Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 17 (1938)
- Issue
- 39 (29.9.1938)
- Date
- 1938-09-29
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2 C.-V.-Zeifung Nr, 39 * 29. September 1938 Ose gepflegte Küche im Westen nur 3 Minuten von der Tauentzienstr. Eb-b*s£ üersefetlnaB Privat-Mittagu. Abendtisch Marburger Straße 9, an der Augsburger Straße Telefon 24 87 51 u. .4 6:5 44 Tageszeitungen Geöffnet täql. 11-20 Uhr Gedecke RM -,80 bis 1,50 Sonn- und Feiertag 11 —16 Uhr von einem konstruktiven Programm abgelöst werden^ das die Auswanderung und Einordnung, besonders der jüngeren Generationen, in anderen Ländern ermöglicht und allgemein die Wanderungsbewegung namentlich in dünner besiedelte Gebiete in Uebersee durch den Transfer von Arbeitskraft und Kapital wieder stimuliert. # Der Hope Simpson-Bericht, der, wie sich schon aus dieser kurzen Zusammenfassung ergibt, als eines der wichtigsten Materialien der Konferenz in Evian zu gelten hat, entspricht in den Tatsachen und Folgerungen, die das Auswanderungsproblem der Juden in Deutschland betreffen, dem Ergebnis der Konferenz, wie es in ihren Resolutionen und Empfehlungen seinen Niederschlag gefunden hat. In den zwei Monaten, die seit der Konferenz vergangen sind, wurde jedoch die Hoffnung, die sich mit ihr verband, auf eine harte Probe gestellt. Argentinien, Brasilien, Chile, Columbien, Uruguay, um nur einige der wichtigeren bisherigen Einwanderungsländer herauszugreifen, haben die Einwanderung neuerdings gesperrt oder die bestehende Sperre verlängert. So konzentriert sich der Auswanderungsdrang neben Australien vor allem auf die Vereinigten Staaten von Nordamerika, deren großzü^i^e Initiative zu der Konferenz die volle Ausnutzung der Jahresquote von etwa 27 000 sicherstellte, aber bisher dennoch dem großen Andrang nicht zu entsprechen vermochte, was nicht PELZMGDESV5HAUS WEISSLER Berlin - Charlottenbursr, n U r Wilmersdorfer Straße 37 führend in der Mode! — Bzllig im Preis! Reich in der Auswahl! WaronläffC-r und «"cstbestäiide in Textil- und Schuhwaren kauft Rasse S. Jakobowicz Xaciif., Berlin € 2, Kaiser-Wilhelm-Straße 4. zuletzt in der Einführung einer Wartezeit bis zum Aufruf der fürsorglich registrierten üuotennummern zum Ausdruck kommt. In diesem Augenblick mehren sich daher »Stimmen der Ungeduld, ja soi;ar der "Ent- .'täus'chüng über das Ergebnis der K nfereriz, die durch die Auswanderungsnot zwar verständlich, aber in der Absicht der Konferenz und ihres Londoner Büros nicht begründet erscheinen. Denn die seitens der Konferenz in Aussicht genommenen notwendigen Verhandlungen setzen allgemein eine politische Lage voraus, in der die Bedeutung unseres Auswanderungsproblemsn:chtdurch andere schwerwiegende Entscheidungen überschattet wird. Ferner mußte, wie bereits in dem Hope Simpson-Bericht erwähnt, damit gerechnet werden, daß zunächst, schon um eine ungeregelte und planlose Einwan* derung zu vermeiden, die Grenzen geschlossen werden. So stellt sich im Augenblick nach der Konferenz von Evian und unter Berücksichtigung der Thesen des Hope Simpson-Berichts die Aus- Wanderungssituation wie folgt dar: Wir befinden uns in einer Zäsur, in einem Einschnitt zwischen zwei Phasen der jüdischen Auswanderung aus Deutschland, einer Zäsur, die durch die Konferenz in Evian entstanden ist. Die erste Phase bis zur Konferenz ist dadurch gekennzeichnet, daß die jüdi- Waldemar Sfrauss Jüdische Fabrikationsstätte chirurgischer Instrumente Berlin SW 68, Ritterstrasse 52 Aerztl. Einrichtungen, spez. txport Berliner Bezi.-ksvertreter Dr. Weinberg, Schmargendorf, Krampasplatz 2 Foto, Rolleiflex, Contax JLg/iVjf, Prokt. Foto-Arbeits-Kurse Wolf? u. Leonhardt (gegr.l 906) Berlin-Wilmersdorf, Berliner Str. 129, Telef. 86 29 44 sehe Einwanderung Teil der Gesamteinwanderung in die in Betracht kommenden Länder gewesen ist und als solche nach den geltenden Einwanderungsbestimmungen zugelassen war, allmählich aber stärker in Erscheinung trat und vor allem zur Vermeidung von Einordnungsschwierigkeiten die bekannten Einwanderungsbeschränkungen hervorgerufen hat. Die Konferenz in Evian hat den Umfang des Auswanderungsproblems der Juden in Deutschland sichtbar gemacht und voll in das Bewußtsein der Konferenzstaaten gerückt. Dadurch wurden zunächst die Absperrungstendenzen verstärkt. Die durch die Konferenz eingeleitete z w-e i te Phase unterscheidet sich von der ersten vor allem dadurch, daß die Einwanderungsländer, die ja bei der Konferenz ihre grundsätzliche Bereitschaft zur Mitwirkung an einer Lösung der Auswanderungsfrage ausdrücklich erklärt haben, eine Auswahl nach Arbeitsfähigkeit, beruflicher Spezialisierung und finanzieller Leistungsfähigkeit der von ihnen zuzulassenden Einwanderer vornehmen wollen und ihre Einwanderungsbestimmun^en entsprechend ausgestalten werden. In dieser zweiten Phase darf daher eine Erweiterung der Einwanderungsmöglichkeiten erwartet werden, wobei der beruflichen und sprachlichen Vorbereitung der Auswanderer zur Einordnung in den Einwanderungsländern und der Schaffung zusätzlicher Transfermöglichkeiten noch größeres Gewicht zukommt als bisher. Hierzu bedarf es allerdings der energischen Initiative des Londoner Konferenzbüros, damit so schnell wie irgend möglich die für uns tatsächlich wie auch psychologisch im Vergleich zu den in die Konferenz gesetzten Hoffnungen tragische und unerträgliche Zäsur überwunden wird. Bezieht man die Feststellungen des Hope Simpsons-Bericht auf die gegenwärtige Wanderungssituation, so ergibt sich, daß dieser Augenblick mit seinen akuten Schwierigkeiten als Stufe einer Entwicklung erkannt werden muß, daß die akuten Erschwerungen in einem inneren, von der Konferenz zwar nicht erwünschten, aber doch notwendigen Zusammenhang mit ihr stehen, und daß sich in einer Ueberwindung dieser Schwierigkeiten der Ernst und der gute Wille der Konferenz in einer Fortsetzung und Erweiterung der planmäßigen und geordneten Auswanderung der Juden aus Deutschland zu erweisen haben wird. Auslandsnachrichten Britisch-Honduras In einer Erklärung vor der West Indian Royal Commission erklärte Lord Olivier, er halte Britisch-Honduras für geeignet, jüdische Siedler aufzunehmen, wenn sie sich in der Art betätigten, wie es bei der palästinensischen Ansiedlung der Fall sei. Finnland Eine Delegation bekannter finnischer Persönlichkeiten wurde von finnischen Mini.;lern empfangen und bat, den jüdischen Einwanderern aus Oesterreich ständige Aufenthalts¬ und Arbeitserlaubnis in Finnland zu gehen. Die Minister versprachen, die Angelegenheit in günstigem Sinne zu erledigen. Es befinden sich etwa 150 jüdische Flüchtlinge in Finnland. Kanada Zu den Provinzialersatzwahlen in Süd- Waterloo und Toronto-Parkdale am 5. Ol; tob er, können die jüdischen Wähler im voraus wählen, da der Wahltag auf Jörn Kippur fällt. Der Premierminister King hat den Juden Kanadas seine herzlichsten Wünsche zu Rosch Haschana zum Ausdruck gebracht. Rumänien In Genf kam es zu einer Aussprache zwischen dem rumänischen Außenminister Petrescu C o m n e n und Nahum Goldmann. Weiterhin wurde das Problem der rumänischen Judenheit zwischen Nahum Goldmann, M. L. Perl zweig und dem Mitglied der britischen Völkerbundsdelegation R. A. Butler erörtert. Schweden Die Regierung hat eine Verordnung erlassen, wonach jedem Fremden, von dem nicht feststeht, daß er in sein Heimatland zurückkehren wird, die Einreise verweigert werden kann. Solchen Einwanderern wird empfohlen, sich vor der Einreise durch die konsularischen Vertretungen Schwedens in ihren Heimatländern Niederlassungs¬ und Arbeitserlaubnis zu erwirken. Paraguay In A s u n c i o n ist eine polnische Kommission eingetroffen, die einen neuen Vertragsentwurf für die Ks-lde'sbeziehungen zwischen Paraguay und Polen ausarbeiten und bei dieser Gelegenheit auch das Einwanderungsproblem erörtern soll. Die bisherigen Besprechungen führten dazu, daß die Regierung an Argentinien die Bitte gerichtet hat, auch weiterhin Transitvisa für die Durchwanderung nach Paraguay zu erteilen. Gleichzeitig wurde gebeten, für die Transitvisa nicht, wie das in letzter Zeit geschehen war, die sehr viel höheren Gebühren für Touristenvisa zu berechnen. Vereinigte Staaten Das Organ der Amerikanischen Medizinischen Gesellschaft fordert in einem Leitartikel eine „sorgfältige und freundliche Prüfung" des Problems der eingewanderten und einwandernden jüdischen Aerzte. Cyrus A d i e r, dem, wie kürzlich in der C.-V.-Zeitung berichtet wurde, aus Anlaß seines 75. Geburtstages zahlreiche Ehrungen zuteil wurden, erhielt auch ein persönliches Glückwunschschreiben des Präsidenten Roosevelt, in dem es u. a. heißt: „Ihr Lebensweg war reich, und Ihre vielfältige Tätigkeit war eivuiit von großem Nutzen für die Allgemeinheit." Präsident Roosevelt hat an die amerikanischen Juden eine Neujahrsbotschaft gerichtet. Sefer Sikaron Tel Sikaron Die große Aktion des KKL. Der Keren Kajemeth veranstaltet im Monat Tischri im ganzen Reich eine große Aktion mit der Parole „Schreibt Euch ein in das Buch des Gedenkens — Erlöst den Boden für Tel Sikaron!" Die Reichsverfrefung der Juden in Deutschland, der Vorstand der Jüdisc. henGemeinde zu Berlin und die Zionistische Vereinigung für Deutschland erlassen zu dieser Aktion folgenden Aufruf: „Zehntausende von Juden verlassen das Land. Viele jüdische Gemeinden in Deutschland sind in der Auflösung. Aber sie sollen nicht vergessen werden. Wir wollen für kommende Geschlechter das Gedächtnis an diese lange und ereignisschwere Epoche jüdischer Entwicklung und auch an die Letzten, die sie abschlössen, bewahren. An der Schwelle eines neuen jüd:schen Jahres ruft der Keren Kajemeth Lejisrael zu einem schönen und großen Werk. Die Juden Deutschlands und ihre Gemeinden sollen sich in ein „Buch der Erinnerung" — Sefer Sikaron eintragen und gleichzeitig damit die Mittel für die Erlösung des Bodens schaffen; auf dem eine neue Siedlung von Juden aus Deutschland in Erez Jisrael stehen soll. Sie wird den Namen Tel Sikaron — „Siedlung des Gedenkens" tragen. Tel Sikaron — Siedlung des Gedenkens — soll der Ausdruck einer gemeinsamen Kraftanstrengung sein, durch die Vergangenes bewahrt und zugleich ein in die Zukunft weisendes Werk geschaffen wird. Wir treten diesem Plan, der würdig in seiner Absicht und kraftvoll in seinem Ziel ist, freudig bei und machen uns die Forderung, die der Keren Kajemeth Lejisrael aus diesem Anlaß an die Juden Deutschlands richtet, zu eigen." Im Monat Tischri 5699 sollen . also alle jüdischen Frauen und Männer in Deutschland, alle jüdischen Gemeinden, ihre Vorstände und Einrichtungen in das vom KKL begründete Gedenkbuch der Juden in Deutschland „Sefer Sikaron" eingetragen werden. Für jede jüdische Gemeinde wird ein örtliches Erinnerungsbuch angelegt, in das auch die Geschichte der Gemeinde eingetragen wird. Die örtlichen Bücher werden dann zum Großen Sefer Sikaron vereinigt, das für alle Zeiten in der Nationalbibliothek in Jerusalem aufbewahrt werden soll.. Den Ärcfakt zu dieser Aktion bildete die Uraufführung des neuen Palästina-Tonfilms des KKL „D er Neue Weg" in Berlin, der in diesen Wochen auch in zahlreichen anderen jüdischen Gemeinden Deutsch- Erbbeqrähnisse Kerlin-Weissensce, Lothrinjenstr. 23 5« 31 54. AUTOREIFEN Vulkanisier-Anstalt. Große A IIT A71SSCMÄO Ausw. in neuen, qebrauchien AUTOZUBEHÖR und neugummierten Reifen. R. KerZÜnger, Berlin N54, Elsässer Str. 8. 42 95 26 lands gezeigt wird. Dieser Film charakterisiert das Palästina der Gegenwart, das Land des Äufbaus und der Unruhe: Stadtbild und Landschaft, Menschen bei der Arbeit auf der Scholle, beim Häuser- und Hafenbau und — mit verständlicher Betonung — bei der Errichtung neuer Siedlungen in Ober- Galiläa. Das Leben in Palästina ist ein Leben der Arbeit, und darum ist es begreiflich, daß das Private, das mehr Familiäre hinter dem Wirken der Gesamtheit zurücktritt. Da ist eine bunte Bildfolge entstanden, sichtbar und auch hörbar aus vielen, vielleicht allzu vielen Einzelstreifen zusammengefügt. Aber die Wirkung bleibt stark, trotz gewisser filmtechnischer Mängel, und jeder, der sich mit dem Werk verbunden fühlt, dessen Verwandte und Freunde drüben leben und arbeiten, ist durch diesen Film aufs neue erschüttert über den Kontrast, der aus dem Palästina unserer Tage spricht: daß die Menschen bei aller Ungunst der äußeren Umstände mit unbeugsamem Willen, mit Entschlossenheit und Zuversicht daran gehen und immer dabei sind, Neues zu Private Kleinkurse Abt. 1. Buchführung und Abschluß Abt. 2. Bilanz und Revisionstechnik je Abteiig:. wöcJientl. 2 mal 3lA St. 7 Stund. Dauer 2 Mon. /Honorar monatl. RM 25.— / Tagesu. Abendkurse. Nur f.Juden. Ludwig Stein, Buchsacfiversiändiger, Blücherstr.l.am HalleschenTor / Tel.66 9069 PaUl KOratkOWSk! B?ratunq in finanziellen und Ver- . „ „ ,. mögensanoelegenheiten, Betreuung Vermögensverwaltungen von Auswanderer -Vermögen, Bln.-Charlottenbur?9,Reichsstr. 10. III / Ruf 99 2321 schaffen. Das Manuskript des Films stammt von Josef Weiss, für die Gestaltung zeichnet Georg Engel verantwortlich, für die Aufnahme N. Äxelrod und für die Herstellungsleitung Manfred Epstein. Rabbiner Dr. Max Nußbaum eröffnete vor der Uraufführung des „Neuen Weg" die Sefer Sikaron-Äktion mit einem eindringlichen Appell. Das „Buch der Erinnerung" setze gewissermaßen die Tradition der mittelalterlichen Memorbücher fort. Diesmal solle aber aus einem Buch des Gedenkens, das mit der Generation einer Epoche und der sich auflösenden jüdischen Substanz in Deutschland eng verknüpft sei, zugleich ein Buch der Hoffnung werden. Der Kulturbundchor unter Berthold Sander gab der Uraufführung des Films eine asikalisch würdige Umrahmung. E.G.L. Tagung der jüdischen Sozialarbeiter Die Reichsvertretung der Juden in Deutschland veranstaltet in Berlin eine Sozialarbeiter-Tagung unter Leitung von Dr. Paul Eppstein und Dr. Georg Lubinski, die dem Versuch galt, Richtlinien für die jüdische Sozialarbeit der nächsten Zukunft zu gewinnen. Den Rahmen dafür zeichnete Dr. Otto Hirsch in einem Vortrag über den Einsatz der organisatorischen und finanziellen Kräfte. Die finanzielle Grundlage müßten, wie bisher die Gemeindebeiträge und freiwillige Abgaben, besonders auch von Auswanderern bilden, neben den Zuschußleistungen der ausländischen jüdischen Hilfsorganisationen. Um die erforderliche Leistungssteigerung zu ermöglichen, wird daher zu einem Notopi'er aufgerufen werden müssen. Dr. Eppstein berichtete über die trotz aller Schwierigkeiten noch erzielte Steigerung der Auswanderung in diesem Jahre. Die Konferenz von Evian scheine sich als eine Zäsur Uebersee-Kleidung- Lesnan-SaisHQ und -Hose (inkl. SiofQ angefertigt für Rffl 35.— konfektioniert FranHenSteln & SOlin, Herrenschneider Berlin W15, Kurftirstendamm 54/55 zwischen zwei Auswanderungsphasen darzustellen, deren Zweite auf noch stärkerer Lenkung der Auswanderung beruhen dürfte. Dr. Lubinski behandelte die Einbeziehung der berufslos werdenden Personengruppen in die jüdische Sozialarbeit und gab einen Ueberblick über die zum 1. Oktober zu erwartenden Auswirkungen des Gewerbeverbots und des Berufsverbots für die Aerzte. Bei einem Zusammensein der Teilnehmer gab Rabbiner Dr. Leo B a e c k in einer Ansprache eine Würdigung der Sozialarbeit und der Aufgaben der Sozialarbeiter. In die Tagung fiel der Abschied von Dr. Georg Lubinski, der nach Palästina ausgewandert ist. Seine Leistung vor allem auf den Gebieten der Berufsausbildung und der Wohlfahrtspflege landen ebenso dankbare Anerkennung wie seine Verdienste um die Gestaltung der gesaraten jüdischen Sozialarbeit und der inneren Beziehungen des Sozialarbeiters zu seinen besonderen Aufgaben in dieser Zeit. Oberregierungsrat Dr. Siegfried W e i ßmaiin, Karlsruhe, feiert am 2. Oktober seinen 50. Geburtstag; Arno Nadel, Berlin, vollendet am 3. Oktober sein 60. Lebensjahr. Wir bringen in der nächsten Nummer Würdigungen dieser beiden Persönlichkeiten aus berufener Feder. Auf Grund einer Anordnung, die der Reichsarbeitsminister im Einvernehmen mit den beteiligten Reichsministerien getroffen hat, sind jüdische Verkaufsstellen vom 1. Oktober 1938 an von der Annahme der Reich sverbilligungsscheine für Speisefette, der Bezugsscheine für Konsummargarine und der kommunalen Wohlfahrtsscheine ausgeschlossen. Als jüdisch gelten diejenigen Verkaufsstellen, die in das Verzeichnis der jüdischen Gewerbebetriebe gemäß den Vorschriften der Dritten Verordnung zum Reichsbürgergesetz vom 14. Juni 1938 eingetragen sind. Chefredakteur: Dr. Alfred Hirschberg, Stellvertretender Chefredakteur: Dr. Ernst G.Löwenthal. Verantwortlich für Wanderungsfragen, Aufnahme von Bildern und Sport: Dr. Ernst G. Löwenthal, für Feuilleton: Hans Oppenheim er. Sämtlich in Berlin. Für Rücksendung unverlangter Einsendungen ist Freiumschlag beizufügen. Leiter der Anzeigen-Abteilung und verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Friedrich Nathan, Berlin. DA. IL Vj. 38 323. PL 6. Verlag: Jüdischer Central-Verein e. V., Berlin W 15, Emser Straße 42. Druck: Max Lichtwitz, vormals Druckereibetriebe Max Licht witz und Siegfried Scholem. Berlin SW 68. PERSIANER Silberfüchse. Sämtl. NERZE Pelzarten BERLIN W 5 O Augsburger Strasse 45