Eignung dieses Werkes für das. Kvnzertpodiliin ist' an dieser Stelle, schon . hervvraehvben worden. Cs bleibt die .angenehme .'Aufgabe, den Künstlern für die Auiiührung zu danlen. .(Hirt R a h m e r . Hildegard L i P p st a d t und. Richard Dresdner sicherten, zusammen mit den übrigen Mitgliedern des Cusembtes. den großen Erfolg. Tie musikalische Leitung lag in den beivährten .Händen des Pianisteii Wlaidcinar Lia». choiv.skh. der den Künstlern ein kongenialer Begleiter, war. Tie Zuhörer nahinen diesen beschwingten Abend mit besonderer. Freude ans. ' Herta F ü r st (Sopran) nnd Adelheid H e ß (Alt) ivareii die A'llsnihrendeii eines von der Kölner Jüdischen K n n st g e m e i n sch a s t veraustaltoten Konzertes. Tie Stimiiieder Sopranistin zeichnet sich durch guten Sil; Klarheit und Leuchtkrast in der Höbe aus. während die mnsikalifch - tief einpsindeiide Altiüin über ein ausgeglichenes, warmes Srgan verfügt. -Auf dem Programm sfauden Üöerke von Hugo Wolf. Lev Blech. Mendelssohn uiid Brahms.- Für den herzlichen Beifall kounteii fiel» die Sängerinnen, die von Ella Evhn niit -geivohnter Sicherheit begleitet . wurden/mit AiigabeU bedaiikeii.. - — vo— Erfüllt voii dem Willen, deui Mangel an iinterhaltender Kleinkunst abzubel'en. haben sich in Düsseldorf einige junge jüdische Menschen zil " schöpferischer Tat .zmamweugenindeii. Gert -Heineberg.. gleichzeitig Ansager -mid Dar- , steiler, verbilfdet. in lailiiig'gcislreichem Geplaiider eine zwanglose Iolge von Bildern, die er „Kleine Bühne' größer Tinge".' ueiiut. . Hier.-zeigener..und seine Mitspieler Lothar H e i u e b erg , der die reizenden Bühnenbilder ciitivarf. Aichard 'Win- . -t e r . C-diil, S ch l e s s i n g e r . Ernst Spiegel und Reinhard.- L e \\ s e r selbstveriasite. lebeiidige Ausschnitte des Taieiiis mit seiueu Höhen und Tiefen, seinem Ernü iind Scherz.-seiner Wahrheit nnd Verlogenheit, seiner Komik und Groteske, daß mm, au'merliani biubört und erlebnisvotl gepackt ivird. Steht auch dieses launige Spiel von Laien .jenseits einer Kritik, io verdient es doch durchaiis, in breiterer Leiientlichkeit gesehen uUd vor ihr eriväluit zu iverdeu. Hin;U kommt, daß die jiliigeu Spieler ihre Krait selbstlos in den Dienst der Jüdischen W i u l e r h i l s c - siellcu. wofür ihneu ganz befouoerer /aub gebülirt. j- J. C.—! Ter Jüdische Kullurbiiiid Aheiil-Ruhr gastierte in Tübeldori mit dein abier schon ausführlich be- . sprvchcne.ii) Schauipict „Zum go l denen Anher".. Tie Tarstetlcudei; fanden-- es-nen starken In, -Rahmender Knlliirveränslhllniigen der - Snuagogengemeiiide Witten (Ruhr) gab die Altistin ' Lisbet T ü h r c n b e i m e r (Mannheim) einen Liederimd Arienabeiid iind erntete großen. wohlverdienten Beifall. Lotte Joseph-Somme r (Witten) begleitete die Sängerin mit'großer Acinhsit. In Liegnitz fand ein gut besuchter Lieder- und Arienabend von Leopold,A l e r a. n d e r statt. Das Prvgramiii ivar sorgfältig Ziisainniengestellt. Schr aiisdrucksvoll gestaltete der Künstler Lieder von Schubert. Brahms .und Lveive. Seine schöne, weiche Baßstiinme. die auch in der lsohcn' Lagc^ incht an. Klangfülle verliert, kam besonders in Arien aus der ..Zanberslöte". den, -..Troubadour' nnd „Haus Heiling' zur -Geltung. Die Zuhörer gingen sehr, mit. In Lilli L i e b r e ch t hatte der Sänger eine Partnerin, die ihn mit guter Ein? sählniigsgabe dezent begleitete. . _' H. L*. Im° Plauener Ausschuß für Kunstpflege sang Snsaiiiie- L v w e n ft .c i n . Berlin, Die Stimme der Künstlerin-hat. in den fast zwei Jahren, in der - Wir sie. nicht hörten, an - Ailsdriicksfahigkeit und Ilmfang noch 'zngenommen. Der reiche Beifallc ivird der Künstlerin beivicsen haben, daß sie-die Planener immer wiedergern hören werden. Am Flügel ivaltete diskret uiid-anpassungsfähig Edith Rüssel ihres Amtes. >V. G. Ciaire e l d m a n n (/? e I der n). die lange nicht mehr in Frankfurt a, M. >var,°bot besonders glücklich ansgewählte Ehaiisons, von denen eines heransznheben. ungerecht wäre., Ter zweite TeUbrachte Parodien, die Claire Feldmann selbst versaß.t und milsiknlisch bearbeitet hat, Gipselpunkte gegenwärtiger Ktleinkunst. Ter Jubel des Pnblikllms nahm am Schluß kein Ende. A.,H. J. Ebenso umjiibelt wurde Claire Feld mann (.Feldern) in ihrem Heiteren?lbend. den sie in ähnlicher Vortragsfolge im Mannheimer Kulturbund , („Liederkranz") bestritt. So. Tela Lipinska j a eröffnete die Reihe der Deranstaltiingen des Vereins für jüdische Geschichte und Literatur (Jüdischer Kulturbund) m , Karlsruhe. In BreSlau wartete sie mit einem fast durchweg neuen Programm ans. Auch in Tber-, schlesien fand sie. ivie. die Abende in Beuthen. Gleiwitz. Oppeln und Ratibor beweisen.^volle - Häuser und ein begeistertes Piiblikilm.^ Walter L a j ta i -La z a r u S war ihr ein .verständnisvoller Begleiter. - — Im K u l t u r b u n d Koblenz lernte man in Beatrice F r e u d e n t h a l - W a g h a l t e r eine -bemerkenswo-rte Begabung kennen. Gerade die .- lüdifchen Lieder, denen viele mit leisem Zweifel, entgegeniehen, machte sie. durch Innigkeit und knustlerische Anmut zum Mittelpunkt des Abends. Das- Sprachtalent und der. Scharme der jungen - Künstlerin riesen stürmischen. Beifall hervor. Lev . Sch o nbach war ein. ebenso.zurückligltender wie ansdriicksvoller Begleiter. In Lffenburg-'eröfsiicte Beatrice - F-r e u d e n t'h a.l -Wag h a l t e r , -wieder von Leo S ch ö wb ach begleitet, die Kiiltiirveranstaltungen des Winters vor einem stattlichen . Publik,nn. Leni'S t e inberg (Frankflirt a. M.) rezitierte vor den Hechinger Mitgliedern des Kiiltiirbundes. 'Znm Vortrag gelangten: orieiitalische Tichtungen. jüdische Volkslieder, und Tierfabeln von Manfred Khber. Wir rühmen die Beherrschung des Wortes, die Ailsdrncksfähigkeit des Tones, den Wändlnngsreiz der Gebärden. Tie Zuhörer spendeten reichen Beifall. ' ' . i. sch. Kapellmeister Dr. Hugo Strelitzer. Berlin, der aus seiner früheren langjährigen Tätigkeit. im Kulturbund dem jüdischen Publikmii bekaniit ist, wurdezum Tirigenten des Lpernchoxs der Hollywood. Bowl in Los Angeles, einem der größten Freilichttheater, der Welt, gewählt. In dieser Eioensckiaft hat er bereits in der vergangenen Saison mit größtem Erfolg bei der Leitung mehrerer Opernäufführungen. sowre bei einer Inszenierung des „Jedermann" mitgewirkt, . und wurde, daraufhin mit . ähnlichen - Ausgaben - auch an der Oper in Sau Ftanctsco betraut. Tr. Strelißer wurde ferner zum Dozenten für V!-ilsikw'isieiischait an dem Junior Eollege in Los Angeles cruannl. James Rothstein bittet uns um Aufnahme ivlgeiider A'vliz: Anläßlich meines 65. Geburtstages habe ich so viele 'Glückwünscheerhalten, daß' ich mich 'außer- . stände sehe, sie-einzeln zu beantworten. So. bitte ich alle, die meiner, in so freundlicher Weise ge- ' dacht haben, -mit dieser allgemeinen, aber nicht, weniger he.rzlickien DanlsaguiiF vorlicb nehmen zu -wollen. James Rothstein.. , ' Die Jüdischen Kulturbünde Breslau und Ham-, bürg machen dem Versuch ciner».g e m eä n s a me n ' Thea t e r a r b eit, -um die Möglichkeit z„ haben-- auch großangelegte - Stücke ihrem Repertoire emverlciben zu 'können. Als erste repräsentative Ar. ' beit bringen sie das Aerztcdrama.. „Dt e n s ch e n i n Weiß'/vvrl Sidneh Kingsley, das bekanntlich einen Weltersolg darstellt.. Tie Breslauer Premiere findet am 28. November, die Hamburger im Tezeml'er statt, Negic: Dr. Hans B ü x b a u m. Tie der Jüdischen Jngendbühne angeschlossene Jüdische Tourneebühne gastiert am 1. Dezember mit „Jngeborg" -von Kurt Götz beim Jüdischen Kiiltiirbiind Stettin. Am 5. und 6. Dezember findeil Gastspiele beim Kultlirbund der Juden in Tanzfig mit „Grüne Felder" und „Was ihr wollt" statt. ' / Ter Friedenstempel-Zhnagogenverein, Berlin, veranstaltet am -8. Tezember. 16 Uhr,. eine Chanukka- Kinderfeier im Cas^ L<^on. Eine Kinder-Märchenrevue von Fritz E i s n e r wird zur Aufsührung gelangen. kfaus-^uktrax-hlununsrn Der Spezialsammler der Post-' wertzeirhen dos Deutschen Reiches, der /Kolonien, besetzten und - Ab- -sUmniungsgebiete wird-kaum an einer Erscheinung vorübergehen können/ die seit geraumer Zeit - ausserordentliches Interesse /erweckt hat, den' Haus-Auftrag-Numniern. Diese Ziffern, die sich.meist am unteren Bogenrand betihden, sind ähnlich wie die englischen Plattennummern, die französischen ,.Millesime6“ (Jahreszahlen) Gegenstand eifriger Untersuchungen sowohl in Deutschland als auch inr Ausland geworden, ja selbst der Sammler der im Orient gebrauchten Postwertzeichen, der einzelnen Levanlepostämter usw. muss sich mit ihnen befassen. Diese Angaben bestehen’ aus .einem Buchstaben „H“ (HausauU trag), seit Mitte 1928 ,.V“ (Vorrat), erst seit 1988 wird dieser Buchstabe fortgelassen. Die nächste Ziffer, meist vier-, 1928. und seit 1988 auch fünfstellig, gibt die-/laufende Nummer an, unter der der betreffende Auftrag zum Markend ruck in die Bücher der Reichsdruckerei eingetragen wurde. Den Schluss bildet die abgekürzte Jahreszahl, d. h. z. B. ..28" für 1928. ,.88" f(& 1988, Hierbei ist aber zu berücksichtigen, dass das Rechnungsjahr der Berliner Reichsdruckerpi vom 1. April bis zum 81. März des folgenden Jahres geht', so dass also eine hohe Ziffer mit Jahreszahl „27“ iin Anfang desJCalenderjahres 1928 hergestellt sein kann. Wenn wir weiterhin berücksichtigen, dass von der Einführung dieser Angaben, d. h. etwa 1905, bis etwa 1932, im Durchschnitt ungefähr 8000 Aufträge jährlich erledigt wurden, so kann man auch mit ziemlicher Genauigkeit ausrechnen, wann etwa eine bestimmte Auflage ^ergeslellt war. Eine Ausnahme bildet das Jahr 1923, in dem infolge der vielen InflaUonsdrucke über 10 000 Aufträge bewältigt werden mussten, sowie dje allerjüngsfe Zeit, in der anscheinend ein neues System angewandt wird. ' Eine wesentliche Einschränkung erfahren unsere diesbezüglichen Untersuchungen allerdings dadurch, dass diese Angaben stets-nur bei in Buchdruck hergestellten Marken oder Aufdrucken Vorkommen, so dass die hochwertigen Kupferdruckmafken, die in Kupferdnuck oder Rasterliefdruck angefertigten Wohllätigkeits- und Erinnerungsmarken Fortfällen, ebenso die Ganzsachen, d. h. Postkarten, auf private Bestellung mit Werlstempeln versehene Umschläge; und vieles andere. Weiterhin muss berücksichtigt werden, dass die Reichsdruckerei, sämtliche ihr zugehend?n Druckaüfträge derartig behandelt, so dass: also Frei-, Dienst-, Zoll-, .Wechselstempel-, Steuermarken, postamtliöhe Veröffentlichungen u. a. durcheinanderlaufen, so dass man eine vollständige Liste dieser Ziffern niemals erlangen kann. Aehnlich verfährt übrigens auch die Amerikan Bank No(|e Company, New York, die sowohl die für die Vereinigten Staaten als auch für fremde Lander gedruckten Frei-. Dienetusw. Marken hintereinander fort mit Plattennummern versieht, diese letzteren allerdings seit den sechziger Jahren fortlaufend zählt und heute bei etwa 23 000 angelangt ist. Bei den seitens der. Deutschen Postanstalten in der Türkei verwendeten Freimarken kommen . die Hausauftragnummern auf den Ausgaben 1905 und 1906/12 in Para- und Piaster-Währung sowie Ausgabe 1908 in Centimes-Währung vor. Die Literatur über dieses beachtenswerte Sondergebiet ist umfangreich, -Lin der deutschsprachigen Fachpresse sind wiederholt Aufsätze und Uebersiehten veröffentlicht worden. Besonders hat sich in jüngster Zeit der Michel-Katalog -dieser Nummern angenommen und sie, teilweise sogar niit Bewertungen .versehen, in, Deuischland- Spezial-Katalog veröffentlicht, so dass jeder Sammler hier einen Anhaltspunkt für die Beschäftigung mit diesem interessanten Sondergebiet hat. P. P.L. Neuerscheinungen - Aegypten. In der neuen Zeichnung, die sich von derjenigen .der früheren Freimarken durch - die links angebrachte Inschrift „ROSTES“ statt Wertangabe in. französisch unterscheidet. aber immer noch mit dem Kopf des verstorbenen Königs Filad, 1-, erschienen die Wertzeichen zu 1 Millieme rotorange., 2 Millieme schwarz, 3 Millieme braun. 5 Millieme dunkol- - braun', 10 Millieme violett, imd 15 Millieme dunkellila, sämtlich in Rastertiefdruck auf Papier mit .Wz.-Krcme. und .'arabisches F (von „Fuad“), und gez. 13.'/. Dänemark.' Gelegentlich der NKBA (Nordeuropäische Postwertzeichen-Ausstellung) wurde mit Genehmigung derPoslvorwaltung eine Sonderausgabe veranstaltet. Man benutzte die Markenheftchenbogen der Amlersen-Uedenkausgabe-zu 5 und 10 Oere und überdruckte die weissen Zwischenfelder mit dem Wappen von llorsens,. einem Pferd vor einem Baum, — Ausserdem erschienen als Postfähre-Zuschlagmarken die in Kupfertiefdruck hergcsteilten Wertzeichen zu 10 -Qereorange, 15 Oere rot, 30 Oere ' dunkelblau, 10 Oere gelbgrün, 50 Oere grau und-1 Krone gelbbraun. Frankreich veranstaltete bereits jetzt eine Werhe-Ausgabe für ^ie nächstjährige Internationale Post- . vyertzoichen-Ausstellung. Die Werte sind 20 Centimes lila, 30, Centimes blaugrün, 40 Centimes ultramarin, 50 Centimes orangerot, 90 Centimes rosa und 1,50 Francs ultramarin. Die vier erstgenannten Marken sind, in gewöhnlichem Hochrechteck gehallen und zeigen im Mittelfeld einen das Horn blasenden. Merkur, Randinschriiten „Paris — Exposition — Internationale — 1937“ : sie mäclien durch die primitive Ausführung in Buchdruck und durch die Gruppierung der Inschriften einen unschönen Eindruck. Eine bessere Wirkung erzielen die beiden höheren, in Buchdruck ausgekührten - Marken, die in grossem Querrechteck gehalten sind. Die - Inschriften . sindeinheitlich am unteren , Markenrand angebracht, in der Mitte sieht maneine Hand, die einen Vorhang fortzieht/hinter dein die Weltkugel erscheint. Sodann erschien eine FriedensJErinnerungsmarke zu 1,50. Francs blau, grosses- Querrechteck, in Kupfertiefdruck hergestellt, auf der eine^ Menschenmenge zu sehen ist, die einer Friedensgöttin zujubelt. Siidslawien. Hier erschienen drei W o h 11 ä t i g k e i t s m a r k e n zu 50 Paras braun, 75 plus 50 Paras blaugrün und 1,50 Dinar plus 50 " Paras kanuin. Der erstgerran-n+e— Wert, der vom 20. bis 29. September auf sämtliche auf gegebenen Postsendungen geklebt werden musste, zeigt das Brustbild Dr. Georgewiischs. defe Stifters der süd- , slawischen Rote-Kreuz-Organisation, die übrigen den Kopf des Prinzregenten Paul; alle Werte noch am unteren Rand ein Rotes Kreuz. Schweiz. Infolge Cebührenveränderungeti; wurden zwei Aushilfs- Luftpostmarken herausgebraehl. zu 10 auf 20 Rappen rot und hellrosa und 40 auf 90 Rappen grau und graublau bei dreifacher Durchbalkung der alten Wertangabe. Die Urniarken entstammen der Gelegenlieitsausgabe für die Abrüstungskonferenz von 4932/ Ferner erschienen am 1. Oktober drei Zuscblagmarken zugunsten der nationalen Verteidigung, zu 10 plus 5 Rappen, 20 plus 5 Rappen und 30 plus 10 Rappen: die Zeichnung - bringt einen Kuhhirten nach einem . Entwurf des.bekannten Malers Kodier, im Hintergrund den Rigi und Pilatus. Die Marken .bleiben zwei Monate an den PostschaUern. Türkei. Aus Anlass der Befreiung der Dardanellen von den aus den Friedensverträgen herrühr.enden Bestimmungen erschien eine Gedenkausgabe, hergestellt durch Aufdruck „ 20. Juli 1986" nebst neuer Wertangabe auf den alten Freimarken von 1930. So erschienen die Marken zu 4 Kurus auf 1754 Kurus schiefergrau, 5 Kurus. auf 25 Kurus olivbraun, 6 Kurus auf 50 Kurus rot und schwarz, 10 Kurus auf 100 Kurus olivgrün und schwarz, 20 Kurus auf 200 Kurus dunkelgrün und schwarz und 50 Kurus auf 500 Kurus dunkelbraunlila und schwarz. Anscheinend handelt es sich hier auch noch um den Aufbrauch der Restbestände deralten Freipiarken. Vom niedrigsten Wert wurden 500 000, von den übrigen je 100 000. Stück über-, druckt. ■ Vermischtes Neue englische Auszeichnung Dr. , Munks. Die Royal Philatelie Society, der vornehmste engüsche Sammler- Verein, hat nunmehr auch die zweithöchste britische Auszeichnung für Verdienste um philatelistische Forscheiarbeit dem Bearbeiter des Kohl- Handbuchs,.D r. Her b e r t M u n k, ztierkaunt, die Cra wfor d - Medaille, die damit zum ersten Male aii einen in Deutschland tätigen Philatelisten fällt* Weiter wurde .die - T i 11 e a r d - M e d a i li e, die Auszeichnung für den besten während der letzten zwei Jahre gehaltenen Vortrag, an Reverend J. Mürsell fiii' seine Vorlage über die Ausgaben von Süd-Australien vergeben, während, die T a p 1 i n g - M e - d a i 11 e , die die beste Arbeit eines Mitglieds im gleichen Zeitraum aus- . zeichnen soll, in diesem Jahr nicht zur Verteilung kam.' Internationale Ausstellung in Johannesburg. Die dort seitens der 'südafrikanischen Philatelisten-Vereine veranstaltete Postwertzeichen- Ausstellung ist als ein ausserordentlicher Erfolg anzusehen gewesen. Es wird von einer sehr grossen Besucherzahl berichtet, die vor allem' auch durch die grossen'Seltenheiten angelockt wurde, die gezeigt wur- . den. Die schönsten Stücke der Sammlung des Königs Von England waren , ausgestellt, die englische Postverwaltimg hatte sich stark beteilig). Selbstverständlich waren die südafrikanischen Gebiete stark vertreten, Ph. J. of Gr. Br. meldet ausserdem von englischen Philatelisten R.iesco (Kap), Agnew (China), D. Bernhard (Peru), J. H. Curie (Transvaal), Dr. Morton Evens (Griqualand), Dr. W, Bya m (Aegypten), A. de Worms (Ceylon), R. W. T. Jones (Canada), B. Goodfellow ' (Neuseeland), Sir John Wilson (Seltenheiten). J: B. Sey- . mour (Grossbritannien), . R. S. L e.vy (Japan). \ . Die nächste Briefmarken-Ecke erscheint Tn ca. 4 Wochen. ilHH|ilili:!-lllllllHlliliil!il Ankauf' Verkauf Viktor Weiss, Berlin W ». Potsdamer ^Strasse 12 Ankauf — Vorkauf Krledigung von tehllistcn. -- Berlin W ..... I.fitzowstr. 91 A. An kaut — Varkauf 10—U ITir nnd ab 6 Ubr LUDWIG MEYER Berlin W 62, Lutheretrate 33 / B 4 525.