Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 17 (1938)
- Issue
- 40 (6.10.1938)
- Date
- 1938-10-06
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 3× ep/1047930
- Beirut 1× ep/1047833
- Hebron 1× ep/1047559
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Seite 16 C>V.-Zeitung Nr. 40 * 6. Oktober 1938 wurden. Bei einem Ueberfall bei Beit Sahur in der Nähe von Bethlehem, bei dem ein Araber ums Leben kam, wurde ein britischer Gesundheitsinspektor erschossen. Ein englischer Soldat, der erst am 26. September nach Palästina gekommen war, wurde bei einem Feuerrüberfall aus einem Dorf in der Nähe von Jerusalem verwundet. * Neun englische Soldaten wurden in der Nähe von Tulkerem durch eine Landmine verletzt. — In Jaffa wurden zwei Araber erschossen, zwei weitere wurden in anderen Teilen des Landes getötet. In der Nähe von Nablus wurde die Leiche eines erschossenen Armeniers gefunden. Ein arabischer Polizist in Jaffa wurde angeschossen und verwundet. — Ein arabischer Inspektor des Gesundheits- Tel Aviv, 23. September Die Verschärfung des Terrors und namentlich der Sabotage-Akte an öffentlichen Verkehrsverbindungen hat nunmehr auch die Regierung veranlaßt, in erheblichem Umfang Stillegungen in den staatlichen Verkehrsbetrieben vorzunehmen. Straßen- und Eisenbahnverkehr sind schon seit einiger Zeit durch administrative Verfügungen stark eingeschränkt worden. Der Hafen von Jaffa verödet wegen der in der Stadt herrschenden Spannung immer mehr, Telefon- und Telegraphenleitungen .sind häufigen Störungen ausgesetzt, und nunmehr hat die Postverwaltung einen einschneidenden Schritt getan: in 11 Orten wurden die Postämter geschlossen. Unter den von der Aufhebung des Postverkehrs betroffenne Plätzen befinden sich einige dergrößten arabischen Städte wie Beisan, Bethlehem, Jericho, Ludd, Khan Junis und Ramalla. In Hebron wurde das Telefonamt geschlossen, und aus naheliegenden Gründen hat die Postverwaltung weiterhin in annähernd 30 Postanstalten die Annahme und Beförderung von Geldsendungen und Wertbriefen eingestellt. In dieser letzten Einschränkungsliste befindet sich auch eine Reihe von jüdischen Ortschaften, m denen keinerlei Störungen des Po.s.t-, betriebes von seiten der Bewohner vorgekommen sind und, im Gegenteil, die Bevölkerung sich mehr als einmal erboten hat, auch an der Sicherung des Ueberlandtransportes der Postsendungen, dessen Schwierigkeiten hier wohl für die Stilleggung maßgebend waren, noch stärker als bisher mitzuwirken. Auch das Bankinstitut der Regierung, die Barclays Bank hat ihre Filialen in einigen rein arabischen Plätzen geschlossen. Maßgebend war dabei offenbar eine einfache und verständliche Erwägung. Ueberall werden öffentliche Anlagen „dem Brief aus Ben-Schemen Im Kinder- und Jugenddorf Nun kamen sie endlich doch! Zum neuen Schuljahr kamen als erster Vortrupp der Kinder aus Deutschland fünf Mädels und ein Junge. Im ganzen erwarten wir 90 Jugendliche von draußen. War das ein Gedränge am Bus, jeder wollte allein die Koffer tragen, jeder wollte zuerst Schalom sagen. Am Abend saßen alle Kinder der „Kindergemeinschaft" mit ihren Lehrern und mit ihren Zöglingen im festlich geschmückten Speisesaal. Ünd Kopf an Kopf drängte sich an Fenstern und Türen das ganze Dorf. Der laute Jubel des Nachmittages hatte einer stilleren, ernsten Freute Platz gemacht. Das Bialikwort „Voran, Du kommst in ein neues Land!" bedeckte in großen Lettern die Stirnwand des Raumes und gab dem Abend das Gepräge. Musik ertönte, sie wurde nicht nur mit den Ohren aufgenommen, sondern mit dem Herzen. Dann entbot ein Mädchen den Willkommensgruß. Nicht nur dem Tag, ja nicht nur der Arbeit gilt es zu leben. Sondern wir wollen wissen, daß Not und äußerer Druck uns Juden seit jeher zu ihren Quellen, zu ihrem Judentum zurückgeführt haben. Damit wir wissen, wieso wir Juden sind. Ein Chawer der Kindergemeinschaft, selber noch kein volles Jahr in Ben-Schemen, begrüßte seine neuen Kameraden in deutscher Sprache und schilderte ihnen, wie er sich hier heimisch fühlen und — Iwrit gelernt habe. Aber nicht nur die neuen Kinder wurden aufgenommen, diejenigen Ben-Schemener, die die Abschlußklasse der Volksschule verlassen hatten, wurden aus der „Kindergemeinschaft" entlassen und in die „Jugendgemeinschaft" aufgenommen. Als deren deparhnents wurde auf dem Wege durch, die Altstadt von Jerusalem getötet. * In Ramie wurden im Zusammenhang mit dem Ueberfall auf die Polizeistationen Haussuchungen vorgenommen, bei denen es zu zahlreichen Verhaftungen kam. Bei einem Fluchtversuch wurde ein Araber getötet, ein anderer verwundet. In der Nähe von Saarona wurde ein Araber wegen Waffenbesitzes verhaftet. Bei Kfar Hess kam es zu einem Gefecht, bei dem ein Araber getötet wurde. Zwei waffentragende Araber wurden in der Nähe von Beisan von transjordanischen Grenzpolizisten verhaftet. In der Nähe von M a j d a 1 wurde ein Araber von Militär erschossen, weil er den Terroristen Truppenbewegungen signalisierte. Schutze des Publikums empfohlen". Wenn aber die Bevölkerung von sich aus den Schutz nicht übernahm oder übernehmen konnte, so sah die Regierung keine Veranlassung, ihre an sich schon stark beanspruchten Sicherheitsorgane einzusetzen, um den Einwohnern die Wohltat derartiger moderner Verkehrseinrkhtungen aufzuzwingen. So verständlich eine solche Maßregel daher auch ist, so werden doch Zweifel an ihrer Zweckmäßigkeit geäußert. Stillegung des Wirtschaftsapparates gehört zu den ausgesprochenen Zielen einer bestimmten Terroristengruppe, die damit die Volksstimmung in einem ihnen erwünschten Sinne zu beeinflussen hoffen. Diese Kreise würden eine solche Stillegung nicht als Strafe sondern als Erfolg empfinden, und man schlägt deshalb der Regierung vor, lieber alles einzusetzen, um wenigstens in den friedlichen Teilen des Landes die öffentlichen Dienste aufrechtzuerhalten. Wie mühsam allerdings die Befolgung dieses Rezeptes ist, zeigt die „Leidensgeschichte" eines fahrplanmäßigen Zuges, der dieser Tage von Haifa nach der ägyptischen Grenzstation Kantara fuhr. Nicht weniger als fünfmal mußte die Fahrt unterbrochen werden, bald waren Bomben oder Landminen auf dem Bahnkörper vergraben, um den Zug zur Explosion zu bringen, bald waren Schienen aufgerissen oder Hindernisse über die Schienen gelegt, um eine Entgleisung herbeizuführen. In allen Fällen aber wurde die Gefahr rechtzeitig von der dem Zug vorausfahrenden Militär-Draisine entdeckt und von einer im Zuge befindlichen Arbeitergruppe, teilweise in mehrstündiger Arbeit beseitigt. Mit neun Stunden Verspätung kam der Zug glücklich in Ludd an; die normale Fahrzeit Haifa—Ludd beträgt zwei Stunden. Dort entschloß man sich, zu übernachten, um am nächsten Morgen die Fahrt fortzusetzen; die Reisenjüngste Glieder werden sie nicht nur in der Landwirtschaftsschule lernen, sondern sie werden bei ihrer Arbeit in Garten und Feld oder beim Vieh schon verantwortlich schaffen. So spürten unsere neuen Freunde gleich bei der Ankunft Weg und Ziel. Und aus ihren Mienen war ersichtlich, daß sie auch die Luft Ben-Schemens spürten: jene Atmosphäre des Frohsinns und der Freiheit, die doch nicht zur Ungebundenheit führt, sondern zur freudig auf sich genommenen Arbeit und Pflicht. Später als sonst ging man an jenem Abend in Ben-Schemen zur Ruhe. Und mancher Schomer, der unter sternenklarem Himmel auf Posten stand, hörte noch in vorgerückter -Stunde die Klänge von Geige und Flöte, die zum Tanze spielten... Alfred Jutkowski. 2009 Worte Zeitungsliebräiscn Wer in Europa Hebräisch lernt, die Regeln der Grammatik einigermaßen beherrscht, ein Kapitel au« dem Tenach versteht und auch etwas sprechen kann, braucht nicht zu verzweifeln, wenn er nach Palästina kommt und keine Zeitung lesen kann, nicht einmal die Speisekarte versteht. Nach vier Wochen wird er auch dies gelernt haben und sogar noch etwas mehr: die Fehler der Umgangssprache haben sich auch in seine Sprache eingeschlichen. — Die Grundlage des Hebräischen bleibt stets die klassische Sprache, und von ihr muß alles Lernen ausgehen, bei allen sprachlichen Fragestellungen gibt sie den Ausschlag. Was nützt das notdürftige Verstehen der Tagespresse, wenn man den Geist der Sprache nicht erfaßt? Von der Zeitung kommt man nicht zur Literatur, wohl aber umgekehrt. Manche Schwierigkeiten ergeben sich da: völlig andere Worte und Begriffe kehren immer wieder — Politik und Verkehr, Wirtschaft und Sport, Krieg und Terror, Gericht und Geldwesen —, eine Reihe von Abkürzungen wiederholt sich ständig, und kein Wörterbuch weist alle diese Worte auf. den erreichten dann die Zielstation Kantara-ohne weitere Abenteuer, und es hat überhaupt den Anschein, daß nach dieser Leistungsprobe des verbesserten Sicherh e i t s dien s t e s der eingeschränkte Bahnverkehr reibungsloser durchgeführt werden kann als bisher. Auch die Araber von sich aus haben einige interessante Stillegungsbeschlüsse gefaßt. Zwar gingen die schon fast üblich gewordenen „Freitags-Streiks", die letztes Mal auch einen Teil der Haifacr Hafenarbeiter umfaßten, stets nach eintägiger Dauer zu Ende; sie scheinen übrigens neben ihrer nationalpolitischen auch eine sozialpolitische Seite zu haben: die Forderung nach einem allwöchentlichen gesetzlichen Ruhetag, wie ihn die christliche und jüdische Arbeit in Palästina genießen. Aber die beiden einzigen arabischen Großkinos des Landes in Haifa und Akko haben jetzt ihre Pforten geschlossen, und zwar, wie die Verwaltung mitteilt, nicht nur wegen der allgemeinen Notlage, sondern auch auf Wunsch zahlreicher Aktionäre. Und sämtliche arabische Zeitungen haben einen vorläufig auf vierzehn Tage befristeten Proteststreik beschlossen; die Verlagsleiter der mit der palästinensisch-arabischen Bewegung sympathisierenden syrischen und ägyptischen Zeitungen haben versprochen, während der Streikdauer auch ihre Blätter nicht nach Palästina zu schicken. Als Grund des Stillegungsbeschlusses wird der Druck, dem die arabische Presse in Palästina ausgesetzt sei, angegeben. Von welcher Seite dieser Druck ausgeht, wird aber nicht gesagt. Gerüchtweise verlautet, daß die Führer der palästinensischen Freischaren und die im Exil weilenden politischen Funktionäre es sich in einer Zusammenkunft mit palästinensischen Journalisten verbeten haben sollen, täglich zum Gegenstand der Berichterstattung gemacht zu werden. Mit der Schließung der Kinos und Zeitungen aber wird das ganze arabische Kunst- und Literatur leben außerhalb der Moschee zum Stillstand gebracht, abgesehen vielleicht von der arabischen Beteiligung am Rundfunk. Ein arabisches Theater oder einen arabischen Buchverlag gibt es in Palästina nicht. Im jüdischen Sektor dagegen sind zwei Ereignisse zu verzeichnen, welche den Kampf gegen die Stillegung sinnfällig darstellen. Die Eröffnung des Flughafens Tel-Aviv und des regelmäßigen Flugverkehrs nach den palästinensischen Städten und nach Beirut stellt eine ausgesprochene Gegenmaßnahme gegen die Beschränkung der anderen Verkehrswege dar. Schließlich aber hat auch der Seehafen von Tel-Aviv ein historisches Ereignis zu verzeichnen. Das Oberrabbinat, das sonst mit Strenge und Erfolg auf strikteste Innehaltung der Sabbat- und Feiertagsruhe im jüdischen Hafen achtet, hat ausdrücklich die Zustimmung zur Ausbootung von Passagieren auch am ersten Neujahrstage gegeben, falls die Schiffe nicht rechtzeitig ankommen sollten. Früher gab es ein solches Problem nicht. Noch Der „Haaretz", die große Tageszeitung, hat jetzt, ein gutes Hilfsmittel zur Verfügung gestellt, das dem neuen Einwanderer über diese Schwierigkeiten hinweghilft: ,,2000 Worte Zeitungshebräisch" (herausgegeben vom Haaretz, Tel-Aviv 1938), ein kleines handliches Bändchen, enthält, in sachliche Gruppen gegliedert, die wesentlichsten Ausdrücke des täglichen Lebens und der Politik mit einer deutschen .Uebersetzung. Ein alphabetisches Register erleichtert das Nachsuchen in den Sa-hgruppen, Verze:chnis&e von gebräuchli hen Redewendungen, Abkürzungen, Konyunktionen und Adverbien ergänzen das Büchlein. Es handelt sich nur um ein Hilfsmittel, das als Ergänzung neben das intensive Lernen der Sprache treten soll; denn „wer diese zirka 2000 Wörter beherrscht, wird bei der Lektüre der Tageszeitung im allgemeinen auf keine Schwierigkeit mehr stoßen" — er wird aber noch kein Hebräisch können. Die Mängel des Buches gehen in seinen Vorzü-iei auf, do h dürfen sie nicht vers-hwiegen werden. Die Punktation ist ungenau, oft fehlerhaft, und sie beachtet (wohl absichtlich) nicht die Regeln der Sprache. Das ist keine Erleichterung! Ein fehlendes Daggesch zerstört den logischen Aufbau der Sprache und erschwert das Eindringen in ihre Gesetze und das Lernen. F. Ar. Ausstellung palästinensischer Trachten Eine Sammlung palästinensischer Trachten wurde von Mrs. Barbour vom Palestine Folk Museum in den Räumen des Palestine Exploration Found in London gezeigt. Mr. Crowfoot erzählte, daß das Folk Museum vor 12 Jahren entstand, als Professor Garsteng mit ihm in Jerusalem war und sie sich entschlossen, einige Trachten anzukaufen. Das Museum hat eine außerordentlich rasche Entwicklung genommen; von einem einzelnen Raum, den es früher einnahm, hat es sich zu einem sechsräumigen Haus weiterentwickelt. Mrs. Barbour erklärte mit Hilfe einer Landkarte die Herkunft der Trachten und legte dar, daß sie nicht als biblisch betrachtet werden könnten, sondern aller Wahrscheinlichkeit nach unter dem Einfluß von Konstanin den ersten Unruhe jähren konnte der Reisende, der an einem Sabbat oder einem jüdischen Feiertag in Palästina ankam, in Haifa wie immer landen und, wenn er wollte, sogar am gleichen Tage mit der Eisenbahn nach Tel-Aviv fahren. Jetzt aber konzentriert sich die Einwanderung immer mehr auf den Hafen von Tel-Aviv. Am Vorabend und am ersten Tage Rosch Haschanah konnten nahezu tausend Einwanderer im jüdischen Hafen den Boden von Erez Israel betreten. Nachrichten vom Tage Die Bewerbungen um Einbürgerung in Palästina haben im letzten Jahre in erfreulichem Maße zugenommen. 1937 wurden über 21 000 Juden palästinensische Staatsbürger. * Im Hafen von Tel-Aviv landeten rund 2000 Passagiere, davon etwa 1000 Einwanderer. Trot _sriosch Haschana-Feiertage gestattete das Rabbinat die Durchführung aer damit verbundenen Arbeiten. * Bei einer. Konferenz des Keren Kajemet Lejisraei in Paris wurde beschlossen, in Palästina eine Kolonie zu gründen, die den Namen „Adolf Cremieux" tragen soll. Ein Betrag von 100 000 Pfund soll hierfür aufgebracht werden. * Auf einer Pressekonferenz der . Jewish Agency in Jerusalem sprach Mosche Shertok über die Sicherheitsfragen. Er betonte vor allem, daß die von gewissen Gruppen versuchten Vergeltungsakte eine moralische Schmach seien und den Jischuw in Mißkredit brächten. Vergeltungsakte b aeinträchtigen nicht den Terror, sondern nur die Ehre derjenigen, die dazu greifen. * Die Indienststellung jüdischer Polizisten in Palästina hat in letzter Zeit sehr stark zugenommen. Arabische Polizisten wurden zwar nicht entlassen, aber auch nicht neu ausgehoben. Für den Bedarf an neuen Stellen oder an pensionierten Beamten wurden in erster Linie Juden rekrutiert. Man bringt die Maßnahme damit in Verbindung, daß arabische Polizeiposten allzu häufig entwaffnet worden seien. Die Aufbietung jüdischer Hilfspolizei ist so stark intensiviert worden, daß hier und da bereits eine Knappheit an jüdischen Arbeitskräften eingetreten ist. * Nach einer offiziellen Mitteilung der s,Patlestine Post" sind im September 359 Personen in Palästina getötet worden. Davon waren 299 Araber und 52 Juden. 180 Menschen wurden verwundet, und zwar 75 Araber, 69 Judea und 36 Engländer. * Nach dem „AI Moqattam" will der Mufti die panarabische Konferenz in Kairo am 7. November besuchen. * Dr. Rosenheim, Präsident der Agudistischen Weltorganisation, und Mr. Good« man, der Sekretär, machten Auasagen vor der Palästma-Teüungskommission. * Mosche Shertok, der Leiter der politischen Abteilung der Jewish Agency, teilte mit, daß die Agency der Regierung die neue Arbeiter- Schedule bereits übermittelt hat. H- Ussischkm zur Teüungsfrage M. M. Ussischkin führte in einem Interview aus, daß die wesentliche Tatsache für die Juden sei, an ihren Zielen absolut festzuhalten. „Wenn wir unseren Anspruch auf vier Fünftel von Palästina aufgäben", fuhr er fort, „würden wir eine unwiderrufliche Tatsache geschaffen haben. Solange wir in unserer gegenwärtigen Position halten, solange hoffen wir." Er sprach sich weiterhin gegen eine arabische Minorität in einem jüdischen Staat aus. Man sehe an der europäischen Entwicklung, daß man sich davor hüten solle, neue Minderheiten zu schaffen. Zwei Dinge müßten vor allem mit aller Energie in Angriff genommen werden: erstens dürfe man nicht aufhören, die britische Regierung in jeder Weise an die Erfüllung ihres Mandats zu erinnern; bei dem arabischen Widerstand gegen eine Teilung sei die Fortführung des Mandates immer noch die bessere Lösung. Zweitens müsse jede Anstrengung gemacht werden, die gegenwärtige jüdische Position in Palästina zum äußersten zu festigen, sei es durch Vermehrung der jüdischen Bevölkerung, sei es durch .stärkeren Erwerb von Land. Die Zionistische Exekutive suche nach einer Verständigung mit den Arabern auf der Basis freier Einwanderung unter Teilnahme der Araber an den wirtschaftlichen Vorteilen, die die jüdische Entwicklung des Landes mit sich bringe. Ohne diese Entwicklung würden die Araber den Wohlstand erhalten, dessen sie sich in Palästina bis zu den Unruhen erfreuten. Beschwerden über das Ausbleiben der C.-V.-Zeitung, Umleitewünsche usw. sind stets dem zuständigen Postamt (Zeilungsstelle) zu unte: breiten. Die Bezugsgebühren sind, wenn keine andeie Vereinbarung getroffen wurde, an den Briefitägez zu zahlen. Stillegung — und ihr Gegenteil Von unserem *-Palästina-Berichterstatter