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Central-Verein-Zeitung · 1938-10-06 · 40 (6.10.1938) · page 12

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
17 (1938)
Issue
40 (6.10.1938)
Date
1938-10-06
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seite 12 C.-V.-Zeitung Nr. 40 » 6. Oktober 1938 von der Voraussetzung ausgegangen, daß diejenigen unter uns, auf die es ankam, nämlich die finanziell noch Leistungsfähigerer, zu einem solchen Werbeabend kommen würden, daß man-sie fesseln würde und halten könne. Tatsächlich war es aber mit der notwendigen psychologischen Einsicht zu erwarten, daß zu einer kostenlosen künstlerischen Veranstaltung, deren Endziel klar war, nur die kommen würden, die sich entgeltliche Kulturbundvei-anstaltungen nicht leisten können und dai'um auch ohne weiteres den Werbern ihre Mitgliedschaft verweigern dürfen. Die ewig Fernstehenden waren jedenfalls nicht gekommen, und man wird sie auch, fürchten wir, mit diesen Mittein nicht zum Kommen bewegen, bestimmt nicht durch fast verschwenderisch dargebotene Kunstfreuden hier an diesem Abend. Es dient der Sache nicht, wollten wir fachgemäß das vollendet Dargebotene besprechen. Ein Monteverdi-Madrigal, von Berthold San der feierlich geleitet, das „Höre Israel" aus dem „Elias", von Mascha Benjakonsky mit entrückender Einfachkeit und wahrhaft souveräner musikalischer Lieblichkeit und Frömmigkeit gesungen; selbst die schönste "Wiedergabe der Sclrottischen Sinfonie von Mendelssohn in diesem Raum, in dieser Zeit und von diesen Künstlern (Rudolf Schwarz mit dem Kulturbundorchester) hallen vorbei an den Ohren derer, die n i ch t gekommen waren, um zu hören. M. L. Konzerte und Vorträge Im Berliner Kulturbund eröffnete Dr. Anneliese Landau ihren Zyklus „I n - time Musik" mit einem Abend, der den englischen Meistern des Virginais galt. Persönliches aus dem Leben dieser alten Musiker, besonders fesselnd durch die Beziehungen zum Hofe Elisabeths, nahm, verbunden mit leichtfaßlichen Erläuterungen der Beispiele, dem Stoff auch für den Laien jede Sprödigkeit. Die Werke, reizvoll in ihrem Programmcharakter, ihrer frühen Variationskunst, er-, standen — und das war wesentlich und überaus begrüßenswert' — im Klanggewand ihrer Zeit; die Cembalistin Gertrud Wertheim war ihnen eine kundige Mittlerin, und auf den rauschenden Tönen des herrlichen Instrumentes — unter allen Saiteninstrumenten der Orgel am nächsten verwandt! — schwebte ein wenig von der Atmosphäre der Zeit heran ... H. Fr. Erna Leonhard (-Feld), seit längerer Zeit schon bemüht, „ungehörten Stimmen" lebender jüdischer Dichter und Dichterinnen Gehör zu schaffen, setzte dies Bemühen in einer besonderen Veranstaltung des Berliner Kulturbundes nicht ohne Erfolg fort. Sie bot, unter dem dreifachen Kennwort „Religion und Schicksal''', „Begegnungen", „Gestalten", eine bunte Blütenlese von Epik und Lyrik, in den Gedichten Mildes und Starkes, zartere Klänge anschmiegsamen Empfindens und herbere, strengere Geoiide von eigentümlicher Phantasiekraft, in den Erzählungen ein — etwas ungleichartiges — Gemisch von dichterischem Ernst und unterhaltendem Humor. Am stärksten fiel wieder Gertrud Chodziesner auf, dies ungewöhnliche, lyrisch-balladenhafte Talent von visionärer, gespenstischer Bildhaftigkeit, eine Stimme, die kaum noch zu überhören ist; daneben ließ Erich Lachmanns kühn und farbig sich aufreckendes „Sils Maria" von Alfred Momberts naturgewaltigen Welten mehr als einen Hauch verspüren, und das Schlaflied der begabten Nelly S a c h s wiegte sich, obwohl Gehalt und Form noch nicht völlig ineinander aufgegangen sind, in einer milden religiösen Grundmeiodie. Im erzählenden Bereich: ein Ausschnitt aus Martha Werth ei m er s biblisch-phantastischem Roman „Jenseits der Flut", bemerkenswert durch die Einheitlichkeit des gehobenen, wie ^in Brokat gekleideten Stils, und ein heiteres Kapitel aus einem unvollendeten Roman-Manuskript „Der Schauspieldirektor" von Karl E s c h e r, das dem Publikum besonders behagte. Obwohl durch eine starke Indisposition an der vollen Entfaltung ihrer Stimmittel behindert, fand die Vortragskünstlerin mit ihren dankenswerten Darbietungen doch reichen Beifall. H. L. Im Berliner Kulturbund sprach Dr. Bertha Badt-Strauß über „Martin Buber und Wir" — ein Thema, dessen Wahl gleichzeitig durch die Absicht eines verspäteten Glückwunsches für den eben 60jährigen bestimmt wmrde. In klugen, feinsinnigen Ausführungen, die nur dem Wesentlichen des Buberschen Lebenswerkes zugewandt waren und die aus persönlichen Erinnerungen eine sympathische Wärme empfingen, wußte die Rednerin das menschlische und geistige Bild des Forschers, Denkers und Mystikers dem Verständnis der Hörer nahezubringen. Bertha Badt-Strauß bezeichnete Buber als die geborene Erziehernatur, die den Juden, mitten in einer für sie zertrümmerten Welt, das Bewußtsein ihrer Pflicht und ihrer Würde zurückgegeben habe. Sie verweilte dann im besonderen bei den beiden Hauptstationen seines Lebens und Wirkens: dem Chassidismus sowie bei der völlig neuartigen, gemeinsam mit Franz Rosenzweig unternommenen Bibelübersetzung, die trotz ihrer mangelnden Volkstümlichkeit dem Formgeheimnis der hebräischen Vorlage am nächsten komme. Zum Schluß verwies die Rednerin auf Bubers erfolgreiche Lehrtätigkeit an der Universität Jerusalem. H. L. Zum ersten Male wirkten in einem Tanzabend von Erika Michelson (Milee) in Hamburg neben der — bereits bekannten — Kindertanzgruppe die Ausbildungsklasse als geschlossene Gruppe mit. Vor allem war der Gruppentanz „Andante religioso", der eine innige Beziehung zu religiöser Glaubenskraft vermittelte, Höhepunkt des Abends. Elisabeth Sommerich, eine frische urwüchsige Begabung der Ausbildungsklasse, erntete mit der Groteske „Polly" lebhaften Beifall; auch Evelore Nothmann in einem Geishatanz fand die besondere Aufmerksamkeit der Zuschauer. Außerordentlich interessant, von bemerkenswerter tänzerischer Könnerschaft, war Erika Micaelsons Solotanz „Vogelscheuche". Die Künstlerin begibt sich mit diesem Tanz zum erstenmal auf das Gebiet des Grotesktanzes. E. Gtm. * Ein Lieder- und Arienabend des Kulturbundes Rhein - Main in Frankfurt a. M. vereinte drei Künstler von hohem Rang: die Altistin Paula Salomon (-Lindberg), Wilhelm Guttmann (Bariton) und den Frankfurter Meisterbe pleiter Paul M e y e r. Ihre reife Kunst erfreute und erhob auch diesmal einen dankbaren Hörerkreis. Von Guttmann selbst stammte die reizvolle Bearbeitung slawischer Volkslieder für zwei Singstimmen und Klavier. Mit Feingefühl und bemerkenswerten Falsettönen trug er ernste und heitere Mahler-Lieder vor, während Paula Salomon ihre klangvolle ausgeglichene Stimme zunächst an Oratorienarien Händeis bewährte. Unter den gebotenen Opernarien befand sich auch eine hübsche buffoartige aus Jacob Weinbergs jüdischer Oper „The Pioneers". Ein reiches Programm also, das in jeder Weise für die weitere Kulturarbeit im kommenden Jahre werben konnte, vollwertige künstlerische Leistungen, die dem Mahnruf von Dr. Heinrich L evinger, das Fortbestehen dieser geistig-kulturellen Gemeinschaft zu sichern, erhöhtes Gewicht liehen. — In. nahezu zweistündigen, überaus fesselnden Ausführungen ging Julius B a b, Berlin, als Vortragsgast des Frankfurter Kulturbundes dem Widerhall, des heiligen Buches der Juden, des alten Testamentes, in der europäischen Literatur nach. Interessant war die Feststellung, daß diese tiefe, bis auf den heutigen Tag wirkende Befruchtung stärker erst mit der Wende vom Mittelalter zur Neuzeit einsetzt, wo mit Reformation und Renaissance der hebräische Urtext ins Englische, Deutsche und Französische übertragen und damit auch den Laien unmittelbar zugänglich gemacht wurde. Julius Bab schilderte in großen Zügen den gewaltigen Einfluß der jüdischen Ueberlieferung auf die Hauptliteraturen des Abendlandes. Der sehr lebendige kenntnisreiche Vortrag konnte und wollte natürlich aus unermeßlicher Fülle der Beziehungen nur einen Querschnitt geben; er hat sicher manchem Hörer Lust gemacht, die skizzierten Zusammenhänge selbst weiter zu verfolgen. tt * Auf Einladung des Jüdischen Kulturbundes Mannheim fand eine gemeinsame Programmbesprechung für die beginnende Spielzeit statt. ' Die Kulturbünde bzw. Gemeinden Bruchsal, Freiburg i. Br., Heidelberg, Kaiserslautern, Landau, Mannheim, Pirmasens und W o r m s waren vertreten. Es bestand Einigkeit darüber, daß bei der gegenwärtigen Situation der Kulturbünde die sog. Starhonorare der Künstler zu ermäßigen seien und daß sich die genannten Kulturbünde hinsichtlich der Engagements dem Kulturbund Mannheim anschließen. So. Jüdischer Kulturbund Berlin Woclienplasx Theater in der Kommandantenstr. 57: 9. und 10. Oktober geschlossen; jeweils 20 Uhr: „Rigo-, letto": 11. Oktober (Abt. 3, 13), 12. Oktober (Abt. 1, 11), 15. Oktober (Abt. 22, 32); 13. Oktober Vortrag Dr. Anneliese Landau. Kulturbundsaal, Kommandantenstr. 58/59: 11. und 12. Oktober, 20 Uhr, Vortrag Dr. Anneliese Landau; 13. und 15. Oktober, 20.15 Uhr: Kleinkunstbühne „Gemischtes Kompott". * Die K1 e i n k u ns t b üb. n e- (-Künstlerische Lei- '• tung: Max Ehrlich) eröffnet die diesjährige Winterspielzeit am 13. Oktober mit der neuen Revue „Gemischtes Kompott" von Willy Rosen und Max Ehrlich. Musik: Willy Rosen. In den Hauptrollen: Max Ehrlich, Dolly Salkind, Steffie Rosenbaum, Fritz Grünne, Fritz Tachauer. An zwei Flügeln: Dr. Richard Hirsch und Martin Keil. Bühnenbild: Hans Brandt. Technische Leitung: Hans Sondheimer. Inszenierung: Max Ehrlich. Schach bearbeitet von P. Rosenblatt Schachaufgabe Nr. 138 von C. S. K i p p i n g (Manchester Times 1921) Matt in drei Zügen Weiß: Kdl, Dg3, Tbl, Th7, La5, La6, Sa2, Sf7, Bc2, f2, f6 (11) Schwarz: Kb8, Ta8, Tf4, Le8, Lg5, Sb5, Sg7, Ba7, c6, c4, d5, h6 * Schachaufgabe Nr. 139 von Th. C. Henriksen (Kopenhagener Turnier 1915) (12) Artur Schnabel spielt Beethovens Diabelli- Variationen auf Iiis Master's Voice-Platten (Beeth. Son. Soc. series Nr. 13) und Bachs C-Moll- Toccata ebenfalls auf His Master's Voiice-Platten (DA 1613—14). Matt in drei. Zügen Weiß: Ke7, Dh8, Tb5, Td2, La4, Se3, Sfl, BbS (8) Schwarz: Kc3, Tf6, Th6, Lf3, Sg5, Ba5, f7, f5, h7, h4 (10) Lösung der Aufgabe Nr. 136: 1. Se5—f7 (drohend Le6—c4 matt) Sb8—d7, 2. De8—a8 matt; SbS—c6, 2. De8Xc6 matt; Sc2Xd4, 2. TdlXd4 matt; Dfl—b5, 2. f2—f3 matt; Lg7—f8, 2. Tg8—g4 matt. Jeder andere Zug des Se5 wird von beuwarz widerlegt: . Sd7, Sb8—c6! Sc6, Sb8—d7! Sc4, DflXdl! Sd3, Sc2Xd4! Sf3, Dfl—b5! Sg4 oder Sg6, Lg7—f8! Lösung der Aufgabe Nr. 137: 1. Lg4—h5 (drohend Tg5—g4 matt) . ...Lg6—e4, 2. Dc6—d6 matt; .... Tc4—e4, 2. Sb4-^-d5 matt; .... Sc5—e4, 2. Sb4—d3 matt; .... Sd2—e4, 2. Se3—d5 matt; .... Lg6—h5, 2. Tg5—f5 matt. Bei dieser Aufgabe ist ein schwarzer Bauer auf d3 hinzuzufügen, der das störende Sc4—d3—f— verhindert. Die Unlösbarkeit ohne diesen Bauern wurde festgestellt von Alfred Dzialoszynski (Breslau) und Gustav Lewi (Berlin). Die Schachecke wird nunmehr bis auf weiteres wöchentlich erscheinen. Einsendungsfrist für Löser bleibt, wie bisher, ca. 11. Tage. Glück des Denkens Von Dr/W. Blumentiial Man sollte die in unseren Reihen jetzt so üppig blühenden Lehrkurse noch durch eine wichtige Abteilung vermehren, wenn auch das Bedürfnis danach noch nicht allgemein fühlbar geworden ist: Man sollte Unterricht im richtigen Denken erteilen. Denn viele von uns mißbrauchen die ihnen verliehene Denkfähigkeit zum unfruchtbaren Grübeln, das bekanntlich die Eigenschaft hat, sehr rasch zur „Sucht" auszuarten, und quälen sich und andere mit dieser zwecklosen Hirntätigkeit. Beklagenswerte Menschen! Sie wissen nichts vom Glück des Denkens und lächeln ungläubig, wenn man ihnen sagt, daß auch sie mit ein wenig Selbstzucht dieser billigen Freude teilhaft werden könnten. Es wird nichts anderes von ihnen verlangt, als ein angeborenes Können, in dem sie als Kinder einmal Meister gewesen sind, wieder anzuwenden. Richtig denken heißt zunächst einmal: Zur Besinnung über sich selbst kommen, die Gedanken ordnen und übersichtlich gestalten; man gelangt dazu, ohne erst jahrelang Logik studiert zu haben, einfach durch einen Willensakt, durch ein Lauschen nach innen, durch wirkliches Durchdenken einer einzigen Sache, und zwar derjenigen, die uns gerade beschäftigt und angeht, keiner andern, fernerliegenden. Denn es gibt kein „Vordenken", dafür setzt der Sprachgebrauch sehr fein die intuitive „Vorsicht" ein, die einem inneren Ahnungsvermögen entspringt. Es gibt nur ein „Nachdenken", ein Zuende-Denken, das ganz von selbst ein überflüssiges Sich-Gedanken-Machen ausschließt. Hat man erst sein Hirn derart gestählt und geübt, dann wird der größere Teil der Denkinhalte freigemacht für die wirklich beglückende, lP.enschLTiwürtliire „Kunst des Den kens", das dann nicht mehr ausschließlich um die Dinge des Alltags oder des gegenwärtigen Geschehens kreist, sondern den Flug erhebt ins Reich der Phantasie, der Ideen, das unvermeidlich ist. Wenn wir uns mit unseren Gedanken bis hierher aufgeschwungen haben, dann können wir vorübergehend das Glück des Künstlers mitgenießen, der ja den Vorzug hat, immer in dieser gesteigerten Welt leben zu dürfen. Wir können auch eine Ahnung erhaschen von der reinen Luft, wie sie den wirklichen Denker, den Weisen ständig umweht, der gefühls- und verstandesmäßig alle Erscheinungsformen, alle Ereignisse und Vorstellungen sofort systematisch umdenkt und ihnen dadurch Unwirklichkeit und Ewigkeitswert verleiht. Uns gewöhnliehen Sterblichen ist also der Zugang zu diesen Höhen keineswegs versperrt. Wir können das Glück des Denkens genießen und praktisch anwenden etwa in aufmerksamer Unterhaltung mit einem Gesprächspartner, wenn auf beiden Seiten der Wille zur Einfühlung, vor allem zum Zuhören, vorhanden ist, wenn wir uns bemühen, unseren Worten einen klaren Ausdruck zu geben. Wir können unsere Gedanken in die für uns heute so wichtig gewordene Briefform übertragen und dadurch unseren schriftlichen Mitteilungen mehr Inhalt geben, und wir können endlich als Nachschaffende die Geistesschätze, wie sie uns in Büchern und anderswo überliefert sind und immer neu gestaltet wrerden, miterleben, wenn wir uns lenmhen, mit den Sc-V-Öpfern dieser Werke zu denken. Auch jede Fremdsprache, die wir neu erlernen, ist nur vom Geiste her erfaßbar. Ihre Grammatik, ihr Wortschatz ist ein wunderbares Denkgebäude, das wir uns nur durch unseren Willen zum Mitdenken zugänglich machen können. Das Glück des Denkens, wie es hier kurz angedeutet wurde, ist letzten Endes eng verwandt mit der Befriedigung und inneren Ruhe, wie sie der religiöse Mensch empfindet, ja, es ist vielleicht überhaupt nichts anderes, als ein wesentlicher Bestandteil desser,was wir Frömmigke:- nennen. Theater, Musik, Film In Oslo hat die Herbsttheatersaison mit „Axel im siebenten Himmel" mit Max Hansen in der Titelrolle begonnen. * Alexander K i p n i s wurde für eine Reihe von Konzerten in Neuseeland verpflichtet. — Im Laufe der neuen Saison wird Kipnis an der C h i k a g o City Opera den Boris Godounoff singen. * In den Stockholmer Konzerten des kommenden Winters wirken jüdische Dirigenten und Solisten mit, so Bruno Walter (Mahlers Auferstehungs-Symphonie), Herbert Sandberg und Paul B r e i s a c h sowie Arthur Rubinstein, Rudolf S e r k i n. Sjura Cherkasskij, Nathan M i 1 s t e i n, Endre Wolf und Ina S o u e z. Auf dem Programm stehen u. a. Werke von Mendelssohn, Kreisler, Weinberger und Dukas. * Josef Wagner spielte im New-Yorker Radio WQXR das Krönungskonzert C-Dur von Mozart. Wagners 2. Streichtrio sowie sein Klavierwerk op. 17 wurden bei einem Musikfest amerikanischer Komponisten in Saratoga Springs, N. Y. erstaufgeführt; ferner erschien von Josef Wagher Kinderlied Variationen op. 13 für Klavier in der Art Publication Society, St. Louis. * Bruno Walter wird im Herbst einen Mozart- Zyklus der Opera Comique in Paris dirigieren. * His Majesty's Theatre in London brachte mit allen Anzeichen eines großen Erfolges die Operette „Paprika" nach einer Novelle von Stefan Nagy in einer Festaufführung heraus. Die Musik schrieben Walford Hyden, George Posford und Bernard Grün. * Das Wisconsin Symphony-Orchester eröffnete seine Konzerte in Milwaukee unter Leitung von Dr. Siegfried Prager. * Darius M i 1 h a u d schuf in letzter Zeit drei Kantaten: eine anläßlich der Einweihung des Musee de l'Hornme in Paris, ferner eine „Cantate pour la Pas" und schließlich „Les deux Cites" (Babylon und Jerusalem). Alle 'drei Werke wurden in Paris uraufgeführt * Im letzten Konzert der von Ignaz Neumark geleiteten Kurkapelle in Scheveningen trat die zwölfjährige Pianistin Fanja C h a p i r o als Solistin auf. * Der Komponist Edvard Moritz hat ein Streichkammerorchester gegründet, das in Town Hall in New York sein erstes Konzert gab. Für die kommende Sa! on hat Moritz vier Zykluskonzerte angesetzt, in denen neben Werken von Bartok, Bloch, Binder und anderen zeitgenössischen Tonsetzern Kompositionen der klassischen und vorklassischen Meister vorgesehen sind. In dem von ihm neugegründeten Streichquartett wird Edvard Moritz die Bratsche übernehmen. * Der Bariton Max Ray mer (Untermayer) wurde für das zweite Jahr an Ymha-Faculty für Musik in New York als Lehrer für Sologesang verpflichtet * Paul Muni wurde von Warner Brothers iür die Titelrolle des Großfilms „Maximilian, Kaiser von Mexiko" verpflichtet Er spielt die Hauptrolle in dem neuen Film „Die Geisterkrone", der in London vorgeführt wird. * In Paris -wurde ein neuer Film „Carrefour" von Kurt Bernhardt, nach einer Idee von Hans Kafka vorgeführt Eine der Hauptrollen spielte Otto W a 11b u r g. * Norrna Shearer, "die Witwe des bekannten amerikanischen Filmindustriellen IrvingT h alb e r g, ist bei der internationalen Filmwoche in Venedig für die Darstellung der Titeholle in dem historischen Film „Marie Antoinette" mit dem Volpi-Pokal ausgezeichnet worden. . * Robert Donat dreht für Metro-Goldwyn-Mayers den neuen Film „Good-bye, Mr. Chips". * Alexander Kor das neuer Farbfilm „The Drum" fand in New York eine enthusiastische Aufnahme.

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