Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 45 (5.11.1936)
- Date
- 1936-11-05
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Palästina-ITmscliau der €.-V.-Zeitung - Politische Fragen Die Mandatskommission Die ständige Mandatskommission des Völkerbundes, deren 30. Tagung am 27-. Oktober in. Genf . in ' Abwesenheit des Vorsitzenden., des Italienei;ä Marquis Theödoli, durch den stellvertretenden Vorsitzenden, Pierre Orts (Belgi&n), eröffnet wurde, bat nach längerer Aussprache beschlossen. zu dem Bericht der Mandatarmacht für Palästina und 'Transjordanien für*das Jahr 1930 erst nach Abschluss der Arbeiten der Königlichen Kommission,' die jetzt zur Untersuchung der Ursachen der Palästina-Unruhen aus England abreist, Stellungjui nehmen. Zur Begründung dieses Beschlusses führte der stellvertretende Vorsitzende Orts aus, dass schon die 29. Tagung der Mandatskommission viele Palästina betreffende Fragen nicht habe erörtern können, weil die im Lande herrschenden Unruhen eine Stellungnahme verhinderten. Inzwischen habe sich bedauerlicherweise die Lage nur wenig verändert. Darum sei es’ notwendig, die Prüfung des Berichts der Mandatarmacht zu vertagen. ■ * Die Mandatskommission will dagegen schon jetzt die Prüfungder vorliegenden Petitionen vornehmen, die sich auf palästinensische Ani gelegenheiteri beziehen. Sie hat zu diesem Zweck 'eine Unterkommission eingesetzt. In-diesem Zusammenhang wurde der Antrag .angenommen, <Ih," britische •'Regierung zur Entsendung eines1 Vertreters aufzufordern, der zu den in den Petitionen berührten Fragen Stellung nehmen soll. Unter den Palästina-Petitionen befinden sich mehrere, revisionistische Eingaben über Legislative Council, Einwanderung und andere Fragen sowie eine arabische Petition .ii 1 >er den Legislative Council. Es wird als zweifelhaft bezeichnet, ob es tatsächlich zu einer Prüfung dieser Petitionen kommen werde, denn man ist allgemein der Ansicht, dass die englische Regierung vor Abschluss der Artreiten der Kgl. Kommission auch* zu. den-in den Petitionen berührten Fragen nicht wird Stellung nehmen wollen und dass sie. (lern Ersuehefft, einen Vertreter zu der Tagung zu entsenden* nicht Folge leisten wird. Vor der Ankunft der königlichen Kommission Nachdem in der Eröffnungssitzung des Englischen Parlaments am Donnerstag, den 29. Oktober, durch den Kolonienminister Ormsby-Gore angekündigt worden ist, dass die Königliche Kommission Ende der kommenden Woche nach Palästina ahreisen wird, sind'die Vorbereitungen im Lande selbst in ein akutes Stadium getreten. In einer Rundlunkanspfache an die Bevölkerung Palästinas wies der lligh Corinhisibner Sir Arth u r W a u chope auf die Ankunft der Königlichen Unlersucimngskominission als auf einen historischen Wendepunkt in der Geschichte Palästinas hin. Es sei dies eine grosse Gelegenheit für beide Gemeinschaften, zu einer Vereinbarung zu gelangen. Es sei die Aufgabe aller. Kreise, .Hassgefühie und gegenseitige Beschuldigungen beiseite zu schieben, und für das gemeinsame Wohlergehen in der Zukunft zu arbeiten. „Ich hoffe“, fuhrder High Connnisioner fort, „dass Ihr der K§b Kommission ermutigende Vorschläge zürn Gedeihen einer glücklichen und zufriedenen Bevölkerung erstatten werdet. Vergesst nicht, dass Ihr mit diesen Vorschlägen eine Probe Eurer politischen Klugheit ablegen werdet. Eine Aufgabe ist Euch jetzt klargestellt: für künftigen dauernden Frieden und künftiges Gedeihen Öen Boden vorzubereiten und die Grundlagen zu legen. Ich hoffe, dass Eure Ansprüche in umfassender Weise gerechtfertigt sein werden. Es tut uns not, dass Friede und nicht ein CliaoS in •Palästina herrsche.“ Wie der „T i m e s “ aus Jerusalem berichtet, wird, hat die Rundfunkansprache* in allen Teilen des Landes ein freundliches Echo gefunden. Die jüdische. -Presse bedauert lediglich, dass sie keine Bemerkungen über die Gültigkeit und Unverletztlichkeit des Mandats enthalten habe. Die arabische Presse wiederuni betont, der Friede könne nur herbeigeführt werden, wenn eine allgemeine Amnestie erlassen und die Notverordnungen abgeschafft werden. , Unterdessen wird sowohl auf jüdischer wie auf arabischer Seite fieberhaft an der Zusammenstellung des Materials gearbeitet, das der Untersuebungskonnnission vorgelegt werden wird. Das zur Vertretung des jüdischen Standpunktes erforderliche Material hat der letzten Sitzung des Kleinen Aklionskomites bereits zum grössten Teil Vorgelegen. Unter den Persönlichkeiten, deren Vernehmung, durch die Kommission im Zusammenhang mit der von ihr durchzuführenden Untersuchung beantragt werden soll, befindet sich auch Dr. Chaim Weizmann. Die für die.nächste Woche ängesetzte neuerliche Sitzung (tes Kleinen 'Aklionskomites, zu der auch Vertreter sämtlicher führender jüdischer Institutionen eingeladen werden sollen, wird sich in erster Linie damit befassen, eine einheitliche Haltung der jüdischen Vertreter vor der Königlichen Kommission zu sichern. Leider sind in-bezug auf diese Einheitlichkeit bereits Schwierigkeiten insofern aufgetaucht, als die Zentralkomitee des Misrachi und der Allgemeinen Zionisten-Gruppe B, also die zionistische Rechte,' ihre abweichende .Stellung, von dem in der letzten Sitzung des Kleinen 'Aklionskomites eingenommenen Standpunkt über „Politische Parität“, erklärt haben. Diese von der Mehrheit abweichende, Stellungnahme würde der Executive der Jewish Agency gegenüber zum Ausdruck gebracht. Die betreffende Unterredung t,rug, wie ausdrücklich bemerkt wird, nicht den Charakter eines Ultimatums, in dem mit Ausscheiden aus der Koalition gedroht wurde. Dieser negative Hinweis muss jedoch als ein Anzeichen dafür angesehen werden, dass der Zwiespalt bereits recht bedrohliche Formen angenommen hat. Das Oberste arabische Konnte hat seinerseits ein Büro für Statist® eröffnet, das Material für die königliche KomniiHuon vorbereiten soll. Das Büro steht unter der Leitung von Au n i Bey A bd u 1 h a d i, D s c h e m a 1 llusseini und Fuad Sabai Man beabsichtigt, dafür Vorsorge zu treffen, dass von der Kgl. Kommission mir solche Zeugen vernommen werden, die dein arabischen Büro genehm sind. Diskussion im Unterhaus Die Totenliste In der Eröffnungssitzung des Parlaments, in der der Kolonienminister die Entsendung der Kgl. Kommission nach Palästina für Ende der kommenden Woche ankündigte, beantwortete er auch Fragen über qie gegenwärtige Lage in Palästina. In diesem''Zifiianmienhang erklärte Minister Ormsby-Gore, er freue sich mitteilen zu können, dass der Generalstreik am 12. Oktober beendet wurde. Was die Unruhen betreffe, so habe sich ( die Lage im grösseren Teil Palästinas rasch gebessert. Seit dem 13. Oktober sei es nur zu geringfügigen Zwischenfällen gekommen. Es gebe einige bewaffnete Banden, denen auch Njchtpalästinenser angehören, und die noch weiterhin einer oder zwei Ortschaften Sorge bereiteten. Im allgemeinen sei das Land ruhig, und die Bevölkerung habe ihre gewöhnliche Beschäftigung wieder aufgenommen. Es seien bereits Schritte unternommen worden, um die Zahl der englischen Truppen herabzusetzen. die zur Verstärkung der. Besatzung nach Palästina gesandt worden seien. Nunmehr seien alle Vorbereitungen getroffen, um der Kgl. Kommission linde der kommenden Woche die Abreise aus England zu ermöglichen. Ich bin sicher, erklärte. der Kolonienminister, dass jeder in diesem Hause ihren höchst verantwortungsvollen Arbeiten ein erfolgreiches Ergebnis und weiter wünscht, dass diese Arbeiten zu Frieden und Gedeihen für alle Gemeinschaften in Palästina führen werden. Auf eine Frage des Abgeordneten R. D. D e nin a n gab der Kolonienministor folgende bis zum 13. Oktober fortgeführte Verlustliste bekannt: 1. Zivilisten: Mohammedaner 953. darunter 187 Tote: Juden 38*. darunter 80 Tote: Christen 85. darunter 10 Tote; 2. Englische Flotte und Luftflotte: 125. darunter 21 Tote: 3. Palästina - Polizei und transjordanisches Grenzkorps: Englische Mannschaften 47. darunter 7 Tote; Palästinenser: 49 Mohammedaner, . darunter S Tote: 13 Christen (verwundet) und 9* Juden, darunter ein Toter. Im Anschluss daran gab der.Minister bekannt* dass die Bevölkerung Palästinas einschliesslich der englischen Besatzung am 13. Juni d. J. auf 1333 000 Seelen geschätzt wurde; davon waren . 848 000 Mohammedaner, 370 000 Juden, 100 000 Christen und 11000 Sonstige. Der Abgeordnete Tom Willis in s fragte, ob der Muster i mit Rücksicht . auf diese- Verluste seinen Einfluss dahin geltend machen wolle, dass keiner der 'Führer, die diesen Aufruhr und die damit verbundenen Verluste an Menschenleben hervorgerufen haben, einen bezahlten Regierungsposten irgendwelcher Art erlange. Der Minister antwortete, eine solche Frage müsse erst vorher schriftlich angemeldet werden. Abg. Wedgwood fragte, ob die Gesetzesverletzer in Palästina entwaffnet werden sollen und ob zu diesem Zweck, nötigenfalls das Kriegsrecht angewandt werden wird. Der Kolonienminister wies .den Abgeordneten auf die bereits abgegebene Erklärung hin und tilgte hinzu, dass1 im Licht dieser Erklärung es unter keinen Umständen in Frage komme, dass . Generalleutnant Dill wyeitere^,Sondervollmachten zur, zwangsweisen Ilerbeüutming vom Ruhe und Ordnung erteilt werden würden. Abg. Wedgwood fragte weder, welches Mass von -Schwlerigkeiten"Im der Entwaffnung der Leute, die die Unruhen in Palast luaüervoT- ■ gerufen .haben, aus,eichen wurde*, um die Aii-> Wendung von Gewalt, zu rechtiertigeii. Der- Ivoloiiiennunister erwiderte, man wünsche, nachdem . die Unruhen aufgehort hatten und der Streik als . beendet erklärt worden sei. eme möglichst ruhige .Lage für die Arbeit der Kgl. Kommission; alle militärischen Aktionen würden zu beklagen sein. Sollte jemand, der Waffen besitzt, diese gebrauche», drum würde das-Militär sc.R'stverstäudlich sofort. Zurückschlagen. Ein origineller Vorschlag Ein neuartiger und interessanter, wenn auch wahrscheinlich undurchführbarer.Vorschlag zum. ■Palästina-Problem wurde von l)r. Isaak Breuer (Jerusalem) im „Israelit“ ver- ' Es M. wie Dr. Breuer sagt, dein jüdischen Volk nicht gelungen, iii Palästina die Majorität .^peh vor der Selbstbesinnung de* arabischen .Nationalismus zu erreichen. Die Frage ist. ob es zwischen dem arabische1» 'Nationalismus unddem Anspruch .des jüdischen Volke*, auf -Errichtung seines Nalionalhoims einen Ausgleich gebe. Plissee-Busch & B r 11 n SW 19, Kommandantenstr. «Expedition nach auswärts am gleichen Tage Colli istr. 72 || H i Tage 491 Die Möglichkeit der Gründung eines umfassenden Volksdasems sei für das jüdische Volk nurim Heiligen Lande gegeben; -AufMija u.inl d’.ödenerwerb könne das jüdische Volk. n'iclTl verzichten. Beide seien nach den Gesetzen d'er Ihoiu hmb-go Pflicht. Audi dieTvanlom-ieumg. die wiederholt von -englischer Nute \mge.whlagen worden d, sei abzulohnen. j>,e -Lösbarkeit, des Problems liege vielmehr im Anschluss-. Palästinas an-einender vorhandenen arabischen Staaten. Wenn dieser Anschluss als das unverrückbarepolitische Ziel des Völkerbundes1 als treuhänderischen Iii- „habers de.r palästinensischen .Souveränität aus* gesprodien werde, wenn also künftig die Man* dnlsregienmg'nirht mir die Errichtung des Jüdischen Nationalheims in . Palästina, sondern auch, den Anschluss Palästinas an einer der vorlian-, denen arabischen Staaten vorziibereiten habe, so würden die .luden 'innerhalb des kommenden Gesamtstaales . eine Minorität bilden. Die arabische1 Nation wo, de sich damit ahfinden müssen, dass Palästina eine- Art, Goschen (Provinz 'Aegyptens, Inder die .luden vor ihrem Auszug wohnten) innerlialU de* arabische» Gosamtslaates werde. Sie habe aber dafür die Gewissheit, dass Palästina ihr erhalten bleibt. Das jüdische Volk werde auf gewaltsame Frriclflmig des jüdischen Staates in Palästina,1 ganz im Sinne \der Gesetze der Thora, endgültig zu verzichten habe». Noch immer einzelne Ausschreitungen Dass .Palästina auch nach Beendigung des Streiks und trotz, des deutlich feststellbaren Abflauens des Terrors von einem eigentlichen Kriedenszustand noch weit entfernt ist. beweist jeder ■ neue 'lag. Der anlijüdisclie Boykott wird weiter propagiert, zuletzt, durch eine Aufforderung des Grossmuftis von-Jerusalem, der die Muftis des ganzen Landes aufforderte, in ihren Predigten von den..Gläubigen den Anschluss an den (Boykott zu verlangen. Der Ausnahmezustand in Jerusalem und Jaffa ist zwar aufgehoben worden. aber nvan sieht darin für Jaffa weniger ein Zeichen der weiteren Beruhigung als eine Massnahme, die .den Wünschen der Araber, dem Hafen in Jaffa seine bisherige Vorrangstellung ohne .jede .Verkehrshinderung zu sichern, Rechnung zu tragen bestimmt ist. ' \ Ganz besonderen Anlass zur Manifestierung der unvermindert starken inneren Gegensätze gab der 2. November, der .lahrestag der- Verkündung der Balfour-Deklaration. An ihm wurden sämtliche arabischen. Ortschaften und Stadt-, teile in Palästina schwarz geflaggt. In einer arabische!, Delogiertenversammhing wurde eine scharfe Resolution gegen .die. Balfour-Deklaration gefasst. Die Regierung ist bemüht, angesichts dieser schwelenden 'Unruhen im Lande 'die Gefahr eines Wiedorausbrni'lis des Terrors auf ein ' Minimum zu beschränken. Wie die arabische Zeiiuhg ..Feiestine“ .meldet, hat der Kreis-1 kommissar v$>n Tulkerem die arabischen Bande,, ultimativ aufgeforderU sich binnen zwölf 'lagen zu zerstreuen, da man sie später ijiclit imdir dulden würde. In der Proklamation wurde erklärt. dass die Araber später über strenges.Vorgehen der Regierung nicht mehr würde,, Klage führen dürfen, da man ihnen nun in ehr noch einmal die Möglichkeit gebe, der Aufforderung zur ■Entwaffnung zu entsprechen. Von anderer arabischer Seile wird allerdings dieses krall vollere Vorgehen der Regierung wieder in Frage gestellt . und das Organ des. Grossimifli ..El Liwaa“ nimmt sogar mit vinveriiällenem Höhn zu dem -Verhalten der Regierung gegenüber den-Terroristen Stellung. - Fs .weis« zu melden.-(ia-s au, Jordamifer 13 00(1 Araber z» eine,,, A lechie,|.-- .fest für den Rebellenlührer I-anz.i ei Kaukadyi versammelt waren, bevor er ausser Landes-ging. Die Zeitung gibt eine eingehende Schilderung der Festlichkeiten, die bis zur Morgendämmerung dauerten. Dann habe man das .Drahtverhau durchschnitten und el Kaukadyi setzte mit 1 einige» seiner Anhänger über den Jordan. Zum Schluss, erklärt das Blatt, die Regierung habe zwei Niederlagen erlitten: einmal sei es ihr nii- — hingen; die Araber zu 'beruhigen, und dann hab>- sie die Flucht de.* arabischen Freihejtstxdden nicht,Verhindern können. . 1 Zu eigentlichen UebmlüHni kam es'lediglich um -1. und 2. November. Am 1. November wur-; den zum erstenmal nach dem Abbruch des'arabischen Generalstreik« wie.ler auf eine der Vorstädte von Tel-Aviv Schüsse abgegeben. .,-Vier arabische Wächter wurden daraufhin ' von der Polizei verhaft--!. In llaila haben arabische Hafenarbeiter einen arabischen Geheimp.oüzisten, der eine ('nlersmdiimg nach Waffen vornehmen wollte, rmdereestorhen. Ein jüdischer1 Polizist, der d.-m Geheimpolizisten zu Hilfe eilte,, wurde ebenfalls verwundet. Am 2. November, wurde in" Dschenin der-Polizeiinspektor Mahmud Habba.b von einem Araber erschossen. Sem Chauffeur, wurde verwundet. Am gleichen Tage worden drei Todesurteil", gegen arabische Terroristen gefällt. Ein Angeklagter wurde des Morde« an einem englischen Offizier schuldig befunden, zwei weitere Auge klagte der Ermordung eines Polizisten. Auch i im arabischen Lager sollen jedoch schwere Meimingsvei schieden beite» über die au die Kommission' zu richtenden Forderungen bestehen. Die radikalen Elemente -fordern, dass die Abschaffung des Mandats und der Balfpur- Deklaratin» verlangt werden .müsse, 'während die gemässigteren ..Kreise bloss die Unferbreilung einzelner Beschwerden in Vorschlag bringe». Heber den Voraussichtlichen Verlauf der Arbeiten der Kommission wird mit geteilt* dass Unmittelbar nach dem Beginn der Untersuchungen der Kgl. Kommission High Commissioner S i r Arthur W a u Uh o p e als erster Bekundungen vor der Komniission machen wild. Der lligh Commissioner soll sich hierbei auf rein informative \Darlegungen beschränken und keinerlei Anregungen oder Empfehlungen ^Vorbringen. Die jüdischen Vertreter werden einzeln ' «»gehört werden. Die Kgl. Kommission wird ferner Aussagen d«s englischen und des armenischen -Patriarchen sowie andere, hoher geistlicher Würdenträger über den Schul/, der heiligen Stätte» der Christenheit in Palä-tiiia entgegennehmen.; ' Die Palästina regier,,,ig |,af arabischen und hebräischen Presse verboten, für eine Boykottierung der Kgl. Kommission Propaganda zu machen oder rgicli mir die Möglichkeit eines solchen ■ Bovkotls zu erörtern. Für die Verletzung dieser Vorschrift weide» strengste Stiafmassriahmeri in Aussicht gestellt. Wieder Touristen- Visa nach Palästina Das britische Koti s ul a I (Passstelle) teilt mit, «lass in Zukimfl wieder wie in der bisherigen Weise Visa für Touristen, die nach -Palästina reisen wollen, erteilt werden. Die Anordming, durvli die Tourisfenvisn gesperrt worden sind, ist'ansser" K raft geset/.l worden.' Israel Rokach "•Bürgermeister-von" Tel-Aviv In (füll Bürgermeisterstreit in Tel-Aviv hat die Regierung von ihrem Recht, aus der Mitte der Stadtverwaltung eimm Bii rgenm-i-tm ernennen, Gebrauch gemacht. 'Der lligh l'ommiscionar ist über die durch den Stad trat erfolgte Wahl Mosel»* C|,elom;l,es hiiiwegg-g immn . und hat d-ii bisherige» . Vi/.elnir .ou m-ister Israel Kokaeli zum Biirge.rmeist.-r .•rmmnt. Der neue Bürgermei.-Jer hat in einem Interview. erklärt, er vertraue da rauf, die noch bestehenden starken jj/erslimmmigeii in jüdischen Kreisen überwundenzu können pml ini-l Viz.rd . biirgermeisler ,|)ov Uns uinl dm, ,h-r Arbeiterparteiangehörendeii S.tadtverordm-tmi zu einer Verständigung über die Arbml.-lmlnii',- zu 'gelange». 5695 Palästina-Einwanderer im September Amtlich wird bekaimlgegebcj), da-s »» ,\1o»at Si'iilember PJ3(> 31)93 .Finwandeier nach Palästina gekommen «ind. Von ihnen gehört“» 173 der Kategorie A (Einwanderer mit einem Figei,kapital von miirrle.sleris looo Himd) an. paXestine express gmbh friedriohstrasso 100 borlin nw 7 visumsperre widerrufen palexreisen beginnen 16 november P K