Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 17 (1938)
- Issue
- 43 (27.10.1938)
- Date
- 1938-10-27
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2 C.-V.-Zeitung Nr. 43 * 27. Oktober 1938 m gspfiegia §§ o c n e im besten nur 3 Minuten von der Tauentzienstr. E&m&t üersei^isafi' Privat-Mittagis, Abendtisch lUlarburger Straße 9, an der Augsburger Straße Telefon 24 87 5i u. 24 65 44 Tageszeitunaen Geöffnet tag). 11—20 Uhr Gedecke RM -,80' bis 1,50 Sonn- und Feiertag II—16 Uhr fort tritt der Unterschied zwischen der jüdischen und der Wanderbewegung der anderen hervor (während die veränderte Landnahme Palästinas sich in der üblich kriegerischen Form vollzog). Im Gegensatz zu den Methoden der anderen ward die jüdische Wanderbewegung durch die Methode der friedlichen Expansion gekennzeichnet. Denn das jüdische Volk in der Diaspora ist immer ein Objekt der Geschichte gewesen. Es war zu allen Zeiten in der Minderheit und daher von der Umwelt abhängig. Das Problem der Einordnung in die Umwelt wurde zu seiner Schicksalsfrage. Wie es sie zu lösen versucht hat, lehrt ein Blick auf einige seiner wesentlichen Diaspora-Bildungen. III. Antike Diaspora In seinen tiefsinnigen Ausführungen über den Geist und die Epochen der jüdischen Geschichte hat Franz Rosenzweig darauf hingewiesen, daß ein Exil am Anfang dieser Geschichte überhaupt stehe. Der Prozeß der Volkwerdung habe sich nicht in dem verheißenen Lande, sondern in dem ägyptischen Exil vollzogen. Mit der Landnahme in Palästina hörte die Emigration und die Niederlassung in der Fremde keineswegs auf. Schon in der Frühzeit der antiken Geschichte sollen israelitische Händler den Spuren der phönizischen Pioniere gefolgt sein. Durch die Katastrophe der israelitisch-jüdischen Reichsbiidung entstand die große Diaspora im Bereich der uralten mesopotamischen Stromkultur. Die „Juden", die nach Babylonien deportiert wurden, waren von Beruf größtenteils Ackerbauer, deren Arbeitskraft von den babyionischen Großgrundbesitzern genützt wurde. Allmählich gelangten sie in die Städte des Landes, wo sie die „moderne" kapitalistische Geldwirtschaft sowie den Handel und das Verkehrswesen kennenlernten? Sehr viele Deportierte machten B i JI i g e Schrank-, Schiff-, Lederu. Damen-Taschen B^äÄ^äm Enqrcs- und Einzel-Verkauf Pk©f I SchiHer, Ritterstr. 88. Te!.: 17 3193 sich den neuen Stil des wirtschaftlichen Lebens erfolgreich zu eigen. Das Volk der Bauern und Hirten wandelte sich im Laufe eines Jahrhunderts in eine großstädtische Masse um. Die Amalgamierung mit einer fremden und in ökonomischer Beziehung überlegenen Zivilisation hat es bewirkt, daß sich zahlreiche Geschlechter und Familien der Exulanten der Rückwanderung aus dem babylonischen Exil nicht anschlössen, sondern an den Wassern Babels verblieben. Die arm gebliebenen Schichten wanderten zurück, als der Perserkönig es gestattete; den reich gewordenen Nachahmern des babyionischen Wirtschaftsstils war das Exil zu einer neuen Heimat geworden. Immerhin bewiesen sie ihre Bindung an das Judentum, indem sie einen reichen Beitrag zum Aufbau und Unterhalt des neuen Tempels leisteten. Dieses Festhalten am überlieferten Gottesglauben hat die babyionische Diaspora vor der Auflösung in die andersgläubige Umwelt bewahrt. Gerade hier, auf fremdem Boden, trat eine scharfe Trennung zwischen den Gesetzestreuen und den Apostaten ein. Der Sieg der Lehre hat die Voraussetzung für jene intellektuelle Blüteperiode geschaffen, die in dem babylonischen Talmud und Talmudstudium gipfelte. Neben Babylonien ist von altersher Aegypten ein Standort der jüdischen Diaspora geblieben. Seitdem das Nilstromland ein Teil des Perserreiches geworden war, nahm d:e Zahl der im einstigen Hause der Knechtschaft lebenden Juden erheblich zu. Durch die Auffindung alter Papyri ist aus jener Zeit die Kunde von einer jüdischen Kolonie zu Elephantine am Nil zu uns gedrungen. Jüdisches Militär hat hier unter persischer Oberhoheit am Rande Aegyptens die Grenzwacht gehalten. Die Nachrichten des unschätzbaren Papyrusfundes geben uns zum erstenmal ein geschlossenes Bild einer jüdischen Niederlassung in weiter Ferne, die, mehrere Jahrhunderte vor der üblichen Zeitrechnung, die Spuren der Umweltatmosphäre an sich trägt. (Wird fortgesetzt) Dr. Fritz Fricdlaender ÄiisIandsnaeiiFfciitem Australien Die in Australien erscheinende Zeitung „British Australien and the Zealander" veröffentlicht einen Leitartikel, in welchem sie dafür eintritt, den Bezirk Kimberley im Nordwesten Australiens für jüdische Einwanderer zu öffnen. Sie stützt sich hierbei auch auf die Autorität von Sir Hai Colebatch, der in seinem Buch über WestausLralien^ „Die Geschichte eines Jahrhunderts" die Ansicht vertritt, daß mehr als eine Million Menschen in diesem Gebiet, das bisher von noch nicht 200 Weißen bevölkert wird, Aufnahme finden könnten. Der Artikel bringt dann weiter jene Argumente, die den Lesern der C.-V.- Zeitung bekannt sind, und die im wesentlichen besagen, daß ein Zustrom von Menschen dem Einwanderungsland wirtschaftlichen Aufschwung und der eingesessenen . Bevölkerung ebenfalls neue Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten biete. Belgien Aehnlich der Schweiz sind nun auch in Belgien Durchgangslager für Auswanderer errichtet worden, und zwar in Merxplas, wo z. Zt. 650 Menschen untergebracht sind und in Marneffe, wo sich 750 Auswanderer befinden. Diese Angaben sind einem Interview zu entnehmen, das der belgische Justizminister einem großen Abendblatt gewährt hat. Gleichzeitig wird bekannt, daß zwischen Belgien und Frankreich ein Abkommen getroffen wurde, wonach illegal Eingewanderte nicht mehr über die beiderseitigen Grenzen Uebersee-Xleichmg leinen-Sa» unti lose fssissl. S*off) asiggfßft?i; um 35 — konfektioniert FranftenSteln & SOfti?, Herrenschneider Berlin W15, Kurf ärstendamm 54/55 Lieferung kann bei GrSBenod.MaOanciabe auch nach auSerh. erfolgen abgeschoben werden. Dies bedeutet natürlich nicht, daß diesen Einwanderern in Belgien oder Frankreich auch nur vorübergehend Aufenthalt gewährt wird. England Königin Mary von England, die Mutter Georgs VI., vollzog die Neueinweihung des „Stepney Jewish Girl's Club and Settlement" in der Beaumont Street im Londoner East End. Diese vor mehreren Jahren gegründete Eini'ichtung umfaßt z. Zt. 13 Klassen, in denen neben den üblichen Lehrfächern auch Unterricht in Haushaltsfächern und im Handwerk erteilt wird. Sie ist zu einem jüdischen Zentrum des Londoner East-Ends geworden. Die Begrüßungsansprache hielten die Präsidentin des Clubs, Lady Spielman und Mrs. James Rothschild. Königin Mary wurde zur Erinnerung an diesen Tag ein 150 Jahre altes silbernes Jad überreicht. Bei der An- und Abfahrt wurde sie von der Bevölkerung lebhaft begrüßt. Auch in diesem Jahr wird am 8. November ein feierlicher Gedenktag der jüdischen Frontkämpfer stattfinden. Etwa 7000 Veteranen werden sich an der Parade vor Feldmarschall Lord Birdwood auf dem Horse Guards Parade Ground beteiligen. Danach findet ein feierlicher Marsch zum Cenotaph statt. Der Gedenkgottes dienst wird von Chiefrabbi Hertz abgehalten und auf die Rundfunksender des Landes übertragen werden. Am Abend wird ein Empfang in der Albert Hall stattfinden, auf dem u. a. Lord Birdwood, Marquess of Reading, Major J. B. Brunei Cohen, Mr. James de ' Rothschild, Mr. Lionel Cohen und J. H. Levey sprechen werden. Frankreich In Straßburg, Mülhausen, Paris, Lille und D i j o n kam es zu Beginn des Monats im Zusammenhang mit den politischen Ereignissen mehrfach zu ^udenfeind^hen Demonstrationen, gegen welche die Polizei sofort einschritt. Holland Verschiedene jüdische Persönlichkeiten wurden neuerdings ausgezeichnet. Dr. Henri P o 1 a k, der innerhalb der Diamantindustrie Amsterdams an hervorragender Stelle steht, wurde vom König von Belgien zum Offizier des Kronenordens ernannt. Professor Dr. E. M. M e i j e r s, Leiden, wurde von der Königin zum Kommandeur und Mr. R. van Geldern in Maastricht zum Ritter des niederländischen Ordens von Oranje-Nassau ernannt. Der junge Maler Max van Dam erhielt die Silberne Medaille der Akademie für bildende Künste für Malerei. Das Amsterdamer Oberrabhinat befaßt sich mit umfangreichen Plänen, die zu einer Belebung des religiösen Lebens führen sollen. Durch eine Umfrage bei sämtlichen Gemeindemitgliedern, bei der u. a. auch nach den persönlichen Wünschen des Einzelnen gefragt wurde, sind die Unterlagen hierfür geschaffen worden. Man hofft, durch eine Neugestaltung des jüdischen Lebens auch bisher fernstehende Gemeindemitglieder in die aktive Arbeit eingliedern zu können. Lettland Nach ihrem Besuch in Litauen (vgl. C.-V.- Zeitung Nr. 42 vom 20. Oktober) begaben sich Lord und Lady Marley nach Riga, wo sie ebenfalls die Einrichtungen der ORT-OSE besichtigten. Sie hatten dort eine Unterredung mit dem Sozialminister M. Behrsina, der. zugleich auch im Namen des in Genf weilenden Außenministers Munter sprach. Auch in dieser Unterhaltung kam die verständnisvolle Haltung gegenüber den Minderheiten und die Anerkennung ihrer Arbeit für das Staatswohl zum Ausdruck. Die Einreisebehörden haben 77 Einwanderern das Anlandgehen in Riga untersagt, so daß sie die Rückfahrt antreten mußten. Die Behörden warnen daher vor einem weiteren Zustrom. Litauen Aus Anlaß des 20. Jahrestages der Gründung der Vereinigung ehemaliger jüdischer Kriegsteilnehmer fand ein Aufmarsch der Mitglieder vor dem Palais des Präsidenten S m e t o n a statt. Er erschien mit dem Ministerpräsidenten auf dem Balkon und richtete eine kurze Ansprache an die versammelten Frontkämpfer. Am Tag darauf gab Präsident Smetona dem Vorsitzenden der Vereinigung eine Unterredung, in welcher er seine persönlichen Glückwünsche aussprach. Die zahlreichen Schwierigkeiten, welchen die Juden in der Welt z. Zt. ausgesetzt seien, verpflichten eben diese Welt, ihnen bei ihrer Uebervvindung behilflich zu sein. Litauen sei ein kleines Land, und es sei in dieser Hinsicht bereits bis an . die Grenze des Tragbaren gegangen. Polen Eine Verordnung regelt die Staatsbürgerschaft in dem jetzt an Polen abgetretenen Teschener Gebiet und bestimmt, daß alle die als polnische Bürger zu betrachten sind, die vor dem 1.- November 1918 im Gebiet ansässig waren. Für Personen polnischer Nationalität, genügt eine Anwesenheit seit dem 1. Oktober 1938. — Die polnische Rundfunk Gesellschaft hat von insgesamt 9 jüdischen Musikern 7 entlassen. — In P u - 1 a w y im Bezirk Lublin kam es zu judenfeindlichen A u s s c h re i t u n g e n, in deren Verlauf zahlreiche Passanten verletzt und jüdische Läden demoliert wurden. Die Polizei verhaftete 5 Täter. Schweden Hundertunddreißig PersönHchkeiten des öffentlichen Lebens, darunter Erzbischof Ei dem von Upsala und Primatus Nils Widner von Stockholm, sowie zahlreiche Professoren der Universitäten Upsala und Stockholm und der Direktor des schwedischen Staatstheaters haben an die Regierung einen Appell gerichtet, die Einwanderungsbestimmungen für eine gewisse Anzahl von Juden zu erleichtern, damit sie vorübergehend im Lande untergebracht, umgeschult und später nach Uebersee weitergeleitet werden könnten. Für die bereits zugelassenen wird eine Erleichterung der Arbeitserlaubnis und der Aufenthaltsgenehmigung verlangt. Die Petenten begründen ihre Forderung mit dem Geburtenrückmm weissler BERUH % ™ Kl8SS!Slr. 12 Sehr günstige Angebote im Augenblick gegenüber den Aufsätzen über die Neugestaltung des Staates in den Hintergrund getreten. Vereinigte Staaten In einer Ansprache beschäftigte sich Innenminister Harold L. Ick es mit der Frage, ob die Besetzung staatlicher Stellen mit jüdischen Personen judenfeindiiehe Regungen bei der Bevölkerung hervorrufen müßten. Am Bei- F o? o, Rolleiflex, Contax Prakt. Fofo-Arbeifs-Kurse Wo SS* u. Leorahardt (gegr.1906) . Berliner Str. 129, Teief. 86 29 44 spiel der beiden jüdischen Mitglieder des Obersten Bundesgerichtes, des kürzlich verstorbenen Benjamin N. Cardozo und des noch amtierenden Louis D. Brandeis, wies er nach, daß solche Befürchtungen falsch seien, daß vielmehr jeder Bürger des Landes dort mit dem vollen Einsatz seiner Kräfte zu wirken habe, wohin er gerufen werde. gang und mit der Tatsache, daß in gewissen Zweigen des Erwerbslebens, so vor allem in der Landwirtschaft, ein Mangel an Arbeitskräften festzustellen sei. ScWeiz Zahlreiche jüdische Durch wanderer, die im Lager Dippoldsau untergebracht sind, konnten die Feiertage im privaten Kreise bei Familien verbringen. Im Lager selbst fand an Rosch Ilaschana ein Gottesdienst statt, zu dem auch der Bürgermeister des Ortes, der evangelische Geistliche und zahlreiche andere Honoralionen erschienen waren. Aus Bern wird gemeldet, daß Louis Picard von der französischen Regierung wegen seiner besonderen Verdienste um die französische Landwirtschaft zum „Chevalier du Merite agricole" ernannt wurde. In Zürich wurde von der Polizei eine juden feindliche Kundgebung verboten. Der israelitische Genieindebund in der Schweiz weist in der Oeffentiichkeit darauf hin, daß in der Schweiz nur 17 974 Juden, d. h. knapp yo% der Gesamtbevölkerung, ansässig seien. Die z. Zt. als Durchwanderer im Lande anwesenden Juden würden ohne Inanspruchnahme öffentlicher Gelder lediglich durch die jüdische Gemeinschaft erhalten. Es wird der geringe Anteil der Juden an der Verwaltung, im öffentlichen Leben und innerhalb des Zeitungswesens des Landes festgestellt. Tschecno-Slowakei Gerüchte, wonach jüdische Familien, die aus den sudetendeutschen Gebieten ins Innere des Landes abgewandert waren, zur Rückkehr in ihre Heimatarte veranlaßt werden sollten, seheinen sich nicht zu bestätigen. Eine Anzahl von Juden, denen durch die neue Grenzziehung die Rückkehr unmöglich war, und denen ursprünglich der Aufenthalt in der Tschecho-Slovyakei verweigert worden war, sind jetzt in ein Durchgangslager bei Brünn aufgenommen worden. Die Diskussion des jüdischen Problems in der Presse ist Die Jüdischen Aerzte in Danzig Auswirkung der deutschen Aerztegesetzgebimg Am 28. September erschien im Danziger Gesetzblatt eine Rechts Verordnung der Danziger Regierung, die neue Bestimmungen über die Zulassung von Aerzten in Danzig trifft. Die Verordnung sieht vor, daß die Zulassung eines Arztes u. a. dann zu widerrufen sei, wenn die ärztliche Approbation in dem Lande erlischt, in dem sie erworben wurde. Diese Verordnung ist mit dem Tage ihrer VerkünOung in Kraft getreten. Die in Danzig tätigen Aerzte haben wohl sämtlich ihre Approbation in Deutschland erworben. Auf Grund der deutschen Approbation wurden sie dann von der Danziger Regierung zur Ausübung der Praxis zugelassen. Die neue Verordnung stellt es nicht mehr allein darauf ab, ob im Zeit- Altmann & Person IS5SÄ5 #mK§Y«CflflI1 «3 ^«äSsTS^Snä Erfcbegräbnlssa JlSerlin-Weissensee, Lothring-enstr. 23 56 81 54* punkt der Zulassung die gültige Approbation vorhanden war, sondern verlangt, daß sich der Arzt auch nach seiner Zulassung ununterbrochen im Besitz einer Approbation befindet, die nach den Gesetzen des Landes, in dem sie seinerzeit erworben! wurde, immer noch gültig ist. Das bedeutet, daß die Danziger Regierung "die Gesetzgebung, die für das Gebiet des Deutschen Reiches ergangen ist, in ihren Auswirkungen auch außerhalb der deutschen Grenzen als bindend ansieht und die entsprechenden Folgerungen für Danzig zieht. Mitte Oktober haben demgemäß die jüdischen Aerzte in Danzig die Mitteilung erhalten, daß sie bis zum 31. Dezember 1938 ihre Tätigkeit einzustellen haben. In welcher Weise die ärztliche Versorgung der jüdischen Bevölkerung sichergestellt werden wird, ist noch ungeklärt. Die Zahl der Danziger Juden ist im Laufe eines Jahres schätzungsweise von 8000 auf 6000 zurückgegangen. E. L, Ueber die Teilnahme von Juden an Hausübungen im Luftschutz hat der Reichsminister der Luftfahrt entschieden, daß dann, wenn Deutschblütige und Juden in einem Hause zusammenwohnen, bei der Heranziehung zur Luftschutzdienstpflicht im allgemeinen nach folgenden Gesichtspunkten zu verfahren sei: „Wird ein Wohngebäude nur zum kleineren Teii von Juden bewohnt, so sind in diesen Wohngebäuden Juden nicht zur Durcliführung des Selbstschutzes heranzuziehen. Besteht dagegen der überwiegende Teil der Bewohner aus Juden, so sind nur Juden zur Durchführung des Selbstschutzes in dem betreffenden Wohngebäude heranzuziehen. Luftschutzwart kann ein Jude nicht sein." Geschäftliches (außer Verantworitinder Redaktion) Einem Teil der, heutigen Ausgabe -liegt ein Prospekt der Philo G.-m. b. H-, jüdischer Buchverlag und Buchvertrieb, Berlin W 15. Pariser Str. 44, bei. Chefredakteur: Dr. Alfred Hirschberg. Stellvertretender Chefreuakteur: Dr. Ernst G. L ö w e nt h a 1. Verantwortlich für Wanderungsfragen, Aufnahme von Bildern und Sport: Dr. Ernst G. Löwenthal, für Feuilleton: Hans Oppenheim er. Sämtlich in Berlin. Für Rücksendung unverlangter Einsendungen ist Frciumschlag beizufügen. Leiter der Anzeigen-Abteilung und verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Friedrich 'Nathan, Berlin. DA. III. Vj. 39 519. PL 6. Verlag: Jüdischer Central-Verein e. V., Berlin VV 15, Emser Straße 42. Druck: Max Lichtwitz, vormals Druckereibetriebe Max L i c h t w i t z und Siegfried'-Scholeni, Berlin SW 68. PCRSIANC8 9 SMberffächse. SämtS. NERZE Pelzarten JLi U S KL. B E R E. B N WS© Augsburgee1 Strasse 45