Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 17 (1938)
- Issue
- 40 (6.10.1938)
- Date
- 1938-10-06
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
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Palästina-Umschau der €•-¥*-Zeitung Bilanz eines Jahres Von unserem *-Berichterstatter Tel-Aviv, 25. September Wohl selten hat das jüdische Palästina in ernsterer Stimmung die Zeit um die Jahreswende erlebt als diesmal. Gerade in den letzten Wochen des alten Jahres hatten sich die Ereignisse so überstürzt, daß es schwer ist, der publizistischen Ueberlieferung zu folgen und irgendein Fazit aus den Geschehnissen zu ziehen — als ob auch in der tatsächlichen Entwicklung irgendein Einschnitt oder gar ein Abschluß erreicht worden wäre. Und noch schwerer ist es gerade heute, auch nur eine Vermutung darüber formulieren zu wollen, in welcher Richtung die Dinge weiter treiben werden. Trotzdem ist ein solches Unterfangen sinnvoll und nützlich. Und aus der Fülle der verwirrenden und erschütternden Einzelheiten des Tages schält sich bei einer solchen Betrachtung doch ein eindeutiges Ergebnis heraus: das jüdische Siedlungswerk in Palästina hat neue ungeahnt schwere Wunden und Verluste erlitten. Trotzdem aber hat der Aufbau weitere Fortschritte gemacht, und damit ist der Beweis erbracht worden, daß nicht nur der Wille, sondern auch die II Malermeister Oskar Simenauer Berlin W15, Pariser Str. 50.9215 37. Erstkl. Ref. tatsächliche Kraft zur Aufnahme neuer jüdischer Einwanderermassen ungebrochen vorhanden sind. Diese scheinbar widerspruchsvolle Feststellung bedarf der Erklärung. Und einer solchen Erklärung muß heute zugrunde liegen die politische und psychologische Lage des Landes. Erst von da aus können die wirtschaftlichen Möglichkeiten richtig eingeschätzt werden. Es ist erst einige Wochen her, daß der britische Kolonialminister den Bericht der Teilungskommission und damit den Entwurf eines endgültigen Lösungsvorschlages für Anfang Oktober, also für den Beginn des kommenden jüdischen' Jahres, in Aussicht gestellt hat. Seitdem aber hat sich viel geändert. Wiederum hat es den Anschein, daß Palästinas Schicksal in die Bewegung der Weltgeschichte hineingezogen werden soll, daß also die Entscheidung nicht oder nicht nur durch die inneren Bedürfnisse des Landes und seiner beiden Nationen, sondern durch äußere Einflüsse und internationale Verflechtungen beeinflußt wurde. Die Gefahr, die eine solche Verkettung mit sich brinfen kann, ist die der Verzögerung einer ntscheidung; daher sind sich Juden und Araber darüber einig, daß die gegenwärtigen Zustände nicht mehr lange tragbar sind. Und wenn dieser Tage, trotz der Beschränkungen, denen die Berichterstattung über die Unruhen jetzt unterworfen sind, die Nachricht durch die Presse gehen konnte, daß der Bürgermeister und der Vizebürgermeister des arabischen Jaffa — beides Araber — ins Ausland geflohen sind, so wirft dies ein eindeutiges Licht auf die Lage. In mancher Beziehung scheint das Land auf den Stand vom Herbst 1935 oder Frühjahr 1936 zurückgeworfen zu sein. Allein in den letzten zwei Monaten sind etwa 100 Juden auf den Wegen oder bei der Arbeit, auf der Wacht oder im Kampf getötet worden, eine Zahl, die ungefähr den Verlusten in den "ersten Zeiten der Unruhen entsprach und seither kaum wieder erreicht worden war. Unter dem Druck der Ereignisse wurden manche Forderungen nach verstärktem Selbstschutz, die im reinen Verhandlungswege immer wieder abgelehnt worden waren, über Nacht bewilligt. So wurde binnen weniger Tage die jüdische Polizeimacht Tel-Avivs verdoppelt und die Sicherung der Grenzen durch Drahtverhaue und befestigte Stationen offiziell genehmigt; auch der jüdische Selbstschutz auf dem Lande und die Befestigung der entlegenen Siedlungspunkte wird ständig verstärkt. Auf der anderen Seite scheinen einige als friedlieh und zuverlässig bekannte arabische Dörfer eine gewisse Zahl von Waffenscheinen erhalten zu haben, um sich gegen Raubüberfälle und andere Terrorakte verteidigen zu können. > Eine weitere Parallele zu früheren Zeiten ist die zusätzliche wirtschaftliche Erschütterung, die Palästina infolge :":er politischen Weltlage durchzumachen hatte Ende 1935 führte der abessinische Konflikt zu einer vorübergehenden Massenabhebung von Bankguthaben, denen man mit einer in aller Eile organisierten Gemeinschaftsarbeit wirksam begegnete. Heute hat sich die Nervosität einiger Weltbörsen auch auf den Tel-Aviver Effektenmarkt übertragen. Aber wenn es damals eine Bankenkrise war, so ist es heute nur eine Börsenkrise geworden, und die Organisation des Effektenmarktes und die innere Struktur des Kapitalmarktes haben sich inzwischen so entwickelt, daß die inzwischen schon wieder abgeflauten Verkäufe ohne Erschütterung der Gesamtwirtschaft aufgefangen werden konnten. Diese Erscheinung mag als Beispiel für die organisierte Selbsthilfe des jüdischen Sektors auf wirtschaftlich-finanziellem Gebiet gelten. Aber auch sonst haben sich die Juden unter erheblichem Einsatz von Blut- und Geldopfern einen gewissen Ausgleich für die Schäden der Zeit geschaffen. Es hat eine erhebliche N e u k o 1 onisation stattgefunden, neue Zweige der landwirtschaGlichen und industriellen Produktion wurden entwickelt, und vor allem sind heute weit mehr Menschen als früher in öffentlichen Diensten und Arbeiten beschäftigt. Den Arabern dagegen scheint es nicht gelungen zu sein, von sich aus einen organischen Ausgleich für die schweren Schäden zu finden, die ihnen durch die erneute, selbstgewollte Loslösung vom jüdischen Kapital-, Absatz- und Arbeitsmarkt, durch den weiteren Niedergang ihres wichtigsten Wirtschaftszentrums Jaffa — das sich zeitweilig, wie auch andere arabische Städte, fast ganz in Händen der Terroristen befand — und — durch die Ausreise so vieler, vor ihren eigenen Leuten geflüchteter Prominenter entstanden sind. Es bleibt auch zweifelhaft, ob und wieweit das Angebot einer englischen Firma auf Organisierung und Uebernahme demnächst der arabischen Orangenernte — wenn es überhaupt verwirklicht werden sollte — grundlegenden Wandel verspricht. Zunächst jedenfalls scheint teilweise der andere Ausweg beschritten zu werden: Wiederannäherung an die primitiveren Lebensformen der Wüste. Der Ersatz des städtischen Tarbusch durch das wallende Kopftuch des Beduinen, diev"'Rückkehr zur Petroleumlampe und der Boykott der jüdischen Elektrizitätswerke in einzelnen arabischen Vierteln, die erzwungene Einführung des Schleiers statt des europäischen Hutes auch für die christliche Araberin, die Erziehung Jugendlicher zu einem Kriegerleben in den Bergen statt eines Arbeitslebens in Stadt oder Dorf weist in diese Richtung. Groteskerweise ist aber ein jüdisch-arabischer Geschäftszweig nahezu unvermindert in Gang geblieben: Der Boden kau f. Und darin darf man vielleicht ein Symptom für die Krisenstimmung erblicken, die in gewissen Kreisen des arabischen Grundbesitzes herrscht. Ueber den Kopf der Mandatsbehörden hinweg hat sich also die Scheidung zwischen jüdischem und arabischem Sektor Palästinas weiter entwickelt, und innerhalb der beiden Sektoren teilen heute die Funktionäre der Jerusalemer Zentralverwaltung ihren Einfluß mehr als bisher mit den nationalen Instanzen der beiden Völker. Dies ist in aller Objektivität der Tatbestand. Man mag ihn für die Zukunft des Landes bedauern oder begrüßen, man kann auch mit Recht einwenden, daß diese Feststellung nicht auf alle Teile und Lebensgebiete des Landes gleichmäßig zutrifft. Aber es darf als Symptom der Lage gelten, das derjenige, der von Tel-Aviv oder Jaffa nach Jerusalem fahren will — oder umgekehrt — heute, wenn er Jude ist, die jüdische Autobus- oder Taxikooperative benutzen muß, und wenn er Araber ist, die arabische; denn die staatliche Eisenbahn hat den Betrieb auf dieser Strecke wegen der wiederholten Sabotageakte zur Zeit eingestellt. Praktisch ändert das wenig an dem bisherigen Zustand, und der Eisen bahn Verwaltung war vielleicht der Verzicht auf diese schon seit Jahren unrentable Strecke gar nicht so schwer geworden. Aber auch sonst ist der Eisenbahnverkehr erheblich eingeschränkt worden, weil der Verkehrsrückgang, der sich ohnehin aus der wirtschaftlichen Depression ergab, durch die Abwanderung des Publikums zu anderen, immerhin noch als sicherer angesehenen Verkehrsmitteln verschärft wurde. Sowohl der Sicherheitsdienst als auch das Verkehrswesen zeigen also eine gewisse Tendenz zur Dezentralisierung und Nationalisierung. Aber auch dieser Versuch einer Deutung der Geschehnisse darf nur vorläufig und mit allem Vorbehalt Geltung beanspruchen. So sind die Mandatsbehörden an manchen Stellen zwar zeitweilig zurückgewichen, aber sie haben keineswegs das Heft aus der Hand gegeben. Als die Terroristen, die sich in einzelnen arabischen Siedlungsbezirken schon als die eigentlichen Herren der Situation fühlten, in diesen Gegenden 'besonders große Streitkräfte zusammenzogen, welche auch die Wege unsicher machten und eine Reihe von jüdischen Zivilisten und Wächtern töteten, holte das Militär zu einem großen Schlage aus und drei starke Freischaren wurden völlig aufgerieben. All diese Ereignisse — die Zunahme der leiblichen und politischen Unsicherheit und der Druck der wirtschaftlichen Krise — konnten natürlich ihren Eindruck auf die Stimmung der Bevölkerung nicht verfehlen. Trotzdem ist gerade im jüdischen Sektor die psychologische Verfassung heute ausgeglichener als um die Mitte des Jahres. Damals konnte man in der Tat von einer Nervenkrise sprechen, die nach zweieinhalb Jahren des Leidens und Getäuschtseins und der strengen Beschränkung auf die Abwehr nur allzu verständlich war. Auch diese Nervenkrise hatte einen aggressiven, aber nicht etwa einen defaitistischen Charakter getragen. Heute stellt sich heraus, daß wohl auch damals die Zahl der Disziplinbrüche, die Einzelaktionen kleiner Kreise, die von der Abwehr zum Angriff übergehen zu müssen glaubten, wesentlich kleiner war, als jüdische Kreise selber in ihrer ersten Erregung angenommen hatten. In zahlreichen Fällen hat jetzt selbst das strenge Militärgericht die Unschuld der seinerzeit angeklagten Juden erwiesen. Und heute ist, dem erhöhten Ernst der Situation entsprechend, die Einheitsfront wiederhergestellt, wenn auch natürlich die grundsätzlichen Mei-ungs Verschiedenheiten keineswegs beseitigt sind. Aber in den palästinensischen Zeitungen nimmt selbst der Terror und die Berichterstattung über die Aussichten der Palästina-Politik in London und Genf einen geringeren Raum ein, als in den Palästinateilen europäisch-jüdischer Zeitungen. Und zur psychologischen Erklärung dieser scheinbaren Unberührtheit diene nur eine Zahl: rund 5 000 000 Passagiere benutzen im Monatsdurchschnitt die Autobusse und Taxis der Ueberland-Kooperativen. Die Zahl der Fälle aber, in denen diesen Reisenden im -Zusammenhang mit dem herrschenden Terror etwas Ernstliches geschieht, ist auf weniger als hundert im Monatsdurchschnitt zu veranschlagen. Als allgemeines Symptom und als Häufung tragischer Einzelfälle bleibt diese Zahl schlimm genug, aber sie zeigt doch, daß der Alltag im besten Sinne das öffentliche Leben beherrscht. Der Prozentsatz der jungen Menschen, die zum Wacht- oder Polizeidienst mobilisiert sind oder die auf bedrohtem chaluzischem Posten Außenarbeit verrichten, ist sehr groß, und in David Cohn, von dessen Verletzungen wir das letztemal berichteten, ist gestorben. In verschiedenen Vororten von Tel-Aviv kam es zu Schießereien. Auf die Siedlungen Ramath Hakowe s c h und Heruth wurde ebenfalls geschossen. Die Angreifer konnten in allen Fällen vertrieben werden. Eine jüdische Lederfabrik an der Grenze zwischen Tel-Aviv und Jaffa wurde in Brand gesteckt und teilweise zerstört. Ein 32jähriger Arbeiter aus Mikwe Israel, Salman Goldenberg, wurde bei einem Ueberfall auf den Omnibus Tel-Aviv—Jerusalem erschossen; ebenso wurde Schalom S c h a p i r o, ein 37jähriger Schlächter, in einem Omnibus, der Arbeiter zu den Sanddünen bei Tel-Aviv fuhr, getötet. Auf Kfar Chassidim wurde in der Nacht vor Rosch Haschana ein arabischer Ueberfall verübt. Die Angreifer wurden von Hilfspolizisten vertrieben, wobei Moses Rosenzweig verwundet wurde. — Am ersten Rosch Haschana- Tag wurden verschiedene jüdische Gebäude an der Stadtgrenze von Tel- Aviv in Brand gesteckt. Das Feuer wurde rasch gelöscht, und großer Schaden konnte verhütet werden. Auf die Siedlungen Hartuw, Ness Ziona, G i - w a t h C h a i m, Hadar und R a m a t Hadar erfolgten Feuerüberfälle. Auf eine Anzahl Andächtige, die eine Synagoge in der Jerusalemer Altstadt am zweiten Neujahrstage verließen, wurden aus dem Hinterhalt Revolverschüsse abgegeben. Josef Garai wurde verwundet. Zwei Gemüsehändler, der 35jährige Dow Bin ja und der 33jährige Mosche Levi, wurden in Jerusalem in der Nähe des Jaffators angeschossen und schwer verwundet. Jüdische Spaziergänger am Strand von Tel-Aviv wurden von Arabern beschossen. Jüdische Polizisten erwiderten Seite 15 6. Oktober 1938 diesem kleinen Lande bringt selbst das Tagewerk des Stubenmenschen oft die Notwendigkeit einer Fahrt über Land, namentlich einer Reise zwischen Jerusalem, Haifa und Tel-Aviv mit sich. Und nicht nur den unmittelbar Beteiligten, sondern auch ihren Freunden und Angehörigen drückt natürlich die ständige Gefahr ihren Stempel auf. Aber man fährt von Tel- Aviv nach Jerusalem, man verabredet eine Sitzung oder eine persönliche Zusammenkunft wie immer. Und darüber hinaus hat sich gerade in der Isolierung des jüdischen Sektors das übliche Leben in Schaffen und Genuß seinen Charakter bewahrt. Die Straßen Tel-Avivs sind an den Abenden voll von Menschen, die unbeschwert eine Erholung von der drückenden Hitze dieser Wochen suchen, und aus den überfüllten, hellerleuchteten Strandcafcs — in denen übrigens die Gäste höchst bescheiden bei einer Flasche Tassas oder einer kleinen, hier sehr billigen Portion Eis oder gar dem beliebten heißen Glas Tee den ganzen Abend sitzen — dringt Musik und fröhliches Gespräch. Man hat der größten jüdischen Stadt diesen ihren „Leichtsinn" sogar zum Vorwurf gemacht, aber ein gründlicher Beobachter hat kürzlich mit Recht festgestellt, daß dies auch eine ungeheure Kraftquelle bedeutet, und daß dieselben Menschen, die heute abend sich im Cafe zerstreuen, vielleicht morgen abend schon wieder auf gefährlichem" Posten Wache halten. Hinzu kommt, daß die jüdische Bevölkerung mit ihrem starken weltpolitischen Interesse weit eher in der Lage ist, die Dinge von einer höheren Warte aus zu sehen, als der Durchschnitt der Gegenseite, die zum größten Teil des Lesens und Schreibens unkundig ist. Und schließlich nimmt, neben allen Sorgen des Einzelnen um seine Existenz, das allgemeine Aufbauwerk, das ständig fortgesetzt wird, der aktive Kampf gegen Krisengefahren im eigenen Arbeitsplatz in Stadt oder Land und in der Mitwirkung an den großen gemeinschaftlichen Aktionen die Gedanken in Anspruch. Wenn man irgend jemanden ausdrücklich über die Krise „interviewt", wird er selbstverständlich, dem Thema und der Wahrheit entsprechend, eine Reihe ernster Gedanken äußern, wenn man aber unbefangen die Stimmung und die laufenden Gespräche beobachtet, gewinnt man keineswegs den Eindruck der Depression, sondern eines zwar kämpfenden, aber schaffenden und freien Volkes, das eben aus dem Gefühl der Freiheit und des Wirkenkönnens eine starke Sicherheit und Heiterkeit schöpft. Die wirtschaftliche Lage in ihrer Gesamtentwicklung sowie die Einordnung und Behauptung der einzelnen Existenz im materiellen und ideellen Sinne soll in einem besonderen Aufsatz geschildert werden. das Feuer. Die Schießerei dauerte ungefähr eine Stunde, zwei Araber wurden schwer verletzt. Ein jüdischer Eisenbahner in Haifa wurde von Arabern angeschossen und schwer verletzt. — Bei Angriffen auf einen jüdischem Omnibus wurde der 40jährige Jakob Spiegenthal ein jüdischer Einwanderer aus Deutschland, in der Nähe von Ramie erschossen. Ein anderer aus Deutschland stammender Einwanderer, Gerschon Perl, 23 Jahre alt, wurde bei einem ähnlichen Omnibusangriff in der Nähe von Atarot schwer verletzt. * Eine Bande machte den Versuch, das Dorf Beit Jala in der Nähe von Jerusalem auszuplündern. Bei der Gegenwehr der Dorfbewohner wurde der Bandenführer Ali Aabed erschossen. In der Nähe von Ness Ziona steckten Terroristen ein Wohnhaus, ein Auto und den Lastwagen eines wohlhabenden mohammedanischen Orangenpflanzers namens Schukri Beytagi in Flammen. Der Schaden wird auf 10 000 Pfund geschätzt. * Araber griffen den Polizeiknotenpunkt von Ludd an; dabei wurde der Polizeikorporal Schaul Weidinger verletzt und ein Engländer getötet. In der Polizeistation von Ramie wurde bei einem Ueberfall von Arabern ein britischer Polizeisergeant erschossen. Der Bahnhof von M a j d a 1 und die Station sowie sämtliche Bahnhofsgebäude und das Schlachthaus in Gaza wurden in Brand gesteckt. In der Nähe von Ramie wurde eine Polizeipatrouille von Arabern aus dem Hinterhalt beschossen. Dabei wurde ein Angreifer getötet. Das Amtsgerichtsgebäude in Nazareth wurde in Brand gesteckt, wobei alle Akten vernichtet Chronik der Woche