Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 17 (1938)
- Issue
- 42 (20.10.1938)
- Date
- 1938-10-20
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 42 * 20. Okt. 1938 Seite 17 Leichtathletik 1938 / SLu- Es ist üblich, am Schluß einer Saison Bilanz zu ziehen und sich Rechenschaft darüber abzugeben, was an Leistungen, an Erfolgen und Mißerfolgen im Verlauf dieses Zeitraumes zu registrieren war. An Hand unserer „Fünf-Besten- Liste'*, deren fast schon offizieller Charakter Grandlage der meisten auswertenden Aufsätze auch seitens anderer Organe geworden ist, sind wir in der Lage, aus erster Quelle und so objektiv, wie wir es stets als unsere Aufgabe betrachteten, die Ereignisse und Ergebnisse der Leichtathletik-Saison 1938 kritisch zu würdigen. D. Red. Seit vier Jahren veröffentlichen wir an dieser Stelle eine Zusammenstellung der besten Leistungen der Saison in Form einer „Besten-Liste der jüdischen Leichtathletik". Wir freuen uns, daß sie in den Kreisen unserer Sportler einen solchen Anklang gefunden hat und daß sie ihren Zweck, mehr als statistisches Material zu sein, in vollem Umfange erfüllt. Gewiß — der Wert einer Besten-Liste, soviel man sie auch schätzen mag, darf keineswegs übertrieben werden; denn weniger in der Erzielung besonders guter Ergebnisse, deren Richtigkeit man noch nicht einmal mit lOOprozentiger Sicherheit vertrauen darf, liegt der eigentliche Sinn des Sports als vielmehr im Kampf um den Sieg im Verlauf eines Wettstreites. Und wer" sich im Kampf einwandfrei als der Bessere erwiesen hat, wird zweifellos höher eingeschätzt werden müssen als der, der vielleicht infolge besonders glücklich verketteter Umstände einmalige „Bombenleistungen" zu erreichen vermochte." Trotzdem sollen auch die wertvollen Eigenschaften einer Bestenliste nicht verkannt werden: sie vermittelt in ihrer Gesamtheit vor allem einen einwandfreien Ueberblick über den Leistungsstand der in diese Liste einbezogenen Gemeinschaft, sie deckt unbarmherzig ihre Schwächen auf und gibt wichtige Fingerzeige, in welcher Disziplin es an systematischem Training fehlt. Dies erscheint uns bei aller Skepsis wesentlich und rechtfertigend genug. Erfolg systematischer Jugendarbeit Wir schrieben zu Beginn der Saison (vgl. „Sportblatt" der C.-V.-Zeitung, Nr. 27 vom 7. Juli): „Unsere Leichtathleten haben es diesmal besonders schwer, sich in ihrer Form zu steigern; denn es fehlt ihnen offensichtlich an systematischen Trainmgsmöglichkeiren und geeigneten "Startgelegenheiten. Hinzu kommt, daß die Kampfmannschaften der jüdischen Sportvereine infolge Auswanderung von. Woche zu Woche schwächer werden und daß man nicht einmal von heute auf morgen zu sagen weiß, mit wem aus dem Aktivenkreise überhaupt noch zu rechnen ist." Das war zu Beginn der Saison; heute — nachdem sie abgeschlossen hinter uns liegt, sind wir dagegen in der glückliehen Lage, feststellen zu können, daß uns der Erfolg in jeder Beziehung nach der angenehmsten Seite überrascht hat; denn die Leistungen waren, abgesehen von den Mittel- und Langstrecken der Männer und einigen technischen Uebungen der Frauen, in denen die überragenden Berliner „Schild"-Sportler fehlten, nicht nur in der, Spitze, sondern auch in der Breite z. T. sogar wesentlich besser als 1937. Und das trotz der durch starke Auswanderung zahlenmäßigen Schwächung, trotz der ungenügenden Trainings- und Wettkampfgelegenheiten und trotz des Ausfalls der JSG 33 Berlin. Wir freuen uns über diesen großen Erfolg um so mehr, als er allein in der Erziehungsarbeit des jüdischen Sports begründet liegt. Er ist im wesentlichen unserem in eigener Schule und mit eigener Kraft herangebildeten Nachwuchs zuzuschreiben. Noch nie hatten die Vereine derartig ehrgeizige und leistungsstarke Jugend abteilungen wie diesmal. Die zahlreichen groß beschickten Jugendsportfeste mit ihren glänzenden Ergebnissen und die Erfolge der besten Jugendlichen in den Männerwettbewerben sind hierfür eindeutiger Beweis, nicht zuletzt aber auch dankbare Anerkennung der Leistungen unserer unter Leitung von Edwin Halle" in Stuttgart ausgebildeten Sportlehrerschaft. Leistungsschau im einzelnen Viele sportliche Veranstaltungen, auf denen unsere Leichtathleten die Möglichkeit hatten, sich im Kampf mit gleichwertigen Gegnern zu verbessern, standen zwar nicht zur Verfügung, dafür jedoch immerhin einige, deren Qualität unbestritten war. So vor allem das im September vom JBC „Berlin" durchgeführte Abschluß-Sportfest, dessen großartige Leistungen unsere Besten-Liste wesentlich beeinflußte, ferner der „Start der Besten" und die Juniorenmeisterschaften des Makkabi in Berlin, die „Schild"-Meisterschaften in Köln, das traditionelle Jugendsportfest in Hamburg und einige internere, Begebenheiten in Südwestdeutschland. "Die Tatsache, daß der Erfolg dieser Veranstaltungen besonders dann gegeben war, wenn sie Makkabi- und Schildsportler gemeinsam am Start sahen, sollte zu denken Anlaß geben. Die Zweiteilung der Kräfte scheint in der heutigen Situation endgültig überholt. Je einheitlicher und gemeinsamer, desto intensiver und gewissenhafter wird man den Weg gehen können, der zum Ziel die Bewältigung aller der dem jüdischen Sport verantwortungsbewußt gestellten Aufgaben hat. Durfte man zu Beginn der Saison annehmen, daß Schattmann diesmal von Rafael und verschiedenen anderen Nachwuchssprintern in seiner Vorherrschaft abgelöst werden würde, so sah man sich einmal mehr getäuscht. Trotzdem er nicht an die Zeiten seiner Gegner herankam, schlug er sie, wenn er gegen sie startete. Das genügte, um ihn nach wie vor als den besten jüdischen Sprinter zu kennzeichnen. Rafael, dessen Mehrkämpferqualitäten in der zweimaligen Verbesserung des „Schild"-Rekords im Sechskampf zum Ausdruck kamen, blieb zum Schluß der Saison den Beweis für sein tatsächlich vorhandenes Sprintvermögen (siehe: 200-m-Rekord in 23,0) schuldig. Er hatte seine Kräfte zweifellos überschätzt. Vielleicht sollte er sieh auf die 400 m beschränken. Seine Schnelligkeit und Ausdauer hätten ihn wahrscheinlich schon in diesem Jahr befähigt, den „Schild"-Rekord auf dieser Strecke, auf der vor allem Schild Frankfurt a. M. in Kraus und Hepner so besonders guten Nachwuchs hat, zu verbessern. Wir raten ihm gut, sich rechtzeitig zu entscheiden. In den Mittel- und Lang strecken konnte der Ausfall der JSGer natürlich nicht ausgeglichen werden. So war Werthen ohne ernsthafte Gegner und bei weitem nicht in der Lage zu beweisen, wie gut er wirklich ist. Seine Klubkameraden Hirsch und Berger sowie der Hamburger „Schild"-Meister Goldstein, ein überaus veranlagter Jugendlicher, wurden ihm als Nächstbeste kaum je gefährlich. Abts 1500-m-Zeit war einmalig. Sie ist aus diesem Grunde schwer zu klassifizieren. Der Hoclisprung brachte das beste Ergebnis der Saison. Alfred Blanck verbesserte den MakkabL-Rekord auf 1,81 m und Julius Bendorf die längst fällige Bestleistung des „Schild" auf 1,72 m. Im Weitsprung mußten sich Herbert Blanck und Oschinsky, der das Zeug hat, in dieser Disziplin wie auch als Sprinter noch beträchtlich weiter zu kommen, den ersten Rang teilen. Der 16jährige Ehrlich, der 6,34 m erreichte, und der 17jährige Seheidt, der 1,68 m hochsprang, waren in den Sprüngen die beachtlichsten Jugendlichen. Auch in den technischen Uebungen lagen die Leistungen über denjenigen des Vorjahres. Kl ab er erwies sich wiederum als der Beständigste. Sein Rekord im Speerwerfen sollte von ihm bald erneut überboten werden. Als neuer Mann stellte sich der Wiener Dr. Topf vor, der ohne Training den alten Makkabi-Rekord von Hermann auf 35,71 m schraubte. Im Kugelstoßen blieb Preiß, der nur wenige Wochen der ^Saison mitmachen konnte, ehe er nach Buenos Aires auswanderte, einen Zentimeter unter der Bestleistung. Tombowski im Kugelstoßen und Wienskowitz neben Grünspan im Speerwerfen, - alles Jugendliche, schoben sich-bei-'guter technischer und körperlicher Veranlagung überraschend weit in den Vordergrund. Die beste 4x100 m-Staffel stellte unangefochten und traditionsgemäß Bar Kochba- Hakoah Berlin, dessen Sprinter fähig gewesen wären, an die 45 Sekunden-Grenze zu kommen. Die Schildvereine aus Frankfurt a. M., Breslau und Hamburg liefen unter 47,0 ebenfalls noch annehmbare Zeiten. Bei den Frauen wurden für Hannelore Pels die 100 m in 12,9 gestoppt, während als erfreuliches Zeichen der Leistungsdichte weitere drei Sprinterinnen 13,1 und die letzte der Liste noch 13,2 lief. Lore Meyer, die beim „Start der Besten" Hannelore Pels schlug, konnte mit 13,3 überhaupt nicht mehr berücksichtigt werden. Wäre sie öfters gestartet, hätte man sie sicher weit vorn, wenn nicht an der Spitze registrieren können. Die besten Leistungen — dem Hochsprung Blancks durchaus ebenbürtig — erzielte indes die Schildmeisterin im Geräteturnen, Ruth *Ül& ^444t^ S&Sf&fo / Jakresbestleistungen der jüdischen Leichtathletik 1938 Männer 100 Meter: 11.1 Rafael (JSC Fürth) 11.2 Guttmann (Schild Stuttgart) 11.3 E. Katzenberg (Makkabi Düsseldorf) 11.3 M. Bendorf (Schild Frankfurt a. M.) 11,4. Schattmann (Bar Kochba Berlin) 11.4 Kauber (Bar Kochba Leipzig) 200 Meter: 23,0 Schattmann (Bar Kochba Berlin) 23.0 Rafael (JSC Fürth) 23.8 Salmang (Schild Aachen) 23.9 ' -"er .(Schild Hamburg) 24,0 Katzenberg (Makkabi Düsseldorf) 24,0 . j.tmann (Schild Stuttgart) 400 Meter: 53,0 Rafael (JSC Fürth) 54,6 Werthen (Bar Kochba Berlin) 55,6 Kraus (Schild Frankfurt a. M.) 56,3 H. Blanck (Bar Kochba Hamburg) 57,0 ITepner (Schild Frankfurt a. M.) 800 Meter: 2:05.6 Werthen (Bar Kochba Berlin) 2:06,7 Hirsch (Bar Kochba Berlin) 2:07.6 Goldstein (Schild Hamburg) 2:07,8 Berger (Bar Kochba Berlin) 2:10.7 Jonas (Bar Kochba Berlin) 1500 Meter: 4:27,4 Abt (TC Karlsruhe 03) 4:29,6 Werthen (Bar Kochba Berlin) 4:34,5 Zinner (PTG Augsburg) 4:34,9 Berger (Bar Kochba Berlin) 4:35,6 Hirsch (Bar Kochba Berlin) 5000 Meter: 17:09,5 Werthen (Bar Kochba Berlin) 17:12,5 Berger (Bar Kochba Berlin) 18:02,6 Schein (Schild Breslau) Weitsprung: 6,44 Oschinsky (Schild Breslau) 6,44 H. Blanck (Bar Kochba Hamburg) 6,35 J. Bendorf (Schild Frankfurt a. M.) 6,34 Ehrlich (Bar Kochba Berlin) 6,28 Rafael (JSC Fürth) Hochsprung: 1,81 A. Blanck (Bar Kochba Hannover) 1,72 J. Bendorf (Schild Frankfurt a. M.) 1,68 H. Gruenbaum (Bar Kochba Berlin) 1,68 Scheidt (Schild Hamburg) I, 675 H. Blanck (Bar Kochba Hamburg) Kugelstoßen: 12,14 Preiß (JBC Berlin) 12,00 Klaber (Schild Frankfurt a. M.) II, 87 Tombowski (Bar Kochba Berlin) 10,88 Wasserlauf (Bar Kochba Leipzig) 10,73 Hallgarten (Schild Wiesbaden) Diskuswerfen: 35,71 Dr. Topf (Makkabi Wien) 35,63 Klaber (Schild Frankfurt a. M.) 33,42 H. Blanck (Bar Kochba Hamburg) 29,95 Preiß (JBC Berlin) 29,60 Philippson (Iiakoah Stuttgart) Speerwerfen: 52,75 Klaber (Schild Frankfurt a. M.) 44,58 IT all garten (Schild Wiesbaden) 44,40 Preiß (JBC Berlin) 43,70 Grünspan (Bar Kochba Berlin) 43,70 Wienskowitz (Bar Kochba Berlin; 4XI00-m-StaffeI: 46.0 Bar Kochba-Hakoah Berlin 46.2 Schild Frankfurt a. M. 46.3 Schild Breslau 46.8 Schild Hamburg 47,3 JBC Berlin Frauen tOO Meter: 12.9 Pels (Schild Stuttgart) 13.1 Liefmann (Schild Hamburg) 13jl Alsberg (Schild Stuttgart) 13.1 Fließ (Bar Kochba Berlin) 13.2 Kramer (Makkabi Düsseldorf) Weitsprung: 5,42 Liefmann (Schild Hamburg) 5,29 Pels (Schild Stuttgart) 5,10 Romanus (Bar Kochba Berlin) 4,92 Löwenstein (Bar Kochba Frankfurt a. M.) 4,85 Schiff (Schild Bielefeld) Hochsprung: 1,50 Liefmann (Schild Hamburg) 1,41 Durst (Bar Kochba Berlin) 1,40 Gottlieb (Makkabi Wien) 1,385 Pels (Schild Stuttgart) 1,325 Brinitzer (Schild Hamburg) Kugelstoßen: 10.08 Schulmann (Bar Kochba Berlin) 10,00 Seligmann (Schild Stuttgart) 9,80 Cohn (Schild Leipzig) 9,80 Friede (Schild Frankfurt a. M.) 9,53 Berlin (JBC Berlin) Diskuswerfen: 30,70 Cohn (Schild Leipzig) 30.25 Schulmann (Bar Kochba Berlin) 27,74 Hadra (Bar Kochba Hamburg) 26,20 Friede (Schild Frankfurt a. M.) 25,93 Seligmann (Schild Stuttgart) Speerwerfen: 32,00 Hadra (Bar Kochba Hamburg) 31,94 Seligmann (Schild Stuttgart) 31,60 Simon (Bar Kochba Berlin) 29.95 Spiro (Schild Hamburg) 28,25 Speyer (Bar Kochba Berlin) 4X100-m-StaffeI: 54,2 Schild Stuttgart 54.4 Bar Kochba-Hakoah Berlin 54.5 Schild Hamburg 55.9 JBC Berlin 56.6 Bar Kochba Frankfurt a. M. 56,6 Makkabi Düsseldorf ttei SioU und Sief Sonntag, 23. Oktober Wuppertal Boxen: Saisoneröffnung des „Schild", Turnhalle Neuenteich 89, 16i/2 Uhr. Göppingen Fußball: Schild Göppingen — PTG. Augsburg, Schild-Sportplatz. Mannheim Fußball: Bar Kochba Mannheim—Schild Stuttgart, BK.-Platz, 141/2 Uhr. Frankfurt a. M. Fußball: Schild Frankfurt a. M.—JJB. Hanau, Sportplatz Buchrainweiher, 11 Uhr. Faustball: Schild Frankfurt a. INI .—JJB. Hanau, Sportplatz Buchrainweiher. 10 Uhr. Breslau Fußball: Bar Kochba/Schild Breslau (komb.)— Makkabi/Schild Oberschlesien (komb.), Sportplatz Trentinstr., 15 Uhr; vorher Jugend- und 2. Mannschaften. Kegeln: Pokalkegeln über 100 Kugeln (Bohle) für Fünfermannschaften, Keglerhcrm Tivoli, Neudorf str. 14. 14 Uhr. Liefmann, die in diesem Jahr erstmalig Leichtathletik betrieb. Ihre 1,50 m im Hochsprung und ihr 5,42 m-Weitsprungrekord, auch international absolut erstklassig, verrieten überdurchschnittliches Können, was um so bedeutungsvoller ist, als sie noch lange nicht am Ende ihres Könnens steht. Vielversprechend erschienen uns in den Sprüngen die 5,10 m der ungeheuer begabten, erst 13jährigen Helga Romanus, und die 1,41 m der löiährigen Durst. Abgesehen vom Speerwerfen, in dem drei Mädels weit über 31 m warfen, wurden die vorjährigen Spitzenleistungen im Kugelstoßen und Diskuswerfen infolge des Fehlens von Inge Mello, Gisela Schneider und Käte Cohn nicht ganz erreicht. Trotzdem ist auch m diesen Uebungen der Nachwuchs auf dem besten Wege, Anschluß zu finden. Schild Stuttgart, stellte mit seiner 4x100 m- Staffel gleich zu Beginn der Saison zwei- .mal die Rekordzeit von 54,2 ein. Zu mehr reichte es dann später, als Magda Alsbergaussetzen mußte, nicht mehr. Dagegen"leairi1" Bar Kochba-Hakoah Berlin mit seinen Frauen auf 54,4 — das bedeutete ebenfalls neuen Rekord — vor Schild Hamburg und dem JBC „Berlin", dessen Staffel, aus Mädchen der B- und C-Klasse bestehend, noch 55,9 erreichte. Zu besseren Leistungen fähig Schade, daß die Saison so kurz war. Noch zwei Sportfeste in der Art des vom JBC „Berlin" veranstalteten, und das Leistungsniveau unserer Leichtathleten hätte zweifellos noch höher gelegen. Wir wollen und können jedoch mit dem, was war, vollauf zufrieden sein, zumal der Gesamterfolg der Saison noch vollständiger wird, wenn man die Verleihung von 132 Leistungsabzeichen als sichtbares Zeichen der gewaltigen Breitenarbeit des Sportbundes „Schild" und 4ie persönlichen Erfolge unserer Gretel Bergmann und Ruth Caro, die in USA. und in Argentinien einige internationale Meisterschaften und Landesrekorde zu erringen vermochten, .hinzurechnet. Uns ist um die Zukunft dieser jungen jüdischen Generation nicht bange. Ihre Begeisterung und ihre Liebe zur disziplinierten, körperlichen Ertüchtigung sowie ihre Bewährung im sportlichen Wettkampf werden ihr eine beachtliche Grundlage zur Auswanderung und zu erfolgreicher Einordnung in ein neues Leben sein. Manfred Friedmann 40 fahre Bar Kochba Berlin Programm der Jubiläumsfeiern Sonnabend, 22. Oktober: Im Rahmen eines feierlichen Eröff nungs abends in der Turnhalle Große Hamburger Straße sprechen Direktor Heinrich < Stahl und Dr. Hans Friedenthal. Beginn: 20y2 Uhr. Sonntag, 23. Oktober: Sportliche Veranstaltung auf dem Sportplatz Grunewald. Im Handball und Fußball spielen Auswahlmannschaften des Makkabi Berlin gegen die Vertretungen der Makkabivereine aus dem Reich. Die Jugend des Bar Kochba-Hakoah zeigt Ausschnitte aus ihrem Trainingspregramm. Beginn: 14 Uhr. Donnerstag, 27. Oktober: Auf einem Schauturnen in der Turnhalle in Halensee, Nedlitzer Straße, wird der Nachwuchs des Jubilars Gelegenheit haben, Proben seines Könnens unter Beweis zu stellen. Beginn: 2O1/2 Uhr. Platzweihe in Dortmund Schild Dortmund hat sich unter großen Opfern wieder einen Sportplatz geschaffen, der mit einem Fußball spiel gegen den Schildmeister Bochum eingeweiht wurde. 200 Zuschauer sahen ein begeisternd schönes Spiel, in dem sich die Meistermannschaft in ganz ausgezeichneter Verfassung präsentierte. Nur die glänzende Hintermannschaft von Dortmund .verhinderte eine höhere Niederlage als 3:1 (1:0). * (Weitere Sportberichte vom 16. Oktober im nächstem „Sportblatt")