Mannheim
Compact Memory

Central-Verein-Zeitung · 1936-10-29 · 44 (29.10.1936) · page 17

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936)
Issue
44 (29.10.1936)
Date
1936-10-29
Page
– (sequence 17)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
83% known words query
IRI
…/2277379-2278137-2278181--11299-2292348
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Nr. 44 * 5. Beiblatt 29. Oktober 1936 Die Freitagabend-Liturgie von Jacob Weinberg Europäische Uraufführung in Berlin : . Bevor Weinbergs Work (in der Neuen Synagoge zu Berlin) anhob, zeichnet der Kultus- .refercnt der Jüdischen.Gemeinde, Elieser E h t e n - r e ich, die historische ^Situation der Syuagogenmusik. .Der Ver»vilder»u»g. dem Ueberhandnehmen - virtuoser, improvisierter Koloraturen steuerte die Reform eines Sulzer, Leivandvwski, Nauniboiirg. Ihr Werk, namentlich das Lewa ndowskis, ist weit in die Welt gegangen -und bis heute, wirksam. Aber die neue Icit verlangt eine ihrem Ausdruck gemäßere Liturgie. Wie sic sein soll, darüber ist allerdings eine Einigkeit nicht zu erzielen gewesen. In jedem Falle muß die Gemeinde die neu zu ^schassenden Gesäuge leicht erfassen und singen können: denn die Aktivierung der Beter ist das erste Erfordernis liturgischer Gebrauchskunst. Ter Vortrag nannte die mannigfachen Vertonungen, die in letzter Zeit in Berlin zu hören waren . (Schalit, Bloch. Nadel, Kopf, Dymont) und ging dann cstif W e i n b e r g s „Kabbvlaß Schabboß" ein, dessen Merkmal vor allem in dein Zurückgreisen auf die alten pentatonischen Tonreihen zu sehen ist. ' Zweifellos ist Weinbergs Freitagabend-Gottesdienst von den Hörern als jüdisch empfunden worden, aus innerster und instinktiver Gefühlscntschcidung heraus. Darum hört hier auch Möglichkeit und Berechtigung kritischer Untersuchung auf, weil wir nach diesem reichen und erhebenden Ablyid jenseits der Sphäre von Beweis und Widerlegung stehen. Ganz irrig wäre es freilich zu glauben, Weinbergs Werk sei jüdische Musik, nur weil,es altes Mclvdiegut aufgreift. Das Kernproblem bei dieser Frage haben wir darin zu sehen, daß wir zwar jüdisch musikalische Denkmäler, aber keine lebendige jüdische Musikentwicklung haben. Tie Brücke., die eine uralte Vergangenheit mit der Gegenwart verbindet, fehlt, an der Fortentwick- . lung der Tonkunst hat die jüdische Kunst seit Jahrtausenden nicht mitgewirkt. Da wir-nun unsere alte Musik nicht in originaler, orientalischer Grundform übernehmen können, da wir vielmehr die alten Melodien bearbeiten, ausgestälten, entwickeln müssen, so werden wir ganz automatisch zu Formen gezivungen, die eine nichtjüdisckie Welt schuf, etiva, lim einiges zu nennen, auf Festlegung genait fixierter Tonhöhe, periodische Rhythmik, Taktcinteilung. Hartnonig. Ungeachtet solcher Erwägungen spricht. diese ' Liturgie unmittelbar und bewegend zu uns, hier wlirde nicht nur ein „interessantes Werk zur Diskussion gestellt", sondern ein schönes, wirksames aufgcführt, »vir hatten Teil an dem Erlebnis, dasei n großer Meister gab, der fromm und inbrünstig den heilig vertrauten Text vertonte. Weinberg , kennt den überlieferung-gesättigten Tonfall der kantoralen Rezitation, der sich wie mit weitem Faltenwurf up» die Worte legt, seine melodischen Eingebungen sind reich und neuartig, aber das Schönste gibt er in seiner Harmonie. Wer Weinbergs Werk mehrmals hört, dem werde»« tzfese milden Dissonanzen, der Reiz, dieser zugleich .lyrischen und herben Reibungen in ihrer fernen, fremdartigen Weichheit nicht aus dem Ohr gehen. ' Wenn wir mit einem einzigen Begriff das Wesen dieser Vertonung kennzeichnen sollten, so wäre es der: .stimmungshafte Kvloristik.. Dieser Sinn für klanglichen Glanz und Farbigkeit »var es denn. . auch, der dem Werk eine sofortige Wirkung . sicherte, die keine ber bisherigen Liturgien hatten Bloch ausgenommen. dessen z.'Aivvdaß Hakodesch" mehr dem Oratorischcn als dem Liturgischen zu- - Für unsere»»: Gottesdienst allerdings ist Wein- .bergs Lpus unbrauchbar. Einmal schon, »veil das ..llnion Uraxer Loetz" Arnerikas von unserer Liturgie erheblich abiveicht: bis zu „Maariw" bleibt nur der 92. Psalin bestehen, dafür ist aber das bei uns deutsch gesagte „Llenu" teilweise und das „Adaun aulom" ganz breit »»»»»sikalisch durchgesührt., Die der Gemeinde zugedachten Glaulielis. sähe sind viel zu kompliziert, in der melodischen Führung, in den Modulationen auch die Ehorsähe »oeitaus zu anspruchsvoll für die bei. uns wirkenden kleinen SüngerschaLen. / Tie europäische Nrausführnng des Werkes brachte uns Chemjo Winaiver. lieber der Wiedergabe schien in allen Teilen als oberstes Gesetz zu stehen: harmonischer. »veichcr Zilsainmenkläug, Rundung zun» verschmelzende»» Ton aller Sti»,»»i»ci». Winaiver, der große Ehvrmeister niit den' ständig abdäinpfenden Händen, erzielt ein zauberhaftes Piano mit tarisend Schattierungen, wobei nicht verschwiegen sei, daß das gelegentlich zu einer artistischen Ileberzüchtung führt, die den Tert »ind selbst dieser klangseligen Musik nicht ent- . spricht. Bon einigen Tvnschwankungen.abgesehen (die zu vermeiden gewesen »vären, »ve»»n Wiiiaiver den Organisten »»icht zu solch übermäßiger Diskretion gez»vuugen hätte), führte Winaiver seine Sänger sicher durch die verschlungene Ehrvmatik. die erdenferne Gelöstheit dieser Klänge?und bot als Ganzes eine Leistung, die in unseren» Musikleben.als ungewöhnlich bezeichnet »verden »nuß. Die. kantoralen Teile wäre» Julius P e i s s a ch v - »v i t s ch übertragen, also einem Sänger, der. »vie man Iveiß, schon.von sich ans? die Kultur des Singens, Schönheit und Biegsamkeit des Tv»>-s über alles stellt »md schon darum für Weinbergs kantoralen Satz geradezu prädestiniert ist. Auch Pa»»la S a l o m o n - L i n d b e r g.»var in denkbar guter stimmlicher Verfassung. Daß bei solcher auf Klang -eingestellten Musik der Einsatz des Orge li n st r u m entari u m s von größter Wichtigkeit ist, braucht nicht besonders hervorgehohen zu »verden. Orgel spielte Erivin Jospe.' Es ist -die Eigenart dieses einzigartigen, schönsten Instruments aller Berliner Synagogen, daß nur ein kleiner Teil der Pfeifen ich Raun» selber steht, die meisten sind hinten in der Pfeisenkaininer zusammengebaut. Daraus ergibt sich für den Lrgclton die ungewöhnliche (hedeckthcit, auch bei vollem Ltzerk, das die verschiedenen Stimmen zu »vohltuender Harmonie bindet, es ergibt sich für den Spieler die Möglichkeit eines stärkeren Registriercns. als es in den anderen Synagogenrat-' sam-ist. Jospe war hierin, »vie gesagt, teiliveise zu »»»»recht, vom Dirigenten beschränkt. .Er spielte geschmackvoll, mit manch aparter M-ischuug, da aber bei der Orgel die Beherrschung des Technischen weitaus schwerer ist als das Schönregistrieren, so besagt es noch inehr, daß ihm die Handhabung des kcincs»vegs_teicht zubedicnendcn Instruments gelang. ' Der rveiheoolle. Abend fand ein dichtgekülltes Gotteshaus, eine sichtlichergrissenc Genieinde. Der ' Erlös gc»lt der Iudisäzen 'W i n t er h il f e. Ludwig Altinann. Künstlerische Veranstaltungen " Ei»» Al>end bei Weil in Berlin botDichtung iiiid Musik. ... Es-erscheint ..»ins kein Zusall, d>»ß Hilde Böa r r ^Reportagen so tzelimzeN. Ihr dichterisches. Talent' ist an, 'stärksten u, der Nkischnug von Aktualität. Geizeustandllchkeit und zarten» Rachgestalten allgemcingultiger.Impulse.und Gefühle. Hilde Marx'»var sich selbst-eine gute Interpretin. Eellvmusik lebhaften Eharakters -spielte Godfried Z e e l a n d e x. dartuend, daß dein Instrument außer der Kantilene auch virtuose Wirkungen ab-, zugeivinnen sind, »veun »nai» so viel »vie Zeelander kan». Am Klavier der subtil empsindeiide und darstellende Leo D a u b m a n u.. L. .V. Mnsikhistvrische Querschnitte zu geben, unterbältsam imd dabei snudiert. ist Dr.'Anneliese L a n da u s Stärke. Man merkt, »vie sehr sie den Stofs nach der geschichtlichen »vie nach der. künstlerischen Seite hin beherrscht und »vie ciiipsänglich und danklmr sich das Publikum, eine vielhnndert. köpiige. treue, interessierte .'Hörergemeinde iür diese Vortrag »ind KonzertkvinbinierteIArt der Darbietung zeigt. Iüdisel^ Nlusiker. die »n. Frankreich nurkten und noch »vir.len, ivurden in» Oktober- Vortrag des Berliner Jüdischen Kulturbund e s behandelt. Sie »varen repräsentiert vor . allem durch Halövy. Me»,erbeer und^Osteubach. durch den »ve.niger bekannten Operettenkomponisten Samuel David,'vertreten vor allem durch du» zur . Debussh-Schule gehörenden, in» vorigen Jahr gestorbenen Komponisten: Paul Dnkas. dessen ..Zauberlehrling" nng'e.heures. Aussehen ’ erregte, »ind Darius Psilhaud.' Durch sorgsam a»isge»vählte Beispiele lourde inan mit dem Sä>,sfen diessv - Kömpvuisteu vertraut gemacht. Die deitz Jüdischen Kulturbund-Elisemble angehorenden Sänger Hein« rich Korn und Rictzrrd Dredsner, besonders aber Werner S e e l, g - B a ß als Pianist halfen der Vortragenden»ach Kräften.. ‘E. G. L. . .Der Reiä»svcrbai»d der jüdische»» Kulturbündtz in De,»tschland leclt in,t: Aus der Kulturtagtmg. des »Heiclisverbaudes ivar dem Prasidlinn de8- Reulisuerbandes durcl, - Besäil-uß -der Theater^, konunission der Auftrag erteilt- »vovden,. ein«.. d r a m a t u r g i s cl, e. Z e n t r a I st e l. I e zn erriclilen. die sich spepell der Bescl»afflli»g jiidisctien -Anssuhrungsiliate-rials. der llebersetz»ing und Bearbeitung dieser Stoffe »vidinen soll. Diese dramaturgische Zentralstelle ist nunmehr eingerichtet worden. Als ständi»vi Mitarbeiter .w.uvden - beruseu: Dr. Eh. Borodianski lhebräisch». Lev Hirsch (jiddisch). Dr. Hermann S. i n s h e i m e r (dra,»atiscl>e 'AXtliteraturL . Die Zentralstelle »vird Anfang Novemt»er ihr« Arbeit au'neh»ic»i. Kapellmeister Sanders Bühnenjubiläum .Kapellmeister Berthold Sander. feierte am 2'°>. Oktober sein Mjähriges Bühnenjiibiläum. Er begauii seine Lausbalin in»/Jahre 1911 in Irict »i nt er Heinz T iet sei, und gelangte über Himburg, Nlainz. Darmstadtnach Braunschiveig. Er spielte in diesen Städten als erster Kapellmeister ein« »nichtige »llolle iii, innsikalisclie» Leben. In den ' Jahren l!».tl- -l!>.!.! mär Sander als musikalischer Oberleiter in Hildesl>eim tätig. „IVa« Ihr wollt“ in der Jüdischen Jugendbühne Hcria Rein, Erna Cohn; Steffi Roscnhmtnt l- Sonnenfrlrl „Was Ihr wollt“ in der Jüdischen Jugendbühne Der Erfolg, den die Jüdische. Jugcndbühne Anfang des Jahres, als sie d»,s erstemal vor die Leffcntlichkeit trat, mit der Ausführung des „Eingebildcten Kranken" hatte, dürfte sie veranlayt habönT" auch diesmal eine Komödie der Weltliteratur zr» wählen: Sl»akespeares „Was Ihr »vollt". Ten jugendlichen Zuhörern, die das Stück in Berlin in» SchunWin-Saal -fallen, mag vielleicht »nanches fremd geblieben sein; »vie sollten sie auch etiva die Sentenzen des Rarren, »il>erhaupt: den ganzen an Wortspielen und lvunderlich-romantischen Bemerkungen und Betrachtungen üln:rreickien Dialog begriffen, »vie sollten sie dc»rü'ber hinaus geivußt haben, daß dies, »pas sie sahen, mehr ist als buntes, verivechslungsreiches Spiel: Deutung und Gleichnis, Kaleidoskop des Lebens. Gleicki»vohl! Sie spürten den Zi»uber des Theaters, sie »varen gebannt von den einlnaligen sonderbaren Dingen, die' hinter und zivisckiei, den roten und gelben Bvrhä»»gen sich ereigneten. sic lachten über den Junker Bleichenwang und den Haushofmeister Malvolio, die an der Rase .heruillgeführt wurden, und ihr Herz schlug für die schöne Viola, die den edlen Herzog von Illyrier» liebte »ind, ach. erfahren und erleiden mußte, daß der Herzog eine andere, nän»lich die Gräfin Olivia, begehrte. . Wie schon in der Aufführung des „Eingebil-, beten Kranken" wurde ailch hier von, Spielleiter E r »»st R o s e n b a u in das Possenhafte des Stückes stark unterstrickM. Die eigentlichen Rüpelszenen nahmen emcn Umfang ein, wie er sonst in einer Ausführung dem romantisch - dramatischen Teil gegenüber kaum berechtigt wäre, hier aber vor den begeistert »nitjubelnden Kindern ganz am Platze schien. In den ersten Szenen »vurden noch nicht die innige und komödiantenhaft-lustige Spiel der jungen Steffi Rose n b a u m — sie »verkörperte die - Viola — hervorgeholien. Prachtvoll in chirakteristischer Farbigkeit »vciren H u g o -S ch u st e r als Junker Tobias, Werner H i n z e l in a n n als Junker Andreas und Georg Iacobsohn als Haushofineister. E r n a E o h n . das Ka'mmer- ^«lMl^n^M^ND^'tTime^im^VorräTnir'deU'Thmters" auf einer großen schivarzen Tafel mit Kreide veriiierkt war. „»»'egen Heiserkeit um Rachücht". Die Nachsicht braucht nicht geivährk.zu werden. Weder schien sie heiser, .noch hatte »iinn überhaupt den Eindruck, als ob sie in ihren» ausgezeichneten temperamentvollen Spiel bei der Kritik besonderer Raäisicht bedürfe. Tie sch»»iierige, in dicscr Aussühriliig vor Kindern »vohl schwierigste Rolle: die ' des' Narren, hatte Alfred Lichten stein übernonm»en. Weniger als „Worwerdrehcr",. »vie er sich selbst einmal in einer Szene nennt, als als Possenreißer, als Schalk, etiva »venn er sich einen Bart umhängt, einen roten Talar anzieht und mit verstellter Stimilie die Rolle des Ehrn Matthias spielt, findet er'l'ei den Znschaueri» stürinischen Beifall. Herta R e i ß als Gräfin Olivia und Siinvn Sainsky als Herzog Lrsiiio spielen ihre Rollen mit viel Anmut. . Ter Part des Bruders von Viola, -von der Regie stärk.ziisammengestrick-en. war Kurt S ü ß m a n n übertragen, der ih»n dennoch eigenes Gepräge zu geben »vußte. IN kleineren Nöllen beivährten sich.Fritz W o l f s - berg, Hans Heinz Allenstein, Arthilr- -L e »v i n und Fritz B l u in. Unter der Leitung von Gerhard Goldschlag »vurde als »nusikaliiche . Unterinalung aus Schuberts „Rosaniunde" gespielt und da»nit auch das Zauberhast-Phantastische der^ Komödie dem Bewußtsein der Kinder nähergebracht. Jin ganzen: eine-geglückte Aufführnng. Ten Leitern der Iügendbühne kann dt»nkbar bestätigt »,'illen. ' nicht fremd bleiben und »vrlorengehen dürfen. Heil» tt«»r^riin. pechten-Abstufungen-zwischen-den»- spielerisch-phan«- -- »verderr: »ml ,-,-Was Ihr »volll" ist. ,vas Ihr wollt. .1 tästische»» und derb-realistischen Charakter des Ganzen gefunden, dann aber entstand, in einer Steigerung, die bis zum Schlüsse anhielt, ein atmosphä- . risch in sich gcschlosiener einheitlicher Stil. ' Don den schauspielerischen Leistungen sei vor allem das nüancenreiche, zugleich schwärmerisch. gelungen: Kinder für ein paar Stunden herauszureißen sius dein. Alltag, sie mit der schillernden, vielprächtigen Welt des Theaters vertraut zu machen und ihnen zugleich, beüerIvöhl als es in» besten Unterricht geschehen kann, Schätze der Weltliteratur »»aheztlbringen. die. ihnen, um innerer Bildung fheator, Musik, Film Artur H e l l m e r bringt in» „Theater an der 3l» i e n" dcmnäcbit G. B. Shaivs ..Festgesahrcii" in der Ilebersetzuiig Sicg'ried T r e Hi t s ch s l»erans. In der Wiener '..ScalaI inszeniert er Gevrg Frasers Schauspiel „'Nenn Offiziere". Die^ W jener Staatsvper bereitet eine llleueinstudicrung von Rossinis „Moses" vor. Tie Königlich' Flämische Oper in A »t - »verp'eN veranstaltete eine deutsche Fcstausführniig von Beethovens „Fidelio", Unter den Znschauerii bemerkte inan Vertreter der staatlichen und der städtischen Behörden. Tie Aussührung stand unter der inusikalischen Leit»i»g Hans Wilhelm Stein b e r g s. . Tie begeisterten Zusckianer spendete»» den Künstlern reichen Beifall. Sigmund Fene rma nn, ein Bruder des Erllisten Emauilel Feuermann, veranstaltete' in Wien ein Konzert, bei d.em er u. a. das Violinkvnzert von Richard Strauß spielte, Ter Rundslink W i e n bereitet für Nvveiiiber eiiie Kvuzertveranstaltung unter Leitung von Briino Walter vor, ebenso ein Konzert der - Geselliü)ast der Nlusiksreuiide. bei dem der amerikänisä)e Vivlinvirtuose Eire»»» Z i m b a l i st als Solistmitivirkeii »vird. In der literarischen Abteilung n't als Lnstspiel des Mo»»ats estr.'Werk von Rudols Leiter reicher und Ludivig H i r sch f e l d . „Konto qei t|brrt", vorgesehen. "Bruno W alter setzte die Reihe seiner Konzerte in Holland kort. Er dirigierte im Evuzerlgebvüw in, A m st e r d a m. ' In einem loeitereu -iivnze-rt-ivirtle Zsakhau Bc i l it e i >» als Solist mit. Ter Pariser Sender bringt am-I. Noven»- bcr. -l.üy Uhr. eine Oper von Darius M i l - h a u d zur Aufführung.; Ter Sender der italienischen Schiveiz weilt in seinem Programm vöm 4. November, ,20.Zö Uhr, vier Episoden für Kainmeroräi'ester von Erlieft B> och aus; am ">. 'November. -'I Uhr, stehen.meh- - rere Kompositionen von Darius Milhat»d auf ..dein Prograillii» dieser Stalivn. Das Programm des" si a l ä st?u e n si schien Senders soll eine grundlegende Aenderung in der 'Ikichtuiig ersahren, daß die bisl,er einseitig bevvrzugte^'iHiisi kdes—>U^Ia>,rluu,derts-zuriicktreteu soll. Bevorzugt wird viienbar neue Knust. Wir - uc,»neu ei» Konzert mit populären ^liebräischen Liedern, gesungen von Schlvmoh W e i ß f i-s ch, ein Konzert des Kammerorcheiters unter Leitung von S a l o m o ». denen Pcogranun das Nivtto ..Blnsik über jüdiicl>e Tliemen" trug. Es gab Bruchs ...Kol uidre". Kvmpvsilionen von B l o cl> und M i l h a u d. Ten stärksten Eindruck hsnterließ die 'Bübdergabe des Adagietto aiiS B, a l>st e r s Siufvnie. „Orientaliscl>e' hebräijclie Musil" bot E l i ei e r v ff. Ueberhaupt. sucht man sich dem orientalischen 'Miisikstil bewußt zu nähern, »o sang Ezra Gabbai iiiibegleitete jeinenitisclii' Vollslieder'und Sabbathgesänge. Ein neues Talent ließ auihvrcl>en. um so mkhr, als es. sich um die kompositorische Begabung eine'r Frau handelt: Bliisik von Bardiua S ch l v n s k i, die im-Radio erklang, soll scl,öpierische Krakt il». Blclvdie und besonders Rhythmus zeigen. Mehr' das Gebiet der Uiiterhaltungsmusik »vird im StudivEnsemble von- Philip S ch a r f -gepflegt; es spielte u. .a. Lisenbach. Auch eine moderne Operette war zu liören. allerdings vorerst auf Lchallplat-ten: „Liebe braucht einen Walzer." In einem Kvnzert der Liverpvoler Philharmonie ^wirkte Alerander K i p n i s mit, der 'Lieder von Schubert »nd Hugo Wolf sang. Brvnislaiv Huber man »vurde für ein Sinsvuielonzert in 'N v t t i n g h a n» verpflichtet. In Lvildvn »vird von der Hoyal Philharmonie Sociöty die Erstau »s ü h r u », g einer Ouvertüre von. Ea st e l u » o », v - T e de o co „l,a Pi.stxjliea. Doniat;," stattiindcn. In dcniselbei» Kvnzert gelaugt M a h.l c r s „Lied von der Erde" zu.r Ausführung. In Pst dis-fand die Wcltliraussnhrung des Films .,Hölc>ne" knach dem bekannten Roman „Helene Wilstihr" vo>» Bicky Bau ml statt. TaS Drehbuch stammt von Jean B e n o i t - L e v y.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.