Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 47 (19.11.1936)
- Date
- 1936-11-19
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 47 * 3. Beiblatt 19. November 1936 Noch einmal: Arbeitslose ältere Angestellte, Wir haben in dem Leitartikel der vorigen W'oche grundsätzliche Ausführungen zudem schweren -wirtschaftlichen Problem der Anstellung älterer Angestellter gemacht. Es sind uns zu dieser Veröffentlichung sehr viele Zuschriften zugegangen, die ern eindringliches Bild vonder Lage der arbeitslosen Familien- , yäter geben. Bevor wir ihnen das Wort erteilen, nimmt unser H. W.-l-Wirtschafts- .mitärbeiter dein Problem ^Alt und J>mg in der Wirtschaft“ Stellung. Gleich- - - zeitig bringen wir eine ’ Erläuterung zu dej^ schon neulich' kurz angedeuteten 5. Anordnung zur Durchführung des Vierjahresplans über die Beschäftigung älterer Angestellter. Aus den Zuschriften werden wir in der nächsten C.-V:-Zeitung besonders bemerkenswerte Vorschläge folgen lassen. Die Schriftleitung. Alt und jung in der Wirtschaft Was bedeutet im Wirtschaftsleben überhaupt Alter? Kein Zweifel: Im Laufe der lebten Jahrzehnte, und vor allem seit der Zeit nach Kriegsende, ist in der Wirtschaft die Tendenz zur Verjüngung immer stärker geworden. Oder umgekehrt gesprochen: Ter Zeitpunkt, zu dem ein Mensch in der Wirtschaft als „alt" angesehen wurde, ist immer mehr herabgesunken.- Es ist nicht schwer, die Ursache dafür zu finden. Die Entwicklung der Technik im weitesten Sinne, das heißt sowohl der maschinellen Technik wie der des Handels- und . Wirtschaftsverkehrs, hat die Anforderungen ^an den einzelnen vervielfacht. Das Tempo dieses Fortschritts, wenn man so sagen will, auf der einen Seite, die zunehmende Kompliziertheit der Wirtschaftsvorgänge - andererseits setzen eine starke Wändlnngs- und Anpassungsfähigkeit der Menschen voraus. Das gilt, wie die Erfahrung lehrt, sowohl für die Handwie für die kopfarbeitenden Berufe. Je jünger ein Mensch ist, desto leichter findet er sich mit neuen Situationen, mit neuen Anforderungen ab, desto schneller vermag er sich auf sie einzustellen, und desto großer ist die Spannkraft, die man braucht,' um unerwartet Schwierigkeiten überwinden zu können. Das ist ein Grund für die Bevorzugung der Jungen. Ein zweiter liegt in der zurückgegangenen Ertragssähigkeit vieler Betriebe während der letzten Wirtschaftskrise, die die ganze Welt überzogen hatte. Und da die Wirtschaft besonders in Krisenzeiten keine Sentimentalitäten kennt, hat sie sich nicht gescheut, aus dieser Lage die u n g erech - teste K o nse qnen.z zu ziehen, die sie ziehen . konnte: es wurden vielfach zuerst ältere Menschen .(zum Teil mit Familie oder anderen Verpflichtungen) entlassen und billi-. gere jüngere Arbeitskräfte, behalten, oder aber, wenn man wieder an Einstellungen denken konnte, zunächst die Jungen herangezogen. Das. aber hatte nun'wieder zur Folge, daß die Arbeitslosigkeit der Aelteren länger dauerte, daß sie der regulären Tätigkeit mehr entwöhnt wurden, womit , aber auch der Widerstand der anderen Seite gegen ihre Nenbeschäftigung verstärkt Nahrung erhielt. Das Ergebnis des Zusammenwirkens dieser verschiedenen Faktoren avar nun, daß Menschen - zwischen 40 und SO Plötzlich zu den „Alten" - oder doch mindestens zu den „Aelteren" gerechnet wurden, während man sie nur wenige Jahre zuvor als im besten Alter stehend °bezeichnete. Tie jüdischen Arbeitslosen ^dieser Altersklassen konnten diese traurige Erfahrung an mehr als einer Stelle machen und sind vielfach auch heute noch in der gleichen Lage: Diejenigen Unternehmer, die so. dachten und handelten, haben sich aber trotzdem in einem entscheidenden Punkte geirrt. Das werden uns'manche von denen bestätigen,-die nunmehr ans der'Not eine Tugend gemacht und, weil geeignete, ausgebildete jüngere, jüdische Arbeitskräfte, infolge der verstärkten Aus- .Wanderung dieser ^Altersklassen. in immer schnellerem Tempo seltener werden, aus das große Reservoir der Aelteren zurückzugreifen begannen. Es muß zwar zugegeben werden, . daß jüngere Menschen anpassungsfähiger und bis zu einem gewissen Grade and) spannkräftiger sind. Was sie aber den Aelteren. nicht wegnehmen können, das ist deren größere Erfahrung und in langen Jahren bewährte Z nverlassigkeit. Und beides kann auf die Tauer kein Betrieb, kein Unternehmer entbehren. . Solange es im Judentum in Deutschland wirtschaftlich selbständig tätige Menschen gibt, solange werden sie auch Hilfskräfte brauchen! Tie Tendenz einer verstärkten Aberkennung; der Arbeit der Aelteren verbindet sich nun mit der zunehmenden Verknappung an ansgebilde-' ten Jüngeren, sie kann zu dem Ergebnis führen, daß sich die Aussichten der Aelteren — allerdings nunmehr in beschränktem Raum.— in gewisser Hinsicht verbessern müßten. Zu warnen ist allerdings vor großem , Optimismus. - Wir dürfen nicht vergessen, daß sich -unser Lebens- und Arbeitsbereich erheblich verengert hat und daß die Zahl jüdischer Firmen, die 'Angestellte oder Arbeiter beschäftigen, immer kleiner wird. Trotzdem dürften sich aus der Verschlechterung des Altersaufbaues der jüdischen Bevölkerung in Deutschland (hervorgerufen durch den Geburtenrückgang und die Auswanderung der Jüngeren) für die alleren, wirtichafflich noch leistungstahigen jlldiickien Menschen-., denen eine Answanderung nutu mehr möglich m. gewisse, wenn auch ziemlich eng begrenzte Ehanei-u ergeben. Unter einer Vvraus'etziing allerdings:, das; aus beiden Seiten - beim Arbeitgeber und A'.'beUnelnner — die ' .Snualwn - richtig -t-verstanden- und der- »rn'erlaßhche-'. gute'Willegezeigt wird. -Der nnc nun; verstehen. daß derältere MenicH stnanziell und rerionlich-andere Aniprüdie/als ein inngerzn stellen berechtigt - aß. und der andere mns; nch dazu bereit finde»/ .seine Forderungen, was Srellniig.und. Ewhalr. umgeht, ans bas'für seine niid 'e:ner Fitmilie "Leb.cnsnotwendigkeitel; .nnniiigaiiglich not-' wendige Maß hc-rabzusetzcn.' Ans dieser Basis, so denken wir, ließe sich eine Verständigung in vielen Fällen erzielen und so man'ckie Eristenz - aus einigermaßen tragbarer Grundlage erhalten, die sonst gefährdet wäre und. nur zu schnell der Wohlfahrtsunterstützung anheimsallen ivürde. Auf der anderen Seite füunte manche reiche Erfahrung, die jetzt brach liegt, der Praris wieder nutzbar gemacht werden. Das sind zwei Ziele, die zu erreichen mancher Anstrengung wert wäre. . ' Noch eines aber soll gesagt werden: Wir wollen mit diesen Vorschlägen nun aber keineswegs der Vertreibung der noch in ihren Bernsen' tätigen jüngeren jüdischen Arbeitskräften das Wort reden. Sie haben heute oft wichtige, soziale Verpflichtungen im- Kreise der eigenen Familie zu erfüllen, ganz abgesehen davon, das; sich ein Austausch keineswegs immer als nützlich oder empfehlenswert erweisen würde. Es muß die Aufgabe der jüdischen Arbeitgeber sein, den richtigen Mittelweg zu finden. Das Ideal wäre natürlich, wenn es ihnen in solchen Fällen.gelingen würde, zusätzliche Arbeitsplätze für die älteren arbeitslosen Angestellten freizumachen. - „Aeltere Angestellte“ .im Vier jahresplan Durch die Sn der letzten Rliininxr der C.-B - Zeitung („Wirtschaft der Wocl,e'J bereits kurz erwähnte 5. A n o r d n u n g zur Durchführng des V i e r j a h x e s p l a n es ü b e r d i e B e s ch ä f t i g.u n g ä l t e r e r A n g e st e l l t e r wird den Arbeitgebern dieser ganze Fragenkomplex im allgemeinenBereich erneut vor Augen gestellt und ihr soziales wie wirtschaftliches DerantwortnngSgefühl geweckt. Die Verordnung stelltkeine festen Prozentverhältnisse, für die Beschäftigung älterer Angestellter aus. die in ihr begründete Anzeigepflicht gibt den-zuständigen Siellen aber die Möglichkeit, unter Berücksichtigung der besonderen Verhältnisse der einzelnen Betriebe, eine verstärkte Einstellung älterer Angestellter in', -die Wege zu leiten. Ta wir in der vergangenen Woche airf die Verordnung nur kürz eingehen konnten, seien ihre wesentlichsten Punkte noch einmal hervorgehvben. Sie bestimmt, daß in Betrieben und Verwaltungen mit zehn, oder mehr Altgestellten i n a »gemessene m Nun s a n g e A n g c st e l l t c i m A l t e r v v it 4 0 u n d mehr Jahren zu beschäftigen sind, soweit sie eine IS- » Ulu>iim:uM-kr. Si'ortvorlmn. l-’ieura CharloMenburq 4. wilmersriorter Str. I ordniingsgemaste Vorbildung ansznweisen haben - und eiin'atzkabig lind: -lieber.Lid Einsatzsähigkeit / entscheidet das zmiandige Arbeitsamt. Ilm einen . Einblick znerinogli.elien- »nie. diese' Betriebe lind 'Verwaltnngen illren VervNichtnngen nachko-mmen,- vaben sie. dem zuständigen Arbeitsaiirt- bis znm. : Aiin’nnv. l.!»■■■;7 anieinem,F o r m b l a t t, dessen . . .-Muster' der Anordniiiig im ..Aeich-mnzeiger" bei- -gelugt ' nt. die ain ->. Januar lü:i7 ständig bes - idialligten Angeitellten. anZiizeigcsti. '.'lns -Ersind, des Erge^iiii'es der er'tatteten Ai,.zeigen kann der Prändeiit der Reidisaiiltalt oder die von ihm beanstragte- Dien'l-sielle der Reid,sanslalt bestiminen, i n u> r 1 d, e in II in s a n g e -in einem Be« Irieb oder einer Verivaltmig ältere Angestellte zu ---beschäftigen und. Dabei. ist aut ' die besonderen Verhältnisse des einzelnen Betriebes oder der - Verwaltung Rücksicht zn neliiiie». Die Verpslichtnng zur Beschältigung einer angemessenen Zahl .'von'älteren Angenellten .wird auch dann erfüllt, wenn ältere Angenellie. die trotz vrdmingS« mäßiger Borbildnng nicht ine.hr als Angestellte ein'sätziähig sind, invalidere» al-> Angestelltenbernsen . beschäiligtwerden. B.'ird in einem Oinzelsall dnrd, die binslellnng allerer Angestellter die 7Unndign»g einer jüngeren Arbeitskraft ez-sorderlidi: so gilt die Uiindiglliigj wenn der Präsident der Aeidi-?anilnlt oder die von ihm beauftragte Dienstslelli' der Aeid,->anstalt ihr zustimmt.-als dnrd) die Verl>ältnisse des Betriebes bedingt. . > p n n n tJlhiM'Saiiiiniiinii für die •r. am 22. November Zu meinem 65. Geburtstag Von James Schlemihl Am 23. November d. I. wird James Rothstein 65 Jahre alt. Ans diesem Anlaß erhielten wir..solgende Inschrift. -D. schr. Eigentlich wollte ich's nicht wissen: denn mir ist mein '65. Geburtstag gcnan so unwichtig, wie es der 64. war oder der 66. sein wird, ivenn ich ihn noch erleben sollte. Aber da sind ein paar liebe Menschen — so un°' glaublich es auch klingt: es gibt auch noch liebe Menschen —, die mich etwas besser keimen als meine sonstigen Mitbürger, undf die es in. jedem Jahre gut mit. mir meinen: also diese lieben Menschen lagen mir in letzter Zeit in-den'Ohren: „Du hast dein ganzes Leben, deine ganze Künstlerlaufbahn verpfuscht, indem du nie den Leuten, die dir hätten nützlich sein können, nachgelaufen bist (und das muß man Heutziltage!). nie deine Ellbogen richtig gebraucht, nie den richtigen Moment erfaßt hast, dich in Szene zu . setzen, nie Speichel lecken und-, kriechen konntest, mit einem Wort: ' indem du nie'Talent dazu hattest^.dein Talent fördern zu lassen und infolgedessen auch nie .Talente' gescheffelt hast. Nun-mußt du endlich auch einmal den Verstand und nicht nur deine Gefühle und Empfindungen sprechen lassen, und wenigstens versuchen, dich zu deinem 65. ein'wenig umzukrempeln." , ' . Ja. wenn das so einfach wäre! Ich fürchte,- datz ich wohl doch schon zu alt bin,"um noch um-' lernen zu können. Dabei war ich zum Lernen.nie faul, aber zum Umlernen gehört heute ein Ver-. leugnen alles dessen, was man von Jugend aut als gut, wahr und schön-,erkannt hat. Und das liegt mir nicht — weder im Leben, noch in meiner Kunstansubung. ' " - . . So bitte ich euch denn, liebe Menschen, mich eben so zu nehmen, wie ich bin und bleiben möchte. Ich halte es weiter mit Goethe, der seinen. Liebhaber in allen Gestalten singen läßt: „Doch bin ich wi^ ich bin. und nimm mich nur hin. - Willst du Bess're besitzen, so laß dir sie schnitzen." (Weil mir diese Lebensmarime schon als jünger - Mensch sehr g'cfiel„ habe ich das kleine, anmutige Gedicht seinerzeit auch „vertont".) Nun — es sind inzwischen genügend neue Ta- .lente „geschnitzt", vulgo — „gemanegt" worden, während ich, der „tonale Melodiker". znm alten . Eisen geworfen wurde: und Genies gar, die sind heute so wohlseil wie Brombeeren. ' So muß ich wohl.annehmen, daß meine Mission hier auf dieser schönen Erde-eigentlich schon Erfüllt ist, lind lvill daher mit einer gewissen ruhigen Resignation dem Tage entgegengehen, an dem ich die Engle.in werde singen hören. Ob ich dann etwa werde doch umlerven ' müssen? Ich glaube, ich habe nichts dergleichen zu'befürchten: denn dort, will man sicherlich-von neuzeitlichen Kakophonien nichts wissen, und so ' habe ich vielleicht doch einige Chancen, mich wenigstens da oben wirklich durchsetzen zu können. Tann werde ich auch keinen Anstand nehmen, wieder meiilen wahren Namen anzunehmen, denn — damit ihr's wißt — ich heiße nämlich Anders. Neueinstudierungen im Reich Pagnols „Goldener Anker“ im Kulturbund Rhein-Ruhr Ten Rahmen für den Aufbau dieser zutiefst menschlichen Begebenheit gibt eine Reihe breit angelegter Szenen, die angesüllt sind mit Südfranzösischem. mit -vninor und behaglicher Großsprecherei. In Wirklichkeit geht es nicht um Kartenspiel, Flirt- und Seefahrt. ' Das alles sckiafst nur die Atmosphäre und gibt den Boden, ans dem die. Handlung möglich und in dieser Weise notwendig wird: hier wächst der Junge ans mit'der Sehnsucht nach der Fremde und — hier bleibt, er seines Mädchens wegen, anl Träume verzichtend/ Fanny hingegen besitzt die Jnstinktsicherheit der Frau, die fühlt, daß sie den Geliebten am sichersten hält, wenn sie ihn sreigibt, lind ist bereit, das größte Opfer zn bringen, Tie Rolle der Fanny verlangt ebenso die noch halb kindliche Vcrspicltheit des gaiiz jungen Aiädchens wie den Ungestüm des plötzlich hervvrbrechenden, nicht inehr zn zühnienden Wunsches, zn be> - sitzen. Und sofort mit der Erfüllung kommt die Forderung des Verzichts, der die rasch erivachsene- Fran prüfend undeiitscheidenp zn begegnen hat. Rllth F e st e r s e n hat sich iviedernm als sehr wandlnngsfähige Schauspielerin eriviesen. Ihre Gestaltiing der Fanny ivar in den letzten beiden Akten in ihrer Reife vollendet und hat, liidst zuletzt durch die Schlichtheit iin. Gebrauch aller künstlerischen iUcittet. tiefe Eindrücke hinterlassen, veinz F r i e d e be r g spielte den rührend ansrichtigen - Bnrschcm den es ins Weite zieht. Sein Znsainmenspiel mit Ruth Festersen avar von besonderem-Reiz, für das ivahrhast Dichterische, das das Stücke hat. szenenweiie scxzar ideal. Alaria Forescn'- Fillenbanm gab der Mutter das bunte, leicht . umschlagende Temperamentdas die Südsranzöstnnen als Eigenart für sich in Anspruch nehiiien können. Lachend und weineiid war sie liebensivert. Alfons F i ii k als Vater Cäsar war ein Marseiller 'von herzerfrischendein Phlegma, wie seiil Freund Panisse, den . Willibald F r ä n k e l - F r o d u mst Überlegener Komik zeichiiete. Rntkowski. Ko» n i n s-t i,. W n n d h e i l e r Wben herrliche- Episoden ab. Tie Stiinniiing des- Stückes und des Landstrichs, in dein es zn spielen hat, war ausgezeichnet erlaßt. Ter Regisseur Dtoriz Seele r hat erreicht^ daß sich das Publikum wie in Ferien suhlte, so sonnig, warm und lebensbejahend wirkten Handlung. MenickM, Bühnenbild. Für das Szenische zeichnet ivieder der 'ehr begabte Egon - Marcus verantwortlich, der eine sehr gewählte und dabei leichte Art hat. einen Regisseur zn stutzen. L. S. \ >*- . -Dl Stunden vor der Premiöre saß man noch. im leeren Saal. Tr. Heinrich Levinger. der' Intendant des Jüdischen Kulturbundes Rhein- Riihr, hatte den Gast aus ^der Hauptstadt zur Generalprobe geladen. To wird er Zeugeder eindringlichen, künstlerischen Bemühungen um das Stück, das er aus glanzvollen Aufführungen vor langen Jahren noch in seiner Erinnernng trägt, und fvnit nd). daß die -Nolner Anssührnng daneben bestellt. Der Regii>e.nr I>,dt n«ich jedem,. Akt Kritik ab:-. 'lLerin sie zu krallig wirb.-' verschwindet Lvoinger-Ijintcr drin Vorhang und „ölt". Dann gel>t der ^torhiing vor dein naelisten Akt wieder ani. und um it meeki es leineni Beteiligten an. daß er bis III,r sr»l> Probe, hatte. Ilm Mitternacht ist die Generalprobe zn Ende. 'Mit unter Bühnenle-nte» üblichen sehlediten 'Ulli»sehen für die- Premillre trennt^ man zid,.- - 'Wenige Stunden — und dann heißt es wieder: 'Vorliang auf! II. Molnars „Grosse Lieht*“ iin Mamhurger Kulturbund' Unter der Spielleitung von Dr. L>ans Bnr« banm wurde die geistreiche Komödie mit Anmut und Feiiil,eil gekpie.lt. Die-stärksten Eindrücke vermittelteir die'.Trägerinnen' der zwei iueiblichen -vanptrollen: Je»,», B e r » >t ein- S d> a f s e r , "die die Rolle'der alle» Erzellenz tdie sie sd>on in der Berliner A>iün!,rnng gespielt l,atte> init der inenid,lid> warmeis und l,»inorvi>ll nberlegenen -öaltnng verkörperte, nl>d Fried! ‘i.H ii n z e r . die uns der Olvlle der Direliri'ee 'Margit ','lgi eine Gestalt sehnt, die durch Stinime und <k>ebärde eine - bis zur Ecsehülternng lebendige.L>'llr.lling ansübte. Rebe» diesen beiden Küliitleriniieii l,atte Fritz Pi e l rh i v r die .wenigers>i»>l'alt,isd>e Rolle des braven Ludwig zu ivieleii.lliller Verzicht -aufbillig koinijelie Allrkiing iiiadlte er eine ineiischlich angeiiehme «Gestalt ans dieser-, Rolle. LndivigS Freniid Jwaii.'.der die Fra>iei>l,erzeir jeglichen , Iahrgaiigs im Stück icho» dnrd; .fein Erscheinen allein erobert,- ivnrde von Elans Brill etwas zn blaß geipielt. als dliß man ihin so große 'Allrliiiigeii .1)11.111* glauben ((.innen. - Viarie-Liiise B r n ch spielte die Rolle der jniigeii Irene so weich' und in Liebe aiiigelöst.' wie sie geipielt sein soll. Erna C o h n - L o r e n z . Ennneline G a d i e l n»d Kurt A vpel charällerinerteii mit (ressender .Komik ihre Rollen. Das Biihnenbich von Allred Ri ü l l e r ivar von an'preclieiider Frenndlichleit. Acit ungewöhnlich itarkeist und 'nachhaltige«; Beikall dankte das Pnblikniir für die schöne Aniiiihrnng ' des - glänzend nnterhaltenden Stückes. II. 0. „Die Zaub^rflöte“ im Frankfurter Kulturbund^ Zn der konzertmäßigen Anskiihrulig der „Z a u b e r f l ö t e" halte der Frankfurter