Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 47 (19.11.1936)
- Date
- 1936-11-19
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Auslands-Nachrichten .der flrieriiifrfirn '.'Irmee als Cnuter nnof zum wisi'enschaf.tlichen Vetter Vr? I:i'i, Griechenland S'cr,,ii'^iiciir Tr. nlnatnr 2 c i ei f n . ^rr nnoefunt. i>t Nervenkraiilheilen uiA'nuVrt bri ,2nlnmfi crnoiuit. . worden.' l'ind) Tr. a l;i’ ii1. dem iu>r fnr^rni die LeiUmg de-? TuberknlosekraüfenhKnies rn Asvestochori übertragen u'mfr. rt Ir. S eia kn der zweite indische 'Arzt, der mir-einen .. he (vcn Itoat“. Posten in Griechenland beruien wird. In .Anwesenheit De? BurgermeLter? -woN Datblin, Bvriie, de-? Lberrai't'incrs iw»' Irlanb.. Tr. I. ..Herzog/ und zalilrentrer y<rmrjTr J'prjüdischen und liichtchDOchen Beiiorden ävnrt-e - ub Dublin ein mit den nwbernen techinschen Einrichtlingenansaeslatlctes Schaehliian:- der dortigen Jüdischen Gemeinde eroimet. In verschiedenen Ansprachen wurde zum Ansdruck gebracht.-daß die.Juden im Freistaat Irland keinerlei. -Schwierigkeiten begegnen, hier' ieie.n ihnen, vielinehr von einem Volk. da-- selb't jahrhundertelang itnler-Drnck gelebt l,abe. alle Rechte und Privilegien des Bürgertums gegeben worden. Die „Irish rJ'inies“ bemerkt zu diesen Reden. Man könne sich darüber srenen, daß es in deni Freistaat leinen Judenhaß gebe. Irland nehme die Juden offen und ohne viel Aufhebens davon zu machen, als lohalc Bürger ans. .Wenn die irische Nation,, schreibt das Blatt, zu den großen Nationen .gerechnet werden soll, dann muß ne bereit-sein, alle äufzunehmen, die sich als treile Bürger ansehsn. Rumänien Der Dekan der wirtschaftswissenschaftlichen £. .. . Fakultät der Universität Iassn. Prvfejior T a f r a l i > erklärte in einem Interview, man dürfe nicht die Minderheiten für Misittäiide büßen lassen, besonders diirfe man nicht die jüdische Minderheit in Siebenbürgen in die Arme der ungarischen Minderheit treiben. loch tollten sich die. Jude», nicht in einer eigenen Partei isolieren, sondern sich den rtimänisckten.Parteien anset,ließen. Daß die Iliden dem Staate.und dem rumänischen Volke treu ergeben seien, lind daß sie aiif'ttz'rsi'hiedenen Gebieten'des öffentlichen Lebens mit Liede und Hingebung für das Land wirken. sei historisch erwiesen. . ' Der Sekretär - de? Verbände? der r ll m ä n i s ch e n I u d e n in Amerika. Hermann Spei er. .erstattete der Iahreskonserenz de? Verbände? einen Bericht, in dem er eine gemeinsanie Aktion der jüdischen Verbände Amerika? mtd Europas zur, Abwehr" des Antisemitismus in Rumänien verlangte. Ferner gab Speier bekannt, daß die Leitung des Verbandes mit Rücksicht dar»" aUsDckmsu^Miuisterpräsident—Data rescn sein einer Abordntlng des Verbandes in Bukarest ge» gebenes Verspreck>en, die jitdenfeiiidliche Propaganda zu unterdrücken, nichts gehalten chrbe, der rumänischen Negierung durch Vermittlung des rumänischen Gesandten in Washington eine Denkschrift überreiche» ließ, in der Entschädigung dev Opfer des Antisemitismus verlangt wird. Ans. verschiedenen Teilen des Landes werden Ausschreitungen gemeldet, die die von der sonn» tägigen Kundgebung in Bukarest zurückkehrenden Cuzlsten gegen Juden verübt haben. Ernste Un» ruhen haben sich in Päscani, Barlad und Vaslni ereignet. Zu ihrer Unterdrückung mußten Polizei» verstärklingen aus anderen Städten herangezogeu werden. An der Bndapestcr Universität kam es am° 9. Noveml'Zr zu antisemitischen llnnihenI . Der Rektor alarmierte die Polizei, die jedoch akademischen Boden nicht betrat.und nur die Eingänge bewachte, um ein Uebergreifen der Unruhe» ans die Straßen der Stadt zu verhiildcrn. Der Rektor ber'ügte Legitimation?-zwang.' Auch an anderen Iokffltäteu brr Universität und an anderen Hoch- 'chlilcn kam es zu anliiemitijchcn Kundgebungen. Oesterreich In dem -Buickesgymnasinm in Züien-Leopolduradt lü eine Gedenktafel siir die im Kriege aefailenen^ Lehrer und Schüler der Anstalt enthüllt ivorbrn. Mehr als ein Drittel der Gefallenen - gehörte nem Judentum au. Operrabbiner Dr. - T a gl i ch t wohnte der Enthiillung der Gedenk- :.a'el als Vertreter der jüdischen Gemeinschaft bc.i. s Schweden Im V!!tcr von.72 Jahren starb in Stockholm. der Verübende der. dortigen Iudikckie.n Gemeinde. 'D r. F n r si e p b e r g'. An ' der Beisetzung Dr. Fnr'tendergs. der Leibarzt de? Königs von Schweden war. nahmen aiich Mitglieder der königlickten. Famisie teil. Tschechoslowakei Der Knltnrausichnß des Abgeordnetenhauses hat . das vom Senat bereit-:- verabschiedete (besetz, über die Organisation der Israelitiillten Knltusgejneiiide in Böhmen und Mähren-Schlesien an» nömme». Der Berichterstatter Dr. Kugel unterstützte die Auifaisuilg des Vertreters de? Schill» tniniiterimns. eine israel'tiicite theologische Fakultät in der Tschechoslowakei zu errichten, mit dem Argunient. daß die Rabbinatskandidaten bisher in Teurichland oder Oesterreich studieren mußten und darum selten die t'ck)echische Spraclje beherrschen. 'Nachdem noch der zweite Vertreter des Sctnilministeriums., RUnisierialrat Dr. . nlimes. erklärt hatte. d«is Sch'ilniinisterinm lege Alert daraus, daß eine Lehranstalt für Rabbiner geschrüen werde, damit dieie mit der tschechoslo» ir'äkisckien Mentalität vertraut werden, wurde die Vorlage unverändert angenonnnen. Lrrekwsrunx der Einwanderung nach Brasilien Dr. Bnin^ Weil schreibt uns aus Rio de Janeiro: chseine Anwesenheit hier ist In kurz, um im Augenblick schon einen nnstührlichen Berielit .zu geben. Aber ich entnnhin der - E.-V.- ' IeitNng vom '29.'Oktober, die ich ans dem Ln'tiveg 'cbon cnn 'l. 'siovember hier linite. daß gerade mit Bezug ans 'Brasilini beiinrnhi'- ° gende (sierüchtc in Bnropa im Itmlanf sind. Ich habe mit allen jüdischen Organisationen nnd auch einigen wichtigen Schiffahrtsgesellschaften gesprochen. Es liegt keinerlei Aenderung in der Praris der brasilianischen ^Einivandcrüngsbehördi'n vor.^ auch keirw Vor» schlage zur Aendernng der aesetzlicljen Bestinnnnngen. 'Bis in die letzten Tage find Einwanderer ans Deutschland hier eingetroffen und unbeanstandet an Land gelassen worden? Eine zahlenmäßig nicht allzu große Einwanderung wird auch weiter hier möglich sein. Genaueste Beächkung der gesetzlichen Bestimmungen ist natürlich Voraussetzung. * Zu der Meldung über die von der Negierung von Paräguav verfügten Ausweisung aller in den letzten zwei Jahren in die Imuptstadt Asllncion eingewaiidertei, Juden svergl. E.-V.-Zeitnng Nr. 45 vom 5. Novembers teilte die-Leitung der HTAS- K'A Emigration Assoeiatioil (HK’EM) in Paris mit, daß cs^der Interventivn eines Sonderbeaustragten vv» itlCKM gelungen ist. einen Aufschub der Maßnahmen.zu erlangen, dlirch die die Ein» . ivaMrer gezwungen werden sollen, entweder da? . Landesinnere aufzusuchen, um sich dort der Land» Wirtschaft zu widmen oder Paraguaii zu verlassen. . Die Verhandlungen über die ziitünstige Lage der Einwanderer werden, fortgesetzt. , Das Denkmal des .gompviiisteii-sielir. Ai'ende!?- ivhn-Barthvldh wnrde von seinem Standplatz am Gewandhaus m Leipzig entfernt. Lehrer i. R. Dr. Mqritz Spanier, der in früheren Jahren vielfach schriftstellerisch hervvrgetreten ist. und'seine Gattin> begehen ,n Magdeburg am 2-Z. November das Fest der. goldenen Hoi^izeit. - Dr. Spanier isi. das älteste Mitglied , der Ortsgruppe SNagdeburg des C.»V. und hat neben seiner 'Gattin stets in-Treue zu unserrr" - Organisation gestanden. Frau Spanier war lange Zeit Dorstandsmitglied »unserer ' ' Ortsgruchie Rlagdeburg. Der spricht dem hochverehrten Jubelpaar die herzlichsten 'Wünsche für - einen segensreichen Lebensabend aus. gührungen durch das jüdische Berlin. Das Werbereierat der Jüdischen Gemeinde zu Berlin veranstaltet am Sonntag. 29. November., vormittags, eine Besichtigling des Indiscben . Krankenhanfe?-. des -öosvitals und des IIk. Altersheims der Jüdischen Gemeinde. Anmeldungen zur Teilnahme nimmt bis zum 26. November da? Werberekerat. Berlin X K Lranienburger Straße 29. entgegen. ' Lehrhaus Berlin ' " , Terminverlegungen. Arbeitsgemeinschaft Gold » nl'a n n: ..'Araber und Juden". Beginn: 21. November. l>>''>» Uhr. Marburger Straße 5, III. Arbcitsgenn-iw'chast - A l t-m a n n : ..Biischna-Traktat 'Me» qilia" iiiwet ersinn Januar 19.17 statt, der genaue Termin wird noch belanntgegebrn. Arbeitsgemeinschaft Weltmann.: .^Iüdische.Gestalten der Weltliteratur". nächster Abend erst am 2. Dezember. Arbeitsgemeinscbast Dreitel: ,.Wanderungen in, der Natur": nächste Wanderung: Sonntag. 22. November: Tre'fpunkt:. Dahnhof Wilhelmshagen, 9.20 Uhr. >. ■■■ Voranzeigen 24. November, 20 Uhr: Svnagoqenverband Berlin, Gruppe Lindensiraße, Rabbiner Tr. Warschauer: ..Jerusalem" als heilige. Stadt", Hotel König von Portugal. Burgstraße,16. .v . 24. November: Gedenkfeier für Rainer Maria Rilke. (Ii\ Lutz .Weltmann. Erna Leonhard-Feld. Im Hause Weil, Faianensiraße 5. 26. November: Kammermusik. Mendelssohn - Trio, , Leipzig. Im Hause Weil, Fasanenstraße 5. Postschlüsse nach Uebersee Vorbemerkung: Diese Uebcrsicht erscheint wöchentlich. Sie ist ohne Gewähr. Postschiass für Luftpostsendungen ist in Berlin beim Postamt C 2, in Frankfurt/Main beim Bahnpostamt'19 oder Flughafen. Einwurf.bei anderen Postämtern oder in anderen Orten bis zu 1 Tag früher als hier vermerkt. Nordamerika a) Seeweg 23.11. ab Berlin: 23.11. ab Hamburg 19 Uhr („Queen Marv“ 26.11. „; 26.11. .. 19 Uhr („Europa“ 30.11. „; 30.11. „ ' „ 19 Uhr („Normandie" 25.11. ah Fherbourg); 30.11. -an N.ew-York 27.11. .. Bremen); 3.12. .. .. 2.12. .. De Havre); 7.12. .. „ b) Luftweg (Lnftschiffverkehr nnd Nachhringeflüge.finden während der Wintermonate nicht statt) Südamerika a) Seeweg 21.11. ab Berlin 14 Uhr; 25.11. ab Hambg. 8 Uhr (Schiff 25.11. ab Hambg.); 8.12. an Rio; 11. 12. an B. Aires 26.11. „ \ „ 15 Uhr: 27.11. „ Frkf. M. 8 Uhr (Schiff 28.11. „ Cherbg.); 14.12. „ „; 18.12. 26.11. .. „ 22 Uhr: 27.11. .. Hambg. 13 Uhr (Schiff 27.11. .. Hambg.); 16.12. .. „; 21.12. „ - b) Luftweg 2t. 11. ah Berlin 9 Uhr: 21.11. ab FranbfurtfM. 13 Uhr (Französische Luftpost^: Laufzeit bis Rio 5 Tage 25.11. „ ., 11 Uhr; 25.11. „ „ 18 Uhr (Luftschiff „Hindenburg“); 29.11. an Rio (Zuschlag auf Amlandiportonach Brasilien f,25RM für je 5 g; nach Argentinien f .50 RM für fe 5 gl Luftschiff an Stelle von Flügen der Deutschen Lufthansa; Leityermerk „Mit Luftschiff nach Südamerika") Südafrika a) Seeweg ' 25.11; ah Berlin 13 Uhr: 25.11. ah Köln 21 Uhr: 27.11. ah Southampton (Schiff); 11.12. an Kapstadt 1.12. „ „ 18 Uhr; *2.12. Frkf.fM. 19 Uhr; 4.12. „ Marseille (Schiff); 19.12. „ (Von Kapstadt in 30 Stunden nach Johannesburg und Pretoria) - 20. ll. ab Berlin 22 Uhr 24. ll.1 „ B 22 Uhr b) Luftweg 15 Min.: 20.11. ab München (Bahnp. Amt 1) 24 Uhr; Lanfzeit 8-9 Tage 15 Min.; 24.11. „ „ (Bahnp. Amt 1) 24 Uhr; „ 8—9 „ - (Zuschlag auf Amlmdspnrin.35 Pf. für je 5 g) __ Palästina a) Seeweg 19.11 ab Berlin 24 Uhr; 20.11. ab Hamburg 15 Uhr (Schiff 22.1L ab Brindisi); 23.11. .. .. 14 Ubr; 24.11. ,, München 9 Uhr (Schiff 26.11. .. Piräus); U^Jhr; 25.11. 9 Uhr (Schiff 26.11. Brindisi); b) Landweg «. 11. 8.11. 10.11. Jaffa 20.11. ab Berlin 18 Uhr; 21.11. ab München 9 Uhr (über Belgrad—Ista&bnl); 25.11. an Haifa 22.11. „ „ 13 Uhr; 23.11. „ .. 9 Uhr ( .. „ .. ); 27.11. „ „ 25.11. M ». 18 Uhr; 26.11. .. „ 9 Uhr ( .. „ .. )." 1. IS. .. .. (Lcitvermerk: „via Belgrad—htanluT) c) Luftweg 20.11. ab München (Bahnp. Amt 1) 18 Uhr; Laufzeit bis Jaffa 2 Tage 21.11. .. Berlin .6 Uhr; 21.11. ab München 18 Uhr; .. „ 2 22.11. Berlin 10 Uhr; ( .. .. 2 .. 24.11. j. München (Bahnp. Amt 1) 18 Uhr; .. .. 2 "25.11. „ Berlin 6 Uhr; „ „ 2 „ 26.11. „Berlin 10. Uhr; 26.11. München 18 Uhr: .. .. .. 2 , {Zuschlag auf Auslandsporto 10 Pf: für ie 5 g. mindestens 15 Pf.) Äu Ii »-r6.il n b eine Reihe junger oder bereits bewährter Kräfte aus Froltksurt a. ffll. und von auswärts verpsiichtet: Sarastro war W.a k t e r z ' Ries (früher am Münchener Nativiiatthöater), ein Bassist init Stintiuklaiig'und.Tiefe, Tamiuo Ernst K t u s s v. dessen shmpathischer Teitvr sich im Laufe des Abends frei saug. Papagenv der schon in der Koiizertausführtiiig migemeiii lebeu»' dig wirkende, dazu prächtig singende Kurt Rahme r. Seine Partnerin Edith - E i s e n h e i m.e r gab eine gewalidte und im Vortrag liebenswürrige Papagena. Das reizende Duett der.. beiden salid. besonders srendigen Asiderhall. Auch die beiden iveiblichen Hauptrollen waren dltrchaiiS gut besetzt: Elitmh Lußheimer-I o s e p h. (Pamina) und Marianne E au l a (Königin der -stacht! haben schöne, thrisch getöitte Sopranstimmen, die mehr durch ihre Kultur und Musikalität als durch die ' rein akinlische Größe für sich einuahmen. (Bemerkensivert das zarte, mit BorliebeI angewandte pinnissinio der Pamina). Hans Assen he im, der Sprecher (der übrigens als einziger von allen lri chst s zu sprechen hat!), sang ' seine' kleine, aber bedeiitsame Rolle prachtvoll. Mar L i p in a n n verkörperte stilgemäß und charakteristisäi den ..bösen Mohr", Iänko K a »ff» manns sonorer Baß gab die rechte Folie beim ^Gesang der beiden Geharnischten. (Varum aber wurde das kleine Duett „BewahreE etich vor Woibertücken.' iveggelasseu () Dazu, dem Gänzen sich einfügend, die'drei Damen der Königin der Nacht (Gerda O p p e n h e i in. Käte E t t l i n g e t und Paula L e v i! 'und' die drei Knaben (Bettina F e i t l e r. Lore M i ch a e l i?. Lncie R v t h », s ch i l d). De» verbindendeii Tert las ohne Pose Rudolf Ganz. Es war.gesanglich alles in bester Ordnung, auch die von Dr. Istathan E h x c.n * ‘reirti 'einiorgsiillig einnndierten öböre. Ein besonderes Lob. Just not least, dem Orche si e r D»es^irrlchirbni,des. das den ganzen Abend mit Lust und Liebe nnd mit'bestem Gelingen spielte, musizierte, lind seinem Dirigenten Richard . Karp. der die Partitur in ihrer"nrwerlvelkten Schönheit erstehen.. ließ nnd, ivas - ihm besonders gedaitkt sei. seine Mussker d.llrchweg zur Diskretion gegenüber den Sängern anhiclt.. Der Beiiall des völlig ansverkauften großeii Saalbans entsprach in seiner Stärke der Gesamtleistung. tt. Im Nahmen des Jüdischen Kulturbundes Lber- . schlcsien führte das Schauspielensemble dc-5 Ham» b n r gio r K lt l t n r b im d e s in Beuthen, < llvd Natibor Ealderon-Hofmannsthals ,. Da me K o b o l d" im ganzen brav, aber nicht so beschwingt und lait'nig. wie es erforderlich ist. ans. Unter den Schiuspielern. die mir T. die schönen Hosmannsthalschen Verse „iprechen" konnten, bot eine wirklich runde -niiv saftige Figur nltr Kurt Appe'l in der Rolle des Dieners Cosme. Der Beifall war freundlich. M—r Lieder. Wir danken Dela Lipinskaja für diesen Abend voll Freude und Anmut. ' . Dr.’MrE., Ter Begleiter Dela Lipinskajas, Walter La jtai. ein distingtlierter, ritterlicher Flügelmann, sein Spiel so biegsam wie das entzückende Geschöpf, dessen tausend Vortragslaunen er nachzu» geben hatte. Seine Soli haben die rhhthmische Sck)ärfe einer Maschine, sein Passagenspiel durch Anschlagsnnancen belebte Bravour. Seine ersten beiden Piöcen taugten wirklich gar nichts,^die dritte war gilt. Ta merkte man erst, was sür einen Pianisten man vor sich hatte. — lt— \..- Jüdischer Kulturbund Berlin Die nächste T h ea te ra u f f ü h r n n g Shakespeares »Sommernachtstraum'' mit der Musik von Felix Mendelssohn-Bartholdh. Regie: Fritz W i sten, musikalische Leitung: Dr. .Kurt Dela Lipinskaja Dela Lipinikaja ist wieder da. Das bedeutet einen übervollen Berliner Bach-Saal, freudige Menschen, eine Atmosphäre von Geist, Witz, Harmonie, ausgestrahlt von einer einzigen Frau, die - auf dem Podium singt, Klavier spielt und Menschen tlnd Ereignisse darstellt. Sie bringt diesmal ein zmn Teil neues Programm. Aber sie Singer,' Bühnenbilder' und . Kostümentwürse: muß es ergänzen um all das. was das Publikum /Heinz Eondell. In den Hauptrollen: Elfriede — nun schon ein Stammpnblikinn — noch von itfr—^Borvdkin. Ruth Eondell. ^Gina Friedman,^Gerda fordert: Und sie schlägt wieder alle Saiten an. ' "" ' , die ernst-melancholisch-mütterliche im Wiegenlied, die überlegen-ironische im ..Shnthetischen "Menscl)en". die drastisck)°hilmorvolle im - Bankellied oder in der Gangsterfilmballade lind .wie die Lieder alle beißen, die nicht genannte Komponisten . gleichsam eigen? sür sie geschrieben haben, Aitch neue 'Figurinen, brachte sie: einen Wiener Fiaker, eine galante Schweichlerni. die .Beilehen in Das Pnbliknnl ivirst nnd fast zu reizend mit ihm kokettiert, eine bezaubernde Shirleh-Temple- Parodie, bei der wir wieder ihr schon klassisch gewordenes ..Kann, sein vielleicht, vielleicht kann sein, vielleieht auch nicht" hörten. Die allen Freunde haben Beiiall getobt, bie . neuen die naeti dem ersten Teil noch etwas fkeptiset, waren, weil sie daz vielleicht 'nicht ganz w sprühend war wie sonst imd später, waren nach dem zweiten Teil auch völlig bezwungen von dem Ebarme dieser Frau, dieses ivarmherzigen Pi t n - schon Dela Lipinikaja. Ans der Ueberfülle. ihres Könnens spendete sie noch'lange nach dem ^eigentlichen Schluß des Programm? ..immer wieder" Kleim Ruth Manheimer. Alfred Berliner. Martin Brandt, W<ilther Herz. Martin. Chassel, Siegmlliid tlinnberg. Ililius Kuthan, Herbert.,.Grünbaum.. 'Willh Prager, Fritz Lion, Hans Karl Rosenberq. Berthold Segäll: die Tänzerinnen Nelly Hirsch, Lotte Lange, Heddi Siedner, Marianne Silbermann: erste Else (Gesangssolo): Rita Atlasz. Tie Rolle des „Puck" ist mit dem.17jährigen. vielver-, sprechenden Schauspieler Wolfgang Bernstein, be- - sttzt. - In den nächsten Kammermnsikabenden (22. und 30. November) wird Anna L i p i n Lieder von Brahms zum Vortrag bringen. Die Vortragskünstlerin Tora Ger so n gibt zusammen mit den Tänzerinnen des Kulttirbtindes. Ruth C o n d e l l uiid Nelly Hirsch, am '26. November einen Chanson- und Tanzi b pn b mit böllia neuem Pr ogramm. Begleitung: Hans M a r g o l i n s k y. , Das Orchester des Berliner Kultnrbnndes veransta.ltet am 28. November im Bach-Saal ein Festkonzert, dessen Reinertrag zum Teil Der Jüdischen Winterhilfe zufließt. Leittmg: Kurt Singer. Berthold Sander und Rudolf Schwarz. Solistin: Rita Storch, die in diesem Sommer beim Internationalen Wettbewerb in Wien eine Goldene Plakette als Preis erwarb; sie spielt das Fs-Dnr-Klavierkonzert von Liszt. Im übrigen kommt, zum ersten Male in einer Konzeriveranstalttinq. die berühmte Dybuk-Suile - von Engel zur Atisführung. Aus. dem übrigen Programm seien die Sinfonie F-Moll (^Aus der netten Welt") von Dvorak und „Capriccio Italien" von Tschaikowskh erwähnt., ' Operettenabend der Berliner Künstlerhilfe am 26. Noveniber, 20^ llhr, im Logenhaus. Berlin W. 62, Kleiststraße 10. Das Programm enthält Lieder und Arien, Duette, größere Ensemblenummern. Tänze nutz Jnstrumentalkoinpositionen altsschließlich Jüdischer K o m p o n i st e n :' Ofsenbach. Oskar Gtraus/ Eysler, Iessel, Kälmän/Paul Abraham nnd Iaromir Weinberger. Ein Teil der Vortragsfolge ist James R o t h st e i n. dem Senior der Berliner jüdischen Komponisten, gewidmet, der dieser Tageseinen 65. Geburtstag feiert. Intendant Tr, Kurt Singer wird den Jubilar durch eine Ansprack)e begrüßen. Mitwirkende: Iacobh, Elsa Koch-Stabinskh, Hennh Löwenstein, Bruno llcko. Wilhelm Meyersohn (Mersen), Hans-Jürgen Ronis. Hannah Kroner. James Rothstein begleitet seine Koinpositionen selbst, die anderen Nummern des Programiits werden von Gustav Sabel begleitet, der auch als Solist mitwirkt. Das zweite Konzert des Jüdischen Kammerorchesters (Leitung: Edvard Nlorktz) findet am Nlittwoch, den 25. November, 8^11hr, im Brüderverein statt. Statt der erkrankten Lily Tymont spielt Gertrud Wertheim (Eembalo). Im Prograu"»: Bach; Mahler, Adagietto aits der fünften- Symphonie,'Bivaldi: Konzert für vier Solo-Biolinen. Mozart: Kleine Nachtmusik. Abonnements für fünf Konzerte in der Geschäftsstelle, Johann- Georgstraße 7. Tel.: I 7 5900. Einzelkarten nur an der Abeitdkasse. Jüdische Jugendbühne. Berlin. Die nächstens Anfführnngen von „Insik" von Ossip Dymow finden am 24., 25. und 26. November, 15)4 Uhr. am 24. November. 19)4 Uhr, und am 25. November, -■-HMUrr. -ün^Schnnnutit-Saal. Lütiowstraße 76, statt. Tie Hauptrollen" sind besetzt nnt Frieda Flätäu, Stesi Mannheim. Franziska Lkmiansky. Steffi Rosenbamn. Bert Baer, Herbert Haskel. Werner Hinzelmann. Simon Sainsky und Kurt. Süßmänn. Regie:- Ernst Rokenbaum. .Die Musik zu „Insik" schrieb Gerhard Ebldschlag. .der auch die musikalische Leitung hat. [!■ ■ / \ . ':v, ■ ' .; \' I