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Central-Verein-Zeitung · 1938-10-06 · 40 (6.10.1938) · page 14

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
17 (1938)
Issue
40 (6.10.1938)
Date
1938-10-06
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Seite 14 C.-V.-Zeitung - w - - Nr. 40 * 6. Oktober 1938 scliiffungserlaubnis, die in Zukunft die Grundlage für die Einwanderung bilden wird, dürfte erleichtert Antragstellern mit Kapital, auch solchen, die ihr Kapital von verwandter Seite aus dem Aiisland erhalten, erteilt werden. Koch entzieht sich aber unserer Kenntnis, wie hoch der Betrag sein wird, dessen Nachweis man verlangt. Und weiterhin ist es grundsätzlich so, daß jede Person, die nach Argentinien einwandern will, einen entsprechenden Antrag beim zuständigen Konsulat stellen kann, und wenn diese die Einwanderung im Interesse des Landes für wünschenswert hält, besteht im Rahmen der Bestimmungen jederzeit durchaus die Möglichkeit, daß die Einwanderungsbehörde die Ausschiffungserlaubnis erteilt. Macht man sich dies klar, so sieht man, daß von einer Sperre nicht die Rede sein kann. Die Auslese dürfte allerdings streng sein. Anschließend möchte ich nachdrücklich davor warnen, auf Grund von Touristen- oder Transitvisen eine Einwanderung nach Argentinien anzustreben. Die Praxis wird bei Behandlung dieser Dinge sehr scharf sein, und die Einwanderung über ein Nachbarland erachte ich für völlig unmöglich. Diese völlig klaren und eindeutigen Erklärungen von berufener Stelle werden geeignet sein, in Fragen der Argentinien- Wanderung Mißverständnisse aufzuklären und deutlich abzugrenzen, was nach den neuen' Bestimmungen gewollt und nicht gewollt, was möglich und was unmöglich ist. nierika / Eine Fernrezension Das neue Heit des Hilisverems der Juden in Deutschland Das letzte Korrespondenzblatt des Hilfsvereins der Juden in Deutschland ist Amerika, Kuba und den Philippinen gewidmet. Als ich es erhielt, hatte ich nicht wie früher des Gefühl: Was werde ich daraus lernen, sondern ging mit der Neugier an die Lektüre heran: Werden sie es richtig gesehen haben? WTerde ich meine „Kenntnisse von gestern" bestätigt finden? Aber schon nach kurzer Durchsicht wurde ich viel bescheidener und fand, daß man in der Ludendorffstraße in Berlin viel mehr weiß über Einwanderungsbestimmungen, Wirtschaft, soziologische Struktur, Verfassung als „wir alten Amerikaner", die erst vier Monate im Lande sind. Und ich bin ehrlich genug, einzugestehen, daß ich viel aus dem geschickt zusammengestellten Heft gelernt HERBERT LSEBEM7HAL Spedition Ilmzugstransporte nach allen Erdteilen j Bert In W 8, Kronenstr 33! «T» Fernruf 16 37 40 habe. Die amerikanischen Lehrbücher haben nämlich alle einen Fehler — sie sind zu dick! Bis sich ein normaler Einwanderer durch 1000 Seiten Grundlagen der Verfassung durchgearbeitet hat, kann er schon Citizen §ein — was bekanntlich im allgemeinen nach fünf Jahren der Fall ist! Da er sich aber auch vorher schon wenigstens theoretisch am Allgemeinleben beteiligen, ja auch die Tageszeitungen verstehen soll, ist jedem Einwanderungsaspiranten oder „Neukommer" (Nevvcomer!) die Lektüre dieser ausgezei<s*meten, kurzen Zusammenstellung über Verfassung und Verwaltung, über Wirtschaft und Löhne dringend zu raten. JYIit besonderer Neugier las ich die Abschnitte über die Aussichten für Einwanderer, Gehaitsverhältnisse und Lebenshairecht", mußte der andere verlegen bekennen. So wanderte er durch die südarabisehen Lande, und dort, in der Einsamkeit dieser Gegend, mag die Sehnsucht in ihm zum Plane gereift sein, dem jüdischen Wandern ein Ende zu machen. Aus einem Pionier des jüdischen Wanderns ein Pionier der Idee einer Heimstätte für das jüdische Volk zu werden. So trat er dann in den 90er Jahren mit seinem Plan hervor, den jüdischen Volksmassen eine Heimstätte in den menschenleeren und von ihm erforschten Gegenden Südarabiens zu gründen. Da aber war die Zeit auch schon gereift für den Plan der Rückführung der Juden ins Judenland, den Plan Theodor Herzls ... Ein anderer Jude, der aus einer gesicherten Kaufmannsexistenz heraus Wanderungen unternahm, um Wissen und Kenntnisse über Neuland zu erwerben,. war Hermann Burehardt aus Berlin. Außer den Jemen, der ihn besonders reizte, bereiste er Nordafrika, Asien, Lappland, Island, Amerika und Australien. Er stellte auch die Photographie in den Dienst seiner Fahrten, auf denen er wertvolle Aufnahmen von Menschen und Oertlichkeiten aus noch ganz unerforschten Gebieten machte. Die kurzen Tagebücher, die er schrieb, wollte er nach seiner Rückkehr von seiner letzten Reise, die er nach dem Jemen unternahm, sichten. Aber auch er sollte ein Opfer seines Wanderns werden. Am 19. Dezember 1908 brach er zu dieser letzten Reise von Berlin auf. Und genau ein Jahr später — am 19. Dezember 1909 — wurde er zusammen mit seinem Begleiter, Marchese Benzoni, im Jemen auf dem Wege von Mekka nach Sanaa ermordet. Das Material, das er für die historische Forschung der mohammedanischen Länder geliefert hat, wurde als besonders wertvoll angesehen. Ins. Innere Afrikas, waren sehr viele tungskosten. Man vergleicht dabei die eigenen Eindrücke mit dieser objektivierten Darstellung. Das Ergebnis ist nicht schlecht — wenn auch ein Rest von Verschiedenheiten bleibt und immer bleiben muß. Die Lebenshaltungskosten erscheinen mir für New York alle ungeheuer niedrig angegeben; aber 'sie sind auch schwer zu beurteilen; denn es gibt wohl kaum eine Stadt, wo man die gleichen Dinge für soviel verschiedene Preise kaufen kann: das gilt ebenso für die grünen Bohnen, die in einer Straße pro Pfund 17 cents und in der anderen in der gleichen Stunde pro Pfund 8 cents kosten mögen, wie für Filmabzüge, Waschseife, Medikamente und alle anderen Markenartikel. Wenn z. B. auf e:ner Medizinflasche 35 cents aufgedruckt als vorgeschriebener Verkaufspreis steht, kann man sie im Drugstore sicher für 29 cents, zuzüglich 1 cent Taxe, kaufen. Und die Hausfrau, die sparsam wirtschaften will, müßte eigentlich immer erst durch sechs Läden gehen; denn in mindestens einem bezahlt sie gerade an dem Tag einige cents weniger für das grapefruit juice oder die Eier als in den anderen! Diese Variationen machen das Einkaufen hier zu einem interessanten Sport — aber sie lassen sich natürlich in einer Statistik der Lebenshaltungskosten schiecht ausdrücken. Die Hausfrauen, die das Heft studieren, mögen sich jedenfalls damit trösten, daß auch in dieser Richtung das Leben hier viel amüsanter ist, als in den Büchern steht. Ja, und was soll man zu dem Kapitel vom geistigen Sich-Einieben sagen? Sehr beachtlich, was der Freund aus dem Westen schreibt — und es sollen alle lesen. Aber er ist, wenn ich ihn an seinem Stil richtig erkannt habe, verheiratet und Familienvater. Außerdem lebt er in einer rein amerikanischen Umgebung und nicht in New York, wo die Gefahr im Kreise der Einwanderer stecken zu bleiben mit jedem „Neukommer" größer wird! Für die Familien sieht die Situation in vielfacher Beziehung anders aus als für die männlichen und weiblichen Junggesellen. Wenn auch in seelischer Beziehung für die Familie das Auswandern viel leichter ist als für den Einzelgänger, so hat er doch den Vorteil, eher auch von Amerikanern eingeladen zu werden und näheren Kontakt zu ihnen zu finden. Die Familie, besonders die Mutter junger Kinder, lebt, wenigstens in der Großstadt, meist viel isolierter oder nur im Verkehr mit Freunden aus Deutschland. Die Kinder bringen zwar auch manehe Beziehungen mit ins Haus, aber ihre staunenswerte Begabung der Anpassung an die neue Umgebung erzeugt bei den Eltern neben der Bewunderung vielfach den resignierenden Neid: wir werden's so nie schaffen! Aber man soll all das nicht verallgemeinern! Das ist auch vielfach eine Frage der Energie und der Weltgewandtheit. Aus diesem Kapitel des Auswanderungsheftes wird sicher jeder etwas lernen; aber wie nachher die Wirklichkeit aussieht, das hängt doch vom Einzelnen ab! Das gleiche gilt auch vom Stellungsuchen und Stellungfinden, über das Briefe aus allen 'Teilen des Landes berichten. Daß die Vielen, die nichts finden, nicht schreiben, trübt das Bild zwar etwas für den Kenner. Aber es ist gut, daß diese Briefe optimistisch klingen, optimistischer vielleicht, als es in einem Lande mit 13 Millionen Arbeitslosen berechtigt sein mag. Denn. in diesem Lande gilt viel stärker als im alten Europa der Satz, daß nur, v/er an sein Glück glaubt, vorwärtskommt. Dieses Land mag keine Zweifler und Pessimisten. Nur wer bereit ist, Amerika zu bejahen in all der verwirrenden Buntheit, mit all den Lichtern und Schatten, die das Bild der Landschaft ebenso kontrastreich machen wie alle Erscheinungen des politischen, wirtschaftliehen und gesellschaftlichen Lebens, ist willkommen und wird es auch schaffen — hoffentlich! Jedenfalls, das Heft ist gut, und alle sollten es lesen: die noch kommen wollen — und hoffentlich werden — und auch Viele von denen, die schon hier sind. Gerade denen sei besonders das gute Literaturverzeichnis am Schluß des Heftes empfohlen; darin wird jeder mindestens ein gutes Buch finden, das geeignet ist, ihn geistig in das Land einzuführen. 5i< Dr. Margret?-.Ed^Ihejm, JNew Yorkt „Los Amigos" In Buenos Aires ist ein „Serviico de Composturas, Los Amigos" gegründet worden, und zwar von einer unter Leitung von Dr. Kurt Julius R i e g n e r stehenden Gruppe junger jüdischer Menschen aus Deutschland. Das Servicio, dessen Adresse Buenos Aires, Humherto P 1949 (Tel.: VT. 23-5556) lautet, läßt der C.-V.-Zeitung folgende Mitteilung für unsere Leser zuge- Jt'den schon gewandert, um neues Land im dunklen Erdteil zu entdecken und so Vorarbeit für eine Einwanderung und Besiedlung zu leisten. Der französische Offizier Louis Gustave B i n g e r bereiste den Sudan und Guinea, er galt als der beste Kenner dieses Gebietes und veröffentlichte bedeutende Werke über Innerafrika. Bingerville, die Hauptstadt der Elfenbeinküste, ist nach ihm, dem Gouverneur der Kolonie, benannt. Wenn wir aber von Afrika und den dortigen jüdischen Wanderern sprechen, dann drängt sich uns ein Name auf die Lippen, der als Pionier nicht nur für uns Juden einen besonderen Klang hat: Emin Pascha. Er wurde 1840 in Neisse als Sohn des jüdischen Kaufmanns Louis Schnitzer geboren und erhielt den Namen Isaak. Isaak Eduard Schnitzer (später nannte er sich" Eduard) studierte Medizin. Er verließ dann Deutsehland, um in der Türkei erst als Hafen-, dann als Hausarzt tätig zu sein. Bald ist er in Syrien, bald in Arabien, bald in Trapezunt, Erzerum und Janina. 1875 betritt er den Boden Aegyptens. Ein Jahr darauf wandert er im Gefolge Gordon Paschas zum Sudan. Er hat offene Augen, einen klaren Kopf, durchforscht die Nil quellen, einmal, ein zweites Mal, bis zum Albert-Njansa-See. 1878 wird er Gouverneur der ägyptischen Aequatorial-Provinzen. Hier ist er pionierhaft in der Organisation, wirtschaftlichen und ärztlichen Wirksamkeit tätig. Den dort blühenden Sklavenhandel rottet er aus. Er reist in unerforschte Gebiete, geht stets als erster voran und kolonisiert sie für die Späteren. Da bricht der Aufstand des Mahdi aus. Die Bezirke nördlich der Aequatorial-Provinzen gehen der ägyptischen Herrschaft verloren. Emin Pascha — wie Schnitzer jetzt heißt — ist dadurch vom Norden abgeschnitten. Sein Schicksal scheint somit besiegelt. Doch jahrelang hält er sich tapfer gegen die Mahdisten. Alle Versuche, ihn zu befreien, scheitern. Aber er hält aus, bis es endlich Stanley gelingt, ihn zu erreichen und an die Ostküste zu bringen. Dort stürzt er bei einem Bankett infolge seiner Kurzsichtigkeit so unglücklich, daß er monatelang darniederliegt. 1891 tritt er in deutsche Dienste Aber schon ein Jahr später findet er ein' tragisches Ende. Er wird mitten im tiefsten Afrika von Eingeborenen ermordet. Ganz Europa, ja, die ganze Welt hatte Emin Paschas Schicksal mit größter Spannung verfolgt, Seine heldenhafte Pioniertätigkeit auf den verschiedensten Gebieten im dunkelsten Erdteil trugen diesem Wanderer jüdischen Stammes den Ruf eines der größten Entdecker aller Zeiten ein. _(Wird fortgesetzt) Mitteilungen des Hilisverems Der Vorstand des Hilfsvereins der Juden in Deutschland sieht sich zu folgender Warnung gezwungen: Der außerordentlich starke Auswanderungsdrang und die zur Zeit beschränkten Einwanderungsmöglichkeiten haben in steigendem Maße dazu geführt, daß von geschäftlich interessierter Seite Wege gewiesen werden, von denen es zum mindesten zweifelhaft ist, ob sie zu einem dauernden Aufenthalt im Einwanderungslande führen. Ueberdies werden für den Nachweis solcher Wege häufig Beträge gefordert, die weder durch die aufgewandte Mühe noch durch den Wert der Gegenleistung für den Auswanderer gerechtfertigt sind. Es liegt deshalb im dringendsten Interesse jedes Auswanderers, vor Eingehung irgendwelcher geschäftlicher Verpflichtungen die zuständigen Beratungsstellen des Hilfsvereins aufzusuchen. Hierdurch wird sowohl dem Interesse des einzelnen Auswanderers selbst gedient, wie auch der Erhaltung einer möglichst großen jüdischen Gesamtauswanderung auf lange Sicht. * In Veranstaltungen des Hilfsvereins der Juden in Deutschland in Stolp, Stettin, Erfurt, Mainz, Freiburg und Königsberg i. Pr. sprach Oberstudiendirektor hen, aus der der Lebensmut und die Leistungsfähigkeit dieser Menschen sprechen. „Sie stehen kurz vor der Ausreise in ein unbekanntes Land. Sie kennen weder die Verhältnisse und Gegebenheiten Argentiniens, noch wissen Sie, mit den dort lebenden Menschen, den „Criollos", in Ihren persönlichen Angelegenheiten richtig und in der Landessprache zu verhandeln. So laufen Sie Gefahr, durch Unkenntnis mancherlei Nachteile zu erleiden. Sie werden in der ersten Zeit nach Ihrer Einwanderung zum Auspacken Ihrer Kisten, zur Reparatur unterwegs beschädigter Gegenstände und zur Einrichtung Ihrer Wohnung oder Ihres Geschäftes oft einen Handwerker benötigen. Wer handwerkliche Arbeiten vergeben will, muß vertrauen können. Deshalb brauchen Sie uns. Eine Gruppe junger, hervorragend ausgebildeter jüdischer Handwerker aus Deutschland hat sich in Buenos Aires zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen. Gerade in der Einordnungszeit, aber auch späterhin, wird Ihnen diese unsere Arbeitsgemeinschaft viele gute Dienste leisten können. Sie werden sachgemäß,, pünktlich und reell von uns bedient werden, und Sie haben die Bequemlichkeit, sich in Buenos Aires zur Erledigung alier Ihrer Wünsche nur an eine einzige Adresse wenden zu müssen. Zu unserem Arbeitsbereich gehören: Neuanfertigung und Reparatur von Möbeln, Schlosserarbeiter., Reparatur elektrischer Geräte, Installation von Gas-, Wasser- und Lichtanlagen, Reparaturen an Radioapparaten und Uhren, Glaser¬ und Buchbinderarbeiten, Reparaturen an Schreib- und Nähmaschinen, Polsterarbeiten und Dekorationen, Färben und Reinigen, Schreibmaschinenarbeiten, Stenogramme und Uebersetzungen, Spezialität: Packerarbeiten aller Art. Unser Grundsatz heißt: fachkundig — preiswert — schnell. Notieren Sie unsere Adresse, und wenn Sie uns in Buenos Aires rufen, werden wir sofort zur Stelle sein. Und nun wünschen wir Ihnen eine glückliche Ueberfahrt und einen guten Start." i. R., Dr. Otto D r i e s e n, wahrend der letzten Wochen über das Problem der jüdischen, Auswanderung der Gegenwart. Die Ausführungen bezogen sich besonders auf die Möglichkeiten in USA., Australien und Argenti- ~ vhien."Die Veranstaltungen'-waren überall stark besucht und fanden das lebhafte Interesse der Zuhörer. Die Vortragsreihe wird nach den Feiertagen fortgesetzt. * Für eine beschränkte Anzahl jüngerer Land-; wirte oder solche, die in der landwirtschaftlichen Ausbildung begriffen sind und das Einwanderangs-: visum für USA. entweder bereits besitzen oder es voraussichtlich noch vor dem 1. April 1939 erhalten* besteht die Aussicht, auf einer Farm in U. S. Ä. angesiedelt' zu Averden. Schriftliche Meldungen unter Beifügung von Lichtbild, Lebenslauf und Zeugnisabschriften über die landwirtschaftliche Tätigkeit sind unter dem Kennwort Farmsiedlung Karolina" an den Hilfsverein der Juden in Deutschland* Berlin W 35, Ludendorffstr. 20, zu richten. Offene Auslandsstellen genehmigt durch das Landesarbeitsamt Brandenburg Gesucht werden: Für Panama ein jüdischer chemischer Praktiker (nicht Akademiker), der nachweislich Erfahrung in Pflanzenölraffinerie hat; für Süd -Australien ein erfahrener jüdischer .Fachmann für Reparatur und Insta ndhaltung von Nähmaschinen. Es werden hauptsächlich Smger-Xähmaschinen benutzt. Bewerber muß erstklassiger Handwerker sein. Aiter bis 30 Jahre, Verheiratete bevorzugt; für Britisch-Beschuana-Land (Südafrika) ein jüdischer perfekter Kürschner, ledig, 25—40 Jahre alt, tropenfest. Es kommen nur qualifizierte Fachleute mit langjährigen Erfahrungen in Frage, keine Umschichtier; für Bolivien jüdische Berg- und Bau- Ingenieure und Techniker für Minen. Perfekte Beherrschung der englischen Sprache erforderlich und gefestigte Gesundheit (4000—4600 m Höhe); für Litauen per sofort eine jüdische Kinder-Krankenschwester für einen dreijährigen erholungsbedürftigen Jungen; für England ein jüdischer Keramiker mit praktischen Erfahrungen; für Palästina ein jüdischer Setzer, der ausschließlich handgesetzte bibliophile Drucke hergestellt hat. Ausführliche Bewerbungen nur auf Luftpostdünnpapier, Lebenslauf, Zeugnisabschriften und Paßphoto werden ausschließlich durch die Jüdische Gemeinde, Berlin SW 68, Lindenstraße 48/50, weitergeleiiet. Bewerbungen auf gewöhnlichem Papier werden nicht mit Luftpost befördert. Die Staatsangehörigkeit ist wegen, der Yerschiedenartigkcit der Einreisebestimmungen, in jedem Fall anzugeben. Die Bewerbungen sind nur schriftlich an diese Stelle einzureichen und adressierte und für das Inland frankierte Couverts für Rücksendungen beizufügen. .

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