Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 40 (1.10.1936)
- Date
- 1936-10-01
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 40 4. Beiblatt Paläsrtma-ITmscliaii der €.-V.-Zeitung 1. Oktobe 193fr Zur religiösen Lage in Palästina Ein Briefwechsel zwischen Rudi Baer und Werner Cahnmann ■ Lieber- Dr. Ca h n mann! -,; Sie haben es in der. Bosch HaseFiana7Nummer der C.-V.-Zeilung (Nr.38 vom 16. September) unternommen, ein Bild des; religiösen Lebens in 'Palästina zu zeichnen: ’ Da der Eindruck,., der hierdurch beim Leser entstehen muss^' nicht der wirklichen Lage entspricht, zwingt mich der Ernst des Problems, Ihnen an der gleichen Stelle- Einiges zu erwidern’. ' . . Sie haben, gewiss recht, wenn Sie Ei ez Israel auch'auf diesem Gebiet als Land der Gegensätze bezeichnen. Aber die Beobachtungen Ihrer Reise haben offenbar nicht genügt, Sie tiefer in die religiöse Problematik des Landes hineinsehen zu lassen, in dem-echte Traditions- Treue, starrer Orthödoxismus leidenschaftliche Emanzipation von einer aus ausgehüblten religiösen Bindungen bestimmten Welt und Ansätze neuen Suchen« aufeinandertreffen. Es ist schon nicht unbedenklich, die feinen Verästelungen dieses Fragenkreise^, der durch die stürmische Entwicklung des Landes, durch den soziologischen, seelischen ’ und geistigen Einjrliederüngsjwozess nxuer Alija in ständiger Dynamik gehaltenwird, in das Schwarz-Wf?iss eines solchen Reiseberichtes zu 'vereinfachen. Jedenfalls aber hätten Sie gut daran getan, notwendig an " der Oberfläche bleibende Eindrücke nicht „auch durch Wertungen zü belasten, die dem Ernst und der Kompliziertheit dieser Fragen nicht gerecht werden können. Ihr Bericht beschäftigt sich vor allem auch mit der Stellung der Arbeiterschaft im allgemeinen und der Kibbuzbewegung im besonderen zu den religiösen und kulturellen Fragen. Wenn, dabei der Arbeiterschalt, dem ■ bestimmenden Kulturträger des neuen Erez Israel, der rationalistische Irrtum vorgeworlen wird, eine Kultur könne nicht auf gebaut oder organisiert werden, sie müsse wachse n, so kann dieser Vorhalt mit nicht weniger Recht Ihren etwas ungeduldigen Forderungen entgegengehalten .werden. Gerade diese geistige Haltung, die sich an mehr als an einer Stelle-als vom religiösen Liberalismus bestimmt ausweist, dürfte am wenigsten ihre eigene historische Rolle vergessen: nun, da sie längst über ihren früheren Mut —. die Abkehr von einer erstarrten Tradition — erschrocken ist. will sie über alles neue Suchen zu Gericht sitzen, in» es zu verwerfen! Es muss auch daran erinnertwerden, dass der religiöse Liberalismus sich am weitesten von allem volks- , massig jüdischem Fühlen’ distanziert hat und darum wohl auch am wenigsten das Organ besitzt, die geistigen und religiösen Erschütterungen zu begreifen (auch eine subjektiv a- und antireligiöse DaMhg könnte ja objektiv einer religiösen Erschütterung entspringen), die die Geburtswehen, eines neuen Volkstums und Gemeinwesens für aufgeschlossene Menschen mit sich bringen. Es kann hier ja mir angedeutet werden, wie bis ins letzte aufwühlend und prägend die Wandlungen sind, die für den ...Ga lut-.' jüden das.Hineinwachsen in Volk und Land, die Verbindung^ mit dem Boden und harte körperliche Plissee - Busch & Berlin SW Kommandantenstr. , Expedition nach auswärts am gleichen Tage Co. II r.str. 72 ||| i Tage «| Arbeit bedeuten. Wer etwas davon verspürt hat . (und auf einer Reise ist das.schwer zu erfühlen), wird begreifen, dass das geistige Erbe des jüdischen Osteuropa sich hier in jungen Menschen dem Gefühl der Befreiung gegenüber zunächst nicht halten konnte; auc,h und gerade westjüdische Jugend, die ausser dem Feiertagsjudentum ihrer Eltfern bestenfalls eigene Versuche geistigen Wiederanschlusses ins Land mitbrachte, wurde bei der .Begegnung mit lebendigem jüdischem Volk in jüdischem Land in eine fruchtbare geistige Krise hineingefisseri.. Eben dieses pulsierende Leben bot sich ja zunächst als die so schmerzlich vermisste jüdische Substanz dar und erst allmählich drang man wieder zu der Erkenntnis, durch,rdass daraus allein noch keine jüdische Kultur erwachsen kann, dass zum lebendigen Volk das Bewusstsein seiner Geschichte und die stets erneute" Auseinandersetzuiig mit ’ seinem geistigen Gut treten muss. Ja. Kultur muss wachsen, aber solche Entwicklungen vollziehen sich nicht. gradlinig. Sie haben aber nicht nur nicht genügend' er- „ kannt, dass und wie sehr die Dinge im Fluss sind, auch im - Lager def Arbeiterschaft. Sie täuschen sich auch empfindlich, Wehn Sie das . ernsthafte innere Ringen um .diese .‘Fragen —- in Auseinandersetzung und neuem Gestaltungsversuch — in allen Gruppen der zionistischen . Arbeiterschaft mit Schlagworten, wie „^religiös“ und „antireligiös“, erledigen zu können glauben, dagegen etwa in den kle+pen religiös-liberalen Gruppen, die sich aus der deutschen MiUelstandseinwanderung zusammengefunden «habenv besonders hoffnungsvolle Ansätze zu einem religiösen^ Leben sehen. Ich vermag Ihnen hier nicht beizupflichten. Es ist nicht unsere Sache, die subjektive Wichtigkeit Solcher Zirkel für ihre Glieder in Zweifel zu ziehen. Aberdie grossen kulturellen und religiösen Fragen reifen hier, abseits von..einer-hebräischen Atmosphäre, •abseits v.on-den tragenden: Schichten des Jischuw» - ohne stetigen Kontakt mit ihren -.Sorgen-, und 7 Lebensfrage#, bestimmt nicht ihrer Lösung ent-..; gegen! _ ' Schliesslich sei ein Wort pro domo gestattet. Sie befassen sich besonders mit dem Kibbuz der „Werkieute^, dem ich angehöre. Hätten Sie - hei Ihrem Besuch im „Werkleute-Kibbuz“ mich näher um diese Dinge befragt, so wäre manches Missverständnis vielleicht von vornherein vermieden worden. Das oben über die seelische Situation des Hineinwachsens in Land und Arbeit Gesagte gilt auch für die ,,Werkleute“. - Mit einem Satz wie „Aber Martin Buber plus ' sozialem Idealismus ergibt kein Judentum“ kann , man vielleicht in einer Versammlung einen PuhlikiHivserfulg. erzielen. Er dokumentiert aber weder Verständnis für Martin Buber noch Ein- . fühlung;Tn=Tiie Entwicklungskämpfe, die eine Bewegung bei ihrer - Umpflanzung in »em?n Boden notwendig durchmacht. Es kann, nur an unzureichender Orientierung Ihrerseits liegen, wenn Sie zwischen den „Werkleuten“ und den anderen Gruppen der Arbeiterschaft den kulturellem TJriterschied nicht empfanden, der in ulise rer_Bewegung selben von allen Seilen betont wird. .'Gewiss, es gibt eine Gärung in diesen Fragen und wir schämen uns ihrer nicht, ° denn es gibt auch eih’i ständig erneutes Fragen und Ringen um jüdische Gestaltung. So warzwar in diesem Jahr der Seder, der in Anlehnung an seinen traditionellen Gehalt gestaltet wurde, nicht „obligatorisch“, aber es nahmen über % der Chawerim daran teil, und vorher war der ganze Kibbuz-zu einer^föstlichen gemeinsamen „Kabbalät Hachag“ versammelt. Den freiwillig auf. sich genommenen wirtschaftlichen „Zwang“ 'des Kibbuzlebens mit der geforderten’ Gemeinschaftlichkeit traditioneller religiöser Formen, , etwa der „Bracha“*, vei> gleichen zu wollen, heisst nach unserer Ueber-.- zeugung am Kern der religiösen Problematik unserer Zeit, am Ernst der personellen Glaubens-' frage vorbeisehen. 1 Ich welss, dass das nicht Ihre Absicht ist. vielleicht kann ei# persönliches Gespräch uns hier weiterführen. Srhalom. ... Rudi Baer. ‘ Lieber Rudi Baerl >■ ' Einesteils freue ich mich über Ihrem Brief, weil er ein so kräftiges Echo auf meinen Aufruf zu echter ^religiöser Auseinandersetzung ist und weil er zeigt, dass ich mit dem, was ich geschrieben habe, auf eine wirklich empfindlich« Stelle gestossen bin. Andererseits macht mir die Heftigkeit - Ihrer Erwiderung die Antwort schwer, weil sie meine tatsächlichem Feststellungen nirgends entkräftet und unter dem- Anschein der Opposition vieles enthält, was ich , seihst nicht wesentlich anders hätte ausdrücken können. -»■ Erst wenn Missverständnisse aus dem VV"g geräumt sind,, wird der wirkliche Gegensatz zwischen uns sichtbar. Zunächst irren Sie, wmm Sie’, glauben, dass ich „verwerfe“ und „zir Gericht sitze“ und dass ich diese allgemein unbeliebten Tätigkeiten auf, Grund allzu flüchtiger Wahrheitserforsctuing ausübe. Ich lasse jeden gern nach seiner lasson selig werden, ich nehme hur das Recht für mich in Anspruch, die Dinge und die Menschen so darzustellen, wie sie sind'. . Sie meinen, es wäre besser gewesen, wenn ich Sie in Jokneain über den damals noch ungeborenen Inhalt meines Religionsaufsatzes interpelliert hätte., Leider war das aus Gründen, die weder von Ihnen noch von mir verschuldet waren,„nicht möglich». Die .Sicherheit ' der Siedlung erforderte damals Ihre angespannte Tätigkeit; so kam es, dass wir in dem halben Stündchen, das uns zum Gespräch blieb; hur die drängendsten politischen und wirtschaftlichen Sorgen des Tages im Vorübergehen streifen konnten.- Sie dürfen aber versichert sein, dass ich trotzdem Gelegenheit gefunden habe, mich mit mehr als einemi -Mitglied des> Werklfeutekreises und mit manchem : Aussen- " stehenden, der mit diesem Kreis in Berührung -gekommen;>var, eingehend über die geistigreligiöse Protdemat.i'k des Landes im Besonde- - ren und des Bundes im Einzelnen zu tinter- ~balten. Ich habe in meinem Aufsatz keinen einzigen Satz niedergeschrieben, der nicht durch: glatte und klare Tatsachen zu belegen wäre. Und was die von mir der besonderen Situation - der W-erkleute gewidmeten Sätze betrjfft, so gehen sie bis in die Formulierung des Wort-' ■ lautes hinein auf Aeusserungen zurück, die. von Menschen .Ihres - Kreises-, mir—gegenüber , getaaworden emd. » - * Ich bitte Sie in diesem Zusammenhang: Betrachten Sie die Nennung der Werkleute in meinem Aufsatz als einen Akt der Anerkennung. Ich hätte die -religiösen Probleme des Landete auch'schildern können, ohneauf die Werkleute einzugehen. Wenn ich es trotzdem getan habe, sö deshalb, weil' nicht nur mich> sondern viele Juden in .Deutschland gerade mit den Werkleuten ein besonderes Band 'verbindet. Wir fühlen uns hierzulaiui ihrem ehrlichen Fragen in Vielem verwandt, wir betrachten sie in Palästina als einen besonders gefährdeten Vorposten unserer Sorge. Sie sind eine Chance auf dem Weg,.zu einem.neuen -Judentum undwie. wünschen, dass diese .Ebance nicht verspielt’ wird:- - Und wessen das Herz -voll ist,; das '' wissen Sie ja auch,, dessen lautt der Mund von - Zeit zu Zeit über. : - - Bleibe» wir also’bei unserer hedsame.n Offenheit. Ich hätte es gern gesehen, weimrSie in Ihrer Polemik weniger offene .Tnren e,„geraunt und dafür die verrammelten--kräftiger aufgestossen hätten. Eine offene Tur emrenuen nenne ich es. wenn Sie in genauer Uebereinstinummg mit mir feststellen. dass „das geistige Erbe des jüdischen Osteuropa" sich in. jungen Menschen nicht habe batten können „gegenüber dem Gefühl der Befreiung beim Eintritt in das pulsierende Leben des Landes“ und dass man nur sehr allmählich zuder. Erkenntnis vordriijge, dass aiis den, blossen Pulsieren' eine' jüdische Kultur nicht erwachsen wird, Ob aber die „geistige—Krise“, die sich aus .diesem und manchen anderen Umständen ergibt, eine -im religiösen Sinh .„»fruchtbare“ seirTwird. das muss sich .erst erweisen... Vorderhand sieht, man nicht viel mehr als die "von mir geschilderte» Ansätze, wobei;.ich. zur»Steuerung einiger klassenkämpferischer Missverständnisse ''bemerken möchte; dass die „Ahawah“ in Kirjat Bialik ein Institut , ist. das unter der;Protektion der > Arbeiterschaft sieht. Eine offene Tür einrennen nenne ich es weiterhin, wenn ,Sie auf das itmereMUrtgoii und „Suchen“ hin.iveisen, von dem -manche, jungen Menschen, denen Sie nahe^tehen, ergriffen sind. Wer bestreitet das? 'Aber mit dem "„Suchen“ allein ist es nicht getan. Das Suchen ist, wie Sie selbst im Schlusssatz Ihres Briefes richtig bemerkt haben, ein Bestandteil der „personellen Glaubensfrage“. Mit diesem Ausdruck deuten Sie mit mehr Schüchternheit, als es der sonstige Inhalt Ihres Schreibens vermuten lassen sollte, auf den eigentlichen Differenzpunkt bin, um den es zwischen uns geht. Den Ernst persönlicher Religiosität .von irgend jemandem verkenne. ich nicht; eben deshalb spreche ich nicht davon. Worüber.ich spreche und worüber allein man in öffentliche! Erörterung sprechen kann, ist das Problem des „religiösen Lebens“, ist die Frage nach religiöser Hebung und Bindung, ist Religion‘in ihrer Funktion als gemeinschaflsbi-ldend«‘ Kraft. Nur so kommen wir aus dem Bereich -Unverbindlicher subjektiver Gefühlsfrömmigkeit des 19. Jahrhunderts, der Sie viel mehr als Ihnen bewusst ist, verfalle», sind, heraus in die reinere Welt unverrückbarer objektiver Tatsachen. Die Tatsachen aber sind für alle nirlitinisrachistischen Kibbuzim zum Greife» klar und auch vor dem flüchtigste» Reisenden nicht zu .verbergen:...keine brarhot. kein Freitagabend, kein Fasten und Gebet an, Versöhmmgstag, kaum dch.; Laubhiillcnfcst. Alter llolz/n Imitt - t'nt. Jhmham •da oder dort die Spuren, einer religiösen Unterweisung der Kuider. nichts oder fast nichts, was mit jüdischer Ijiuiition zu tun hat. So ist es. Darüber hilft keine „hebräische Atmosphäre“,, so gut und erstrebenswert sie als solche ist, hinweg. Denn — mit Franz Rosenzweig — glaube ich „in diesem Punkt etwas mehr und etwas weniger als Sie. Mehr, nämlich das« jüdischer Geist, wenn er nur wirklich welcher ist. schon ms Hebräische heiinfmden wird, weniger, nämlich dass vieles Hebräische nie Und nimmer im Jüdischen 'heimalberecliligt werden . wird“. . Wenn Sie j„ alledem, über die Tatsachen* festslellung hinaus. auch eine „Werl,mg“ sehen wollen — um so besser! Da kommen wir dann wieder zusammen! S,e konnte» ja auf den, Standpunkt de« „forliter perenro“ stellen, und die Befrei,ft,g aus den Netze» der Vergangenheit als ein unüberbiofharos .Glück betrachten. Das Inn Sie offenbar nicht; auch Sie .empfinden den Mangel als einen Mangel und’wollen hiniss nieine. . Ungeduld“ ein wenig zügeln. Gut: ich bin I,ereil, die umwälzende Erschütterung, in der siel,’ das neuere .-Judentum seit de,,, Ausgang des 18; Jahrhunderts befindet, noch einige Zeit andauern zu lassen. Ich, selbst gehöre wie Sie der (lene,ratiointcT—Unruhe an und verleugne nichts von 'ihrer, Fragwürdigkeiten. Aber ich erwarte, dass man weiss und es ohne Umschweife aussprichl, auf welchem Weg man zu welchem Ziel!,ingeht. Da nützt dann kein. ..Siich'en“ und kein „Gären" mehr, worauf es dabei ankninmt, ist einzig, und allein, ein Bekennen und ein Tun. Kk wird bald an" der Zeit sein,- das« niemand unter uns um ein solch es tätige« Bekennen liermnkommen -wird. Auch ich hoffe, dass w ir unser .schriftlich be- ' gonrienes Gespräch persönlich foi tsetze» können, 'ihr; . 1 L. Werner Cahnmann. Vom 22. bis 28. September Die Chronik der Aufstandsbewegmig in der vergangen Woche beginnt mit einem weiteren jüdischen Todesopfer, dem 8.',. dieser traurigen Epoche. Am 22. Rejitem'ber ist in einem Wald auf den BesjtzuIlgen der l’atesljne -Jewish '<'„Ionisation. Association. (PICA) Lei Tiberia« der Wächter C ti a ] e D e I, a t, ermordet aiifgefundei, worden. AI« Dehan von seinem Inspektionsgaug nicht zuriirkkam. würden Militärpatrouillen ausgesandt, um nach ihm zu suchen..'.Sie''fanden - seine Leiche in, Kolpniewald. __ . Am gleichen Tage wurde Jizclrak Slutzki, ein ölljähriger Kolonist, ans Ekmu, als er in der Nähe einer Kolonie em Auto steuerte; aus dem Hinterhalt angeschossen und schwer verletzt. In der Nähe ' des . .Hauptgefängnisses in Jerusalem explodierte eine Bombe. Ein-Araber und zwei Knaben wurden getötet, vier Personen, zwei von ihnen Schwer, verwundet. Am 23. September kam es bei den, Dorfe Mara in der Nähe'von Bosch. Pi na zu einen, -s erbitterte,, Gefecht zwischen arabischen Bänden und englische», Militär, in ^dem die Araber schwere Verluste erlitten habe». Auf englischer Seite wurde der Korporal J a m e« M e r r y vom dem York and „Lancaster-Regiment verwundet. - Die arabische» Banden hätten drei Militärlastautos angegriffen. Das ganze Gebiet wurde später von den Truppe» at,gesucht, die hierbei grosse Mengen von Mjjnition entdecktem Auf der Eisenbahnstation ■ Beisan wurde eine (|j>, Strecke überwachende Matrosenpatrouille beschossen. Sie erwiderte das "Feuer. In Gan - . ' Jawuie wurden ' 2300, jn Kfar Hachoresch 500 Bäume ausgerodet. - { Am 24. September ist in der Altstadt von Jerusalem der 28jährige jüdische Passen! Victor I) \v a k, ein Einwanderer aus Mesopotamien, von Arabern angesrhosseri worden. Er wurde ins Krankenhaus gebracht, wo“ xr iun Tage darauf Gleichzeitig ist die Gelj.eitun'g -der Irak PetroIeüm-Ge'seHfichaft in,'''Gebiet von BeisatT . abermals beschädigt, worden.- Bei Dschenin, und Nablus, kam es zu schweren Gefechtenzwischen Truppen- und eiper bewaffneten Araberbaade. In die Kämpfe grillen auch ficht Flugzeuge ein. 44 Araber «olien „gefallen- . sein.- Zu einem ernsten Zusammenstoss karn es ferner bei Hebron, . Hier staaden Abteilungen der 1 isglilander (’aine'rm,« »ml der Polizei; zu denen „piiter noch weitere Verstärkungen hinzu-" kamen, t.is „ad, EiribruH, der Dunkelheit im Kampf gegen, ariffoilrhe Banden. .Leutnant R. G. Borrowdaitle von de,, Uameron» wurde verwundet. ' (f)ie Verluste rler Arat,er sind noch nicltl liekaiml. In Alm Kabir tiei Jaffa wurde ein" jüdischer Holzlägerplatz, in' Brand gesiecht. Der Schaden wird auf 10 000 Pfund, geschätzt. ' Meldungen vom 27.-September 1,(‘sagen, chm-, auf dem Bahnhof von Jerusalem ein Jude durch arabische Terroristen leicht verw iimlel worden ist: |{ei einem jU)iidm»a„si'hl;ig auf eine jüdisch« Bäckerei Wurde de.,- .Bäckergeselle Jizchak .1 ,tc n ti fb e n 'Verletzt. Ein jüdisches Mädchen dem K ibbuz Mactiar bei Magdiel wurde voji vier Beduinen überfallen und leicht verwundet. Die Beduine» wurden vertrieben, Eine P»aTn'ie_\-nTr '20 aralti-cben Te, ,-o, isIe„ bat einen ■Ueberfall auf die polizeistatior, von Beit Dagon verill»l. .Die Terroristen stiesse» auf heftigen "Widerstand. Dr<d von ihnen Wurden verwundet. An dem' Grabe des von einem Tenoristen ■ erschossenen Vot sitzenden des Mosleini tischen Rates von Haifa. Ila.Del, Klin-Iil Taiia. wurde un^ ichittelliar vor der Beisei/.,mg eine Bombe zur Explosiou - gebracht. Verletzt wurde niemand. Jfcistriktskommissär fampbell' hat die Mit. glieder des Sta'dlrals V(,»r Hebron aufgefordert, sofort zur Arbeit zurück/.,ikelrren, anderenfalls wiirdrn mme Stadl ritte ernannt wy-rdeii. Im Laufe (ies 28. September ist es. in .Palästina in verschiedenen Geg'-nde» zu kleineren Zwischer,füllen gekommen. Wegen. Waffent,esilz.es und Ilelierfälleii auf jüdische Siedlungen und Truppe» wurden zwölf Araber verhaftet. Der Bürgermeister von Nablus als Geisel ' Das Oberste Arabische Komitee veröffentlicht einen Protest dagegen, (lass der Bürgermeister von Nab,Ins, Suliman Bey Toukari. Donnerstag nachts vol, de»- Truppen als Gcis'e! gegen Besi-hiessung des Truppenlag,ts fe.slgelialten wurdö. Am Freitag morgen wurde Suliman Bey fr*igelas.seII. Nach'Hause zunickgekehi l. sandte .er sofort demonstrativ den Militärbehörden den ihm seinerzeit verliehenen ttrd,mi des British Empire zurück.: ... ~ T