Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 44 (29.10.1936)
- Date
- 1936-10-29
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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Im Weltergewicht konnte Hermann Reif (Köln) gegen' Kayser (Esch) einen knappen Punktsieg landen. Ein Tiefschlag des Kölners, der wie immer unsauber boxte, wurde vom Ringrichter nicht beachtet. Im Schliisskampf (Leichtgewicht) trafen sich Wollscheid (Esch) und Fritz. Reif (Köln). Das Urteil „Unentschieden“ ward der Leistung des Luxemburgers, der einen Punktsieg wohl verdient hätte, röcht gerecht! . Ringrichter Burhbaum (Köln) leitete die Kämpfe einwandfrei: eine ringgerechtere Kleidung wäre jedoch am Platze. 0. M. Ritterliche "Spiele in Westfalen Wie am ersten gab es auch am-zweiten Spielsonntag im Westfalenbezirk 'des'’. Sportblindes Schild faire- und gut geleitete Punktekämpfe. Dabei musste Mün s t er L W. auf eigenem Platz eine Niederlage von Wiedenbrück hinnehmen. Die Wiedenbrücker zeigten eine geschlossenere Leistung und schossen in jeder . Halbzeit einen Treffer. -Der Westfä'lenmeister Paderborn verlor schon wieder einen wichtigen Punkt, ohsebon er einen neuen Sturmfiihrer eingestellt hafte. Dieser hielt nur eine Halbzeit durch, beim Seitenwechsel hiess es auch noch 3 :1 für Paderborn. Dann aber kam M e s.c h e rl e mehr und mehr auf. Der Gleichstand wurde schnell hergestellt, und als die Paderborrter doch noch einmal erfolgreich waren, holten die Sauerländer im Endspurt nochmals den Ausgleich. J. G. Fussballergebnis aus Bochum Gesellschaftsspiel Bochum 1—Dortmund lb 1^: 1. Meisterschaftsspiele des Makkabi Am vierten Meislerscliaftssonntag herrschte in Duisburg ein sehr starker Wind, der die Ballkontrolle nahezu unmöglich .machte. Trotzdem gab es im .einzigen Meisterschaftskanipf zwischen Ilus Duisburg und dem augenblicklichen Spitzenreiter, Makkabi, M.-Gladbarb. dessen ° Stürmerreihe schon 21 Tore in. vier Spielen geschossen hat, namentlich in der ersten" Spielbälfte gute Leistungen beider Mannschaften zu gelten, die sich bis. dahin die Waage halten konnten. - - ' Den glänzend von Holländer geschossenen Führungstreffer Duisburgs - holte M.--Gladbach kurz . vor der Pause wieder auf. Nach der Pause drängle Gladbach noch energischer und nutzte prompt einige Schwächen in der,, Duisburger Krsatzhintermaim-' schaft zu drei weiteren Türen aus. »ährend der technisch ausgezeichnete Duisburger Innensturm viel zu engmaschig spielte. War hei Duisburg der Lauf der beste Ma'nnschaftsteil, .hatten hei Gladbach namentlich II. Falkenstcin, -Katz, Hirsch und Stein den grössten . Anteil am verdienten 4 :1-(1 : U-Krfnlg. Auch in diesem Spiel hat ,sich wieder bestätigt, dass sich die -Stürmerreihe fast sämtlicher Vereine ge- . bessert haben, allerdings auf Kosten der Verteidigungen. ' f M. R. Berlin Später Saisonbeginn bei der ISG 33 Zum offiziellen Beginn ihrer diesjährigen .Spielsaison führte die ISG, 33 am 25. Oktober Gesellschaftsspiele gegen mitteldeutsche Sportbundmannsebaften im Handball und Fussball. durch. Mit Ausnahme des Frauenspiels, das Leipwg gegen die doch zu spielschwache „Dritte“ der ISG hoch mit 6:0 gewann, endeten alle anderen Begegnungen mit Siegen der Berliner. Im Handballspiel ISO 33 I gegen Schild Leipzig I trat die ISO 33 mit einem durch den Weg gang 'Melius und Models notwendig gewordenen veränderten Sturm an. Wenn es trotzdem schon annehmbare Leistungen zu sehen gab, stellt das dem .Ersatz, der sieh gut in den Rahmen einpasste, das beste Zeugnis aus. Die Meisterelf dürfte nach einigen Spielen ihre Vörjahrsform wieder erreichen können. Die Leipziger gaben sieh nicht so leicht geschlagen, sie hielten hart, dazwischen und zwangen die Gastgeber, voll-aus sich heräuszfigehen. Namentlich ihr Torsteher Blonski, wohl der Beste seines Fachs im .indischen Sport, leistete Vorzügliches in der Abwehr schwierigster Bälle. Ergebnis 0: 1 (3: 0). IGS 33 IT spielte gegen Schild Magdebur-g. dessen Elf eine erfreulich gleichwertige, vor allem eifrige . Leistung bot. Bis zum 4: 4-Stand konnten sie das Spiel ganz offen halten: erst ein Endspurt brachte den reichlich langsame,!1 Berlinern zwei.. Tore und einen 6:4- 2 -) Erfolg. Magdeburgs Schiller verloren gegen die, gleiche Einheit .der ISG 33 mit 6 : 4 dl Einen wenig' interessanten- Verlaufnahm das F n sshaI I treffen -zwischen JSG 33 und Schild Leipzig. BeidesMannschaften zeigten wenig.' licrse.ii vor allem vor dem gegnerische» Tor. die nötige '.Entschlusskraft vermissen. >- Bei Halbzeit führte» die Leipziger ,mit 1 : 0. . Durch Verw andlung eines Elf- tneterhalles glichen die ISGer aus und stellten dann - ••durch.einenweiteren■ Torerfolg den knappe», wenn auch verdienten 2:1- Sieg sicher. ... . Leipzigs Alte Her r e n liesse» den .-.Berliner Alten Herren mit 0 53 MT: IV de» Vorzug. P.ei den S r h ii 1 e r n siegten ebenfalls die technisch und taktisch weit geschulteren I>(.-Jungen mit 7:1. M. F. Verbandsspiele im Handball 1 - und Fussball Die Verbandfippiele der ersten Fiiseballklässe nahmen mit der Begegnung IKS I 'gegen Hakoah Ib ihren Anfang. Trotz vieler Ersatzeinsleilungen waren die Hakoahner dem ISK ein ebenbürtiger Gegner und Hessen sieh nach hartem Kampf nur mit 1:2 (0 :1) schlagen. Weiter c E r g e b n i s s e : F u s s I, a VI : Hakoali Hl ISK II 6:1» (2:0: Ilnkoah IV-ISK UI 11:2 (7:2): Hakoah 4.' Jugend— JSK .lugend 8 :3 <.',:»): ISK 1. Sebiiler-Hakoah 3. Schüler 11:6 (.'. :>i): Hakoah A. .II.—Makkabi Rostock 2:1 (Grs.- Spiel). — Handball: Bar Koeliba A. H. I — llagihot I 3:4 <0 : 2): ISK 2. -Frauen-Damen R. C. TI 7:6 (3:6); Bar Koeliba 2. Frauen-Damen-R.- -0. I 4 :6 (3 : 6): Rar Kochba 1. Frauen- Hagibor 1.,Frauen (kampflos für Rar Koeliba): IRC Berlin I. Jugend — ISG II 4. Jugend 8:6 (3:li): Rar Koeliba IV— Bar Kochlia 1. Jugend 4:5 (3 :2): ISG 33 VI— ISG. 33 2. Jugend 6 : 7 (5: 3): Bar Koeliba 4. Mädchen —Bär Koeliba 1. Mädchen 0 :10 (0 : 8). M. F. Handball-Gesellschaftsspiel' in Magdeburg: .Mak-, kabi Magdeburg 1—Jüdischer Kanu-Club- Berlin,.! Südwestdeutschland Dannstadt im Handball geschlagen ' In D a r m s t a d t trugen die beiden 1. Mannschaftendes Schild Frankfurt a. M. und der Sportgruppe Darmstadt dinos der ersten Pflichtspiele der Handballrunden aus. ' Beide Mannschaften befanden .sieh noch nicht. in Hoehfiirm. Es gelang dein Schild, der sich allerdings r“stlns ein«etzte, seinen grossen Gegner zum .ersten Male, zu schlagen, wenn auch da« Ergebnis et was von dem zeitweise sehr starken Rückenwind beeinflusst ist. Ausgezeichnet war der. Torwart dos Schild. Landau. Die beiden Tore'fiir Darinstadt fielen in der ersten Halbzeit durch Straf«,össc. nach der Pause konnte der Schild, der nun mit dem Wind im Rücken spielte, vier Tore entgegensetzen, von denen zwei ebenfalls Strafstösse waren. Ergebnis: 4 : 2. Die erste F r a u e n mannsehaft des Schild Frankfurt a. M. traf sich in Offenbaehzu. einem Freundschaftsspiel mit den Spielerinnen des ISV Offenbach. Die Frankfurterinnen traten mit der kompletten Mannschaft an, die das Entscheidungsspiel um die Reicbsmeisterscbaft bestritten hatte. - . - Es .entwickelte, sieh ein schnelle^. faires- Spiel, das* ■die Schild-Mädels nach hartem Widerstand-mit 5 :1 gewannen. .. ' L. B, . : Weitere Ergebnisse: . Fussball: Schild Frankfurt a. M.! T—Spnrtgrnppe Giessen 13:0 < .‘i : 0 V; 18 V Offenbach Schüler—. Schild Frankfurt.a. M. Schüler-.4 : 1: ISV Offenbart! Jugend—Schild- Frankfurt a. M. Jugend 4:1: isV Offenbaeh II—Schild Frankfurt a. M. 0:7. — H a n d - ba I I : ISV Offenbaeh komb.—Schild Frankfurt a. M. ' kotrih. 2:7: Schild Frankfurt'a. M. Frauen II—Sportgruppe Darmstadt Frauen; 2 :1. B. '■ Jugend-Handball in Wiesbaden .In Wiesbaden' standen sich die beiden besten- Jugendhandballmamischaften . Siidwestdeutschlands..JJhilanlliropin Frankfurt a. M. und ISV--Wiesbaden,', iur Verbandsspiel gegenüber. -- Der -durchweg.:ausgeglichene Kampf zeigte ^ein prfrculiehes Spirlnlveaii. Nach anfänglicher. Führung- Wiesbadens'' verinoclite Philaiithiopin sich ein Halbzeitergebnis von 4 :2 Toren zu sichern, das kurz vor Sehl»«« zum 6 : 4 ausgnbantwurde. Dem Jiigendspjel ' folgte ein -S.c h.ü 1 e r 1 n n e n -.- spiel. 1:0. fiir Frankfurt a. M. Die Wiesbadener .1. Herrenhandballmannscliart versuchte sich erstmals im Fussb.all, jedoch deutlich ohne Erfolg. Die’'Alte'Herrenmannschaft von . Schild Frankfurt a. M. gewann leicht mit 10 :1 Toren. R—1. Erstes Fussballtreffen in Kippenheim Am 25. Oktober gab es für die Geiheinde Kippen beim im badischen Oberland ein besonderes sportliches Ereignis: zum erstenmal standen sich dort zwei jüdische Fussballmanneehaften gegenüber, eine oberbadische Auswahlelf (aus'Schildgruppen in Freiburg, Emmendingen. Kippenheim, Offenburg) und der Turnclub 1903 Karlsruhe. Den spannenden Kampf konnten die. Kombinierten nach wechselndem Spielverlauf mit 3:2 für sich entscheiden. K. W. F ti s s b a U‘vcrbänd«'spid TSV Heide! b e r g— AJSV P i r m a s e n s 2 : 4. Werbesportabend des Schild Frankfurt a. M. Der Schild ‘ hatte als Auftakt zur .Wintersaison einen Abend fiir diejenigen Aktiven reserviert, deren Sport-hauptsächlich inv Winter betrieben wird, um ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Fortschritte zu zeigen und damit neue Anhänger zu werben. Die E e c li t'abteilung bew ies ihre ausgezeichnete Schulung dun li schone Schaugefechte. Max Seligliiann erregte wie immer Beifall,-«diesmal mit seinen S c li w e r a t h I e t i k schiilern,- die Ausschnitte aus dem Uebnngsbe.trieb.mit Gymnastik und Pyramiden sowie einen Sehauringkamiif zwischen Gorwitz'und Sallv Kahn hraehten. Die J u d o abteiin,,g führte die Gniiidiihungeii vor, denen Schaukämpfe sowie ein Kampf Kurt Weinbergs mit dem Trainer folgten. Auch die Jugend b o x e r stellten'ihr Können unter Beweis, dasnicht zuletzt das Verdienst des Reichsmeisters Langmnnn ist. der zu einem Kampf mit .Semem Schüler Treitler antrat. Der Sechserkunstreigen der Radfahrerbeschloss diese wohlgelungene Veranstaltung. . L. B. Schlesien - Zugunsten der Jüdischen Winterhilfe In einem. recht interessanten und schnellen Fussball-Freundscbaftsspiel-zugunsten der jüdb sehen Winterhilfe standen sieb am 25. Oktober in B r e s 1 a u die Firrrrenmannschaften 'der Schlosserei Königsberger und der Ivriabank gegenüber. Man saji »uf beiden Seiten mm Teil bekannte Gesiebter der Sportgruppe und des Bar Kochba 7 Breslau. Das Treffen stand daher auf einem Niveau, wie man es bei Firjnenspielen meist nicht sieht. Während in der ersten Hälfte die Schlosser im Vorteil lagen'und einen 1 : 0 - Vorsprung horaushoien konnten, wurden die Bankbeamten nach dem Wechsel in amlhrer Aufstellung und.-mit dom Wind spielend, bedeutend besser und konnten den Ausgleich erzielen. .Trotz, vieler Möglichkeiten auf beiden Seiten schoss ieiioeh keine Mannschaft das entscheidende Tor. so. dass es lienn Stande von 1 :1 blieb. Der beste Mann , auf dem Platz war der Mittelläufer der Schlosser, •.-GaHew«kv (Sportgrupiie), während auf der Gegenseite Frfedländer und Jas. Stark (Bar Knehba) sowie Rudi Rosen (Sportgruppe) gefielen. Bei beyleji Mannschaften wirkten die Leiter der Betriebe, mit ’und •-giihpn siel, grosse Mühe, auch hierbeiehrenvoll zu bestellen. . Dul. Schulsportfest in Breslau Unter Leitung des Turn- und Sportlehrers Gerhard Jurke führte da« J ü d i s r h e R e f o r m r c a 1 g y m - n a s i ii ni mit 266 Aktiven und 456 Meldungen trotz der kühlen Jahreszeit'noch ein Sportfest durch, das recht gute Durchschnittsergebnisse brachte. Für das. kommende Jahr ist ein Sportfest aller jüdischen Schulen geplant, das dann alljährlich wiederholt werden soll. E. P. Mitteldeutschland in der Makkabi- Bezirkspokal-Vorrunde siegreich In den Vorrundenspielen um den Makkabi- Rezirkspokal im Hand- und Fussball trafen am 18. Oktober in Breslau die Makkabi-Auswahlmnnnschaften von Schlesien und Mitteldeutschland aufeinander. Während die schlesischen Mannschaften aus den mit-einigen .ober-' seblesischei) Spielern durchsetzten Mannschaften des Bar Kochba Breslau gebildet, waren, setzten sieb die mitteldeutschen Gegner aus Spielern des Bar Kochba Leipzig und des Bar Kochba D r e s d e n zusammen. In beiden Spielen konnte sich Mitteldeutschland erfolgreich behaupten, und zwar im H a u d b a 11 mit 10 : 2 (4 : 2) und im Fussba ll mit 2 :1 (2 :1). Die Treffen litten sehr unter, dem starken Wind, der ein technisches und systemvolles Spiel nicht aufkonnnen lies«. Dul. Mitteldeutschland Bar Kochba Leipzig in Dresden 9 : siegreich . Die neue Verba ndsspielserie der Berlin- Mitteldeutschen Bezirksspiele begann mit einem F u s s b a 11 kämpf der Alten Herren des Bar Kochba Leipzig gegen die 2. Mannschaft des Bar Kochba Dresden, das die Leipziger mit 5:3 f'2 :2) fiir sicli entscheiden konnten. Das Spiel der .1. Mannschaften brachte Leipzig, trotzdem Dresden dauernd iiii Angriff war, schon in derersten Halbzeit eine Führung, die er nicht mehr abgab. Das knappe 2 :1- (1: 0-)Ergebnis für Leipzig ist vor allem dem ausgezeichneten jugendlichen Torsteher Dresdens zu verdanken. Zwischen diesen Spielen traten die Handballmannschaften der-Herren an. Beiderseits gab es mehrfachen Ersatz, der sich bei Leipzig als vortrefflich trainiert erwies. Nach hartnackigem, aber vergeblichem Widerstand siegten die Leipziger auch hier mit 7 : 3 (2:2). G- J- Was die Sammler sagen Die Jüdische Winterhilfe - der Jüdischen Gemeinde zu Berlin ist in diesem Jiihr tiinerhiith. ganz weniger Tage nwbilgeniacht worden. Eine neue, auf den Ersahrnngen de-; vergangenen Winter? bernhende Organisation unisrte binnen' kürzester Frist anfgebant werdet,. ti»d mit 'Anspaimung aller .0 raste -wurde das Ziel erreicht: pünftlich zum sestgespstten Termin fonnten die Lammlungen beginnen. Sammler und Sainmlerinnen. di? schon im vergangenen Winter tätig gewesen wären, und neue, die erst in ihre Tätigkeit eingesührt wer- - den mnstten, hatten sich in großer Zahl zur Bersügnng gestellt, und sie haben, an dem erlten Tag ihre? 'Wirkens nicht nur Geld, sondern auch allere, lei Eindrütke gesammelt, an? denen man wohl Sdilnsse ans den weiteren Verlaus der Hilssaktivn ziehen darf. Ich habe mich mit velfern nnkerhatten-. die in den verschiedetisteu Bezirken — in, Weste». Norden. Osten nsw! — die Gemeindeinitglieder aufsuchten. Ans ihren Mitteilungen ergab-sich die ersreuUche Tatsache, daß. man mit verschwindend geringen Ausnahmen überall sich der Bedeiituii^ der Winterhilfe bewußt ist'. Man hat die Pflicht^ erkannt! nach seinem Vermögen zu steuern, man . ist sich klar darüber, wieviel Avt e? zu lindern - gilt. Denn die 2iot ist gewachsen, wie durch die höhere Ziffer der zu Betreuenden bewiesen wird. Im 29eslkn Groß-Berlintz und in den westlichen Vororten, wo die Gaben zwischen fünfzig Pfennig, einer und drei NM schwankten, vollzogen sich die Sammlungen überwiegend in einer kliapp-sad,Iici,en Form. Min sah in den Sammlern die Beaustragteu. die man rasch und höflich .äbsertigte, und Falle wie der, daß ein getaufter Jude sagte: ..Mich gebt da? nichts an — gehen Sie -zu Ihren Glaubensgenossen!" gehörten zu 'den seltenen Ausnahmen. Auch daß-semand, von 'dem-nad)her ein ,y>ausbcwoMier behauptete, er sei Autol>esis)er. durch die verschlossene Tür hindurch berkündeh?: „Wir können nicht? geben!" ist ein zum Glück singuläres Sammlererlebnis. Im Norden. Süden. -Osten und in Berlin- Mitte, wo sehr viel sogenannte ..kleine. Leute" wohnen, ebenso zum Teil im Nordwesten, war nkiin meist bemüht, in eine Avt! familiärer Je- Ziehungen zu den Sammlern zu treten. Wo eine „gute Stube" vorhanden ivar. wurden sie ansnahmslo? hineingcnötigt. nirgend? ließ znan sie ans der Treppe oder dem Dvrflur stehen. Man bo't ihnen Zigaretten an. und man lud sie sogar auf? dringendste zum Frühstück ein. Einer der löerren. der im Norden sammelte, erzählte mir. et sei an diesem Vormittag so oft zum Frühstück gebeten worden, daß er bestimmt nicht mit gesmidein ' Ntägen däipongekvmmen^wäre. wenti eTall diesen Aiifsordernngen hätte folgen wollen. Aber seine Ablehnung mußte/er jedesmal eingehend begründen. Solist hätte man sie übelgenommen. In dieser Gegend betrug der Durdjschnitt der Spenden fünfzig Pfennig, und da? Gesamtresnltat war immerhin-recht befriedigend. Ein anderer Herr, der schon 1935 .36 sick) der liidischetr Winterhilfe zur Verfügung gestellt hatte, weiß ebensall? nur Günstige? zu berichten. Wenn er seine „Klienten" an? der vorigen Kampagne auf der Straße traf, hieß e? oft: „Ta kommt ja unser alter Freund — na. nun sehen wir tin? ja bald wieder!" Und dann wurde er wirklich beim Sammeln wie ein alter Freund loillfommen geheißen. und all diese Kpnsektionsschneider- Bäcker. Inhaber schmaler Lädchen nsw. Geeiferten sich, ihr Scherflein herzngebcn. Eine eriverbslvse Frau öffnete ihm die Tür init den. Workon: „Da sind Sie ja! Da? Geld liegt schon bereist . . ." E? ist rührend, an? den Bcricksten der Sammler zu erfahren, wie gerade die Miiidcrbegi'iterten, denen der Zwang de? Rechnen? mit dem Pfennig zur Gewohnheit geworden ist. eine Ehre darein setzen, sid) der jüdischen Winterhilfe nidst zu verweigern. Wer selbst beständig im erbitterten Eristenzkampf steht, weiß eben am' besten um die Not und ihre Opfer ... R. W. Tie Jüdische Winterhilfe .benötigt dringend weitere L a m m 1 e r und am m I e r i n n e n , die im Westen Bcr.tiirs wohnen. Schriftliche Mcl- " düngen an die Adteilnng Haussammlung.' Berlin U 2, Rvsenstraße 2—4, erdeten. ” Für die P.s u n d s p c n d e ist die Sammeltätigkeit von gröhtcr Bedentüng. In allen Bezirken fehlt r?- an H eifert n n c n. Äleldnngcn erbeten an die Abtcilung'T-siindiprnde der Jüdischen Wintcrhitfc der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Bertin'-Grunewatd. Jagowstraßc 36. ' . Postscheckkonto der Jüdischen Dinterhils« Berlin 98 446. Postschlüsse nach Uebersee Vorbemerkung: Diese Uebersieht« erscheint wöchentlich. Sie ist ohne Gewähr. ■ Postschluss für Luft-" Postsendungen ist in Berlin heim PnstanH C 2, in Frankfurt/Main beim Bahnpostamt 19 oder Flughafen. Einwurfbei anderen Postämtern oder in anderen Orten bis zu 1 Tag früher als hier vermerkt. Nordamerika a) Seeweg 29.16. ab Berlin: 29.10. ab Hamburg 19 Uhr (..Europa" 30.10. ab Bremen): 5.11. an New-York >1. ii. „ „; 2.11. .. 19 Uhr (..Normandie“ 4.11. ,.' he Havre);-. 9.11. „ 3.11. ”• -.. . : 3.11. .. ., 17 Uhr („Washington“ 4.11. .. Hamburg); 12.11. „ .. 4.11. „ .„ - -; 5.11. „ " 8 Uhr („Hamburg“ 5.11; „ Cuxhaven); 13.11. „ „ ■ * b) Luftweg (Luftschiffverkchr und Nachbringeflüge finden während der Wintermonate nicht statt) Südamerika a) Seeweg 29.16. ab Berlin: 30.16. ab Frkf.'M. 8 Uhr (Schiff 31.10. ab Cherbourg); 13.11. an Rio; 17.11. an Buen. Aires 29.16. - .. : 30.10. ., Hambg. 13 Uhr (Schiff 30.10. „ Hamburg); 49.11. „ „; 24.11. „ „ 5.11. .. „ : 6.11. .. Frkfj'M. 8 Uhr (Schiff 7t11.—„ Boulogne);—23.11. „ „; 27.11. „ „ b) Luftweg ° — 31.16. ab Berlin 9 Uhr: 31.10. ab Frankfurt^. 13 Uhr (Französische Luftpost): Laufzeit bis Rio 5 Tage 4.11.- ll Uhr: 4.11. „ „ 18 Uhr (Luftschiff „Hindenburg"); Laufzeit, bis Rio 3 Tage (Zu*chlag auf Auslandsporto nach Brasilien J.25 RM für je 5 g; nach Argentinien 1,50 RM für;e 5 g; Luftschiff an Stelle von Flügen der Deutschen Lufthansa; Leilvermcrk; -„Mit Luftschiff nach Südamerika J Südafrika - a) Seeweg 3.11. ab. Berlin 21 Uhr: 4.11. ab Frkf.'M.' 19 Uhr; 6.11. ab Marseille (Schiff); 21.11. an Kapstadt 4., 11. „ „ 16 Uhr: 5.11. .. Köln 8 Uhr; 6.11. Southampton ( ,, ); 23.11. (Von Kapstadt in 30 Stunden näch Johannesburg und Pretoria) b) Luftweg 30.10. ab Berlin 22 Uhr 15 Min.; 30.10. ab München (Balinp. Amt 1) 24.Uhr; Laufzeit 8—9 Tag§\ 3.11. „ . „ 22 Uhr lö Min.: 3.11. ... (Bahnp. Amt 1) 24 Uhr; „ 8—9 (Zuschlag auf Auslandsporto 35 Pf. für je 5 g) * Palästina a) Seeweg _ - - 31.10. ab Berlin 13 Uhr:" 1.11. ah München 9 Uhr (Schiff 3.11. ab Piräus)': 7.11. an Jaffa 3.11. ., .. 13 Uhr: 4.11. . 9 Uhr (. „ 5.11. „ Brindisi); 9.11. b) Landweg ab Berlin 13 Uhr: 31.10. ab München 9 Uhr (über Belgrad—Istanbul); 4.11. an Haifa ., 13 Uhr; 2.11: ., - .. 9 Uhr ( „ „ « st; 6.11. .. „ „13 Uhr; 5.11. .. .. 9 Uhr'( „ „ „ ); 1«. 11. „ .7 , (Leitvermerk: „via Belgrad—Istanbul) c) Luftweg Laufzeit bis Jaffa 2 Tage 31.10. ab München 18 Uhr; „ , ,. „ 2 „ ab München (Bahnp. Amt 1) 18 Uhr: „ Berlin 6 Uhr; .. Berlin 10 Uhr: .. München (Bahnp. Amt 1) 18 Uhr: ., Berlin 6 Uhr: .. Berlin 10 Uhr; 5i 11. ab München 18 Uhr: . (Zuschlag auf Auslandsporto di Pf. für )e 5 g. mindestem 15 Pf.) Postnachbringeflüge zum SUdamcrika-Luftseliiff Der Start der jetzt an jedem Mittwoch nach Südamerika fahrenden Luftschiffe, der bisher «in den Abendstunden vom Rhein-Main-Hafen in Frankfurt stattfand, ist vom 28. Oktober ab auf 8 Uhr früh verlegt worden. Die Pnstschlusszeiten sind dessen ungeachtet* die gleichen geblieben. Die Sendungen »ach Südamerika werden mit Flugzeugen den-Deutschen Lufthansa nachgesandt und je nach der Wetterlage. in Lissabon. Las Palmas oder Bathurst (brit. Kolonie Gambia' den Luftschiffen von Bord zu Bord mittels Netzvorrichtungen übergeben. Die Luftsehiffe^treffen jeweils Sonntag in.Rio de Janeiro ein: von hier wird die Post durch die Syndicato Con<jör Ltda nach Buenos Aires weitergeleitet.