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Central-Verein-Zeitung · 1938-10-27 · 43 (27.10.1938) · page 11

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
17 (1938)
Issue
43 (27.10.1938)
Date
1938-10-27
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Nr. 43 Palästina-Umschau der C.-Y.-Zeitnn&r Sette 11 27. Oktober S938 In Erwartung der Entscheidung Man kennt aus den verschiedenen Etappen der Palästinapolitik diese letzten, gespanntesten Wochen undv Tage, die einer unmittelbar bevorstehenden Entscheidung vorauszugehen pflegen. Im Augenblick steht im Mittelpunkt aller Gedanken und Kombinationen der Beficht der Woodhead- Kommission und die im Zusammenhang mit ihm zu erwartende Regierungserklärung. In zwei kurz aufeinanderfolgenden Kabinettssitzungen ist das Palästinaproblem zur Erörterung gekommen. Irgendwelche politische Entscheidungen wurden jedoch nicht veröffentlicht. Die ganze vorbereitende Aktivität der britischen Regierung scheint sich in der groß angelegten militärischen Reinigungsaktion auszudrücken, die zunächst Jerusalem erfaßt hat und von der zu hoffen steht, daß sie sich auch auf andere Widerstandszentren erstrecken wird. In den jüdischen Kreisen Palästinas und Englands kommt einmütig die Genugtuung über das lang erwartete Durchgreifen der britischen militärischen Kräfte zum Ausdruck. Emilich hat England in dem unentwirrbaren Durcheinander eine Wendung herbeigeführt, die das Zeichen seines Machtwillens trägt. Die ersten Erfolge haben dem Aktionsplan Recht gegeben. Schneller, als man auf Grund des verzweigten und tief eingefressenen Widerstandes hätte erwarten können, wurde in Jerusalem die Front des Terrors gebrochen. Es liegt im Wesen des Kleinkriegs, daß damit die schwelende Flamme noch nicht völlig, erloschen ist, und es bleibt zu fürchten, daß sie noch längere Zeit hindurch hier und dort emporflackern wird. Aber ein vielversprechender Anfang ist gemacht, ein Anfang, der beweist, wo und in welcher Weise die eigentliche Vorbereitung für die Veröffentlichung der Regierungsentscheidung getroffen wTerden muß. * E. R.-J. Pressestimineii Zu den typischen Begleitumständen einer bevorstehenden politischen Wendung gehört die Vielfalt der Presseerörterungen, die dem Thema gewidmet werden. Wir geben aus der Fülle des Materials die folgende kurze Zusammenfassung: Ein Leitartikel im „S p e e t a t o r" übt scharfe Kritik an den Versäumnissen der britischen Politik und erklärt es angesichts der gegenwärtigen Situation für kaum denkbar, eine gerechte oder vernünftige Lösung zu finden. Andererseits machen die eigenen politischen Interessen z. B. die Sicherheit des Suezkanals, der einen starken stabilen und freundlich gesinnten Staat in Palästina fordere, eine Beseitigung der Anarchie im Lande zur Pflicht. Der kürzlich vom Außenminister des Irak vorgelegte Plan der Errichtung eines arabischen Staates, in dem die Juden als von der britischen Regierung garantierte Minderheit leben sollten, sei ebenso abzulehnen wie überhaupt ein Zusammenleben der Juden mit den Arabern auf der Basis einer Minderheit. Als das im gegenwärtigen Augenblick Empfehlenswerteste wird eine feste und gerechte Durchführung des Mandates, wie es ursprünglich formuliert worden sei, bezeichnet. Später müßte dann ein System von Autonomien in einem einheitlichen Staate unter britischer Kontrolle und Leitung ernsthaft erwogen werden. Eine neuartige Lösung, von der er hofft, daß sie die Gerechtigkeit nach beiden Seiten weise verteilen würde, schlägt Lord Lloyd im „Sunday Chronicle" vor. Er möchte einerseits den Arabern eine ständige Mehrheit zugesprochen wissen, andererseits die Juden durch Einwanderung nach Transjordanien entschädigen. Eine solche Lösung würde — wie er glaubt — zwar Mut verlangen, aber, so schließt Lord Lloyd, „dem Premierminister hat es an dieser Eigenschaft niemals gefehlt". W. Genf, 24. Oktober Die Exekutive der Jewish Agency hat der englischen Presse folgendes Kommunique übergeben: „Angesichts der Gerüchte, die. zurzeit über einen angeblichen Vorschlag zur Lösung der Palästina-Frage durch Einstellung der jüdischen Einwanderung und einen verfassungsmäßigen Umbau zirkulieren, stellt die Jewish Agency for. Palestin e klar und unzweideutig fest, daß das jüdische Volk jedwede Lösung ablehnt, die es zu der Stellung einer Minderheit verurteilen würde. Die Juden sind von Rechts und nicht von Gnaden wegen in Palästina. Ihr Recht, das Nationalheim des jüdischen Volkes in ihrem historischen Vaterlande wieder aufzubauen, ist oft genug feierlichst von Großbritannien, den Vereinigten Staaten und der gesamten zivilisierten Welt anerkannt und bestätigt worden. Die während der letzten 30 Monate verübten Terrorakte haben nicht ihr Ziel erreichen können: den Juden die Wiederaufbauarbeit zu verleiden. Was aber auch immer geschehen sei; das jüdische Volk ist und bleibt trotzdem bereit, mit den Arabern für das Wohl des ganzen Landes zusammenzuarbeiten,* aber es kann weder die Aufzwingung einer Stellung als Minderheit noch irgendeine Beschränkung seines unabdingbaren Rechts, in sein Heimatland zurückzukehren, in Betracht ziehen." Kundgebungen Amsterdam Die Frage nach dem Schicksal des jüdischen Palästina stand ferner im Mittelpunkt folgender Kundgebungen, über die unsere Korrespondenten berichten. K. H. Amsterdam, 26. Oktober (telephonisch) Auf Initiative der „Permanenten Com- . missie" (der obersten Verwaltungsinstanz des holländischen Judentums), dzs Keren Hajessod und des Niederländischen Zionistenbundes fand am 25. Oktober eine von über 2000 Personen besuchte Massenversammlung „für ein jüdisches Palästina, für ein jüdisches Nationalheim, für jüdische Immigration!" statt. Sämtliche Sprecher, darunter der Vorsitzende der Amsterdamer Jüdischen Gemeinde, der Oberrabbiner Sarlouis und Professor David Cohen, betonten übereinstimmend das Interesse der gesamten Judenheit am Aufbau Palästinas. Sie forderten die Fortsetzung der Einwanderung, da nur so in Palästina- Frieden entstehen könne. In der am Schluß verkündeten Resolution wandte man sich aufs schärfste gegen alle Versuche zur Minderung der international verbürgten jüdischen Rechte Palästinas und gegen die Schaffung einer permanenten jüdischen Minderheit in diesem Land. London Der Board of Deputies o£ British Jews hielt in London eine Tagung ab, der u. a. auch eine von seinem Palästinaausschuß vorbereitete Resolution über die Palästinapolitik zur Beschlußfassung vorlag. Nachdem die Resolution durch den Vorsitzenden des Palästinaausschusses, Dr. Israel Feldmann, vorgetragen und begründet worden war, ergab sich eine Diskussion, in der u.a. Sir Robert Waley-Cohen einen Mangel an konstruktiven Ideen in der Resolution bedauerte und Leonhard G. Montefiore im Namen der Nichtzionisten gegen eine Bevormundung des Board of Deputies durch die Zionistische Organisation protestierte. Die Entschließung wurde jedoch trotz der teilweisen Opposition angenommen. Sie unterstützt die Politik der Jewish Agency namentlich in ihrem Widerstand gegen eine Beschränkung der jüdischen Einwanderung und gegen jeden jüdischen Minderheitenstatus in Palästina, betont noch einmal die Notwendigkeit, die Tore Palästinas für jüdische Einwanderung offen zu halten, wodurch die bürgerlichen und religiösen Rechte der Araber in keiner Weise gefährdet würden, und begrüßt schließlich den starken militärischen Krafteinsatz der britischen Regierung, von dem zu hoffen sei, daß er der dauernden Zusammenarbeit von Juden und Arabern endlich den Weg ebnen werde. Das Joint Foreign Committee hat dem Board of Deputies eine Denkschrift vorgelegt, in der es einen Ueberblick über die Flüchtlingssituation in allen betroffenen Ländern gibt und auf die Notwendigkeit hinweist, alles zu tun, um das Los der Flüchtlinge zu erleichtern. Amerikas Stellungnahme In einem Antworttelegramm an den Bürgermeister der Stadt Hartford (Connecticut) Thomas J. Spellacy sprach Präsident Roosevelt erneut sein reges Interesse an Palästina aus und erklärte, daß der Botschafter der Vereinigten Staaten in London die britische Regierung ständig über die amerikanische öffentliche Meinung informiert halte. Staatssekretär H u 11 erklärte bei einer Pressekonferenz im Staatsdepartment in •Washington bei der Erwähnung einer Reihe ven Telegrammen, die er aus arabischen Kreisen Amerikas erhalten habe, daß die Vereinigten Staaten keine neue Haltung in der Palästinafrage einnehmen werden, da ihre Stellungnahme festliege. Neuerdings hat Staatssekretär Hull eine arabische Delegation empfangen. Auch über diese Unterhaltung sprach er später in einer Pressekonferenz. Er sagte, daß er die Delegation mit der gleichen Höflichkeit empfangen habe wie jede andere und daß er ihr die Gefühle der Amerikaner in der Palästinafrage auseinandergesetzt habe. Er habe ihr die Versicherung gegeben, daß die Regierung in bezug auf Palästina ihre Pflicht zu erfüllen strebe, so wie die Situation es erfordere. Die Lage im Lande Im Mittelpunkt der Ereignisse der letzten Woche steht die militärische Einnahme der Altstadt Jerusalem durch britisches Militär. Nachdem es in den vorangegangenen Tagen wiederum fast ununterbrochen zu Schießereien gekommen war, wurde am 18. Oktober durch eine Verordnung des High Commissioners Sir Harold MacMichael die Polizei der alleinigen Kontrolle der Militärbehörden unterstellt, und die Bezirksverwaltung wurde, mit Ausnahme rein ziviler Angelegenheiten, aus der Hand der zivilen Bezirkskommissare in die Hand militärischer Gouverneure gelegt. Zur Zusammenfassung der Sicherheitsmaßnahmen wurde die Polizei dem Oberbefehl von General H a i n i n g unterstellt. Zum militärischen Gouverneur von Jerusalem ist Generalmajor O'Connor ernannt worden. Die Einnahme Jerusalems selbst wird in dem vorstehenden Bericht unseres *-Palästina-Berichterstatters eingehender geschildert. Vom 21. Oktober wird eine erhebliche Verbesserung der Lage in der besetzten Stadt gemeldet. Trotzdem kam es in der vorausgegangenen Nacht in der Nähe der Klagemauer erneut zu Schießereien, bei denen ein britischer Offizier getötet wurde. Ueberhaupt hielten, sich immer noch kleine arabische Widerstandsnester, die vom Militär noch nicht beseitigt werden konnten. Die Via Dolorosa und andere der Christenheit heilige Stätten wurden durch Drahtverhaue und Sandsackbarrikaden gegen Beschädigung geschützt. Wieder wurde eine Reihe von Arabern in den Kämpfen getötet. Am 22. Oktober wurde zum erstenmal das Ausgehverbot in Jerusalem einschließlich der Altstadt für sechs Stunden aufgehoben. Zu gleicher Zeit wurde zum erstenmal seit dem vergangenen Sonntag wieder das Damaskus- und das Jaffator . geöffnet. Alle Personen, die die Tore durchschritten, wurden von Soldaten durchsucht. Im allgemeinen näherte sich die Situation in Jerusalem allmählich wieder ihrem Normalzustand. Während so in Jerusalem das britische Militär zu einem lange erwarteten ersten entscheidenden Schlag ausholte, gingen im übrigen Lande die Unruhen unverändert weiter. Am 17. Oktober wurde eine Gruppe von jüdischen Hilfspolizisten, die in einem Motorboot den See von Merom abpatrouillierten, von der syrischen Grenze aus heftig beschossen. Der 32jährige Dow Zaguri aus Kfar Giladi und der 28jährige Mos che Baruch aus Haifa wurden sofort getötet. Von den sechs Verwundeten starb später der 31 jährige- Arie Lachmann. Bei der Inspektion eines Regierungsspitals im Süden von Jerusalem wurde der 34jährige Ingenieur Mosche Carmi erschossen. Auf den Feldern von Beth Alpha wurden jüdische Arbeiter von den Bergen -aus beschossen. Die Angreifer wurden von herbeieilendem Militär mit Verlusten in die Flucht geschlagen. Am 18. Oktober wurde zwischen Jaffa und Tel-Aviv der 38jährige Boris Davidowiez erschossen. Ein Begleiter blieb unverletzt. Der 32jährige Brunnenarbeiter Abraham Cohen und sein Gehilfe, der 27jährige Meir Auerbach wurden zwischen Jerusalem und Rechowot in einem Autobus erschossen. An der Stadtgrenze von Tel-Aviv wurde der 29jährige Schalom M a n d e r von einem Araber angeschossen und schwer verletzt. Eine Autokarawane der Palestine Potash Company, der ein Panzerauto voranfuhr, wurde auf der Straße, die vom Toten Meer nach Jerusalem führt, heftig beschossen. Zwei Soldaten sowie zwei Juden wurden verwundet. Am 19. Oktober wurde ein" jüdischer Lastwagen in der Nähe von Ras-el Ein überfallen. Die bewaffnete Begleitung erwiderte das Feuer und tötete drei Araber. Bei der Aufdeckung eines geplanten Sabotageakts auf die Pipe Line wurden zwei Araber getötet. Am 20. Oktober gerieten jüdische Arbeiter bei Hulda in einen arabischen Hinterhalt. Der 31jährige Hilfspolizist Abraham Kutscher sowie der 23jährige Jehuda Kleiner wurden getötet. Der 32 jährige Nachman Blaust e i n wurde schwer, Meir Obermann leicht verwundet. Blaustein starb" wenige Tage darauf. Am 21. Oktober fiel eine arabische Bande in Berscheba ein und plünderte das Haus des Steuereinnehmers. Am 22. Oktober drang eine arabische Bande von 20 Mann in die Ottomanbank in Jaffa ein und versuchte, nachdem es ihr nicht gelang, die Safes zu öffnen, das Gebäude in Brand zu stecken. Es wurde beträchtlicher Schaden angerichtet. Zwischen Nablus und Dschenin kam yes zu einem größeren Zusammenstoß zwischen Arabern und britischem Militär, bei dem auch Luftstreitkräfte eingriffen. - Sieben Araber wurden getötet, ebenso ein britischer Soldat. Durch Schüsse auf zwei jüdische Autos wurden zwei Juden und eine Jüdin verletzt. Obgleich seit zwei Jahren keine Juden dort leben, wurde am 23. Oktober Hebron von einer arabischen Terroristenbande heimgesucht, die die Synagoge und die jüdische Schule neben der Höhle Machpela, dem ehrwürdigen Begräbnisplatz der Patriarchen, niederbrannten und einen arabischen Polizisten erschossen. Der 22jährige Zwi Habermann wurde in einem Außenviertel Jerusalems durch Schüsse schwer verwundet. Am 24. Oktober wurde in Nazareth und Haifa je ein arabischer Notabel erschossen. In Haifa wurden außerdem vier jüdische Läden in Brand gesteckt. In der Nähe von Ajanot wurden jüdische Arbeiter beschossen und einer von ihnen leicht verletzt. Zwei britische Polizisten wurden in Jaffa angeschossen. Ab 1. November soll nach einer Ankündigung der Palästina-Regierung der gesamte Eisenbahn- und Autoverkehr in Palästina unter militärische Kontrolle gestellt werden. Jeder Verkehrsteilnehmer muß von diesem Zeitpunkt an im Besitz einer Ausweiskarte mit Lichtbild sein, die entweder nur für eine einzelne Reise oder für längere Zeit ausgegeben wird. Die Eroberung Jerusalems Von unserem *-Palästina-Berichterstatter Tel-Aviv, 20. Oktober. Infolge der amtlichen Einschränkungen, welche der Berichterstattung der hiesigen Presse — im Gegensatz zu den Berichterstattern der offen und offiziell hierher gelangenden englischen Zeitungen — auferlegt sind, kamen die letzten Vorgänge in Jerusalem für weite Kreise des jüdischen Palästina einigermaßen überraschend. Man wußte von einem erfreulicherweise mißglückten Ueberfaü auf einen Polizeikonvoy, in dem sich einige der höchsten Beamten des Distrikts auf eine Dienstfahrt begeben wollten, und von verschiedenen Terrorakten, man erfuhr schließlich von der Verhängung eines 24stündigen Curfew über die innere Stadt, aber wie sehr sieh die Verhältnisse zugespitzt hatten, ging eigentlich für die breitere Oeffentlichkeit erst nachträglich aus den Berichten über die Rückeroberung der inneren Stadt hervor. Die eigentliche „Heilige Stadt" ist nicht das ganze Jerusalem heutigen Urnfanges, weder die sog. Neustadt, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der Altstadt steht, und erst recht nicht die neueren jüdischen Viertel oder eigentlich schon beinahe Randsiedlungen, wie Rechawia, gehören streng genommen dazu. Die altehrwürdigen Gedenkstätten dreier Weltreligionen sind vielmehr auf dem engen Raum innerhalb der Mauern konzentriert, und hier konzentrierte sich dann auch der Terror, der offenbar, nach dem Kindermord von Tiberias, eine neue Kraftprobe ablegen und seine Macht auch in dem Kern des britischen Mandates, das ja zum guten Teil auch dem Schutze und der Neutralisierung der heiligen Stätten dienen soll, zeigen wollte. Aus den winkligen Straßen, den unübersichtlichen Häusern, Höfen und Ruinen scheinen zunächst die bewaffneten Sicherheitsorgane des Staates herausgezogen worden zu sein. Durch Flugzeuge, die warnende Proklamationen und die Curfew-Order abwarfen, bereitete die Regierung ihre Untertanen auf das Kommende vor. Dann wurde die Innenstadt von den Truppen, verstärkt durch Polizeikräfte unter dem Oberbefehl des Generalmajors O'Connor, umschlossen und, nach gewaltsamer Oeffnung zweier verrammelter Stadttore, neu erobert und besetzt. Von der Straße und von den Dächern aus, gesichert durch Luftaufklärung, durchsuchten die Truppen systematisch Haus für Haus. Die Ausbeute war nur gering; denn wie sich aus den Beobachtungen der Flieger ergibt, brachten die Terroristen sich selber, ihre Waffen und z. T. wohl auch ihre Verwundeten in den großen Gebäudekomplex der Omar-Moschee, welche die Truppen bisher nur umzingelt, aber aus Achtung vor den religiösen Gefühlen der friedliehen arabischen Bevölkerung nicht betreten haben. So läßt sich auch noch nicht übersehen, ob außer den elf arabischen Gefallenen, welche die Trup-

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