Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 17 (1938)
- Issue
- 43 (27.10.1938)
- Date
- 1938-10-27
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 14 Nr. 43 * 27. Okt. 1938 Das Jubiläum des Bar Kochba Ha terliegen. Blande schoß die entscheidenden, letzten drei Tore. Zwischen den beiden Kämpfen zeigten die Jugendabteilungen des Bar Kochba Hakoah Ausschnitte aus ihrem Trainingsprogramm. M. F. 40 Jahre jüdische Sportgeschiclite Der älteste jüdische Turn- und Sportverein der Welt, dessen Gründung am 22. Oktober 1898 zweifellos der Ausgangspunkt jüdischen Sportgeschehens überhaupt war, feierte dieser Tage sein 40jähriges Jubiläum. Interessant und lehrreich zugleich ist die Geschichte dieses Klubs, dessen Entwicklung schließlich die Arbeit des gesamten Makkabi bestimmte. Seine sportlichen Erfolge auf dem Gebiet der Spitzen- und Breitenarbeit und die geistige Erfassung seiner Mitglieder verschafften dem Bar Kochba Hakoah seit jeher eine führende Stellung im jüdischen Sport — zur Zeit der Gründung, als es galt, den Gedanken der körperlichen Ertüchtigung in weiteste jüdische Kreise hineinzutragen, in der Nachkriegsepoche, in der u. a. der finnische Olympiasieger Eli Katz, der erstklassige Mittelstreckler Erich Bergmann (der spätere ISGer), die international berühmte Sprinterstaffel mit den Gebrüdern Kurz, Gerber und Lewin ' sowie der überall gefürchtete Nachwuchs Sieg um Sieg an die blau-weiße Fahne des Bar Kochba hefteten und. heute, wo der Bar Kochba Hakoah als der erfolgreichste Verein des Deutschen Makkabi-- kreises über 2000 sportinteressierte jüdische Menschen zu seinen Mitgliedern zählt. Wir wünschen dem Jubilar für das fünfte Jahrzehnt seines Bestehens, daß er die Arbeit, die er bisher beispielhaft leistete, in gleicher Weise fortzusetzen imstande ist; denn "das Ziel, das sich vor 40 Jahren die Gründer des Klubs setzten, hat sich nicht geändert: den jungen Juden zu einem freien, gesunden und einsatzbereiten Menschen zu machen. Die-Eröffnungsfeier -vIn der Turnhalle der Jüdischen Mittelschule in der Großen Hainburger Straße in Berlin, der ersten Turnhalle des Vereins, eröffnete der Bar Kochba die Reihe seiner Jubiläumsveranstaltungen mit einer schlichten Feier. Zahlreiche geladene Gäste füllten den festlich gesclimückten Raum, als der derzeitige Vorsitzende, Rechtsanwalt Walter Katschke, im Auftrage des Makkabi einigen der ältesten Mitglieder die Silberne Ehrennadel und zahlreichen anderen ein Erinnerungsbuch in Anerkennung ihrer Verdienste um den Klub überreichte. Namens des Vorstandes der Jüdischen Gemeinde würdigte Direktor Heinrich Stahl die Arbeit des Bar Kochba. Er schloß mit einer eindringlichen Mahnung an die jüdische Jugend, einig zu sein und in gemeinsamem Kampf den Zielen hinzustreben, die dem jüdischen Sport in der heutigen Zeit gestellt sind. Nach Dr. H. Jalowitz, der als Gründermitglied einen Einblick in die Schwierigkeiten, in Freud und Leid der ersten Jahre des Vereins zu vermitteln versuchte, hielt D:\ Hans Friedenthal die Festrede. Musikalische Darbietungen eines Chores und des Streichquartetts der Künstlerhilfe umrahmten die Ausführungen der vier Redner. Sportliche Weitkämpfe Den sportlichen Teil der Jubiläumsfeierlichkeiten hätte man sich durchaus interessanter und der Bedeutung des Tages angemessener vorstellen können. An Stelle der angekündigten Begegnungen im Handball und Fußball zwischen Auswahlmannschaften des Makkabi Berlin und der Makkabi vereine aus dem Reich standen sich im Fußball die Elf des $to%£ und $Le% Sonntag, 30. Oktober Chemnitz Handball: Turnier des Schild, Sportplatz Blankenauer Straße, 11 Uhr und 14.30 Uhr. Leipzig Handball: Schild Leipzig I gegen JSK Berlin I, Schildplatz Thekla, 14 Uhr. Fußball: Schild Leipzig I gegen JSK "Berlin I, Schildplatz Thekla, 15*15 Uhr. Aschaffenburg Handball: Frauenturnier des JJB Hanau, Sportplatz an den Kasernen, 12.30 Uhr. Frankfurt a. M. Fußball: Schild Frankfurt a. M. I gegen Bar Kochba Offenbach I, Sportplatz Sondershausener Straße, 15 Uhr. Breslau Turnen: Anturnen des Schild Breslau, Turnhalle Neue Gasse 16, 15.30 Uhr. Bar Kochba Hakoah und eine Mannschaft des Hagibor gegenüber, die noch nicht einmal die komplette Erste darstellte. Daß die Leistungen mehr denjenigen eines Trainingsspiels als den eines Jubiläumsspiels entsprachen, ist verständlich, zumal die Hagiboranex seit langer Zeit das erste Mal wieder auf dem Rasen standen. Hakoah gewann schließlich 10: II Eine Kritik erübrigt sich bei diesem Ergebnis. Bedeutend interessanter und sportlich weitaus hochstehender gestaltete sich das Handball spiel, obgleich es auch nur eine interne Berliner Angelegenheit wurde. Bar Kochba, durch Herbert Blande (Hamburg) verstärkt, trat gegen den JSK an." Unter sicherer Leitung von Dorfmann (JBCB) entwickelte sich ein spannender Kampf, der bis zur Pause Bar Kochba mit 8:4 noch klar im Vorteil sah. Dann kam der JSK-Sturm, glänzend unterstützt von Erwin Spandau als Mittelläufer, immer mehr auf, erreichte bei 9:9 Gleichstand, um zum Schluß nur mit 10:13 zu un- Makkabi tagte Der „Makkabi in Deutschland", wie der offizielle Name des Kreises in Zukunft lauten wird, hielt am 24. Oktober in Berlin seine 17. Kreistagung ab. Zum neuen Präsidenten wurde an Stelle von Dr. Hans Friedenthal Dr. Alfred R a b a u gewählt, zu seinem Stellvertreter Dr. Hardy Swarsensky, den man gleichzeitig mit der Führung der Geschäfte beffeitragte. Von sportlich interessierenden Resolutionen seien hier erwähnt die Intensivierung der Trainingsleiter- und Vorturnerseminare in Verbindung mit der Anstellung eines Wandertrainers, die Forcierung der -Leistungsabzeichen-Abnahme, die sorgfältig betriebene sportärztliche -Ueberwachung der Jugend und die Einführung hebräischer Kommandos im gesamten Turn- und Sportbetrieb. Der Makkabi-Weltverband, dem man eine Begrüßungsadresse sandte, wurde gebeten, falls im nächsten Jahr die Makkabia in Palästina nicht stattfinden kann, Makkabi-Weltspiele in einem anderen Lande durchzuführen. Sport der Woche Schild-Boxen in Wuppertal Vor knapp 100 Zuschauern eröffnete der „Schild" in Wuppertal seine diesjährige Boxsaison. Die Kämpfe des wirklich guten Programms standen größtenteils auf einem anständigen Niveau, so daß sie ein zahlreicheres Publikum verdient hätten. Bis auf den verspäteten Anfang war die Organisation zufriedenstellend, desgleichen das Kampfgericht. In den Kämpfen hatte man mit besonderer Spannung die Begegnung zwischen Schild-Meister Berger (Dortmund) und Lewen (Wuppertal) im Federgewicht erwartet Berger, dem die Sommerpause mit vielen Leichtathletikstarts gut bekommen ist, klebte vom 1. Gong an am Gegner und ließ diesen seine größere Reichweite und Schlagkraft gar nicht ausnutzen. Lewen kam nie voll durch und hatte so nach drei Runden knapp, aber klar nach Punkten verloren. Schild-Meister Grüneberg (Köln) hatte zwar gegen seinen Gegner aus der Endrunde der Schild-Meisterschaft Samuel II (Krefeld) einen guten Start, mußte aber reichlich viel Linke einstecken. Als in der 3. Runde der Krefelder besser bei Luft war und das auch ausnutzte, schmolz der Vorsprung des Meisters zu einem Unentschieden zusammen. Ebenfalls unentschieden boxte Meister Grünberg (Wuppertal) gegen den viel schwereren Lorch (Köln). Nur daß dem JTVer einige Nierenschläge unterliefen, die in der 2. Runde zu. einer Verwarnung führten, brachte dem Meister, der einmal zu Boden gegangen war, das obige Ergebnis. Ein erfreuliches come-back feierte Hamlet (Dortmund), der fast vier Jahre ausgesetzt hatte. Er verfügt über eine fabelhafte Athletenfigur, eiserne Kälte und einen harten Schlag. Die noch fehlende Luft sollte mit der Zeit ebenfalls wiederkommen. Gegen Burian II (Köln) brauchte er jedenfalls noch keine so lange Ausdauer, denn in der 2. Runde konnte er ihn ausknocken. Eine große Bereicherung für den JTV 02 ist der frühere Frankfurter Eisenberg. Gegen den zwei Klassen schwereren Waldhorn I (Dortmund) konnte er freilich seine überlegene Technik nicht ausspielen und verlor knapp nach Punkten. Ferner gab es noch drei Kölner Siege durch Wingens II gegen Müller, Beer gegen Jakob und Kohane gegen B elf er, während Schild Dortmund durch Löwenhardt über Meyer und Schneiderowitz über Berger zu Erfolgen kam. R. B. Schild Düsseldorf verlor 1:2 Die Fußball mannschaften der Schildvereine aus Krefeld und Düsseldorf trafen sich in Krefeld. Die spielerischen Leistungen waren mäßig, der starke Wind allzu hinderlich. Die Platzelf hatte ihn zuerst im Rücken und schoß zwei Tore, während Düsseldorf trotz noch größerer Ueberlegenheit in der 2. Halbzeit nur einmal erfolgreich sein konnte und statt eines zumindest verdienten Unentschieden mit einer 1: 2-Niederlage vorlieb nehmen mußte. J. G. Handball in Frankfurt a. M. Im Freundschaftsspiel standen sich die beiden Lokalrivalen Schild und Bar Kochba gegenüber. Die Blau-Weißen enttäuschten nicht und konnten ihren Gegner mit 9:2 (4:1) geschlagen vom Platz schicken. Allerdings fehlte beim Schild, dessen Elf nur mit 10 Mann antrat, Klaber. B. K. hat dieses hohe Ergebnis aasscrüießlich Katz und dem ausgezeichneten Gelbart (früher Mannheim) zu verdanken. Jedoch hätten einige Tore durch richtige Deckung der Schild-Leute vermieden werden können. K. Für die jüdische "Winterhilfe Schild Stuttgart gegen Hakoah Stuttgart 1:1 Schild Göppingen gegen PTG Augsburg 2: 4 Wenn die- Schildmannschaft bei dem Stuttgarter Lokalkampf; ' der' im Rahmen 'der Fuß ball- Winterhilfsspiele in Göppingen durchgeführt wurde, zu keinem Sieg kam, dann ist dies trotz überlegenen Spiels darauf zurückzuführen, daß der Sturm im gegnerischen Strafraum ein seltenes Schuß- Unvermögen und absolut keine Durchschlagskraft bewies. Hakoah spielte auf dem schmalen Platz mit vier Stürmern, was in taktischer Beziehung viel zweckmäßiger war. Wesentlich flotter, kampfbetonter und interessanter war die folgende Begegnung zwischen Göppingen und der überaus eifrigen Augsburger Elf. Die Göppinger Mannschaft, die durch einige gute Stuttgarter Schildspieler verstärkt war, stellte die Augsburger Hintermannschaft in der ersten Halbzeit vor schwierige Aufgaben. Doch dann bewies der Augsburger Sturm, besonders Landmann, wieder seine bekannte Gefährlichkeit in der Ausnutzung sich bietender Torchancen. Bckh. Südwestdeutschland Zu Ehren Dr. Götzls Die Arbeitsgemeinschaft in Südwestdeutschland veranstaltete zum Gedenken an den vor einem Jahre verstorbenen Dr. Kans Götzl Fußball - Gedächtnisspiele, die vom Schild Mannheim durchgeführt wurden. Das Haupttreffen der Städtemannschaften Schild/ Bar Kochba Frankfurt a. M. gegen Schild/Bar Kochba Mannheim wurde von Mannheim mit 2:1 (1:0) beendet. Die stark verjüngte Frankfurter Elf konnte sich auf dem einer Sandwüste gleichenden Platz nicht zurechtfinden und verlor, obgleich sie technisch weit überlegen war. Der zum letzten Male amtierende Schiedsrichter Dr. Frankel (Frankfurt a. M.) war dem Spiel ein gerechter Leiter. Das Spiel der Jugend mannschaften Mannheims und Heidelbergs endete 1:1. B. K. Fußball-Ergebnis: JSV Offenbach gegen Schild Frankfurt a. M. 2 : J. Schlesien Bar Kochba Breslau schlug Schild . . . Zu einem Handball - Gesellschaftsspiel trafen sich Bar Kochba I und Schild I. Sieger blieb Bar Kochba mit 8:4 (3:3). Diese Niederlage verdankt Schild vor allem Galewski, der seinen Sturm durch eigenwilliges Spiel selbst vollkommen kaltstellte. Der BK.-Torsteher zeigte ein sehr gutes Können. Der Sturm des Schild konnte sich durch das Verhalten Galewskis zu keiner Leistung aufraffen. Läuferreihe und Verteidigung wurden nach der Pause durch den uneigennützig spielenden Gegner einfach überspielt. Der Torwächter war nur in der ersten Spielhälfte gut. Was sich die Spieler beider Mannschaften jedoch im Reden leisteten, ergab einige Rekorde. . . . und umgekehrt Bar Kochba und Schild Breslau brachten mit ihren ersten und. zweiten Faustball mannschaften ein Turnier zur Austragung. Sieger des Gesamtwettbewerbes wurde mit 6:0 Punkten Schild I, die dadurch ihrem Verein den Wanderpreis der Synagogen- Gemeinde Breslau gewann. E. W. Beim Pokalkegeln siegte im Kampf um den Wanderpreis des Schild Breslau die Mannschaft Berg, Grünpeter, Krombach und Lewin mit 281S Holz auf 400 Kugeln. . E.W. Berlin Verbandsspiele im Handball Das interessantesteder für den 23. Oktober angesetzten Pflichtspiele lieferten sich JBC „Berlin" II und Makkabi I. Die JBCBer waren jederzeit klar überlegen und beendeten das harte Spiel mit 11:2 zu ihren Gunsten. Zur Pause stand es bereits 5:2. Nachzutragen wäre fernerhin der 6:2- (4:1-) Erfolg der 1. Frauen-Elf des Bar Kochba gegen die gleiche Einheit des JSK. Es war ein beiderseits recht schwaches SpieL Warum kein Basketball? Schon mehrmals fragten wir, warum man in das Programm des jüdischen Sports noch immer nicht Basketball aufgenommen hat — Basketball, das infolge der geringeren Ausmaße des Spielfeldes (Breiten von 13 bis 15 Meter und Längen von 24 bis 28 Meter) und der auf fünf beschränkten Anzahl Spieler eines Teams, wie kaum ein zweites Mannschaftsspiel geeignet zu sein scheint, im jüdischen Spielbetrieb Verbreitung zu finden. Dieses Kampfspiel — nicht zu verwechseln mit dem früheren Turnerspiel Korbball — ist vor allem auch als Hallenspiel anerkannt, wäre also auch im Winter im Rahmen des Hallentrainings mit je nach Beschaffenheit der Halle entsprechend abgeänderten Bestimmungen zu verwenden. Vielleicht eröffnen sich in diesem Zusammenhang für uns ungeahnte Möglichkeiten zur Intensivierung des Trainings. Man hat errechnet, daß dieses bereits seit 46 Jahren bestehende Spiel heute in 42 Ländern von etwa 20 Millionen Menschen, in den Vereinigten Staaten allein von 8 Millionen gespielt wird. Um so erstaunlicher, daß man es bei uns noch immer nicht kennt, zumal der Spielgedanke doch recht einfach und übersichtlich ist. Das Spiel selbst stellt enorme Anforderungen an die körperlichen und geistigen Fähigkeiten der Sportler. Da jeder Spieler auf jedem Posten zu spielen imstande sein muß und die Situationen blitzschnell wechseln, sind sicherste Körperbeherrschung, große Ausdauer und rasche Entschlußkraft zwingende Notwendigkeiten. Basketball hat in seinem Wesen und Aufbau viel mit Handball gemein und ist zudem als Ausgleichssport sehr beliebt. Wie gesagt, stehen sich von jeder Partei fünf Spieler (und bis zu fünf Ersatzspieler) gegenüber. Auf beiden Schmalseiten ist m 3,05 m Abstand vom Boden ein Korb mit einem senkrecht dahinterstehenden Brett aniii!i!!i[!iHiuiiiiniiiiiinuii!uiiii!!Hi!m!iMiii!iiiiiiiHniiii!niiiiinii!iimiHnmiimiiiiiiiiJMifai König gewann in Belgrad Bei den diesjährigen leichtathletischen Balkanspielen, die im September in Belgrad stattfanden, gelang es dem früheren Wiener Hakoahner Alfred König, der jetzt in Istanbul lebt, für die - Türkei einen eindrucksvollen Sieg zu erringen. Er gewann die 400 Meter trotz sehr weicher Bahn in der glänzenden Zeit von 49,4 gegen die Vertreter Griechenlands und Jugoslawiens. Die Zeit stellt einen neuen türkischen Rekord dar. Konig wurde mit einem Lorbeerkranz geehrt, er erhielt für seine grcr:~rt:ge Leistung außerdem einen Pokal und eine Plakette. iHiiiiiiiiiiiiiiiniiiniiiiiiiiniiiiiiHiiHiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiinimmiiminHiSÄMHHniiiiM gebracht. Sinn des Spiels ist, den Ball in dem Korb des Gegners unterzubringen. Ein aus dem Angriff „heraus regulär erzielter Korb zählt zwei Punkte, aus ruhiger Freiwurfstellung nur einen Punkt. Gewonnen hat die Partei, die die meisten Punkte erringt. Ohne an dieser Stelle näher auf das Regelwerk einzugehen, sei eine Bestimmung von besonderem erzieherischen Wert herausgegriffen. Es ist die RegeL die körperlich unerlaubtes Spiel schon im Keim zu unterbinden - beabsichtigt: nach dreimaliger Verwarnung müssen Spieler, die gegen diese Regel verstoßen, vom Platz. Als besonders erschwerend kommt hinzu, daß nach jedem Foul derjenige Spieler, an dem das Foul begangen ist, einen Freiwurf aus 5,20 m Entfernung vom Korb erhält. Wir können nur wiederholen, was wir bei ähnlicher Gelegenheit schon einmal schrieben (vgl. „Sportblatt" der C.-V.-Zeitung, Nr. 16, vom 16. April 1936): „Die jüdischen Sportvereine sollten sich mit diesem Spiel, das unseren Verhältnissen geradezu en^egenkommt, einmal näher befassen, und energisch an seine Einführung denken." —u Mitteldeutschland Schild Leipzig erfolgreich Der Beginn der Rundenspiele brachte mit der Begegnung Bar Kochba gegen Schild Leipzig gleich die nötige Spannung, wenn auch leistungsmäßig beiderseits mancher Wunsch offenblieb, was wohl hauptsächlich auf die lange Spielpause beider Vereine zurückzuführen ist. Im H a n d b a 11 spielten die Stürmerreihen weit unter sonstiger Form, was in dem Endergebnis von 2:2 (1:1) deutlich zum Ausdruck kommt Was Schilds Elf in der 1. Hälfte neben einem 13-m-Wurf an Chancen vergab, ließ Bar Kochba im 2. Spielabschnitt aus. Zum erstenmal 'gelang dagegen .der Schild-Elf im Fußball ein einwandfreier 3: 0-Sieg, der sogar noch weit höher hätte ausfallen müssen, wenn der Sturm nicht allzu sparsam mit seinen Schüssen gewesen wäre. Schild bewies jedenfalls in diesem ersten Rundenspiel bei vernünftiger Mannschaftsaufstellung, daß er einen Kampf auch in harmonischer und freundschaftlicher Weise durchzustehen vermag.