Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 17 (1938)
- Issue
- 41 (13.10.1938)
- Date
- 1938-10-13
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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- Tiberias 5× ep/1048138
- Haifa 2× ep/1047930
- Hebron 2× ep/1047559
- Safed 2× ep/1046078
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Seite 12 C.-V.-Zeitung Nr. 41 13. Oktober 1938 hin eine kleine Rolle, daß sich in einigen Zweigen, der Industrie sowie des Transportgewerbes eine Art kleiner „Rüstungskonjunktur" entwickelt bat: Uniformen für freiwillige Hilfspolizisten, Drahtgitter für Kraftwagen, Felder und Pardessim, Stacheldrahtverhaue für die Nordgrenze, für die Stadtgrenzen und fast alle Siedlungen, Schutzmauern und Wachtürme aus Holz oder Stein. Die jüdischen Autobusgenossenschaften haben auf Anfordern Chauffeure und Wagen in den Dienst des Militärs gestellt, und die fast hunderttausend Pfund, die sie seit Beginn der Unruhen dadurch vereinnahmt haben, sind wenigstens ein gewisser Ersatz für die Ausfälle, die ihnen durch die Unsicherheit der Landstraßen und den Rückgang der Wirtschaftstätigkeit entstanden sind. Auch dieser kleine Rückhalt konnte sich nur dadurch ergeben, daß sich Organisation und Finanzapparat der jüdischen Wirtschaft in diesen schweren Zeiten, trotz mancher mit« Recht kritisierten Mängel, im wesentlichen bewährt haben. Oeffentliche Dienste und öffentliche Arbeiten beschäftigen heute einen wesentlichen größeren Prozentsatz der jüdischen Bevölkerung als in normalen Zeiten, die Gelder öffentlicher und halböffentlicher Institute haben einen wesentlich größeren Anteil an der Wirtschaftsfinanzierung, und auch das private Kapital bevorzugt heute an Stelle eigener, unmittelbarer Investitionen die Anlage in Depositen oder Wertpapieren nationaler oder halbnationaler Finanzuntemehmungen. Auch an privatem Kapital ist eigentlich kein Mangel. Die Bankdepositen hatten sich im Laufe des Jahres zeitweilig um annähernd 5 o/o ihres ursprünglichen Bestandes vermindert, z. T. eben durch die Vornahme von Effektenkäufen, denen kein entsprechender Zufluß neuen Kapitals aus dem Auslande gegenüberstand. Inzwischen aber haben sich die Bankdepositen trotz laufender Entnahmen für Konsumzwecke, Effektenkäufe und andere Investitionen — um rund £P 800 000 seit Jahresanfang erhöht. Nur zum kleinen Teil wird man diese Erhöhung damit erklären dürfen, daß infolge der Krise arbeitendes Kapital freigesetzt wurde und brachliegt. Im wesentlichen handelt es sich um neu importiertes Kapital. Infolge der Entwicklung der internationalen jüdischen Situation auf der einen Seite und der sicheren und relativ hoch verzinslichen Anlagemöglichkeiten der jüdischen Palästina-Wirtschaft auf der anderen Seite — die Börse von Tel-Aviv hat ihre „politische Baisse" relativ schnell überwunden — erhöhte sich der Zustrom von Auslandskapital weit über den Vorjahrsstand. Charakteristisch ist die Tatsache, daß es sich dabei — im Gegensatz zu der bisherigen Entwicklung — großenteils um wirkliches Auslandskapital handelt, dessen Eigner, überwiegend Juden, nicht selber eingewandert sind. Auch solcher Kapitalimport ist wichtig für den Aufbau. Aber derartige nicht unmittelbar im Lande beheimateten Gelder sind immerhin nur begrenzt verwendbar. Die Ausleihungen der Banken an die Wirtschaft sind, trotz des großen Depositenzustroms, eher niedriger als im Vorjahr, ein deutliches Zeichen für die Wirtschaftslage, den Mangel an produktiver Nachfrage und an ausreichenden Sicherheiten für laufenden Betriebskredit. Dagegen ist die Wirtsehaftsfinanzierung seitens der Fonds, auch der verschiedenen Sonderfonds, der Realkreditinstitute und der Spezialbanken oder Siedlungsgesellschaften gestiegen. Ihnen allen ist gemeinsam, daß sie hochwertige dingliche Sicherheiten und starke Bürgschaften verlangen. Eine wirkliche Mobilisierung des vorhandenen Kapitals aber bedingt Einwanderung und Siedlung. Der Einwanderer, der sich mit seinem mitgebrachten Kapital eine Existenz aufbauen will, sieht sich auf den verschiedensten Gebieten nach Anlagernöglichkeiten um, das „Auslandskapital" bevorzugt wenige, ganz bestimmte Gebiete. Mit importiertem Kapital kann man neue Häuser bauen, aber es müssen Einwanderer aus Fleisch und Blut kommen, um den zusätzlichen Wohnraum zu benutzen. Die Arbeitskraft und die Kaufkraft, die der neue Einwanderer mitbringt, kann der stärkste Anstoß zu einer wirklichen Wirtschaftswende werden. Die Einwanderung war im letzten Jahre, gemessen an den Maßstäben der Massen-Alijah 1932—1936, gering; von den 2000 Kapitalistenfamilien, deren Einwanderung für das laufende Halbjahr bewilligt wurde, ist wohl erst die Hälfte wirklich ins Land gekommen. Allerdings ist die Zahl der im Hafen von Tel-Aviv ankommenden Einwanderer gerade in den letzten Wochen außerordentlich gestiegen, so daß sich die Schlußbilanz doch noch wesentlich verbessern dürfte. Vor allem aber war immerhin noch ein erheblicher Wanderungs-Ueberschuß auch in den schlechten Monaten vorhanden, und auch von den Menschen, die schon längst im Lande sitzen, warten Tausende, z. T. seit Jahren, darauf, landwirtschaftlich angesiedelt zu werden, eine Hilfswirtschaft zu erhalten oder wenigstens ihre Baracken¬ oder Zeltwohnung mit einem Steinhaus zu vertauschen. So kommt es, daß auch in diesen Jahren, ebenso wie es noch immer neue Gründungen im Handel und Industrie gab und gibt, auch die Siedlung s tätigkeit und die städtische Bautätigkeit immer noch größer werden als im letzten Normaljahr vor der Prosperity. Auch im Wohn- und Siedlungsraum ist noch immer ein Wachstum zu verzeichnen. Am städtischen Wohnungsmarkt beginnt es sich schon spürbar zu machen, daß so lange so wenig gebaut worden ist. Vollends die landwirtschaftliche Siedlung steht im Zeichen ununterbrochener In Kirjath Schmuel, einem jüdischen Vorort von Tiberias, wurde am Abend des 2. Oktober ein Ueberfall verübt, der in seinem Ausmaß.und in seiner Bestialität alle bisherigen Vorfälle übertrifft. Nach der amtlichen Mitteilung ereignete sich folgendes: Eine arabische Bande von über 100 Mann drans in kleinen Gruppen und verkleidet in Tiberias ein; gegen 9 Uhr abends begann von den umliegenden Bergen ein heftiges Gewehrfeuer auf den Ort; die Telephondrähte wurden zerschnitten. Sodann griff die Bande die Distriktsbüros, die Polizeistation, die britischen Polizeigebäude und das Postamt an, wobei die Distriktsbüros in Flammen aufgingen. Gleichzeitig wurden die Synagoge und sechs jüdische Häuser geplündert und in Brand gesteckt. Die Insassen dieser Häuser wurden teils erschossen oder durch Messerstiche ermordet, manche auch in den Trümmern lebendig verbrannt. Polizeiverstärkungen sowie Truppen des transjordanischen Grenzkorps eilten zu Hilfe, und es gelang ihnen nach zweistündigem Kampf, die Angreifer aus der Stadt zu vertreiben. Die Namen der Opfer sind folgende: Josua und Susanne Lenuri und zwei Söhne, davon einer achtzehn Monate alt, Sara Joch an an mit sechs Kindern im Alter von 3 bis 13 Jahren, Mnachim K a t i n und Frau, drei Töchter der Familie L e y m a n, 10, 12 und 8 Jahre, Jacob Groß,MoscheSaposchniko,w, Jacob Zelig, Synagogendiener, und zwei Hilfspolizisten, Israel Fuchsm a n und Zvi Chaskelevitz. — Es ist möglich, daß unter den Trümmern der verbrannten Häuser noch mehr Opfer gefunden werden. An der Beerdigung nahmen Mosche S h e r t o k und Vertreter des Waad Leumi und der Aguda teil. Eine zweistündige Arbeitsruhe wurde vom Rabbinat für ganz Palästina während des Begräbnisses der Opfer angeordnet. Shertok sagte in seiner Grabrede, man könne nur aufs äußerste erbittert sein, wenn man daran denke, daß drei Monate vorher vergebliche Vorschläge für die zusätzliche Bewaffnung von Juden gemacht worden seien. Das Blutbad von Tiberias sei ein schrecklicher Preis, der gezahlt werden müsse, um die Behörden zu veranlassen, dringende Maßnahmen zu ergreifen; wenn auch diese Lektion unbeachtet vorüberginge, so würden die Gefahren weiterhin nur anwachsen. Der Stadt Tiberias wurde von den Behörden ein 22s t findiges Ausgeh verbot auferlegt .Vom Militär wurden strenge Haussuchungen durchgeführt, bei denen 50 Araber verhaftet wurden. In dem Dorfe Mejdal, dessen Einwohner der Mittäterschaft an dem Ueberfall verdächtigt sind, wurden mehrere Häuser vom Militär zerstört. Truppen suchten in der Nachbarschaft von Tiberias nach Mitgliedern der Bande, die den Ueberfall ausgeführt hat. Sieben arabische Terroristen wurden verhaftet und 40 Zelte verbrannt. Als die Truppen später auf die Bande stießen, brachten sie den Arabern in der Nähe von Safed erhebliche Verluste bei. Bei dem Ueberfall selbst hatte nur eine einzige Patrouille jüdischer Polizisten eine arabische Bande auf dem Wege nach Tiberias angetroffen und dabei sechs Araber erschossen. Generalleutnant Haining, der Oberbefehlshaber der Truppen in Palästina, Polizeichef Saunders und der Bezirkskommissar von Galiläa, besichtigten die Stätte des Ueberfalls. Die Mütter von Tiberias sandten ein Telegramm an die Königin Elisabeth mit der Bitte um Hilfe gegen die Mörder ihrer Kinder. Hierzu schreibt unser *-Palästinaberichterstatter folgendes: Tel-Aviv, 5. Oktober Die Schreckensnacht von T.j. ins hat die Juden Palästinas grausam daran erinnert, daß Palästina an der allgemeinen Intensivierung und Expansion. Für die Intensivierung liefern die Angaben unserer Tabelle über die Zunahme der landwirtschaftlichen Produktion ein deutliches Beispiel. Die neuen Siedlungen werden allmählich produktionsreif, und da die jüdische Agrarproduktion noch immer erst einen' Bruchteil des jüdischen Bedarfs bestreitet, sind hier noch große Möglichkeiten gegeben, namentlich da das jüdische Produkt sich nicht nur infolge seiner Qualität, sondern auch infolge der innerpolitischen Situation immer mehr eine Vorzugsstellung auf dem jüdischen Markte erobert. Sehr wichtig für die Aussichten der Industrie- und Agrarproduktion ist es auch, daß. der Zollvertrag mit Syrien, der die Entwicklung empfindlich gehemmt hatte, jetzt endlich revidiert wird. Freude über den gesicherten Frieden der Welt keinen Anteil habe, und der plötzliche Flug Sir Harold McMichaels nach London beweist, wie umstritten noch immer die politischeZukunft Palästinas ist. Wie dringlich diese Reise gewesen sein muß, geht aus einer einfachen historischen Reminiszenz hervor. Als der Kolonialminister MacDonald vor einigen Monaten plötzlich nach Jerusalem flog, begründete er diese überraschende Tat damit, daß er angesichts der in Palästina herrschenden Verhältnisse dem High Commissioner nicht zumuten wollte, auch nur für kurze Zeit seinen Posten zu verlassen. Jetzt haben sich die Verhältnisse im Lande bestimmt nicht gebessert, aber der High Commissioner wird dringlich nach London berufen, obwohl die beiden nächsthohen Beamten, denen normalerweise seine Stellvertretung obliegen würde — der Chefsekretär und der Oberste Richter — sich auf Urlaub befinden und an ihrer Stelle der Kronanwalt „Officer Administering the Government", der die Regierungsgeschäfte wahrnehmende Beamte, rungieren muß. Es ist verständlich, daß die jüdische Bevölkerung Palästinas eine Fülle von Kombinationen an diese für ihre Zukunft so bedeutsamen Vorgänge knüpft. Man will wissen, daß der Militärbefehlshaber nach wie vor auf dem Standpunkt steht, daß bei der noch immer unklaren Kompetenzverteilung zwischen Zivil- und Militärgewalt die notwendigen Maßnahmen zur Wiederherstellung der öffentlichen Ordnung nicht immer so schnell und so gründlich getroffen wrerden können, wie es nötig wäre. In der öffentlichen Meinung des jüdischen Palästina sind die Bedenken gegen eine vorübergehende Verhängung des Kriegszustandes infolge der jüngsten bitteren Erfahrungen teilweise geschwunden. Der Oberstkommandierende aller britischen Streitkräfte im Nahen Osten, dessen Generalstab sich in Aegypten befindet, hatte kürzlich eine Unterredung mit dem Kommandierenden General von Palästina, in der angeblich auch diese Fragen erörtert worden sind. Die jetzt aus Indien eintreffenden britischen Regimenter dienen nicht zur Ablösung vorhandener Truppenteile, sondern zur Verstärkung der palästinensischen Garnison. Daneben richten sich selbstverständlich die Bemühungen der jüdischen Stellen auf weiteren Ausbau des Selbstschutzes; eine der fliegenden Abteilungen jüdischer Hilfspolizei, deren Vermehrung immer wieder gefordert wurde, konnte als erste einen Teil der Bande — nach dem amtlichen englischen Bericht — die in den drei vereinzelten Häusern vor Tiberias Frauen und Kinder mit Messer überfallen und dann lebendig verbrannt hatte, abfassen und teilweise vernichten, und an den folgenden Tagen stellte das Militär in einer umfassenden Aktion einen weiteren erheblichen Teil der Bande und ihrer Helfershelfer. Wie aber im Verborgenen noch immer an der Ausrüstung des Terrors gearbeitet wird, beweist der Vorfall, der sich infolge seltsamer Verkettung beinahe gleichzeitig mit dem Massenmord von Tiberias abspielte. Mitten in Jaffa, im Hof eines Hauses, waren Araber mit der Herstellung einer Landrmne beschäftigt, die wohl auf irgendeiner Straße Juden oder Engländern den Tod bringen sollte; die Sprengladung explodierte während der Arbeit und tötete nicht nur die Beteiligten selber, sondern begrub auch ihre Frauen und Kinder unter den Trümmern des Hauses. Daraus ergibt sich auch wiederum, wie gefährdet, neben Jüden und Engländern, auch eine große Masse der friedliebenden arabischen Bevölkerung ist. Und man hat vielfach den Eindruck, daß diesmal — im Gegensatz zu der Entwicklung des Jahres 1936 — auch die Orangensaison keine restlose Unterbrechung des Terrors bringen wird, wenn nicht von Seiten des Staates diejenigen Maßnahmen getroffen werden, die nach Ansicht der Sachverständigen notwendig und vor allem ohne vermehrtes Blutvergießen durchführbar sind. Selbstverständlich bringt man die Reise McMichaels auch in Zusammenhang mit der von MacDonald angekündigten Tatsache, daß die Teilungskommission ihre Arbeiten beendet hat. Es hat daher besondere Beachtung gefunden, daß der einzige Begleiter Sir Harolds derjenige Regierungsbeamte ist, der seiner Zeit als Verbindungsoffizier zwischen der Regierung und der Peel-Kommission sowie nachher der Teilungskommission fungiert hat. Dieser Beamte, Mr. Harris, gilt auch — ob mit Recht, ist für den Außenstehenden nicht nachzuprüfen — als der Urheber des Gedankens, das Galil aus dem von der Peel-Kommission vorgeschlagenen Judenstaat herauszunehmen. Ein führendes hebräisches Blatt schreibt dazu: Der Standpunkt der Zionistischen Organisat:on zu solchen Absichten ist bekannt. Selbst wenn die Gerüchte, daß Dr. Weizmann seinen Rücktritt von dem Präsidium der Jewish Agency angeboten hat, unrichtig sind, so kann doch kein Zweifel darüber bestehen, daß auch das Schicksal der Weizmannschen Politik von der beverstehenden Entscheidung der Mandatarmacht abhängig sein wird. Nachrichten vom Tage Der Präsident des arabischen Verteidigungsausschusses von Palästina, Nabih el Aznie, hat sich jn einem Telegramm an Dr. Weizmann nach London gewandt und Kompromißvorschläge gemacht. * Am 11. Oktober wurde gegen Edward Keitih"- Roach, den Disfaiktskommxssar von Jerusalem, ein Bombenanschlag verübt, der erfreulicherweise ohne Folgen blieb. Von der Mauer der Altstadt wurden auf den Wagen des Kommissars, der zugleich mit zwei Militärwagen und einem Panzerwagen auf der Straße nach Jericho fuhr, vier Bombea geworfen, die sämtlich ihr Ziel verfehlten« Nach den Attentätern wird gefahndet« * Die offizielle Wochenzeitung der JewirfS Agency, „Haolam", wurde wegen eine« Artikels, in dem der BezirkskommiosaT von Jaffa angegriffen wurde, auf zwei Monate verboten. « Im September trafen 3000 EIttw*tid«r in Palästina ein, darunter 26 burgenländiaclit; Juden, denen eine speziell« Einrwaodtffungöerlaubnis erteilt worden war. * Das Oberrabbinat verteilte' in den SyäffgöglH Palästinas eine vollständige Liste der 28T8 jüdischenErmordeten des letzten Jdtt* res und der 22 Opfer von Tiberiaa zur Ernme« rang während des Versöhnüngstagea, * Die Wirtschaftslage' Palästinas feg trotz der schwierigen Wochen fan Septöm« ber außerordentlich gut und stabil geblieben« Die eingetretenen Kursrückgänge sind oahqzq völlig aufgeholt; es zeigte sieh, daß das Ver* trauen des Publikums in die Banken fest geblieben ist. * Mit einiger Hoffnung steht man der tteueö Einwanderungsquote entgegen. Bei des Vorbereitung wurde die Frage der Wirtschaft« liehen Aufnahmefähigkeit berücksieäftigt, und es zeigte sich auch bei diesen Verhandlungen, daß trotz der fortgesetzten Einwanderung der Bedarf des Landes an Arbeitskräften weiterhin gestiegen ist. * Um Richter nicht der Gefahr auszusetzen, in gefährlichen Gegenden Sitzungen abhalten zu müssen, sind eine Reihe von Gerichten eingezogen und die Verhandlungen in größere Städte, vor allem nach Haifa und Jerusalem verlegt worden. Einschränkungen im Postverkehr nach Palästina Wie schon in dem Bericht „Stillegung — und ihr Gegenteil" in der vorigen Nummer der C.-V.-Zeitung mitgeteilt wurde, sind Einschränkungen in den Verkehrsbetrieben erfolgt. Inzwischen ist folgendes bekannt geworden: Der Telegramm verkehr mit folgenden Orten ist bis auf weiteres eingestellt: Ber Scheba, Beisan, Beit Jala, Bethlehem, El Majdal, Jericho, Khan Yunis, Ludd, Ramalla Palestine. Postanweisungen sind bis auf weiteres nach folgenden Orten nicht zugelassen: Akko, Afule, Atlit, Batyam, Ber Scheba, Beisan, Beitalsa, Beitjala, Bethlehem, Binyanina, Chedera, Dschenin, En Charod, Gaza, Giwat Brenner, Hebron, Heftsiba, Jericho, Karkur, Khanyunis, Kinneret, Ludd, Majdal, Metulla, Nablus, Naharia, Nazareth, Qalquilya, Qiryathaim, Ramalla, Rosch-Pina, Safed, Samak, Sichron Jacob, Telmond, Tulkerem, Yavoneel. Wertbriefe, Wertkästchen und Wertpakete nach Beisan, Dschenin, Kinneret, Metulla, Nazareth, Rosch Pina, Safed, Samak, Tiberias und Yavneel werden bis auf weiteres nur bis zum Postamt Haifa; nach Gaza, Khan Yunis, Majdal, Tulkerem nur bis zum Postamt Jaffa; nach Ber Scheba, Beit Jala, Bethlehem, Hebron, Jericho, Nablus, Ramalla nur bis zum Postamt Jerusalem; nach Ludd Village und Ludd Airport nur bis zum Postamt Ramie befördert. Der Kindermord von Tiberias