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Central-Verein-Zeitung · 1938-11-03 · 44 (3.11.1938) · page 19

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
17 (1938)
Issue
44 (3.11.1938)
Date
1938-11-03
Page
– (sequence 19)
Language
German
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Seite 18 C.-V.-Zeitung Nr. 44 * 3. November 1938 Jüdische Schüler an! den höheren Schulen Eine Statistik „Die jüdischen Schulen in Preußen und im Reich", die wir in Nr. 29 der C.-V.-Zeitung vom 21. Juli brachten, bezog sich nur auf Volksschulen. Im Anschluß daran wird im folgenden die Anzahl der jüdischen Schüler auf den höheren Schulen des Deutschen Reiches für das Jahr 1937 veröffentlicht; die Darlegungen beschäftigen sich vor allem mit der Statistik der Glaubensjuden. Es werden in den Tabellen also solche Schüler und Schülerinnen auf den höheren Schulen des Reichs erfaßt, die als Religionsbekenntnis „jüdisch" angegeben haben. Als Grundlage diente, wie auch in den früheren Jahren, der vor kurzem erschienene „Wegweiser durch das höhere Schulwesen des Deutschen Reiches, Schuljahr 1937". Stichtag der Erhebung ist der 25.' Mai 1937. Tabelle 1. Jüdische Schüler(-innen) auf den berechtigten öli entliehen und privaten höheren Schulen einschl. der jüdischen Schüler(-innen) auf jüdischen berechtigten öffentlichen und privaten höheren Schulen. Tabelle 2. Jüdische Schüler(innen) auf den n i c h t b e rechtigten höheren Schulen einschl. der jüdischen Schüler(-innen) auf den jüdischen Anstalten. Knaben Mädchen zus. Preußen 601 754 1355 Bayern 15 1 16 Sachsen 1 1 2 Württemberg 65 34 99 Baden 5 19 24 Hessen 1 1 Braunschweig — 1 1 Deutsches Reich (ohne Ostmark und Sudetenland) 687 811 1498 Knaben Mädchen zus. Preußen 2 364 2 053 4 417 Bayern 352 354 706 Sachsen 315 279 594 Württemberg 52 69 121 Baden 141 97 238 Thüringen 20 23 43 Hessen 32 19 51 Hamburg 394 320 714 Saarland 6 2 8 Aie.cklenburg 5 7 12 Oldenburg 2 3 5 Braunschweig 3 8 11 Anhalt 4 3 7 Bremen 15 18 33 Lippe 3 1 4 Schaurnburg-Lippe — 1 1 Deutsches Reich und Sudetenland) (ohne Ostmark- 3 7Q8 3 257 6 965 In die Gesamtziffer von 6965 sind die jüdischen Schüier(innen) auf den entsprechenden jüdischen höheren Schulen eingerechnet. Auf den neun unter diese Rü&rik ^fallenden Schulen waren am Stichtag 3511 Schüler(-mnen). Somit ergibt sich eine Zahl von 3454 jüdischen -iU UM t- Us 1. Januar Bestellzettel auf Seite 14 Länder, in denen keine jüdischen Schüler zu verzeichnen waren, sind in die vorstehende Tabelle nicht aufgenommen. Hier überrascht die verhältnismäßig große Zahl jüdischer Schüler(-innen) auf diesen Schularten. Dabei muß berücksichtigt werden, daß die verhältnismäßig große Anzahl jüdischer Privat schulen in Berlin im Jahre 1937 erstmalig in den „Wegweiser" aufgenommen wurde und die Einordnung dieser Sehüler(-iimen) unter dieser Rubrik erfolgte. Eine besondere Zählung der jüdischen Schüler(-innen) auf den jüdischen Schulen dieser Kategorie ergibt eine Ziffer von 1378 (8 Schulen). Auf den nicht jüdischen Schulen waren somit nur 120 jüdische Schüler (-innen). Tabelle 3. Zusammenstellung —- Schulen aller Art Schüler(innen) a) . Berechtigte öffentliche und private höhere 6 965 b) Nichtberechtigte höhere 1 498 8 463 Jüdische Schulen a) Berechtigte öffentliche und private höhere 3 511 b) Nichtberechtigte höhere 1 378 nicht jüdischen höheren Schulen gab,' waren es im Jahre 1937 nur noch 3574. Für die jüdischen Schulen entsteht folgendes Bild: den 2981 jüdischen Schülern (-innen) auf jüdischen höheren Schulen im Jahre 1935 stehen 4889 im Jahre 1937 gegenüber. Diese Ziffern sind jedoch nicht ohne weiteres miteinander vergleichbar, da, wie bereits festgestellt, eine Reihe jüdischer Schulen 1935 im „Wegweiser" noch nicht amtlich aufgeführt ist. Ein Vergleich ist daher nur für diejenigen Schulen zulässig, die sowohl 1935 als auch 1937 amtlich gezählt worden sind. Für diesen Teil der jüdischen Schüler(innen) stehen als Ziffern 2902 im Jahre 1935 und 3048 im Jahre 1937 gegenüber. Weiter läßt sich sagen, daß die jüdischen höheren Schulen ihre Höchstfrequenz größtenteils überschritten haben und sieh bereits im Jahre 1938 ein durch Auswanderung bedingter, deutlich spürbarer Rückgang bemerkbar macht. Tabelle 4. ■ - Religionsbskennt. jüd. Rassische'Ülied. jüd. Imischhl. Berechtigte Schulen Öffentlich* Private 3 939 3 719 2140 3 077 534 6 965 5 859 3 611 Nichtberechtigte Schulen 1498 1383 183 Alle Schulen zus. 8 463 7 242 3 794 Die Auszählung für die jüdischen Schülerinnen) auf Volksschulen ist bereits erfolgt (vgl. C.-V.-Zeitung, Nr. 29 vom 21. Juli 1938). Nach einer Bearbeitung des Materials für die mittleren Schulen kann daher in Kürze eine Darstellung der Gesamtschülerzahl gebracht werden. Dr. Hermann Weil, Frankfurt a. M. ■ Beschwerden über das Ausbleiben der C.-V-Zeitung, Umleitewünsche sind stets dem zuständigen Postamt (Zeitungsstelle), das auch Bestellungen mtgegennimmt, zu unterbreiten. Weiß benötigt für das Matt zwei Damenzüge und einen Läuferzug. Jeder andere Lüiungsbeginn, wie Lc5. scheitert an dem schwarzen Verteidigugszug Sc5, und nun mit 2. Da7 fortzufahren, ist zwecklos, da der unbewegte oder falsch gezogene Läufer die Diagonale a7—gl versperrt. Deshalb muß der Läufer gerade nach c5 ziehen, damit ermit Hilfe von Schwarz sofort aus dem Wege geräumt wird. Es handelt sich um eine Opferbahnung, die von Loya in diesem Problem zum ersten Male dargestellt worden ist. Richtige Lösungen gingen ein von: Michael Levy (Krefeld), Dr. Meyerhoff (Mannheim), Hermann Chaitkin (Schivelbein), Lothar Schönthal (Nürnberg), Herbert .Heimann (Ratibor), Rechtsanwalt Dr. Ernst Boehm (Brieg), Alfred Dzialoszynski, Adolf Schuck, Walter Simm (Breslau), Siegmund Austerlitz (Gießen), Tilde Adler (Amsterdam), Heinrich Mehrländer (Dessau). Tierarzt Max Koschminski (Landsberg), Gottfried Gtrmbel (Stuttgart), Ella Rüben (Bünde), W. Frankl, Otto Jeiteles, Dr. Georg Leiser, Gustav Lewi, Rechtsanwalt Dr. Ernst Meyer, Sanitätsrat Dr. Ritterband, Hanno Freund, Paul Silberstein (Berlin). * Schachbriefkasten, x Dr. G. L. (Berlin). Der schwarze König kann sehr wohl nach hl gekommen sein. In einem Schachproblem entscheidet der gedankliche Inhalt; die Stellung muß nur partiemöglich " sein. — Dr. M. (Mannheim). In Aufgabe 138 führt 1. Th7Xg7 nicht zum Ziel, da der Le8 nicht gefesselt wird; Schwarz antwortet mit c4—c3 oder d5—d4! Auf 2. Tg8 folgt Lg5Xf6, und auf einen Zug des Sf7 folgt 2. Le8—h5f. — Schachaufgabe Nr. 146 von P. Rosenblatt (Berlin) (Denken und Raten 1929) bearbeitet von P. Rosenblatt Schachaufgabe Nr. 145 von B. Sommer (1. Preis Teplitz-Schönauer Anz. 1922) Nichtjüdische Schulen a) Berechtigte öffentliche und private höhere 3 454 b) Nichtberechtigte höhere 120 Schülern (-innen) auf nichtjüdischen Schulen. Vergleicht man diese Ziffer mit der des Jahres 1935 (vgl. C.-V.-Zeitung Nr. 48 vom 26. November 1936, Tab. 3), so ersieht man, daß die Zähl der Schüler (-innen) auf nichtjüdischen Schulen einen beträchtlichen Rückgang, nämlich von 9805 auf 3454, aufweist. Ein Vergleich, dieser Ziffern mit denen der Jahre 1936 und 1935 ergibt, da$ die Anzahl aller jüdischer Schüler(-innen) von 12 922 (im Jahre 1935) über 8834 (1936) auf 8463 (1937) gesunken ist; (die Ziffern für das Jahr 1938 liegen noch nicht vor). Es ist jedoch damit zu rechnen, daß ein weilerer bedeutender Rückgang zu verzeichnen ist. Es ist selbstverständlich, daß der Rückgang der jüdischen Schüler auf den nichtjüdischen Schulen weiter sehr stark ins Gewicht fällt. Während es im Jahre 1935 noch 9941 jüdische Schüler(-innen) auf *'/, M. W Hf l^fiäif tJ^fk^tW, ^^U^'^^W' Matt in zwei Zügen Weiß: Ka6, Dbl, Td3, Td5, Le6, Sa4, Sh3, ttot, g2 (9) Schwarz: Ke4, Dg7, Ld2, Lfl, Sg3, Sh2, Bb6r c7, e5 ' (9) Matt in zwei Zügen Weiß: Kgl, Dc2, Tb7, Te5, Lb2, Lf7, Bb5, c6, g6 (9) Schwarz: Kd6, Td8, Se6, Bd7 (4) Lösung der Aufgabe Nr. 142: 1. Lgl—c5, Sb7Xc5; 2. Dh7—a7, S beliebig; 3. Da7—gl matt. . . . Sb7—d6; 2. Dh7—d7 u. 3. Dd7—dl matt. Literarische Notizen Im jüdischen Buchverlag Erwin Löwe, Berlin, erscheint demnächst Benedikt L a c h - mann „Der Bürgerkönig, Frankreich, zwischen den Revolutionen 1830—1848". In der Sammlung „Novello's Biographies o£ Great Musician wird demnächst eine Kurzbiographie Mendelssohns von der Hand Marion Scotts erscheinen. H, Fr. Dies ^Kij&P Zeichen Im Inserat bedeutet Mitgliedschaft beim Reichsverband des jüdischen Mittelstandes Itorifg Wegier Baugeschäft u. Architekiurhüro speziell Fessaden-Renovationen jgjlj&v und Wohnungsteilungen SSEGBERT LEWIN BERLIN W 50 Passauer Straße 2. 24 62 79. Beleuchtungskörper mm Herz - Herzncm Beckenstrahler. Heiz« nsd Kochapparate. Sämtliche Umarbeitungen Briefmarken Ankauf Viktor Weiss Verkauf Berlin W S, Potsdamer Str. 25 ✓ 21 29 01 ANKAUF VERKAUF Fraa Frida Cohn, Berlin - Friedenau, Varziner Straße * / Telefon: SS ZS 11 Anzeigenschluß Dienstag Füllfederhalter SSEGBERT LEWIS* Klempner Klempner- und Dachdecker-Arbeiten sowie Gas-, Wasseru. sanit. Anlag. Telefon 59 54 26. Beratung und Kostenanschlag unverbindlich Wimm ßLEHßPIDER Klempnermeister N 65, Wagnitzstrasse 7 Telefon: 46 83 80 und 30 83 90 Bauklempnerei / Sanitäre Einrichtungen Lederwaren iHfiK HEGTOR, BrurfneSrflÄ Fachgeschäft für feine Lederwaren und ReisebeA / Vom Inh. gegr. 1897. 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