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Central-Verein-Zeitung · 1938-09-22 · 38 (22.9.1938) · page 8

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
17 (1938)
Issue
38 (22.9.1938)
Date
1938-09-22
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 C-V.-Zeitunq Nr. 38 » 22. September 1938 tätigungen verantwortlicli sind. Es sind meist Studentinnen guter Universitäten, Sportlehrerinnen von Colleges und Lehrerinnen von Schulen. Daneben werden Wanderungen in die nähere und weitere Umgebung veranstaltet, die von einem Sportlehrer geführt werden. Uebernachtet wird in Schlaf sacken, Essen am offenen Feuer gemacht. Besonders beliebt sind die Fahrten zu einer dem Camp gehörenden Insel für ein oder mehrere Tage. So hat sich wenigstens etwas vom abhärtenden eigentlichen Ccmpieren erhalten. Getrennt vom Stundenplan des Camps läuft der Betrieb der Sommerschule, die unter Leitung einer überaus klugen älteren Dame steht. Sie beherrscht das unnachahmliche angelsächsische Geheimnis, in saloppen Strandhosen herumzulaufen und dabei doch wie eine große Dame auszusehen. Eine wöchentliche, vervielfältigte Lagerzeitung, von dem gleichen massigen Niveau wie alle derartigen Publikationen, behandelt Lagerleben und Lagerklatsch. Besondere Pflege finden die Bühnendarbietungen. Jeden Sonnabendabend und Sönntaguachmittag finden abwechselnd Kunsttanz- und Theatervorstellungen statt, für die eifrig geprobt wird. Die Begabung für beide Kunstgattungen ist bei vielen der Girls erstaunlich groß, die Auswahl der Stücke weniger gut. Im ganzen überwiegt Umfang und Interesse am Sportbeirieb erheblich. Allerdings, die grundlegenden Uebungen, Laufen, Gymnastik, Atemtraining fehlen ganz. Sie sind wenig beliebt und .werden daher nicht gemacht. Ob die Mannigfaltigkeit angewandten Sports dieses Weglassen fast aller Grundübungen — mit Ausnahme des Schwämmens — wettmacht, erscheint sehr fraglich. Die Ergebnisse jedenfalls, soweit man sie an sportlichen Leistungen, Haltung und körperlicher Härte feststellen kann, sind oft wenig befriedigend. Da, wo ein energischer Counsellor die Girls So hart herannimmt, wie es bei jedem Sport geschehen sollte, sind die Leistungen wesentlich besser. Das zeigt sich hier beim Schwimmen. Ein nächtliches Wasserfest bringt neben reinen Schaunummern sehr gute Leistungen. Mit allem technischen Komfort, wie Scheinwerfer und Lautsprecheranlage, serviert, läuft eine sehr geschickt aufgemachte „show" vor einem zahlreichen pternpublikum ab: lebende Bilder auf *'scliwirömenden Plattformen, Canoevorführungen, Reigen sch\vimmen, Kunstspringen. Ueber allem ein glitzernder Sternenhimmel, der rasch wieder zu seinem Recht kommt, wenn die Scheinwerfer abgestellt sind und nur noch nasse Gestalten in Bademänteln sich um einen Kessel drängen, aus dem heiße Getränke zur Aufwärmung ausgeschenkt werden. Die Wochenendbesuche der Eltern geben einen guten Ueberblick über die Kreise, aus denen die Girls des Camps stammen. Während die Counsellors überwiegend Nichtjuden sind, kommen die Girls ausschließlich aus jüdischen Familien. Nicht sehr einheitlich in der sozialen und kulturellen Schichtung. Neben Eltern von gesichertem Besitz und kultivierter Haltung solche, die sichtlich Opfer bringen, um ihrem Kinde durch Besuch einer teuren Schule und eines Camps einen gesellschaftlichen Start zu geben, und solche, denen die Frische unbekümmerten Erklimmens der Einkommensleitcr noch sehr anzumerken ist. Aber -bei den Girls ist die Einheitlichkeit der Erziehung schon deutlicher. Zwischen 12 und 16 Jahre alt, reichlich verwöhnt und kaum je streng angefaßt, sind sie sehr unbekümmerte, verspielte und von geistiger Problematik keineswegs beschwerte Menschenkinder. Man weiß nicht, soll man sich freuen über die völlige Unbelastetheit, mit der hier eine junge Generation — jedenia'ls dieser Kreise — heranwächst, oder soll man sich fragen, wie diese Jugend einmal mit all den verwirrenden Problemen unserer Zeit fertig werden wird. Gewiß, es sind Ferien, und wir waren auch froh, wenn wir die Schulbücher beiseite legen konnten. Aber die Unterhaltungen verraten einen so großen Mangel an- Interesse an allem, was außerhalb des kleinen geldgesicherten eigenen Lebenskreises vorgeht, und eine so erstaunliche Unkenntnis, daß man bei allem Willen, eine neue Welt aus ihren besonderen Bedingungen heraus zu begreifen, eine ernsthafte Besorgnis um die Zukunft dieser Jugend nicht unterdrücken kann. Von der besonderen jüdischen Problematik ganz zu schweigen. ^.Kaum einer-dieser jungen Menschen hat ^irgendeine wir^iiche, :Beziehung zu* jüdischen Dingen, weder re-egiösen oder kulturellen Fragen, noch zu geschichtlichen oder sozialen, außer einem vagen Gefühl der Zusammengehörigkeit und der charitativen Verpflichtung. Jeden Sonntagvormittag findet eine Art Gottesdienst statt, sehr unkonfessionell und allgemein gehalten, aber würdig in der Form. An jüdische Tradition erinnert nur noch der 23. Psalm. Es berührt einen stark, wenn man zum ersten Male hier den vertrauten Text im alten Englisch hört: „Thon preparest a table in the presence of mine ennemies." Sie können ihn alle auswendig. Aber ahnen diese jungen Menschen etwas von dem tiefen Trost, den diese Worte seit Jahrtausenden Menschen gegeben haben? Am Erziehungswillen und Können liegt es nicht. Der Leiter des Camps verlügt, wie viele Gelegenheiten zeigen, über eine gediegene jüdische Bildung und Verständnis für jüdische Zeitprobleme. Es ist die geringe innere Beteiligtheit der Girls, die an der Unbeliebtheit selbst dieses bescheidenen Ansatzes zu religiöser Form schuld ist, und die Gleichgültigkeit der Eltern gegenüber einer lebensnahen jüdischen Erziehung, die Berücksichtigung verlangt und findet. Wir wollen dabei nicht verschweigen, daß es für den, der selbst durch Schulung, Gefühl und Erfahrung starke jüdische Verankerung hat, durchaus erfreulich ist, einmal eine Zeitlang in einer Atmosphäre zu leben, in der im Grunde unabhängig von der Gruppengebundenheit nur das gilt, was der einzelne an Wert, Temperament und Persönlichkeit darstellt. Man kann es durchaus brauchen, nach Jahren bewußter Entwicklung des Gemeinschaftsgefühls die Entspannung durch Betonung individuellen Lebens zu erfahren. Wieder zu lernen, daß Lachen aus Freude über Sonne, Gesundheit und Dasein immer noch der beste Teil des Lebens ist. Schade nur, daß es, einstweilen jedenfalls, hier noch nicht gelingt, die Stärke gesünderer und gesicherter Existenz mit der Verpflichtung zur Gemeinschaft und der Verbundenheit mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu vereinen. Interessant die Versuche, in das Campleben Form zu bringen, was bei dieser so überaus formlosen Jugend doppelt begrüßenswert ist. Nicht nur, daß gute Disziplin aufrechterhalten wird und durch einheitliche Uniformierung — hier grün und weiß — an die Verpflichtung zur guten Repräsentierung der Campgemeinschaft appelliert wird. Das Camp hat sich auch eigene Formen des Gemeinschaftslebens geschaffen. Vom morgendlichen Flaggenhissen und sonntäglichen Gottesdienst sprachen wir schon. Alle zwei Wochen findet auf besonderen!, sonst nicht betretenen Platze ein Lagerring, mit großem Feuer statt. Die Gebräuche" und der Ablauf des Zeremoniells sind den indianischen Traditionen des Ratsfeuers der Stämme entleimt. Wesentlich ist dabei weniger, was geschieht, als daß überhaupt geregelte Form einen Rhythmus im Abiauf des Campbetriebes schafft. Zu Beginn des Camps werden die Teams in feierlicher Abendstunde, .eingeweiht. Die ganze Gruppe ist in zwei Teams, das grüne I und das weiße, eingeteilt, die während I der Campzeit in allen Betätigungen i^ I Wettkampf stehen. Man kann über das | Punkts}^stem, das mit die schlechteste! Seite des amerikanischen Erziehung wesens ist, sehr verschieden denken. Vom L Kindergarten bis zum Schlußexamen, und I oft noch, darüber hinaus, lebt der Ameri- I kaner in einem komplizierten System von I Punkten, das zwar subjektive Ungerechl tigkeiten ausschließt, aber eine außer-1 ordentliche Schematisierung jeder Bewer« ( tung mit sich bringt. Hier, im Camp, hat | der Wettbewerb der Teams sein Gutes. Er stärkt den Kameradschaftsgeist, hilft in der Erfassung bequemer Außenseiter und bringt eine Spannung in den Gang des Camps. Mit Entzündung des Camp- 1 Feuers an vom letzten Jahre bewahrter j Flamme beginnt die Zeremonie auf einer Lichtung im Walde. Entfachung der Teamfeuer, Aufrufung und Verpflichtung der Team-Captains, alles in guter, durch | Camp-Tradition gehüteter Form. Am Ende der Lagerzeit eine entsprechende Schluß, feier mit Bekanntgabe der mit Spannung erwarteten Resultate, die schweigend ent- I gegengenommen werden müssen, Löschung der Feuer und Vereinigung der Teams im j großen geschlossenen Kreis. Es ist kein Zufall, daß diese Feier die am meisten ] geglückte und natürlichste der Lagerformen ist. Sie ist ein Symbol des Sport- | geistes, der für diese jungen Menschen j die stärkste Gemeinschaftskraft ist, die einzige willig übernommene Form der Einordnung unter ein gemeinsames Ziel. Die Campzeit nähert sich ihrem Ende. Trotz mancher hier genannter kritischer! Einwände wird es uns sehr schwer werj den, vom Camp Abschied zu nehmen. Camp-Leben ist nicht nur für Jungen und Mädchen eine ausgezeichnete Sache. Ein j Harvarder Professor hat es kürzlich mit Recht den besten Beitrag Amerikas zur Menschenerziehung genannt. Diese zwei Monate sind auch für uns eine sehr schöne Erfahrung gewesen. Wir haben einen ernsten Eindruck von der großen Schönheit dieses Landes erhalten, j Wir haben endlich einmal ganz unter Amerikanern gelebt und uns sehr wohl dabei gefühlt. Wir haben die Bekanntschaft einer ganzen Reihe sehr sympathi" scher, frischer und natürlicher Menschen gemacht. Und vor allem haben uns all«, mit denen wir zu tun hatten, vom Leiter bis zum Küchenjungen, vom ältesten Counseilor bis zum kleinsten Junior, mit der gleichen Freundlichkeit, undistanzierten Kameradschaftlichkeit und heiterem Natürlichkeit empfangen, die der im Lande Junge hier so oft erfährt. Diese kurzen Wochen hier im Camp haben un* mehr geholfen, dieses Land liebzugewinnen, als die Monate in der großen Stadt •sich im wesentlichen im Yard ab, aber auch das schöne Schwimmbad im Athletikhaus stand ihnen zur Verfügung. Die Studenten und Studentinnen dieser Sommerschule waren sehr verschiedenen Herkommens. Einmal geographisch : offenbar die meisten aus dem mittleren Westen, viele aus den südlicheren Staaten, einige ganz aus dem Westen, aus Kalifornien — eine Studentin erzählte mir, sie sei mit ihrem Wagen aus Los Angeles gekommen! Und dann nach Alter und Beruf. Der kleinste Teil nur dürften echte Studenten gewesen sein. In einigen wenigen Jungen erkannte man an der bügelfaltenlosen Hose, den einst weiß gewesenen Schuhen und einem einfachen grünen Sack, den sie zum Transport der Bücher über ihre Schulter geworfen tragen, den Harvardstudenten. Diese Saloppheit ist eine Tradition, die genau so getreu eingehalten wird, wie das immer wieder staunenswerte Büffeln und Memorieren! Die meisten sind Lehrer und Lehrerinnen von mehr oder weniger bedeutenden Colleges, kaufmännischen Schulen, grammarschools, publicschools, highschools, kurz von allen nur denkbaren Bildungsanstalten. Diese Lehrer sitzen zum Teil so isoliert in kleinen Städten oder sind so jung in den Lehrberuf gekommen, daß ihnen der Besuch solcher Sommerschulen zur Pflicht gemacht wird, um ihr Wissen immer wieder zu ergänzen und auf dem Laufenden zu halten. Dann war eine Reihe von Sozialarbeitern dabei, einige junge Kaufleute, Kunsthistoriker (eine sehr beliebte Vorlesung war die von Professor Alfred Neumeyer über Dürer), junge Journalisten, die englischen Aufsatz lernten soder unter Leitung eines der bekanntesten Buchkritikers Kurse in Buchkritik . nahmen. Politiker oder die es werden wollten, nahmen Uebungen in Oeffentlichsprechen, Theaterbeflissene trieben theoretisch und praktisch Theaterstudien. Je nach dem Fach war die Unterrichtsm e t h o d e verschieden. Teils war sie fast nur Diskussion, teils — so bei den volkswirtschaftlichen und staatswissenschaftlichen Kursen — waren es richtige Vorlesungen. Stets aber wird von dem Studierenden viel mehr Mitarbeit verlangt, als wir gewohnt waren. Jeder Professor gibt allwöchentlich Bücher und Zeitschriften an, die gelesen werden müssen; ja die meisten stellen die Literatur sogar auf bestimmte Bretter in der Bibliothek, so daß sie für den Kurs reserviert sind, und sie überzeugen sich durch sog. Teste, ob die Studenten sie auch gelesen haben. Sie sind aber nicht etwa nur gestrenge Lehrer, sondern stehen dem Studenten in Konferenzen jederzeit zur Verfügung und helfen ihnen in ihren Studien fast kollegial durch Rat und Erklärung. Von Zeit zu Zeit müssen Arbeiten zu Hause geschrieben werden, dann klappern aus allen Fenstern die Schreibmaschinen; denn die „paper" sind nicht gerade kurz, und am Ende des Semesters steht als Schreckgespenst für die meisten ein schriftliches Examen. Wer bestanden hat, das wird nach einem Punktsystem errechnet, in dessen Geheimnisse ein Ausländer wohl niemals ganz eindringen wird. Ich habe jedenfalls das Gefühl, daß der Satz „non scholae sed vitae diseimus", den wir so gern umgedreht anzuwenden pflegten, hier in der Abwandlung gilt: nicht für die Schule, sondern für die Punkte lernen wir. Als zusätzliche Kost gab es noch eine Menge interessanter öffentlicher Vorlesungen. Viele von ihnen waren der Ausbildung der Lehrer gewidmet, — wie unterrichtet man in einem bestimmten Fach? — viele hatten aktuelle politische Probleme zum Gegenstand. Am meisten interessierte eine Reihe über Bedeutung und Bildung der öffentlichen Meinung. Die Art der Vorlesungen, zum Teil in der Form öffentlicher Diskussionen zwischen den Professoren, war anregend. Am anregendsten war ein Abend über die Frage, ob Außenhandel den Frieden fördern könne. Drei Professoren der Political Science — das entspricht etwa unserer Staatswissenschaft — sprachen vom Podium des Vortragssaals aus in das Radio, und auch die sehr hitzige Fragestellung der Studenten wurde gesendet. Daß die drei Professoren zu durchaus verschiedenen Ergebnissen gelangten, befriedigte den Direktor der Sommerschule, Professor Dr. Kirtley F. Mathern, der alle Abendveranstaltungen leitete, ebenso wie die leidenschaftlich interessierten Hörer. Neben dem Ernst gab es auch Scherz. Eine Geselligkeitsgruppe sorgte für Unterhaltung, für Musik und Theater, für Tanz und Mondscheinfahrt, so kam die Jugend zu ihrem Recht. Viele Studenten wohnten in den Schlaf - häusern im Harvardyard. Einige dieser „Männerklöster", wie wir sie scherzhaft nannten, waren für uns Frauen reserviert.* Ich wohnte in dem ältesten, in Grays Hall. Es zeichnete sich, was bei der Hitze sehr angenehm war, durch sehr große Räume aus. Die Zimmer sind jungenhaft — puritanisch und kahl möbliert — schon das Wort „eingerichtet" würde zu gemütlich klingen. Aber die Studenten, die für das richtige Se- . mester hinkommen, bringen sich alles mit, was einen Raum behaglich macht, vom Toilettepapier bis zum Teppich. Seihst- . verständlich sind moderne Badezimmer, zumindest aber Duschräume, eingebaut. Sehr viel hängt davon ab, was für ein roommate, d. h. Zimmergenossen, man hat. In den meisten Häusern hat nämlich jeder Student ein sehr kleines Schlaf- •zimmer und je drei bis vier haben geraeinsam einen Arbeitsraum. In Grays hatte jeder sein großes Zimmer als Schlaf- und Studierraum und teilte mit der Nachbarin auch das Bad und den kleinen Korridor. Die Amerikaner sind von Kindheit an so an Gemeinschaft genossinnen so freundschaftlich miteinander standen, wie meine roommate und ich, so glaube ich doch, daß alle sehr harmonisch miteinander lebten. Die Amerikaner sind von Kindheit an so an Gemeinschaft und Kameradschaft gewöhnt, daß ihnen diese Art des Zusammenlebens offenbar gar keine Schwierigkeit macht. Die Mahlzeit nahm man in der mensa ein, in Harvard Union, einer Art schönen Refektoriums. An langen ungedeckten Tischen aßen da dreimal täglich etwa 1300 Menschen, ausgezeichnet bedient und vorzüglich verpflegt. D'*. große Harvnrdküche kocht für vier Kä'iser, wurde mir erzählt, und es ist nur erstaunlich, wie Schöne Zweiflerin Von Arthur Silbergleit .Mit den goldnen Augen fragt Sonnenblume, Gottes Magd, Mich oft wundersam: „Wohin?" Als ich einmal ihr gesagt, Daß ich Gottes Sucher bin; Der Ihn stets verborgen glaubt Und dem Finderdrang erliegt, Hat sie ihr verträumtes Haupt Zweiflerisch im Wind gewiegt. i iiinituiTiiif fscFiiiiiiiiiiiif ii ii iiiiii i?iii«ifu iiaciriftitiiiitf tEf iiiiiiiriitijirifiitiMf litt ■frifiiziiiit iiini schnell und Hebenswürdig all die vielen Einzelwünsche — es gab immer Auswahl — berücksichtigt wurden. Bei Tisch war immer lebhafte Unterhaltung; man setzte sich zu Bekannten oder auch zu Fremden, schon um die verschiedenen Dialekte verstehen zu lernen, und alle waren nett und hilfsbereit zu den allerdings wenigen Ausländern. Wie im Flug verging das Semester, dessen Hauptwert für den Neuling im Lande in dem intensiven Zusammenleben mit Amerikanern aller möglichen Altersstufen, Gesellschaftskreise — und sogar Hautfarbe bestand. Dann ging es wieder „heim", nach New York, das noch in Sommereinsamkeit liegt. Aber schon sind einige der unzähligen Eiskremläden vom Broadway verschwunden; statt dessen vermehren sich die kleinen Kleider- und Putzgeschäfte über Nacht; sie zeigen die Herbstmodelle. Die girls, die in der Hitze unter den lang in den Nacken hängenden Haaren schwitzten, ziehen das, Haar jetzt, wo es kühl wird, streng vom Nacken weg hoch auf den Kopfwirbel hinauf, und die neuesten kleinen Filzbüte thronen oben auf Locken wie anno dazumal. Die Wagen der Railway Express Agency, die das Feriengepäck nach Hause schafft, versperren mehr und mehr die Straßen. Die Tage werden kürzer, die Luft wird klarer und dünner. Der Sommer weicht, der schöne New Yorker Kerbst steht vor der Tür — wie der Laborday!

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