Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 43 (22.10.1936)
- Date
- 1936-10-22
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Vorträge in Berlin / Arthur Eloesser über Werfel . und Mombert Im Berliner Ä u [ t u t b n t, d sprach . Tr. Arthur Elvcsscr über die großem jüdischen Lyriker ,Tranz Wcrr'el und Alfred Momdert — beides. 2tiisnahmce.rfchcinnngcu, die in ihrer Art ein Ideal, darstellen. Eloesser ging bei seiner Befrachtung von der Grundlage nnd dem. -ewigen -Master aller. lyrischen Poesie, den Psalmen, ans, die,- obwohl elementarer Ausdruck religiöser Erhebung. auch ans die 'profane .Dichtung einen bis in .die neue - Zeit. .reichenden >E-mflttß.,' ausgeübt haben. Auch Hsterfels Lhvik wollte de,,. Menschen ausrübren,' erheben: insofern ist alles an diesem,■“ - von seii,er -Sendung wahrhaft ergrificuey „Er- Pressivnisten" religiöse Dichtung. Das - Göttliche —"oder auch das Ringen mit Gott — bedeutet fiir Werfel, wie der Redner hervorhob.. die I'Zentralsrage des Daseins: der Glaube, der der Welt verloren gegangen sei, eine im höchsten Hirne ethischrckigiöse Forderung. Indem der Dichter diesen Glauben. in lieberen,stinimnng etwa mit dem großen Skandinavier .Kierkegaard, immer wieder, predigte und ihn gegen die „Trägheit des Herzens" in Schutz nahm, 'wurde in ihm etwas von dem alten Prophetengeist, vom Geist Jesajas und Jcrdmias, lebendig: ,>oeta prophota. Ter großzügige,, Charakteristik Werfels, -die allerdings nur die eine Seite seines Werkds herbvrkehrte. währendsie den sozial-altruistischen Zug der Iugendlyrik (./.Rein einziger Wunsch ist. dir. o-Mensch, verwandt'zu sein") kaum berücksichtigte, stellte Gloeyer die ganz anders geartete dichterische Persönlichkeit des 18 Jahre alteren. 'AlsLed Plvmbert gegenüber. Hier verwies er auch auf den frühen -Komonttfer (der in seinem Zyklus „Tag und Nacht" noch betrachtend oder schwärinend dem Diesseits zugekehrt warl, der sich'aber dann in seinem zehnbändigen lyrischen Gesamtwerk. eine rillte Lyiikcns Natur. in immer höhere Sphären eines vom. Irdischen losgelösten, visionärmystischen Sternenglanbens erhob. In dieser H.insicht sei er auch ein Prophet gewesen, der indes mehr von kosmischen als von menschlichen Dingen berührt worden lei und der seine Religion im Aether gesunden habe. Gloesfer prägte ,'ür Moin- ' bert. den „Strahlensanünler aus aller Welt", in dessen hymnischen, feierlich-gelösten Versen es wie von'rauschender Musik klingt, die bezeichnende Formel „Generalmusikdirektor des Universums" -- und er verspürte mit A'echt in seiner völlig vergeistigten Lyrik eine Art Flügelschlag. ein Hinüberschwebeu in den stosmos, von dem der Dichter singt: ..Sonne, und Mond sind mein einziger Berkehr, vielleicht noch dgs Jener, vielleicht noch das Meer." Durch diese inythisch-erträumte Welt sei Mombert als ein ganz Einsamer gewandelt/, zw dessen bürgerlicher Existenz es ksinen Zugang gab — ein unablässig Suchender, der seine. ewigen' Kreise nm sich gezogen und der die Materie völlig überwunden habe. H. L. - .• Kurt Baumann über die geschichtliche Entwicklung des Regisseurs Regisseur Kurt Bnunuann sprach in der freien Wissenschaftlichen Dereinignng. Berlin, über „Geschichtliche Entwicklung des Regisseurs von Goethe bis jetzt". Der Regisseur müsse ein psychologischer Seelenbildner sein, .historisch gebildet, Nachschöpfer des Dichters, erfahren in allen technischen Eiurichtuugeu und .Möglichkeiten der Beleuchtung und vor allem ein Pädagoge, der — waS besonders für den Kulturbund heute entscheidend ist — seine Ausgabe und Berufung «i der Schulung mid Durchbildung des Nachwuchses sieht, auf de», die Zukunft des Theaters, ruhe. Zu diesem Grgebuis kam der . Redner über eine knappe, anschanliche Darstellung ■ der -Entwicklung von Dlieater. Schauspielertum und R'cgiegedankeu. die bei Goethe begann, sich über Georg II. von Meiningen. von dem das erste Regiebuch stammt, .fortsehtv und über den Naturalisinus, das ..Entfesselte Theater" und viele andere Stationen hinweg in die Jetztzeit führt. Der -Vortrag, der von Fachiviy'en und Liebe zur Sache getragen tvar. nuirde sreubigst ansgeuvmineu und iebhaft diskutiert. Die Leitung des Abends, hatte Dr. Ziel e n z i g e r. DM. Or. Werner Levie über Künstlerisches Leben im heutigen Palästina Im B o r I i u r j ii d i f ch c n Ai n l t » r - bnnd liielt Dr. Werner Levie e,n fesselndes nnd instruktives Dl,'eieratüber das ku»ftleri.sche Leven im heutigen Palästina? in, besonderen sprach er über die Gebiete künstlerischer Betätigung, die eine Beziehung yir Atnltiirbundarbeit haben: Tlieater. V-'ni'ik und Arieinkiinsl. Ganz allgeineii, sei die künstlerische wie auch kulturelle Situation durch die Neberichneidniig von kulturellen Eigenrrscheinungen und kultnrellc» Lüerten Europas und,Amerikas geleiln;eich»et. Die Mehrzahl der Theater in Palästina seien keine spezifisch palästinensischen Idealer - beispielhaft dasur iväre vor allem die Habiina. Levie schilderte sehr anschanlich Giitwicklnng und Bedeutung der Habiina. die durch die Aufführung hebräischer. Stücke eineu tveientlichen AiiteiZ an der Renaissance der hebräischen Svraclie habe. In, Gegeusay'zur Habima.- i» der bisher nur ins Hebraiiche überlegte Stlicte gespielt ivurden. bringe das Shel-Ilieater auch, hebräisch geschriebene Stinke zur Au'fuhrung. die oft durch Uollektivdraiuaturgie^entstände u sind. Besonders inlereyaiil sei die Tatsache, das, sich die Stücke, die in Palästina gespielt werde,», iedr häufig mit dein Gäliitproblein befassen. Das moderne Zeitstück. das zu den Ercigniüen der Gegenwart Slell'uiig nimmt, kehle, hingegen sän- . den dir Ericdeinnngcn des grgenivärligen palästinensischen Lebens .nommentar nnd Alritik in der Allcinkunilbühue Rlatate. -^Schwierig lagen die Dinge an,' dem Gebiete der 'Munk. ' Däs^Bedüri- " Il1'S".iliNll MnM--und, niuNkalischew-Darbietiinaen sei sehr stark, es gebe aber leine naatlichen Subventionen >oie in änderest Ländern, die zur Unterhaltung einer eigenen Sper oder eines eige- " neu philliarmoniicheii Drcyei'lers unerläfrlich feien. Arammeriiiilsik und Laieumusik fänden starke Pflege, das jüdische Bolkslied. das in Palästina entstehe, könne vielleicht, als der erkte und stärkste ' Ausdriick eigenständiger Nultur augeseheu werden. Zusäiuilieniassend stellte der 'Redner ieü. das, in Palästina ein sehr lebendiges und echtes Bemühen um künstlerische Tinge und' auch eine sehr starke künstlerische Atmosphäre vorhanden sei.' H. B-n. ' Aus dem Programm des Jüdischen Kulturbundes Rhein-Ruhr Der Roman „D e r P o j a z" von Karl Emil Zranzos ist in der Dramatisierung von Georg H i r s ch f eit* zur Uro uf f ü h r >> n g vom Kultiirluind ' Rhein-Ruhr .a'iigenommen. Der berühmte Roman ist in einer neuen Ausgabe ii, der Brandusschen Verlagsbuchhandlung, Berlin, ..erschienen.'- „.H a ch s ch a r a h". Schauspiel in acht Bildern von Willy B u s ch h p f f ist zur Aufführung angenommen worden. - - : Mvriz S e e l e r , der schon für den Kulturbund Rhein-Ruhr die „Heilige Zlamme" von Maugham und „Hut ab vor Lnkel Gddy" von Rudolf Kurtz inszenierte.'führt die Pcgie in dem .Sck)auspiel „Der goldene Anker" von Pagnol. Das Preisausschreiben des ' Reiehsverbandes Zu der in der vorigen Riiinmer der G.-B.-Zeitnng gebrachten Notiz über die Beanstandung des Allgemeinen Kantor ein v e r b a n d e s (Bereinigung jüdischer Kantoren) weist der Reichsverband der Iüdisck)en Kulturbünde -in Deutschland darauf hin. daß das Thema „Jüdische liturgische Musik" bei, der Kulturtagung des Reichsverbandes im Hinblick auf die Möglichkeit der Verwendung in. Kulturbundveranstaltnngen behandelt - wurde.. Die Jury für die Einsendungen wurde von der Musikkommission der Tagung frei ernannt. Da kein für den Gottesdienst bestimmtes Werk, vor allem keines für Gesang,, zur Bewerbung zngelassen ivar, war die Zuwayl eines Kantors nicht ersvr-< derlich. An der Tagung „ahmen übrigens mehrere Berliner .Kantoren teil. Intendant Dr. Kurt Singer,, unterstreicht, daß er aslein die Derantwortung für die'Einladungen trage. . FeStvorstellung zugunsten notleidender Aerzte Die ' K ü n st l e rh i l fe veranstaltet in Genteinschait mit., der Wirtschaftshilfe (Abteilung 'Aerzte! der B er l i n.e r Jüdischen Gemeinde 'am Vorabenddes Bußtages, 17. Noveinber/.im Bach- ,saal° eine Zestvoritelliinq zugunsten , notleidender Aerzte. Die G a st s p i e.l v p e r des Reichsverbai,des der Jüdischen Kusturbünde in Deutschland, wird bei dem vorgesehenen Abend mit'dem Orch e st e r d tj..(l ii n stl e rhilfe Ditterndorfs komische Oper,„Doktor und Apotheker" zur Darstellimg bringen'. Leitung: Ernst Ewald Gebert: Regie: Theo Z r v „ t: .Solisten: Lilli.H e i n e m a n n. Edith E i se'n h e i me r. Thea Stu ck en sch m id t. Walter Olitzki, Leo Kob er stock. Richard Dresdner. Edgar L i s s n e. r, Heinrich K v r.n und Werner Simon. g. . Junge Autoren lesen Mit Rücksicht auf die Erstaussührung der ..Schabbathai Zwi" im Berliner Kulturbundtheater am 3'. November wird der erste A u t o r e n - A b e n d der C.-D. - Zeitung verlegt. Nähere?, in der nächsten Nummer. ' Jüdische Jugendbühne Berlin^ Es wird gebeten. weitere Abonnementsbestellnnaen'möglichst umgehend dem. Büro: Berlin SW l9. Stallfchreiberstraße 44. zugehei, zu lassen, damit sie noch für die erste-Vorstellungsreihe „Was ihr w o l l t" berücksichtigt. werden können. - Ein Kollektiv junger jüdischer Musiker und Schauspieler bringt am 4. November. Uhr. im Schumann-Saal. Berlin. Lützowftraße 76. die erste Aufführung. von „Di e G e s ch, ch t e v o nr - Soldaten" mit der Musik von Igor Straw in sky. Die Ausführungsteht unter der mmi- ' kali,'chen Leitung von Wolsgang r a e n k e l, Regie führt Nikolai E l j a s ch o f 1, Bichnenbifder und Kostüme hat Heinz C on de lck entworfen) Es wirken mit: Ilse B o r.d e m b.D.rq^.- ...-.Herbert Me ye r o w iZ, Alerander L i p s chr tz und Bert ' Bä e r als Schauspieler. Vorher tzüelt Lilly Kann einen Einakter von Jean Cocteau „Tie geliebte Stimme". - Biblisches Kammerspiel in der Synagoge. Ein . interessanter Versuch) der vornehmlich den Gemein- "" den zugute kommen wird, die über keine Säle verfügen, wird. Ende November unter dem Protektorat der K ü n st l e r h i l f e der Berliner Jüdischen Gemeinde von Berlin aus starten: In - einer Berliner Synagoge wird Emil B e r u - kpa r d C o h n s biblisches Schauspiel „D e r Brie f. d es N r i a" mit Camilla S p i r a , die damit nach längerer Pause und iw einem neuen Rollenfach vor da?/Publikum tritt, als Bäthseba zur Ausführung kommen. Regie führt Lutz Welt- Die kursierenden Palästina-Marken : ' . . .. 11. . Die Druckerei Harrison ii. Sons jferligle zunächst die Druckplatten /au. (iie für die zehn niedrigen .Werte, die das gewöhnliche hochrechteckige Format bekamen, 250 Markenklischees enthielten. Uni nun solche -grossen Markenbogen fiir den-Schalterverkauf bequemer ' zu gestalten, wurde die Druckplatte .in drei Teile geteilt zu hundert, - hundert Und fünfzig Klischees, getrennt durch senkrechte schmale Leisten von halber Markenbreite, auf denen sich zwei 21 Millimeter hohe und 2Vj Millimeter breite Kästen befinden, die beide je 40 feine waagerechte Striche aufweisen, Diese Kästen bezwecken Schutz der Druckklischees und gleichmässiges Ausdrucken an den Rändern der Schalterbögen. Die ganze. Druckplatte jedoch Wird umrahmt von einej sog. ,..lubiläuinslinie“, d. h. von einer unterbrochenen Randlinie, die die äusseren Randklischees der Druckplatte schützen soll. Ihr Name rührt daher, (lass sie zuerst hei der englischen .Tubiläums-Ausgabe von 1887 eingefiihrt wurde. Alle diese für die Bilder-Ausgabe benutzten Druckplatten besitzen zfttilreiche Platten - Kennzeichen. die ebenfalls gesammelt werden. Zu ihnen gehören zunächst die Platten-Nuininern, die bei-jeder Wertstufe für sich . bei ..1" . beginnen. Da aber heute allgemqi,n . mit sehr widerstandsfähigen Druckplatten gearbeitet wird, das Land andererseits, nicht so' Ungeheuer grosse Auflagen benötigt, sind erst bei zwei Wertstufen,, denjenigen zu 2 und. 3 Mils, Platten mit Nummer ,.2“ in Verwendung. Ausserdem aller findet man auf den' oberen reell len Bogenecken. in schwarzer Partie. Bogen-Zähler, die . gewöhnlich vierstellig sind und innerhalb jeder Auflage jeder Wertstufe neu beginnen, also auch bei später gedruckten Marken mit niedrigeren Ziffern Vorkommen können. Sie stellen stets über der äüssersten rechten Marke der obersten Reihe und bestellen aus 4's Millimeter hohen Ziffern, die bis vor kurzem eine Länge von 15 bis- 1(5 Millimeter eiiinahmen, jetzt infolge geringerer Spatiierimg etwa 121-* bis 18 Millimeter lang sind. ln der sogeschilderten Ausführung erschienen am l.duni 1027 . die Werte ^/.u, 2 . Mils grünblau, 2. Mils gelligrün. 4 Mils mattrosa, f>T Mils orange, t» Mils dunkelgrün. 7 Mi Ist rot, 8 Mils rüUichhraun, 10 Mils grau, .13 Mils ultramarin, 20 Mils oliv, 50 Mils lila, 90 Mils gelbbraun'. 100 Mils hellblau und 200 Mils purpur. « ' - Als Papier wurde bzw. wird das auch für die englischen Kolonien benutzte verwendet, das das Wasserzeichen Krone und -'.CA, Schreibschrift -mehrfach über den ganzen Bogen verteilt zeigt. Die Zähnung der ersten zehn Werte ist 13% : 14'-, diejenige der ^ier höhö- Die im Jahre 1932 vorgenommene Abwertung des englischen Pfundes, die sich bei den englischen Posttarifen überhaupt nicht . geltend machte, hatt^ auf die palästinensischen — und auch ägyptischen — Gebührensätze starke Einwirkung. ■' * Infolge der Heräuf- . Setzung des Portos für die Aus-, landspostkarte von 7 auf 8 und des Auslands-Briefs von 13 auf 15 Mils* .mussten bei den drei erstgenannten Werten die Farben geändert, ausserdem die 15-Mils-Marke neu in der Zeichnung des 13-Mils-\Vertes geschaffen. Später wurden,, wohl um Verwechselungen mit der 8-Mils zu vermeiden, die Farbe der 4 Mils geändert. So erschienen zunächst Anfang Juni 1932 die 7 Mils schwarzviolett und' 8 Mils rot, dann, Anfang ^ugust, die 13 Mils gelbbraun und 15 Mils ultramarin, endlich am 1. November die 4 Mils srhwarzviolett. Für die Marken zu 4. 7, 8 und 13 Mils werden selbstverständlich die alten Druckplatten weiterbenutzt. Von allen genannten ' Marken gibt es Stücke mit Aufdruck ,.S PECI MEN“, die der ersten Auflage entstammen und in einer Menge von je etwa 400 Stück dem Büro des Weltpostvereins in Bern . zwecks Verteilung an die einzelnen Mitglieder übersandt. Der Aufdruck sitzt i.iv der Mitte o<ler oberen Hälfte der Marke und kommt infolge schlechter Bogenanlage auch leicht nach rechts oder links geneigt vor. Abstemplungen auf der Bilder- Ausgabe sind ausserordentlich reichhaltig. Netten gewöhnlichen tlrtsstempelri trifft man auf;. den Werten zu 2 und 3 Mils oft die kleinen dreieckigen Drucksächen- ■ Stempel der drei lirosstädte. dann auf Auslands-Briefen Schiffs-Poststempel, Bahnpost-. Luftpost-Kntwei-tungen, nachträgliche Kennzeichnungen unentwertet gebliebener Stücke, die alle berücksichtigt werden müssen. P. P. L. 3.-Rpf.-Schalterbogen 1 und 2, Platte 1; bei 6-RpL-Bogen 1, Platte 2; bei 12-Rpf.-Bogen 1, Plätte 1, sowie Bogen 3 Platte 2; bei 25 gibt es keine Bogen-Nummern, _wir sahen aber Bogen mit Platten- Kummer 1 und Platten-Nunmier 2. Weitere Angaben auf Grund grösseren .Bogemhaterials sind - erwünscht.- . . Stempel der- Abgetretenen Gebiete sind seit neuester Zeit ein ausserordentlich beliebtes Sanmielgebiet geworden. Man verfährt hierbei derart, dass man die Ppstorte" Oberschlesiens, Westpreussens, Posen, Danzig, von Eupen-Mälmedi und lilsass-Lothringen notiert, und die in Frage kommenden Abstempelungen auf Preussen, Norddeutscher -Postbezirk und Deutsches Reich sammelt. Dasselbe gilt für die ehemals .österreichischen Gebiete in Tirol, in der Tschechoslowakei, Polen, fiir russische, auf heute polnischem. - rumänischem, lettischem usw. Gebiet verkommenden Stempel. Die, einzelnen mit solchen Entwertungen verkommenden Ausgaben zeigen ein gutes historisches Bild der politischen Entwicklung Europas seit 1914 auf. Die neueren französischen Gelegenheitsmarken entwickeln sich allmählich zu einem Sondergebiet, das der Sammler auch vorn drucktechnischen Standpunkt ans einmal genauer betrachten imiss. Es handelt sich hierbei nämlich um Herstellung in Kupferdruck unter Benutzung von Stichen erstklassiger (.fraveure. wie sie die deutsche. . Reichsdruckerei seit langem aufweist. . Die Pariser Slaatsdruckerei .in, Boulevard Brune lässt seit langem die Stecher ihre Namen auf .den Marken anbringen, so dass wir Künstler kennenlernen. wie Mignon, Heizers, Decaris, Ouvrö, 1. Piel, ferner die Zeichner F. Bivel, Laboureur', R. Gregoire, Vereque, H. Cheffer oder P. Turin. Es dürfte für den fortgeschrittenen Sammler reizvoll sein, auch andere Länder einmal von diesem Gesichtspunkt aus zu betrachten. , Die neuen englischen Eduard- Marken finden nach Meldungen aus England bei dem dortigen Publikum eine derartig günstige Aufnahme, dass die gewählte Zeichnung beibehalten wird und. dass die Freimarken von 3 Pence bis 1 Shilling in der gleichen Ausführung. hergestellt werden. Wann diese neuen Marken an den Schalter kommen werden, lässt sich jetzt s^noch nicht sagen. Nordeuropäische Briefmarken- Äusstellung „NEPA“. In Horsejns in Dänemark fand vom 5. bis 7. September die grösste bisher in diesem Lande veranstaltete Post? wertzeichensetzau statt. Sie war sowohl-von Philatelisten der. nordischen Länder als auch Mittel- und Westeuropas stark beschickt, bot aber hauptsächlich dierBriefmarken u. a. Dänemarks, Schwedens und Norwegens, wozu die Fostnmseeri dieser dyei Länder sehr gutes .Material - zur Verfügung gestellt hatten. Die im Gebäude der Handwerker- und Industrie-Vereinigung gewählten Räume eigneten, sich für diesen Zweck vorzüglich. Zahlreiche Medaillen in Gold. Silber und Bronze kamen zur Verteilung, unter * anderem erhielt die bekannte Flug- Poslsamnvlüng des Berliner Philatelisten F.ritz Cohn,, von der hur der Teil Brasilien gezeigt war, eine Silberne. Es gab auch Sondermarken, einen Sonderflug von Horsens nach Kopenhagen und einen Sonderstempel. Belgien brachte in einen, sehr einfachen glatten Muster,drei Freimarken mit dein Kopf König Leopolds III. he,aus, zu 70 Centimen gelbbraun, i Francs karmin und ■1.75 Francs dunkelblau, von denen die beiden ersten in Rastertiefdruck, die letzte in Kupfertiefdruck gehalten sind, alle 'gez. 14. Bulgarien verausgabte eine Gedenkausgabe. aus Anlass des IV. Kongresses slawischer Geo" graphen und Ethnographen, in Rastertiefdruck von der Staatsdruckerei. in;Sophia hergestellt, zu 1 Lewa violett; 2 Lewa ultramarin und 7 Lewa dunkelblau. Vermischtes Die. deutschen NothiMe-Marken des laufenden .lahres sind her.pits oberen Rand Reihensununen-Zahlen, jum rechten Rand, von unten nach oben zählend. iZuniinen- Zahlen der Einzelmarken, und am Die nächste Briefmarkeii-Ecke •eise erschienen und haben fort einen' grossen Interessentenkreis gefunden. Bisher . gelangten folgende Wertstufen an den Schalter: 3 plus 2 K.pf. olivbrauu, .(> plus 4 Rpf. dunkelgrün, 12 plus 6 Rpf. karmin und 25' plus 15 Rpf. dunkelblau. Die Marken kommen in Bogen ziw.ehi, mal zehn Stück zum Verkauf, diese Bogen zeigen am unteren Rand, von links beginnend, die Reihenzähler. Bei allen ausser der 25 Rpf. befindet sich unter den, linken Reihenzähler .,1" noch die laufende Zähl des betreffenden Schalterbogens, ausserdem zuweilen zwischen den Reihenzähtern ..5“ und ..6' noch die .negativ eingravierte Angabe der Druckplatte. Wir konnten bisher feststellen: bei erscheint in ca. 4 Wochen. BRIEFMARKEN Raufe alles was-, Briefmarken' heisst in Sammlungen — einzeln — Kilo — In flationsbriefe — Ganzsachen — Flugpost - Bündelware Angebote od. Sendungen Tanschbörse Rowek. Frankfurt a. M„ Bethmannctr. 13 c. Frankier' Sie mit Gedenk nd WebIfahrt-marken Aakauf — Verkauf Rrledigung von Fehläsien.. ' Fritz Lewlii.Brrllu W »5, Liiizowstf. 91.V. Inkauf vibtor weu* Verkauf ■•Hin W 9. Potsdamer Str. 12 t B f 2901 10—H I hr und ab <5 t'hr LUDWIG MEYER Berlin W 62, Lutherstrafle 33 / B 4 5250