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Central-Verein-Zeitung · 1938-09-22 · 38 (22.9.1938) · page 24

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
17 (1938)
Issue
38 (22.9.1938)
Date
1938-09-22
Page
– (sequence 24)
Language
German
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Seite 24 C-VrZei Nr. 38 * 22. Sept. 1938 Höhepunkt und Abschluß Drei neue Rekorde u. 10 Jahresbestleistungen beim Sportfest des IBC „Berlin" Alfred Blanck sprang 1,81 m hoch, Ruth Liefmann 5,42 m weit Schattmann bester Sprinter Zweifellos darf der jüdische Box-Club „Berlin" für sich in Anspruch nehmen, die größte und erfolgreichste leichtathletische Veranstaltung des Jahres durchgeführt zu haben; denn von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, waren die besten Leichtathleten des Makkabikreises und des Sportbundes „Schild", insgesamt 55 auswärtige und 72 Berliner Teilnehmer, an den 31 Wettbewerben einschließlich des Handballspiels beteiligt. Da diesmal auch das Wetter überaus günstig war, konnten die etwa 2000 Zuschauer Leistungen bewundern, wie sie in dieser Saison noch nirgends erzielt wurden. Drei neue Verbandsrekorde, 10 Jahresbestleistungen und 27 Leistungen, die in unsere „Besten- Liste" Aufnahme finden werden, dazu vorzügliche Ergebnisse in den Jugendklassen — das ist eine sportliche Ausbeute, die trotz der Verbandsmeisterschaften und. trotz des „Tages der Besten" den wahren Höhepunkt der Leichtathletik 1938 darstellte. Die großen Vereine des jüdischen Sports in Deutschland sollten sich an der Initiative und dem WTagemut des verhältnismäßig kleinen IBC „Berlin" ein .Beispiel nehmen. Ruth Liefmann, Alfred Blanck und Julius Bendorf Das sind die Namen der drei Sportler, die den Tag mit neuen Verbands-Bestleistungen krönten. Ueberaus spannend gestaltete sich das Duell Hannelore Pels—Ruth Liefmann im Frauen Weitsprung. Ihre sämtlichen Versuche landeten über 5 Meter, und mit nur zwei Zentimeter Vorsprung gewann die Hamburgerin den Wettbewerb mit der neuen Rekoi'dle.Lstung von 5,29 Meter vor Hannelore Pels,' die (diese Weite bereits zwei Tage zuvor auf offiziellen Prüfungswettkämpfen in Stuttgart' erzielt hatte. Je ein Zusatzsprung außer Konkurrenz wurden beiden zugebilligt. Hannelore Pels kam hierbei auf 5,29, während Ruth Liefmann ihren jüngsten Rekord auf die sogar international beachtliche Weite von 5,42 Meter zu verbessern vermochte. - Zur gleichen Zeit waren die Hochspringer bei der Arbeit. Vier Mann, darunter der Jugendliche Scheidt (Schild Hamburg), bewältigten 1,65 Meter. 1,68 Meter sprangen noch Alfred Blanck, Julius Bendorf und Horst Gruenbaum. Auf 1,72 Meter wurde die Latte gelegt. Blanck nahm auch diese Höhe im ersten Sprung, desgleichen Julius Bendorf, der damit den „Schild"-Rekord um zwei Zentimeter übertrumpfte. Blanck sprang dann allein weiter und verbesserte seinerseits den Makkabi-Rekord ebenfalls um zwei Zentimeter auf 1,81 Meter. Ueberhaupt schien man es auf besondere Sprung leistungen abgesehen zu haben.' Ruth Liefmann kam im Hochsprung erstmalig über 1,50 Meter und Oschinski (Schild Breslau), der vielleicht talentierteste Sprinter und Weitspringer im jüdischen Sport, brachte es vor Klaber und Herbert Blanck auf eine Weite von 6,44 Meter. Rafael zweimal geschlagen Die Frage nach dem zur Zeit besten jüdischen Sprinter beantwortete Werner Schattmann klar zu seinen Gunsten. Sowohl über 100 Meter als auch über 200 Meter ließ er den Fürther in 11,5 und 23,0 jeweils um etwa einen Meter hinter sich. Man hatte den Eindruck, daß Schattmann noch schneller sein könnte, zumal er auf der kurzen Strecke diesmal sehr krampfte. Rafael hat viel von seinem Können, das er zu Beginn der Saison erkennen ließ, verloren. Seine körperliche Kondition schien nicht die beste, so daß er sich mit einem 400-m-Sieg in 54,1 über Werthen und Kraus begnügen mußte. Oschinski, der über 100 Meter Dritter wurde und im Vorlauf 11,5 gelaufen war, fehlt zum ernstlichen Gegner für Schattmann vorerst nichts weiter als ein guter Start. In der 4xl00-m- Staffel blieb erwartungsgemäß Bar Kochba Berlin siegreich. Am besten zu ihm hielt sich Schild Breslau, dessen Sprinter in 46,3 vor Schild Frankfurt ins Ziel kamen. In den Mittelstrecken machte sich Werthen seine Rennen wie er wollte, wenn ihm auch über 800 Meter sein Klubkamerad •IIflfII!lfril3ElffltlIIIIlf]l1IIIIllIIiefIll(flllIlIEIIIIIIllfIIIfllIllJCtlIIllIIIIt»tlIllllCTIiIltCtffIlI1ItilltttftIl Regeländerungen Auf der letzten Sitzung der International Board, das ist die Regelkommission des Fußball-Verbandes, wurden einige Regelveränderungen beschlossen. U. a. wird das Gewicht des Spielballes auf 396 bis 453 Gramm heraufgesetzt. Wichtiger ist allerdings die neue Fassung von § 17, Abs. 5, nach der der Schiedsrichter das Spiel künftig über die Halbzeit oder das Spielende auszudehnen habe, um die Ausführung eines Strafstoßes, der in letzter Minute der regulären Spielzeit verwirkt wurde, zu ermöglichen. Hirsch und der schnellste Jugendliche Goldstein (Schild Hamburg) knapp auf den Fersen waren. In den technischen Wettbewerben dominierte Klaber, der, obgleich er nicht gesund an den Start ging, den Speer 52,55 Meter warf und die Kugel 11,97 Meter stieß. Von den restlichen Frauen Wettbewerben ist der 100-Meter-Sieg von Hannelore Pels, für die im Vorlauf 12,9 gestoppt wurde, zu erwähnen. Durch Selma Schulmann und Annemarie Hadra kam der Makkabi in den technischen Wettbewerben zu überraschenden Erfolgen, da die Schildmeisterin Trude Seligmann infolge vorheriger Prüfungsarbeiten nicht recht in Schwung war. In der Vierer-Staffel liefen die Berliner Bar Kochbanerinnen 54,4 vor dem JBC. Berlin, dessen Mädchen noch auf 55,9 kamen, dem Schild Hamburg und Schild Frankfurt a. M. Die Kämpfe der Jugendlichen Als bester Jugendsprinter qualifizierte sich Ehrlich. der im 100-m-Endlauf in. 11.6 durch Kraus (Frankfurt a. M.) und Widmann (Hakoah Köln) nie gefährdet war. Widraann ließ sich dagegen den Weitsprung (6.15 m) nicht entgehen, während in sämtlichen Wettbewerben der B- und C-Klasse die ausgezeichnete Jugend des Veranstalters zu Erfolgen kam. In der A/B-Staffei wiederum siegte Schild Hamburg vor JBC. Berlin und Bar Kochba Hakoah. Leider litt das abschließende Handballspiel des Schildmeisters gegen die Elf des Schild Wiesbaden unter der frühzeitig einbrechenden Dunkelheit, so daß es sieben Minuten vor Schluß beim Stande von 9: 5 für den JBCB abgebrochen werden mußte. Allerdings hätte sich auch unter anderen Umständen an diesem Ausgang nichts geändert. Der JBCB. war jederzeit besser als sein durch Auswanderung besonders geschwächter Gegner. Das Spiel, das unter der sicheren Leitung-! von Perls stand sah die Berliner bereits zur Pause mit 4:2 in Führung, und nur ihrer noch nicht sicheren Hintermannschaft war es zuzuschreiben, daß der Wiesbadener Sturm zu fünf Gegenerfolgen kam. Ergebnisse Männer, 100 Meter: 1. Schattmann (BK. Berlin) 11,5; 2. Rafael (JSC. Fürth) 11.8; 3. Oschinski (Schild Breslau) 11.9. — 200 Meter: 1. Schattmann (BK. Berlin) 23.0; 2. Rafael (JSC. Fürth) 23.5; 3. Guttmann (Schild Stuttgart) 24,1. — 400 Meier: 1. Ral'ael (JSC. Fürth) 54.1; 2. Werthen (BK. Berlin) 54.6; 3. Kraus (Schild Frankfurt a. M.) 55,6. — 800 Meter: 1. Werthen (BK. Berlin) 2:05.5; 2. Hirsch (BK. Berlin) 2:06,7; 3. Goldstein-(Schild Hamburg) 2:07.6. — 1500 Meter: 1. Werthen (BK. Berlin) 4:34.8; 2. Hirsch (BK. Berlin) 4:35.6; 3. Berger (DK. Berlin) 4:36.0. — 4><lö0-m-Sia[fel: 1. Bar Kochba-llakoah Berlin 46,0; 2. Schild Breslau 46.3; 3. Schild Frankfurt a. M. 46,8. — Weitsprung: 1. Oschinski (Schild Breslau) 6.44: 2. Klaber (Schild Frankfurt a. M.) 6.26: 3. II. Blanck (BK. Hamburg) 6.20. — Hochsprang: 1. A. Blanck (BK. Hannover) 1.81 (Makkabi-Rekord); 2. J. Bendorf (Schild Frankfurt a. M.) 1,72 (Schild-Rekord); 3. Gruenbaum (BK. Berlin) 1,68. — Kugelstoßen: 1. Klaber (Schild Frankfurt a. M.) 11.97: 2. Tombowski (BK. Berlin) 11.49; 3. Grünspan (BK. Berlin) 10,47. — Speerwerfen: 1. Klaber (Schild Frankfurt a. M.) 52,55; 2. Grünspan (BK. Berlin) 43,44. Frauen, 100 Meter: 1. Pels (Schild Stuttgart) 13,1; 2. Fliess (BK. Berlin) 13.3.;, 3. Liefmann (Schild Hamburg) 13,4. — 4X100-m-Staffel: 1 Bar Kochba-Hakoah Berlin 54.4; 2. JBC. Berlin 55.9; 3. Schild Hamburg 56.2. — Weitsprung: 1. Liefmann (Schild Hamburg) 5.29 (a. K. '5.42 Schild- Rekord); 2. Pels (Schild Stuttgart) 5.27 (a. K. 5.29); 3. Freund (Schild Frankfurt a. M.) 4,75. — Hochsprung: 1. Liefmann (Schild Hamburg) 1.50; 2. Durst (BK. Berlin) 1.41; 3. Pels (Schild Stuttgart) 1,35. — Kugelstoßen: 1. Schulmann (BK. Berlin) 10.08; 2. Cohn (Schild Leipzig) 9.80; 3. Seligmann (Schild Stuttgart) 9.69. — Diskuswerfen: 1. Schulmann (BK. Berlin) 30.25; 2. Cohn (Schild Leipzig) 29.29; 3. Hadra (BK. Hamburg) 25,09. — Speerwerfen: 1. Hadra (BK. Hamburg) 32.00; 2. Spiro (Schild Hamburg)' 29,70; 3. Simion (BK. Berlin) 29.15. Jugend A, 100 Meter: 1. Ehrlich (BK. Berlin) 11,6; 2. Kraus (Schild Frankfurt a. M.) 11,8; 3. Widmann (Hakoah Köln) 11.9. — Weitsprung: 1. Widmann (Hakoah Köln) 6.15; 2. Ehrlich (BK. Berlin) 6.09; 3. Ehrlich (Schild Leipzig) 5,82. — Speerwerfen: 1. Wienskowitz (BK. Berlin) 43.70; 2. Goldstein (Schild Hamburg) 41.80; 3. Riesel (Schild Wiesbaden) 35.35. — 4X100-m-Sta£fel: 1. Schild Hamburg 48,1; 2. JBC. Berlin 48,5; 3. Bar Kochba-Hakoah Berlin 49.2. — Jugend B, 100 Meter: 1. David (JBC. Berlin) 12.1; 2. Wienskowitz (BK. Berlin) 12.3; 3. Reinthaler (JBC. Berlin) 13.0. . — Hochsprung: 1. Salomon (JBC. Berlin) 1.58; 2. Baum (BK. Berlin) 1.58: 3. David (JBC. Berlin) 1.50. — Kugelstoßen: 1. Liebenthal (JBC. Berlin) 12,73: 2. Dienes (Bar Kochba Berlin) 10,21; 3. Rheintaler (JBC. Berlin) 9,95. — Jugend C, 100 Meter: 1. Goldstein (JBC. Berlin) 12.6; 2. Arpady (BK. Berlin) 12,9; 3. Rawitscher (JBC. Berlin) 12,9. — Weitsprung: 1. Goldstein (JBC. Berlin) 5,25; 2. Rawitscher (JBC. Berlin) 5,20; 3. Arpady (BK. Berlin) 4,97. — Kugelstoßen: 1. Rawitscher (JBC. Berlin) 10,58; 2. Justmann (BK. Berlin) 10,16; 3. Goldstern (JBC. Berlin) 10,04. — 4X100-m-Staf fei: 1. JBC. Berlin 53,2; 2. Bar,Kochba Hakoah 55,8. — Mädchen B, 100 Meter: 1. Durst (BK. Berlin) 13,8; 2. Wolff (JBC. Berlin) 14,0; 3. Kaiser (JBC. Berlin) 14,1. — Weitsprung: 1. Romanus (BK. Berlin) 4.86; 2. Kaiser (JBC. Berlin) 4,47; 3. Wolff (JBC. Berlin) 4,36. _ Sport der Woche Südwestdeutsdiland Meisterschaftsspiele beendet Die Pflichtspiele des „Spielausschusses" fanden im Fußball für die Gruppe Main ihren Abschluß. Bar Kochba Frankfurt a. M. holte sich durch einen 6:2-(3:0-)Sieg gegen Schild Frankfurt a. M. die zu seiner Meisterschaft fehlenden zwei Punkte. Der neue Meister des Mainkreises, der jetzt um die Gesamtmeisterschaft gegen den Meister der Gruppe Main—Neckar anzutreten hat, bewies trotz starker Verjüngung eine besondere Hochform. In keinem Moment war sein eindeutiger Sieg in Frage gestellt. Von Anfang an spielte sich der schnelle, technisch schöne und faire Kampf in der Schild- Hälfte ab. Schild, dessen Jugendlichen noch die besten Leute waren, fand sich erst in der zweiten Hälfte zusammen und nutzte dann schließlich auch eine kurze Schwächeperiode der Makkabim zu zwei Torerfolgen aus. Die Jugend meisterschaft des Mainbezirks ist bereits in der Vorwoche entschieden worden. Den Titel trägt Bar Kochba Offenbach. Im Handball gab es nur ein Frauenspiel, das Bar Kochba Frankfurt a.M. überlegen gegen Bar Kochba Offenbach mit 10: 0 (6:0) gewann. Henny Sommer war die beste Spielerin und warf allein acht Treffer. E. K. TCK 03 schlug Hakoah Wieder einmal standen sich in einem Lokalderby in Karlsruhe Hakoah und TCK.C3 in einem wechselreichen überaus spannenden Kampfe gegenüber. Der Turnclub, der in letzter Zeit: von seiner .alten.. Gewährten Form stark eingebüßt hatte, demonstrierte diesmal einen schönen Fußball gegen einen mit allem Einsatz kämpfenden Gegner. Ranzenberg I war wieder die Haupttriebkraft der Mannschaft und konnte durch seine wuchtigen Bombenschüsse zwei schöne Tore erzielen. Sein jüngerer Bruder, der zum ersten Male spielte, bewährte sich ebenfalls als einen brauchbaren Stürmer. R. K. Nordwesideutschland Hamburgs Tennismeister Zum Abschluß der Tennissaison veranstaltete Schild Hamburg seine Vereinsmeisterschaften, die am 18. September mit den Schlußrunden ihren Höhepunkt fanden. Wenn auch noch größere Ueberrascl angen ausblieben, so mußten sich die Favoriten doch schon in den Vorrunden mächtig strecken, um nicht auf der Strecke zu bleiben. Vereinsmeister ..wurde Harald Friedländer, dem es gelang, seinen Gegner Koppel in einem außerordentlich harten Kampf knapp in drei Sätzen zu besiegen. Die Damenmeisterschaft errang die Juniorin Frl. Gerson durch einen schönen Sieg über Frau Schöning. Zu seinem, zweiten Sieg kam Friedländer in der Doppelmeisterschaft zusammen mit Koppel. Frau Gembicki/Koppel, die schon gegen Hannover sehr gut gefielen, holten sich schließlich den Meistertitel im Mixed nach spannendem Kampf gegen Frau Landsberger/Friedländer. Fdler. Meisterschaften der SKV Berlin Die Sportkegler-Vereinigung führte am 18. September ihre diesjährigen Meisterschaften auf Schere und Asphalt durch. Den Meistertitel auf Schere holte sich M. Fröhlich, der mit 300 Kugeln 1988 Holz " erreichte. Auf der Asphalt bahn siegte Rosenbaum mit 300 Kugeln und 1606 Holz. Die Vorentscheidungen auf Bohle sahen im Westen Pich mit 2201 Holz und im Osten E. Rüben mit 2143 Holz an der Spitze. Im 100-Kugel- LeisLungskampf um den Silbernen Schild der SKV. erfüllten nur acht Teilnehmer die geforderten schweren Bedingungen. Mitteldeutschland BK Leipzig verlor 1:3 Wenn Bar Kochbas Leipzig erste Fußball elf, im Spiel gegen Bar Kochba-Hakoah Berlin die gleiche Form wie vorher gegen den Schild -gezeigt hätte, wäre auch diesmal ein klarer Sieg herausgesprungen. Bis zur Pause sah es durch die 1:0-Führung auch danach aus, dann aber machte die Verteidigung wieder einmal einige Schnitzer, die dem Gast nicht allein.den Ausgleich, sondern auch kurz darauf den Siegestreffer einbrachten. Schild Leipzigs Jugend setzte sich mit drei Spielen gegen Bar Kochba zugunsten der jüdischen Kriegsopfer-Versorgung ein. wovon das der Fußballer mit einem etwas glücklich errungenen 1: 1 endete. Auch die H a n d b a 11 e r trennten sich unentschieden 3:3. Hier h'itte Schills Elf jedoch bei etwas mehr Konzentration ihrer Stürmer einen Sieg herausholen können. Bei den Mädels, die bei Spielbeginn wieder einmal nicht vollzählig zur Stelle waren, hieß es am Ende 3:1 für Bar Kochba. K...n Ueber 10 Runden nach Punkten Leo Levy siegte in Bogota „Ich muß siegen, um meinen Weg zu. machen!" In diesem Bewußtsein ging Leo Levy, der vor etwa vier Monaten nach Kolumbien ausgewanderte jugendliche Mittelgewichtsmeister des Sportbundes Schild in seinen ersten Kampf als Berufsboxer. Sein Gegner war kein Geringerer als der langjährige Landesmeister Plata. Die Stierarena Bogotas, die Plaza de Santamaria, war als Kampfplatz ausersehen. Sie faßt 20 000 Zuschauer. Mächtig rührte man die Reklametrommel. Interviews beider Boxer erschienen in den Zeitungen, Inserate, Photographien ... Leo Levy mit dem Abzeichen des JBC. Berlin und dem Meisterschaftswimpel auf der Hose. Indes trainierte Leo seelenruhig und selbstbewußt in der Halle der Militärschule. 10 Runden sind eine lange Zeit. Da gilt es, Luft zu haben, um bis zum Schluß durchzustehen. Denn einstecken kann er, und sein Punch ist auch härter geworden. Er hat sich glänzend entwickelt. Max Buchbaums Training in Berlin war die beste Grundlage, die er haben konnte. Nur Luft, Luft — die spielt für Ausländer in Bogotas heißem Klima eine besonders wichtige Rolle. Sein öffentliches Abschlußtraining absolvierte er vor über 200 Zuschauern mit dem südamerikanischen Meister Karawantis. Die Beiden schenkten sich nichts. Leo präsentierte sich in bester Form. Die Stunde des Kampfes war da. Knapp 8000 Menschen füllten die Arena noch nicht zur Hälfte. Trotzdem hatten Bogotas Boxfreunde ihren großen Tag. In der Ecke'Levys'betreuten ihn sein Bruder und Kaufmann, ein früheres Mitglied des Makkabi Köln, jetzt Trainer in Bogota. Der Kampf wurde durch Rundfunk übertragen. Rafael Plata, sein Gegner, wurde vorgestellt — ein routinierter, starker Boxer, der in USA. schon gegen Weltklasse im Ring gestanden hatte, jedoch bereits 32 Jahre alt war. Das heißt: Routine gegen Jugend. Die Jugend setzte sich durch. Mit zunehmender Rundenzahl kam Leo in Front. Energie ließ ihn manchen schweren Brocken überwinden. Mit gleicher Münze zahlte er zurück, traf und erschütterte seinen Gegner wiederholt. „Ich muß gewinnen, um Karriere zu machen!" Und er gewann. In der letzten Runde stand er sogar vor einem k. o.-Erfolg. Aber auch seine Kraft reichte nicht mehr aus, um entscheidend landen zu können. Schließlich war es erst sein zehnter Kampf und sein erster über diese lange RundenzahL Sieg nach Punkten, verkündete der kolumbianische Ringrichter nach kurzer Beratung mit den vier kolumbianischen Punktrichtern. Es mußte überzeugend gewesen sein, wenn man dem Fremden den Sieg gab. „Werden die Eltern sich freuen, was, Fredy?" waren die ersten Worte des 18jährigen nach dem Urteilsspruch. Freunde und Fremde gratulierten ihm stürmisch. Es war schwer, sich ihrer zu erwehren. Sieg über den Meister des Landes, das bedeutete den Abschluß weiterer Kämpfe mit guter Börse. Leo Levy hatte erreicht, was er als Grundstock zu weiteren Erfolgen benötigte. —n. Argentinische Meisterin Bei den nationalen Frauen-Leichtathletikroeisterschaften hat Ruth Caro (früher JSG. 33 Berlin) einen sensationellen Erfolg errungen. Sie gewann die argentinische Meisterschaft im Speerwerfen und stellte gleichzeitig einen neuen südamerikanischen Rekord von 38,08 m auf. Auch im Kugelstoßen erkämpfte sie sich den Titel. Ihre Schwester Ilse wurde mit 30,77 m Zweite im Speerwerfen. Beide starteten für den Klub „Riverplate". K. J. R. Schlesien Schild Breslau warb Diese alljährlichen Werbe-Veranstaltungen des Schild Breslau haben bereits ihre Tradition. Diesmal konnte er den Erfolg der Breitenarbeit beweisen, die besonders wertvoll bei der Jugend war. Der Durchschnitt der Jugend-Ergebnisse darf als gut bezeichnet werden. Die 100 Meter der Jugend A gewann Mark (Sportgruppe Reichenbach) auf Rasen in 12,5. Edith Jurke warf den Diskus 23.80 m. Gertrud Epstein und Renate Freund sprangen 1,30 m hoch. Die Schulstaffeln um den Wanderpreis des Schild ergaben den Sieg der Jüdischen Oberschule am Rhedigerplatz. Ein Fußball -Kurzspiel zweier kombinierter Mannschaften „Königsberger" gegen Schild endete 2:2. E. W.

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